#81

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 22:30
von Mike59 | 7.962 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #79
Zitat von Pitti53 im Beitrag #75
Zitat von thomas 48 im Beitrag #74
Steffen, ich glaube dir alles,
Nur, wo hast du 1970 Bananen in Gotha gekauft?
Thomas aus der Nachbarstadt Eisenach




Die hat er nicht gekauft. Da kamen sicher aus so einem Versorgungslager...............

Du hast recht, da kamen sie her und waren für die Truppe bestimmt! Haben natürlich auch etwas für uns abgezweigt! Nun sage bitte nicht, das deshalb
die DDR pleite war! Denn wenn ich daran denke was so alles bei der NVA verschoben wurde, kleines Beispiel (um eine Dieselleitung für einen unserer W50 zu bekommen, haben beim Forstwirtschaft mit Wissen unserer Vorgesetzten eine Kiste Bananen geben . Danach ging es halt weiter!Es gibt noch sehr viele Sachen die ich von damals erzählen kann. Noch ein Beispiel: Der Pfarrer der Gemeinte Dermbach fragte bei unseren Regimenter( Oberst O.)
an ob es möglich wäre den Apostel zur Aufbereitung von der Kirche zu holen, wir haben diese Figur per G5 Kran runder geholt und der Pfarrer hat unseres GR und unseren Regimenter Oberst O.gesegnet. Mit den Worten die ich niemals vergessen werde( Herr Oberst hiermit segne ich in Namen Gottes sie und das GR und freue mich das neues Blut in unserer Gemeinde kommt!
steffen52


War unser Versorgungslager nicht in Erfurt-Marbach?


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#82

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 08.12.2013 01:55
von schulzi | 1.759 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #80
Zitat von Pitti53 im Beitrag #70
Mein reden immer wieder: es gab schon Unterschiede zwischen Berliner Grenze und grüner Grenze in sehr vielen Punkten

Natürlich gab es große Unterschiede , zwischen Grenze Berlin und der grünen Grenze, die grüne Grenze war durch ihrer Abgeschiedenheit, von der restlichen Welt, mehr mit der sich noch befindlichen Bewohner , gegen über den Grenzern mehr verbunden, als in Berlin ( da war es den Bewohnern egal, vor allem die Bösen). An der grünen Grenze, war man ja auch froh das die Mädchen wenigstens, mal ein paar neue Männer für sich hatten und nicht nur die paar Einheimischen! Ja, so war das und deshalb waren die Jungs von der Truppe zum Ausgang sehr gefragt, es konnte ja sein das vielleicht und das waren nicht die wenigsten, das Mädchen mit raus nahmen, aus dem Sperrgebiet. Darum gab es diesen großen Unterschied!! Auch das schützen des Grenzstreifens war anders,wir sind im Kampfanzug( zu meiner Anfangszeit hatten wir noch die gefleckten Tarnanzüge) aufgezogen und in Berlin vor natürlich im feinen Zwirn( man wollte ja was darstellen) .Aber eben von der meisten DDR -Bevölkerung als ,unbeliebt angesehen.
Ja, so ist es halt gewesen und das wahr eben der Unterschied zwischen grüne Grenze und der Mauer
steffen52


Im "feinen Zwirn" ging nur die Güst raus und das auch nur zum Dienst drausen hatte sie auch nur Filz


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#83

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 08.12.2013 11:43
von GZB1 | 3.287 Beiträge

In der 80er Jahren ging es in Berlin nur in FDU (ESKS) zum Grenzdienst, Ausnahme Güst-SiK.


zuletzt bearbeitet 08.12.2013 11:44 | nach oben springen

#84

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 13.12.2013 16:25
von VNRut | 1.486 Beiträge

Beim GAR-40 hatte ich zu meiner Zeit (1982/83 1.Abk) einen Hauptmann als KC. Als ich dann raus an den Kanten (GR-34) kam, hatte ich auch einen Hauptmann auf der 1.Gk. Beide KC´s, das muss ich ehrlich gestehen, waren ruhig, besonnen und menschenfreundlich. Am schlimmsten waren im 40igstem die Menschenschinder Uffz. Hartu...und Elsn... sowie der Hauptfeldwebel ? der aus der Nazi-Zeit entflohen sein musste. Sprüche wie "Arbeit macht f..." und "Ich werde euch treiben bis zur V...." waren an der Tagesordnung. In den ersten 2-3 Monaten ließen wir uns das notgedrungen gefallen, doch dann reichte es uns und wir machten eine Anzeige im Stab. Zu unserem Glück hatten wir einen älteren Kameraden auf der Kompanie der gleichzeitig auch Parteimitglied im SKET Magdeburg war und der setzte ein Schreiben auf das alle unterschrieben. Der Hauptfeldwebel verschwand bei Nacht und Nebel aus dem Oranienburger Schloss.

Im 34. kam es im Frühjahr 1983 zum KC wechsel. Der StKC Oberleutnant Mü... hatte lange am Stuhlbein des alten KC gesäbelt und wurde Oberhäuptling. Mit dieser Lösung waren wir überhaupt nicht zu frieden und eine Meuterei begann. Aufgaben wurden ungenügend oder gar nicht erfüllt und EK-Bewegung wurde verstärkt ausgeübt, z.T. mit Absegnung des Hauptfelds "Kjelt", der uns Ek´s mit Worten ermunterte: "Wenn´s nicht SAUBER ist, dann schrubbt das 3.Dhj." Zum Essen marschierte er immer mit halber Kompanie. Ansonsten war er ein herzensguter Dicker.
Irgendwann begann eine Untersuchungskommission aus dem Stab unseren Dienst wochenlang zu stören. Jede Maßnahme bis Grenzdienst, alles wurde überwacht von einen Ausbildungsoffizier Major Zag... an der Spitze. ...... Zu dieser Zeit hatte ich im Ausgang eine Rauferei eines Grenzers mit Zivilisten verhindern wollen, die leider zu einer Schlägerei mit einen Grenzer aus unserer Kompanie ausartete .... bis zum gebrochenen Nasenbein. Die Komission untersuchte den Vorfall und kurz vor der fälligen Strafe "Beschädigung des Ansehens der Grenztruppen in der Öffentlichkeit" wurde die Komission von der Gk abgezogen und unser Vergehen verschwand unter dem Tisch. Glück gehabt - Man munkelte das die Komission unter Major Zag.... selber "Dreck am Stecken" (Veruntreuung von Gelder etc.) hatte.

Der "Alte" KC wurde Frühjahr 83 zum Major befördert und kam in den Stab. Oberlolly Mü... wurde kurz vor meiner Heimkehr anlässlich des 7.Oktober 83 zum Hauptmann ernannt. Als wir zum Kasernentor Richtung Heimat liefen, riefen alle E´s heiße Sprüche hintern KC her.

Gruß Wolle


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#85

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 13.12.2013 19:00
von Lutze | 8.034 Beiträge

eine Meuterei bei den Grenztruppen,
euer Politoffzier,was sagte der dazu?,
ich kann es kaum glauben mit den Nazi-Sprüchen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#86

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 13.12.2013 20:47
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von VNRut im Beitrag #84
Beim GAR-40 hatte ich zu meiner Zeit (1982/83 1.Abk) einen Hauptmann als KC. Als ich dann raus an den Kanten (GR-34) kam, hatte ich auch einen Hauptmann auf der 1.Gk. Beide KC´s, das muss ich ehrlich gestehen, waren ruhig, besonnen und menschenfreundlich. Am schlimmsten waren im 40igstem die Menschenschinder Uffz. Hartu...und Elsn... sowie der Hauptfeldwebel ? der aus der Nazi-Zeit entflohen sein musste. Sprüche wie "Arbeit macht f..." und "Ich werde euch treiben bis zur V...." waren an der Tagesordnung. In den ersten 2-3 Monaten ließen wir uns das notgedrungen gefallen, doch dann reichte es uns und wir machten eine Anzeige im Stab. Zu unserem Glück hatten wir einen älteren Kameraden auf der Kompanie der gleichzeitig auch Parteimitglied im SKET Magdeburg war und der setzte ein Schreiben auf das alle unterschrieben. Der Hauptfeldwebel verschwand bei Nacht und Nebel aus dem Oranienburger Schloss.

Im 34. kam es im Frühjahr 1983 zum KC wechsel. Der StKC Oberleutnant Mü... hatte lange am Stuhlbein des alten KC gesäbelt und wurde Oberhäuptling. Mit dieser Lösung waren wir überhaupt nicht zu frieden und eine Meuterei begann. Aufgaben wurden ungenügend oder gar nicht erfüllt und EK-Bewegung wurde verstärkt ausgeübt, z.T. mit Absegnung des Hauptfelds "Kjelt", der uns Ek´s mit Worten ermunterte: "Wenn´s nicht SAUBER ist, dann schrubbt das 3.Dhj." Zum Essen marschierte er immer mit halber Kompanie. Ansonsten war er ein herzensguter Dicker.
Irgendwann begann eine Untersuchungskommission aus dem Stab unseren Dienst wochenlang zu stören. Jede Maßnahme bis Grenzdienst, alles wurde überwacht von einen Ausbildungsoffizier Major Zag... an der Spitze. ...... Zu dieser Zeit hatte ich im Ausgang eine Rauferei eines Grenzers mit Zivilisten verhindern wollen, die leider zu einer Schlägerei mit einen Grenzer aus unserer Kompanie ausartete .... bis zum gebrochenen Nasenbein. Die Komission untersuchte den Vorfall und kurz vor der fälligen Strafe "Beschädigung des Ansehens der Grenztruppen in der Öffentlichkeit" wurde die Komission von der Gk abgezogen und unser Vergehen verschwand unter dem Tisch. Glück gehabt - Man munkelte das die Komission unter Major Zag.... selber "Dreck am Stecken" (Veruntreuung von Gelder etc.) hatte.

Der "Alte" KC wurde Frühjahr 83 zum Major befördert und kam in den Stab. Oberlolly Mü... wurde kurz vor meiner Heimkehr anlässlich des 7.Oktober 83 zum Hauptmann ernannt. Als wir zum Kasernentor Richtung Heimat liefen, riefen alle E´s heiße Sprüche hintern KC her.

Gruß Wolle



Ich hatte schon mal geschrieben, das es bei uns im GR3 zu der damaligen Zeit sehr familiär zuging, aber auch bei uns waren einige ältere Offiziere, die bei der Wehrmacht auch einen höheren Rang hatten ( Feldwebel usw.). Auch diese Herren vermieden die Anrede Genosse so oft es ging( außer zu öffentlichen Anlässen) . Ansonsten wurden wir mit Soldat oder Gefreiter angesprochen, war uns sehr recht und wir sagten dann auch ( wenn man allein mit Ihnen war z.B. Hauptmann ) Ohne Genosse davor. Wenn man Sie beim vorbei laufen nicht so recht militärisch exakt grüßte, dann hieß es " Gefreiter kommen sie zurück und grüßen sie wie es sich für einen deutschen Soldaten gehört).Hatte aber nix mit braunen Jauche zu tun!! Wir fanden es gut und knallten unsere Hacken zusammen und brüllten unseren Gruß, das kam immer gut an und man hatte bei den Herren( Genossen) einen besseren Stand!
Das war für uns in vielen Sachen sehr zum Vorteil! Möchte aber noch einmal betonen , das hatte nix mit der früheren Wehrmacht zu tun, sondern das waren einfach Militärs und damit konnten wir alle gut leben. Es gab keinerlei Schikane oder andere Sachen, es war einfach militärisch!Sie wollten es so und wir haben mit gespielt, es hat uns Spaß gemacht, das zu tun was sie wollten und man bekam auch mal schnell Ausgang außer der Reihe und auch andere Annehmlichkeiten .
Grüße Steffen


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#87

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 14.12.2013 09:37
von ABV | 4.202 Beiträge

Aber ist es nicht ein Widerspruch an sich, dass sich so viele deutsche Militärtraditionen, zum Beispiel die immer wieder zu hörenden Redensarten, den Sozialismus unbeschadet überdauern konnten?
Wurde nicht immer davon gesprochen, dass NVA und Grenztruppen mit den " unseligen Traditionen der Vergangenheit" längst gebrochen hätten? Wurden solche Dinge nicht eher der Bundeswehr unterstellt?
Oder besitzen Berufssoldaten, vor allem deutsche Berufssoldaten, ganz einfach eine ganz spezielle Persönlichkeitsstruktur?

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#88

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 14.12.2013 11:04
von utkieker | 2.920 Beiträge

Noch unmittelbar vor Ausbruch des 2. Weltkrieges war das Offizierskorps vom Adel geprägt. Es war geradezu Tradition, daß ein Großteil der Ritterschaft die Offizierslaufbahn einschlug. Obwohl in der Nachkriegsarmee der Adel keine Rolle mehr spielte verblieb dennoch der alte Offiziersdünkel und der Kasernehofdrill in den Kasernen der NVA und den Ausbildungsregimentern der GT. Auch in den Grenzkompanien gab es noch separate Speiseräume zwischen Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere. Aber unser KC Major N. bestand nicht auf seine Privilegien. Immer wenn es etwas zu klären gab, hat sich der Alte auch zu uns im Uffz.- Speiseraum begeben. Man muß nicht an alten Zöpfen der Vergangenheit festhalten, schon gar nicht, wenn man sich als Arbeiterarmee ausgab.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#89

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 14.12.2013 11:17
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von ABV im Beitrag #87
Aber ist es nicht ein Widerspruch an sich, dass sich so viele deutsche Militärtraditionen, zum Beispiel die immer wieder zu hörenden Redensarten, den Sozialismus unbeschadet überdauern konnten?
Wurde nicht immer davon gesprochen, dass NVA und Grenztruppen mit den " unseligen Traditionen der Vergangenheit" längst gebrochen hätten? Wurden solche Dinge nicht eher der Bundeswehr unterstellt?
Oder besitzen Berufssoldaten, vor allem deutsche Berufssoldaten, ganz einfach eine ganz spezielle Persönlichkeitsstruktur?

Gruß an alle
Uwe


Moin moin Uwe....
Gesellschaftssoziologen und Pychoanalytiker koennen solch Strukturen ja ganz gut auseinandernehmen.
Aus der Sicht des normalen Mannes...fuer mich/Dich.... ich bleib dabei("Armee ist sowas von geil") was die von Dir angesprochenen "Erscheinungen"angeht....
Die Leuts kamen ja aus der Gesellschaft,in der Sie erzogen,geformt,eingestellt und mit eigenen Erfahrungen behaftet waren...rein idividuell.
Warum sollten die anders sein,als dein braver Buerger aus der Gemeinde des Oderbruchs oder der "Saupreusse aus Berlin"....
Der Eine traegt seine Meinung auf der Zunge,der Andere sitzt lieber in der Ecke und zieht die Faeden....
Will damit sagen,aller Erscheinungen im Zivilleben existieren eben auch inne Armee,ob dort geduldet oder dagegen vorgegangen wird, haengt sicher von der jeweiligen Fuehrung ab.
Graebt man in Erinnerung,Wen man so alles getroffen hat,jo da waren fast alle Charaktere dabei.....
Der "stramme deutsche Soldat,dessen "Jungs"eben im Winter saeuberlich aufgestellt aufs Training wartete und immer mehr zu frieren begann....
Der andere KC(Truppfuehrer oder was auch immer) der ne leichte Bewegung Erwaermung "anordnete"..."Macht Euch mal locker und warm)....
Das die Anderen immer die "Boesen"sind,ist logisch und einfacher zu gestalten...bequemer.
Berufssoldaten ticken anders,sicher,die haben ja nix anderes...als Ihren Job,so wie eben der "Kurzgediente auch"der hat den seinen....
Ein Treffen auf Zeit....sehr interessantes Ding,was Du da angeschnitten hast....

Gruessli ins flache Land

BO


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#90

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 14.12.2013 15:21
von Gelöschtes Mitglied
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Habe deinen Beitrag gelesen ABV, es gab in der Zeit ( 1970) immer noch bei den alten Offizieren , ein denken das es bei der Armee halt so sein muss
wie in alten Zeiten. Was den militärischen Ablauf betraf ! Das begann mit dem Stuben Durchgang und auch mit dem reinigen der Toiletten. Wehe der Spies, erwischte Einen der nach dem Ausgang die Schüssel voll geko... hat, dann hieß es am nächsten Tag für diesen Kameraden, die Ärmel hoch und schruppen( ohne Hilfsmittel). Auch das reinigen der Kaschi., war für manche Vorgesetzten ein innerer Vorbeimarsch ein weißes Tuch durch zu ziehen und wehe es war noch was daran zu sehen( Zählte natürlich nur für die Spritzer), genauso bei Spint Kontrolle.Den EKs ihrer sah aus wie Sau, aber für die Neuen hieß es, Feldplane davor legen und der Spint wurde ausgekippt! Wenn man sich bei einen Vorgesetzten darüber Beschwerde kam schon Mal der Spruch " Wir sind hier nicht bei der Heilsarmee, wegtreten Soldat"und das war es. Es gibt verdammt viele Dinge die eigentlich der Moral einer sozialistischen Armee wieder sprach, aber so war es nun mal und hat Keinen geschadet Oder?
Gruß Steffen


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#91

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 14.12.2013 18:01
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Ein Bäcker backt sein Brot seit Jahrhunderten, pflegt seine Tradition, egal unter welcher Herrschaft. Der Militär macht das auch, könnte man meinen. Wobei es sicher noch zu unterscheiden gilt zwischen Tradition und Gepflogenheiten. Der Beitrag, welcher der Frage vom ABV zugrunde lag, beschreibt insofern eher Gepflogenheiten, die sich auch weitgehend unabhängig von Traditionen erhalten haben und werden.

friedliche Grüße Andreas


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#92

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 14.12.2013 19:34
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Andreas, mit Deiner Aussage der Gepflogenheit ist eine Sache bei der Armee, aber mit der Tradition, das ist halt Einer, der beruflich zur Armee
geht und etwas mit der Armee am Hut hat.! Dem zu folge ist ihm das System unter dem er dient egal, die Hauptsache ist es doch, ich bin bei der Armee und verrichte meinen Dienst, halt für die Leute die im Augenblick die Macht haben. Das man natürlich in das vorgegebene Horn mit pusten muss ist doch
wo klar und auch seinen Untergebenen klar machen muss das eben dieses System das beste ist! Das haben auch die auf der anderen Seite des Zaunes ihren Leuten verklickert! Ich habe mit solchen Genossen oft beim Bier ausgetrunken und wusste was ihre Meinung war( gab auch Ausnahmen). Kenne ( gute Bekannte) die nach der Wende ganz schnell zur Bundeswehr wechsel wollten, ich habe sie gefragt wo ihrer sozialistischen Überzeugung geblieben ist, was war ihre Antwort" Es geht um den Job und ums Geld". Auch heute gibt es genug Söldner, die nur für Geld einen Macht dienen und nix hinterfragen. Also, damit möchte ich sagen: Dessen Brot ich esse ,dessen Lied singe ich, oder so! Um noch mal auf den Bäcker zu kommen !!! Wir mussten ja laut Gesetz den Grundwehrdienst machen! Möchte wissen wie viele wenn sie es entscheiden durften zur NVA gegangen werden? Also für mich sind und bleiben Berufssoldaten, welche die gerne dabei waren und sind, ob aus Überzeugung oder halt weil man Soldat spielen konnte und wen man es geschafft hatte als Vorgesetzter Macht aus üben konnte, einfach Militärs!!
Grüss Steffen


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#93

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 15.12.2013 18:06
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #87
Aber ist es nicht ein Widerspruch an sich, dass sich so viele deutsche Militärtraditionen, zum Beispiel die immer wieder zu hörenden Redensarten, den Sozialismus unbeschadet überdauern konnten?
Wurde nicht immer davon gesprochen, dass NVA und Grenztruppen mit den " unseligen Traditionen der Vergangenheit" längst gebrochen hätten? Wurden solche Dinge nicht eher der Bundeswehr unterstellt?
Oder besitzen Berufssoldaten, vor allem deutsche Berufssoldaten, ganz einfach eine ganz spezielle Persönlichkeitsstruktur?

Gruß an alle
Uwe



Der Unterschied von NVA und Bundeswehr:

Die Führungsebene der NVA bestand aus militärerfahrenene Kommunisten (Angehörige der linken Bürgerkriegsarmeen in der Weimarer Zeit (z.B.Mansfeld- und Leunakämpfe), Spanienkämpfer, Emigranten aus derSowjetunion), während die Bundeswehr von alten Nazi-Generälen (Speidl, Heuser usw.) aufgebaut wurde. Das gemeinsame waren jedoch reaktivierte "Restbestände" der Wehrmacht (Mannschaften als Uffz., Uffz. und Kriegsoffiziere (im Krieg zu Offizieren beförderte Feldwebel) als Offiziere) in der Gründungsphase für den "Mittelbau". Dabei war aber auch wieder ein Unterschied. Während inder DDR vorzugsweise Angehörige des Nationalkommitee freies Deutschland in Frage bzw. Absolventen der Antifa-Schulen kamen, waren im Westen eher "bewährte Altnazis" bzw. in britischer und amerikanischer Gefanngenschaft prowestlich "Umerzogene" verwendet.
Die Fakten aus dem Buch "Das Amt" über die Nazibelastung des BRD-Außenministeriums können sinngemäß auf die Bundeswehr übertragen werden.
Sowohl bei der "Aufbaugeneration", als auch den neuen Generationen sammelten sich auf beiden Seiten wieder "notorische Kommisköppe", jedoch mit entgegengesetzten ideologischen Motiven.



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#94

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 15.12.2013 20:59
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Stabsfeld,
in vielen Dingen hast Du recht, aber leider wurden, ich weiß nicht ob Du es weißt oder nicht wissen willst, zu den ersten Zeiten des Aufbaus der bewaffneten Organe der DDR , auch viele ehemaligen Wehrmachtsoffiziere mit ins Boot geholt um eben die Armee zugründen. Den es gab ja halt keinen der von der Bildung einer Struktur der Armee Ahnung hatte. Die Spanienkämpfer u.s.w., waren alle Partisanen und führten eine kleine Truppe mit Idealen, aber der Aufbau einer schlagkräftigen Armee ist schon etwas anderes! Natürlich waren es keine hochrangigen Nazis wie in der damaligen BRD, das war halt der Unterschied. Man muss schon die Geschichte richtig lesen und nicht nur das was man sehen will! Diese Leute wurden natürlich nicht in hohen Offiziersgrade der NVA gehoben, aber sie waren in den 50zigern Jahren Berater. Es gibt darüber auch Bücher, ich muss sie mal raus suchen, um es genau zu belegen! Diese ehemaligen Wehrmachtsangehörigen wurden natürlich als alles in Sack und Tüten war ,ausgemustert und in den Ruhestand geschickt. Es ist natürlich mit den alten Generäle der damaligen BRD nicht zu vergleichen, aber auch in der damaligen Ostzone gab es solche Leute, die dafür gebraucht wurden um so eine Struktur( das war ja nicht einfach) aufzubauen, den auch die Sowjetarmee, konnte man da nicht als Vorbild nehmen, weil es mit der Mentalität der Deutschen nicht vereinbar war! Du wirst bestimmt anderer Meinung sein und ich möchte auch nix beschönigen, sondern nur das dazu sagen was die Realität war, ohne jemand zu sehr auf die Füsse zutreten. Der Wahrheit muss man nun mal ins Gesicht schauen, ob es einen passt oder nicht!!!
Grüsse Steffen


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#95

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 17.12.2013 15:56
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #94
Hallo Stabsfeld,
in vielen Dingen hast Du recht, aber leider wurden, ich weiß nicht ob Du es weißt oder nicht wissen willst, zu den ersten Zeiten des Aufbaus der bewaffneten Organe der DDR , auch viele ehemaligen Wehrmachtsoffiziere mit ins Boot geholt um eben die Armee zugründen. Den es gab ja halt keinen der von der Bildung einer Struktur der Armee Ahnung hatte. Die Spanienkämpfer u.s.w., waren alle Partisanen und führten eine kleine Truppe mit Idealen, aber der Aufbau einer schlagkräftigen Armee ist schon etwas anderes! Natürlich waren es keine hochrangigen Nazis wie in der damaligen BRD, das war halt der Unterschied. Man muss schon die Geschichte richtig lesen und nicht nur das was man sehen will! Diese Leute wurden natürlich nicht in hohen Offiziersgrade der NVA gehoben, aber sie waren in den 50zigern Jahren Berater. Es gibt darüber auch Bücher, ich muss sie mal raus suchen, um es genau zu belegen! Diese ehemaligen Wehrmachtsangehörigen wurden natürlich als alles in Sack und Tüten war ,ausgemustert und in den Ruhestand geschickt. Es ist natürlich mit den alten Generäle der damaligen BRD nicht zu vergleichen, aber auch in der damaligen Ostzone gab es solche Leute, die dafür gebraucht wurden um so eine Struktur( das war ja nicht einfach) aufzubauen, den auch die Sowjetarmee, konnte man da nicht als Vorbild nehmen, weil es mit der Mentalität der Deutschen nicht vereinbar war! Du wirst bestimmt anderer Meinung sein und ich möchte auch nix beschönigen, sondern nur das dazu sagen was die Realität war, ohne jemand zu sehr auf die Füsse zutreten. Der Wahrheit muss man nun mal ins Gesicht schauen, ob es einen passt oder nicht!!!
Grüsse Steffen



Die internationalen Brigaden waren keine Partisanen, sondern eine reguläre Militäreinheit. Deutsche Teilnehmer waren überwiegend im Ernst-Thälmann-Batallion organisiert. Dabei wurden Offiziers- und Unteroffiziersränge von erfahrenen Kämpfern, die im 1. WK Soldaten waren und während der Revolution 1918 (und folgenden Aufständen/bewaffneten Klassenkämpfen) in revolutionären Einheiten gekämpft hatten, gestellt.



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#96

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 17.12.2013 17:35
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Stabsfeld,
danke für die geschichtlicher Belehrung! Aber eigentlich ging es um den Aufbau der KVP ( NVA) und in wie weit ehemalige Wehrmachtsoffiziere daran
mitgeholfen haben, den laut Deiner Meinung nicht, das ist aber falsch! Habe nachgelesen und es waren Einige ( auch wen sie in russischer Gefangenschaft,
sich sozusagen gewandelt hätten, nun das kennen wir ja auch aus dem Jahre 1989 ) und sie waren auch in der NVA in etwas höheren Dienstgraden!
Es ist ja auch logisch, etwas Militärerfahrung musste schon vorhanden sein und die hatten halt die Erfahrung b.z.w. das Wissen, wie eine Armee aufgebaut und geführt wird. Wurde aber zu DDR Zeiten unter den Teppich gekehrt! Passte natürlich nicht zur sozialistischen Lehre!
Grüsse Steffen


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#97

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 18.03.2014 11:27
von Ignatz | 7 Beiträge

@VNRut, An dieses Theater von euren Häuptling kann ich mich noch erinnern. War das die 4. Grenzkompanie im 34. ?
Mit der Kompanie im Winterfleld, war für mich ein Grauen, obwohl ich nicht dazu gehörte, es war unmenschlich in dem Lager. Und der Zag... dieses Ar... war der größte Schinder überhaupt. Der wollte mich mal vors Kriegsgericht zerren, hat aber nich geklappt. Lol. LG


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#98

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 18.03.2014 11:37
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von Ignatz im Beitrag #97
@VNRut, An dieses Theater von euren Häuptling kann ich mich noch erinnern. War das die 4. Grenzkompanie im 34. ?
Mit der Kompanie im Winterfleld, war für mich ein Grauen, obwohl ich nicht dazu gehörte, es war unmenschlich in dem Lager. Und der Zag... dieses Ar... war der größte Schinder überhaupt. Der wollte mich mal vors Kriegsgericht zerren, hat aber nich geklappt. Lol. LG

les ich richtig?,Kriegsgericht?,
Militärgericht ist mir geläufiger
Lutze


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#99

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 18.03.2014 13:00
von VNRut | 1.486 Beiträge

@Ignatz, ... nee, ich war in der 1.GK (zuerst Steinbau dann Wohncontainer am Appellplatz wg. Renovierung) unter KC Oltn. Müll...(10/83 Hptm.).

Aber der Maj. Zag... war wirklich ein Ar...loch, denen habe ich kurz vor der Entlassung 10/1983 meinen bleibenden Hörverlust und Tinnitus auf den linken Ohr zu verdanken. Zuerst befahl er im Feldlager Rytnik die Kompanieschießübung trotz fehlender Gehörschutz-Watte auszuführen. Es wurde normale Watte verteilt, die sich durch Wind und Bewegung löste. Als ich den Unfall (Knalltrauma*) durch das Schießen mit einer RPG-70 in Verbindung mit Kalaschnikow Mündungsfeuer erhielt und mich sofort beim Ausbildungsoffizier Maj. Zag... meldete, meinte der nur: "Im Krieg können SIE nicht einfach wegen einer Lappalie das Schlachtfeld verlassen und kämen vor das Kriegsgericht". Nach einigen Stunden Verspätung wurde ich zum Kreiskrankenhaus Staaken gekarrt, wo der diensthabende Arzt nicht mehr viel tun konnte (Blutverdünnung etc.**).
Die einzige Entschädigung die ich bekam war nach vielen Jahren harten Kampf, die 1987 nach einer militärischen Ärztekommission in Potsdam erteilte Anerkennung der Diensterkrankung im SV-Buch (entspr. Berufserkrankung)... womit ich mich heute den Ar... abwischen kann.

* http://de.wikipedia.org/wiki/Knalltrauma
** https://www.thieme.de/de/gesundheit/knal...dlung-45240.htm

Gruß Wolle

Angefügte Bilder:
GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 18.03.2014 13:07 | nach oben springen

#100

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 18.03.2014 13:43
von damals wars | 12.147 Beiträge

VNRut,reicht das nicht für einen Grad der Behinderung?

Ehrlich ,vor dem RPG und seinen Schützen hatte ich immer einen Heidenrespekt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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