#61

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 06.12.2013 09:11
von Hansteiner | 1.414 Beiträge

Morgen allerseits,
bei uns hast du notfalls die Sache mit Feuerzeugbenzin aus der MHO erledigt, aber eigendlich war B. doch kein Problem.

VG H.



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#62

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 06.12.2013 09:38
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wir hatten in der Werkstatt ein ganzes Fass mit Waschbenzin, der Schlosser gab aber das Zeug natürlich nicht Eimerweise aus weil ihm da der TA die Ohren vom Stamm gehauen hätte
Also bei uns kein WB zum Waffenputz verfügbar und wenn es in der GK wie in der Werkstatt gestunken hätte dann hätte sich der Spieß ganz sicher schnüffelnd auf die Suche nach der Ursache begeben


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#63

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 06.12.2013 16:36
von 80er | 570 Beiträge

Um mal wieder dem Thema etwas näher zu kommen:

Viel interessanter fände ich - wie z.T. schon geschrieben wurde - wie ihr eure KC erlebt habt? Da gäbe es doch von ca. 1970 bis 1989 reichlich Eindrücke und Schreibstoff.

Ich versuche es einmal - auch wenn ich es in meinem Beitrag Vom Paulus zum Saulus schon angedeutet haben sollte.

Um ehrlich zu bleiben, ich habe ihn gemocht und geachtet! Auch wenn wir uns mit persönlichen Problemen eher nicht an ihn wandten,
dann nicht, weil er als Vaterfigur dazu nicht geeignet gewesen wäre; ich denke es geschah eher nicht aus Rücksichtnahme vor "dem hohen Amt".

Er hatte etwas von einem klassischen "alten Soldaten", von Beruf Soldat, Politik machen andere und für TAPI gab´s den Polit!. Sein Spitzname war auch entsprechend "Der Alte".
Manchmal habe ich ihn bedauert, denn er war leider auch eine tragische Figur, der ewige Hauptmann und dies schon im fortgeschrittenen Alter.
Irgendwelche Vorkommnisse, die zwar in seiner Verantwortung lagen, die er aber nicht verhindern konnte (z.B. Fahnenflucht Soldat mit Buffz), haben ihn auf der Beförderungsleiter einfach nicht höher aufsteigen lassen!
Trotzdem war er zumindest uns Soldaten gegenüber in meiner Erinnerung immer fair.

Ich gestaltete mir gelegentlich den Grenzdienst kurzweiliger. Einmal hatte ich vor der Nachtschicht 2 unterschiedlich grosse Mausefallen in den Beintaschen, die prompt bei einer "Sitzkissenkontrolle" auf dem Hof, unmittelbar vor der Vergatterung, entdeckt wurden.
Kommentar des "Alten" kopfschüttelnd grinsend:
"Ich habe ja in meiner Dienstzeit schon Einiges erlebt, aber sowas ist mir noch nicht unter gekommen!" Sprach´s und vergatterte.

PS: Mit Beginn meiner Jugend begann ich Vogeleier, Gewölle, Gehörne und Tierschädel zu sammeln und ich wollte wissen, welche Spezies sich da in Thüringen im Gegensatz zu Sachsen Anhalt tummeln. Die Schädel wurden dann im Kochgeschirr für meine Sammlung daheim ausgekocht. Bei diesen Betätigungen ging auch die Schicht immer recht schnell vorbei.


Winch, hundemuchtel 88 0,5, Rainman2 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.12.2013 18:42 | nach oben springen

#64

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 06.12.2013 23:27
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Und was haben wir aus allen Beiträgen hier bisher gelernt?

1. Es gab sehr unterschiedliche Dienstdurchführungen in Berlin und an der "grünen Grenze"
2.Die Zeiträume über die diskudiert wir sind seeehr unterschiedlich. Die Methoden der Grenzsicherung wurden alle paar Jahre geändert. Daher die unterschiedlichsten Erlebnisse
3. Kompaniesicherung( für mich bevorzugt weil mehr Ruhe in der Kompanie) und Batatallionssicherung sind zwei sehr verschiedene Dinge

ABER die KC blieben bei allen Veränderungen in den Jahren meist die gleichen . Und mit hoher Verantwortung für ihre GK und ihren Abschnitt. Wer dem nicht gewachsen war wurde sehr schnell versetzt.

Viele Kompaniechefs waren legendäre alte Majore die bis zur wohlverdienten Rente gerne diesen Job machten als einen ruhigen Posten in irgendeinem Stab

Ich kannte so einige davon


utkieker, Rainman2, Kurt, Küchenbulle 79 und jecki09 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.12.2013 23:34 | nach oben springen

#65

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 07:30
von Hansteiner | 1.414 Beiträge

Pitti53,

zu deinen Worten gibt es eigendlich nichts hinzu zusetzen

Gruß H.



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#66

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 09:32
von Winch | 171 Beiträge

Pitti53,
Du meinst bestimmt unsere beiden Eckpfeiler im Batt.
Grüße


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#67

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 11:04
von utkieker | 2.920 Beiträge

@Pitti53: "Viele Kompaniechefs waren legendäre alte Majore die bis zur wohlverdienten Rente gerne diesen Job machten als einen ruhigen Posten in irgendeinem Stab
Ich kannte so einige davon"


Auch wenn ich persönlich auf die Bat.- Sicherung eingeschworen bin, in diesem Fall gebe ich dir Recht Pitti. Ja was meinen KC Major N. anbelangt, so konnte man auch für sein ziviles Leben etwas mitnehmen. Es war ebend diese sensible Menschenführung, man kann es nicht lernen aber die Erfahrung mitbringen. Die KC's waren die höchste Führungsebene die noch direkt mit dem alltäglichen Grenzdienst zu tuen hatten, darüber hinaus waren es mehr oder weniger "Schreibtischtäter". Für viele war der KC der "Alte" und tatsächlich war er meistens ein alter Dachs.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#68

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 13:06
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Winch im Beitrag #66
Pitti53,
Du meinst bestimmt unsere beiden Eckpfeiler im Batt.
Grüße


Ja


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#69

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 14:04
von schulzi | 1.759 Beiträge

Das mög für die grüne Grenze zutreffen ,aber nicht für die Berliner.Da war der Kc meist Oberleutnant oder Hauptmann zum Teil nicht älter als wir,bei uns war der Hauptfeld der ruhende Pol in der Kompanie.Der Grund wird wohl der gewesen sein das wir Berliner halbe mot. Schützen waren,Majore als Kc habe ich nur im Ausbildungsregiment gesehen.


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#70

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 14:15
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Mein reden immer wieder: es gab schon Unterschiede zwischen Berliner Grenze und grüner Grenze in sehr vielen Punkten


zuletzt bearbeitet 07.12.2013 14:15 | nach oben springen

#71

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 15:23
von Kurt | 933 Beiträge

Unser KC von der PIK 26 war auch Major und ein Ruhepol in Person, im Gegensatz zum Spieß. Meine Aussage bezieht sich auf das GR 34, also auch GKM, am Ende der 80er Jahre.
Einen Oberleutnant als KC hatte ich lediglich an der U-Schule.

Gruß,

Kurt


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#72

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 17:11
von Gelöschtes Mitglied
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Ich war nicht in einer GK, sondern im GR . Bei uns war eigentlich alles wie eine Familie ( 1970 ). Hatten viele Zivilangestellte ( waren die meisten alles ehemalige Grenzpolizisten ) und die kannten die ganzen Vorgesetzten auch privat, das war für uns nur zum Vorteil. Da ich Verpflegungsfahrer war, hatte auch mein KC ( Egon ) immer etwas von mir gebraucht( Essbares ). Hatte glaube ich 7 Kinder, ein Kind hatte immer Gelbsucht ( seine Worte) und braucht dringend Bananen ( die holte ich immer aus Gotha, W50 voll). War natürlich für mich sehr gut. Wenn ich was wollte, konnte er es mir schlecht abschlagen!
Meine Eltern hatten mich mal besucht und hingen Abends in Bad Salzungen fest, fragte meinen KC und der sagte nehme den Alten ( Oberst O. war gerade in Urlaub) seinen Wolga M21 und hole sie ab.Gab noch viele Sachen die ich schreiben könnte. Für die später Gedienten, ist es bestimmt nicht nach glaubhaft, aber um dieser Zeit war es so. Kann mir vorstellen, das man später die Sachen nicht mehr so locker gesehen hat.
steffen52


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#73

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 17:24
von damals wars | 12.171 Beiträge

Mein KC machte auch alles möglich für Wurstsuppe. Die Heimfahrt/der Urlaub der Selbstschlachter war garantiert! Und er brüstete sich auch noch damit!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#74

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 19:10
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Steffen, ich glaube dir alles,
Nur, wo hast du 1970 Bananen in Gotha gekauft?
Thomas aus der Nachbarstadt Eisenach


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#75

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 19:16
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #74
Steffen, ich glaube dir alles,
Nur, wo hast du 1970 Bananen in Gotha gekauft?
Thomas aus der Nachbarstadt Eisenach




Die hat er nicht gekauft. Da kamen sicher aus so einem Versorgungslager...............


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#76

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 19:23
von utkieker | 2.920 Beiträge

Für Berlin kann ich nun wirklich nicht reden, ich glaube die hatten eine höhere Postendichte - aber ansonsten? Immerhin kann ich aber über die Erfahrung im SiZ der GüSt Salzwedel meinen Senf beitragen. An der GüSt hatten wir keinen KC sondern den Zugführer des Sicherungszuges Hptm. E. und der Dienst verlief auch differenzierter als in einer "normalen" GK. Der Zug hatte 4 Gruppen aber es sollte keiner glauben wir hätten uns Gruppenweise abgelöst, jeder der gerade frei verfügbar war ging für 8 Stunden raus!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#77

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 19:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #74
Steffen, ich glaube dir alles,
Nur, wo hast du 1970 Bananen in Gotha gekauft?
Thomas aus der Nachbarstadt Eisenach



Die habe ich nicht für mich besorgt,sondern für die Postenbeutel der Grenzer! Weiß nicht mehr ganz genau, ob Gotha oder Erfurt? Es war jedenfalls
eine Bananenreiferei !
Gruß steffen52


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#78

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 19:51
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von steffen52 im Beitrag #77
Zitat von thomas 48 im Beitrag #74
Steffen, ich glaube dir alles,
Nur, wo hast du 1970 Bananen in Gotha gekauft?
Thomas aus der Nachbarstadt Eisenach



Die habe ich nicht für mich besorgt,sondern für die Postenbeutel der Grenzer! Weiß nicht mehr ganz genau, ob Gotha oder Erfurt? Es war jedenfalls
eine Bananenreiferei !
Gruß steffen52

Ist ja auch schon verdammt lange her! Kann mich nicht mehr ganz genaue erinnern. Aber es war halt so! Ich hoffe es meldet sich mal jemand der auch mit mir zu dieser Zeit in Dermbach war? Weiß nicht ob das später auch noch üblich war, das im Postenbeutel Bananen waren, zu meiner Zeit ja!!!


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#79

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 20:11
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #75
Zitat von thomas 48 im Beitrag #74
Steffen, ich glaube dir alles,
Nur, wo hast du 1970 Bananen in Gotha gekauft?
Thomas aus der Nachbarstadt Eisenach




Die hat er nicht gekauft. Da kamen sicher aus so einem Versorgungslager...............

Du hast recht, da kamen sie her und waren für die Truppe bestimmt! Haben natürlich auch etwas für uns abgezweigt! Nun sage bitte nicht, das deshalb
die DDR pleite war! Denn wenn ich daran denke was so alles bei der NVA verschoben wurde, kleines Beispiel (um eine Dieselleitung für einen unserer W50 zu bekommen, haben beim Forstwirtschaft mit Wissen unserer Vorgesetzten eine Kiste Bananen geben . Danach ging es halt weiter!Es gibt noch sehr viele Sachen die ich von damals erzählen kann. Noch ein Beispiel: Der Pfarrer der Gemeinte Dermbach fragte bei unseren Regimenter( Oberst O.)
an ob es möglich wäre den Apostel zur Aufbereitung von der Kirche zu holen, wir haben diese Figur per G5 Kran runder geholt und der Pfarrer hat unseres GR und unseren Regimenter Oberst O.gesegnet. Mit den Worten die ich niemals vergessen werde( Herr Oberst hiermit segne ich in Namen Gottes sie und das GR und freue mich das neues Blut in unserer Gemeinde kommt!
steffen52


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#80

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 07.12.2013 22:26
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #70
Mein reden immer wieder: es gab schon Unterschiede zwischen Berliner Grenze und grüner Grenze in sehr vielen Punkten

Natürlich gab es große Unterschiede , zwischen Grenze Berlin und der grünen Grenze, die grüne Grenze war durch ihrer Abgeschiedenheit, von der restlichen Welt, mehr mit der sich noch befindlichen Bewohner , gegen über den Grenzern mehr verbunden, als in Berlin ( da war es den Bewohnern egal, vor allem die Bösen). An der grünen Grenze, war man ja auch froh das die Mädchen wenigstens, mal ein paar neue Männer für sich hatten und nicht nur die paar Einheimischen! Ja, so war das und deshalb waren die Jungs von der Truppe zum Ausgang sehr gefragt, es konnte ja sein das vielleicht und das waren nicht die wenigsten, das Mädchen mit raus nahmen, aus dem Sperrgebiet. Darum gab es diesen großen Unterschied!! Auch das schützen des Grenzstreifens war anders,wir sind im Kampfanzug( zu meiner Anfangszeit hatten wir noch die gefleckten Tarnanzüge) aufgezogen und in Berlin vor natürlich im feinen Zwirn( man wollte ja was darstellen) .Aber eben von der meisten DDR -Bevölkerung als ,unbeliebt angesehen.
Ja, so ist es halt gewesen und das wahr eben der Unterschied zwischen grüne Grenze und der Mauer
steffen52


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