#5901

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 21.11.2014 18:58
von Freienhagener | 3.851 Beiträge

Ich meinte Untergang und Anschluß...


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#5902

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 22.11.2014 09:25
von SCORN | 1.453 Beiträge

Russland wird nie die Ukraine in NATO und EU aktzeptieren! Jedenfalls nicht so lange Russland als funktionierender Staat existent ist.
Das sollte Grundlage der Politik werden. Alles andere führt zur weiteren Eskalation der Lage, sowohl politisch, wirtschaftlich als auch militärisch und zwar mit direkten Auswirkungen auf Deutschland und somit auf jeden von uns!

Das soll nicht als politisches Statement zu gunsten Russlands empfunden werden sondern als nüchterne Analyse der bisherigen Ereignisse, der Entwicklung und auch der Geschichte. Zu diesem Schluss ist auch eine nicht geringe Zahl Personen gekommen welche als Politiker wesentlichen Anteil an der politischen Gestaltung und Entwicklung der letzten 40 Jahre in Europa und der Welt hatten. Das reicht von Kissinger, über Kohl, Schmidt, Genscher, Bahr bis zu Gorbatschow. Diesen honorigen Politikern nun allesamt Altersschwachsinn zu attestieren und ihnen die Fähigkeit zur Einschätzung der Lage abzusprechen, wie von mittelmäßigen möchtegern Politikern und Medien kolportiert, zeugt lediglich von maßloser Arroganz und Dummheit!

SCORN

@schnatterinchen : unterlasse es mich per PN zu bepöpeln und provozieren zu wollen! es mag dein Niveau sein, meins nicht!


Turmwache hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.11.2014 09:37 | nach oben springen

#5903

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 22.11.2014 10:15
von eisenringtheo | 9.154 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #5902
Russland wird nie die Ukraine in NATO und EU akzeptieren! Jedenfalls nicht so lange Russland als funktionierender Staat existent ist.
(...)

SCORN
(....)


Wie sollte Russland das verhindern können? Russland will vor allem Stabilität und Sicherheit in einer Region, welche unmittelbar an die RF grenzt. Das ist im Moment keineswegs der Fall, seit dem Waffenstillstand gibt es schon wieder fast 1000 Tote, wie die UNO meldet.
http://www.un.org/apps/news/story.asp?Ne...93#.VHBSp_mG-io
Zu den über 3000, die es schon vor dem Waffenstillstand zu beklagen gab.
http://de.rbth.com/politik/2014/10/10/un...likt_31465.html
Theo


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#5904

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 22.11.2014 10:37
von SCORN | 1.453 Beiträge

Theo, meinst du allen Ernstes dass Russland die NATO ein paar dutzend Kilometer (für russische Verhältnisse quasi nichts!) vor den Ufern des Don aktzeptiert?

Und vor allem dass dies dann ein Garant für Ruhe und Stabilität in der Region sein soll? Ich bitte dich, die Russen mögen ein schwermütiges und langmütiges Volk sein, aber nicht vollkommen verblödet! Denn dass die NATO der Glücks und Heilsbringer für die Russen schlechthin ist dürftest du auch nicht glauben! Sie registrieren sehr genau was da dieseits und jenseits des Atlantiks geplant und besprochen wird.

Ich darf an aktuelle Äusserungen eines Zbiegniew Brezcinski erinnern: "Wir haben die Sowjetunion im Kalten Krieg erledigt, genaus erledigen wir Russland jetzt"!

Oder des US-Vize Joe Biden: http://www.youtube.com/watch?v=JgzQFjl1iA8&feature=youtu.be

SCORN


zuletzt bearbeitet 22.11.2014 10:46 | nach oben springen

#5905

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 28.11.2014 10:36
von GKUS64 | 1.605 Beiträge

Der folgende Beitrag stand heute in der SZ (in DD), Link konnte ich leider nicht kopieren, da der Text nur mit Passwort zugänglich ist.
Ist schon nachdenkenswert!


Russland einbinden
Mit einer neuen Spaltung Europas ist niemandem gedient. Bei der Lösung des Ukraine-Konflikts kann es nur Kompromisse geben.

Von Matthias Platzeck

Matthias Platzeck Foto: dpa Matthias Platzeck Foto: dpa

© dpa

Soeben haben wird den 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer gefeiert und mit Erschrecken festgestellt, dass sich der Himmel über Europa mit neuen Kriegswolken verdunkelt. Wir geraten in Gefahr, unser friedliches Europa, das in seiner Geschichte noch nie so frei und wirtschaftlich prosperierend war, zu verlieren. Die Ukraine-Krise ist der gefährlichste Konflikt in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie hat sogar das Gefahrenpotenzial für eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und dem Westen.

Mich und andere bestürzt die Tatsache, dass der Westen und der Osten den vor 25 Jahren begonnenen Aussöhnungsprozess so leichtfertig verspielen. Deutschland hätte aus seiner Stellung, eine der größten Lieblingsnationen der Russen zu sein und aufbauend auf dem gemeinsamen Vertrauen, das beiden Völkern durch die deutsche Wiedervereinigung geschenkt wurde, strategisch mehr Vorteile ziehen müssen um einen Rückfall in Gegnerschaft zu verhindern. Einfache Russen fangen an, Deutsche wieder als Feinde zu sehen. Und die russische Politik beginnt – als Antwort auf unser Verhalten in der Sanktionspolitik – deutsche Interessen, wie beispielsweise die Bewerbung um die OSZE Präsidentschaft, zu torpedieren.

Für viele im Westen kommt ein Kompromiss mit Russland in der Ukraine-Krise kategorisch nicht infrage. Sie argumentieren, Russland verhindere mit militärischer Gewalt, dass die in Richtung liberaler Werte tendierende Ukraine sich im Westen verankert. Russland begehe Landraub im Nachbarstaat und breche eklatant das Völkerrecht. Russland setze die Energiewaffe ein, um die Ukraine und andere Nachbarstaaten zu destabilisieren und anschließend zu spalten. Als Antwort auf diese Politik Moskaus müssten, so die gängige Argumentation im Westen, Nato und EU jetzt zusammenstehen – zwar militärische Mittel ausschließen, aber mit Wirtschafts- und Finanzsanktionen Russland bestrafen und zwingen, den alten Status quo in der Ukraine wiederherzustellen. Nur dann könne Moskau mit einer Fortsetzung der strategischen Modernisierungspartnerschaft mit dem Westen rechnen.

Diese Forderungen mögen alle richtig sein. Doch sind sie realistisch? Russlands Wirtschaft zu isolieren ist eine Strategie, die letztendlich größten Schaden für unsere Volkswirtschaften bedeutet. Nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft haben die Russlandsanktionen die Industrie in den ostdeutschen Bundesländern hart getroffen. So verzeichnet etwa der stark exportierende Maschinen- und Anlagenbau in Sachsen Anhalt Einbußen von bis zu 50 Prozent. In Ostdeutschland hatten viele Werke ihre traditionellen Lieferbeziehungen zu Russland gerade wieder vielversprechend aufgebaut.

Wladimir Putins Politik wird heute von einem breiten gesellschaftlichen Konsens in Russland getragen. Schon aus innenpolitischen Gründen wird Putin die Ukraine nicht aufgeben. Kann man sich vorstellen, einen Sturz Putins durch Massenprotestbewegungen herbeizuführen? Alle Experten sind sich einig: sollte Putin tatsächlich stürzen, würde sein Nachfolger nicht aus dem pro-westlichen Lager, sondern aus dem nationalistischen kommen. Ein Zerfall Russlands, mit daraus folgenden vagabundierenden Atomraketen, wäre für Europa der Super-Gau.

Wir Westeuropäer wissen erschreckend wenig von der gegenwärtigen russischen Mentalität, russischen nationalen Interessen, russischen Traditionen - die immer systembildend in diesem Land waren. Westeuropäische Politiker haben sich darauf versteift: Russland muss ein liberal-demokratisches System annehmen. Russland muss westliche Rechtsnormen einführen. Russland muss, um in einen gemeinsamen Raum mit dem EU-Europa zu gelangen, westliche Sichtweisen und Interessen übernehmen. Russland muss, muss, muss…

Natürlich gilt umgekehrt auch: Russland weiß immer noch nicht, wie die EU tatsächlich funktioniert, Russland missachtet die Vorzüge einer lebendigen Zivilgesellschaft, Russland ist in den letzten Jahren in Bezug auf die EU zunehmend aggressiver eingestellt gewesen.

Wenn wir uns mit Russland in solch unterschiedlichen Wahrnehmungen befinden und keine der Seiten ihre „Wahrheit“ korrigieren will, rasen wir in eine immer gefährlichere Eskalation. Diejenigen die glauben, Russland werde durch eine Verschärfung der Sanktionen in der Ukraine nachgeben, sollten unbedingt einen Plan B haben, falls die jetzige Bestrafungsstrategie nichts nützt.

Solange es noch nicht zu spät ist - wir sprechen hier offen von der Verhinderung eines großen europäischen Krieges - kann nur ein Kompromiss den ausufernden Brandherd löschen. Wie sollte er aussehen? Natürlich darf er nicht auf Kosten der Ukraine gehen. Die Ukraine darf nicht Verliererin sein. Drei Dinge wären zu tun. Erstens: Wiederaufnahme eines breiten Dialogs mit Russland über die europäische Sicherheitsarchitektur. Es muss eine Lösung gefunden werden, wie sich Nato- und EU Osterweiterungen, beziehungsweise Assoziierungen, im Westbalkan und der Ukraine mit russischen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen in Europa „vertragen“ können. West und Ost müssen den gemeinsamen Raum von Lissabon bis Wladiwostok neu konzipieren. Dann werden auch die kleineren Länder Osteuropas friedlich in diesem Raum aufgehen. Die EU wird sich keine Blöße geben, wenn sie mit solchen Anliegen auf die Eurasische Union zugeht.

Zweitens: Russland sollte nicht wie der Verlierer des Kalten Krieges behandelt und vom Westen moralisch in Sachen Demokratie und Lebensstil ständig belehrt werden. Nur: Der Westen kann in einer Partnerschaft mit Russland seine eigenen Werte auch nicht verleugnen. Folglich brauchen wir einen neuen zivilgesellschaftlichen Dialog mit schwierigen Partnern, auch aus dem russischen konservativen Lager. Ähnlich des Dialogs, den wir in Deutschland mit dem Islam führen. Wichtig dabei ist die Augenhöhe und gegenseitiger Respekt. Es müsste Aufgabe des Petersburger Dialogs werden, einen konstruktiven Dialog zwischen Vertretern der deutschen Zivilgesellschaft und der nach einer neuen postkommunistischen Identität suchenden russischen Bürgergesellschaft aufzubauen.

Und drittens: Russland ist nicht gegen eine Stärkung der allseits vergessenen OSZE. Michail Gorbatschow hat am 25. Jubiläumstag des Falls der Mauer die alte Idee aufgewärmt, in der OSZE eine Art europäischen Sicherheitsrat zu gründen. In der Tat brauchen wir, nach dem erfolgreichen OSZE-Prozess, der vor 40 Jahren mit der Helsinki-Akte ein Friedensfundament in Europa geschaffen hatte, eine Neuauflage dieser paneuropäischen Politik. Europa ist schließlich auch die Heimat Russlands. Ein aus Europa nach Asien ausgestoßenes Russland wird für den europäischen Kontinent zu einer dauerhaften Bedrohung werden.

Wir müssen es schaffen, gemeinsam eine positive Wende in unseren Beziehungen zu ermöglichen und eine erneute Spaltung Europas zu verhindern. Wollen wir zusammen leben, oder stehen wir vor der Errichtung zweier neuen Blöcke: einem transatlantischen und einem eurasischen? Es ist ermutigend, dass die EU das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine in den Teilen, die den ukrainisch-russischen Handel gefährdet hätten, ausgesetzt hat. Mit diesem Schritt vor einem Jahr hätte der jetzt eingetroffene worst case in der Ukraine-Krise vermieden werden können.

Im Jahre 2014 sollte eigentlich, statt der Ukraine-Krise, ein ganz anderer wichtiger Prozess beginnen, der den Westen und Russland zu Verbündeten gemacht hätte. Ich meine den Abzug der Nato aus Afghanistan und die Notwendigkeit, gemeinsam für die Stabilität in diesem gefährlichen Brennpunkt der Weltpolitik zu sorgen. Über dieses wünschenswerte Bündnis redet heute bedauerlicherweise niemand mehr. Dabei hätte hier ein Fundament für die Kooperation zwischen Nato und dem kollektiven Verteidigungsbündnis Russlands und zentralasiatischer Staaten gelegt werden können.

Psychologisch muss es uns gelingen, die russische Gesellschaft davon zu überzeugen, dass auch Russland ein Sieger des Mauerfalls war. Wäre nicht Gorbatschow, sondern ein anderer Hardliner damals KPdSU-Generalsekretär gewesen, wären die Einheit Deutschlands und die Auflösung der Sowjetunion weniger friedlich verlaufen. Letztendlich haben sich die Russen durch ihren Massenprotest gegen die Putschisten im August 1991 selbst vom Kommunismus befreit. Diese Errungenschaft des russischen Volkes ist beim Jubiläum des Mauerfalls nicht gewürdigt worden. Wir benötigen ein gemeinsames Narrativ für die Jahre 1989–1991, vielleicht werden die Russen dann nicht mehr denken, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion ihre größte geopolitische Katastrophe war.


zuletzt bearbeitet 28.11.2014 10:36 | nach oben springen

#5906

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 12:19
von GKUS64 | 1.605 Beiträge

Hallo erstmal,

mich interessieren eure Meinungen zum vorherigen Beitrag (Matthias Platzeck: Russland einbinden), bitte schreibt mal was.
Ich schließe mich Platzecks Meinung an!

MfG

GKUS64


zuletzt bearbeitet 29.11.2014 15:38 | nach oben springen

#5907

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 15:22
von Lutze | 8.026 Beiträge

ist zwar OT,
was Platzeck alleine schon wegen des Berliner Großflughafen angeht,
jetzt mischt er sich in die Rußland-Politik ein,
als Politiker nur noch eine Enttäuschung
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#5908

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 15:42
von GKUS64 | 1.605 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #5907
ist zwar OT,
was Platzeck alleine schon wegen des Berliner Großflughafen angeht,
jetzt mischt er sich in die Rußland-Politik ein,
als Politiker nur noch eine Enttäuschung
Lutze


Sehe ich nicht so! Den Flughafen kann man ihm nicht anlasten, und bei der Russland-Politik muss er als Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums schon eine Meinung haben und die auch kund tun!

MfG

GKUS64


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#5909

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 16:41
von Barbara (gelöscht)
avatar

Bernd, erstmal möchte ich sagen, dass ich Platzeck für sehr wahrhaftig und integer halte, diesen Eindruck hatte ich auch letzten Sonntag bei Jauch von ihm. Er macht sich gerade ziemlich unbeliebt mit seiner Einschätzung, wie man lesen kann, ich finde es aber gut das er sich positioniert, zumal er ja auch ein Akteur ist, der Russland gut kennt und sich des öfteren dort aufhält.

Womit er auf jeden Fall Recht hat: wir müssen unbedingt verhindern, dass bi- und multilateral nicht mehr miteinander geredet wird. Und alle Vorschläge und Überlegungen sollten durchdacht werden, um weitere Eskalationen zu verhindern.
Ich muss gestehen, dass ich mich rettungslos überfordert fühle, diese ungemein komplexe Situation zu bewerten. Da sind einmal gebrochene Verträge, so das historisch so unendlich mühsam errunge Völkerrecht. Staaten, die sich noch unter dem Eindruck der ehm. sowjet. Herrschaft "dem Westen" zuwenden wollten/wollen.

Und dann widerum das völlig zusammengebroche Selbstverständnis eines Landes, das Weltmacht war und von heute auf morgen eine neue Identität finden soll, und das bei der heterogenen Bevölkerung. Diese Tranformationsprozesse, ob RUS oder auch die anderen post-sowjet. Staaten ist überhaupt nicht im Kalkül "des Westens" vorgekommen, sondern hier hat lediglich Pragmatismus und Tagesgeschäft vorgeherrscht.
(Ein bisschen erinnert mich das auch an die deutsche Situation, hier wurde mE auch viel zu wenig berücksichtigt, dass eine über Jahrzehnte entwickelte Identität - auch wenn es eine negative sei - nicht alleine durch politische Maßnahmen zu verarbeiten ist)

Wie kann man das erreichen, den Blick aufeinander wieder neu zu justieren? Zivilgesellschaftliches Zueinanderkommen - ja, auf Augenhöhe. Wie? Die Gefahr nun alle Russen als Nationalisten zu stigmatisieren ist groß, aber mit Sicherheit nicht zutreffend. Ich recherchiere dauernd imI-Net, um die Meinungen der Intellektuellen in RUS zu erfahren, das ist nicht eben einfach, etwas zu finden.

Putin betrachte ich mit allergrößter Ambivalenz, einerseits halte ich ihn für einen wirklich klugen und gebildeten Menschen, von dem ich mir eigentlich überhaupt nicht vorstellen kann, dass er einen derartigen Rückschritt seines Landes will, was die sehr restriktiven Maßnahmen der letzten Jahre andeuten und auch nicht die außenpolitische Isolierung. Andererseits ist er schon im Auftreten und auch von seinen Äußerungen eindeutig chauvinistisch und rein machtpolitisch agierend. Mir ist einfach nicht klar unter welchem innenpolitischen Druck er wirklich steht.

Aber ich teile Platzeck's Meinung: er ist wahrscheinlich ansprechbarer als alles was nach ihm kommen würde. Seine Isolierung bei dem Gipfel in Australien fand ich völlig daneben. Demütigung ist überhaupt keine Lösung.

Vieleicht bedarf es Leuten wie Platzecks, auf beiden, auf allen Seiten, denn auch die Ukrainer haben ja ein Recht auf ihre Position.

Was können wir tun? Ich habe leider keine Freunde in Russland, aber der Austausch der Gesellschft(en) muss mE unbedingt neben diesem politischen hohen Wellenschlägen gepflegt möglichst auch öffentlich gemacht werden, um diesem vergifteten Klima etwas entgegen zu setzen.

Mein Beitrag ist einfach als ein Versuch zu werten, wie gesagt, ich fühle mich sehr überfordert diesbzgl.
.


GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5910

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 20:36
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #5908
Zitat von Lutze im Beitrag #5907
ist zwar OT,
was Platzeck alleine schon wegen des Berliner Großflughafen angeht,
jetzt mischt er sich in die Rußland-Politik ein,
als Politiker nur noch eine Enttäuschung
Lutze


Sehe ich nicht so! Den Flughafen kann man ihm nicht anlasten, und bei der Russland-Politik muss er als Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums schon eine Meinung haben und die auch kund tun!

MfG

GKUS64


......also war Wowi der einzige Unfähige in diesem Führungszirkel ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#5911

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 21:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #5905
Der folgende Beitrag stand heute in der SZ (in DD), Link konnte ich leider nicht kopieren, da der Text nur mit Passwort zugänglich ist.
Ist schon nachdenkenswert!


Russland einbinden
Mit einer neuen Spaltung Europas ist niemandem gedient. Bei der Lösung des Ukraine-Konflikts kann es nur Kompromisse geben.

Von Matthias Platzeck

Matthias Platzeck Foto: dpa Matthias Platzeck Foto: dpa

© dpa

Soeben haben wird den 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer gefeiert und mit Erschrecken festgestellt, dass sich der Himmel über Europa mit neuen Kriegswolken verdunkelt. Wir geraten in Gefahr, unser friedliches Europa, das in seiner Geschichte noch nie so frei und wirtschaftlich prosperierend war, zu verlieren. Die Ukraine-Krise ist der gefährlichste Konflikt in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie hat sogar das Gefahrenpotenzial für eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und dem Westen.

Mich und andere bestürzt die Tatsache, dass der Westen und der Osten den vor 25 Jahren begonnenen Aussöhnungsprozess so leichtfertig verspielen. Deutschland hätte aus seiner Stellung, eine der größten Lieblingsnationen der Russen zu sein und aufbauend auf dem gemeinsamen Vertrauen, das beiden Völkern durch die deutsche Wiedervereinigung geschenkt wurde, strategisch mehr Vorteile ziehen müssen um einen Rückfall in Gegnerschaft zu verhindern. Einfache Russen fangen an, Deutsche wieder als Feinde zu sehen. Und die russische Politik beginnt – als Antwort auf unser Verhalten in der Sanktionspolitik – deutsche Interessen, wie beispielsweise die Bewerbung um die OSZE Präsidentschaft, zu torpedieren.

Für viele im Westen kommt ein Kompromiss mit Russland in der Ukraine-Krise kategorisch nicht infrage. Sie argumentieren, Russland verhindere mit militärischer Gewalt, dass die in Richtung liberaler Werte tendierende Ukraine sich im Westen verankert. Russland begehe Landraub im Nachbarstaat und breche eklatant das Völkerrecht. Russland setze die Energiewaffe ein, um die Ukraine und andere Nachbarstaaten zu destabilisieren und anschließend zu spalten. Als Antwort auf diese Politik Moskaus müssten, so die gängige Argumentation im Westen, Nato und EU jetzt zusammenstehen – zwar militärische Mittel ausschließen, aber mit Wirtschafts- und Finanzsanktionen Russland bestrafen und zwingen, den alten Status quo in der Ukraine wiederherzustellen. Nur dann könne Moskau mit einer Fortsetzung der strategischen Modernisierungspartnerschaft mit dem Westen rechnen.

Diese Forderungen mögen alle richtig sein. Doch sind sie realistisch? Russlands Wirtschaft zu isolieren ist eine Strategie, die letztendlich größten Schaden für unsere Volkswirtschaften bedeutet. Nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft haben die Russlandsanktionen die Industrie in den ostdeutschen Bundesländern hart getroffen. So verzeichnet etwa der stark exportierende Maschinen- und Anlagenbau in Sachsen Anhalt Einbußen von bis zu 50 Prozent. In Ostdeutschland hatten viele Werke ihre traditionellen Lieferbeziehungen zu Russland gerade wieder vielversprechend aufgebaut.

Wladimir Putins Politik wird heute von einem breiten gesellschaftlichen Konsens in Russland getragen. Schon aus innenpolitischen Gründen wird Putin die Ukraine nicht aufgeben. Kann man sich vorstellen, einen Sturz Putins durch Massenprotestbewegungen herbeizuführen? Alle Experten sind sich einig: sollte Putin tatsächlich stürzen, würde sein Nachfolger nicht aus dem pro-westlichen Lager, sondern aus dem nationalistischen kommen. Ein Zerfall Russlands, mit daraus folgenden vagabundierenden Atomraketen, wäre für Europa der Super-Gau.

Wir Westeuropäer wissen erschreckend wenig von der gegenwärtigen russischen Mentalität, russischen nationalen Interessen, russischen Traditionen - die immer systembildend in diesem Land waren. Westeuropäische Politiker haben sich darauf versteift: Russland muss ein liberal-demokratisches System annehmen. Russland muss westliche Rechtsnormen einführen. Russland muss, um in einen gemeinsamen Raum mit dem EU-Europa zu gelangen, westliche Sichtweisen und Interessen übernehmen. Russland muss, muss, muss…

Natürlich gilt umgekehrt auch: Russland weiß immer noch nicht, wie die EU tatsächlich funktioniert, Russland missachtet die Vorzüge einer lebendigen Zivilgesellschaft, Russland ist in den letzten Jahren in Bezug auf die EU zunehmend aggressiver eingestellt gewesen.

Wenn wir uns mit Russland in solch unterschiedlichen Wahrnehmungen befinden und keine der Seiten ihre „Wahrheit“ korrigieren will, rasen wir in eine immer gefährlichere Eskalation. Diejenigen die glauben, Russland werde durch eine Verschärfung der Sanktionen in der Ukraine nachgeben, sollten unbedingt einen Plan B haben, falls die jetzige Bestrafungsstrategie nichts nützt.

Solange es noch nicht zu spät ist - wir sprechen hier offen von der Verhinderung eines großen europäischen Krieges - kann nur ein Kompromiss den ausufernden Brandherd löschen. Wie sollte er aussehen? Natürlich darf er nicht auf Kosten der Ukraine gehen. Die Ukraine darf nicht Verliererin sein. Drei Dinge wären zu tun. Erstens: Wiederaufnahme eines breiten Dialogs mit Russland über die europäische Sicherheitsarchitektur. Es muss eine Lösung gefunden werden, wie sich Nato- und EU Osterweiterungen, beziehungsweise Assoziierungen, im Westbalkan und der Ukraine mit russischen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen in Europa „vertragen“ können. West und Ost müssen den gemeinsamen Raum von Lissabon bis Wladiwostok neu konzipieren. Dann werden auch die kleineren Länder Osteuropas friedlich in diesem Raum aufgehen. Die EU wird sich keine Blöße geben, wenn sie mit solchen Anliegen auf die Eurasische Union zugeht.

Zweitens: Russland sollte nicht wie der Verlierer des Kalten Krieges behandelt und vom Westen moralisch in Sachen Demokratie und Lebensstil ständig belehrt werden. Nur: Der Westen kann in einer Partnerschaft mit Russland seine eigenen Werte auch nicht verleugnen. Folglich brauchen wir einen neuen zivilgesellschaftlichen Dialog mit schwierigen Partnern, auch aus dem russischen konservativen Lager. Ähnlich des Dialogs, den wir in Deutschland mit dem Islam führen. Wichtig dabei ist die Augenhöhe und gegenseitiger Respekt. Es müsste Aufgabe des Petersburger Dialogs werden, einen konstruktiven Dialog zwischen Vertretern der deutschen Zivilgesellschaft und der nach einer neuen postkommunistischen Identität suchenden russischen Bürgergesellschaft aufzubauen.

Und drittens: Russland ist nicht gegen eine Stärkung der allseits vergessenen OSZE. Michail Gorbatschow hat am 25. Jubiläumstag des Falls der Mauer die alte Idee aufgewärmt, in der OSZE eine Art europäischen Sicherheitsrat zu gründen. In der Tat brauchen wir, nach dem erfolgreichen OSZE-Prozess, der vor 40 Jahren mit der Helsinki-Akte ein Friedensfundament in Europa geschaffen hatte, eine Neuauflage dieser paneuropäischen Politik. Europa ist schließlich auch die Heimat Russlands. Ein aus Europa nach Asien ausgestoßenes Russland wird für den europäischen Kontinent zu einer dauerhaften Bedrohung werden.

Wir müssen es schaffen, gemeinsam eine positive Wende in unseren Beziehungen zu ermöglichen und eine erneute Spaltung Europas zu verhindern. Wollen wir zusammen leben, oder stehen wir vor der Errichtung zweier neuen Blöcke: einem transatlantischen und einem eurasischen? Es ist ermutigend, dass die EU das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine in den Teilen, die den ukrainisch-russischen Handel gefährdet hätten, ausgesetzt hat. Mit diesem Schritt vor einem Jahr hätte der jetzt eingetroffene worst case in der Ukraine-Krise vermieden werden können.

Im Jahre 2014 sollte eigentlich, statt der Ukraine-Krise, ein ganz anderer wichtiger Prozess beginnen, der den Westen und Russland zu Verbündeten gemacht hätte. Ich meine den Abzug der Nato aus Afghanistan und die Notwendigkeit, gemeinsam für die Stabilität in diesem gefährlichen Brennpunkt der Weltpolitik zu sorgen. Über dieses wünschenswerte Bündnis redet heute bedauerlicherweise niemand mehr. Dabei hätte hier ein Fundament für die Kooperation zwischen Nato und dem kollektiven Verteidigungsbündnis Russlands und zentralasiatischer Staaten gelegt werden können.

Psychologisch muss es uns gelingen, die russische Gesellschaft davon zu überzeugen, dass auch Russland ein Sieger des Mauerfalls war. Wäre nicht Gorbatschow, sondern ein anderer Hardliner damals KPdSU-Generalsekretär gewesen, wären die Einheit Deutschlands und die Auflösung der Sowjetunion weniger friedlich verlaufen. Letztendlich haben sich die Russen durch ihren Massenprotest gegen die Putschisten im August 1991 selbst vom Kommunismus befreit. Diese Errungenschaft des russischen Volkes ist beim Jubiläum des Mauerfalls nicht gewürdigt worden. Wir benötigen ein gemeinsames Narrativ für die Jahre 1989–1991, vielleicht werden die Russen dann nicht mehr denken, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion ihre größte geopolitische Katastrophe war.


Kurz dazu,Du musst Dich anmelden,0,99 Cent.
Gruß Rei


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#5912

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 21:48
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Wer bekommt die Ukraine?

Lasst das mal unserer Frau Merkel machen, auch ich habe ein ganz anderes Bild bekommen.
Sie hat mein vollstes Vertrauen in dieser Angelegenheit, ebenso wie unser zu tief`st verbündeter Herr Obama.
Natürlich setzt ich auch auf mein größtes Vertrauen, nach Brüssel!
(der Plan der geschmiedet wird, fängt langsam an zu fruchten)
Es wird nur gefragt wie lange die Russen ausharren können


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5913

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 22:30
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Die Frage ist nur, was nach dem Ausharren kommt.
Man sollte die Rechnung nie ohne den Wirt machen, die EU, NATO und Amerika, tun dies aber stets.
So funktioniert keine strategische Partnerschaft, welche eh nur auf dem Papier existiert und seitens des Westens nie vollzogen wurde, maximal dann, wenn es zu ihrem Vorteil war.
So kann man vielleicht mit Zwergenstaaten umgehn, die weder mullen noch knullen, aber nicht mit einem Land wie Russland samt seiner Menschen, Geschichte, Kultur und Traditionen.

Die Westpolitik gegenüber Russland ist völlig verfehlt und kann Europa geradewegs in die totale Vernichtung führen.
Unsere Realpolitiker, sowie die Reralpolitiker Europas, haben das nur noch nicht geschnallt, sie denken weiterhin alles tanzt nach ihrer Pfeife.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5914

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 22:36
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #5913
Die Frage ist nur, was nach dem Ausharren kommt.
Man sollte die Rechnung nie ohne den Wirt machen, die EU, NATO und Amerika, tun dies aber stets.
So funktioniert keine strategische Partnerschaft, welche eh nur auf dem Papier existiert und seitens des Westens nie vollzogen wurde, maximal dann, wenn es zu ihrem Vorteil war.
So kann man vielleicht mit Zwergenstaaten umgehn, die weder mullen noch knullen, aber nicht mit einem Land wie Russland samt seiner Menschen, Geschichte, Kultur und Traditionen.

Die Westpolitik gegenüber Russland ist völlig verfehlt und kann Europa geradewegs in die totale Vernichtung führen.
Unsere Realpolitiker, sowie die Reralpolitiker Europas, haben das nur noch nicht geschnallt, sie denken weiterhin alles tanzt nach ihrer Pfeife.



natürlich kann ,wird es aber nicht machen!
Russland ist arm, wie eh und je! Daran wird sich auch nichts ändern! Sie werden systematisch verhungern!
Auch wenn sie Reich sind an Bodenschätzen!


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#5915

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 23:17
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #5914
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #5913
Die Frage ist nur, was nach dem Ausharren kommt.
Man sollte die Rechnung nie ohne den Wirt machen, die EU, NATO und Amerika, tun dies aber stets.
So funktioniert keine strategische Partnerschaft, welche eh nur auf dem Papier existiert und seitens des Westens nie vollzogen wurde, maximal dann, wenn es zu ihrem Vorteil war.
So kann man vielleicht mit Zwergenstaaten umgehn, die weder mullen noch knullen, aber nicht mit einem Land wie Russland samt seiner Menschen, Geschichte, Kultur und Traditionen.

Die Westpolitik gegenüber Russland ist völlig verfehlt und kann Europa geradewegs in die totale Vernichtung führen.
Unsere Realpolitiker, sowie die Reralpolitiker Europas, haben das nur noch nicht geschnallt, sie denken weiterhin alles tanzt nach ihrer Pfeife.



natürlich kann ,wird es aber nicht machen!
Russland ist arm, wie eh und je! Daran wird sich auch nichts ändern! Sie werden systematisch verhungern!
Auch wenn sie Reich sind an Bodenschätzen!

und sie werden immer ärmer, der Preis für Rohöl ist in wenigen Monaten um 30 % gefallen. Ausser Gas und Öl können die Russen doch nichts.
das wird von Tag zu Tag schwieriger, aber es wird vielleicht die Agression in der Ukraine beenden, wenn sie finanziell auf dem letzten Loch pfeifen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Harra318 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5916

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 23:29
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

Gert unterschätze die Russen nicht. Das haben schon viele in der Geschichte getan!

Die können seehr lange pfeifen und anderen ist lange die Puste ausgegangen

Und sie können schon ein bissel mehr als nur Öl und Gas


SCORN hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5917

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 23:36
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #5914
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #5913
Die Frage ist nur, was nach dem Ausharren kommt.
Man sollte die Rechnung nie ohne den Wirt machen, die EU, NATO und Amerika, tun dies aber stets.
So funktioniert keine strategische Partnerschaft, welche eh nur auf dem Papier existiert und seitens des Westens nie vollzogen wurde, maximal dann, wenn es zu ihrem Vorteil war.
So kann man vielleicht mit Zwergenstaaten umgehn, die weder mullen noch knullen, aber nicht mit einem Land wie Russland samt seiner Menschen, Geschichte, Kultur und Traditionen.

Die Westpolitik gegenüber Russland ist völlig verfehlt und kann Europa geradewegs in die totale Vernichtung führen.
Unsere Realpolitiker, sowie die Reralpolitiker Europas, haben das nur noch nicht geschnallt, sie denken weiterhin alles tanzt nach ihrer Pfeife.



natürlich kann ,wird es aber nicht machen!
Russland ist arm, wie eh und je! Daran wird sich auch nichts ändern! Sie werden systematisch verhungern!
Auch wenn sie Reich sind an Bodenschätzen!


Kannst Du schon einen Termin nennen--wenn Du schon so schlau bist und es weißt.--Ach ja Deutschland wollte mal die 2 größte russische Stadt aushungern lassen--ging schief--


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#5918

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 23:37
von Harra318 | 2.514 Beiträge
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#5919

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 23:37
von eisenringtheo | 9.154 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #5916
Gert unterschätze die Russen nicht. Das haben schon viele in der Geschichte getan!

Die können seehr lange pfeifen und anderen ist lange die Puste ausgegangen

Und sie können schon ein bissel mehr als nur Öl und Gas


Was denn? Der Ölkrieg belastet das Budget schwer.
http://www.welt.de/wirtschaft/article132...-pluendern.html
Der Rubel stürzt ins Bodenlose.
http://www.finanzen.ch/devisen/euro-russischer_rubel-kurs
Die Inflation steigt
http://de.inflation.eu/inflationsraten/r...n-russland.aspx
Lange kann das nicht gut gehen. Verhungern wird keiner. Aber Präsident Putin und die Regierung Medwedew könnten unter Druck kommen.
Theo


zuletzt bearbeitet 29.11.2014 23:39 | nach oben springen

#5920

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 29.11.2014 23:40
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #5915
Zitat von Harra318 im Beitrag #5914
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #5913
Die Frage ist nur, was nach dem Ausharren kommt.
Man sollte die Rechnung nie ohne den Wirt machen, die EU, NATO und Amerika, tun dies aber stets.
So funktioniert keine strategische Partnerschaft, welche eh nur auf dem Papier existiert und seitens des Westens nie vollzogen wurde, maximal dann, wenn es zu ihrem Vorteil war.
So kann man vielleicht mit Zwergenstaaten umgehn, die weder mullen noch knullen, aber nicht mit einem Land wie Russland samt seiner Menschen, Geschichte, Kultur und Traditionen.

Die Westpolitik gegenüber Russland ist völlig verfehlt und kann Europa geradewegs in die totale Vernichtung führen.
Unsere Realpolitiker, sowie die Reralpolitiker Europas, haben das nur noch nicht geschnallt, sie denken weiterhin alles tanzt nach ihrer Pfeife.



natürlich kann ,wird es aber nicht machen!
Russland ist arm, wie eh und je! Daran wird sich auch nichts ändern! Sie werden systematisch verhungern!
Auch wenn sie Reich sind an Bodenschätzen!

und sie werden immer ärmer, der Preis für Rohöl ist in wenigen Monaten um 30 % gefallen. Ausser Gas und Öl können die Russen doch nichts.
das wird von Tag zu Tag schwieriger, aber es wird vielleicht die Agression in der Ukraine beenden, wenn sie finanziell auf dem letzten Loch pfeifen.


Na dann können sie doch den Westen den Hahn abdrehen--wenn nicht mehr viel gezahlt wird--Und die internationale Raumstation kann man auch schließen--wenn die Russen nichts weiter können nur mal ein Beispiel.


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