#4921

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 10.08.2014 22:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von SCORN im Beitrag #4919
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #4916

Wie verarscht müssen sich die Angehörigen vorkommen, dazu noch die Engländer die bis heute nichtmal den Voicerecorder veröffentlicht haben.
Wenn ich Holländer wär, ich hätte einen grossen Hass auf diese verlogene Geschichte,



Tja, leider glauben die Holländer, wenn man den Medien glauben kann, dass Putin persönlich das Flugzeug abgeschossen hat um hernach die Leichen zu fleddern! Hoch lebe der "Qualitätsjournalismus" der aus einem vollkommen offenen Fall sofort einen Schuldigen präsentiert!

Machen wir uns nichts vor, die Masse glaubt den Sch... doch ungeprüft, ob in Holland oder Deutschland! Traurig aber Realität!

SCORN



Nein das glauben sie nicht. Sie sind nur emotional anders betroffen als wir. Deswegen wollen sie Aufklärung und haben - wer will es ihnen verdenken - aktuell nicht die beste Meinung von Russland und der Ukraine. Aber das was du schreibst: "Putin war es!" nee tut mir leid, so denken sie nicht. Vielleicht die Medien, aber nicht der Mann/die Frau auf der Straße.


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#4922

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 03:52
von harzstreuner | 45 Beiträge

Ein Wetter ist das dieses Jahr! Zwischen subtropischer Hitze und Sturzregen bleibt kaum Zeit fürs Wandern im Harz.
Da habe ich mir mal die Tagespresse zu Gemüte geführt und bin auf sehr interessante Artikel gestoßen, u.a. in Spiegel Online einen Erklärungsversuch zu den ausbleibenden MH-17-Flugschreiber-Untersuchungsdaten, - bereits hier im Thread angeführt, - aber vor allem in Junge Welt vom 9. 8. 2014: Nicht, weil er von Rainer Rupp, dem ehemaligen Spion "Topas" im NATO-Hauptquartier stammt, sondern weil es darin um einen Offenen Brief ehemaliger hochrangiger US-Geheimdienstmitarbeiter an Präsident Obama geht, der teilweise direkt zitiert, teilweise zusammengefaßt wird. In diesem Brief wird auch auf den Abschuß von KAL007 am 30. August 1983 sehr offen eingegangen und auf den Giftgaseinsatz in Syrien letztes Jahr.

Ich stelle hier mal die wichtigsten Zitate aus dem Offenen Brief voran, denn der Artikel ist doch ziemlich lang:

"Damals wie heute nahm die Propagandakampagne immer hysterischere Züge an. Und damals wie heute habe es nur »sehr wenig Unterschied zwischen der US-Regierungspropaganda und den von kommerziellen Medien verbreiteten Nachrichten« gegeben."

"Allerdings hören wir indirekt von einigen unserer ehemaligen Kollegen, daß die Version vom Absturz von MH17, mit der Minister Kerry hausieren geht, sich überhaupt nicht mit den wirklichen Erkenntnissen der Geheimdienste deckt."


"Damit konnte er dann ohne jegliche überprüfbaren Beweise den syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad für die Chemiewaffenangriffe in der Nähe von Damaskus verantwortlich machen. Alle ehrlichen Geheimdienstanalysten haben sich geweigert, dabei mitzumachen, und sie hielten sich statt dessen die Nasen zu."


In den anderen Tageszeitungen habe ich keinen Hinweis auf diesen Offenen Brief ehemaliger hochrangiger US-Geheimdienstmitarbeiter an Präsident Obama gefunden, - er wird doch wohl keine Erfindung Rainer Rupps sein?



Hier der ganze Text, zitiert von: http://www.jungewelt.de/2014/08-09/033.php

»Empfehlen Ihnen, die Propaganda einzustellen«
Dokumentation. Ein offener Brief an US-Präsident Barack Obama.
Exgeheimdienstler bezweifeln die Stichhaltigkeit angeblicher Beweise, die für eine Schuld Rußlands am Absturz der Maschine des Malaysia-Airlines-Flugs 17 sprechen sollen. Von Rainer Rupp

Ehemalige hochrangige US-Geheimdienstmitarbeiter haben am 29. Juli 2014 einen offenen Brief an US-Präsident Barack Obama veröffentlicht. Er ist eine Reaktion auf die bisher durch nichts belegten Behauptungen und Beschuldigungen durch die US-Regierung im Zusammenhang mit dem Absturz von Malaysia-Airlines-Flug 17 über der Ostukraine und der sich zuspitzenden Konfrontation der USA mit Rußland. Im Brief üben sie nicht nur scharfe Kritik an der Art der »Beweisführung«, die jeden Beleg schuldig bleibt. Die Verfasser des Briefes sind in der US-Organisation »Ehemalige Geheimdienstler für Vernunft« (Veteran Intelligence Professionals for Sanity, VIPS) zusammengeschlossen. Unter den Unterzeichnern befindet sich auch der ehemalige Technische Direktor der NSA, der lange vor Snowden zum »Wistleblower« geläuterte William Binney, der jüngst vor dem NSA-Untersuchungsausschuß des Bundestags in Berlin ausgesagt hat.

Wegen des Umfangs des offenen Brief werden nachfolgend nur die wichtigsten Passagen ganz übersetzt, während der Rest sinngemäß zusammengefaßt wird. Vorweg jedoch einige Anmerkungen zum besseren Verständnis der geheimdienstlichen Analyse und der Nutzung von Aufklärungsergebnissen sowie der Motivation der Verfasser des offenen Briefs.

Bei den analytischen Bemühungen, die Intentionen und Fähigkeiten eines Gegners einzuschätzen und vorauszusagen, ist es ehernes Gesetz eines jeden seriös arbeitenden Geheimdienstes, sich niemals blind auf nur eine Quelle zu verlassen. Und wenn keine anderen Quellen vorhanden sind, müssen die Informationen der einen Quelle mit möglichst vielen anderen Faktoren abgeglichen werden. Im besten Fall entsteht dabei ein mehr oder weniger gutes Bild, dessen Unsicherheiten, bzw. Verläßlichkeit mit entsprechenden Wahrscheinlichkeitswerten beurteilt werden sollte. Bisher haben die Obama-Regierung und das politische Führungspersonal der US-Geheimdienste diese Grundwerte einer seriösen Aufklärungsarbeit vermissen lassen. Das heißt jedoch nicht, daß die Analysten der US-Aufklärungsdienste, insbesondere der CIA (Central Intelligence Agency), DIA (Defense Intelligence Agency) und NSA (National Security Agency), keine anständige Arbeit leisten könnten. Vielmehr das Gegenteil ist der Fall.

Ein Problem besteht darin, daß – ganz gleich wie gut die Arbeiten der Analysten sind – deren Ergebnisse dann keinen Eingang in den Entscheidungsprozeß der US-Regierung und die öffentlichen Stellungnahmen finden, wenn sie den politischen Zielen im Wege stehen. In den USA wurde diese Art des Umgangs mit geheimdienstlicher Arbeit bereits unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Zuge der aufkommenden Kommunistenhatz und des Kampfes gegen die Sowjetunion praktiziert. Das hieß, daß die Regierung in Washington dem Führungspersonal der Geheimdienste vorgab, welche Aufklärungsergebnisse sie erwartet, um ihre aggressive Außenpolitik möglichst im Lichte demokratischer, freiheitlicher und menschenrechtlicher Hilfeleistungen erscheinen zu lassen.

Glaubwürdigkeitskrise

Mehr und mehr wurden die Resultate der geheimdienstlichen Tätigkeit durch unwahre Behauptungen ergänzt, die von den westlichen Medien dann verbreitet und ständig wiederholt wurden. Diese Kombination von Lügen und Halbwahrheiten funktionierte etwa im 2003 angezettelten Irak-Krieg und wird aktuell auch in der Ukraine-Krise angewandt. Die Behauptung aber, man verfüge über unumstößliche Beweise stößt in der US-amerikanischen Öffentlichkeit zunehmend auf Kritik. Zu oft konnte die US-Regierung in den letzten Jahrzehnten der Lüge überführt werden und auch die Konzernmedien haben dank alternativer Quellen im Internet ihre Monopolstellung im Informationskrieg eingebüßt. Dieser Umstand hat wesentlich dazu beigetragen, daß die Obama-Administration im Falle des unter falscher Flagge geführten Giftgaseinsatzes in Syrien Schiffbruch erlitten hat. Ähnliches droht ihr nun auch im Ukraine-Konflikt.

Die Lügen und Fehlinformationen der politischen Führung hatten und haben stets einen verheerenden Einfluß auf die Moral all jener US-Geheimdienstmitarbeiter, die ihre intellektuelle Redlichkeit nicht bei Dienstantritt an der Garderobe abgegeben haben. Während meiner Zeit in der Politischen Abteilung im NATO-Hauptquartier in Brüssel (1977–1993) hatte ich engen Kontakt zu Analysten der CIA und der DIA. In dieser Zeit lernte ich drei Personen kennen, die zutiefst enttäuscht ihre jeweiligen Dienste verlassen haben. Sie alle waren entsetzt über die Art, wie die politische Führung mit ihren unter vielen Mühen und mit Sorgfalt erarbeiteten Analysen umging. Entweder wurden sie komplett ignoriert und wanderten ins Archiv, oder aber ihre Vorgesetzten verkehrten den Inhalt ins Gegenteil in der Absicht, der US-Regierung z.B. gegenüber dem Kongreß oder verbündeten Regierungen argumentative Munition für die beabsichtigte Politik zu liefern.

Vor diesem Hintergrund sollte der nachfolgende offene Brief (Memorandum) der ehemaligen US-Geheimdienstler an Präsident Obama gelesen werden. In der Zusammenfassung heißt es: »Die wegen der Ukraine entstandenen amerikanisch-russischen Spannungen sind dabei, sich in einer gefährlichen Weise weiter zu verschärfen. Wir sind nicht sicher, ob Ihre Berater in vollem Umfang die Gefahr der Eskalation erkennen. Die New York Times und andere Medien präsentieren sensible, noch vollkommen offene Fragen als unumstößliche Tatsachen, weil diese aus US-Regierungsquellen kamen.«

Aus dem Brief: »Zwölf Tage nach dem Abschuß von Malaysian-Airlines-Flug17 (am 17. Juli) hat Ihre Regierung immer noch keine einheitliche Einschätzung vorgelegt, die die geheimdienstlichen Erkenntnisse und Beweise zusammenfaßt und auf deren Basis die Schuldfrage geklärt werden könnte. Noch viel weniger haben sie getan, um überzeugend die ständig wiederholten Behauptungen zu untermauern, daß das Flugzeug von ukrainischen Separatisten mit einer von Rußland gelieferten Rakete abgeschossen wurde.«

»Ihre Regierung hat keine Satellitenbilder vorgelegt, die zeigen, daß die Separatisten über solche Waffen verfügen, und es gibt einige ›andere Hunde, die nicht gebellt haben‹ (womit die Machthaber in Kiew gemeint sind, Anm. Verfasser). Washingtons Glaubwürdigkeit, und Ihre eigene, werden weiter erodieren, falls Sie nicht bereit sind – oder es nicht können – mit konkreten Beweisen die Behauptungen Ihrer Regierung zu belegen. Dies werden wir im Folgenden aus der Perspektive ehemaliger Geheimdienstprofis mit einer Gesamtsumme von 260 Jahren Berufserfahrung in verschiedenen Branchen der US-Geheimdienste untersuchen (…) Zugleich wollen wir Ihnen mit diesem Memorandum eine andere Perspektive bieten.«

Im Anschluß weisen die Autoren darauf hin, daß sie als ehemalige Geheimdienstoffiziere und Analysten gewohnt sind, ohne schlüssige Informationen keine Urteile zu fällen. Die Vorwürfe gegen Rußland müßten »auf soliden und weitaus überzeugenderen Beweise als den vorliegenden beruhen, besonders wenn wie im Fall des Absturzes eines Verkehrsflugzeuges die Emotionen hochkochen. (…) Außerdem bringt uns die unprofessionelle Verwendung von einseitigen Geheimdienstinformationen in Verlegenheit.« Zugleich zeigen sich die Autoren sehr beunruhigt über die »amateurhafte Art und Weise, in der die Regierung verschwommene und fadenscheinige Beweise der Öffentlichkeit serviert«.

»Als Amerikaner finden wir nur in der Hoffnung Trost, daß Sie tatsächlich schlüssigere Belege haben und diese ohne weitere Verzögerung öffentlich machen, zumal US-Außenminister John Kerry besonders unmißverständlich erklärt hat, daß Rußland direkt oder indirekt schuldig ist. Die Beweislage aber sieht anders aus. Kerrys Aussagen sind verfrüht und zielen darauf ab, bei der Öffentlichkeit eine Vorverurteilung Rußlands zu erreichen.«

Sündenbock Rußland

Eine »unheimliche Ähnlichkeit« erkennen die Verfasser zwischen der Instrumentalisierung der MH-17-Tragödie und dem Verhalten der Reagan-Regierung nach dem Abschuß der Maschine des Korean-Airlines-Fluges 007 über Sibirien am 1. September 1983. Um die Parallelen deutlich zu machen, skizzieren sie, die damals als junge Geheimdienstoffiziere im »aktiven Dienst« waren, kurz die tragischen Ereignisse von 1983 und bestätigen dabei die Berichte des Verfassers dieser Zeilen, der damals den Abschuß der KAL007 und dessen Folgen als Vorsitzender der »Gruppe zur Aktualisierung der Nachrichtendienstlichen Erkenntnisse (CIG)« im Lagezentrum der NATO in Brüssel miterlebt hatte und die streng geheimen Berichte des DIA zu diesem Vorfall in den folgenden Wochen und Monaten mitlesen und auch abfotografieren konnte.

»Bereits wenige Stunden nach dem tragischen Abschuß von KAL007 am 30. August 1983 setzte die Reagan-Regierung ihre hocheffiziente Propagandamaschine ein, um die wenigen verfügbaren Erkenntnisse so zu verdrehen, daß in der Öffentlichkeit an der sowjetischen Schuld am Tod von 269 Menschen an Bord kein Zweifel mehr bestand«, heißt es in dem Brief. Das Flugzeug sei abgeschossen worden, nachdem es bei Nacht Hunderte von Meilen vom Kurs abgekommen und tief in Rußlands Luftraum eingedrungen war – in der Gegend von strategisch sensiblen, militärischen Einrichtungen in Kamtschatka und auf der Sachalin-Halbinsel. Nach Anweisungen der Bodenkontrolle hatte der Pilot eines Abfangjägers die KAL-Verkehrsmaschine mehrfach umkreist und mit den Flügeln gewackelt, eine international bekannte Aufforderung zum Landen. Aber die KAL-Piloten reagierten auch auf wiederholte Warnungen (z.B. Leuchtspurgeschosse vor den Bug) nicht. Inmitten der Verwirrung über die Identität des Flugzeugs – ein US-Spionageflugzeug vom Typ RC-135 hatte zuvor den Kurs von KAL007 gekreuzt – befahl die sowjetische Bodenkontrolle dem Piloten das Flugzeug abzuschießen.

Den Sowjets sei »schnell klar« gewesen, daß sie einen schrecklichen Fehler gemacht hatten. Das hätten damals »die US-Geheimdienste aus abgefangenen Funksprüchen gewußt. Aus denen sei ganz klar hervorgegangen, »daß die Tragödie das Resultat eines Fehlers und kein vorsätzlicher Mord war, ähnlich wie am 3. Juli 1988, als das US-Kriegsschiff Vincennes ein iranisches Zivil­flugzeug über dem Persischen Golf abgeschossen und 290 Menschen getötet hatte, eine Handlung, die Präsident Ronald Reagan damals abschätzig als ›verständlichen Unfall‹ darstellte«.

Aber die Reagan-Regierung unterdrückte alle entlastenden Beweise aus der US-Funkaufklärung, um Moskau so schlecht wie nur möglich aussehen zu lassen. »Moskau hat vorsätzlich ein ziviles Passagierflugzeug abgeschossen«, wurde in Washington zum Mantra. Newsweek titelte damals »Mord am Himmel«. Nach dem MH17 Absturz gab es Schlagzeilen wie »Putins gefährliches Spiel« z.B. auf der Titelseite des Time Magazin. Damals wie heute nahm die Propaganda­kampagne immer hysterischere Züge an. Und damals wie heute habe es nur »sehr wenig Unterschied zwischen der US-Regierungspropaganda und den von kommerziellen Medien verbreiteten Nachrichten« gegeben.

Zurechtgebogene Erkenntnisse

Um der Öffentlichkeit den Eindruck zu vermitteln, »daß die Sowjetunion kaltblütig einen barbarischen Akt« begangen hat, ging die damalige US-Regierung sogar so weit, »am 6. September 1983 dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine manipulierte Abschrift des Funkverkehrs zwischen dem sowjetischen Piloten und der Bodenkontrolle zu präsentieren«. Ein Jahrzehnt später, als die komplette Abschrift an die Öffentlichkeit gelangte, sei klar geworden, »daß viele der zentralen Elemente der US-Darstellung falsch waren«, und daß die sowjetische Seite damals überzeugt war ein US-Spionageflugzeug abzuschießen, stellen die Schreiber des Memorandums fest und verweisen auf die Parallelen zum Absturz von MH17 und Außenminister Kerrys »höchst unziemliche Eile bei der Schuldzuweisung«.

»Was den Flug MH17 betrifft, so halten die von Ihrer Regierung veröffentlichten Beweise einer genauen Prüfung nicht stand. Und sie erlauben schon gar nicht, ein Urteil zu fällen. Auf Grund unseres Berufslebens neigen wir fast instinktiv dazu, die Russen zu verdächtigen. Unsere jüngsten Erfahrungen aber, insbesondere die Art und Weise in der Außenminister Kerry sich vollkommen uneinsichtig an einen falschen Bericht nach dem anderen als ›Beweis‹ geklammert hat, hat uns dazu gebracht, unsere bisherige Neigung (nämlich instinktiv den Russen die Schuld zu geben) gehörig zu revidieren.«

»Wann immer Kerry vermeintliche ›Beweise‹ vorgelegt hat, die unabhängig überprüft werden konnten – wie z.B. die gefälschten antisemitischen Flugblätter im Osten der Ukraine oder die Fotos der Soldaten von angeblichen russischen Spezialeinheiten in der Ukraine – haben sich diese ›Beweise‹ als Luftnummern entpuppt. Doch das waren kleine Kavaliersdelikte im Vergleich zu der faustdicken Lüge, die Kerry nicht weniger als 35mal am Tag des 30. August 2013 wiederholt hat, nämlich: ›Wir wissen, daß die Regierung von Bashar Al-Assad in Syrien für den Chemiewaffeneinsatz vor neun Tage in der Nähe von Damaskus verantwortlich war.‹ Dafür zog sich Kerry sogar die persönliche Kritik von Präsident Putin zu, als der sagte: ›Er lügt, und er weiß, daß er lügt. Es ist traurig.‹«

»Hinsichtlich des MH17 Abschusses vom 17. Juli glauben wir, daß Kerry in der für ihn typischen Art ein vorschnelles Urteil abgegeben hat und daß seine unglaubliche Unglaubwürdigkeit einen großen Nachteil in den diplomatischen Initiativen und Propagandamanövern der USA gegenüber Rußland darstellt. Wir empfehlen Ihnen daher, sofort die fehlgeleitete diplomatische Offensive Kerrys (gegen Rußland) einzustellen (…) oder wenigstens einen weniger angeschlagenen Staatsmann für den Posten zu finden.«

Konfliktursachen beseitigen

»Wenn die Beweislage über den Abschuß von MH17 tatsächlich so schwach ist, wie es scheint, (…) dann empfehlen wir Ihnen dringend, den Propagandakrieg einzustellen und die Ergebnisse der Untersuchung abzuwarten. Wenn aber andererseits Ihre Regierung konkrete Beweis hat, dann schlagen wir ebenso dringend vor, diese unverzüglich zu veröffentlichen, selbst auf das Risiko hin, daß dadurch die Gegenseite Erkenntnisse über unsere Quellen und Methoden gewinnen könnte.«

Aus Sicht der Briefautoren erweist sich Außenminister Kerry für Obama »eher als belastend denn als gewinnbringend«. Gleiches gelte für den »Director of National Intelligence« James Clapper (oberster Chef aller 16 US-Geheimdienste). Der hatte bei einer Befragung zur NSA-Affäre vor dem Kongreß am 12. März 2013 unter Eid gelogen. Später mußte er zugeben, daß seine Aussage »eindeutig falsch« war. Daher empfehlen die Profis, daß Clapper von allem, was Flug MH17 betrifft, »so weit wie möglich ferngehalten werden« sollte.

Wenn die Obama-Regierung tatsächlich Beweise habe, dann sollten diese im Rahmen der bewährten Methode einer »Interagency Intelligence Assessment«, einer gemeinsamen Einschätzung aller mit Flug MH17 beschäftigten US-Geheimdienste, präsentiert werden. »Allerdings hören wir indirekt von einigen unserer ehemaligen Kollegen, daß die Version vom Absturz von MH17, mit der Minister Kerry hausieren geht, sich überhaupt nicht mit den wirklichen Erkenntnissen der Geheimdienste deckt. Gleiches war der Fall Ende August letzten Jahres, als Kerry ein neues, einzigartiges Instrument erfand, nämlich eine ›Regierungseinschätzung‹ – im Gegensatz zur gemeinsamen Einschätzung der Geheimdienste. Damit konnte er dann ohne jegliche überprüfbaren Beweise den syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad für die Chemiewaffenangriffe in der Nähe von Damaskus verantwortlich machen. Alle ehrlichen Geheimdienstanalysten haben sich geweigert, dabei mitzumachen, und sie hielten sich statt dessen die Nasen zu.«

Die Exgeheimdienstler fordern Obama auf, »sich endlich von ehrlichen Analysten der nachrichtendienstlichen Aufklärung ins Bild setzen zu lassen«. Das würde ihn »überzeugen, die dringend notwendigen Schritte einzuleiten, um die Gefahr einzudämmen, daß die Beziehungen zu Rußland von einem neuen Kalten Krieg zu einer bewaffneten Konfrontation eskalieren«. Dann betonen sie: »In aller Offenheit, wir sehen wenig Grund zu glauben, daß Minister Kerry und Ihre anderen Berater die Ungeheuerlichkeit dieser Gefahr richtig einschätzen.«

Zugleich erinnern sie Obama daran, daß er den blutigen Bürgerkrieg zwischen Ost- und West-ukraine stoppen und damit eine russische Militärintervention im Osten der Ukraine verhindern könne: »Die meisten gut informierten Beobachter glauben, daß es in Ihrer Macht steht, die ukrainische Führung zum Einlenken zu bewegen. Je länger jedoch Kiew seine Offensiven gegen die Separatisten im Osten fortsetzt, desto heuchlerischer klingen alle US- Friedensappelle.«

Schließlich bekräftigen sie die Empfehlungen eines bereits am 4. Mai 2014 von ihnen verfaßten Statements, »die Ursachen für diese Konfrontation in der Ukraine zu eliminieren, indem Sie öffentlich jeden Wunsch, die Ukraine in die NATO zu integrieren, desavouieren und deutlich machen, daß Sie bereit sind, sich persönlich mit dem russischen Präsidenten Putin unverzüglich zusammenzusetzen, um Wege aus der Krise zu finden und um die legitimen Interessen der verschiedenen Partien anzuerkennen.«

Die Höflichkeit geböte eine Antwort.

Unterzeichner: William Binney, früherer Technischer Direktor der NSA, zuständig in der Abteilung »World Geopolitical and Military Analysis«, im Ruhestand (i.R.); Larry Johnson, CIA und US-Außenministerium, i.R.; Edward Loomis, NSA, Verschlüsselungsexperte, i.R.; David MacMichael, National Intelligence Council (ein Gremium der United States Intelligence Comunity, des Zusammenschlusses der 17 Nachrichtendienste der USA), i.R.; Ray McGovern, früherer US-Armee- bzw. Geheimdientsoffizier und CIA-Analyst, i.R.; Elizabeth Murray, Geheimdienstoffizierin im National Intelligence Council, zuständig für den Mittleren Osten, i.R.; Todd E. Pierce, Major des US Army Judge Advocate General’s Corps, der Justizinstanz des US-Heeres, i.R.; Coleen Rowley, Sonderbevollmächtigte (Special Agent) des FBI, i.R.; Peter Van Buren, Foreign Service Officer im US-Außenministerium, i.R.; Ann Wright, Oberst der US-Armee, i.R.; Foreign Service Officer im US-Außenministerium, gekündigt

Siehe: warisacrime.org/vips


Rainer Rupp operierte unter dem Decknamen Topas seit den 70er Jahren für den DDR-Auslandsnachrichtendienst Hauptverwaltung Aufklärung als Spion im NATO-Hauptquartier in Brüssel. 1994 wurde er von einem BRD-Gericht zu zwölf Jahren Haft wegen Landesverrats verurteilt


Gruß, der harzstreuner (April 1987/88 GK Silkerode)
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#4923

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:00
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Kurt im Beitrag #4897
Ich möchte gern nochmals an meinen Beitrag #3793 anknüpfen. Gestern habe ich auf einer Grillparty einem Oberfeldarzt der Bundeswehr dieses Video gezeigt. Er meinte, daß das Tragen deutscher Uniformen mit Hoheitsabzeichen, durch andere Streitkräfte, rechtswidrig und verboten ist.
Selbst in "Second Hand Shops" dürfen Uniformteile nicht mit Hoheitsabzeichen der Bundeswehr verkauft werden.

Nun frage ich mich, wer hier die Straftaten begeht... Näht sich die "Ukrainische Armee" unsere deutschen Hoheitsabzeichen nachträglich an oder erfolgte die Lieferung der schußsicheren Westen (mit deutschen Hoheitsabzeichen), gegen geltendes Recht, offiziell durch unsere Regierung?

Wenn wir in Deutschland eine Regierung haben, die offen das Recht bricht, dann kann man sich ausmalen, in welchem Zustand sich dieses Land befindet.
Deutschland, ein Wintermärchen...



da schau her ,
einer von denen die sich um die Reputation Deutschlands sorgen weil ein paar hundert Schutzwesten mit schwarz, rot, gelb am Ärmel in der Ukraine kursieren.
Welche Heuchelei. Genau diese Spezies Mitbürger bildet unser linkes Spießbürgertum, das sich eigentlich einen Dreck um die Menschen dort schert .
Der Zufluss von Waffen und frischen Kämpfern aus Russland und Tschetschenien interessiert sie einen Scheizz.


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#4924

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:06
von seaman | 3.487 Beiträge

gelöscht


zuletzt bearbeitet 11.08.2014 08:16 | nach oben springen

#4925

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:08
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #4924
[quote=harzstreuner|p377611]

In den anderen Tageszeitungen habe ich keinen Hinweis auf diesen Offenen Brief ehemaliger hochrangiger US-Geheimdienstmitarbeiter an Präsident Obama gefunden, - er wird doch wohl keine Erfindung Rainer Rupps sein?


Hier die Originalfassung :

https://freieneuezeitung.files.wordpress...rbreifobama.pdf

Hier andere Quellen:

http://www.neopresse.com/politik/usa/hoc...nda-einstellen/

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Rainer Rupp ist bekannt für messerscharfe Analysen u.a. auch zur US-Politik.
Er muss nichts erfinden,so wie es heute in anderen Medien üblich ist.

seaman


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#4926

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:13
von Harsberg | 3.247 Beiträge

gelöscht!!!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
zuletzt bearbeitet 11.08.2014 08:18 | nach oben springen

#4927

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:13
von schnatterinchen (gelöscht)
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Na ja messerscharf.
Mit einer bestimmten politischen Einstellung möchte man das wohl so sehen.
Ich habe mal ein Interview mit Herrn Rupp gesehen, da muß der sich aber ganz schön verstellt haben. Eher durchschnittlicher Kleinbürger.
Der große Friedensretter , wie von der deutschen Linken gerne in Szene gesetzt war er wohl auch nicht. Die Russen haben den deutschen Tschekisten damals scheinbar nicht geglaubt.
Wie ich gelesen habe war ein russischer KGB Mann in England derjenige der mit seinen Infos kurz vor dem russischen Knopfdruck ein Umdenken im Kreml herbeigeführt hat.


zuletzt bearbeitet 11.08.2014 08:21 | nach oben springen

#4928

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:26
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #4923
Zitat von Kurt im Beitrag #4897
Ich möchte gern nochmals an meinen Beitrag #3793 anknüpfen. Gestern habe ich auf einer Grillparty einem Oberfeldarzt der Bundeswehr dieses Video gezeigt. Er meinte, daß das Tragen deutscher Uniformen mit Hoheitsabzeichen, durch andere Streitkräfte, rechtswidrig und verboten ist.
Selbst in "Second Hand Shops" dürfen Uniformteile nicht mit Hoheitsabzeichen der Bundeswehr verkauft werden.

Nun frage ich mich, wer hier die Straftaten begeht... Näht sich die "Ukrainische Armee" unsere deutschen Hoheitsabzeichen nachträglich an oder erfolgte die Lieferung der schußsicheren Westen (mit deutschen Hoheitsabzeichen), gegen geltendes Recht, offiziell durch unsere Regierung?

Wenn wir in Deutschland eine Regierung haben, die offen das Recht bricht, dann kann man sich ausmalen, in welchem Zustand sich dieses Land befindet.
Deutschland, ein Wintermärchen...



da schau her ,
einer von denen die sich um die Reputation Deutschlands sorgen weil ein paar hundert Schutzwesten mit schwarz, rot, gelb am Ärmel in der Ukraine kursieren.
Welche Heuchelei. Genau diese Spezies Mitbürger bildet unser linkes Spießbürgertum, das sich eigentlich einen Dreck um die Menschen dort schert .
Der Zufluss von Waffen und frischen Kämpfern aus Russland und Tschetschenien interessiert sie einen Scheizz.



Schnatter--mal so ganz nebenbei mal ne Frage--ist etwas OT--- Würdest Du Dich auch so rein knien oder hast Du es gemacht als westliche Demokratien mit ihren Führern von Spießbürgern den Irak zu dem gemacht haben was er heute ist.? Und zwar mit Mord und Folter. Und heute will das demokratische Spießbürgertum den Helden spielen. Wo sie vor Jahren in Afrika in Ruanda noch beim Völkermord zugeschaut haben. Aber wie gesagt--es ist etwas OT:


Wahlhausener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4929

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:32
von schnatterinchen (gelöscht)
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Rostocker , dir fällt auch nichts neues ein.
Wer spielt wo und warum den Helden?
Mach ein neues Thema Irak auf und du kannst deinen ganzen Unmut über die Schuld des amerikanischen Imperialismus und ihren deutschen Helfershelfern an den unsäglichen Zuständen im Irak und überall auf der Welt aufzählen und anprangern.
Es ist wohl schon noch ein Unterschied ob jemand Schutzwesten in ein Kriegsgebiet schickt oder Waffen und Kämpfer.
Findest du nicht auch Rostocker?


zuletzt bearbeitet 11.08.2014 08:38 | nach oben springen

#4930

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:39
von Rostocker | 7.719 Beiträge

[quote=schnatterinchen|p377629]Rostocker , dir fällt auch nichts neues ein.
Wer spielt wo und warum den Helden?
Mach ein neues Thema Irak auf und du kannst deinen ganzen Unmut über die Schuld des amerikanischen Imperialismus und ihren deutschen Helfershelfern an den unsäglichen Zuständen im Irak und überall auf der Welt aufzählen und anprangern.

Schnatter--wenn Du richtig gelesen hättest--ich schrieb was von OT.
Aber nun kie Dich mal wieder in Sachen Ukraine rein und suche mal wieder nur das böse in Russland--muss ja schon schwer genug für Dich sein,wenn die Sonne im Osten aufgeht


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#4931

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:44
von schnatterinchen (gelöscht)
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Rostocker ,

wie jetzt? Darf man hier auf OT nicht antworten?
wie schlicht bist du denn drauf?
Auf den Rest deiner Äusserung mag ich garnicht eingehen so bekloppt finde ich die.


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#4932

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 08:57
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #4931
Rostocker ,

wie jetzt? Darf man hier auf OT nicht antworten?
wie schlicht bist du denn drauf?
Auf den Rest deiner Äusserung mag ich garnicht eingehen so bekloppt finde ich die.




Habe ich das geschrieben,das Du nicht drauf antworten darfst--ich glaube nicht.


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#4933

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 09:19
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #4929
Rostocker , dir fällt auch nichts neues ein.
Wer spielt wo und warum den Helden?
Mach ein neues Thema Irak auf und du kannst deinen ganzen Unmut über die Schuld des amerikanischen Imperialismus und ihren deutschen Helfershelfern an den unsäglichen Zuständen im Irak und überall auf der Welt aufzählen und anprangern.
Es ist wohl schon noch ein Unterschied ob jemand Schutzwesten in ein Kriegsgebiet schickt oder Waffen und Kämpfer.
Findest du nicht auch Rostocker?


Ich glaube,da nehmen sich beide Seiten nicht viel. Das nun auf eine Seite zu beziehen--ist etwas unakzeptabel.


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#4934

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 09:32
von schnatterinchen (gelöscht)
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Die einzige Seite die sich aktiv in diesen Konflikt einmischt ist die russische.
Ich weiß schon nicht viel, aber du @Rostocker verblüfftst mit völliger Anhnungslosigkeit.


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4935

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 09:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #4934
Die einzige Seite die sich aktiv in diesen Konflikt einmischt ist die russische.
Ich weiß schon nicht viel, aber du @Rostocker verblüfftst mit völliger Anhnungslosigkeit.


Deine Aussage ist auch nicht besser, oder ist die Lieferung von Lebensmitteln, Ausrüstung und Fahrzeugen etwa keine Einmischung?


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#4936

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 09:38
von Waldmeister | 149 Beiträge

Ach Schnattchen!

Ich finde deine Argumentation im Sinne "Westen alles gut - Osten alles böse" manchmal auch etwas monochrom. Generell ist ja die Diskussion ein auf Rede und Gegenrede basierter Vorgang, der beiden Seiten das gemeinsame Vordringen zur Wahrheit ermöglichen soll. So habe ich es mal gelernt. Dabei hat man jedoch nicht bedacht, dass irgendeiner mal die Lüge erfunden hat. Vor alle Dingen ist das dann hinderlich, wenn in Zeiten der Mediendemokratie (ja, ich glaube dass die Medien in der MeinungsBILDung einen Grossteil der Gesellschaft beherrschen und sich dem auch Teile des BILDungsbürgertums nicht vollständig entziehen können) an das geglaubt wird, was in der Zeitung steht und man es für die Wahrheit hält. Nur, weil es eben viele genauso oder ähnlich schreiben. Man denke nur an die Beteiligungen der Medienverlage in allen möglichen Formen.

Was wahrscheinlich aber doch zu nichts führt ist bei einer Diskussion (aus meiner Sicht ist das hier eine) von allen Seiten (also nicht nur du) den Untergang des Abendlandes zu verkünden, sobald man eine andere Meinung hat als die des Gegenübers. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir hier die Wahrheit nicht bis ins Detail erfahren werden. Und dabei wird gewiss von ALLEN Seiten gemauert was das Zeug hält. Und für seine Zwecke missbraucht, was das Zeug hält.

Es ist uns leider eine wichtige Regulanz in den letzten, ich würde sagen, 20 Jahren abhanden gekommen: nämlich die 4 Kraft in der Demokratie, der UNABHÄNGIGE Journalismus. Unabhängig von politischen, wirtschaftlichen, religiösen usw. Interessen und nur der Wahrheit verpflichtet. Es wird abgeschrieben voneinander auf Teufel komm raus (cooler Vergleich), die Selbstrecherche und die solide journalistische Investigation spielt keine Rolle mehr, es zählt nur: die Quote. Und für die Quote tut man alles: auch abschreiben, lügen und betrügen. Das Politiker zum Machterhalt das Alles tun, egal von welcher Seite, darüber sind wir uns sicherlich einig.

Was hat ein (interessanter Name) Philip Snowden im Vorwort zu "The truth and the war" bereits 1916 klug gesagt: "Truth is the first casuality of war." (Die Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges.) Und das ist wohl absolut wahr!

Hier noch mal etwas zur Anmerkung (Quelle Wikipedia):

Zu einem guten Diskussionsstil (siehe auch Streitkultur) gehört neben wechselseitigem Respekt unter anderem, gegenteilige Argumente und Meinungen zuzulassen und genau zu prüfen, anstatt diese vorschnell zu verwerfen. Ein guter Diskutant hört zu, lässt ausreden und ist konzentriert genug, um auf das vom Gegenüber Gesagte einzugehen und seine eigenen Argumente sachlich darzustellen. Im Idealfall ist er gelassen und höflich.

Der Zweck einer Diskussion besteht nicht zwangsläufig darin, den Gegenüber von seinem Standpunkt zu überzeugen. Hingegen steht am Ende einer Diskussion die Lösung eines Problems, ein für alle Beteiligten annehmbarer Kompromiss oder die beidseitige Erkenntnis, dass verschiedene Meinungen herrschen (Dissens). Auch im letzteren Fall ist die Diskussion eine wichtige Möglichkeit, den Standpunkt anderer kennenzulernen und Dinge aus bisher unbekannter Perspektive zu erblicken.

Schönen Tag an Alle!

Waldmeister


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zuletzt bearbeitet 11.08.2014 09:48 | nach oben springen

#4937

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 09:42
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Das offizielle Russland ist so wenig involviert, wie die offizielle EU oder USA. Bislang gibt es immer wieder sogenannte "Verdeckte Operationen", und zwar von allen Seiten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verdeckte_Operation
Nach dem "Lehrbuch" sind solche Operationen immer so organisiert, dass der dahinter stehende Geheimdienst kaum in Erscheinung tritt. Das Resultat ist, dass die "Legion", die "Heimatarmee", die "Brigaden" und in der Ukraine "die Selbstverteidigungskräfte" als autonomes Gebilde auftreten. Falls sie gegen die reguläre Armee des Landes unterliegen, zieht sich der Geheimdienst elegant zurück.
Theo


zuletzt bearbeitet 11.08.2014 09:49 | nach oben springen

#4938

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 09:57
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Den Schuh "im Westen alles gut im Osten alles böse" ziehe ich mir nicht an.
Hier wurde ja mittlerweile schon der Spruch "Kauft nicht beim Russen" eingeworfen um eine Russophobie in der deutschen Gesellschaft aufzuzeigen die so nicht vorhanden ist.
Die permanete Leier vom durch deutsche Medien mittlerweile völlig verblödeten "BILD"ungsbürgertum trifft ebensowenig.
Obwohl ich da schon nach mancher Reportage über die Neonazi Szene in Mitteldeutschland ins Zweifeln geriet.
Bei aller Kritik an der zugegeben oftmals dürftigen Berichterstattung sollte man hierzulande doch bitte auch nicht die Vörgänge in Russland selbst aus den Augen verlieren.
Die wohl nicht ganz unerheblich sind für die Entwicklung in der Ukraine.


Waldmeister und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.08.2014 10:10 | nach oben springen

#4939

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 10:20
von Waldmeister | 149 Beiträge

Alles gut, du alte Ente.

Das mit den Medien sehe ich etwas dramatischer als du, aber da kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Der Satz zur Ukraine stimmt, sehe ich genauso. Aber KEINER der dort Handelnden ist ohne Schuld nmM. Und leider ist wie bei der Henne und dem Ei der ursächlichste der Verursacher nicht erkennbar. Wobei durchaus der Ursprung möglicherweise weit zurück liegt. Und auch dort wird es nicht nur einen Grund geben.

Natürlich muss in die Betrachtung auch der 2+4 Vertrag in dem Gorbatschow die Nichtausdehnung der NATO versichert wurde. Lt. Genschman wohl nur mündlich. Wo die NATO heute steht (um Russland herum gesehen) ist bekannt. Was würde unser amerikanischer Freund wohl sagen, wenn wir eben mal ein paar 10Tsd Mann der russischen Streitkräfte nach Kuba bringen. Oder 15Tsd. gemischt-französisch-deutsche Kampftruppen an der mexikanischen Grenze zu den USA zum Schutz Europas oder der brasilianischen Indianer in Stellung bringen? Der Beifall aus Washington wäre sehr spärlich. Aber mal ne schöne Vorstellung (nur hypothetisch). Mir geht diese "Wir haben immer und überall Recht"-Mentalität der Verantwortlichen in god-bless-america etwas auf die Nerven. Oh, jetzt darf ich wohl nicht mehr einreisen. Macht nix, muss meine Frau alleine fahren!

Waldmeister


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zuletzt bearbeitet 11.08.2014 10:28 | nach oben springen

#4940

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 11.08.2014 10:41
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Naja die Geschichte mit Gänschmänn und der versprochenen Nichtausdehnung der NATO ist ja umstritten.
Genscher war zu keiner Zeit legitimiert irgeneine Aussage zum NATO Beitritt anderer souveräner Staaten zu machen.
Das wußten die Russen sicher auch.
Und bis zum heutigen Zeitpunkt befinden sich keine NATO Einrichtungen auf dem Gebiet der beigetretenen Staaten in Osteuropa.
Das Rätsel mit dem Ei und der Henne ist mittlerweile auch geklärt.
So wie ich das verstanden habe war zuerst das Ei da und aus diesem schlüpfte dann die Henne. Die Mutter die das Ei legte war demnach noch keine Henne sondern was anderes.
Den Fehler den die EU gemacht hat war das Streben Russlands zu alter imperialer Größe aufzusteigen zu unterschätzen.
Putin hat diese Schwäche konsequent genutzt und die Ukraine muß für diesen Fehler jetzt bezahlen.
Was ich mich permanent frage ist , warum ist denn nun Russland nicht in der Lage seine Nachbarn zu überzeugen sich freudig der eurasischen Union anzuschließen?
Eine zweite Frage ist warum hat denn Russland das gespannte Verhältniss Europas zu den USA nicht genutzt um die Europäer an sich zu ziehen.
Stattdessen läßt man grüne Männchen aufmarschieren und krallt sich die Krim und verschreckt damit halb Europa.


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