#21

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 14:07
von damals wars | 12.134 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #16
Keiner war in Schwedt.!
Jeder kennt Schwedt
Wer kam denn darein?


Schwedt war die Hölle.
davor hatten alle Angst.
Schwedt war das Damoklesschwert, das über uns allen schwebte.

Ich musste bisher nichts davon kennenlernen, und bin trotzdem froh darüber.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#22

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 15:39
von Uleu | 528 Beiträge

Degradierung eines Offiziers vor Dienstgradniederen ? Ungewöhnlich ....


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#23

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 17:53
von Schakal | 271 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #21


Schwedt war die Hölle.
davor hatten alle Angst.
Schwedt war das Damoklesschwert, das über uns allen schwebte.




Die Entlassenen aus Schwedt durften ja nichts erzählen, dadurch entstanden wohl auch viele Legenden. Hier kann man sich sehr gut informieren durch Berichte von ehemaligen Insassen, aber auch von "Wächtern" http://www.militärgefängnis-schwedt.de. Ansonsten dürfte jedem klar sein, dass ein Militärknast kein Mädchenpensionat ist.


--- Ex oriente lux.---
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#24

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 18:55
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

@damals wars ,
warum war denn Schwedt für uns die Hölle?
Weil damals nur wenige wussten, wie der Alltag dort ist.
Die dort Inhaftierten schwiegen, weil sie es mussten und so entstand das "Mythos" Schwedt.
Auch ich habe damals inhaftierte Personen gefragt, doch sie schwiegen.
Zeitzeugen berichten über Ihre Erlebnisse in Gefängnissen des MfS. Von Schwedt spricht niemand?
Kann aber auch sein, dass keiner es hier erlebt hat. Und bei Links zum Militärgefängnis Schwedt bin ich vorsichtig,
weil z.B. die Ausstellung der "runden Ecke" auch nicht das wahre Leben aufzeichnet.

Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#25

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:12
von Mike59 | 7.946 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #12
Vielleicht wurden die Schulterstücke nicht runtergerissen, aber säuberlich mit der Schere abgetrennt... so von mir erlebt als ein Uffz. zum Soldaten "befördert" wurde....



Ich stelle mir gerade vor, wie das ausgesehen haben muss, wenn die Schulterstücken von der Uniform runter gerissen wurden. Einfach war das sicher nicht, da ging bestimmt einiges in Streifen. Alleine der Schnürsenkel mit Knopf dürfte einiges ausgehalten haben. Danach dann doch zur Schere zu greifen ist ja mehr wie peinlich.


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#26

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:18
von exgakl | 7.227 Beiträge

Da habe ich mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt... ich habe nur erlebt, dass die Schulterstücke mit der Schere entfernt wurde nie abgerissen.


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#27

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:25
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #26
Da habe ich mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt... ich habe nur erlebt, dass die Schulterstücke mit der Schere entfernt wurde nie abgerissen.



Ich kenne es auch so. Aber schau mal, wann du und ich gedient haben.
Mit Sicherheit vor es Jahre vor unserer Dienstzeit noch anders.

Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#28

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:26
von Mike59 | 7.946 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #26
Da habe ich mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt... ich habe nur erlebt, dass die Schulterstücke mit der Schere entfernt wurde nie abgerissen.



Nee ne - deinen Post habe ich schon richtig verstanden.
Ich glaube bei den Schulterstücken die wir hatten, hätte ich den Delinquenten wohl eher hinter mir her gezogen wie das die Schulterstücken die Schulter verlassen haben.
Na, ist nur meine unbedarfte Meinung. Ich glaube ohne Präparierung war ein abreißen nicht möglich, da kann ich auch eine Schere nehmen. Es sei denn ich habe zu viele schlechte Filme gesehen.


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#29

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:30
von exgakl | 7.227 Beiträge

ja in Filmen sieht das immer sehr einfach aus, in der Realität hätte man die Teile wohl nicht ohne weiteres runterbekommen...., aber gut, dass es trotzdem immer einen gibt, der es erlebt haben will


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
Stabsfeld, RudiEK89 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.07.2015 19:30 | nach oben springen

#30

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:31
von damals wars | 12.134 Beiträge

Ich hatte ja schon mal berichtet das ein Uffz. meiner Einheit während meiner Dienstzeit in den Kupfergraben kam und wieder zurück, und da war der Film NVA nahe an der Realität, der war anschließend genauso wie im Film dargestellt.
Und der war vorher ein "lebenslustiger" Mensch.
Kein Wort. Das war abschreckend genug.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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#31

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:45
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #30
Ich hatte ja schon mal berichtet das ein Uffz. meiner Einheit während meiner Dienstzeit in den Kupfergraben kam und wieder zurück, und da war der Film NVA nahe an der Realität, der war anschließend genauso wie im Film dargestellt.
Und der war vorher ein "lebenslustiger" Mensch.
Kein Wort. Das war abschreckend genug.



Auch heute sollen Haftanstalten Menschen verändern.


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#32

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:49
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #29
ja in Filmen sieht das immer sehr einfach aus, in der Realität hätte man die Teile wohl nicht ohne weiteres runterbekommen...., aber gut, dass es trotzdem immer einen gibt, der es erlebt haben will



Im Film kann man doch keine Schere nehmen, das wirkt doch eher blöd. Aber sonst geht im Film alles.
https://youtu.be/reRbcczWWDY?t=2m23s
Theo


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#33

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:53
von Mike59 | 7.946 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #32
Zitat von exgakl im Beitrag #29
ja in Filmen sieht das immer sehr einfach aus, in der Realität hätte man die Teile wohl nicht ohne weiteres runterbekommen...., aber gut, dass es trotzdem immer einen gibt, der es erlebt haben will



Im Film kann man doch keine Schere nehmen, das wirkt doch eher blöd. Aber sonst geht im Film alles.
https://youtu.be/reRbcczWWDY?t=2m23s
Theo

Auf welches Jahr geht die Erfindung des Klettverschlusses? *lol*


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 19:56
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #31
[quote=damals wars|p480541]Ich hatte ja schon mal berichtet das ein Uffz. meiner Einheit während meiner Dienstzeit in den Kupfergraben kam und wieder zurück, und da war der Film NVA nahe an der Realität, der war anschließend genauso wie im Film dargestellt.
Und der war vorher ein "lebenslustiger" Mensch.
Kein Wort. Das war abschreckend genug.



Auch heute sollen Haftanstalten Menschen verändern.[/q
@Alfred,
ich denke eher, dass man in der heutigen Haftanstalt von seinem Zellengenossen lernt, wie man es "besser" macht.
Du kannst damals nicht mit der heutigen Zeit vergleichen.

Und trotzdem um beim Thema zu bleiben, weiß ich bis heute nicht, was so in Schwedt abging und warum die Insassen bis heute den
Mund über ihre Erlebnisse halten.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#35

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 20:05
von Alfred | 6.841 Beiträge

Hallo,

man sollte doch mal vorsichtig sein.

In Schwedt saßen sicher nur Unschuldige ...

Wie auch heute, kann man über ein Strafmaß immer diskutieren . Mir ist aber kein Fall bekannt, wo man wegen einer Rangelei 11 Monate bekam.

Und warum Personen schweigen ? Vielleicht saßen die nicht ohne Grund !


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#36

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 20:48
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #33
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #32

Auf welches Jahr geht die Erfindung des Klettverschlusses?
Und? Wer hat's erfunden?

Doch zum Thema, vielleicht waren Ex-Schwedter auch deswegen so ruhig, weil's nichts zu erzählen gab? Zumindest nichts Spektakuläres. So beschrieben einige ehemalige Insassen die völlständige Aufgabe der Privatssphäre als ihre größte Belastung.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#37

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 20:57
von seaman | 3.487 Beiträge

Etwas zum Strafmaß Schwedt:

Ein Uffz. unserer Einheit (FJB 5) hat alkoholisiert eine dreiköpfige KD-Streife (1 Offz.,2 Uffz.) am Bahnhof Stralsund tätlich angegriffen und zerlegt.
Schwere Körperverletzung.
Er kam für 3 Monate nach Schwedt und wurde um einen Dienstgrad herabgesetzt plus nachdienen.
Er sprach nie über Schwedt.Zeitraum 1968/69.

seaman


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#38

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 21:00
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Natürlich wurde auch zu meiner Zeit über Schwedt geredet,aber eben nur wir Soldaten. Wie es dort zuging und für welche Delikte man dort "Einfuhr" ? Man konnte nur Spekulieren.
Nun,es war ja für Militärangehörige,und gemunkelt hat man natürlich was man darf oder eher nicht. Ich denke mal wenn ich im Politunterricht zum "Lehrmeister" gesagt hätte "Du Rote Socke gehst mir auf den Senkel" dann wäre es das gewesen,dann hätte ich mit Sicherheit berichten können was drinnen abging.
Und Warum haben die dann "Entlassenen" nicht darüber geredet ? Da werden sich schon am letzten Tag einige Sicherheitsnadeln eingefunden haben,und der Genosse Soldat wurde "geimpft" was er sagen darf oder auch nicht.


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#39

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 21:04
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #35
Hallo,

man sollte doch mal vorsichtig sein.

In Schwedt saßen sicher nur Unschuldige ...

Wie auch heute, kann man über ein Strafmaß immer diskutieren . Mir ist aber kein Fall bekannt, wo man wegen einer Rangelei 11 Monate bekam.

Und warum Personen schweigen ? Vielleicht saßen die nicht ohne Grund !

Darum ging es mir nicht. In Schwedt war man nicht ohne Grund.
Es muss aber einen Grund haben, warum man nicht über die dortigen Erlebnisse sprach bzw. heute noch nicht spricht?


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#40

RE: Militärgefängnis Schwedt

in Leben in der DDR 23.07.2015 21:17
von SiK90 (gelöscht)
avatar

@Alfred , klar, für uns war es eine Rangelei, wie sie schon mal vorkam. Der Staatsanwalt und das Gericht sahen das anders.

Tja. Und vielleicht sollte man mal bei @KID nachfragen ob Schwedt wirklich so besonders war....
Es war ein Mythos, weil die wenigsten damit in Berührung kamen. Ich maße mir mal an, auch für meine ehemaligen Kameraden zu sprechen; für uns war Schwedt kein Thema - geschweige denn ein Damokles Schwert, wie hier manchmal behauptet wird!


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