#1

Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 17:28
von der glatte | 1.356 Beiträge

Wo fängt man am besten an und was könnte alles dazu gehören?

Ich beginne in meinem DDR-Museum mit Dingen, die meinen Vater in die noch nicht existierende DDR, also in das damalige Deutschland gebracht haben. Vater hatte seine Heimat nicht freiwillig verlassen und schon gar nicht wünschte er sich nach Deutschland zu kommen. Warum auch? Vor wenigen Wochen lebte er ja noch in Deutschland und als dann der schreckliche Krieg vorbei war, lebte er plötzlich in einem anderen Land. Trotzdem, es war seine Heimat, hier ging er zur Schule, hier fütterte er am Abend die Kühe, hier stand das Haus seiner Eltern. Und doch, er musste gehen, alle mussten gehen, die gesamte Familie.

Ein langer Weg im Viehwaggon lag hinter den vielen Menschen aus der Gegend um Ostrau, dem heutigen Ostrava in der Tschechischen Republik, als sie bei Bad Schandau endlich nach tagelanger Reise aussteigen durften. Vater sprach immer wieder von den vielen, vielen weißen Armbinden, welche an der ganzen Bahnstrecke von der Grenze bei Schmilka und noch viel mehr am Bahnhof Bad Schandau herumlagen. Diese weißen Armbinden mussten die Sudetendeutschen in ihrer Heimat nach dem Krieg tragen, sie kennzeichnete diese Leute als Deutsche. Nun, nach der Grenze und wirklich in Deutschland angekommen, riß man sich diese Armbinden gegenseitig von den Sachen und warf sie weit weg. Vater erzählte es immer wieder, wenn wir im Elbsandsteingebirge unterwegs waren.
In Prossen bei Bad Schandau kam er in das erste Umsiedlerlager, welches damals an den Elbwiesen war. In der damaligen Sowjetischen Besatzungszone galt er nicht als Vertriebener, denn das Wort wurde nur in den anderen Besatzungszonen verwendet. Hier in der späteren DDR war er ein „Umsiedler“ und das klang ja auch viel besser. Vater bekam nichts, gar nichts für die Vertreibung aus der Heimat, als er nach der Wende Anspruch auf eine Entschädigung gehabt hätte, war er bereits verstorben.

Ich beginne daher bewußt mit dem „Transportzettel für Evakuanten“, den Resten vom „Umsiedlerpass“ und dem Laufzettel vom Umsiedlerlager „Quenz“ in Brandenburg. Für mich sind das heute selten zu sehende Zeitdokumente. Sie dokumentieren eine schwere Zeit für viele Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg, aber auch die Hoffnung auf einen Neubeginn fern der alten Heimat.

Foto 1: Vaters Abschied von der alten Heimat
Foto 2: Vater kam in Sachsen an
Foto 3: Vater kam in Brandenburg an und wurde "Entlaust"


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zuletzt bearbeitet 14.11.2013 17:34 | nach oben springen

#2

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 17:35
von der glatte | 1.356 Beiträge

Und hier das Foto 3


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#3

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 17:38
von Vogtländer (gelöscht)
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Ein schweres,aber gutes Thema,welches nicht in Vergessenheit geraten darf.
Damit wir immer vor Augen haben,was Krieg und dessen Folgen sind.
Großmutter mütterlicher Seite kam aus dem Schlesichen.Ihre Familie war eine ganz normale Familie (ok,Bahnerfamilie) und hatte wirklich nix mit Adolf Schwachmat am Hut.Aber wie bei seeehr vielen Anderen auch sspielte das keine Rolle und sie mußten gehen.Hühner und Karnickel "durften" sie aber da lassen.


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#4

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 17:48
von der glatte | 1.356 Beiträge

Allerdings soll es ja hier um meine "Restbestände aus der ehemaligen DDR" gehen. Nun, ich meine vielen wird es da so gehen wie mir, es gibt eine ganze Menge davon. Meistens sind es ja Dinge, die man gar nicht wegwerfen darf. Ich denke da nur an die vielen Papiere wie den SVK-Ausweis, die man ja sogar aufheben muss! Allerdings hängt man aber auch an vielen Dingen, oftmals haben diese Dinge ja auch eine gewisse Rolle im eigenen Leben gespielt, oder es sind Erinnerungen.

Keine Ahnung, warum ich nun gerade mit "Socken" anfangen muss. Aber es sind ja auch ganz besondere Socken, es sind Rote Socken, meine Roten Socken (Foto 1).

Allerdings, wie Ihr seht, noch nie getragen. Beim Stöbern fand ich noch mehr (siehe Foto 2).

Na Super, die könnte ich doch noch glatt meinen Sohn zu Weihnachten schenken. Ich hätte mich damals sicher wie ein kleines Kind gefreut, wenn mir mein Vater Socken unter die Tanne gelegt hätte!

Gruß Reiner


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#5

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 17:54
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Na Super, die könnte ich doch noch glatt meinen Sohn zu Weihnachten schenken. Ich hätte mich damals sicher wie ein kleines Kind gefreut, wenn mir mein Vater Socken unter die Tanne gelegt hätte!

Gruß Reiner

Das kann Heute zum unwiderbringlichen Zerwürfniss der Familie Führen


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#6

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 18:01
von der glatte | 1.356 Beiträge

Beim Stöbern nach Restbeständen in meinem "Schmeiß ich nicht weg-Museum", kam dann doch noch etwas Geld an das Tageslicht. Komisch und das bei einem Münzen- und Geldscheinsammler.

Ja, der gute alte 5er mit Thomas Müntzer, der 10er mit Klara Zetkin, auf dem 20er durfte sich Goethe tummeln, auf dem 50er Friedrich Engels und auf dem 100er der gute alte Karl Marx.
Na klar, habe ich auch den 200er und den 500er, die spielten allerdings im Zahlungsverkehr nie eine Rolle und kamen erst nach der Wende auf den Markt. Daher haben die auch nichts hier verloren. Allerdings durften zwei alte Ansichtskarten der Volkssolidarität das Foto etwas ergänzen.

Gruß Reiner


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#7

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 18:17
von der glatte | 1.356 Beiträge

Und da wir gerade beim Geld sind, mache ich da auch gleich ein wenig weiter.
Viele werden es noch kennen, doch nicht alle haben das Stück schon einmal in den Händen halten dürfen und noch viel weniger haben schon damit bezahlt. Ich auch nicht. Doch hat es das Stück in der Geldgeschichte der DDR gegeben, zwar nicht lange, aber immerhin.

Das 50-Pfennig-Stück aus Messing brachte im Jahre 1949 etwas Farbe in die anderen Alustücke. Die Stücke mit dem Jahre 1949 sind heute eine Top-Seltenheit und kaum zu haben. Das Stück aus dem Jahre 1950 dagegen, ist noch erschwinglich. Es kommt dabei auf die Erhaltung an. Immerhin hatte man fast 68 Millionen Stück geprägt und trotzdem war am 1.12.1958 Schluss mit dem Stück, es wurde ungültig.



Ersetzt wurde es durch ein neues 50-Pfennig-Stück aus Aluminium, welches dann von 1958-1990 geprägt wurde.


Interessant sind dabei auch die allerersten Stücke der Pfennigmünzen ab dem Jahre 1948, die noch bis 1972 im Umlauf waren.



Gruß Reiner


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#8

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 18:27
von der glatte | 1.356 Beiträge

Da habe ich noch zwei weitere Besonderheiten, die man auf den Münzen der DDR antreffen konnte.
Das Markstück wechselte im Laufe der DDR-Zeit sein Aussehen und aus "DEUTSCHE MARK" wurde ab 1972 nur noch "MARK".




Kaum einen wird es aufgefallen sein, doch gab es des 20-Pfennig-Stück der DDR entweder mit einem "A" oben, oder auch ohne "A".



Das "A" war der Prägebuchstabe der Staatlichen Münze zu Berlin. Noch heute tragen alle Euromünzen, die in Berlin geprägt wurden, den Buchstaben "A" auf den Münzen.

Gruß Reiner


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#9

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 18:27
von schulzi | 1.757 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #5
Na Super, die könnte ich doch noch glatt meinen Sohn zu Weihnachten schenken. Ich hätte mich damals sicher wie ein kleines Kind gefreut, wenn mir mein Vater Socken unter die Tanne gelegt hätte!

Gruß Reiner

Das kann Heute zum unwiderbringlichen Zerwürfniss der Familie Führen

Das mög sein,aber gehen wir doch davon aus das es Zeiten gab wo man auch für ein paar Socken dankbar war.


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 18:30
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #9
Zitat von Pit 59 im Beitrag #5
Na Super, die könnte ich doch noch glatt meinen Sohn zu Weihnachten schenken. Ich hätte mich damals sicher wie ein kleines Kind gefreut, wenn mir mein Vater Socken unter die Tanne gelegt hätte!

Gruß Reiner

Das kann Heute zum unwiderbringlichen Zerwürfniss der Familie Führen

Das mög sein,aber gehen wir doch davon aus das es Zeiten gab wo man auch für ein paar Socken dankbar war.


Vollkommen richtig, heute leider kaum denkbar. Wenn ich daran denke, dass mein Bruder einst ein Feuerwehrauto bekam, das unser Vater aus Palettenklötzer gebaut und mit roter Farbe angemalt hatte!

Gruß Reiner


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#11

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 18:32
von furry | 3.569 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #7

Ersetzt wurde es durch ein neues 50-Pfennig-Stück aus Aluminium, welches dann von 1958-1990 geprägt wurde.

Interessant sind dabei auch die allerersten Stücke der Pfennigmünzen ab dem Jahre 1948, die noch bis 1972 im Umlauf waren.



Gruß Reiner


Vielen Dank für das Ziegen dieser Raritäten.
Während meiner Schulzeit haben mir meine Eltern, und sicher auch die der anderen Mitschüler, Papiergeldstücke für den Rechenunterricht gebastelt. Über die Münze wurde ein Blatt Papier gelegt und mit dem stumpfen Ende eines Bleistiftes wurde darüber gerubbelt, so dass sich ein Abbild der jeweiligen Münze ergab. Das Ganze nur noch ausschneiden und wir hatten unser Spielgeld für die Schule.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#12

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 18:39
von der glatte | 1.356 Beiträge

Unser Vater hatte das Reisen im Blut und musste alles am liebsten mit eigenen Augen sehen. So kam er auch oft nach Leipzig zur Messe. Seine Sammlung von Messebelegen- und Briefmarken aus der DDR habe ich noch heute. Hier einmal zwei Belege von der Leipziger Messe.
Bis zum Schluss gab es in der DDR die Sonderbriefmarken zur Messe in Leipzig und viele Leute sammelten diese.

Gruß Reiner


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#13

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 18:48
von schulzi | 1.757 Beiträge

Das stimmt meine erste Modeleisenbahn hat mein Vater selbst gebastelt aus alten Schienen und fuhr nur in Kreis vor und zurück aber ich war glücklich.Meiner Schwester baute er eine Puppenwiege und ich weis genau er würde sich freuen wen er wüsste das jetzt sogar sein Urenkel damit spielt


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#14

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 18:53
von der glatte | 1.356 Beiträge

So, dann bitte folgt mir in die Küche. Dort gibt es noch Dinge aus der DDR, welche noch heute im Gebrauch sind. Zum Beispiel habe ich noch ein ganzes Porzellanservice. Die Betonung liegt auf "ganz". Ja, es ist trotz Gebrauch ganz geblieben und hat noch nie eine Spülmaschine von innen gesehen. Alles wird mit der Hand gemacht!

Ja, warum hänge ich an den Teilen so sehr? Nee, ich wünsche mir nicht die Mauer wieder und ich wünsche mir auch nicht den Osten so wie er war, zurück! Ich habe an solchen Teilen meine Freude, weil es ein Geschenk war, welches wir zur Geburt unseres Sohnes bekommen haben. So etwas soll es ja auch noch geben! Mir gefällt so eine gedeckte Kaffeetafel viel besser, besser als dreieckige Tassen.

Gruß Reiner


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#15

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 19:08
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Wenn ihr mal alte Bilder von der ehemaligen Heimat eurer Eltern sucht, dann gebt mal die Namen der Orte bei den Ansichtskartensammlern ab. die besitzen oft hunderte alte Fotos.
Ansichtskarten von der VS haben hohen Wert, Postkarten sind noch wertvoller.
Ich selber hatte ca 50 politische AK aus der DDR


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#16

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 19:50
von Alfred | 6.841 Beiträge

Briefmarken haben immer was...


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#17

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 22:38
von der glatte | 1.356 Beiträge

Danke für die lieben Anmerkungen, doch muss ich nochmals in die Küche zurück gehen, denn meine Frau erzählte mir gerade vom DDR-Schüssel-Set. Na klar, hat sie ja auch in die Ehe gebracht, gute Ware und immer noch ständig im Gebrauch. Wieviele Jahre das Set schon auf dem Buckel hat, keine Ahnung! Auch hier wird nur von Hand gereinigt, ich glaube, nach so vielen Jahren, haben es die Teile auch verdient. Oder?

Gruß Reiner


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#18

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 23:00
von der glatte | 1.356 Beiträge

Kommen wir nun zum Thema Unterhaltung. Also in der Zeit als es noch keine CD, DVD, noch Video gab, lebte man in der Platte von der Platte. Ich konnte mir einige Platten aus dieser Zeit bewahren und gönne mir ab und zu solch ein Scheibchen. Ich sage dann immer: "Mutti, Mutti heute spielen wir einmal DDR-Jugendzeit. Ich lege eine heiße Platte auf und Du hängst Dir die Häkelstola um. Dann machst Du uns einige Schnittchen mit Fischpaste und anschließend gibt es als Belohnung Mondos Gold. Na der Abend ist dann gelaufen! Das ist einmal etwas ganz anderes als der ständige Griff zur Fernbedienung. Habt Mut, greift lieber einmal wieder zur Schallplatte.



Warum ich gerade diese drei ausgesucht habe, kann ich Euch erklären. Alle drei sind Lizenzplatten und haben im EVP, 16,10 M gekostet und trotzdem haben mich diese drei Scheiben fast vier Stunden meiner DDR-Zeit gekostet! Um diese drei Platten zu erwerben, musste ich insgesamt fast vier Stunden am Plattengeschäft anstehen!

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 15.11.2013 01:52 | nach oben springen

#19

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 23:25
von der glatte | 1.356 Beiträge

Ach so, da wir gerade bei der Unterhaltung sind, da habe ich noch ein RFT-Radio rumstehen. Was heißt rumstehen, es ist fast immer im Gebrauch wenn ich im Keller herumwerke. Läuft wie geschmiert die alte Kofferheule und die Uhr zeigt mir an wenn ich die Kartoffeln aufsetzen muss. Mehr muss es ja gar nicht sein!

Als man 1987 die 750 Jahre Berlin fast auf jeder Verpackung bejubelte, gab es auch solch eine Edition mit Logo auf dem Uhrendisplay. Man konnte diesem Logo damals kaum aus dem Wege gehen. Dem Radio ging es wohl nicht auf dem Sender.



Wer damals schon die Musik von der Kassette hörte, der kennt bestimmt die beiden anderen Teile. Die Kassettenbox aus Kunstleder für 10 Kassetten und die typische Magnetkassette K 60 für ganze 20 Mark der DDR.
Ich habe da bei mir noch einige bespielte Kassetten von 1978 gefunden und einmal reingehört. Ja, klingt sehr interessant und hat etwas von DSDS.
Danach habe ich die Musik überspielt und höre da, die alten ORWO-Dinger machen es noch! Die neu aufgespielte Musik wird hörbar wiedergegeben. Hut ab, hätte ich nicht gedacht.



Gruß Reiner


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#20

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 14.11.2013 23:40
von der glatte | 1.356 Beiträge

Die Fotografie war in unserer Familie keine Unbekannte. Mein Vater liebte es uns ständig zu fotografieren, so habe ich noch heute Schuhkartons voller schwarz/weiß Fotos im Kleinformat. Sechs x sechs war der Sex beim Fotografen. Und dann alles auf Papierfilm. Keiner wusste was denn nun wirklich auf dem Bild zu sehen war. Spannung bis zur letzten Minute war angesagt. Das älteste Stück aus der Sammlung meines Vaters lohnt sich hier zu zeigen. Es ist eine Welta Reflekta II aus dem Kamerawerk in Freital bei Dresden. Macht immer noch ausgezeichnete Fotos wenn man den Dreh raus hat. Ist eben nichts digitales, alles muss per Hand gemacht werden.



Das zweite Model ist die beirette vsn 2. Die war schon etwas moderner und für jeden erschwinglich, allerdings kam schon vorwiegend Plastik zum Einsatz. Schade.



Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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