#41

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 16:01
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Greso im Beitrag #39
Ist auch Geschichte.


Super, Rauchwaren aus der DDR. Danke für dieses Foto.
Ich glaube die Marke "Orient" und "Forum" habe ich nicht auf dem Foto gefunden aber dafür "Stambul" oben links. Hat mein Vater gern geraucht.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#42

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 16:09
von furry | 3.572 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #41
Zitat von Greso im Beitrag #39
Ist auch Geschichte.


Super, Rauchwaren aus der DDR. Danke für dieses Foto.
Ich glaube die Marke "Orient" und "Forum" habe ich nicht auf dem Foto gefunden aber dafür "Stambul" oben links. Hat mein Vater gern geraucht.

Gruß Reiner



Orient liegt oben links vor Dubec.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#43

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 16:11
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #30
Zitat von der glatte im Beitrag #20
Die Fotografie war in unserer Familie keine Unbekannte.
Das zweite Model ist die beirette vsn 2. Die war schon etwas moderner und für jeden erschwinglich, allerdings kam schon vorwiegend Plastik zum Einsatz. Schade.

Gruß Reiner


Hallo Reiner u.a. Fotofans,

du bedauerst den Plastikeinsatz bei der Beirette, warum? Der Kunststoffeinsatz bei Kameras, auch bei hochwertigen Spiegelreflexkameras, ist bereits seit den 70er Jahren Stand der Technik. Der Kunststoffeinsatz bietet eine extreme Gestaltungsvielfalt sowohl der äußeren Verkleidungsteile als auch komplizierter technischer Funktionsteile, es waren also nicht nur Kostenvorteile, die zum Kunststoffeinsatz führten. Anfang der 70er Jahre wurde z.B. die Kunststoffmetallisierung eingeführt. Die Verkleidungsteile, die vorher sehr aufwendig und in relativ einfacher Gestaltung aus Messingblechen gefertigt wurden, konnten jetzt in einem Guss spritzgegossen werden. Anschließend erfolgte dann in einem chemischen und galvanischen Prozess die Metallisierung, so dass die Oberfläche einen Mattchromeffekt erhielt. Der Kunde, dem immer noch Metall hochwertiger erschien, sollte auch denken es sei Metall.
In den Folgejahren wurde jedoch auch der Kunststoffeinsatz nicht mehr versteckt. Der Modetrend lag bei ca. 70% der Kameras in schwarzer Ausführung. Die Oberflächen der Kunststoffteile wurden nun entweder lackiert oder mit unterschiedlichen Strukturen versehen, die aber schon während des Spritzgießprozesses, durch die entsprechende Werkzeuggestaltung, entstanden.
Dieser Trend hat bis heute Bestand, leider können wir nicht mehr mitmischen (ich war bis 1991 bei PENTACON), die Japaner haben alles fest im Griff, kochen aber auch bloß mit Wasser!

Anbei noch zwei Bilder: 1. die Praktica LLC mit verchromter Kunststoffverkleidung
2. Die Praktica BX20 s mit schwarzer Kunststoffverkleidung (das war leider unser letztes Modell 1990!)

MfG

GKUS64



Hm, da hast Du Recht. Ja warum bedauere ich den Plastikeinsatz? Mein Bedauern gilt hier allerdings nicht abwertend, sondern eher als Feststellung.
Trotzdem sind Deine Anmerkungen völlig richtig und nicht von der Hand zu weisen. Danke dafür.
Ich persönlich habe gern beim Fotografieren etwas in der Hand und wenn ich da die Wahl hätte zwischen meinen beiden vorgestellten Kameras, dann würde ich mich spontan für die Freitaler entscheiden.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#44

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 16:17
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #42
Zitat von der glatte im Beitrag #41
Zitat von Greso im Beitrag #39
Ist auch Geschichte.


Super, Rauchwaren aus der DDR. Danke für dieses Foto.
Ich glaube die Marke "Orient" und "Forum" habe ich nicht auf dem Foto gefunden aber dafür "Stambul" oben links. Hat mein Vater gern geraucht.

Gruß Reiner



Orient liegt oben links vor Dubec.


RICHTIG! Oh weh, meine Augen, allerdings war ich von Deinem Foto auch so richtig in den Bann gezogen worden. Eine schöne Sammlung hast Du da, RESPEKT.

Hast Du die "Inka" schon einmal probiert? Mir schmeckten die nie. Ich glaube die "Jubilar" gab es nur in Sachsen, weiter nördlich gab es dafür eher "Real", kann das sein?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#45

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 16:22
von Mike59 | 7.955 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #30
Zitat von der glatte im Beitrag #20
Die Fotografie war in unserer Familie keine Unbekannte.
Das zweite Model ist die beirette vsn 2. Die war schon etwas moderner und für jeden erschwinglich, allerdings kam schon vorwiegend Plastik zum Einsatz. Schade.

Gruß Reiner


Hallo Reiner u.a. Fotofans,

du bedauerst den Plastikeinsatz bei der Beirette, warum? Der Kunststoffeinsatz bei Kameras, auch bei hochwertigen Spiegelreflexkameras, ist bereits seit den 70er Jahren Stand der Technik. Der Kunststoffeinsatz bietet eine extreme Gestaltungsvielfalt sowohl der äußeren Verkleidungsteile als auch komplizierter technischer Funktionsteile, es waren also nicht nur Kostenvorteile, die zum Kunststoffeinsatz führten. Anfang der 70er Jahre wurde z.B. die Kunststoffmetallisierung eingeführt. Die Verkleidungsteile, die vorher sehr aufwendig und in relativ einfacher Gestaltung aus Messingblechen gefertigt wurden, konnten jetzt in einem Guss spritzgegossen werden. Anschließend erfolgte dann in einem chemischen und galvanischen Prozess die Metallisierung, so dass die Oberfläche einen Mattchromeffekt erhielt. Der Kunde, dem immer noch Metall hochwertiger erschien, sollte auch denken es sei Metall.
In den Folgejahren wurde jedoch auch der Kunststoffeinsatz nicht mehr versteckt. Der Modetrend lag bei ca. 70% der Kameras in schwarzer Ausführung. Die Oberflächen der Kunststoffteile wurden nun entweder lackiert oder mit unterschiedlichen Strukturen versehen, die aber schon während des Spritzgießprozesses, durch die entsprechende Werkzeuggestaltung, entstanden.
Dieser Trend hat bis heute Bestand, leider können wir nicht mehr mitmischen (ich war bis 1991 bei PENTACON), die Japaner haben alles fest im Griff, kochen aber auch bloß mit Wasser!

Anbei noch zwei Bilder: 1. die Praktica LLC mit verchromter Kunststoffverkleidung
2. Die Praktica BX20 s mit schwarzer Kunststoffverkleidung (das war leider unser letztes Modell 1990!)

MfG

GKUS64


Die Praktica (bei uns MTL und LTL) waren wirklich gute Produkte. Sicher gab (gibt) es immer auch noch etwas besseres, aber wir hatten eben diese und wir haben sehr gerne damit gearbeitet. Meine Hand für mein Produkt - @GKUS64 da hattet ihr was gutes produziert.

Angefügte Bilder:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen und (falls vorhanden) Vorschau-Grafiken der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
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der glatte und GKUS64 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#46

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 16:24
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #33
Zitat von furry im Beitrag #31
Neben der Superoptik gab es auch noch diese.

Quelle: Wikipedia

Geeignet für Wehrdienst und Kinderferienlager.


Das war mein erster Fotoapparat als Kind.

Mit den DDR Produkten und Sammlungen hatten wir doch schon als Themen.



Rot: Mag ja sein, ich denke meine hier vorgestellten Dinge gehören schon in das Thema "DDR-ONLINE-MUSEUM"
Also sind sie ja hier richtig.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#47

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 17:26
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #46
Zitat von turtle im Beitrag #33
Zitat von furry im Beitrag #31
Neben der Superoptik gab es auch noch diese.

Quelle: Wikipedia

Geeignet für Wehrdienst und Kinderferienlager.


Das war mein erster Fotoapparat als Kind.

Mit den DDR Produkten und Sammlungen hatten wir doch schon als Themen.



Rot: Mag ja sein, ich denke meine hier vorgestellten Dinge gehören schon in das Thema "DDR-ONLINE-MUSEUM"
Also sind sie ja hier richtig.

Gruß Reiner


Das sollte kein Vorwurf sein. Ich habe ja auch hier geantwortet. Vielleicht könnte man "Zusammenfügen, was zusammen gehört"
Hier findet man auch was zum Thema:
Ost-Artikel Welche fallen euch so spontan ein? (12)


zuletzt bearbeitet 17.11.2013 17:32 | nach oben springen

#48

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 17:32
von der glatte | 1.356 Beiträge

Keine schlechte Idee!

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#49

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 17:36
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #48
Keine schlechte Idee!

Gruß Reiner



Greso hat auch sehr viel aus seiner Sammlung eingestellt.


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#50

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 22:08
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #44
Zitat von furry im Beitrag #42
Zitat von der glatte im Beitrag #41
Zitat von Greso im Beitrag #39
Ist auch Geschichte.


Super, Rauchwaren aus der DDR. Danke für dieses Foto.
Ich glaube die Marke "Orient" und "Forum" habe ich nicht auf dem Foto gefunden aber dafür "Stambul" oben links. Hat mein Vater gern geraucht.

Gruß Reiner



Orient liegt oben links vor Dubec.


RICHTIG! Oh weh, meine Augen, allerdings war ich von Deinem Foto auch so richtig in den Bann gezogen worden. Eine schöne Sammlung hast Du da, RESPEKT.

Hast Du die "Inka" schon einmal probiert? Mir schmeckten die nie. Ich glaube die "Jubilar" gab es nur in Sachsen, weiter nördlich gab es dafür eher "Real", kann das sein?

Gruß Reiner


Hallo Reiner,die Inka habe ich nie geraucht ,aber meine Jungs hatten mal soeine Schachtel in der Jackentasche
JUBILAR gab es auch in S.Anhalt,die hatte ein Onkel von mir geraucht. Real,habe ich leider nicht in der Sammlung und auch nie geraucht.
Gruß Greso


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#51

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 17.11.2013 23:20
von studfri | 762 Beiträge

Ich finde das klasse und interessant, was Ihr hier so an Sachen aus der DDR-Ära einstellt. Nur weiter so.



der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 18.11.2013 01:44
von der glatte | 1.356 Beiträge

Wer kennt es nicht, dass Sport und Erholungszentrum (SEZ) in Berlin an der damaligen Leninallee? Ich habe da noch eine Anfrage- und Antwortpostkarte für die Reservierung einer Bowlingbahn gefunden, wie es damals so üblich war. Oft hatte ich solche eine Karte mit Anfrage abgeschickt, aber bekam nur Absagen. Alle Bahnen waren meist ausgebucht.

Heute ist das übrigens kein Problem, die guten alten Bowlingbahnen gibt es noch immer im SEZ. Ein Ausflug in die Jugendzeit sollte daher kein Problem sein. Wenn auch das Gebäude auf mich keinen guten und vor allem ewigen Eindruck macht, gibt man sich dort viel Mühe um die Bowlingbahn und die Sporthalle weiter zu betreiben. Fahrt doch einfach einmal hin und schiebt einmal wieder eine ruhige Kugel. Eventuell trifft man sich dort einmal? Das Inventar ist noch fast vollkommen im originalen Zustand. Leider gibt es dort nur Getränke und keine Küche mehr.




Eine weitere kleine Kostbarkeit ist die originale Eintrittsmarke zum SEZ-Schwimmbereich. Solch einer Marke, es gab verschiedene, musste man nach dem Erwerb am Service-Stand, in einen Schranken-Automaten werfen und die Schranken öffneten sich.

Heute leider alles Geschichte, die Automaten am Eingang gibt es schon lange nicht mehr und diese Marken wurden zur Rarität.

Das "SEZ" auf der Marke, steht für Sport und Erholungszentrum und das "TM 9" für Tarifmarke 9. Es gab ja Unterschiedliche Tarife (Eintrittspreise für Kinder, Erwachsene, Rentner, etc.), welche man in Tarifgruppen einteilte.



Gruß von Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#53

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 18.11.2013 14:39
von der glatte | 1.356 Beiträge

Die DDR Fahrerlaubnis hatte viele Gesichter und die änderten sich zeitweise. Kaum einer kennt sicherlich noch diese, welche ebenfalls in der DDR gültig war.



Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


exDieter1945 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 18.11.2013 14:57
von der glatte | 1.356 Beiträge

Ja, in der DDR wurde oft und gern "Ausgezeichnet". Meist war dann für den Auserwählten nicht die Plakette, das Abzeichen oder gar der Orden von Wichtigkeit, sondern man freute sich mehr über die damit verbundene finanzielle Zuwendung. Natürlich gab es auch Auszeichnungen ohne Abzeichen und die bezeichnete man als "Prämie". Die Art der Prämie war unterschiedlich und konnte aus einem Geschenkgutschein, Bargeld, oder sogar aus Eintrittskarten für eine Veranstaltung bestehen. In den letzten Jahren der DDR wurde es immer mehr üblich einen Geldschein nebst Anschreiben zu überreichen. Reisen wurden auch als Auszeichnung verschenkt und so kam es, dass der DDR-Bürger zum Beispiel mit der Völkerfreundschaft oder später der Arkona, ein Stückchen große weite Welt sehen konnte. Natürlich im Kollektiv.

In den 50er Jahren war es üblich Spargutscheine als Prämie an die Mitarbeiter zu verschenken. Mit solch einem Spargutschein konnte sich der Beschenkte damals 30,- DM auf sein Sparkassenbuch gutschreiben lassen.



Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#55

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 18.11.2013 15:13
von der glatte | 1.356 Beiträge

Und da wir gerade bei Auszeichnungen sind, da gehören die Ehrenurkunden mit dazu. Gern vergeben, meist mit einer kleineren oder auch größeren finanziellen Zuwendung. Übrigens, solche Prämien oder andere finanziellen Zuwendungen waren immer steuerfrei!
Wettbewerbe waren öfters an der Tagesordnung. Bestes Kollektiv, Sozialistische Brigade oder auch Bester Mitarbeiter im Monat, diese Wettbewerbe gab es in jedem VEB bis 1989 und alles wurde prämiert. Viele Wettbewerbe waren aber auch nicht politisch angehaucht, so zum Beispiel bei Berufskraftfahren. Da galt es "Unfallfrei" viele Kilometer zu fahren. In den ersten Jahren der DDR, gab es beim VEB-Taxi in Berlin solch einen Wettbewerb, wie uns das die Urkunde beweist. Für mich, ein schönes Zeitdokument.

Gruß Reiner


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#56

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 18.11.2013 15:21
von der glatte | 1.356 Beiträge

Eine besondere Auszeichnung der jüngeren Art in der DDR, ist zum Beispiel eine Gabe des damaligen Zentralen Geologischen Institut (ZGI), als es 1986 seinen 25. Geburtstag feiern konnte. Jeder Mitarbeit bekam dieses Gedenkblatt mit einen schönen Stein überreicht. War doch eine gute Idee, oder?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#57

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 18.11.2013 15:40
von der glatte | 1.356 Beiträge

Wer kann sich noch an den Aufruf "Greif zur Feder, Kumpel" erinnern? In der jungen DDR wurde damals nach Autoren gesucht, denn es sollte eine neue, eine sozialistisch geprägte Literatur entstehen. Regelmäßig hielt man Schriftsteller-Kongresse ab und die Autoren tauschten sich aus. Solche Kongresse wurden immer vom Deutschen Schriftstellerverband (DSV) organisiert. Mein Zeitdokument stammt aus dem Jahre 1956 und es handelt sich dabei um eine Teilnehmermappe vom IV. Schriftsteller-Kongress, welcher vom 9. - 14. Januar 1956 stattfand.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#58

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 18.11.2013 16:01
von Krepp | 533 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #55
Und da wir gerade bei Auszeichnungen sind, da gehören die Ehrenurkunden mit dazu. Gern vergeben, meist mit einer kleineren oder auch größeren finanziellen Zuwendung. Übrigens, solche Prämien oder andere finanziellen Zuwendungen waren immer steuerfrei!
Wettbewerbe waren öfters an der Tagesordnung. Bestes Kollektiv, Sozialistische Brigade oder auch Bester Mitarbeiter im Monat, diese Wettbewerbe gab es in jedem VEB bis 1989 und alles wurde prämiert. Viele Wettbewerbe waren aber auch nicht politisch angehaucht, so zum Beispiel bei Berufskraftfahren. Da galt es "Unfallfrei" viele Kilometer zu fahren. In den ersten Jahren der DDR, gab es beim VEB-Taxi in Berlin solch einen Wettbewerb, wie uns das die Urkunde beweist. Für mich, ein schönes Zeitdokument.

Gruß Reiner




Hallo,
Jaja, de Taxifahrer wieder - und dann noch de Berliner,
wurden schon damals mit Westgeld bezahlt



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#59

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 18.11.2013 16:18
von der glatte | 1.356 Beiträge

Jeder wird sie bestimmt noch kennen, die großen roten Mappen, in denen dann die Urkunde zur Auszeichnung steckte (siehe Foto 1 Ausschnitt ). Das Emblem wurde dazu mit einem Stempel und entsprechender Hitze, in die Deckelfolie und der darunterliegenden Pappe "eingeprägt". Da es solche Urkundenmappen massenweise gegeben hatte, lohnte es sich für den Herstellerbetrieb solcher Mappen, einen Stempel aus Messing fertigen zu lassen. Das konnte allerdings nur ein ausgebildeter "Stempelschneider" und alles war mit viel Handarbeit verbunden. Heute macht das eine rechnergesteuerte Maschine in wenigen Minuten, aber damals in der DDR, schon etwas intensiver an Kosten. Dazu aber auch etwas ganz individuelles, eben Handarbeit eines Meisters, der natürlich seine eigene Handschrift auf dem Werkstück hinterlassen konnte, ohne das etwas groß auffiel. So hinterließ der Stempelschneider auch hier kleine Änderungen am Emblem, was wohl keiner bemerkte.

Nach der Wende und dem "Aus" für manche Betriebe, wurde viel weggeworfen und wichtige Dokumente einfach auf dem Müll gekippt. Einige Dinge gingen dabei auch andere Wege, blieben erhalten oder wanderten auf den Trödelmarkt. Dort wird dann vieles ohne ein Hintergrundwissen vertickt und Legenden um das Stück erfunden. Nützt das alles nichts und das Stück entwickelt sich zum Ladenhüter, dann greift der Verkäufer schon einmal zum Zauberwort "ist von der Stasi"! Schon finden sich Interessenten und kaufen dann für viel Geld sogar den größten Blödsinn. "Kleider machen Leute".
Ich erkannte das hier gezeigte Stück schnell als Stempel für solche oben erwähnten Urkundenmappen und klärte den Händler darüber auf. Ohne Zögern bekam ich dann das angebliche Stück aus der Satsi-Zentrale für 10,- EUR fast nachgeworfen.

Wiederum ein schönes Zeitdokument für mich, welches erhalten blieb.



Ausschnitt aus einer Urkundenmappe mit eingeprägten Emblem.



Und hier beide Seiten vom Stempel dazu.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#60

RE: Reiners Zeitzeugen

in DDR Online Museum 18.11.2013 17:32
von der glatte | 1.356 Beiträge

Und sie war doch noch da! Die letzte DDR-Kohlenkarte von 1990. Man muss nur etwas suchen.

Die letzte Bezugskarte der DDR war die Kohlenkarte bis in das Jahr 1990 hinein. Bemerkenswert ist der rechte Abschnitt, der Gutschein. In diesem Falle handelte es sich um einen Haushalt von einer Person und die bekam dann die eingetragenen 750 Kg Braunkohlenbriketts zum staatlich garantierten Grundpreis. Bei Mehrbedarf musste man dann HO-Kohle nachkaufen. Das gab es dann Preise für Winter und Sommer, die aber deutlich teurer waren.

Diese Kohlenkarte (Hausbrandkarte), welche man in einen Gutschein umgewandelt hatte, wurde hier zum Beispiel vom Magistrat von Berlin Hauptstadt der DDR ausgegeben und darüber wurde genau Buch geführt. Im Volksmund wurde sie immer als Kohlenkarte bezeichnet.



Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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