#601

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 18:30
von DoreHolm | 7.706 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #600
Wenn ich zurückdenke wie unser Betriebsleiter händeringend auf die Zuteilung eines neuen Kippers gewartet hat weil der alte wirklich bald auseinander gefallen ist, naja.
Der wäre sicher gerne zum Reisekader geworden um so eine Kiste aus Angola zurück zu holen.


Grün: Und was ich angestellt habe, um eine neue Batterie (ohne Akkusäure) für eines unserer E-karren für den innerbetrieblichen Transport einsatzfähig zu machen. Mit dem Privat-Trabi nach Apolda zu Laborchemie. Dort hatte ich einen Kumpel aus Studiumzeiten,d er in der Q-Kontrolle arbeitete. Einen 25-Liter-Glasballon konzentrierte Schwefelsäure eingeladen und wieder zurück nach EF. Mann oh mann, wenn der durch eine kleine Karambolage kaputtgegangen wäre ? In der Firma dann langsam mit Aqua dest. auf Akkusäurekonzentration verdünnt (Säure in Wasser, NIE umgekehrt !)



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#602

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 18:32
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #597
Ich kenne so eine Geschichte mit nagelneuen W50, die gerade verladen von den angolanischen Arbeitern flux in einen Bombentrichter gelenkt wurden,die Matrosen der DSR sahen von der Reling erstaunt zu.
oder mit Werkzeugmaschinen die verladen wurden und ein halbes Jahr später standen die immernoch unter freiem Himmel.
Nur das bereits die Verpackung demoliert war.
Na ja vielleicht nur Seemannsgarn.


Leider wohl eher nicht!
Das Thema ist mir auch bekannt.



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#603

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 18:37
von elster427 | 789 Beiträge

Als wir in Maputo waren , standen Volvo Busse im Hafen und gammelten vor sich hin.


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#604

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 18:40
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #603
Als wir in Maputo waren , standen Volvo Busse im Hafen und gammelten vor sich hin.


In Nacala sah das nicht anders aus.
Konnte Dir aber auch mit Bundeswehrfahrzeugen passieren.....

seaman


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zuletzt bearbeitet 06.11.2013 18:41 | nach oben springen

#605

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 18:59
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Wenn man hier liest, was mit den Solidaritäts- und Handelgütern alles so geschehen ist, muß man doch auch mal fragen dürfen, wie das die Reisekader in ihrer Heimat kommuniziert haben.
Gab es den berühmten Maulkorb oder hat man selbst besser die Klappe gehalten, um nicht zukünftig von solchen Projekten ausgeschlossen zu werden ?
Wenn man bedenkt, wie schwer das damals war, für die Sandlieferung mal einen W 50 zu ordern und dann solche Kenntnisse hat, zweifelt man doch sicher in einem stillen Moment über den Sinn solcher Projekte.



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#606

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 19:31
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #605
Wenn man hier liest, was mit den Solidaritäts- und Handelgütern alles so geschehen ist, muß man doch auch mal fragen dürfen, wie das die Reisekader in ihrer Heimat kommuniziert haben.
Gab es den berühmten Maulkorb oder hat man selbst besser die Klappe gehalten, um nicht zukünftig von solchen Projekten ausgeschlossen zu werden ?
Wenn man bedenkt, wie schwer das damals war, für die Sandlieferung mal einen W 50 zu ordern und dann solche Kenntnisse hat, zweifelt man doch sicher in einem stillen Moment über den Sinn solcher Projekte.


Wenn wir hier weiter diskutieren, kommen wir schnell ans Eingemachte.
Das sog. sozialistische Lager hat sich stark für die Überwindung der Kolonialherrschaft eingesetzt, damit die befreiten Länder endlich den sozialistisch geprägten Fortschritt erfahren können. Die Idee ist weitgehend nach hinten losgegangen, was nicht gerne propagiert wurde.

Wolfgang



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#607

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 19:49
von elster427 | 789 Beiträge

Als ich am 09.01.1990 zurück kam, brauchte ich keinem mehr was zu Soli Sendungen erzählen -
denn es war alles vorbei.
Unsere Vorgänger hatten noch miterlebt ,wie Krolikowski in Maputo war und eine Solilieferung übergab.
Wie die mosambikanische Führung damit umging war ein Hammer für uns alle.
Als erstes kam der Präsident und suchte aus was er brauchte, dann ging es die Leiter runter und
der Rest kam in staatliche Läden zum Verkauf!
Dazu kam der Einsatz von in der DDR ausgebildeten Fachkräften.
Diese wurden nach ihrer Ausbildung bei Rückkehr am Flughafen von der Armee in Empfang genommen, sofort
eingezogen und irgendwo im Land eingesetzt.
Wir haben Spielwarenverkäufer kennengelernt, die sprachen fließend deutsch ,haben in der DDR studiert und es gab keine
Planstellen im ganzen Land für diesen Studiengang.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#608

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:54
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #606
Zitat von Hackel39 im Beitrag #605
Wenn man hier liest, was mit den Solidaritäts- und Handelgütern alles so geschehen ist, muß man doch auch mal fragen dürfen, wie das die Reisekader in ihrer Heimat kommuniziert haben.
Gab es den berühmten Maulkorb oder hat man selbst besser die Klappe gehalten, um nicht zukünftig von solchen Projekten ausgeschlossen zu werden ?
Wenn man bedenkt, wie schwer das damals war, für die Sandlieferung mal einen W 50 zu ordern und dann solche Kenntnisse hat, zweifelt man doch sicher in einem stillen Moment über den Sinn solcher Projekte.


Wenn wir hier weiter diskutieren, kommen wir schnell ans Eingemachte.
Das sog. sozialistische Lager hat sich stark für die Überwindung der Kolonialherrschaft eingesetzt, damit die befreiten Länder endlich den sozialistisch geprägten Fortschritt erfahren können. Die Idee ist weitgehend nach hinten losgegangen, was nicht gerne propagiert wurde.

Wolfgang


Ob das nun so einfach und pauschal zutrifft, vermag ich beim besten Willen nicht zu sagen.
Das Modell, besser vor Ort Bürgerkriegsstaaten und Ex- Kolonien zu helfen als hierzulande Asylbewerber integrieren zu wollen scheint mir erfolgreicher und effektiver zu sein, wenngleich es auch Rückschläge gegeben haben kann.
Bleibt noch der Aspekt der Handelspartnerschaft.
Waren denn die Maschinen durchweg Geschenke, oder gab es nicht auch Kaffee oder Rohstoffe als Tauschware, was davon bekamen die Reisekader mit, also jetzt vom Geschehen, nicht vom Kaffee ?
Wurde aus den Ländern auch etwas "rausgeholt", wurde darüber überhaupt gesprochen ?
Was ist mit den Häfen, die man in "Freundesland" eventuell nutzen konnte für die DDR- Handelsflotte ?
Mir persönlich hat es trotz allem ein gutes Gefühl gegeben, Entwicklungsländern deren Bewohner Krieg und Ausbeutung erleben mußten, so zu helfen, mir hat es trotzdem an nichts gefehlt, mal von den alltäglichen Ärgernissen (der fehlende W 50 für die Sandfuhre) abgesehen.
Die war immerhin nicht existenzgefährdend.



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zuletzt bearbeitet 06.11.2013 21:00 | nach oben springen

#609

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:44
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #608
(...)
Wurde aus den Ländern auch etwas "rausgeholt", wurde darüber überhaupt gesprochen ?
Was ist mit den Häfen, die man in "Freundesland" eventuell nutzen konnte für die DDR- Handelsflotte ?
Mir persönlich hat es trotz allem ein gutes Gefühl gegeben, Entwicklungsländern deren Bewohner Krieg und Ausbeutung erleben mußten, so zu helfen, mir hat es trotzdem an nichts gefehlt, mal von den alltäglichen Ärgernissen (der fehlende W 50 für die Sandfuhre) abgesehen.
Die war immerhin nicht existenzgefährdend.

Die DDR hatte ein Devisenproblem, weil die Deutschen so gerne Kaffee trinken und Südfrüchte essen. Die typischen DDR "Entwicklungsländer" Angola, Vietnam und Costa Rica sind prädestiniert für diese Landesprodukte. Dank der Entwicklungshilfe der DDR ist Vietnam mittlerweile zweitgrösster Kaffeeproduzent.

Starbucks Ho Chi Minh Stadt
http://www.vir.com.vn/news/en/coverage/h...in-vietnam.html
Theo


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#610

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:47
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #609
Zitat von Hackel39 im Beitrag #608
(...)
Wurde aus den Ländern auch etwas "rausgeholt", wurde darüber überhaupt gesprochen ?
Was ist mit den Häfen, die man in "Freundesland" eventuell nutzen konnte für die DDR- Handelsflotte ?
Mir persönlich hat es trotz allem ein gutes Gefühl gegeben, Entwicklungsländern deren Bewohner Krieg und Ausbeutung erleben mußten, so zu helfen, mir hat es trotzdem an nichts gefehlt, mal von den alltäglichen Ärgernissen (der fehlende W 50 für die Sandfuhre) abgesehen.
Die war immerhin nicht existenzgefährdend.

Die DDR hatte ein Devisenproblem, weil die Deutschen so gerne Kaffee trinken und Südfrüchte essen. Die typischen DDR "Entwicklungsländer" Angola, Vietnam und Costa Rica sind prädestiniert für diese Landesprodukte. Dank der Entwicklungshilfe der DDR ist Vietnam mittlerweile zweitgrösster Kaffeeproduzent.

Starbucks Ho Chi Minh Stadt
http://www.vir.com.vn/news/en/coverage/h...in-vietnam.html
Theo


Kannst Du mir das mal genauer verklickern:

DDR+Costa Rica/ typisches Entwicklungsland ?

Danke-
seaman


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zuletzt bearbeitet 06.11.2013 21:48 | nach oben springen

#611

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:50
von elster427 | 789 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #608
Zitat von diefenbaker im Beitrag #606
Zitat von Hackel39 im Beitrag #605
Wenn man hier liest, was mit den Solidaritäts- und Handelgütern alles so geschehen ist, muß man doch auch mal fragen dürfen, wie das die Reisekader in ihrer Heimat kommuniziert haben.
Gab es den berühmten Maulkorb oder hat man selbst besser die Klappe gehalten, um nicht zukünftig von solchen Projekten ausgeschlossen zu werden ?
Wenn man bedenkt, wie schwer das damals war, für die Sandlieferung mal einen W 50 zu ordern und dann solche Kenntnisse hat, zweifelt man doch sicher in einem stillen Moment über den Sinn solcher Projekte.


Wenn wir hier weiter diskutieren, kommen wir schnell ans Eingemachte.
Das sog. sozialistische Lager hat sich stark für die Überwindung der Kolonialherrschaft eingesetzt, damit die befreiten Länder endlich den sozialistisch geprägten Fortschritt erfahren können. Die Idee ist weitgehend nach hinten losgegangen, was nicht gerne propagiert wurde.

Wolfgang


Ob das nun so einfach und pauschal zutrifft, vermag ich beim besten Willen nicht zu sagen.
Das Modell, besser vor Ort Bürgerkriegsstaaten und Ex- Kolonien zu helfen als hierzulande Asylbewerber integrieren zu wollen scheint mir erfolgreicher und effektiver zu sein, wenngleich es auch Rückschläge gegeben haben kann.
Bleibt noch der Aspekt der Handelspartnerschaft.
Waren denn die Maschinen durchweg Geschenke, oder gab es nicht auch Kaffee oder Rohstoffe als Tauschware, was davon bekamen die Reisekader mit, also jetzt vom Geschehen, nicht vom Kaffee ?
Wurde aus den Ländern auch etwas "rausgeholt", wurde darüber überhaupt gesprochen ?
Was ist mit den Häfen, die man in "Freundesland" eventuell nutzen konnte für die DDR- Handelsflotte ?
Mir persönlich hat es trotz allem ein gutes Gefühl gegeben, Entwicklungsländern deren Bewohner Krieg und Ausbeutung erleben mußten, so zu helfen, mir hat es trotzdem an nichts gefehlt, mal von den alltäglichen Ärgernissen (der fehlende W 50 für die Sandfuhre) abgesehen.
Die war immerhin nicht existenzgefährdend.


In Mocambique war es so, die Fischereiflotte hat im Auftrag der Regierung vor Mocambique Garnelen gefischt und diese auf hoher See gleich an die Südafrikaner verscherbelt. 20 % sind dann noch nach M. gekommen.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#612

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:57
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #610
(...)
Kannst Du mir das mal genauer verklickern:

DDR+Costa Rica/ typisches Entwicklungsland ?

Danke-
seaman

Erdkunde->Fensterplatz, nicht Costarica, sondern Nicaragua...
Theo


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#613

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:59
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #612
Zitat von seaman im Beitrag #610
(...)
Kannst Du mir das mal genauer verklickern:

DDR+Costa Rica/ typisches Entwicklungsland ?

Danke-
seaman

Erdkunde->Fensterplatz, nicht Costarica, sondern Nicaragua...
Theo



Dachte ich doch auch.......

seaman


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#614

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 22:34
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #609

Die DDR hatte ein Devisenproblem, weil die Deutschen so gerne Kaffee trinken und Südfrüchte essen. Die typischen DDR "Entwicklungsländer" Angola, Vietnam und Costa Rica sind prädestiniert für diese Landesprodukte. Dank der Entwicklungshilfe der DDR ist Vietnam mittlerweile zweitgrösster Kaffeeproduzent.



Vietnam ein typisches Kaffeland zu DDR -Zeiten? Tho das war eine Punktlandung

Dank Subventionen und dem Einsatz von Erntemaschinen kann Vietnam deutlich billiger exportieren als die traditionellen Kaffeeländer. Die DDR brachte das Land einst auf die Idee - heute will die Bundesrepublik den Preisverfall stoppen

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2004/03/22/a0154

Als man in Vietnam das erste Mal ernten konnt, gab es die DDR nicht mehr.

LG von der grenzgaengerin


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zuletzt bearbeitet 06.11.2013 22:34 | nach oben springen

#615

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 22:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von elster427 im Beitrag #611
Zitat von Hackel39 im Beitrag #608
Zitat von diefenbaker im Beitrag #606
Zitat von Hackel39 im Beitrag #605
Wenn man hier liest, was mit den Solidaritäts- und Handelgütern alles so geschehen ist, muß man doch auch mal fragen dürfen, wie das die Reisekader in ihrer Heimat kommuniziert haben.
Gab es den berühmten Maulkorb oder hat man selbst besser die Klappe gehalten, um nicht zukünftig von solchen Projekten ausgeschlossen zu werden ?
Wenn man bedenkt, wie schwer das damals war, für die Sandlieferung mal einen W 50 zu ordern und dann solche Kenntnisse hat, zweifelt man doch sicher in einem stillen Moment über den Sinn solcher Projekte.


Wenn wir hier weiter diskutieren, kommen wir schnell ans Eingemachte.
Das sog. sozialistische Lager hat sich stark für die Überwindung der Kolonialherrschaft eingesetzt, damit die befreiten Länder endlich den sozialistisch geprägten Fortschritt erfahren können. Die Idee ist weitgehend nach hinten losgegangen, was nicht gerne propagiert wurde.

Wolfgang


Ob das nun so einfach und pauschal zutrifft, vermag ich beim besten Willen nicht zu sagen.
Das Modell, besser vor Ort Bürgerkriegsstaaten und Ex- Kolonien zu helfen als hierzulande Asylbewerber integrieren zu wollen scheint mir erfolgreicher und effektiver zu sein, wenngleich es auch Rückschläge gegeben haben kann.
Bleibt noch der Aspekt der Handelspartnerschaft.
Waren denn die Maschinen durchweg Geschenke, oder gab es nicht auch Kaffee oder Rohstoffe als Tauschware, was davon bekamen die Reisekader mit, also jetzt vom Geschehen, nicht vom Kaffee ?
Wurde aus den Ländern auch etwas "rausgeholt", wurde darüber überhaupt gesprochen ?
Was ist mit den Häfen, die man in "Freundesland" eventuell nutzen konnte für die DDR- Handelsflotte ?
Mir persönlich hat es trotz allem ein gutes Gefühl gegeben, Entwicklungsländern deren Bewohner Krieg und Ausbeutung erleben mußten, so zu helfen, mir hat es trotzdem an nichts gefehlt, mal von den alltäglichen Ärgernissen (der fehlende W 50 für die Sandfuhre) abgesehen.
Die war immerhin nicht existenzgefährdend.


In Mocambique war es so, die Fischereiflotte hat im Auftrag der Regierung vor Mocambique Garnelen gefischt und diese auf hoher See gleich an die Südafrikaner verscherbelt. 20 % sind dann noch nach M. gekommen.
mfg Jan


Jan, anbei ein Literaturtipp zur Garnelenfischerei in Mocambique - eines der daran beteiligten Schiffe war der Frosttrawler "Kattegat", der auf der Elbewerft in Boizenburg gebaut wurde.



Vierkrug


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#616

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 22:45
von Pitti53 | 8.790 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #614
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #609

Die DDR hatte ein Devisenproblem, weil die Deutschen so gerne Kaffee trinken und Südfrüchte essen. Die typischen DDR "Entwicklungsländer" Angola, Vietnam und Costa Rica sind prädestiniert für diese Landesprodukte. Dank der Entwicklungshilfe der DDR ist Vietnam mittlerweile zweitgrösster Kaffeeproduzent.



Vietnam ein typisches Kaffeland zu DDR -Zeiten? Tho das war eine Punktlandung

Dank Subventionen und dem Einsatz von Erntemaschinen kann Vietnam deutlich billiger exportieren als die traditionellen Kaffeeländer. Die DDR brachte das Land einst auf die Idee - heute will die Bundesrepublik den Preisverfall stoppen

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2004/03/22/a0154

Als man in Vietnam das erste Mal ernten konnt, gab es die DDR nicht mehr.

LG von der grenzgaengerin






Aber sie haben es geschafft...letzte DDR Rache eben. Vietnam wirbelt den Kaffeemarkt durcheinander dank DDR Hilfe


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#617

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 23:01
von elster427 | 789 Beiträge

Diese Schiffe haben vor Mocambique Devisen erwirtschaftet und sollten
uns im Notfall ausschiffen.


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#618

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 23:12
von Rostocker | 7.728 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #616
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #614
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #609

Die DDR hatte ein Devisenproblem, weil die Deutschen so gerne Kaffee trinken und Südfrüchte essen. Die typischen DDR "Entwicklungsländer" Angola, Vietnam und Costa Rica sind prädestiniert für diese Landesprodukte. Dank der Entwicklungshilfe der DDR ist Vietnam mittlerweile zweitgrösster Kaffeeproduzent.



Vietnam ein typisches Kaffeland zu DDR -Zeiten? Tho das war eine Punktlandung

Dank Subventionen und dem Einsatz von Erntemaschinen kann Vietnam deutlich billiger exportieren als die traditionellen Kaffeeländer. Die DDR brachte das Land einst auf die Idee - heute will die Bundesrepublik den Preisverfall stoppen

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2004/03/22/a0154

Als man in Vietnam das erste Mal ernten konnt, gab es die DDR nicht mehr.

LG von der grenzgaengerin






Aber sie haben es geschafft...letzte DDR Rache eben. Vietnam wirbelt den Kaffeemarkt durcheinander dank DDR Hilfe


Also ich hätte nun geschrieben---- Die sozialistische Republik Vietnam wirbelt den Kaffeemarkt durcheinander dank DDR Hilfe und dessen ehm.Reisekadern. Macht irgendwie mehr hin.


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#619

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 23:34
von der glatte | 1.356 Beiträge

Da fällt mir ein Witz ein.

Genosse Ulbricht besucht den neuen Überseehafen in Rostock. Er geht am Kai entlang und ruft zu einem Matrosen.

"Genosse Matrose, wo fahrt ihr hin?" Die Antwort ist. "Nach Angola Genosse Ulbricht."

"Was bingt Ihr hin?", fragt Ulbricht. Die Antwort lautet, "Maschinen und Traktoren"

"Und mit was kommt ihr zurück?", fragt Ulbricht. "Mit Südfrüchten Genosse Ulbricht!" Ulbricht ist zufrieden, geht zum nächsten Schiff und fragt erneut.

"Genosse Matrose, wo fahrt ihr hin?" Die Antwort ist. "Nach Kuba Genosse Ulbricht."

"Was bingt Ihr hin?", fragt Ulbricht. Die Antwort lautet, "Maschinen und Traktoren"

"Und mit was kommt ihr zurück?", fragt Ulbricht. "Mit Orangen und Limetten Genosse Ulbricht!" Ulbricht ist zufrieden und geht zum dritten Schiff.

Wieder fragt er. "Genosse Matrose, wo fahrt ihr hin?" Die Antwort ist. "In die Sowjetunion Genosse Ulbricht."

"Was bingt Ihr hin?", fragt Ulbricht. Die Antwort lautet, "Maschinen und Traktoren"

"Und mit was kommt ihr zurück?", fragt Ulbricht. "Mit dem Zug Genosse Ulbricht!"

War eben Spass.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#620

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 07.11.2013 02:05
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #619
Da fällt mir ein Witz ein.

Genosse Ulbricht besucht den neuen Überseehafen in Rostock. Er geht am Kai entlang und ruft zu einem Matrosen.

"Genosse Matrose, wo fahrt ihr hin?" Die Antwort ist. "Nach Angola Genosse Ulbricht."
...

Gruß Reiner



Wie in vielen politiischen Witzen steckt auch in diesem ein wahrer Kern.
Der Handel zw. DDR und SU fand nicht unbedingt auf Augenhöhe statt.

Wolfgang



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