#521

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:18
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #489

Zitat
Durchaus unter bestimmten Umständen möglich.
Andersrum waren auch viele Ehepaare(auch mit Kindern) im NSW-Einsatz unterwegs.


Die Guillaumes zum Beispiel.



Na warum bist Du denn dann kein Spion geworden ? Die hatten´s doch wirklich gut.



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#522

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:19
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Habt ihr es nicht richtig lesen können?




Das war der Grund, warum nicht alle reisen durften.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#523

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:21
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #500

Da es sich hierbei um „zuverlässige“ Bürger der DDR handelte, waren viele gehalten, dem MfS Pflichtberichte abzuliefern. Über die Qualität dieser Berichte gibt es verschiedene Auffassungen. Das Nichtverfassen eines Berichts trotz Aufforderung konnte den Entzug des Status als Reisekader zur Folge haben. Generell war das Verfassen von Berichten aber keine Pflicht für alle Reisekader, da beispielsweise auch Kinder und Jugendliche in diese Kategorie fallen konnten.

Jens Niederhut: Die Reisekader: Auswahl und Disziplinierung einer privilegierten Minderheit in der DDR. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2005, ISBN 3-374-02339-8.


Ob die mir bekannten Reisekader zuverlässig waren, kann ich nicht beurteilen. Eins waren sie in meiner Erinnerung ganz bestimmt - engagiert im Sinne von starkem persönlichen Interesse an ihrem Beruf und ihren Aufgaben im beruflichen Umfeld. Die Gründe konnten dafür vielfälltig sein. Persönlicher Ehrgeiz, Suche nach Herausforderungen, Einsicht in die Notwendigkeit, Stolz wegen seiner Leistungen auserwählt zu sein gepaart mit Abenteurlust, Flexibilität und Offenheit für alles Neue. Alles verabscheuungswürdige Eigenschaften? Ich denke nicht. Und da hat dann der eine oder andere auch die Klappe gehalten, ist gereist, hat Reiseberichte geschrieben und Reisekosten abgerechnet. Auch in dem Bewußtsein, dass er priveligiert war. Sollen er oder sie sich jetzt dafür schämen?

Nee, lieber erzählen wie es war.

LG von der grengaengerin


Jobnomade, elster427, Krepp und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.11.2013 20:23 | nach oben springen

#524

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:22
von Lutze | 8.032 Beiträge

gab es auch Reisekader aus der Bundesrepublik in der DDR?,
zum Beispiel,es wurden Werkzeuge oder Maschinen von dort
geordert,diese Maschinen mußten doch eingewiesen werden
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#525

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:24
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Jetzt wird es mir langsam zu dumm hier drin.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


Krepp, seaman, 94 und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#526

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:26
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #524
gab es auch Reisekader aus der Bundesrepublik in der DDR?,
zum Beispiel,es wurden Werkzeuge oder Maschinen von dort
geordert,diese Maschinen mußten doch eingewiesen werden
Lutze



Lutze,

ist hier nicht das Thema.
Aber kurz, ja, dies gab es auch.


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#527

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:34
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Ex-Huf im Beitrag #515
Was sollen denn nun hier die Argumente mit den sich selbst erledigenden Begründungen von heute bzw. aus heutiger Sicht?

Liebe violette Genossen und den ihnen insgeheim noch heute verdeckt nahestehenden Feiglingen:

Ein Bürger der DDR, der zwischen dem 13.08.1961 und dem 09.11. 1989 nicht Rentner war, und der das besagte Land legal verlassen wollte, benötigte dazu eine Genehmigung staatlicherseits, oder?
Diese Genehmigungen erhielt er entweder bei politisch durch den Westen erzwungener Gutwetterlage in "dringenden Familienangelegenheiten" bei Zustimmung des MdI (eigentlich dem MfS), oder die Genehmigung wurde durch "die Organe" der DDR für Dienstreisen in jedwedem Sinn erteilt, was eine Überprüfung durch das MfS einschloß, oder?

Das heißt, liebe Genossen, es durften jene Herrschaften reisen, die seitens des Systems DDR genehm waren, oder?

Wer hier etwas anderes behauptet, lügt in diesem Stasi-durchsetzten Forum.
Basta!

Klaus


RUMS ! Jetzt hast Du´s aber den Ewiggestrigen und DDR-Nostalgikern und Ex-Stasileuten hier gegeben ! Die sind jetzt bestimmt ganz doll beeindruckt



zuletzt bearbeitet 05.11.2013 20:34 | nach oben springen

#528

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:37
von Gelöschtes Mitglied
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Ich hatte u.a. in Mocambique mit Fachkräften aus Schweden und Südafrikas Kontakt und auch mit ihnen zusammen gearbeitet.
Beim Erdgasleitungsbau in der SU waren u.a. auch westdeutsche Monteure und Spezialisten am Bau der Verdichterstationen beteiligt - u.a. von Linde.
Auch mit Ihnen hatten wir Kontakt, denn es mußten ja die Bau- und Inbetriebnahmepläne u.a. Dinge mit ihnen abgestimmt werden.
In Montreal bei der Weltgaskonferenz hat man auch mit Vertretern der Ruhrgas u.a. westdeutschen Konzernen sich fachlich ausgetauscht.

Noch einmal Retour zu den Reisekaderbestätigungen. @Alfred, Du hast natürlich Recht, bei den Sicherheitsüberprüfungen waren die jeweiligen HA und DE zuständig, in deren Aufgabengebiet der Betroffene fiel.

Ein Umstand, der hier überhaupt noch nicht erwähnt wurde ist u.a. der, dass die Kombinate, Betriebe, wissenschaftlichen Einrichtungen etc. eine Reisekadernomenklatur hatten, in der alle Reisekader erfasst waren. Diese Nomenklatur wurde periodisch aktualisiert und spezifisiert. In dieser Nomenklatur wurden Personen als Reisekader geführt und bestätigt, die jedoch nicht immer zum Einsatz kamen. D.h., man war als Reisekader bestätigt, kam aber trotzdem nicht zum Einsatz. Der Bedarf richtete sich nach den Erfordernissen und dabei wurde von der Fach-und Sachkompetenz her in der Breite auch mit Reservekadern gearbeitet.

Vierkrug


Uleu, prignitzer und Jobnomade haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#529

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:37
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #519
Also das hat jetzt was ... Stasi-durchsetzten Forum.

Ansonsten ist mir sogar ein NSW-Reisekader (Wissenschaftler) bekannt, dem eine private Reise in die BRD (runder Geburtstag oder sowas, also keine Krankheit oder Beerdigung) nicht genehmigt wurde. Eine Woche später war er aber wieder zu einem Symposium in Genf


Solche ähnlichen schizophrenen Entscheidungen hatte mein Vater auch schon erlebt.



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#530

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:41
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #528
Ich hatte u.a. in Mocambique mit Fachkräften aus Schweden und Südafrikas Kontakt und auch mit ihnen zusammen gearbeitet.
Beim Erdgasleitungsbau in der SU waren u.a. auch westdeutsche Monteure und Spezialisten am Bau der Verdichterstationen beteiligt - u.a. von Linde.
Auch mit Ihnen hatten wir Kontakt, denn es mußten ja die Bau- und Inbetriebnahmepläne u.a. Dinge mit ihnen abgestimmt werden.
In Montreal bei der Weltgaskonferenz hat man auch mit Vertretern der Ruhrgas u.a. westdeutschen Konzernen sich fachlich ausgetauscht.

Noch einmal Retour zu den Reisekaderbestätigungen. @Alfred, Du hast natürlich Recht, bei den Sicherheitsüberprüfungen waren die jeweiligen HA und DE zuständig, in deren Aufgabengebiet der Betroffene fiel.

Ein Umstand, der hier überhaupt noch nicht erwähnt wurde ist u.a. der, dass die Kombinate, Betriebe, wissenschaftlichen Einrichtungen etc. eine Reisekadernomenklatur hatten, in der alle Reisekader erfasst waren. Diese Nomenklatur wurde periodisch aktualisiert und spezifisiert. In dieser Nomenklatur wurden Personen als Reisekader geführt und bestätigt, die jedoch nicht immer zum Einsatz kamen. D.h., man war als Reisekader bestätigt, kam aber trotzdem nicht zum Einsatz. Der Bedarf richtete sich nach den Erfordernissen und dabei wurde von der Fach-und Sachkompetenz her in der Breite auch mit Reservekadern gearbeitet.

Vierkrug


Und diese Reisekadernomenklatur wurde regelmäßig u.a. in Sitzungen der Sekretariate der KL beraten und beschlossen.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#531

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #530
Zitat von Vierkrug im Beitrag #528
Ich hatte u.a. in Mocambique mit Fachkräften aus Schweden und Südafrikas Kontakt und auch mit ihnen zusammen gearbeitet.
Beim Erdgasleitungsbau in der SU waren u.a. auch westdeutsche Monteure und Spezialisten am Bau der Verdichterstationen beteiligt - u.a. von Linde.
Auch mit Ihnen hatten wir Kontakt, denn es mußten ja die Bau- und Inbetriebnahmepläne u.a. Dinge mit ihnen abgestimmt werden.
In Montreal bei der Weltgaskonferenz hat man auch mit Vertretern der Ruhrgas u.a. westdeutschen Konzernen sich fachlich ausgetauscht.

Noch einmal Retour zu den Reisekaderbestätigungen. @Alfred, Du hast natürlich Recht, bei den Sicherheitsüberprüfungen waren die jeweiligen HA und DE zuständig, in deren Aufgabengebiet der Betroffene fiel.

Ein Umstand, der hier überhaupt noch nicht erwähnt wurde ist u.a. der, dass die Kombinate, Betriebe, wissenschaftlichen Einrichtungen etc. eine Reisekadernomenklatur hatten, in der alle Reisekader erfasst waren. Diese Nomenklatur wurde periodisch aktualisiert und spezifisiert. In dieser Nomenklatur wurden Personen als Reisekader geführt und bestätigt, die jedoch nicht immer zum Einsatz kamen. D.h., man war als Reisekader bestätigt, kam aber trotzdem nicht zum Einsatz. Der Bedarf richtete sich nach den Erfordernissen und dabei wurde von der Fach-und Sachkompetenz her in der Breite auch mit Reservekadern gearbeitet.

Vierkrug


Und diese Reisekadernomenklatur wurde regelmäßig u.a. in Sitzungen der Sekretariate der KL beraten und beschlossen.



Genau !!!


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#532

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:49
von Ex-Huf (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #527
Zitat von Ex-Huf im Beitrag #515
Was sollen denn nun hier die Argumente mit den sich selbst erledigenden Begründungen von heute bzw. aus heutiger Sicht?

Liebe violette Genossen und den ihnen insgeheim noch heute verdeckt nahestehenden Feiglingen:

Ein Bürger der DDR, der zwischen dem 13.08.1961 und dem 09.11. 1989 nicht Rentner war, und der das besagte Land legal verlassen wollte, benötigte dazu eine Genehmigung staatlicherseits, oder?
Diese Genehmigungen erhielt er entweder bei politisch durch den Westen erzwungener Gutwetterlage in "dringenden Familienangelegenheiten" bei Zustimmung des MdI (eigentlich dem MfS), oder die Genehmigung wurde durch "die Organe" der DDR für Dienstreisen in jedwedem Sinn erteilt, was eine Überprüfung durch das MfS einschloß, oder?

Das heißt, liebe Genossen, es durften jene Herrschaften reisen, die seitens des Systems DDR genehm waren, oder?

Wer hier etwas anderes behauptet, lügt in diesem Stasi-durchsetzten Forum.
Basta!

Klaus


RUMS ! Jetzt hast Du´s aber den Ewiggestrigen und DDR-Nostalgikern und Ex-Stasileuten hier gegeben ! Die sind jetzt bestimmt ganz doll beeindruckt



Kannste noch so schäumend argumentieren, mein Geschriebenes stimmt doch, oder?
Dass Ihr so armselig noch heute reagiert, spricht Bände!

Glücklicherweise ist die Welt heute für uns alle offen, nur dass wir Eure Rente erarbeiten müssen bleibt dabei ein unangenhmer Nachgeschmack, das meine ich nur bedingt persönlich...

VG Klaus


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#533

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:51
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #529
Zitat von 94 im Beitrag #519
Also das hat jetzt was ... Stasi-durchsetzten Forum.

Ansonsten ist mir sogar ein NSW-Reisekader (Wissenschaftler) bekannt, dem eine private Reise in die BRD (runder Geburtstag oder sowas, also keine Krankheit oder Beerdigung) nicht genehmigt wurde. Eine Woche später war er aber wieder zu einem Symposium in Genf


Solche ähnlichen schizophrenen Entscheidungen hatte mein Vater auch schon erlebt.



Etwas OT

Die Kinder meiner Großeltern waren alle Reisekader und sind auch gereist. Zur goldenen Hochzeit meiner Großeltern durfte ihre Tochter, die 1956 die DDR Richtung Bundesrepublik verlassen hat, nicht in die DDR einreisen. 4 Monate später zur Beerdigung meiner Großmutter durfte meine Tante kommen und die Familie war das einzigste Mal vereint - ohne meine Großmutter..

Das hat mir damals für meine Großmutter sehr weh getan. Und ist ein Puzzle für mein damals beginnendes Andersdenken über die DDR.

LG von grenzgaengerin


Diskus303 und Jobnomade haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#534

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:55
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#535

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:56
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #533
Zitat von DoreHolm im Beitrag #529
Zitat von 94 im Beitrag #519
Also das hat jetzt was ... Stasi-durchsetzten Forum.

Ansonsten ist mir sogar ein NSW-Reisekader (Wissenschaftler) bekannt, dem eine private Reise in die BRD (runder Geburtstag oder sowas, also keine Krankheit oder Beerdigung) nicht genehmigt wurde. Eine Woche später war er aber wieder zu einem Symposium in Genf


Solche ähnlichen schizophrenen Entscheidungen hatte mein Vater auch schon erlebt.



Etwas OT

Die Kinder meiner Großeltern waren alle Reisekader und sind auch gereist. Zur goldenen Hochzeit meiner Großeltern durfte ihre Tochter, die 1956 die DDR Richtung Bundesrepublik verlassen hat, nicht in die DDR einreisen. 4 Monate später zur Beerdigung meiner Großmutter durfte meine Tante kommen und die Familie war das einzigste Mal vereint - ohne meine Großmutter..

Das hat mir damals für meine Großmutter sehr weh getan. Und ist ein Puzzle für mein damals beginnendes Andersdenken über die DDR.

LG von grenzgaengerin




@grenzgaengerin

In welchen Jahr soll das denn gewesen sein ?

passport


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#536

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:58
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Ex-Huf im Beitrag #532
Zitat von DoreHolm im Beitrag #527
Zitat von Ex-Huf im Beitrag #515
Was sollen denn nun hier die Argumente mit den sich selbst erledigenden Begründungen von heute bzw. aus heutiger Sicht?

Liebe violette Genossen und den ihnen insgeheim noch heute verdeckt nahestehenden Feiglingen:

Ein Bürger der DDR, der zwischen dem 13.08.1961 und dem 09.11. 1989 nicht Rentner war, und der das besagte Land legal verlassen wollte, benötigte dazu eine Genehmigung staatlicherseits, oder?
Diese Genehmigungen erhielt er entweder bei politisch durch den Westen erzwungener Gutwetterlage in "dringenden Familienangelegenheiten" bei Zustimmung des MdI (eigentlich dem MfS), oder die Genehmigung wurde durch "die Organe" der DDR für Dienstreisen in jedwedem Sinn erteilt, was eine Überprüfung durch das MfS einschloß, oder?

Das heißt, liebe Genossen, es durften jene Herrschaften reisen, die seitens des Systems DDR genehm waren, oder?

Wer hier etwas anderes behauptet, lügt in diesem Stasi-durchsetzten Forum.
Basta!

Klaus


RUMS ! Jetzt hast Du´s aber den Ewiggestrigen und DDR-Nostalgikern und Ex-Stasileuten hier gegeben ! Die sind jetzt bestimmt ganz doll beeindruckt



Kannste noch so schäumend argumentieren, mein Geschriebenes stimmt doch, oder?
Dass Ihr so armselig noch heute reagiert, spricht Bände!


Glücklicherweise ist die Welt heute für uns alle offen, nur dass wir Eure Rente erarbeiten müssen bleibt dabei ein unangenhmer Nachgeschmack, das meine ich nur bedingt persönlich...

VG Klaus



Grün: Na klar stimmt Dein Geschriebenes, hundert-pro ! Schäumen tut nur das frisch eingegossene Bierchen in meinem Glas. Hättest Du es denn gern, daß ich schäume ? Ich war etwas belustigt, mehr nicht.

Ach so, und was die Rente betrifft, die Du angeblich auch für mich erarbeitest: Wieviel Kinder hast Du großgezogen, die heute in die Sozialkasse einzahlen ? Bei mir sind´s drei. Die erarbeiten meine Rente, nicht Du.



zuletzt bearbeitet 05.11.2013 21:01 | nach oben springen

#537

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 20:59
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Mit Versprechungen, ihnen im Falle der Wiedervereinigung oder bei unumgänglicher
»Republikflucht« leitende Funktionen in Konzernen übertragen
zu wollen, wurden namentlich Reisekader umworben. Zu diesen Kontaktaufnahmen,
zur Anbahnung vertrauensvoller Beziehungen wurden vor allem
Personen genutzt, die ungesetzlich die DDR verlassen hatten, vordem in
deren Volkswirtschaft tätig waren oder aufgrund ihrer früheren beruflichen
Tätigkeit in Beziehung zu den ins Visier genommenen Personen standen.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#538

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 21:03
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Im Jahre 1965 wurde H. mit nachrichtendienstlichen Hilfsmitteln ausgerüstet.
Seit 1960 charakterisierte er etwa 100 Reisekader der DDR. Darunter befand
sich eine Person, die über ein Westkonto verfügte. Diesen Reisekader versuchte
der USA-Geheimdienst während einer Dienstreise in Paris anzuwerben.
Neben Einzelheiten über die Tätigkeit von Handelsvertretern der DDR im
kapitalistischen Ausland informierte H. auch über deren geschäftliche und persönliche
Beziehungen zu 30 westlichen Gesprächspartnern. Im Jahre 1962
verriet er seinen Auftraggebern eine Westberliner Firma, die Embargogüter
an die DDR verkaufte.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#539

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 21:04
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

In Kenntnis der subversiven Pläne, Absichten und Handlungen gegnerischer
Kräfte gegen die DDR gewann der Schutz von Auslands- und Reisekadern
der DDR außerordentliche Bedeutung. Auf der 4. Plenartagung des ZK der
SED im Dezember 1963 wurde über den verstärkten Einsatz von Kräften
des Außenhandels und der Industrie im nichtsozialistischen Ausland informiert.
Darauf hatte sich das MfS in der politisch-operativen Arbeit – und
hier ganz speziell die Linie XVIII und XIX – einzustellen.
Der Beschluß des Ministerrates der DDR Nr. 39/16a/65 über Reisen von
Bürgern der DDR in das nichtsozialistische Ausland vom 8. April 1965
und die darauf basierenden Weisungen staatlicher Organe bildeten die
Grundlage für die Dienstanweisung Nr. 7/65 vom 1. August 1965 des Ministers
für Staatssicherheit mit der Bezeichnung »Politisch-operative Arbeit
auf dem Gebiet des Reiseverkehrs zur Aufnahme bzw. Unterhaltung von
Wirtschaftsbeziehungen zwischen der DDR und dem nichtsozialistischen
Ausland«.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#540

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 21:05
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

[quote=4.Zug 4.Kompanie GAR-40|p302828]Mit Versprechungen, ihnen im Falle der Wiedervereinigung oder bei unumgänglicher
»Republikflucht« leitende Funktionen in Konzernen übertragen
zu wollen, wurden namentlich Reisekader umworben. Zu diesen Kontaktaufnahmen,
zur Anbahnung vertrauensvoller Beziehungen wurden vor allem
Personen genutzt, die ungesetzlich die DDR verlassen hatten, vordem in
deren Volkswirtschaft tätig waren oder aufgrund ihrer früheren beruflichen
Tätigkeit in Beziehung zu den ins Visier genommenen Personen standen.[
/quote]

Genau ! Ließ ich auch in #461 schon anklingen: "daß sie wiederkommen " So einen "Kandidaten, der dem Angebot erlegen war, hatte mein Vater auch in seinem Wirtschaftsbereich.



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