#141

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 16:59
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #130
Die Intershops hatten ja nicht nur Verkäuferinnen. Und beliefert wurden sie bestimmt nicht aus den Lagern der WtB (Waren des täglichen Bedarfs).

Hat jemand einmal solche Warenlieferungen beobachtet? Oder waren das aus Sicherheitsgründen ganz geheime Nacht- und Nebelaktionen?

LG von der grenzgaengerin



Ich habe das mal in Erfurt am Busbahnhof im Shop vom Erfurter Hof vor dem damals die Leute standen und gebrüllt haben "Willi Brandt ans Fenster" gesehen. Am hellerlichten Tag fand da die Anlieferung statt. Allerdings war das Förderband mit dem die Kartons in das Gebäude transportiert wurden sorgfältig vergittert.
Gegenüber war noch einer im Bahnhof, da hat vor mir ein Russe in Uniform ein Bündel Rubel auf die Ladentheke gelegt und die Reaktion der Verkäuferinnen abgewartet. Die beiden haben geguckt als hätte der Rotarmist gerade auf den Tisch geschissen.


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#142

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 17:40
von West_Tourist (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel im Beitrag #74
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #14
Bei vergleichbaren Fernseh-, Radio- und ähnlichen Unterhaltungsgeräten war der Preisunterschied zwischen West und Ost etwa 1:10. Da die DDR Geräte technisch etwa ein Jahr im Rückstand waren, könnte man den Unterschied etwa als 1:20 bewerten. Es wäre durchaus interessant gewesen, billige japanische Geräte in die DDR zu schmuggeln und den Erlös 1:5 wieder in DM zu tauschen. Um solche Umrubel-Transaktionen via Intershop abzuwickeln, brauchte man vermutlich Devisenausländer als Komplizen, die direkt mit Devisen zahlen konnten. Hätte man Tausende von DM Mark bei der Bank gegen Forumschecks getauscht, wäre man sicher aufgefallen..
Theo


Ein DDR Buerger tauschte nicht tausende von Devisen auf irgendeiner Bank Theo.....
Damals gabs den Stress zwischen Pal und Secam wenn ich mich recht erinnere....also fuer den vermeindlichen Verbraucher...Endanwender
Eine endlose Diskussion und der verbraucher war voellig irre.

In der DDR wurde wie 94 schon erwaehnte,Knopfzellen getauscht,die einfachsten Taschenfeuerzeuge wieder aufgefuellt,Digitaluhren wieder gangar gemacht,Autordios verscherbelt etc.....alles gegen DDR Geld,natuerlich....Kurs?je nach Bedarf
Selbst Aufnaeher von irgendwelchen T shirts""Frut of the Loom"wurden an Ost Klamotten genaeht.....

Wenns eine Scheinwelt ab Samstag Abend 20 Uhr gab,dann lag die imOsten,jede Wette...

Gruss BO





Damals hatten hier die meisten Fernseher und Videorecorder , einen Pal-Secam Schalter. Manche auch zusaetzlich NTSC Schalter. Viele wussten gar net was Secam und NTSC ist. Mussten sie auch nicht, da PAL hier die FernsehNorm war.


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#143

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 18:00
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von icke46 im Beitrag #6
Ich muss mal blöd fragen:

Gabs tatsächlich Schallplatten im Intershop? Mir sind die zumindest nie aufgefallen, wobei meine Intershop-Erfahrungen sich auch nur auf den Bahnhof Friedrichstraße und die Läden bei den Autobahn-Raststätten beschränken.

Was mir bekannt ist, sind allgemein Elektronikartikel. habe in den 70ern auf Friedrichstraße mal ein Blitzgerät für meine Spiegelreflex gekauft - das Teil funzt immer noch, wenns auch von TTL und wie der Kram so heisst, keine Ahnung hat. Es blitzt einfach nur.

Gruss

icke




Ja die gab es. War aber fast nur Rotz was da angeboten wurde. James Last, Roger Wittacker oder wie der heißt.


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#144

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 18:06
von Hans | 2.166 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #130
Die Intershops hatten ja nicht nur Verkäuferinnen. Und beliefert wurden sie bestimmt nicht aus den Lagern der WtB (Waren des täglichen Bedarfs).

Hat jemand einmal solche Warenlieferungen beobachtet? Oder waren das aus Sicherheitsgründen ganz geheime Nacht- und Nebelaktionen?

LG von der grenzgaengerin

Hi,....
Mal-? jeden Tag (außer So.) , an dem ich im Dienst war , so zwischen 3 und 5 LKW ,unterschiedlicher Größe - Die Shops in Fri waren ja mehrere und einige davon recht groß.
Und wie ? ( Ich will Dich nicht versch.......)-eben wie ein Lagerist einen LKW abläd. teils mit nem Stapler, teils von Hand und mit E-Karre.Das ganze vor dem Zwischenlager am Bahnhof-Am Reichstag-Ufer- unter der Brücke zur Albrechtstraße. Und-da es" anklang"-nicht von Dir- ohne Gitter, Bewachung und ähnliches .So hoch war die Kriminalitätsrate nun auch wider nicht.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#145

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 18:13
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hans, das glaube ich Dir gerne, denn der Bahnhof Friedrichstraße hatte "1.000" Augen.

Ich frage mich nur, aus welcher Quelle wiki diese Aussage hat

Auch der Warentransport war gut gesichert. Trotzdem kam es aber zu zahlreichen Diebstählen und einigen teilweise bewaffneten Überfällen auf Intershop-Filialen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Intershop_%28Handel%29

LG von der grenzgaengerin


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#146

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 18:17
von Hans | 2.166 Beiträge

Danke für den Widerspruch aber.....
Schau mal wo der Entladeort war---Da war nichts mit 1000 Augen, (es waren übrigens 476 !) und an der Stelle hingen garantiert Keine. (Auf Wunsch "Komplettaufstellung" - im Thema Geisterbahnhöfe)
73 Hans
Edit : mit ner kleinen Nachfrage : Bewaffneter Raubüberfall ???????? lt. Wiki H.
Noch ein Edit : Falsche Zahl der Augen : richtig 174 ! sorry H


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zuletzt bearbeitet 28.10.2013 19:02 | nach oben springen

#147

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 18:39
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hans im Beitrag #146
Danke für den Widerspruch aber.....
Schau mal wo der Entladeort war---Da war nichts mit 1000 Augen, (es waren übrigens 476 !) und an der Stelle hingen garantiert Keine. (Auf Wunsch "Komplettaufstellung" - im Thema Geisterbahnhöfe)
73 Hans
Edit : mit ner kleinen Nachfrage : Bewaffneter Raubüberfall ???????? lt. Wiki H.


Oh Hans, das war bildlich gesprochen mit den 1.000 Augen, daher auch die Anführungsstrichel. Ich glaube am Bahnhof Friedrichstraße wäre wirklich keiner auf so eine Idee gekommen.

Und über wki muss ich Dich doch nicht aufklären. Gerade bei solchen Themen werden über wiki gerne Aussagen transportiert, die nicht belegbar, aber meinugsbildend sind.

Ob das beim Thema Intershop auch so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Daher das Zitat aus wiki und meine Nachfrage. Wen kann ich sonst fragen, wenn nicht die hier versammelte Kompetenz.

LG von der grenzgaengerin


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#148

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 19:00
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Hab ich doch genauso gemeint mit Wiki! Und in Meiner Rage auch noch viel zu viele "Augen " angegeben. Richtig ist natürlich eine viel Kleinere Zahl. (174 ! ) Und -für Bewachung und so..(.es stand ja kein Posten im Shop-) war tatsächlich die örtlich zuständige Pol.-Dienststelle zuständig. In unserem Fall also TPR Fri. weil: Mitropa. Ausführliche Beschreibung dazu -wenn auch nicht gerade supergenau, in dem Buch "Bahnhof der Tränen" -es gibt ja Büchereien.
73 Hans


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#149

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 21:37
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #130
Die Intershops hatten ja nicht nur Verkäuferinnen. Und beliefert wurden sie bestimmt nicht aus den Lagern der WtB (Waren des täglichen Bedarfs).

Hat jemand einmal solche Warenlieferungen beobachtet? Oder waren das aus Sicherheitsgründen ganz geheime Nacht- und Nebelaktionen?

LG von der grenzgaengerin


Intershops sind ausschließlich von West Berlin aus beliefert wurden. Man könnte auch sagen von einem ZL der "Penny". Die Ware wurde in so genannte Rollies kommissioniert. Diese haben eine Tragkraft von ca. 500 Kilo.Bis Mitte der achtziger Jahre wurde mit Solofahrzeugen beliefert. Danach setzte sich der "Citysattel"mit einer Kapazität von 43 Rollies durch.
Das waren nie Nacht und Nebelaktionen, sie sind während der Öffnungszeiten beliefert worden.Diese kleinen Läden hatten kein "Lager".


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#150

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 21:53
von Harzwanderer | 2.943 Beiträge

Wie schon an anderer Stelle beschrieben, gab es viel "Lizenzware" (made in DDR aber scheinbare Westmarke, sogenannte "Gestattungsproduktion") in den Intershops. Zigaretten, Schnaps etc.
DAS soll aus dem Westen in den Osten geliefert worden sein? Klingt unwahrscheinlich.


zuletzt bearbeitet 28.10.2013 21:56 | nach oben springen

#151

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 21:56
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #141
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #130
Die Intershops hatten ja nicht nur Verkäuferinnen. Und beliefert wurden sie bestimmt nicht aus den Lagern der WtB (Waren des täglichen Bedarfs).

Hat jemand einmal solche Warenlieferungen beobachtet? Oder waren das aus Sicherheitsgründen ganz geheime Nacht- und Nebelaktionen?

LG von der grenzgaengerin



Ich habe das mal in Erfurt am Busbahnhof im Shop vom Erfurter Hof vor dem damals die Leute standen und gebrüllt haben "Willi Brandt ans Fenster" gesehen. Am hellerlichten Tag fand da die Anlieferung statt. Allerdings war das Förderband mit dem die Kartons in das Gebäude transportiert wurden sorgfältig vergittert.
Gegenüber war noch einer im Bahnhof, da hat vor mir ein Russe in Uniform ein Bündel Rubel auf die Ladentheke gelegt und die Reaktion der Verkäuferinnen abgewartet. Die beiden haben geguckt als hätte der Rotarmist gerade auf den Tisch geschissen.




mönsch schnattchen, in dem ( Intershop im Hof ) war ich stets einkaufen wenn ich in Erfurt war. Habe immerhin 3 Schwestern in der Zone zurückgelassen und die hatten ab und zu mal Wünsche


.
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#152

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 21:56
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #150
Wie schon an anderer Stelle beschrieben, gab es viel "Lizenzware" (made in DDR aber Westmarke) in den Intershops. Zigaretten, Schnaps etc.
DAS soll aus dem Westen in den Osten geliefert worden sein? Klingt unwahrscheinlich.

vergiss bitte das" ausschließlich",dann gab es eben noch andere Lieferanten! So wie du schreibst für die besondere Ware


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#153

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 21:57
von Harzwanderer | 2.943 Beiträge

Und was war mit "Penny"?


zuletzt bearbeitet 28.10.2013 21:58 | nach oben springen

#154

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 21:58
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #153
Und was war mit "Penny"?

wie war war


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#155

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 21:59
von Harzwanderer | 2.943 Beiträge

Das macht mein blödes Rechtschreibprogramm. Anschließend muss ich dann korrigieren.


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#156

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 22:00
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #154
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #153
Und was war mit "Penny"?

wie war war

dann war es eben nicht ein besagtes"Penny", sondern ein Fahrzeug der Meyer-Logistik


zuletzt bearbeitet 28.10.2013 22:03 | nach oben springen

#157

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 22:14
von icke46 | 2.593 Beiträge

Die Frage der Logistik ist in dem Zusammenhang tatsächlich interessant:

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es im Westen ein Kommisionierungslager für die Intershops gegeben hat - denn alles andere macht bei einer Belieferung der Shops keinen Sinn.

Man müsste sich das ja sinngemäss so vorstellen: Die Shops im Bhf. Friedrichstraße machen eine Liste - soumdsoviel Stangen HB, Lord etc. soundsoviel Flakons Chanel, soundsoviel Hennessy, Jim Beam etc. - und das soll alles entsprechend im Westen zusammengestellt worden und direkt geliefert worden sein - ich weiss nicht.

Gruss

icke



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#158

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 22:17
von Moskwitschka (gelöscht)
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Und welche Rolle haben die Großhandesniederlassungen der forum HGmbH in Berlin - Mitte, Drewitz, Rostock und Gera gespielt?

LG von der grenzgaengerin


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#159

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 22:23
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #157
Die Frage der Logistik ist in dem Zusammenhang tatsächlich interessant:

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es im Westen ein Kommisionierungslager für die Intershops gegeben hat - denn alles andere macht bei einer Belieferung der Shops keinen Sinn.

Man müsste sich das ja sinngemäss so vorstellen: Die Shops im Bhf. Friedrichstraße machen eine Liste - soumdsoviel Stangen HB, Lord etc. soundsoviel Flakons Chanel, soundsoviel Hennessy, Jim Beam etc. - und das soll alles entsprechend im Westen zusammengestellt worden und direkt geliefert worden sein - ich weiss nicht.

Gruss

icke


Recht hast du mit deiner Aussage! Wenn du nur jetzt sagen kannst wo ein Zentrallager von" Marktkauf"ist, schenke ich dir all meine Punkte hier im Forum
Es gibt nämlich keins, es wird beliefert von.........?.


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#160

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 22:28
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #158
Und welche Rolle haben die Großhandesniederlassungen der forum HGmbH in Berlin - Mitte, Drewitz, Rostock und Gera gespielt?

Na dachtest Du die ganze Gestattungsproduktion wurde zum Verteilen erst in die selbstständige politische Einheit gekarrt oder was hast'n an der Begrifflichkeit 'Inlandsexport' itzo nicht begriffen?
*tschuldschung* für den rauhen Ton, liegt irgenwie gerad im Trend *freundlich_angrins*


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