#81

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 02:50
von West_Tourist (gelöscht)
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Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.


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#82

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 04:02
von Major Tom | 846 Beiträge

Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.


Na dann erzaehle mal was alles so notwendig ist? Kann mich noch an einen Besuch aus Stuttgart erinnern: Wir schlenderten durch die Babelsberger City an einem Geschaeft vorbei wo gross geschrieben stand: ''Gesund ernaehren mit Vitamine'' In der Auslage sah man ein paar Kisten mit Aepfeln, ein paar Mohrrueben, paar Salatkoeppe und ein paar Zwiebeln. Unser Besuch kam sich wohl vor wie bei Versteckte Kamera und waren etwas sprachlos. Alles notwendige war wohl vorhanden...


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#83

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 05:32
von furry | 3.562 Beiträge

Bei meiner letzten Reise nach Vietnam 1988 bekamen wir unser Tagegeld in Dollar ausgezahlt. Die Jahre zuvor war es die Landeswährung Dong.
Da nebenbei noch ein paar Tauschgeschäfte getätigt wurden, hatte ich am Ende der Reise 325 Dollar. Diese sollten zwar bei der Botschaft eingezahlt werden, um dann auf einem Genex-Konto zu landen. Diesen Wunsch konnte ich nicht erfüllen, das Geld trat mit mir die Heimreise an, wurde zum Kurs 1 : 1,82 in Forumschecks getauscht. Verplempern im Intershop wollte ich diese Summe aber nicht. Es wurde nochmal getauscht, diesmal 1 : 6. Aus dieser Summe wurde dann eine große Kühltruhe der Marke Foron, die bis 2012 treu ihren Dienst tat.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#84

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 07:53
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.


Rot : Stimmt,gestorben sind die nicht,und genug zu Essen hatten die auch.
Grün : Dich hätte ich dringend gebraucht bei meinem Hausbau

P.S. Naja,Entschuldigt,die Uhrzeit


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zuletzt bearbeitet 27.10.2013 07:59 | nach oben springen

#85

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 08:12
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.



Gut, wenn man die Ansprüche etwas runterschraubt, mag es stimmen. Meine Datsche habe ich auch ohne Beziehungen hochgezogen. Man mußte sich halt kümmern. Mein westdeutscher Tauschpartner, der mich im April 89 besuchte, fragte vorher, was ich brauche. Am dringendsten brauchte ich damals einen 9 mm-Widia-Bohrer. Bei uns gab es nur die Abstufungen in runden Zahlen, also 4, 6, 8 und 10 mm. Hat er dann mitgebracht. Aber ich will Dir mal die Story kurz erzählen. Mit meinem Tauschpartner (Minerale) war ich im Museum und an Mineralfundstellen. In dieser Zeit machte meine Frau mit seiner Frau einen Stadtbummel, weil sie wissen wollte, wie bei uns die Versorgung ist. Ihr Fazit: "Bei Euch gibt es ja eigentlich alles !". Später beichtete sie meiner Frau, daß sie froh ist, einiges im Auto gelassen zu haben. Da hatte sie Nudeln, Mehl, Reis u a. Grundnahrungsmittel drin, weil sie glaubte, sie bekäme hier nicht genug zu essen. Sie hätte sich blamiert bis auf die Knochen. Tja, Rheinld.-Pfalz, keine sonstigen Kontakte in die DDR und weit weg, da können sich schon mal etwas verschrobene Vorstellungen vom leben in der DDR herausbilden.



zuletzt bearbeitet 27.10.2013 08:12 | nach oben springen

#86

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 08:49
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #85
Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.



Gut, wenn man die Ansprüche etwas runterschraubt, mag es stimmen. Meine Datsche habe ich auch ohne Beziehungen hochgezogen. Man mußte sich halt kümmern. Mein westdeutscher Tauschpartner, der mich im April 89 besuchte, fragte vorher, was ich brauche. Am dringendsten brauchte ich damals einen 9 mm-Widia-Bohrer. Bei uns gab es nur die Abstufungen in runden Zahlen, also 4, 6, 8 und 10 mm. Hat er dann mitgebracht. Aber ich will Dir mal die Story kurz erzählen. Mit meinem Tauschpartner (Minerale) war ich im Museum und an Mineralfundstellen. In dieser Zeit machte meine Frau mit seiner Frau einen Stadtbummel, weil sie wissen wollte, wie bei uns die Versorgung ist. Ihr Fazit: "Bei Euch gibt es ja eigentlich alles !". Später beichtete sie meiner Frau, daß sie froh ist, einiges im Auto gelassen zu haben. Da hatte sie Nudeln, Mehl, Reis u a. Grundnahrungsmittel drin, weil sie glaubte, sie bekäme hier nicht genug zu essen. Sie hätte sich blamiert bis auf die Knochen. Tja, Rheinld.-Pfalz, keine sonstigen Kontakte in die DDR und weit weg, da können sich schon mal etwas verschrobene Vorstellungen vom leben in der DDR herausbilden.




Ja das stimmt.
Nach 24 Jahren Abstand zur Verflossenen DDR auch. Gell Dore.


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#87

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 09:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #86

Ja das stimmt.
Nach 24 Jahren Abstand zur Verflossenen DDR auch. Gell Dore.



Das mag sein. Vermutlich sind die Ansichten eines Menchen aus der Eifel über das Leben im Bayrischen Wald genauso verschroben: Kein Wissen, weil kein Interesse.

Ich habe es in einem anderen Zusammenhang schon mal erwähnt: Bei jedem Besuch ist mir aufgefallen, welch hohen Stellenwert die Berichterstattung in den DDR-Medien über die Bundesrepublik hatte. Natürlich und ausschließlich negative Berichte, ich kann mich an keinen einzigen Beitrag erinnern, in dem die BRD mal gut wegkam.

Anders herum gab es recht wenig Nachrichten aus der DDR. Auf politischer Ebene ja, aber ansonsten? Über das Alltagsleben in der DDR war denen, die dort nie zu Besuch waren (von einer Stippvisite im Osten bei den obligatorischen Klassenfahrten nach Berlin mal abgesehen, aber die zählen wohl nicht) so gut wie nichts bekannt. Das kann etwas mit mangelndem Interesse zu tun gehabt haben, dürfte aber noch viel stärker in den eingeschränkten Arbeits- und Berichtsmöglichkeiten der (West)Journalisten begründet liegen. Welcher DDR-Bürger wäre in den 60er oder 70er Jahren wohl bereit gewesen (sofern die Drehgenehmigung dafür überhaupt erteilt worden wäre), vor die Westkameras zu treten und unverhohlen über Missstände zu berichten? Kaum jemand, denn geändert hätte er nichts, sich dafür wahrscheinlich ein paar erhebliche Nachteile eingefangen.

Und auch das eine oder andere Interview, das mit Flüchtlingen geführt wurde, diente nicht der Wahrheitsfindung: Die Meisten waren voller Hass oder zumindest Ablehnung gegenüber der DDR, froh im Westen zu sein und entsprechend fielen ihre Kommentare aus.

Und so erklärt sich relativ einfach, warum im Westen ein total schiefes Bild über den Alltag in der DDR entstand: Wo Wissen fehlt, blüht die Phantasie.


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zuletzt bearbeitet 27.10.2013 09:15 | nach oben springen

#88

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 09:14
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #62
Geld arbeitet, sagt man. Und wenn es nur Bankzinsen einer Schweizer Bank sind...
Theo



da staune ich aber Theo ??

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/negativzinsen100.html


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#89

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 09:22
von Moskwitschka (gelöscht)
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Was wird hier für ein Bild gezeichnet?

Das Bild, dass man in der DDR von seinen Schwestern und Brüdern im Westen hatte, war genauso verschroben. Nicht jeder Bundesbürger konnte so einfach 500, 1.000 oder gar mehr DM hinblättern, wenn er auf Besuch in der DDR war. Und die wenigsten haben so etwas erwartet. Zumindest ich nicht. Für viele war auch schon der Umtausch bei der Einreise in die DDR, wenn sie mit der gesamten Familie gekommen sind eine nicht unerhebliche Investition.

Und wenn sie dann je nach Versorgungslage in der DDR Kaffee, Backzutaten für die Weihnachtsbäckerei oder ähnliches mitgebracht haben, dann hat sich das Hausfrauenherz gefreut. Und wenn dann ein paar Linsen dazwischen waren, war das auch nicht weiter schlimm.

Für mich waren die Gespräche wichtig. Nicht über Konsum, sonderm über Lebensvehältnisse, die mehr ein schlossen, als der Preisvergleich von grünen Gurken.

LG von der grenzgaengerin


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.10.2013 09:26 | nach oben springen

#90

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 09:28
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #89
Für viele war auch schon der Umtausch bei der Einreise in die DDR, wenn sie mit der gesamten Familie gekommen sind eine nicht unerheliche Investition.



Wohl wahr. Ich bin öfter mit meiner damaligen Frau und meinen Eltern per PKW eingereist. Und wir haben uns sehr wohl überlegt, ob wir die Grenze (Bergen/Salzwedel) um 23:30 passieren oder - zum Teil bei klirrender Kälte - uns noch auf einem Parkplatz 500 m vor der Grenze ne halbe Stunde die Beine in den Bauch stehen: 4 x 25 = 100 DM machten die Entscheidung leicht.


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#91

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 09:53
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #89
Was wird hier für ein Bild gezeichnet?

Das Bild, dass man in der DDR von seinen Schwestern und Brüdern im Westen hatte, war genauso verschroben. Nicht jeder Bundesbürger konnte so einfach 500, 1.000 oder gar mehr DM hinblättern, wenn er auf Besuch in der DDR war. Und die wenigsten haben so etwas erwartet. Zumindest ich nicht. Für viele war auch schon der Umtausch bei der Einreise in die DDR, wenn sie mit der gesamten Familie gekommen sind eine nicht unerhebliche Investition.

Und wenn sie dann je nach Versorgungslage in der DDR Kaffee, Backzutaten für die Weihnachtsbäckerei oder ähnliches mitgebracht haben, dann hat sich das Hausfrauenherz gefreut. Und wenn dann ein paar Linsen dazwischen waren, war das auch nicht weiter schlimm.

Für mich waren die Gespräche wichtig. Nicht über Konsum, sonderm über Lebensvehältnisse, die mehr ein schlossen, als der Preisvergleich von grünen Gurken.

LG von der grenzgaengerin


Grün: Ganz klar auch meine Ansichten.



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#92

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 10:07
von Lutze | 8.027 Beiträge

hingen in den Inteshop-Geschäften nicht auch
die Umrechnungskurse anderer westlichen
Währungen aus?,
konnte man mit anderen Währungen auch bezahlen?,
zum Beispiel mit dänischen Kronen?,
die Kassierin mußte schon eine Ausbildung
als Bank-Angestellte gehabt haben,
was haben die als Wechselgeld erhalten?,
wurden die auch mit Hitschler-Kaugummis abgespeist?
Lutze


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wer nicht kämpft hat schon verloren
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#93

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 10:19
von Alfred | 6.841 Beiträge

Lutze,

man konnte auch in anderen kov. Währungen zahlen.
Wechselgeld gab es in DM .
Der Laden konnte ja nicht alle möglichen Währungen bereit halten.


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#94

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 10:19
von Krepp | 532 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #73


Das hat aber nix mit bestaetigten Reisekadern zu tun,da gabs weitere Ausnahmen.
Dann gabs auch in cash echtes Geld,also um sich etwas bewegen zu koennen.Kaffee,Reisesachen etc....


Erzaehl mal einem DDR GrenzerZoellner etc....,ich komme gerade aus Amerika und hab nur noch Dollar in der Tasche...die Augen musste mal sehen,einfach herrlich,aber dazu kann Dir die hier anwesende Handels,arine sicher mehr erklaeren!



zu1) bei bestätigten NSW-Reisekadern gab es keine Ausnahmen, sondern je nach Land festgelegtes Tagegeld.
Das was übrig war wurde dann wieder mit gen Heimat genommen.
In einigen Ländern (z.B. Angola) gab es das Tagegeld in Landeswährung und einen geringen Teil
als Valuta vor Ort. Auch in Luanda gab es einen "Intershop".
Der Rest des Tagegeldes wurde dann nach Rückkehr in Dollar/DM umgerechnet und auf ein Devisenkonto
überwiesen. Daraus gab es dann auch nur Forums.

zu2) das hat ME keinen Zöllner interessiert, waren ja froh das die Valutas wieder zurückkamen.
Nur bei der Ausreise sah es etwas anders aus.

3.) zum Umtausch:
Ich habe selbst auf dem Schönefelder Flughafen anfang der 80er eine größere Mange $ zum
Kurs von ca.1:3,4 umgetauscht. Eine Legitimation wollte da keiner sehen.

4.) meine Erfahrungen beziehen sich nur auf die Jahre 81-85
5.) Alles beschriebene war kein Lohn o.ä. ( den gabs als DDR-Mark weiter) sondern
das sogenannte Tagegeld.

Edit: Wechselstabenverbuchsler



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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zuletzt bearbeitet 27.10.2013 10:25 | nach oben springen

#95

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 10:25
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Gab es DDR-Berufsgruppen, die Teile ihres Lohnes/Gehalts in Devisen oder Forumschecks bekamen? Und wenn ja wieviel und in welcher Form? Intershop-Personal wurde ja schon genannt.

Aber sagen wir mal bestimmte MfS-Leute, Künstler, Wissenschaftler, Erfinder, Sportler oder höhere Staatsfunktionäre und Parteikader?


zuletzt bearbeitet 27.10.2013 10:26 | nach oben springen

#96

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 10:29
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #95
Gab es DDR-Berufsgruppen, die Teile ihres Lohnes/Gehalts in Devisen oder Forumschecks bekamen? Und wenn ja wieviel und in welcher Form? Intershop-Personal wurde ja schon genannt.

Aber sagen wir mal bestimmte MfS-Leute, Künstler, Sportler oder höhere Staatsfunktionäre und Parteikader?

unser ehemaliger Bezirks-Sekretär hat zu DDR-Zeiten
seinen Winterurlaub in Österreich verbracht
Lutze


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#97

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 10:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von furry im Beitrag #83
Bei meiner letzten Reise nach Vietnam 1988 bekamen wir unser Tagegeld in Dollar ausgezahlt. Die Jahre zuvor war es die Landeswährung Dong.
Da nebenbei noch ein paar Tauschgeschäfte getätigt wurden, hatte ich am Ende der Reise 325 Dollar. Diese sollten zwar bei der Botschaft eingezahlt werden, um dann auf einem Genex-Konto zu landen. Diesen Wunsch konnte ich nicht erfüllen, das Geld trat mit mir die Heimreise an, wurde zum Kurs 1 : 1,82 in Forumschecks getauscht. Verplempern im Intershop wollte ich diese Summe aber nicht. Es wurde nochmal getauscht, diesmal 1 : 6. Aus dieser Summe wurde dann eine große Kühltruhe der Marke Foron, die bis 2012 treu ihren Dienst tat.


Meine ersten westlichen Valuten waren französische Franc (noch die alten) die ich als Tagesgelder bei einem Studieaufenthalt in Nantes und St. Nazaire erhielt und die nicht angerissen wurden, da die französischen Gastgeber alle Unkosten bestritten, wie auch so manchen kleinen persönlichen Wunsch. Der Tagessatz betrug, wimre umgerechnet 7,00 D-Mark.
Später kamen dann noch US-Dollar und kanadische Dollars hinzu, wie auch portugiesische Escudos. Man zahlte trotzdem ein Teil des nicht verbrauchten Geldes auf ein Genex-Konto ein - denn das fiel nicht weiter auf.
Ich habe meistens in den Duty-free´s entsprechende Waren erworben. Nicht nur in Luanda und in Maputo.

Ich habe während meiner Aufenthalte in der SU einige Exemplare des sogenannten Gold-Rubel erworben (mit Bildnis Lenin), mit denen man aber auch nicht im Berjoska einkaufen konnte.

Vierkrug


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#98

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 10:37
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Du warst Fallschirmspringer beim MfS und hattest Studienaufenthalte in Frankreich auf MfS-Spesenkonto? Man lernt nie aus.


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#99

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 10:41
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #98
Du warst Fallschirmspringer beim MfS und hattest Studienaufenthalte in Frankreich auf MfS-Spesenkonto? Man lernt nie aus.


ja, europaweit hatte das MfS in allen Ländern Konto eingerichtet um Fallschirmspringern des MfS, die des öfteren mal vom Kurs abkamen, die Gelegheit zu geben mit Valuta wieder in ihre Heimat zu kommen.... diese Konten wurden von den Springern des MfS immer gern genutzt!

PS: ansonsten denke ich, dass es speziell zum Lebenslauf von @Vierkrug hier im Forum genug zu lesen gibt!!!

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#100

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 10:47
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #95
Gab es DDR-Berufsgruppen, die Teile ihres Lohnes/Gehalts in Devisen oder Forumschecks bekamen? Und wenn ja wieviel und in welcher Form? Intershop-Personal wurde ja schon genannt.

Aber sagen wir mal bestimmte MfS-Leute, Künstler, Wissenschaftler, Erfinder, Sportler oder höhere Staatsfunktionäre und Parteikader?


Die Festangestellten der evangelischen Kirche haben monatliche Zahlungen in DM erhalten. 100DM zusätzlich zu seinem Gehalt im Monat , erhielt ein Pastor plus Weihnachten eine Prämie. Das Geld kam natürlich nicht vom Staat, sondern aus dem Westen.


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