#21

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 16:59
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #20
Zitat von passport im Beitrag #19
Zitat von DoreHolm im Beitrag #9
Zitat von Eisenacher im Beitrag #8
Das der Gefilzte auch noch das Filzen bzw. demontieren seines Fahrzeuges bezahlen mußte, war schon ein starkes Stück. So etwas habe ich noch nie an irgendwelchen Grenzen erlebt. Da war das immer gratis.



Da würde mir auch ein Verständnis dafür fehlen. Bezahlen dann, wenn es sich erwies, daß tatsächlich was versteckt war, dann ja, aber sonst wär´s eben auf Staatskosten gewesen.



Um hier ein Missverständnis vorzubeugen. Der REISENDE hatte sein Gepäck, Ware oder das Kfz dem Zoll vorzuführen. Wenn man heute die Doku-Soaps über den bundesdeutschen Zoll sieht der mit vollen Händen in die Koffer greift, das gab es so beim DDR-Zoll nicht.



passport

Sag ich doch,vorführen,in der Damenunterwäsche rumwühlen war nicht.



Hier recht gut abgelichtet






passport


zuletzt bearbeitet 12.10.2013 17:01 | nach oben springen

#22

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 18:25
von Diskus303 | 485 Beiträge

Hallo,
auch wenn es vom eigentlichen Thema etwas abweicht:
Die vom @Harzwanderer dargestellten Ereignisse gab es ja selbst bei Ein-und Ausreisen in die sogenannten befreundeten Bruderländer und hier expliziert in die CSSR (Grenzübergang Reizenhain) und VR Polen (Görlitz). Habe solche Sachen/ Kontrollen (in Polen am eigenen Leib) erleben dürfen und in Reizenhain war ich mehrfach Zeuge von solchen Maßnahmen.
In Reizenhain hatte einer meiner Freunde bei der bevorstehenden Einreise in die CSSR ein paar Kronileinchen zuviel in der Geldbörse (Münzen, Kleingeld) Dies führte zu einer (ergebnislosen) analen Tiefenkontrolle des Freundes.
Ein paar Dosen Oelsardinen und/ oder Pfirsichhälften zuviel im Gepäck (bei Ausreise aus de CSSR in die DDR) führten gleichermaßen zu intensiven Gepäck-und Fahrzeugkontrollen.
Selbst für die damalige Zeit einfach nur lächelich und maßlos übertrieben.
Und wenn ich die Worte eines ehemaligen Schulfreundes, welcher beim Binnenzollamt der DDR beschäftigt war, richtig in Erinnerung habe, gab es durchaus Ermessensspielraum, bezüglich solcher Handlungen durch die entsprechenden Behörden.


Gruß Axel
Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 19:19
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Kontrollen innerhalb des soz.Lagers konnten sicher noch etwas anderes sein,wir haben hier von der Grenze zwischen Ost und West gesprochen,da war die politische Situation eine ganz andere,musste man sich schon genauer überlegen was man tut.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#24

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 19:26
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #23
Kontrollen innerhalb des soz.Lagers konnten sicher noch etwas anderes sein,wir haben hier von der Grenze zwischen Ost und West gesprochen,da war die politische Situation eine ganz andere,musste man sich schon genauer überlegen was man tut.

1987 war ich über den Grenzübergang Zinnwald
in die CSSR gefahren,nein,meinen Trabbi haben
sie nicht zerpflückt,aber einen Zettel habe ich mitbekommen,
was ich in die CSSR ein-und ausführen darf,
im Prinzip eigentlich gar nichts
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#25

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 19:37
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Beitrag gelöscht, da es nicht zum Inhalt des Themas beiträgt.


zuletzt bearbeitet 12.10.2013 20:19 | nach oben springen

#26

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 19:40
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #25
Bei uns im Kraftverkehr war ein Fernfahrer der "Deutrans", an irgendeiner Grenzübergangsstelle,die vorhanden waren ist er auch kontrolliert worden.Ich kann nicht mehr genau sagen an welcher. Die Frau die ihn kontrolliert hat, hat das ganze Fahrerhaus durchwühlt. Als sie fast fertig war sagte er," wenn Sie jetzt noch meinen Sa.. in die Hand nehmen, haben sie in dem Fahrerhaus alles in der Hand gehabt". Das war seine letzte Fahrt ! (1988)

Na ja,"durchwühlen"kann durchaus ein relativer Begriff sein.Wenn das"Durchwühlen"eine Zollkontrolle war,hatte die Frau das Recht dazu.Die Äußerung war in jedem Fall als sexuelle Belästigung zu werten,gegenüber einer Frau.Das war damals so und ist es auch heute noch.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#27

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 19:40
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Diskus303 im Beitrag #22
Hallo,
auch wenn es vom eigentlichen Thema etwas abweicht:
Die vom @Harzwanderer dargestellten Ereignisse gab es ja selbst bei Ein-und Ausreisen in die sogenannten befreundeten Bruderländer und hier expliziert in die CSSR (Grenzübergang Reizenhain) und VR Polen (Görlitz). Habe solche Sachen/ Kontrollen (in Polen am eigenen Leib) erleben dürfen und in Reizenhain war ich mehrfach Zeuge von solchen Maßnahmen.
In Reizenhain hatte einer meiner Freunde bei der bevorstehenden Einreise in die CSSR ein paar Kronileinchen zuviel in der Geldbörse (Münzen, Kleingeld) Dies führte zu einer (ergebnislosen) analen Tiefenkontrolle des Freundes.
Ein paar Dosen Oelsardinen und/ oder Pfirsichhälften zuviel im Gepäck (bei Ausreise aus de CSSR in die DDR) führten gleichermaßen zu intensiven Gepäck-und Fahrzeugkontrollen.
Selbst für die damalige Zeit einfach nur lächelich und maßlos übertrieben.
Und wenn ich die Worte eines ehemaligen Schulfreundes, welcher beim Binnenzollamt der DDR beschäftigt war, richtig in Erinnerung habe, gab es durchaus Ermessensspielraum, bezüglich solcher Handlungen durch die entsprechenden Behörde
n.


Rot: Wenn´s nicht so frustrierend wäre für einen unschuldig Betroffenen oder eben wegen richtiger Lapalien, könnte man ja fast Mitleid haben mit solchen Zöllnern. Ich habe mir immer gesagt, daß die irgendwie Minderwertigkeitskomplexe haben und zu Hause bei Mutti trauen sie sich nicht unter dem Tisch vor, aber hier können sie ihre Macht beweisen. Also, Gilbert, nichts gegen hier Anwesende, aber solcherart menschliche Eigenschaften trifft man überall, wo irgend jemand was zu sagen hat, ob das Behörden sind, Staatsmacht oder einfach nur der Parkplatzwächter. Es wird wohl jeder solche Typen kennen.



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#28

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 19:43
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #26
Zitat von Harra318 im Beitrag #25
Bei uns im Kraftverkehr war ein Fernfahrer der "Deutrans", an irgendeiner Grenzübergangsstelle,die vorhanden waren ist er auch kontrolliert worden.Ich kann nicht mehr genau sagen an welcher. Die Frau die ihn kontrolliert hat, hat das ganze Fahrerhaus durchwühlt. Als sie fast fertig war sagte er," wenn Sie jetzt noch meinen Sa.. in die Hand nehmen, haben sie in dem Fahrerhaus alles in der Hand gehabt". Das war seine letzte Fahrt ! (1988)

Na ja,"durchwühlen"kann durchaus ein relativer Begriff sein.Wenn das"Durchwühlen"eine Zollkontrolle war,hatte die Frau das Recht dazu.Die Äußerung war in jedem Fall als sexuelle Belästigung zu werten,gegenüber einer Frau.Das war damals so und ist es auch heute noch.


Klar kann man das als sexuelle Belästigung bertrachten. Ich glaube aber mehr, daß diese Dame das eher als Untergrabung ihrer Autorität betrachtet hat und das empfinden Machtorgane als wesentlich schlimmer.



Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.10.2013 19:44 | nach oben springen

#29

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 19:52
von elster427 | 789 Beiträge

Hallo Gemeinde,
jetzt ist etwas eingetreten ,was ich bei meiner Fragestellung nicht bedacht hatte. Bei meiner Frage ging es nicht um irgendwelche Zollkontrollen ,an irgendwelchen Güsten der DDR, sondern speziell um Kontrollen im vertragsgebundenen Transit zwischen Berlin West und der BRD.
In dieser Verkehrskategorie war die Kontrolle der KfZ auf eine äußere Beschau beschränkt. Bei Verdacht von Verstößen gegen den Art. 16
des Transitabkommens mußte eine Verdachtskontrolle beantragt werden. Diese solte mein Thema sein.
Vielleicht sollte ein anderer das Thema , was erlebte ich bei der Zollknotrolle , eröffnen.
MfG Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#30

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 19:58
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #29
Hallo Gemeinde,
jetzt ist etwas eingetreten ,was ich bei meiner Fragestellung nicht bedacht hatte. Bei meiner Frage ging es nicht um irgendwelche Zollkontrollen ,an irgendwelchen Güsten der DDR, sondern speziell um Kontrollen im vertragsgebundenen Transit zwischen Berlin West und der BRD.
In dieser Verkehrskategorie war die Kontrolle der KfZ auf eine äußere Beschau beschränkt. Bei Verdacht von Verstößen gegen den Art. 16
des Transitabkommens mußte eine Verdachtskontrolle beantragt werden. Diese solte mein Thema sein.
Vielleicht sollte ein anderer das Thema , was erlebte ich bei der Zollknotrolle , eröffnen.
MfG Jan


Das ist richtig so. Da kommt Eines in´s Andere und schon werden ganz andere Dinge diskutiert. Gut, wenn einer immer mal wieder an den Ausgangspunkt erinnert. Aber das war in dieser Hinsicht nicht der erste und wird auch nicht der letzte Fall sein und wird bei den Themen eher die Regel als die Ausnahme sein. Das ist eben so, wenn der eigene Beitrag nur ganz, ganz wenig abweicht. Dieser wird vom Nächsten aufgegriffen und weicht wieder nur ganz, ganz wenig ab und plötzlich sind wir ganz woanders gelandet.



Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.10.2013 19:59 | nach oben springen

#31

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 20:01
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #29
Hallo Gemeinde,
jetzt ist etwas eingetreten ,was ich bei meiner Fragestellung nicht bedacht hatte. Bei meiner Frage ging es nicht um irgendwelche Zollkontrollen ,an irgendwelchen Güsten der DDR, sondern speziell um Kontrollen im vertragsgebundenen Transit zwischen Berlin West und der BRD.
In dieser Verkehrskategorie war die Kontrolle der KfZ auf eine äußere Beschau beschränkt. Bei Verdacht von Verstößen gegen den Art. 16
des Transitabkommens mußte eine Verdachtskontrolle beantragt werden. Diese solte mein Thema sein.
Vielleicht sollte ein anderer das Thema , was erlebte ich bei der Zollknotrolle , eröffnen.
MfG Jan

Steht aber nicht so, wie grade,im # 1


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#32

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 20:29
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

[quote=Harzwanderer|p295343] In die Garage musste ich nie. Denke mal, das war dann schon für Leute, bei denen die Röntgenanlage jemandem im Kofferraum angezeigt hat oder die wirklich festgenommen werden sollten. Es wäre mir sehr unheimlich gewesen, da mitzumüssen.

[quote]

Also meine Eltern hatten mehrmals das Vergnügen, diesen Service nutzen zu dürfen. Ich kann mich aber nicht erinnern, das wir Kinder im Kofferraum transportiert wurden oder wir jemanden dort mitgenommen haben. Das lag aber sicher daran, dass sich keiner finden ließ, der sich von West nach Ost schmuggeln lassen wollte......!


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 12.10.2013 20:39 | nach oben springen

#33

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 21:08
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #23
Kontrollen innerhalb des soz.Lagers konnten sicher noch etwas anderes sein,wir haben hier von der Grenze zwischen Ost und West gesprochen,da war die politische Situation eine ganz andere,musste man sich schon genauer überlegen was man tut.


Ein paar Anmerkungen von mir: Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Zöllner, Passkontrolleure, Volkspolizisten ihre Kompetenzen zuweilen überschritten haben. Was von den Betroffenen naturgemäß als das empfunden wurde, was im Endeffekt auch war: bloße Schikane!
Da sich selten bis nie jemand darüber beschwerte, weil alle Welt glaubte das die Willkürmaßnahmen mit den geltenden DDR-Gesetzen im Einklang standen, klopfte den " Schwarzen Schafen" ebenso selten jemand auf die Finger.
Ich bin mir aber genauso sicher, dass sich die Masse der Zöllner, Passkontrolleure und Volkspolizisten bei den Kontrollen stets korrekt verhielten.
Wer sich stets korrekt verhalten hat, legt automatisch die selben Maßstäbe auch andere an. Und kann sich nur sehr schwer vorstellen, dass sich einige anders, eben nicht korrekt verhalten haben.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


DoreHolm, RudiEK89 und elster427 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.10.2013 21:09 | nach oben springen

#34

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 22:12
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #33


Ein paar Anmerkungen von mir: Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Zöllner, Passkontrolleure, Volkspolizisten ihre Kompetenzen zuweilen überschritten haben. Was von den Betroffenen naturgemäß als das empfunden wurde, was im Endeffekt auch war: bloße Schikane!
Da sich selten bis nie jemand darüber beschwerte, weil alle Welt glaubte das die Willkürmaßnahmen mit den geltenden DDR-Gesetzen im Einklang standen, klopfte den " Schwarzen Schafen" ebenso selten jemand auf die Finger.


Ich will das nicht absolut bestreiten.Gegenüber DDR-Bürgern und anderen Sozis war das sicher auch relativ risikolos zu machen,da hatte man es nicht so mit dem Beschweren.Bei Wessis sah das schon anders aus,man wusste nie so genau mit wem man es zu tun hatte,ob er ein "deutscher Untertan"ist.Willkür von Staatsbediensteten waren sie in jedem Fall nicht so gewöhnt.Und spätestens wenn sie ihr Staatsgebiet erreicht hatten,bestand die Gefahr,dass sie sich entsprechend beschweren.Die entsprechenden westdeutschen Behörden waren dafür in jedem Fall dankbar und haben dann auf die DDR entsprechend Druck gemacht.Wenn es dumm lief konnte man sich da schon ein Haufen Ärger einhandeln,wer an einer entsprechenden Güst arbeitete wusste das durchaus.Und je weiter die Zeit voran geschritten war, um so sensibler reagierte man auf solche Vorfälle auch.Durchaus und gerade die DDR,man wollte unbedingt von diesen schlechten Grenzimage weg.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
ABV und elster427 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 22:28
von ABV | 4.202 Beiträge

Schnell noch, ehe wir ins OT abgleiten: Der Grat zwischen notwendigen Kontrollen und übertriebenen Maßnahmen ist ohnehin verdammt schmal. Das ist heute noch genauso wie in der DDR. Und jeder "Kunde" empfindet die Maßnahmen anders. Manche zeigen durchaus Verständnis. Andere fühlen sich bereits auf den Schlips getreten, wenn der Polizist nur mal die Fahrzeugpapiere sehen möchte.
In einigen, von mir selbst erlebten Beispielen aus der Gegenwart, hat provokantes, beleidigendes Verhalten seitens der zu Kontrollierenden die "Schikanen", die nichts weiter als ein maximales Ausreizen der Kontrollbefugnisse darstellen, erst ausgelöst.
Des Weiteren dienen und dienten Kontrollen an den Grenzen und im Binnenland, nicht zuletzt auch der Sicherheit der Bevölkerung. Niemand möchte das Drogen, Waffen und ähnliches Zeug ins Land kommen. Oder wertvolle Güter herausgeschafft werden. Leider liegen solche Dinge nicht offen in den Fahrzeugen herum. Sondern befinden sich irgendwo, in cleveren Verstecken. Ohne eine gründliche Absuche würden die Kontrolleure stets nur " 2. Sieger" bleiben. Und die Kriminellen lachen sich ins Fäustchen.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


elster427 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.10.2013 23:47
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #10
Ich stelle hier nochmals den Beitrag des ehem. Users Rabe ein. Problematik allgemeine Zollkontrollen. Diese Kontrollen hatten aber nichts mit den Verdachtskontrollen entsprechend des Art. 16 des Transitabkommens zu tun. Das war eine andere Liga.

Zollkontrollen an der Güst Marienborn/A.



passport


Nur mal als Ergänzung zu den Verdachtskontrollen: immer wenn eine solche anstand, wurde auch die Sik in Marienborn alarmiert.
Nach einem dramatischen Zwischenfall(darüber wurde hier schon geschrieben) war diese Maßnahme zur äußeren Absicherung der Kontrollgarage sicher angebracht. War für uns aber immer zusätzlicher Streß, da diese seltsamer Weise meist nachts anfielen


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#37

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.10.2013 04:00
von berlin3321 | 2.513 Beiträge

Zitat
bau mal eine Türverkleidung ab,
ohne Fachwissen geht es oft nicht



Ob das vor 20 Jahren schon galt möchte ich mal bezweifeln. Für heutige Verhältnisse stimme ich dem uneingeschränkt zu.

Im kleinen Grenzverkehr war ich häufig in der Garage. Oder fast jedes mal, Einreise Horst/ Boizenburg/ Lauenburg. Immer die Türverkleidungen ab, Heckklappenverkleidung, Abdeckungen unter dem Armaturenbrett ab, immer die Abdeckung unter der Haube (über der Lüftung) ab.

Ob da was kaputt geht hat niemand interessiert, so z.B. die Türfolien, die bei Audi und VW damals verwendet wurden. Sachlich vorgetragen oder nicht, interessiert hat es die Organe damals nicht.

Das Kontrollen erforderlich sind seht man hier:

http://www.nachrichten.de/panorama/Schmu...-2-cid_8517596/

MFG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#38

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.10.2013 11:14
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #36
Zitat von passport im Beitrag #10
Ich stelle hier nochmals den Beitrag des ehem. Users Rabe ein. Problematik allgemeine Zollkontrollen. Diese Kontrollen hatten aber nichts mit den Verdachtskontrollen entsprechend des Art. 16 des Transitabkommens zu tun. Das war eine andere Liga.

Zollkontrollen an der Güst Marienborn/A.



passport


Nur mal als Ergänzung zu den Verdachtskontrollen: immer wenn eine solche anstand, wurde auch die Sik in Marienborn alarmiert.
Nach einem dramatischen Zwischenfall(darüber wurde hier schon geschrieben) war diese Maßnahme zur äußeren Absicherung der Kontrollgarage sicher angebracht. War für uns aber immer zusätzlicher Streß, da diese seltsamer Weise meist nachts anfielen

Und was habt Ihr dann gemacht,habt ihr Euch vor das Garagentor gestellt?Durftet ihr überhaupt auf das Güst Gelände,oder ging es nur um die Außensicherung?


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#39

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.10.2013 12:20
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Das weißt du doch.........Die Sik war NUR für die Außensicherung zuständig


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#40

RE: Verdachtskontrollen nach Art. 16 Transitabkommen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.10.2016 09:45
von Sperrbrecher | 1.649 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #6
Wenn ich mir vielleicht auch Deinen Zorn zuziehen sollte,dass kannst Du so nicht erlebt haben,wenn es nicht gerade 1950 war.Derartige Kontrollen gab es nicht.Natürlich gab es Intensivkontrollen,sprich Türverkleidung abbauen oder ähnliches,aber nicht aus Gründen der"Gemeinheit"eines Zöllners,das ist absoluter Unsinn.Diese "Macht"hatte ein Zöllner gar nicht,nicht mal an einer Güst gab es jemanden der solches entscheiden konnte.Solche Kontrollen mussten an entsprechenden Leitstellen beantragt werden.Denn die DDR musste dann sehr wohl nachweisen,warum sie solche Kontrollen durchführen lies.Sprich, es mussten im Vorfeld,dringende Verdachtsmomente festgestellt worden sein,oder es muss im Rahmen der"normalen"Kontrolle Feststellungen gegeben haben.Und das Abbauen irgendwelcher KFZ-Teile,dazu wurde der Reisende wohl aufgefordert,brachte er aber zu Ausdruck,dass er dazu nicht in der Lage ist, übernahm das nicht der Zöllner mit Hammer und Meißel, sondern es wurde ein Fachmann aus der DDR geholt.Das musste der Reisende allerdings bezahlen..

Auch wenn Du es selbst nicht erlebt hast - ich schon, zwar nicht immer, aber gelegentlich..
Auch nicht im Transitverkehr, sondern bei der normalen Einreise.
Auch wenn man nichts gefunden hatte, auf den entstandenen Schaden (z.B. beim Ausbau der Türverkleidung) blieb man sitzen.
Entschuldigt hat man sich auch nicht. Man hatte die Macht und hat es die Reisenden auch spüren lassen.

Verschiedentlich war ich nahe dran, nach einer solchen Intensivkontrolle gleich wieder auszureisen und den Besuch sausen zu
lassen, aber was sollte man machen, Freunde und Verwandte warteten und die wollte man nicht enttäuschen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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