#21

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 18:44
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #17
Zitat von passport im Beitrag #3
Zitat von Feliks D. im Beitrag #2
Wie hat er die denn im Transit aufgabeln können???



Hab ich doch geschrieben, @Feliks D. , auf einen Rasthofplatz (Rasthof Michendorf oder Rasthof Börde ?). Die MA der VIII/4 haben auch nicht alles gesehen.

passport


Grün: Die ghaben auch nichts gesehen, als ich mit meinem Tauschpartner (Transitreisender von WB) auf dem AB-Parkplatz kurz vor Triptis etwa Mitte der 80er Minerale getauscht habe und er mir noch ein paar Exemplare des "Spiegel" gegeben hat.


Das meinst du aber nur, Da waren an jedem Rastplatz auffällig Unauffällige , die sich dort aufhielten.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#22

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 18:48
von Hans | 2.166 Beiträge

Ach Schnaddelchen.......

Zit:So so. Ein DDR-Bürger ohne entsprechende Erlaubnis mit einem Bundi im Transit im Grenzgebiet, dann kurze Befragung und keinen staatsfeindlichen Hintergrund festgestellt und dann nach Hause gefahren.
Wusste gar nicht was man sich so alles in der Zone erlauben konnte.[

Auch der übelbeleumdete § 213 bedingte einen Vorsatz. Diesen Begriff kannte man tatsächlich auch in der Zone.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 19:12
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #19
Zitat von damals wars im Beitrag #5
Jaja, die Anhalter. Ich beobachtete mal, wie ein PKW auf dieser Autobahn Richtung Westberlin anhielt und 2 Anhalter rauslies. Ich habe dann für sie eine Weiterfahrt organisiert, mittels Anruf auf der Führungsstelle. Ein grün-weißer Lada nahm sie dann mit.



Anhalter auf der Autobahn, also an einem rastplatz zusteigen und irgendwo später an einem anderen wieder aussteigen war ja auch damals nicht strafbar, meine ich. Aber war das auch erlaubt, bei einem Transitreisenden zuzusteigen und noch auf der Transitstrecke an einer anderen Raststätte auszusteigen?
Also ich hätte mir damals in meiner Jugendzeit nichts Böses dabei gedacht, im Gegenteil, waäre sicher für Fahrer und Anhalter genug interessanter Erzählstoff die ganze Fahrt.




Es war für Transitreisende verboten Personen in der DDR aufzunehmen. Für einen Bundi , der einen DDR Bürger "unbeabsichtigt" in den Westen mitnimmt sollte außer einer kurzen Befragung mehr drinn gewesen sein.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß diese Geschichte für die Dame keine Konsequenzen hatte.
Es sei denn sie hat für den Frieden gekundschaftet.Sachen gibts.


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#24

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 19:20
von elster427 | 789 Beiträge

Zitat Schnatterinchen

Es war für Transitreisende verboten Personen in der DDR aufzunehmen. Für einen Bundi , der einen DDR Bürger "unbeabsichtigt" in den Westen mitnimmt sollte außer einer kurzen Befragung mehr drinn gewesen sein.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß diese Geschichte für die Dame keine Konsequenzen hatte.
Es sei denn sie hat für den Frieden gekundschaftet.Sachen gibts.[/quote]

Ja,ja- so ist es hier öfter . es kann nicht sein was nicht sein darf , ne?
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
zuletzt bearbeitet 09.10.2013 19:21 | nach oben springen

#25

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 19:52
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #21
Zitat von DoreHolm im Beitrag #17
Zitat von passport im Beitrag #3
Zitat von Feliks D. im Beitrag #2
Wie hat er die denn im Transit aufgabeln können???



Hab ich doch geschrieben, @Feliks D. , auf einen Rasthofplatz (Rasthof Michendorf oder Rasthof Börde ?). Die MA der VIII/4 haben auch nicht alles gesehen.

passport


Grün: Die ghaben auch nichts gesehen, als ich mit meinem Tauschpartner (Transitreisender von WB) auf dem AB-Parkplatz kurz vor Triptis etwa Mitte der 80er Minerale getauscht habe und er mir noch ein paar Exemplare des "Spiegel" gegeben hat.


Das meinst du aber nur, Da waren an jedem Rastplatz auffällig Unauffällige , die sich dort aufhielten.



Rot: Kann ja sein, daß sich dort auffällig Unauffällige aufgehalten haben. Mein Tauschpartner und ich waren dann wohl noch eine Kleinigkeit unauffälliger. Oder meinst Du im Ernst, wenn die das mitbekommen hätten, daß da nichts nachgekommen wäre ? Ihn an der Grenze bei der Ausreise und mich auf der Autobahn gestoppt und auf einen Parkplatz zum "klären eines Sachverhaltes" dirigiert mit Kompletdurchsuchung des Trabis.



zuletzt bearbeitet 09.10.2013 19:52 | nach oben springen

#26

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 20:26
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #13
Und seitdem gab es Scheuerlappen in der Ausreise, um bei der Kabinenkontrolle die Beifahrersitze nicht dreckig zu machen.Dazu muß man sagen,, die waren an einer Schnur angebunden, um nicht im Westen zu landen.
mfg Jan


Scheuerlappen und Decken?
Wie nobel wart ihr denn drauf, bzw. an was man so alles dachte.

Die sauberen Fahrer, also ich meine nun NUR diese , werden es euch gedankt haben, schliesslich muss man in der Hütte auch schlafen und essen.

Ich kann da ganz andere Geschichten erzählen, ich kenne in der heutigen Zeit keine Kontrolleure die das auch nur annähernd interessiert ob man den Lkw mit Schuhen betritt oder nicht.

Die einzigen die in meinem Lkw mit Strassenschuhen zutritt haben, dass ist mein Chef -selbst der achtet drauf-, und das sind gut gebaute langbeinige Blondinen zwischen 20-30.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#27

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 20:28
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #8
Das heißt ja konkret,die gute Frau war illegal und kurzfristig im Westen.Und man hat sie einfach so gelassen,also ein peinlicher Eklat.Ich denke und vermute,das Ganze hat man auf dem"kleinen Dienstweg"erledigt.Die Besatzung des Streifenwagen wird eine andere Geschichte vorgesetzt bekommen haben und das ganze wurde als Verstoß Grenzordnung abgehandelt.Der Rest wurde "wegretuschiert",ist bei der VI geblieben.Also, so hätte ich das geregelt,wenn es irgendwie gegangen wäre.


Das entzieht sich meiner Kenntnis. Zumindestens musste ja das OLZ eingeschaltet werden, zwecks Personal- und Datenüberprüfung.

passport


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#28

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 20:40
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #26
Zitat von elster427 im Beitrag #13
Und seitdem gab es Scheuerlappen in der Ausreise, um bei der Kabinenkontrolle die Beifahrersitze nicht dreckig zu machen.Dazu muß man sagen,, die waren an einer Schnur angebunden, um nicht im Westen zu landen.
mfg Jan


Scheuerlappen und Decken?
Wie nobel wart ihr denn drauf, bzw. an was man so alles dachte.


Die sauberen Fahrer, also ich meine nun NUR diese , werden es euch gedankt haben, schliesslich muss man in der Hütte auch schlafen und essen.

Ich kann da ganz andere Geschichten erzählen, ich kenne in der heutigen Zeit keine Kontrolleure die das auch nur annähernd interessiert ob man den Lkw mit Schuhen betritt oder nicht.

Die einzigen die in meinem Lkw mit Strassenschuhen zutritt haben, dass ist mein Chef -selbst der achtet drauf-, und das sind gut gebaute langbeinige Blondinen zwischen 20-30.





Meine "Lieblingsschlafkabinen" waren diese hier



Ausgerüstet mit Decke und Taschenlampe krabbelte man in die Kabine und steckte dann den Kopf in das Einstiegsloch der Alkovenschlafkabine


passport


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#29

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 20:44
von elster427 | 789 Beiträge

und dann ???....da stand die Luft und es roch nach frisch gef...... Eichhörnchen!!!


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
zuletzt bearbeitet 09.10.2013 20:44 | nach oben springen

#30

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 20:47
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #29
und dann ???....da stand die Luft und es roch nach frisch gef...... Eichhörnchen!!!



Hattest Du eine bessere Idee zu damaliger Zeit gehabt ?


passport


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#31

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 20:53
von elster427 | 789 Beiträge

LÜFTEN!!!!!!


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#32

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 21:02
von elster427 | 789 Beiträge

Da fällt mir noch ein..LKW fährt Ausreise Rampe ein,Beufahrer steigt aus und geht zum Zöllner. Dieser möchte den Fahrer zur Kontrolle mitnehmen.
Der öffnet die Tür, steckt die Füße raus ,stellt such hin und bricht zusammen. Ergebniss Alk-Test , fast 3,0 %-
Fahren ging grad noch so!!!


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
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#33

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 21:07
von Gelöschtes Mitglied
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Kann man zwar nicht als lustige Begebenheiten einstufen , aber da über die Transitstrecken Autobahnen hier geschrieben wird , nur mal einige
mir bekannte Vorfälle die ehem. Kollegen auf der Transitstrecke A2 Raum Magdeburg wiederfuhr .
Auf dem damaligen Rasthof Börde traf sich ein Kollege mit seiner durchreisenden Verwandschaft . Hier tauschten sie Lebensmittel ( Selbstgeschlachtetes gegen Zigaretten und Anziehsachen . Als die Aktion in den Abendstunden endete und der Verwandte los fuhr , wurde er am Nächsten Parkplatz Richtung Berlin angehalten ,kontrolliert und die Sachen wurden mit einer Geldtrafe eingezogen . Mein Kollege wurde an Ort und Stelle sofort kontrolliert und die Sachen eingezogen . Eine Anzeige erfolgte und die Aktion wurde mit dem Gericht und dem Kollegenkreis ausgewerdet . Er erhielt eine Art Rüge und es verlief alles im Sand .
Kraftfahrer die manchmal im Rasthof Börde zu Mittag aßen , setzten sich an den großen Rundentisch ,der rechts unten in der Gasstätte stand . hier saßen aber auch alle LKW im Transit , so kam es auch das der Lkw Fahrer DDR, das Essen für den LKW Fahrer West in Ostmark bezahlte .
Dieser reichte ihm dann die Westmark unterm Tisch zu.

Für die Verkehrspolizei war es ein Dorn im Auge , wenn sie die Parkplätze abfuhren und dort Fahrzeuge aus den Betrieben längere Zeit parkten, der Fahrer wurde aufgefordert seine Fahrt fortzusetzen.
Generell durften liegengebliebene Fahrzeuge oder Personen aus dem westlichen Ausland , weder geholfen noch mitgenommen werden . Betr iebliche .Anweisungen . ratata


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#34

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 21:16
von passport | 2.638 Beiträge

Wenn einer eine Reise tut, sollte man sich vorab informieren !


Artikel 16

1. Ein Mißbrauch im Sinne dieses Abkommens liegt vor, wenn ein Transitreisender nach Inkrafttreten dieses Abkommens während der jeweiligen Benutzung der Transitwege rechtswidrig und schuldhaft gegen die allgemein üblichen Vorschriften der Deutschen Demokratischen Republik bezüglich der öffentlichen Ordnung verstößt, indem er
a) Materialien verbreitet oder aufnimmt;
b) Personen aufnimmt;
c) die vorgesehenen Transitwege verläßt, ohne durch besondere Umstände, wie Unfall oder Krankheit, oder durch Erlaubnis der zuständigen Organe der Deutschen Demokratischen Republik dazu veranlaßt zu sein;
d) andere Straftaten begeht oder
e) durch Verletzung von Straßenverkehrsvorschriften Ordnungswidrigkeiten begeht.

Ein Mißbrauch liegt auch dann vor, wenn eine Person an der Mißbrauchshandlung eines Transitreisenden, die dieser nach Inkrafttreten dieses Abkommens während der jeweiligen Benutzung der Trasitwege rechtswidrig und schuldhaft begeht oder begangen hat, als Mittäter, Anstifter oder Gehilfe teilnimmt.

2. Hinreichende Verdachtsgründe im Sinne diesees Abkommens liegen vor, wenn im gegebenen Falle auf Grund bestimmter Tatsachen oder konkreter Anhaltspunkte eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, daß ein Mißbrauch der Transitwege für die obengenannten Zwecke beabsichtigt ist, begangen wird oder begangen worden ist.

Im Falle hinreichenden Verdachts eines Mißbrauchs werden die zuständigen Organe der Deutschen Demokratische Republik die Durchsuchung von Reisenden, der von ihnen benutzten Transportmittel sowie ihres persönlichen Gepäcks nach den allgemein üblichen Vorschriften der Deutschen Demokratischen Republik bezüglich der öffentlichen Ordnung durchführen oder die Reisenden zurückweisen.

3. Bestätigt sich der Verdacht, so werden die zuständigen Organe der Deutschen Demokratischen Republik im angemessenen Verhältnis zur Schwere der Mißbrauchshandlung entsprechend den allgemein üblichen Vorschriften der Deutschen Demokratischen Republik bezüglich der öffentliche Ordnung
a) einen Verweis oder eine Ordnungsstrafe oder eine Verwarnung mit Ordnungsgeld aussprechen oder Gegenstände einziehen;
b) Gegenstände sicherstellen oder beschlagnahmen;
c) Personen zurückweisen oder zeitweilig von der Benutzung der Transitwege ausschließen oder
d) Personen festnehmen.

4. Bei Straftaten können die in Ziffer 3 genannten Maßnahmen auch dann getroffen werden, wenn die Straftaten bei einer früheren Benutzung der Transitwege begangen wurden.

5. Über Maßnahmen im Sinne der Ziffer 3 werden dem Betroffenen die nach den allgemein üblichen Vorschriften der Deutschen Demokratischen Republik bezüglich der öffentlichen Ordnung vorgesehenen Dokumente ausgehändigt. Sind Gegenstände beschlagnahmt, sichergestellt oder eingezogen worden, so ist dem Betroffenen ein Verzeichnis der Gegenstände zu übergeben.

Über Festnahmen, den Ausschluß von Personen von der Benutzung der Transitwege und Zurückweisungen sowie über die dafür maßgebenden Gründe werden die zuständigen Organe der Deutschen Demokratischen Republik alsbald die zuständigen Behörden der Bundesrepublik Deutschland unterrichten.

6. Wenn eine Mißbrauchshandlung entdeckt worden ist, nachdem der dafür verantwortliche Reisende die Transitstrecken der Deutschen Demokratischen Republik verlassen hat, so können die zuständigen Organe der Deutschen Demokratischen Republik die zuständigen Behörden der Bundesrepublik Deutschland über die Mißbrauchshandlung, die Beweismittel und die Person des Beschuldigten unterrichten. Die zuständigen Behörden der Bundesrepublik Deutschland werden die den allgemein üblichen Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland bezüglich der öffentlichen Ordnung entsprechenden Maßnahmen treffen und können die zuständigen Organe der Deutschen Demokratischen Republik darüber unterrichten.



Transitabkommen komplett :

http://www.ddr-geschichte.de/Politik/Sou...itabkommen.html


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#35

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.10.2013 22:00
von eisenringtheo | 9.178 Beiträge

Was ich mich immer gefragt habe: Was ist der "für die unverzügliche Durchreise benötigte Zeitraum" in Stunden und Minuten? Das Visum fordert ja direkt zu einer rasanten Fahrt auf. Ab welcher Fahrtzeit galt die Durchreise nicht mehr unverzüglich und musste man mit Problemen an der Güst rechnen??
http://capl.washjeff.edu/browseresults.p...oID=2639&size=l
Theo


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#36

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.10.2013 00:14
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #35
Was ich mich immer gefragt habe: Was ist der "für die unverzügliche Durchreise benötigte Zeitraum" in Stunden und Minuten? Das Visum fordert ja direkt zu einer rasanten Fahrt auf. Ab welcher Fahrtzeit galt die Durchreise nicht mehr unverzüglich und musste man mit Problemen an der Güst rechnen??http://capl.washjeff.edu/browseresults.php?langID=1&photoID=2639&size=l
Theo



Hallo @eisenringtheo , kann hier nur über die Güst Mbn./A. sprechen. Im Bereich Ausreise galt die Grundregel von einer Fahrzeit von 2 Stunden Drewitz - Marienborn. Dh. hatte der PKS bei der Transiteinreise die Uhrzeiteinstellung 14(14.00 Uhr) so war es normal zwischen 15.00 - bis 16.00 Uhr auszureisen. Der PKS wurde immer auf die kommende Stunde eingestellt. Also wurde die Uhrzeit 14.00 Uhr gegen 13.00 Uhr eingestellt. Reisende, die diese Durchschnittszeit weit überschritten (ab ca. 4 Stunden ) waren gut beraten Einkaufsquittungen vom Intershop, Rasthofbelege oder evtl. bei Pannen die Rechnung vorzuzeigen. Es lag insbesondere auch an der Erfahrung oder "Bauch"gefühl des Kontrolleurs in der Ausreise wie er die lange Reisezeit bewertete. ZB. durch den visuellen Check des Fahrzeuges und der Insassen. Wie verhielten sich die Personen bei der Kontrolle, waren sie nervös oder übertrieben freundlich. War das Kfz in einen guten Zustand und passte zu den Insassen. Nehme mal ein Extrembeispiel zur besseren Verständnisses.
PKW Typ Mercedes-Benz S-Klasse, Insasse 1 Person, jung, Bekleidung unpassend zur Nobelkarosse, auf dem Beifahrersitz nur ein Campingbeutel, alles unpersönlich. Das waren Verdachtshinweise das möglicherweise ein Missbrauch nach Art. 16 vorliegen könnte. Der Ausreisekontrolleur hätte dann noch ein paar gezielte Fragen gestellt nach dem Grund der langen Fahrzeit. Wenn der Kontrolleur dann der Meinung war, hier stimmt was nicht, hätte er seinen GF verständigt. Über die Linie GF-Zgf-OLZ hätte man eine Verdachtskontrolle anweisen können.



passport


Feliks D. und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.10.2013 07:22
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Morhen,

da möchte ich mich mal einklinken.

Wie war das mit den LKW Fahrern? Wenn die im Winter bei Glätte stehen geblieben sind und geschlafen haben weil übermüdet? Gab es da Probleme?

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#38

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.10.2013 07:32
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #8
Das heißt ja konkret,die gute Frau war illegal und kurzfristig im Westen.Und man hat sie einfach so gelassen,also ein peinlicher Eklat.Ich denke und vermute,das Ganze hat man auf dem"kleinen Dienstweg"erledigt.Die Besatzung des Streifenwagen wird eine andere Geschichte vorgesetzt bekommen haben und das ganze wurde als Verstoß Grenzordnung abgehandelt.Der Rest wurde "wegretuschiert",ist bei der VI geblieben.Also, so hätte ich das geregelt,wenn es irgendwie gegangen wäre.


Ach wie menschlich das Versagen.
In meiner Stasiakte habe ich einen ganzen Arsch voll Blätter auf denen akribisch vermerkt ist wo ich wann auf der Autobahn in welches Auto gestiegen und mit wem in welche Richtung gereist bin.
Da glaubt ein Stasimann einem dahergelaufenen Westkraftfahrer so eine Geschichte und läßt die Puppe laufen. Ist das aus einem Film?


zuletzt bearbeitet 10.10.2013 07:33 | nach oben springen

#39

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.10.2013 08:47
von elster427 | 789 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #37
Morhen,

da möchte ich mich mal einklinken.

Wie war das mit den LKW Fahrern? Wenn die im Winter bei Glätte stehen geblieben sind und geschlafen haben weil übermüdet? Gab es da Probleme?

Mfg Berlin


Hallo Berlin,
die meisten LKW Fahrer im Berlinverkehr, haben für ihre Fahrten Prämien bekommen für schnelle Liieferung. Mit diesem Geld war schon die Bezahlung von Verkehrsübertretungen eingerechnt. Wenn nibhts passierte, war das Geld ihres. Bei schlechtem Wetter ,wie starkes Glatteis ,Schneeverwehungwn usw. war meist die VP unterwegs und hat den Verkehrsstillstand auf dem Transitvisum vermerkt und abgesigelt.
Ganz ehrlich, die wenigsten LKW Fahrer haben in der DDR geschlafen, aus Angst vor irgendwelchen " Strafen " .
Es gab Fahrer die in einer Nacht die Strecke Drewitz Marienborn zwei bis drei mal gefahren sind. Die sind nur Transit gefahren.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#40

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.10.2013 08:58
von elster427 | 789 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #35
Was ich mich immer gefragt habe: Was ist der "für die unverzügliche Durchreise benötigte Zeitraum" in Stunden und Minuten? Das Visum fordert ja direkt zu einer rasanten Fahrt auf. Ab welcher Fahrtzeit galt die Durchreise nicht mehr unverzüglich und musste man mit Problemen an der Güst rechnen??
http://capl.washjeff.edu/browseresults.p...oID=2639&size=l
Theo


Hallo Theo,
Passport hatte es gut,die hatten nur Drewitz als Gegengüst. In Drewitz kammen da Wartha und Hirschberg als TW Strecken dazu.
Die normale Fahrzeit von Hirschberg lag wohl bei drei bis vier Stunden und Wartha etwas mehr. Man hat bei der Kontrolle zwar draufgeachtet, aber
nur absolute Rausreisser wurden bearbeitet.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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