#161

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 13.10.2013 18:41
von Hans | 2.166 Beiträge



Abend ,Gemeinde…….
Das „Bild“ ganz am Anfang ist ein Zitat aus „Bahnhof der Tränen“, S.171.
Ich hätte den Text natürlich auch abschreiben Können, oder scannen……. Hoffe mal, man kann’s ordentlich lesen.
Anschläge mittels USV (unkonventionelle Spreng Vorrichtung) sind ja bekanntlich der Horror jeder Schutz-und Sicherheitstruppe. Schon die Einschätzung : „Ernstzunehmend“ reicht, um alles zum absoluten Wirbeln zu bringen.- Übrigens : das war nicht die einzige derartige Aktion,ich kann mich an drei solche tollen Ereignisse erinnern.
Also großes Fegen auf dem gesamten Bahnhof- nicht nur an dem im Zit. genannten Tag, das ging so 10 bis 12 Tage vorher los. Alle „Ablageplätze“ wurden „unter ständige Kontrolle“ gestellt- ein wahnsinniges Unterfangen- also wenn jemand mal gesehen haben sollte, wie die Trapo auf Fri durch die Papierkörbe u.ä. Geräte gekrochen ist- die haben keine Flaschen gesammelt. Übrig blieb bei der ganzen Aktion aber die Gepäckaufbewahrung samt Automaten. Also:Nächtliche Kontrolle der aufbewahrten Gepäckstücke notwendig. Friedrichstraße hatte rund 240 Gepäckschließfächer, davon waren rund ¾ nachts belegt. Und dann das ganze möglichst „konspirativ“….. mein damaliger Revierleiter sagte das tatsächlich so! Also: Acht Mann zum „Konspieriren“.
Nun, für die Trapo war das nicht so das Problem- unsere Klamotte war ja von der EB nicht allzu weit entfernt. Meine Bekleidung bestand also aus Uniformhose und Hemd (T) Eisenbahner-Arbeitskittel und EB-Mütze.
Ferner wurde noch die nötige Transportkapazität – sprich Kofferkarren und so-beschafft und dann wurden alle Gepäckstücke aus den rund 180 belegten Automaten in die Gepa gekarrt.-Na ja –Plastetüten und so was, was „augenscheinlich“ keine Bombe war, nicht.
Nach zwei, drei Nächten Training ging das recht schnell. „Einfach“ war es mit den unverschlossenen Gepäckstücken –ebenfalls augenscheinliche….. zugemacht –wieder in die Automaten. Verschlossen war schon komplizierter, den ganzen Laden also wieder auf den Karren, ab zum Zoll – röntgen. Eigentlich auch kein Riesenproblem nur eben nicht gerade um die Ecke. Nach röntgen dann zurück in den Automaten.
Eine Bombe haben wir nicht gefunden, nur—der Fischer würde sagen „Beifang“. Das ging von Diebesgut bis zum Absolutlacher für alle Beteiligten.
Uns fiel nämlich der „Werkzeugkoffer“ einer Domina in die Hände. Zuerst wussten wir mit den ganzen Zeug nicht allzu viel anzufangen, aber wir wurden –noch in derselben Nacht durch die Dame aufgeklärt. Die beiden Kolleginnen, die mit dabei waren, waren übrigens neugieriger als mein WL und ich. Die Dame war aber ganz locker drauf und brachte die tollsten Erklärungen für die unterschiedlichen Werkzeuge und deren Einsatzmöglichkeiten. Seither betrachte ich mich als aufgeklärt.
Übrigens brachte die BZ dann einen kleinen Artikel, in dem sinngem. Stand, das die DR wohl dabei seien soll, das Gepäckträgerproblem am Bahnhof Fri zu lösen. Ob es mit unserer Aktion zu tun hatte?
Soweit für Heute.

73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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zuletzt bearbeitet 13.10.2013 18:43 | nach oben springen

#162

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 18:40
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Hallo,

anlässlich meines Berlinbesuches waren wir ja auxh im Tränenpalast dessen Geschichte uns von einem Referenten erläutert wurde.

Es soll in den 28 Jahren der Mauer zu über 200 Toten gekommen sein, diese eben dadurch das Reisende z.T. mehrere Std in den Kabinen warten mussten?

Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, denn jeder tote Berliner oder westdeutsche innerhalb einer Güst war doch für die DDR Negativpropaganda.

Die Hunde unter den Zügen gab es auch in Schwanheide wenn der "Rentnerexpres" durch fuhr, erzählte mir meine Ostverwandtschaft

Mfg Berlin.


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#163

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 20:06
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Thomas
Du beziehst dich sicher auf dieses Zitat:
"Ersatz-weise wurde in den Berichten der Ost-Bln. Transportpolizei eine exemplarische Recherche für den Grenzübergang Friedrichstraße vorgenommen. Dieser Bestand ist auch nicht komplett überliefert, es fehlen die Lagefilme und Rapporte für die Jahre 1971 bis 1978 und 1989. Ein Drittel ist somit nicht dokumentiert. Soweit auch beide Bestände vorliegen, sind die Angaben zu Todesfällen nicht immer identisch. Allein am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße gab es demnach aber mindestens 227 Tote. Darunter befanden sich 164 DDR-Bürger, 40 West-Berliner, 20 Bundesbürger, ein CSSR –Bürger sowie zwei DDR-Bürger, die nach der Bewilligung ihrer Ausreise in die Bundesrepublik den Grenzübergang passieren wollten."
Ist von Herrn Noke aus "Die Todesopfer an der Berliner Mauer"Hr. Noke sagt aber nicht, wo die Todesopfer waren. Das Problem an der Sache ist die Zuständikeit, logischerweise erfasst die Trapo das "Versterben von Reisenden" in ihrem Bereich, so wie jede Pol.-Dienstelle das tat und tut. Es giebt aber noch mehrere ander Zahlenbeispiele. Warum die Tätikeitsbücher des Rev. Fri von Hr. Noke nicht alle gefunden wurden ,ist mir unklar, eine Anfrage im Pol.-Präsidium hätte genügt. Lagefilm und Rapport ist allerdings was ganz anderes.Aber das weiß ein Historiker, der sich fast ausschließlich mit diesem Thema befasst, natürlich nicht.(Ich stell den "Rest" des Buches, der sich mit Fri. befasst, nicht hier rein, aus bekannten Gründen.)
Nun werd ich mal gemein: Rechnen wir mal : 230 : 9 = 25,5 rd. 26 pro Jahr rd. 2 pro Monat und das bei einer täglichen Reisekapazität von wieviel?
Klar wünscht man das niemanden, aber bitte - Herr Noke und sein co-Autor Hertle spekulieren ein paar Seiten weiter, ob diese Toten den Maueropfern zugerechnet werden müssten. ( Soviel" Meinungsäußerung")
Übrigens ist das versterben von Reisenden -so traurig es klingt, auf Bahnhöfen leider recht Häufig, es passiert öfter,als man denkt.
Im Buch, das diesem Treath den Namen gab, ist das Thema für ein Kapitel. Der Autor drückt sich da recht "vorsichtig" aus, einfach mal lesen.
Zu diesem Thema "bastele" ich noch an einem längeren Beitrag, da ich aber keine "Prügel" beziehen will, suche ich noch nach dem entsprechendem "Beweismaterial"--Ne, ich muß es nicht ausgraben, es liegt in meinem Papierhaufen.Dauert noch ein Weilchen-aber Kommt. Und -wie fast alles von mir-selbst dabeigewesen-Spekulazius mag ich nähmlich nicht so. Und es ist keine "Wiederlegung" sondern einfach so,wie es gelaufen ist. Hoffentlich halbwegs zufriedenstellend.....
73 Hans
Edit-Tippfehler


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zuletzt bearbeitet 19.10.2013 20:10 | nach oben springen

#164

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 21:01
von Harzwanderer | 2.940 Beiträge

Naja, es ist schon möglich, dass dort Reisende wegen der stressigen Grenzabfertigung gestorben sind. Wer das nicht kannte, vielleicht gesundheitlich angeschlagen war, und dann in die Katakomben zur Kontrolle gebeten wurde (letzteres ist mir mal passiert), und wer dann vielleicht noch mit irgendwas erwischt wurde (ich nicht), hat dann vielleicht seinen Herzinfarkt etwas früher bekommen, als ohne Grenze.
Es war einfach kein normaler Bahnhof, sondern der merkwürdigste der Welt. Und es wurden durchaus auch Leute unter Druck und Stress gesetzt. Schon diese Blicke "Ich weiß, dass sie was versteckt haben" und diese Kontrollen nach Lust und Laune. Waren halt so Machtrituale, geradezu inszeniert.


CASI hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.10.2013 21:11 | nach oben springen

#165

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 21:19
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

@ Hans: Ich habe es mir nicht vorstellen können aber ok.

Nee, ich habe mich nicht auf ein Buch bezogen sondern auf die Aussage des Referenten im Tränenpalast bei meiner Berlin Reise.

Danke Hans.

Mfg Berlin


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#166

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 21:31
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Gemeinde...
Natürlich-der Harzwanderer hat nicht so unrecht- Stress war sicher ein Faktor, dazu das Schleppen von Riesengepäck usw. Werd ich nie bestreiten.
Ich hab aber den angekündigten "Erlebnisbericht" auf Grund massiver Antreiberei fertig. Hier ist er: und - ach ,les einfach.
ich hoffe, das hat jetzt geklapptSoweit ein Zitat aus Hertel/Noke- Die Toten an der Berliner Mauer.
Als ich das Buch las, kam mir der geschilderte Fall-Versterben einer Reisenden-irgendwie verdammt bekannt vor. Er erinnerte mich an meine „Lächelnde Oma“ die mir im Dienst faktisch unter den Händen weggestorben ist. Traurig, aber leider gehört das eben auch zur Tätigkeit eines Polizisten. Ich werd mich jetzt nicht hinstellen und erklären, dass das mein Fall war, dazu fehlt der Beweis, aber wie gesagt…..
Spätschicht, ich stehe in der östlichen Bahnhofshalle Friedrichstraße . Eine Oma, ca. 60, klein, zierlich mit einer Reisetasche kommt auf mich zu, lächelt mich an und fällt kurz vor mir um. Nicht wie man stolpert oder so-kerzengerade und „wie ein Brett“ ( ich weiß, hässlicher Ausdruck, aber ich hab keinen anderen) Der übliche Ablauf-per Funk Schwester (wir hatten einen DRK-Stützpunkt )und SHW angefordert-dann die mal gelernte Erste Hilfe, etwas später dann mit Trage in den Stützpunkt dae DRK, Gott sei Dank fast nebenan, auch in der Halle. Dort dann weiter Herzdruckmassage, Atemspende…..das übliche eben, bis der RTW da war-ca. 10 min. Arzt war an Bord, kurz gemessen mit irgendeinen Gerät – Hören sie auf, Wachtmeister , Exitus- sie war höchstwahrscheinlich schon tot, bevor sie auf dem Boden angekommen ist. Peng-SCH….. Leider die traurige Realität. Nun der Bezug zu dem Zitat: Bitte mal genau lesen: Nr.1913 bis Herzversagen. Da steht doch wohl ganz eindeutig : nach der Einreise! Und dann: unter welchen Umständen der Tot eintrat………
Man darf mir jetzt seelenruhig widersprechen, aber das ist doch eindeutig Mache. Nach der Einreise(!) heißt doch wohl eindeutig nicht "Während der Kontrolle oder bei einem Verhör". Konkret bezeichnen diese Worte sogar einen Ort, wenn auch nicht gerade genau, nämlich die „Osthalle“ . O.K. Dazu muss man wissen wie Lagefilme angelegt werden, das ist so eine Art komprimiertes Zeitband der Tätigkeiten, kein Bericht oder so.
Und -für mich die wichtigste Frage: Ist meine "Oma" jetzt auch auf der Liste von Hr.Noke? Wenn ja ,als was? Übrigens- wenn man so einen "Sch...dienst hatte , ist man, trotz aller Abstumpfung, die der Beruf so mit sich bringt, ganz schön fertig. Daher auch mein-vieleicht jetzt etwas verständlicher- Ärger.
Nachsatz: Der Referent hat genau diesen gemeint! Ich kenn die Führung auch.
/3 Hans


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#167

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 22:15
von Harzwanderer | 2.940 Beiträge

"Bei der Einreise" stimmt schon insgesamt, sie war ja beim Grenzübertritt. Die Dame war herzkrank. Ich kann mir das schon vorstellen, dass so jemand sich da extra aufregt und stirbt. Die Grenze machte auch viel psychologischen Stress, der sich noch über alles legte. Schon bei der Fahrt durch die Geisterbahnhöfe oder oben durch den Todesstreifen wurde man ja stimmungsmäßig runtergezogen, das war ja eine Tragödie für sone Stadt. Ich kennen KEINEN Berliner (Ost oder West), den das kalt gelassen hätte.

Ich sehe den persönlichen Angriff in dem Bericht auch gar nicht. Diese ganzen Lügen in den Akten haben eben großes Mißtrauen und auch so ein Klima der Verdächtigungen entstehen lassen. Die DDR hat ja sogar amtliche Hinrichtungen mit Erschießen als "Todesursache akutes Herz- Kreislaufversagen" verschleiert. Da steht natürlich bei jedem Toten erstmal so ein Verdacht im Raum, was und wie es wirklich war.


zuletzt bearbeitet 19.10.2013 22:21 | nach oben springen

#168

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 22:36
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Hmm, ich kann beide Seiten verstehen-

Dich, Hans, dass Du sagst: Steht da doch. Du sagst aber auch im Vorsatz: Man muss, um den Film zu verstehen wissen wie und was gemeint ist (sinngemäß).

Nun kommt es drauf an, weiß man es oder will man es nicht wissen.

Und dann kommt der Grund von Harzwanderer dazu.

Ich verstehe Dich sehr gut Hans, dass Du zornig über derartige Aussagen in den Medien, im Buch bist weil Du dabei warst und weißz wie es war.

Und nun kommt die Story von ABV dazu, was sagt der Chefredakteur und der Siebenschuh: Wir machen ihn zum Mörder, wir verbiegen die Wahrheit, so steht es da sinngemäß.

Mfg Berlin

Edit: Und wie weit geht die Einreise, endet die bei der Passkontrolle oder erst beim Zoll? Oder erst nach verlassen des Gebäudes/ des Tränenpalastes? Das ist alles relativ zu sehen.


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zuletzt bearbeitet 19.10.2013 22:39 | nach oben springen

#169

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 22:39
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, eigendlich schon Computerendzeit, aber den einen noch.....
Stimmt alles- und jetzt kommt wider mein aber.--Kennst Du ja schon.
DerKnackpunkt ist der Ort: Nach der Einreise. Wieso dann ,bei Kontrolle, ev.Verhör und so? Und- wenn versterben im Güst -Bereich : Kein DH der Trapo hatte dann so "08-15 "geschrieben, sondern In der Einreise des PKE oder Beim passieren der Zollkontrolle usw. Im Gegensatz zu weitverbreiteter Meinung hat die T. nämlich nicht den"Schreibknecht" für das PKE gemacht-Ihre Berichte mußten sie schon selbst schreiben.Und dann währe das kein Trapo-Rapport gewesen. Irgendwo hab ich mal was von "die Beteiligten vier Organe hüteten und verteidigten ihren jeweiligen Bereich, ihre Zuständikeit. Keiner konnte den anderen einfach so in seine Bereich reinarbeiten, das hätte furchtbaren Ärger gegeben.Den "Rest" - klar -zustimmung.
Und persönlich-damit hat das nichts zu tun. Ich mag es bloß nicht, wenn Fakten geschönt werden, nur damit man einen Strich mehr auf seiner Liste hat.
Extrembeispiel gefällig ? Nicht von Fri.---- such mal Klaus-Peter Eich----- ev. findest Du ihn auf der Liste der Mauertoten (eine alte Ausgabe aber,mittlerweile korrigiert)
Und ich schick dir dann die Rede von Hr. Eich vor dem Bundestag. Alles nur Irrtum? Zweifel ist m.M.nach manchmal Pflicht. ( O.K. Eich ist OT). übrigens-das Hr.Eich querschnittsgelähmt ist bedaure ich- aber das muß ich ja wohl nicht mal sagen.
und ganz zum Schluß----danke-ohne Widerspruch ists öde--manchmal warte ich schon auf Dich- Kein Honig ums Maul !
Hans
Einreise endet an Blechtür Osthalle--Nachtrag. H.


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zuletzt bearbeitet 19.10.2013 22:41 | nach oben springen

#170

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 22:44
von Vogtländer (gelöscht)
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Gelle,Hans, ein A ist kein B!zwinker


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#171

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 22:46
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Zitat
was sagt der Chefredakteur und der Siebenschuh: Wir machen ihn zum Mörder, wir verbiegen die Wahrheit, so steht es da sinngemäß.



Hans, dass ist die Zeit heute, Wahrheit verbiegen um Quoten zu machen.

Es zählt nur der Reibwert zwischen Daumen und Zeigefinger. Es liest sich eben besser, 227 Tote als 27.


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#172

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 22:51
von Hans | 2.166 Beiträge

Na, ich seh schon, ich muß dem Comp. noch ein wenig.......
Meiner Meinung nach : Ein Historiker , in diesem Fall der Hr. Noke, muß sich der historischen Wahrheit vepflichtet fühlen. Er weiß in der Regel mehr vom "Fall" als er schreibt.-Hintergrundwissen- Hr.Noke und Hr. Hertel befassen sich seit unzeiten mit diesem Themenbereich-und dann fehlt das "Fachwissen"?
Und dann befragt der jeweilige Historiker ja Zeitzeugen. Hat Ihm das keiner gesagt? oder warens nur die "Falschen-dann war die Recherche Schlampig-Tut mir leid-aber so ist es.73 Hans
Edit: die 227 bezweifele ich nicht , eher im Gegenteil. H.


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zuletzt bearbeitet 19.10.2013 22:54 | nach oben springen

#173

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 22:53
von icke46 | 2.593 Beiträge

Nun ja - die Zahl der Toten kann durchaus hinkommen - das ist aber nicht der entscheidende Punkt, den Hans meint.

Sicher ist so ein Grenzübergang immer auch eine Stress-Situation die für gesundheitlich gefährdete Menschen ein höheres Risiko darstellt. Nur ob man diese Menschen dann im Fall Friedrichstraße den Mauertoten zuordnen kann - und das wird eigentlich versucht - da habe ich auch meine Zweifel.

Um mal einen Vergleich zur Jetzt-Zeit zu ziehen wäre folgendes interessant: Früher war Friedrichstraße ein Grenzübergang mit Bahnhof, heute ist es ein Kaufhaus mit Gleisanschluss. Nun wäre die spannende Frage: wieviele Menschen sterben dort (Suizide und Totschlag mal aussen vor gelassen)? Und kann man diese bereinigte Zahl dann dem Kulturschock durch die Geschäfte zuordnen?

Gruss

icke



Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.10.2013 22:54 | nach oben springen

#174

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 23:03
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Ich verstehe das schon, worum es geht.

Man will bewusst was verdrehen. Historiker mit Fachwissen hin oder her.

Zu den Maueropfern dazu zählen? Eher nein. Opfer des Systems? Möglicherweise nicht mal das wobei mir persönlich da Zweifel kommen. Eben deshalb, wie diese Grenze, die Güsten und deren Personal in verschiedenen Beiträgen von verschiedenen Usern geschildert wurden.

Ich klinke mich hier nun aus.

Gute Nacht.

Mfg Berlin


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#175

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 23:07
von Harzwanderer | 2.940 Beiträge

Ich finde, "Opfer des Systems" kommt der Sache schon nahe. Es war eben mehr, als einfach nur Eisenbahnpassagiere, die zufällig dort sterben.
Diese Reiserei war Stress. Und der Weltenwechsel Ost-West oder umgekehrt erst Recht.


zuletzt bearbeitet 19.10.2013 23:07 | nach oben springen

#176

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 19.10.2013 23:11
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi...
Na, Da kommen wir uns doch schon recht nahe!
Aber ich klink mich jetzt auch aus. Nacht, Morgen ist auch noch ein Tag und die Geschichte wird bis dahin nicht umgeschrieben.
73 Hans


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#177

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 20.10.2013 09:46
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde...
Kleine -und leicht schamhafte-Bemerkung zu meiner Nr. #163 : Jemanden der Fehler in meinen" gemeinen " Rechenbeispiel aufgefallen? Ne? na dann: Der Ansatz muß natürlich 230 :19 heißen- aber dann wird das Beispiel sogar noch gemeiner.
230:19 : ca 12 pro Jahr . No ja-sorry--- wo ist jezt der Selbstverprügelungsbutton?
73 Hans


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#178

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 24.10.2013 00:39
von der glatte | 1.356 Beiträge

Hallo in die Runde,
ich möchte auf ein Kapitel im Buch zurückkommen. Auf Seite 99 kommt die Aufsicht der DR Frau G.T. zu Wort Sie bekam ab 1976 angeblich auch die Betretungskarte und durfte bei Personalmangel im Westteil des Bahnhofs als Aufsicht auf den S-Bahnsteigen eingesetzt werden und sie wurde auch dort eingesetzt. Dann kommt eine Sache mit geschmuggelten Eheringen, na ja.

Interessant ist allerdings, dass über diesen Bahnhof ihre Tante Bille aus Kreuzberg regelmäßig einreiste. Hier musste ich schon stutzen, wo doch angeblich alle Eisenbahner, welche dort arbeiteten, einer besonderen Kontrolle und Auswahl unterlagen. Sie selbst beschreibt es ja auf der Seite 94; ...musste über 25 Jahre alt sein, verheiratet sein, möglichst Familie haben, also "bodenständig" sein. Und sicherlich keine Westverwandschaft haben, möchte ich da noch hinzufügen. Auf der Seite 185 wird von ständigen heimlichen Überprüfungen durch das MfS berichtet bevor man überhaupt dort arbeiten konnte. Außerdem berichtet der Autor über eine Person, welche abgelehnt wurde, nur weil er persönliche und postalische Verbindungen in die BRD unterhielt.

Für mich alles verwirrend, auf der einen Seite wurden die Leute nach Meinung des Autors "genau unter die Lupe genommen und ausgewählt", auf der anderen Seite, hatte diese Dame der DR eine Tante in Kreuzberg, welche oft über den Bahnhof Friedrichstraße einreiste. Ist das keinem aufgefallen?

Weiter auf Seite 184 ein fast gleicher Fall. Eine Verkäuferin vom Intershop-Kiosk auf dem Nord-Süd-S- Bahnsteig darf nach Westberlin fahren und grüßt auf dem Bahnsteig ihre verblüfften Kollegen im Intershop. Na ja, was meint Ihr dazu?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#179

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 24.10.2013 00:57
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #178
Hallo in die Runde,
ich möchte auf ein Kapitel im Buch zurückkommen. Auf Seite 99 kommt die Aufsicht der DR Frau G.T. zu Wort Sie bekam ab 1976 angeblich auch die Betretungskarte und durfte bei Personalmangel im Westteil des Bahnhofs als Aufsicht auf den S-Bahnsteigen eingesetzt werden und sie wurde auch dort eingesetzt. Dann kommt eine Sache mit geschmuggelten Eheringen, na ja.

Interessant ist allerdings, dass über diesen Bahnhof ihre Tante Bille aus Kreuzberg regelmäßig einreiste. Hier musste ich schon stutzen, wo doch angeblich alle Eisenbahner, welche dort arbeiteten, einer besonderen Kontrolle und Auswahl unterlagen. Sie selbst beschreibt es ja auf der Seite 94; ...musste über 25 Jahre alt sein, verheiratet sein, möglichst Familie haben, also "bodenständig" sein. Und sicherlich keine Westverwandschaft haben, möchte ich da noch hinzufügen. Auf der Seite 185 wird von ständigen heimlichen Überprüfungen durch das MfS berichtet bevor man überhaupt dort arbeiten konnte. Außerdem berichtet der Autor über eine Person, welche abgelehnt wurde, nur weil er persönliche und postalische Verbindungen in die BRD unterhielt.

Für mich alles verwirrend, auf der einen Seite wurden die Leute nach Meinung des Autors "genau unter die Lupe genommen und ausgewählt", auf der anderen Seite, hatte diese Dame der DR eine Tante in Kreuzberg, welche oft über den Bahnhof Friedrichstraße einreiste. Ist das keinem aufgefallen?

Weiter auf Seite 184 ein fast gleicher Fall. Eine Verkäuferin vom Intershop-Kiosk auf dem Nord-Süd-S- Bahnsteig darf nach Westberlin fahren und grüßt auf dem Bahnsteig ihre verblüfften Kollegen im Intershop. Na ja, was meint Ihr dazu?

Gruß Reiner


Sicherlich waren die Vorgaben für DDR-Reisekader "keine Westverwandtschaft/Postkontakte" die offizielle und erstrebenswerte Vorgabe.
Trotzdem war das wohl nicht einzuhalten.
Es waren mehr DDR-Bürger im NSW tätig als man denkt die über Westverwandschaft verfügten die nur "offiziell" ruhten...

seaman

NSW=Nichtsozialistisches Wirtschaftssystem.
Der Westen also....


zuletzt bearbeitet 24.10.2013 01:12 | nach oben springen

#180

RE: Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergansstelle Berlin - Friedrichstraße

in DDR Grenze Literatur 24.10.2013 09:25
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen , Gemeinde…….
So ist das mit den Zeitzeugen.
Also, ich kenne Gisela T. und ich kannte auch Max, der lebt leider nicht mehr. Gisela war in der Bahnhofsverwaltung, hatte aber, wie viele dort, BuV-Eisenbahner gelernt und machte daher, wenn „Not am Mann“ war, auch Betriebsdienst- in diesem Fall- Aufsicht. Das mit den Ringen hab ich von mehreren Seiten – logischerweise nach Wende- gehört, vorher sagte man sowas keinen Polizisten (eigentlich logisch, oder?). Übrigens klingt die Orginalgeschichte-selbsterzählt-wesentlich lustiger.
Eigentlich zeigt das Beispiel, das eben doch nicht alles so heiß gegessen wurde, wie man es heute als Tatsache hinstellen möchte. Das Gisela Verwandte in WB hatte- welcher „richtige“ Berliner nicht? Zu mindestens die „Älteren“.
Fazit, für mich jedenfalls, ganz so toll, scharf, wasweißich, war die immer wieder beklagte ständige Überwachung nicht. Irgendwo hier im Forum gibt es eine (mehrere) Aufstellung, wie viele Leute auf Friedrichstraße beim PKE, dem Zoll und den GT gearbeitet haben. Die Trapozahlen kann ich dazu liefern. Einfach mal rechnen. Es ist m.M. nach nicht nötig , in Hinsicht auf Kontrollen zu übertreiben, die waren schon so nicht ohne, aber manches passt eben in den Mainstream.
Übrigens,-Rainer-Hast Du bemerkt, das die Sittenbilder zu Themen des Buches passen? Ich hoffe Doch.
Soweit----
73 Hans


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