#81

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 05.10.2013 19:58
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #80
Zitat von DoreHolm im Beitrag #79
Zitat von ABV im Beitrag #78
Dieses Wissen hat aber auch den " Nachteil", dass wir uns immer über den Mist den man so erzählt, ärgern. Und das uns oft keiner glaubt. Weil dieses Wissen zwar der Realität aber nicht dem allgemeinen Mainstream entspricht.


Gruß Uwe


Klar, das sehe ich auch so. Aber wenn wir die Klappe halten, dann regiert eines Tages völlig der "Mist"haufen.



Wen meinst Du mit "Mist"haufen

LG von der grenzgaengerin



Pink: Na Dich ganz bestimmt nicht. Ansonsten, könnte ja sein, daß sich jemand unbedingt die Jacke anziehen will.



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#82

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 05.10.2013 20:02
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #80
Zitat von DoreHolm im Beitrag #79
Zitat von ABV im Beitrag #78
Dieses Wissen hat aber auch den " Nachteil", dass wir uns immer über den Mist den man so erzählt, ärgern. Und das uns oft keiner glaubt. Weil dieses Wissen zwar der Realität aber nicht dem allgemeinen Mainstream entspricht.


Gruß Uwe


Klar, das sehe ich auch so. Aber wenn wir die Klappe halten, dann regiert eines Tages völlig der "Mist"haufen.



Wen meinst Du mit "Mist"haufen

LG von der grenzgaengerin



Du bist ganz sicher nicht gemeint! Aber was glaubst du, wieviel " im Brustton der Überzeugung" vorgetragenen Unsinn ich mir schon anhören musste? Wenn es um Vorgänge in der DDR ging. Speziell von Leuten, welche die DDR vor 1990 nicht einmal betreten hatten. Ich halte es schon für meine Pflicht, offenkundigen Unsinn geradezurücken. Leider prallen nicht selten entsprechende Argumente an solchen "Besserwissern" ab, wie Flintenkugeln an einer Felsenwand. Ich habe aber auch andere Beispiele erlebt, wo Menschen ihre Meinung anschließend revidierten.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#83

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 05.10.2013 20:43
von Moskwitschka (gelöscht)
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Mir geht es hier nicht um mich.

Wie soll aber ein geneigter (Mit) Leser dieses Forums (über 2.400 Zugriffe in nur 3 Tagen zu dem ewigen Thema Einheit ist schon eine Hausmarke) guten Mist von schlechtem Mist unterscheiden? So eine Aussage diskredidiert pauschal erst einmal alle, die hier schreiben. Denn um Dore zu verstehen, muss man schon insider des Forums sein.

LG von der grenzgaengerin


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zuletzt bearbeitet 05.10.2013 20:46 | nach oben springen

#84

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 05.10.2013 20:47
von ABV | 4.202 Beiträge

Ja ok. Aber die Frage kann dann nur Dore selbst beantworten.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#85

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 05.10.2013 21:24
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #84
Ja ok. Aber die Frage kann dann nur Dore selbst beantworten.

Gruß Uwe


Ich hätte den Begriff "Mist" Haufen nicht gewählt, wenn in dem Beitrag, auf den ich mich bezog, nicht schon das Wort "Mist" vorgegeben war. Dann hätte ich mich ganz sicher etwas diplomatischer, nichtsdestotrotz aber ebenfalls deutlich, ausgedrückt. Also, da ich keinen, nicht einen Einzigen hier angesprochen habe und mir, ganz ehrlich gesagt, auch keiner einfällt, dem ich das anhängen würde, kann es sich dann nur um jemand handeln, der mit Vorliebe sowas auf sich beziehen möchte, um dann um so heftiger dagenen "anstinken" zu können.
Aber ich sehe wieder, daß hier im Forum auch gern mal ein Begriff oder eine Formulierung auf die Goldwage gelegt wird. Naja, schon in meiner Brigade damals hieß es, daß ich kein Fettnäpfchen auslasse.



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#86

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 05.10.2013 21:35
von ABV | 4.202 Beiträge

Danke Dore. Ich denke mal, dass durch diese Antwort alle Missverständnisse aus der Welt sind. Unschuldig bin ich ja daran auch nicht. Habe ich doch sozusagen das Stichwort geliefert. Ich lasse nämlich auch keinen Fettnapf aus.
Nun aber weiter im Thema

Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe


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#87

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 05.10.2013 21:39
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #67
Zitat von Harra318 im Beitrag #57
[quote=Barbara|p293057]





Bedeuten die beiden Begriffe dasselbe?
.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Welcher Feiertag ist dir wichtiger, der "Tag der deutschen Einheit" oder "der 17. Juni"?
Da gehen bereits die Unterschiede los zwischen West und ostdeutschen.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das "oder" zwischen den beiden Feiertagen verstehe ich nicht.
Beide Tage sind mir wichtig:

der 17. Juni war und ist für mich ein Gedenktag!


.



Was ist daran so schwer @Barbara, die Antwort steckt in der Frage.


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#88

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 20.10.2013 07:47
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #1

Zitat
Die Deutsche Einheit - eine Illusion.
Den "Ossi" gibt es weiterhin

http://n-tv.de/politik/Die-Deutsche-Einh...le11474886.html


Stimmt's, oder doch nicht?



Nun ja, auch wenn dieser komische Feiertag schon wieder recht spurlos an mir vorbei geschlichen ist, doch mal ein paar Gedanken nachträglich zur Einheit.
Für mich ist das alles in der Nachbewertung nur noch genauso spektakulär wie eine gemeinsame Zugfahrt, ein technischer Vorgang, bei dem ein zufällig zusammengetroffenes buntes Menschenvolk ein gemeinsames Ziel zu haben glaubt.
Für einige ist diese Zugfahrt aber etwas besonderes, sie lernen den Partner fürs Leben kennen, vergessen ihren Laptop, werden beklaut oder haben einfach nur ein nettes Gespräch mit dem wildfremden Sitznachbarn im Großraumabteil.
Andere pennen eben die ganze Fahrt über oder geben sich im Bordbistro die Kante, führen nervige Handytelefonate oder zwingen dem Zugbegleiter blödsinnige Diskussionen auf, ein Mikrokosmos eben, den man im Prinzip auf das ganze Volk hochrechnen kann.
Aber auch wenn alle gemeinsam bis zur Endstation fahren, sind sie am Ende weder alle gleicher geworden noch haben sie ihren Horizont nennenswert erweitert.
Nur wenige erleben auf solchen Zugfahrten etwas spektakuläres, wenn sie z. B. in eine Schafherde fahren, einen der 700 jährlichen Suizidopfer unter sich liegen haben oder zusammen mit einem betrunkeném Zugführer unterwegs sind, diese Fahrgäste erfahren durch diese Reise etwas Besonderes, plötzlich kommt man mit dem bislang schnarchenden Sitznachbarn ins Gespräch, man erfährt, daß das nervige Handygespräch über die persönliche berufliche Zukunft entscheidet und lernt Leute kennen, die man normalerweise links liegen läßt und die sich plötzlich als interessante Zeitgenossen entpuppen.
Aber dieser Personenkreis verschwindet in der Masse der Millionen täglichen Fahrgäste genauso wie der Personenkreis, der mit der deutschen Vereinigung heute noch etwas spektakuläres empfindet, es ist schlichtweg nur noch ein Schulterzucken wert, so wie die toten Schafe im Tunnel und der inzwischen tatsächlich vergessene Laptop.
Viele Mitreisende sind unterwegs auf der Strecke geblieben, das Fahrgeld reichte nicht für die Fahrt zum Endbahnhof, viele würden gern wieder umkehren in die alte Zeit aber für die Rückfahrt reichts auch bloß nicht, was also tun ?
Nunja, am besten sich einfach in dem Ort einrichten, wo man gestrandet ist oder, sofern man wohlhabend genug ist, um erst mal anzukommen, die Fahrt Revue passieren lassen und überlegen, ob alles richtig war, ob das Ziel auch wirklich erreicht ist aber feiern ?
Feiern- Nein Danke.
Dies nur mal meine Gedanken zur Einheit und zum Schluß eine kleine Textpassage aus dem Bahnalltag "wir (ich) entschuldige (n) uns (mich) für die eingetretene Verspätung" -



Hans, silberfuchs60 und Eisenacher haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#89

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 20.10.2013 08:03
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

zum Schluß eine kleine Textpassage aus dem Bahnalltag "wir (ich) entschuldige (n) uns (mich) für die eingetretene Verspätung" -@Hackel39

Entschuldigung abgelehnt,Frahrpreissrückerstattung


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#90

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 20.10.2013 08:21
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #89
zum Schluß eine kleine Textpassage aus dem Bahnalltag "wir (ich) entschuldige (n) uns (mich) für die eingetretene Verspätung" -@Hackel39

Entschuldigung abgelehnt,Frahrpreissrückerstattung


Kriegst den Gutschein fürs Bordbistro Pit, dafür kannst Du Dir am 3. Oktober 2014 im ICE ein Glas Sekt servieren lassen.
Mach dann mal das Experiment, die Fahrgäste zu fragen, was Du wohl feierst im Moment.
Da kommen vielleicht 10 % auf die Deutsche Einheit...tut mir leid, so nüchtern sieht meine Bilanz eben aus.
Du kannst natürlich auch über Transferzahlungen an die Brezelfee vom ICE ein paar Leute zum Sekt einladen, die feiern dann natürlich mit, aber nur weil es sie im Gegensatz zur Einheit nichts kostet.



silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#91

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 21.10.2013 12:13
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #88
Zitat von Feliks D. im Beitrag #1

Zitat
Die Deutsche Einheit - eine Illusion.
Den "Ossi" gibt es weiterhin

http://n-tv.de/politik/Die-Deutsche-Einh...le11474886.html


Stimmt's, oder doch nicht?


Nun ja, auch wenn dieser komische Feiertag schon wieder recht spurlos an mir vorbei geschlichen ist, doch mal ein paar Gedanken nachträglich zur Einheit.
Für mich ist das alles in der Nachbewertung nur noch genauso spektakulär wie eine gemeinsame Zugfahrt, ein technischer Vorgang, bei dem ein zufällig zusammengetroffenes buntes Menschenvolk ein gemeinsames Ziel zu haben glaubt.
Für einige ist diese Zugfahrt aber etwas besonderes, sie lernen den Partner fürs Leben kennen, vergessen ihren Laptop, werden beklaut oder haben einfach nur ein nettes Gespräch mit dem wildfremden Sitznachbarn im Großraumabteil.
Andere pennen eben die ganze Fahrt über oder geben sich im Bordbistro die Kante, führen nervige Handytelefonate oder zwingen dem Zugbegleiter blödsinnige Diskussionen auf, ein Mikrokosmos eben, den man im Prinzip auf das ganze Volk hochrechnen kann.
Aber auch wenn alle gemeinsam bis zur Endstation fahren, sind sie am Ende weder alle gleicher geworden noch haben sie ihren Horizont nennenswert erweitert.
Nur wenige erleben auf solchen Zugfahrten etwas spektakuläres, wenn sie z. B. in eine Schafherde fahren, einen der 700 jährlichen Suizidopfer unter sich liegen haben oder zusammen mit einem betrunkeném Zugführer unterwegs sind, diese Fahrgäste erfahren durch diese Reise etwas Besonderes, plötzlich kommt man mit dem bislang schnarchenden Sitznachbarn ins Gespräch, man erfährt, daß das nervige Handygespräch über die persönliche berufliche Zukunft entscheidet und lernt Leute kennen, die man normalerweise links liegen läßt und die sich plötzlich als interessante Zeitgenossen entpuppen.
Aber dieser Personenkreis verschwindet in der Masse der Millionen täglichen Fahrgäste genauso wie der Personenkreis, der mit der deutschen Vereinigung heute noch etwas spektakuläres empfindet, es ist schlichtweg nur noch ein Schulterzucken wert, so wie die toten Schafe im Tunnel und der inzwischen tatsächlich vergessene Laptop.
Viele Mitreisende sind unterwegs auf der Strecke geblieben, das Fahrgeld reichte nicht für die Fahrt zum Endbahnhof, viele würden gern wieder umkehren in die alte Zeit aber für die Rückfahrt reichts auch bloß nicht, was also tun ?
Nunja, am besten sich einfach in dem Ort einrichten, wo man gestrandet ist oder, sofern man wohlhabend genug ist, um erst mal anzukommen, die Fahrt Revue passieren lassen und überlegen, ob alles richtig war, ob das Ziel auch wirklich erreicht ist aber feiern ?
Feiern- Nein Danke.
Dies nur mal meine Gedanken zur Einheit und zum Schluß eine kleine Textpassage aus dem Bahnalltag "wir (ich) entschuldige (n) uns (mich) für die eingetretene Verspätung" -





"....bei dem ein zufällig zusammengetroffenes buntes Menschenvolk ein gemeinsames Ziel zu haben glaubt."


Nein Hackel, genau das ist es nicht. Und deshalb "ringen" wir hier und ich finde das richtig, dass wir das tun, Feiertag hin oder her.


Wegen des 17. Juni, Harra: bedeutet "Einheit oder Einheitlichkeit", dass wir historische Tatsachen in gleicher Weise bewerten müssen?

.


Jobnomade und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#92

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 21.10.2013 13:14
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #91
Zitat von Hackel39 im Beitrag #88
Zitat von Feliks D. im Beitrag #1

Zitat
Die Deutsche Einheit - eine Illusion.
Den "Ossi" gibt es weiterhin

http://n-tv.de/politik/Die-Deutsche-Einh...le11474886.html


Stimmt's, oder doch nicht?


Nun ja, auch wenn dieser komische Feiertag schon wieder recht spurlos an mir vorbei geschlichen ist, doch mal ein paar Gedanken nachträglich zur Einheit.
Für mich ist das alles in der Nachbewertung nur noch genauso spektakulär wie eine gemeinsame Zugfahrt, ein technischer Vorgang, bei dem ein zufällig zusammengetroffenes buntes Menschenvolk ein gemeinsames Ziel zu haben glaubt.
Für einige ist diese Zugfahrt aber etwas besonderes, sie lernen den Partner fürs Leben kennen, vergessen ihren Laptop, werden beklaut oder haben einfach nur ein nettes Gespräch mit dem wildfremden Sitznachbarn im Großraumabteil.
Andere pennen eben die ganze Fahrt über oder geben sich im Bordbistro die Kante, führen nervige Handytelefonate oder zwingen dem Zugbegleiter blödsinnige Diskussionen auf, ein Mikrokosmos eben, den man im Prinzip auf das ganze Volk hochrechnen kann.
Aber auch wenn alle gemeinsam bis zur Endstation fahren, sind sie am Ende weder alle gleicher geworden noch haben sie ihren Horizont nennenswert erweitert.
Nur wenige erleben auf solchen Zugfahrten etwas spektakuläres, wenn sie z. B. in eine Schafherde fahren, einen der 700 jährlichen Suizidopfer unter sich liegen haben oder zusammen mit einem betrunkeném Zugführer unterwegs sind, diese Fahrgäste erfahren durch diese Reise etwas Besonderes, plötzlich kommt man mit dem bislang schnarchenden Sitznachbarn ins Gespräch, man erfährt, daß das nervige Handygespräch über die persönliche berufliche Zukunft entscheidet und lernt Leute kennen, die man normalerweise links liegen läßt und die sich plötzlich als interessante Zeitgenossen entpuppen.
Aber dieser Personenkreis verschwindet in der Masse der Millionen täglichen Fahrgäste genauso wie der Personenkreis, der mit der deutschen Vereinigung heute noch etwas spektakuläres empfindet, es ist schlichtweg nur noch ein Schulterzucken wert, so wie die toten Schafe im Tunnel und der inzwischen tatsächlich vergessene Laptop.
Viele Mitreisende sind unterwegs auf der Strecke geblieben, das Fahrgeld reichte nicht für die Fahrt zum Endbahnhof, viele würden gern wieder umkehren in die alte Zeit aber für die Rückfahrt reichts auch bloß nicht, was also tun ?
Nunja, am besten sich einfach in dem Ort einrichten, wo man gestrandet ist oder, sofern man wohlhabend genug ist, um erst mal anzukommen, die Fahrt Revue passieren lassen und überlegen, ob alles richtig war, ob das Ziel auch wirklich erreicht ist aber feiern ?
Feiern- Nein Danke.
Dies nur mal meine Gedanken zur Einheit und zum Schluß eine kleine Textpassage aus dem Bahnalltag "wir (ich) entschuldige (n) uns (mich) für die eingetretene Verspätung" -




"....bei dem ein zufällig zusammengetroffenes buntes Menschenvolk ein gemeinsames Ziel zu haben glaubt."


Nein Hackel, genau das ist es nicht. Und deshalb "ringen" wir hier und ich finde das richtig, dass wir das tun, Feiertag hin oder her.


Wegen des 17. Juni, Harra: bedeutet "Einheit oder Einheitlichkeit", dass wir historische Tatsachen in gleicher Weise bewerten müssen?

.





Sehr richtig, liebe Barbara, die Einheit ist ein Kampf und kein Fest.
Eben haben wir anderswo im Forum ein Schlachtfeld abgewickelt unter dem Damoklesschwert der Stasiproblematik.
Die hat offenbar immer noch eine enorme Sprengkraft, welche man nur noch mit dem Schloß des Administrators bändigen konnte.
Hoffen wir gemeinsam, daß man weiterhin überwiegend ohne Ringrichter zurecht kommt.



seaman und Jobnomade haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 21.10.2013 13:21
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Die deutsche Einheit ist....

– das Einfache, das schwer zu machen ist.

frei nach Bertold Brecht
(über den Kommunismus)

Gruss Hartmut

ein "Ossi" ? "Wessi" ?
Ach, ich weiss nicht. Einfach ein Deutscher, der inzwischen auch ein wenig europäisch denkt...


u3644_Jobnomade.html
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#94

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 28.10.2013 17:25
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #92
Zitat von Barbara im Beitrag #91
Zitat von Hackel39 im Beitrag #88
Zitat von Feliks D. im Beitrag #1

Zitat
Die Deutsche Einheit - eine Illusion.
Den "Ossi" gibt es weiterhin

http://n-tv.de/politik/Die-Deutsche-Einh...le11474886.html


Stimmt's, oder doch nicht?


Nun ja, auch wenn dieser komische Feiertag schon wieder recht spurlos an mir vorbei geschlichen ist, doch mal ein paar Gedanken nachträglich zur Einheit.
Für mich ist das alles in der Nachbewertung nur noch genauso spektakulär wie eine gemeinsame Zugfahrt, ein technischer Vorgang, bei dem ein zufällig zusammengetroffenes buntes Menschenvolk ein gemeinsames Ziel zu haben glaubt.
Für einige ist diese Zugfahrt aber etwas besonderes, sie lernen den Partner fürs Leben kennen, vergessen ihren Laptop, werden beklaut oder haben einfach nur ein nettes Gespräch mit dem wildfremden Sitznachbarn im Großraumabteil.
Andere pennen eben die ganze Fahrt über oder geben sich im Bordbistro die Kante, führen nervige Handytelefonate oder zwingen dem Zugbegleiter blödsinnige Diskussionen auf, ein Mikrokosmos eben, den man im Prinzip auf das ganze Volk hochrechnen kann.
Aber auch wenn alle gemeinsam bis zur Endstation fahren, sind sie am Ende weder alle gleicher geworden noch haben sie ihren Horizont nennenswert erweitert.
Nur wenige erleben auf solchen Zugfahrten etwas spektakuläres, wenn sie z. B. in eine Schafherde fahren, einen der 700 jährlichen Suizidopfer unter sich liegen haben oder zusammen mit einem betrunkeném Zugführer unterwegs sind, diese Fahrgäste erfahren durch diese Reise etwas Besonderes, plötzlich kommt man mit dem bislang schnarchenden Sitznachbarn ins Gespräch, man erfährt, daß das nervige Handygespräch über die persönliche berufliche Zukunft entscheidet und lernt Leute kennen, die man normalerweise links liegen läßt und die sich plötzlich als interessante Zeitgenossen entpuppen.
Aber dieser Personenkreis verschwindet in der Masse der Millionen täglichen Fahrgäste genauso wie der Personenkreis, der mit der deutschen Vereinigung heute noch etwas spektakuläres empfindet, es ist schlichtweg nur noch ein Schulterzucken wert, so wie die toten Schafe im Tunnel und der inzwischen tatsächlich vergessene Laptop.
Viele Mitreisende sind unterwegs auf der Strecke geblieben, das Fahrgeld reichte nicht für die Fahrt zum Endbahnhof, viele würden gern wieder umkehren in die alte Zeit aber für die Rückfahrt reichts auch bloß nicht, was also tun ?
Nunja, am besten sich einfach in dem Ort einrichten, wo man gestrandet ist oder, sofern man wohlhabend genug ist, um erst mal anzukommen, die Fahrt Revue passieren lassen und überlegen, ob alles richtig war, ob das Ziel auch wirklich erreicht ist aber feiern ?
Feiern- Nein Danke.
Dies nur mal meine Gedanken zur Einheit und zum Schluß eine kleine Textpassage aus dem Bahnalltag "wir (ich) entschuldige (n) uns (mich) für die eingetretene Verspätung" -




"....bei dem ein zufällig zusammengetroffenes buntes Menschenvolk ein gemeinsames Ziel zu haben glaubt."


Nein Hackel, genau das ist es nicht. Und deshalb "ringen" wir hier und ich finde das richtig, dass wir das tun, Feiertag hin oder her.


Wegen des 17. Juni, Harra: bedeutet "Einheit oder Einheitlichkeit", dass wir historische Tatsachen in gleicher Weise bewerten müssen?

.





Sehr richtig, liebe Barbara, die Einheit ist ein Kampf und kein Fest.
Eben haben wir anderswo im Forum ein Schlachtfeld abgewickelt unter dem Damoklesschwert der Stasiproblematik.
Die hat offenbar immer noch eine enorme Sprengkraft, welche man nur noch mit dem Schloß des Administrators bändigen konnte.
Hoffen wir gemeinsam, daß man weiterhin überwiegend ohne Ringrichter zurecht kommt.

.


...und lohnt sich der "Kampf" um die Einheit aus deiner Sicht lieber Hackel?

Setzt "Einheit" notwendigerweise die Abwesenheit von Unterschieden, Gegensätzen voraus?

Ist sie ein Synonym für "Gleichheit"?


.


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#95

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 28.10.2013 17:27
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #93
Die deutsche Einheit ist....

– das Einfache, das schwer zu machen ist.

frei nach Bertold Brecht
(über den Kommunismus)

Gruss Hartmut

ein "Ossi" ? "Wessi" ?
Ach, ich weiss nicht. Einfach ein Deutscher, der inzwischen auch ein wenig europäisch denkt...



Lieber Hartmut,

welche "inneren Grenzen" musstest du für dich überwinden um zu diesem Selbstgefühl zu kommen?
Kann man das überhaupt in Worten formulieren?
.


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#96

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 29.10.2013 10:19
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #95
Zitat von Jobnomade im Beitrag #93
Die deutsche Einheit ist....

– das Einfache, das schwer zu machen ist.

frei nach Bertold Brecht
(über den Kommunismus)

Gruss Hartmut

ein "Ossi" ? "Wessi" ?
Ach, ich weiss nicht. Einfach ein Deutscher, der inzwischen auch ein wenig europäisch denkt...



Lieber Hartmut,

welche "inneren Grenzen" musstest du für dich überwinden um zu diesem Selbstgefühl zu kommen?
Kann man das überhaupt in Worten formulieren?
.



Liebe Barbara,

Ich versuche es mal mit Worten:
es waren mehrstufige "innere Grenzen".
Das erste waren sicher alltägliche Gespräche mit neuen Arbeitskollegen - die mit der gemeinsamen Erkenntnis endeten, das man doch viel mehr Gemeinsames als Trennendes hat. Die vorgefassten Ansichten über den jeweils anderen erwiesen sich schnell als Vorurteile, die von den Medien geschürt wurden.
Später kamen für mich Freunde durch gemeinsame Hobbies hinzu - da trat die ursprüngliche Herkunft des einzelnen immer mehr in den Hintergrund. Über allte Klischees und Vorurteile wurde meist gemeinsam gelacht.
Irgendwann kam für mich "ex-Ossi" der Zeitpunkt, als ich mit einer "Ost-Frau" von Dresden in den "Westen", den Raum München, zog. Hinter dieser Entscheidung zum Umzug standen berufliche Gründe.
2 Jahre später trennten wir uns. Ich stand vor einer inneren Hemmschwelle.
Ich wusste von mir, dass ich nicht allein bleiben würde - aber wer würde als nächstes meinen Lebensweg kreuzen ?
Es war eine gestandene, gebildete, unabhängige "West-Frau", an die ich heute noch mit Hochachtung zurück denke - es war für mich plötzlich kein Problem mehr, eine vorher existierende "innere Barriere" und alte Vorurteile hinter mir zu lassen.
Seit dieser Begegnung sind meine letzten inneren "Mauerreste" verschwunden. Dabei ist es auch geblieben, obwohl das Leben noch weitere Überraschungen für mich parat hielt.
Mehr möchte ich an dieser "öffentlichen" Stelle nicht dazu schreiben. Mehr gerne per PN.

Herzliche Grüsse von Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.10.2013 10:47 | nach oben springen

#97

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 29.10.2013 11:05
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #96
Zitat von Barbara im Beitrag #95
Zitat von Jobnomade im Beitrag #93
Die deutsche Einheit ist....

– das Einfache, das schwer zu machen ist.

frei nach Bertold Brecht
(über den Kommunismus)

Gruss Hartmut

ein "Ossi" ? "Wessi" ?
Ach, ich weiss nicht. Einfach ein Deutscher, der inzwischen auch ein wenig europäisch denkt...



Lieber Hartmut,

welche "inneren Grenzen" musstest du für dich überwinden um zu diesem Selbstgefühl zu kommen?
Kann man das überhaupt in Worten formulieren?
.



Liebe Barbara,

Ich versuche es mal mit Worten:
es waren mehrstufige "innere Grenzen".
Das erste waren sicher alltägliche Gespräche mit neuen Arbeitskollegen - die mit der gemeinsamen Erkenntnis endeten, das man doch viel mehr Gemeinsames als Trennendes hat. Die vorgefassten Ansichten über den jeweils anderen erwiesen sich schnell als Vorurteile, die von den Medien geschürt wurden.
Später kamen für mich Freunde durch gemeinsame Hobbies hinzu - da trat die ursprüngliche Herkunft des einzelnen immer mehr in den Hintergrund. Über allte Klischees und Vorurteile wurde meist gemeinsam gelacht.
Irgendwann kam für mich "ex-Ossi" der Zeitpunkt, als ich mit einer "Ost-Frau" von Dresden in den "Westen", den Raum München, zog. Hinter dieser Entscheidung zum Umzug standen berufliche Gründe.
2 Jahre später trennten wir uns. Ich stand vor einer inneren Hemmschwelle.
Ich wusste von mir, dass ich nicht allein bleiben würde - aber wer würde als nächstes meinen Lebensweg kreuzen ?
Es war eine gestandene, gebildete, unabhängige "West-Frau", an die ich heute noch mit Hochachtung zurück denke - es war für mich plötzlich kein Problem mehr, eine vorher existierende "innere Barriere" und alte Vorurteile hinter mir zu lassen.
Seit dieser Begegnung sind meine letzten inneren "Mauerreste" verschwunden. Dabei ist es auch geblieben, obwohl das Leben noch weitere Überraschungen für mich parat hielt.
Mehr möchte ich an dieser "öffentlichen" Stelle nicht dazu schreiben. Mehr gerne per PN.

Herzliche Grüsse von Hartmut





Lieber Hartmut,

zunächst mal bedanke ich mich sehr für deine sehr persönlichen Woete.
Ich möchte gerne eine Frage formulieren:
Freundschaften schließen, eine Beziehung eingehen, da ist ja bereits vieles voran gegangen an Annäherung.
Du sagst sinngemäß: wir Deutschen sind Opfer von Vorurteilen (gewesen) - richtig. Und wie schnell werden Vorurteile zu Urteilen und sogar zu Verurteilungen.

Wenn wir über eine "deutsche Einheit" sprechen, geht es dann nicht in erster Linie darum, diesen Kreis zu durchbrechen, im Wissen um unsere unterschiedlichen biografischen Hintergründe, sogar in Anerkennung dieser Unterschiedlichkeiten? (diese werden natürlich nicht nur durch Ost/West definiert!)

Ist nicht vielleicht "Angst" (vor dem Anderen, dem Fremden, dem Ungewohnten) der größere Hinderer eines Einheits-Gefühls, als z.B. eine unterschiedliche politische Meinung?

Freu mich auf deine Antwort.

Lieben Gruß
Barbara



-----------------------------------------

Ist "Einheit" ein territorialer, politischer, historischer, pragmatischer, oder sogar auch ein emotionaler Begriff?

Irgendwie wird ja, wenn dieser Begriff fällt, immer unterstellt, als ob es dafür eine feste Definition gäbe. Ist gar nicht so, oder?

.



.


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 29.10.2013 11:05
von Moskwitschka (gelöscht)
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Seit einigen Wochen schwirrt mir ein Gedanke im Kopf rum. Es ist nicht die Einheit von Ost und West, die eine Illusion ist, sonderen dass die unsichtbare Mauer, die viele Ostdeutschen trennt , noch in meinem Leben verschwindet.

LG von der grenzgaengerin


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.10.2013 11:10 | nach oben springen

#99

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 29.10.2013 11:17
von Udo | 1.258 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #98
Seit einigen Wochen schwirrt mir ein Gedanke im Kopf rum. Es ist nicht die Einheit von Ost und West, die eine Illusion ist, sonderen dass die unsichtbare Mauer, die viele Ostdeutschen trennt , noch in meinem Leben verschwindet.

LG von der grenzgaengerin


Die Ostdeutschen trennt nichts - im Gegenteil: Sie haben sich zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen geschlossen.
Als ich kürzlich in Rostock in einer unserer Dienststellen war, ist die erste Frage: Von wo kommst Du - Ost oder West??? gewesen.
Nachdem ich meinen Lebensweg als Ossi grob umrissen hatte, kam ein erleichtertes Aufatmen und die Einladung zum Kaffee.
Natürlich verschwimmen die Ansichten nach 24 Jahren. Das ist auch gut so, aber die Alten können nach den Erfahrungen der ersten Wendejahre nicht mehr aus sich raus. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn es geht mir genau so.


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#100

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 29.10.2013 11:46
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Udo im Beitrag #99
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #98
Seit einigen Wochen schwirrt mir ein Gedanke im Kopf rum. Es ist nicht die Einheit von Ost und West, die eine Illusion ist, sonderen dass die unsichtbare Mauer, die viele Ostdeutschen trennt , noch in meinem Leben verschwindet.

LG von der grenzgaengerin


Die Ostdeutschen trennt nichts - im Gegenteil: Sie haben sich zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen geschlossen.
Als ich kürzlich in Rostock in einer unserer Dienststellen war, ist die erste Frage: Von wo kommst Du - Ost oder West??? gewesen.
Nachdem ich meinen Lebensweg als Ossi grob umrissen hatte, kam ein erleichtertes Aufatmen und die Einladung zum Kaffee.
Natürlich verschwimmen die Ansichten nach 24 Jahren. Das ist auch gut so, aber die Alten können nach den Erfahrungen der ersten Wendejahre nicht mehr aus sich raus. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn es geht mir genau so.



Ja Udo, solche kleinen Momentaufnahmen im Alltag sind schon etwas tröstliches. Auch ich kann dafür viele Beispiele bringen. Und ich freue mich für jeden, der so etwas erlebt.

Das ändert aber nichts an meinem Gefühl, das ganz tief in mir ist. Ein Gefühl, das entstanden ist durch viele Erlebnisse und Erfahrungen vor der Wende, während der Wende und auch danach. Ich will das hier nicht weiter vertiefen.

Ich mache es mir einfacher - Ich bin wahrscheinlich kein waschechter Ossi.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 29.10.2013 11:48 | nach oben springen



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