#381

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:33
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #378
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #370
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #366
Da hier Fakten zählen, will ich mal etwas beisteuern.

In meiner Abteilung waren 1 Sekretär, 1 Sekretärin, 1 Ableilungsleiter, 1 Stellvertreter und 5 Mitarbeiter. Weitere 3 Abteilungen gab es noch in ähnlicher Struktur plus diverses Fußvolk und 1. und 2. Sekretär. Ich schätze, es waren zw. 50 und 60 Beschäftigte. Mein Monatsverdienst waren knapp 1.000 Mark, bei Höhergestellten sicher mehr, macht ca. 60.000 Mark im Monat. Wieviel KL es in der DDR gab, weiß ich nicht. Dazu noch die BL, ZK und was weiß ich noch. Was jeder an Parteibeiträgen gezahlt hat, weiß ich nicht mehr., mögen es 50 Mark im Monat gewesen sein, ich denke eher weniger.

Nun mal ran ans Rechnen.

Von den SED Beiträgen konnte die SED sicher allein nicht unterhalten werden


Da könntest Du recht haben...

Ohne der Hauptstadt gab es 191 Landkreise und 27 Stadtkreise - es gab aber 262 Kreisleitungen Und bei den BL und beim ZK musste noch einiges an Personal und Gehalt raufpacken.

Ich würde das Quälen von excel lassen und mal in die Tiefen des www abtauchen. Findet sich bestimmt etwas. Irgendwelche Schlaumeier haben in den letzten 24 Jahren bestimmt schon mal ne Rechnung aufgemacht.

LG von der grenzgaengerin


Wenn Milchmädchen rechnen.Das Geld reichte auch noch,die Blockparteien mittels Barzahlungen am Leben zu halten. Die Verlage waren recht profitabel.



Na und erst mal die Kreisleitungen der Nationalen Front.

LG von der grenzgaengerin


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#382

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:39
von Hans | 2.166 Beiträge

hi....
Auf dieses Argument hab ich gewartet !
Moral : Also Du hast M. und der andere nicht? Wieso? Und warum beantwortest Du deine Frage an Heiko nicht mal unter der Prämisse deiner Antwort an mich?
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
studfri hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#383

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:40
von studfri | 762 Beiträge

Und noch eines, für alle: Die Beurteilung einer moralischen Schuld findet nicht im Gerichtssaal und schon gar nicht nach den dort jeweils geltenden Regeln und Gesetzen statt. Sondern im öffentlichen Raum. Unter anderem sind Historiker hier gefragt und auch zuständig, um Entscheidungshilfen zu bieten oder um eigene Einschätzungen abzugeben. Auch letztere sind weder an strafrechtliche Normen noch an deren (teilweise aus rechtspolitischen Gründen) vorhandenen Grenzen (beispielsweise die Verjährung) gebunden. Genau so wie die anderen, die sich hier eine Meinung bilden: Die Gesellschaft.

Verstehen muss man das nicht, aber akzeptieren sollte man das, vor allen auf Seiten der betroffenen "Täter".Dann klappt´s auch mit der Einheit.



zuletzt bearbeitet 03.11.2013 21:43 | nach oben springen

#384

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:41
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #379
bei 50 Mark Parteibeitrag und 2,2 Mio. Mitgliedern 5,5 Mrd. Mark monatlich. 50 Mark sind als Durchschnitt von mir willkürlich angesetzt, vermutlich war es wesentlich weniger.


Schlaf da noch mal drüber.


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#385

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:42
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #382
hi....
Auf dieses Argument hab ich gewartet !
Moral : Also Du hast M. und der andere nicht? Wieso? Und warum beantwortest Du deine Frage an Heiko nicht mal unter der Prämisse deiner Antwort an mich?
73 Hans


Es geht nicht um meine (persönliche) Moral, ganz sicher nicht. Und das weist Du auch sehr genau.



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#386

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:44
von damals wars | 12.198 Beiträge

Na und erst mal die Kreisleitungen der Nationalen Front.

LG von der grenzgaengerin
[/quote]

Noch nie von gehört!
wiki:In den Struktureinheiten der Nationalen Front, den 17.000 Ausschüssen auf unterschiedlichen Ebenen bis hinunter zu den Wohngebietsausschüssen, arbeiteten 300.000 Menschen ehrenamtlich mit.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#387

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:44
von Hans | 2.166 Beiträge

O.K. formulieren wir um: Der fragende Journalist hatte Moral und der andere nicht?
Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#388

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:45
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #352
Zitat von Hackel39 im Beitrag #350
Zitat von Gert im Beitrag #297
Die deutsche Einheit, bzw. das Zusammenwachsen der Nation ist empfindlich gestört durch die Argumentation und das Verhalten einer Partei in Deutschland nach dem 3.Oktober 1990
Es ist die SED >PDS>Linke.
Gleich nach der Wende begann der Marketing-Kriegszug der SED/PDS gegen die bundesdeutsche Gesellschaft auf allen Ebenen. Gleichzeitig wurden ungeheure Geldmengen der SED teilweise unter konspirativen Methoden ins Ausland und an verdiente Funktionäre verschoben.
Die deutsche Justiz hat leider zu lange diesem kriminellen Treiben tatenlos zugeschaut. Als sie dann aktiv wurde, war ein großer Teil des Staats- und Parteivermögens schon nicht mehr aufzufinden. Dieses Geld hätte den ehemaligen DDR Bürger zugestanden als Hilfe bei der Transformation von der einen zur anderen Gesellschaftsordnung, zur Sicherung von Arbeitsplätzen, zur Stützung des Umbaus der Fabriken usw. Das musste nun vom westdeutschen Teil aufgebracht werden, was nicht gerade zu Verbesserung des Klimas zwischen den beiden Teilen führte.
Unmittelbar setzte die Polemik der SED/PDS gegen den deutschen Staat ein. Nach dem sie den Staat DDR in den Abgrund gefahren hatte, drehte sie den Spieß nun um. Ausgerechnet diese Partei, die die Misere zu verantworten hatte, schob deren Auswirkungen anderen in die Schuhe.
Die SED weckte Hoffnungen im sozialen Bereich, bei Löhnen und anderen ohne Rücksicht auf deren Machbarkeit und Finanzierung. Damit machte sie sich Liebkind bei der ostdeutschen Bevölkerung und stahl sich aus der Verantwortung für den Staatsbankrott der DDR heraus. Ihre Verantwortung rückte immer mehr in den Hintergrund. Sie setzte sich zudem vehement für die ein, die dem alten Regime gedient hatten. Wenn da etwas in die Quere kam, wurde das mit Vokabeln wie Siegerjustiz und ähnlichem abqualifiziert. Überhaupt waren von dieser Seite nur Aktionen zu erwarten die den neuen gesamtdeutschen Einigungsprozess torpedierten. Jede Verschlechterung der Verhältnisse in Ostdeutschland wurde begrüßt, denn es festigte die Position dieser Partei bei den ostdeutschen Wählern. Das beweisen auch im Gegensatz die Wahlergebnisse der PDS/Linken in den alten Bundesländern. Hier in dne alten Bundesländern bekommt sie kein Bein auf den Boden.
Die destruktive Haltung gegen den neuen Staat ging soweit, dass man in Büros der PDS Tipps bekam, wie man als HartzIV Bezieher das Arbeitsamt betrügen kann. Bewusst wurden Ressentiments gegen den Westdeutschen und überhaupt gegen alles was aus dem Westen kam, geschürt. Es wurde der Begriff vom Menschen 2.Klasse kreiert, es wurde die Polemik der Deindustriealisierung des Ostens durch die Westdeutschen in Gang gesetzt, es wurden Existenzängste jeglicher Art geschürt. Viele ehemalige DDR Bürger sind diesen Rattenfängern nur allzu gern nachgelaufen, weil sie mit ihren Alltagsproblemen zum Teil nicht fertig wurden und wieder vom großen Bruder ( statt Staat nun PDS) Hilfe erwarteten. Alle Parteien außer der PDS haben jedoch alles getan um den Einigungsprozess erfolgreich abzuschließen. Die PDS setzte dagegen auf Konfrontation und Erhöhung von Spannung, auf Vertiefung der Entfremdung der beiden deutschen Teile.
Keine andere politische Kraft hat soviel Hass gesät wie die PDS.
Diese politischen Trümmer, die diese Partei hinterlassen hat, werden erst weggeräumt sein, wenn die Akteure nicht mehr am Leben sind also in der nächsten Generation.
Das ist meine Einschätzung zu den Problemen der Einheit. Die Einigung ist keine Illusion, sie wird gelingen, es braucht nur mehr Zeit und neue Menschen, die Generation unserer Kinder ist da schon ganz schön weit gekommen. Das macht mir Mut






Also Gert, das ist ja eine Riesenfuhre Kohlen, die Du uns da vor die Füße gekippt hast, alles was Du schreibst klingt mit Blick auf die SED und ihre Nachfolger ziemlich schmutzig, trotzdem ist die Fuhre nicht wertlos, weil sehr energiehaltig.
So fange ich mal an zu schaufeln.
1. Der Reichtum der Bonzen
Ich habe als durchschnittsverdienender Genosse jährlich ca. 300 M Beiträge gezahlt, die Partei hatte zu Zeiten meiner Mitgliedschaft etwas über 2,2 Mio Beitragszahler und die Gesamteinnahmen lagen somit im hohen dreistelligen Millionenbereich, die Bauten der Partei, die Einkommen der Eliten und die Infrastruktur der Propaganda waren gemessen an diesen Einnahmen recht bescheiden, woraufhin ich schlußfolgere, daß es während ihrer Amtszeit kaum eine Möglichkeit bestand, Reichtümer zu horten aber wenn Du es tatsächlich schaffst, mir hundertfach Ausnahmen wie Sch.- Golodkowski uder W. Dinkelberger zu benennen, wäre ich sofort auf Deiner Seite.
Man kann solche Sonderfälle auf keinem Fall auf den Parteiapparat hochrechnen, immerhin landeten die meisten ZK- Größen ex Wandlitz im Plattenbau oder bei Verwandten, Honecker hatte kaum mehr Geld als ich auf dem Konto, das man ihm zwischenzeitlich gepfändet hatte (108.000 M), jeder Autoschieber und BHG- Warenverteiler hatte deutlich mehr als die führenden Genossen, die ich hier aber nicht in Schutz nehmen will, ich will nur relativieren.
Bezogen auf die Genossen meiner Kreisleitung sind mir keine kometenhaften Aufsteiger bekannt, der 2. SED- Sekretär der KL legte auf dem Rangierbahnhof Hemmschuhe und flog als einer der ersten wieder raus als Personal abgebaut wurde, von der FDJ- KL gibt es zwei Gastronomen die Monat für Monat ums wirtschaftliche Überleben kämpfen, andere wurden selbstständig und wie schwer sich solche Personen Kundenstämme aufbauen kannst Du Dir vielleicht vorstellen, ich zweifle es einfach an, daß es kriminelle flächendeckende Bereicherungskampagnen der Ex- Bonzen gab, wenn sie es zu Wohlstand gebracht haben sollten, dann bestenfalls über Kontakte, die sie nur als Genossen kriegen konnten, z. B. Reisekader aber auch hier reichte die alleinige SED- Mitgliedschaft nicht aus, da waren andere Kompetenzen gefragt.
2. Die Hilfe der Westdeutschen
Als Kohl die blühenden Landschaften versprach, fügte er die Vorbedingung an, daß die nur über ein geschlossenes Vorgehen aller gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kräfte zu haben sein werden, aber wirtschaftliche Kräfte sind im Kapitalismus naturgemäß einfach nicht solidarisch und somit nur dann zur Kooperation bereit, wenn sie am Ende die Profiteure sind, wie ist das mit dem Gedanken der wirtschaftlichen Einheit vereinbar ?
Genthin ist überall (Henkel- Abzocker aus Deiner Heimatstadt Düsseldorf...hatten wir schon) und wie schon anderswo erwähnt haben es viele Standorte im Osten, siehe Buna, Hettstedt, Leuna, Eisenhüttenstadt....nur mit Hilfe ausländischer Investoren in die Top 500 geschafft oder überhaupt überlebt, wo war denn da Bayer, Thyssen, Krupp und Co. ?
Wer hat denn überhaupt investiert ohne staatliche Hätscheleien und die Ausspielung der konkurrierenden Bundesländer um weitergehende Förderbedingungen ?
Wer hat das alles denn angeprangert ? Wieder mal die Linken und... ist die Subventionskarawane weitergezogen oder nicht ?
3. Die Grabenbauer
Für mich ist die Einheit auf dem Feld der Salonpolitik (ostdeutsche Kanzlerin/ Bundespräsident u.a. Eliten) und der gesellschaftlichen Kräfte im Allgemeinem vollbracht, wir sind eins, wenn es um Städtepartnerschaften, Vereinstreffen, Sport, Verwaltung, eben um den gesamtdeutschen Alltag geht, hier herrschen nahezu identische Bedingungen und die gleichen Zerklüftungen wie in manchen westdeutschen Regionen (arme- reiche Gemeinden innerhalb eines Großraums/ Bundeslandes).
Mich beschäftigen nur die Gräben auf dem wirtschaftlichen Sektor und die ungesund hohe Bedeutung starker Ankerunternehmen vor Ort.
Die kleinteilige Wirtschaft im Osten ist ein Problem, das mit der Globalisierung zusammenhängt und die Unwuchtökonomie mit all ihren Mißklängen (u.a. Transferzahlungen, weite Arbeitswege der Ostdeutschen) wird bis in alle Ewigkeit weiterlaufen, sie ist die Fräse die uns bislang noch trennt.
4. Die Linke im Alltag
Auch das ist im Prinzip ja eine Angelegenheit von Angebot und Nachfrage.
Natürlich müssen die kritisieren und Mißstände spruchgewaltig anprangern, sie haben eine Klientel zu betreuen, die sonst niemanden mehr hat, die Klientel der Benachteiligten aber auch die der Grundsatzfrager, eben der Leute, die zwar nicht abgehängt sind, aber das große Ganze hinterfragen und bei Gefahren umbauen wollen, was ist denn daran verwerflich, der Markt würde sie doch sofort hinwegfegen, wenn alles gut wäre.
Auch wenn 20 Jahre lang niemand versucht Bayer zu beklauen, brauchen sie doch einen Werkschutz, genau diese Rolle hat die Linke in der weitgehend klientelbehafteten Politik angenommen, ein Wachdienst der politischen Ethik, wobei ich nicht behaupten will, daß die anderen ethisch verdreckt sind, zumindest nicht in der unteren und mittleren Ebene, aber im Großen sind die Volksparteien viel zu abhängig von den globalen Konzernen und dafür brauchen wir eine politische Gegenkraft, die bis an die Spitze unabhängig von Quartalszahlen und Börsencharts ist.

Die SED war nicht nur "schmutzig ", damit könnte ich leben. Sie war am Ende aber eine Gang, eine kriminelle Vereinigung , die alles unternahm um Geld ins Ausland zu verschieben und zu verstecken mit Hilfe der Genossen aus der Partei. Das haben doch einige Prozesse bewiesen.



Ach komm, Gert, Du bist ja schon fast so wie der H.Knabe, völlig immun gegen andere Argumente und Tatsachen. Das grenzt ja schon an blinden Hass, was Du da vom Stapel läßt. Eigentlich komisch, daß die Menschen, die viel, viel länger als Du diese in Deinen Augen "kriminelle Vereinigung" erdulden mußten, diese als dritt- zweit- und einigen Kommunen als stärkste Kraft gewählt haben. Diese Wähler müssen doch völlig bekloppt gewesen sein, wirst du denken. Könnte es aber nicht sein, daß an Deiner Denke irgendwas falsch sein könnte ? Sicher nicht. Bringe mal nachprüfbare Tatsachen und Daten und nicht immer nur diese simplen Behauptungen !



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#389

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:47
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #386

Na und erst mal die Kreisleitungen der Nationalen Front.

LG von der grenzgaengerin



Noch nie von gehört!
wiki:In den Struktureinheiten der Nationalen Front, den 17.000 Ausschüssen auf unterschiedlichen Ebenen bis hinunter zu den Wohngebietsausschüssen, arbeiteten 300.000 Menschen ehrenamtlich mit.
[/quote]

Ob das nun Kreisleitung hieß oder nicht, weiß ich nicht mehr so genau. Aber mein Nachbar war 1.Sekretär der Nationalen Front in Pankow. Vorher war er Parteisekretär in einem großen Pankower Produktionsbetrieb. Ein feiner Mann.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 03.11.2013 21:48 | nach oben springen

#390

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:48
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #387
O.K. formulieren wir um: Der fragende Journalist hatte Moral und der andere nicht?
Hans


Ob der Journalist die hatte, kann ich nicht beurteilen, da ich ihn nicht kenne (bzw. zu wenig von ihm weis). Bei einem Ermittler der Linie IX, zu dessen Tätigkeit Einzelheiten ermittelt worden sind (anhand hieb- und stichfester Aktenlagen) würde ich das zumindest für disskussionswürdig halten.



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#391

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:48
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #384
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #379
bei 50 Mark Parteibeitrag und 2,2 Mio. Mitgliedern 5,5 Mrd. Mark monatlich. 50 Mark sind als Durchschnitt von mir willkürlich angesetzt, vermutlich war es wesentlich weniger.


Schlaf da noch mal drüber.


Danke für das Mitdenken,

110 Mio. Mark


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#392

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:52
von damals wars | 12.198 Beiträge

Ob das nun Kreisleitung hieß oder nicht, weiß ich nicht mehr so genau. Aber mein Nachbar war 1.Sekretär der Nationalen Front in Pankow. Vorher war er Parteisekretär in einem grßen Pankower Produktionsbetrieb. Ein feiner Mann.

LG von der grenzgaengerin
[/quote]

Ein bisschen mehr Sorgfalt und Wahrheitsliebe wären angebracht,Du weißt das historisch Interresierte hier mitlesen. Es reicht, das die Hubertusknaben ihr Unwissen hier verbreiten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#393

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:53
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

110 Mio. Mark Parteibeiträge gegen ca. 16 Mio. Mark nur für die Netto- Löhne der Kreisleitungen ... Milliarden SED- Parteivermögen in Geld, nicht in Sachwerten ...


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#394

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:54
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #392

Ein bisschen mehr Sorgfalt und Wahrheitsliebe wären angebracht,Du weißt das historisch Interresierte hier mitlesen. Es reicht, das die Hubertusknaben ihr Unwissen hier verbreiten.



Da müsstest Du und die anderen viel öfter STOP rufen.

LG von der grenzgaengerin

EDIT Sorgfalt o.k. Aber Wahrheitsliebe geht unter die Gürtellinie.


zuletzt bearbeitet 03.11.2013 21:56 | nach oben springen

#395

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:59
von damals wars | 12.198 Beiträge

Bericht der Schmarotzertruppe
http://www.der-tempelhof-irrtum.de/filea...lussbericht.pdf
Zum 31. Dezember 1989 verfügte die SED/PDS nach eigenen
Angaben in Erfüllung der von der Volkskammer beschloss
enen Berichtspflicht mindestens über
folgende Bargeld-Bestände:
Finanzielle Mittel 2,816 Mrd. Mark der DDR
26
Sonderfonds 3,242 Mrd. Mark der DDR
Sonderfonds Valutamark 75,3 Mio. DM


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 03.11.2013 21:59 | nach oben springen

#396

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:59
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,Benjamin
Lies mal # 358 , danach unterhalten wir uns über qualitativ hochwertige Recherche durch Journalisten .
Meine Antwort dann aber erst morgen -Nacht alle zusammen.
73 Hans


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#397

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 22:09
von Mike59 | 7.978 Beiträge

STOP

Die Deutsche Einheit war / ist eine Illusion.

Weswegen schreibe ich das - mir fehlt hier gewollt oder ungewollt was unter dieser "deutschen Einheit" gern verstanden werden möchte. Das wir alle uns gegenseitig auf die Schulter klopfen und sagen "gut gemacht"?
Das kann es ja wohl nicht wirklich sein.
Eine Einheit in Deutschland ergibt sich aus der Sprache und der gemeinsamen Geschichte - somit ist Deutschland vereint. Das einzelne Personen / Volksgruppen sich aus welchen Gründen auch immer nicht besonders mögen ist etwas ganz anderes.

Also es ist vollkommen egal wie sehr sich die Deutschen untereinander (nicht) mögen - es ist eine Einheit, in all ihrer Verschiedenheit so wie es bei uns schon immer war.


zuletzt bearbeitet 03.11.2013 22:11 | nach oben springen

#398

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 22:10
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #396
Hi,Benjamin
Lies mal # 358 , danach unterhalten wir uns über qualitativ hochwertige Recherche durch Journalisten .
Meine Antwort dann aber erst morgen -Nacht alle zusammen.
73 Hans


Ich habe nie behauptet, daß Journalisten generell eine "hochwertige Recherche" abliefern. Ich sagte lediglich, dass der Spiegel es kaum dulden wird, dass jemand da die Redaktion der Lächerlichkeit preisgeben wird, in man zulässt, dass nachlässig recherchiertes Material veröffentlicht wird. Ausnahmen gibt es natürlich und auch bei denen kommen sicher Fehler vor.

Die Links habe ich gelesen (bzw. gehört). Eine ganz furchtbare Geschichte. Meine geschilderte Szene stammt allerdings nicht von dort (ich kannte das bislang nicht) sondern von einer Reportage auf MDR vor einigen Jahren.



zuletzt bearbeitet 03.11.2013 22:30 | nach oben springen

#399

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 22:28
von damals wars | 12.198 Beiträge

Da war sie wieder die einfachste aller Antworten, die SED ist an allem Schuld. Die Grundlagen für Einheit hätten doch wohl die Regierungsparteien schaffen müssen, und da kann man der Linken nichts vorwerfen.DAS WAREN IMMER DIE ANDEREN.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#400

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 23:13
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #366
Da hier Fakten zählen, will ich mal etwas beisteuern.

In meiner Abteilung waren 1 Sekretär, 1 Sekretärin, 1 Ableilungsleiter, 1 Stellvertreter und 5 Mitarbeiter. Weitere 3 Abteilungen gab es noch in ähnlicher Struktur plus diverses Fußvolk und 1. und 2. Sekretär. Ich schätze, es waren zw. 50 und 60 Beschäftigte. Mein Monatsverdienst waren knapp 1.000 Mark, bei Höhergestellten sicher mehr, macht ca. 60.000 Mark im Monat. Wieviel KL es in der DDR gab, weiß ich nicht. Dazu noch die BL, ZK und was weiß ich noch. Was jeder an Parteibeiträgen gezahlt hat, weiß ich nicht mehr., mögen es 50 Mark im Monat gewesen sein, ich denke eher weniger.

Nun mal ran ans Rechnen.

Von den SED Beiträgen konnte die SED sicher allein nicht unterhalten werden



Hier wird fortwährend ein Fehler gemacht, nämlich der, dass der Reichtum der SED aus den Parteibeiträgen gekommen ist. Leute, Genossen wacht auf, die SED hat ihr Vermögen aus ganz anderen Quellen erwirtschaftet, ich sage nur Intershop, Genex und und andere sprudelnde Geldquellen. Euer Parteibeitrag war Pipifax.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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