#101

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 15:53
von Alfred | 6.848 Beiträge

Karnak,

die Arbeitszeit im MfS ist ja eigentlich nicht das Thema. Vielleicht kann dies auch entsprechend verschoben werden.

Einige Anmerkungen aber noch von meiner Seite.

Wenn man sich entschied die Berufslaufbahn im MfS einzuschlagen war wohl jeden bekannt, dass dies kein Dienst von 08.00 bis 17.00 Uhr war.

Ab und zu habe ich den Eindruck Du möchtest bedauert werden. In vielen Bereichen – auch im zivilen – wurden richtig Stunden geknüppelt.

Ich bring dir jetzt mal ein anderes Beispiel.

Da hieß es um 4 .00 Uhr aufstehen, dann fuhr man in eine konspirative Wohnung, ging in den Keller und schleppte erst mal Kohlen in den 3. Stock. Dann wurde die Bude geheizt und man wartete bis der „Ofen durchgebrannt“ war. Dann ging es schnell wieder nach Hause und man zog sich wieder richtige Klamotten an, weil pünktlich um 08.00 Uhr Dienstbeginn war.

18.00 setzt man sich dann ins Auto und fuhr wieder in die KW und bereitet kleine Schnittchen vor, kochte Kaffee und machte alles etwas nett zurecht. Um 20.00 traf dann IM „XY“ ein. Der Treff dauerte dann bis rund 22.00 Uhr. Anschließend verschwand der IM und der Führungsoffizier machte noch klar Schiff. Dann ging es nach Hause. War es wichtig, musste der schriftliche Treffbericht um spätestens 08.00 am folgenden Tag beim Chef auf dem Tisch liegen. Da kann sich jeder ausrechnen, wann man in der Dienststelle aufschlagen musste, damit dies geschafft wurde.
Und meistens war es ja so, dass man nicht nur einen IM „hatte“.

Ich könnte auch das Beispiel aufführen, wo man Tage im Winter im unbeheizten Bungalow zubrachte und diesen nicht verlassen durfte oder wo Personen zur identischen Zeit einen längeren Zeitpunkt in einen Erdloch zubringen mussten und dies nicht so einfach verlassen konnten.

Und nicht nur die hauptamtlichen MA des MfS hatten zu schaffen. Denke vielleicht auch mal an die IM, OibE, etc. die an verschiedensten Stellen der Welt Dienst taten. Abgesehen von speziellen Belastungen haben die nie auf die Uhr gesehen.

Und bitte nicht vergessen. Im MfS hat man ein gutes Geld verdient. Richtig ist aber auch, dass man es nicht in einen Stundenlohn umrechnen konnte. Aber ich habe nicht des Geldes wegen im MfS gearbeitet.

Und auch andere hatten es nicht leicht. Denkt mal an die Grenzer wenn die Stunden im Winter draußen waren oder an die Leute in der Braunkohle etc..
Wenn ich einige deiner Texte lese, frage ich mich ab und zu , warum DU nicht einfach gekündigt hast ?


Feliks D., elster427 und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.10.2013 15:55 | nach oben springen

#102

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 15:53
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #98
Zitat von KARNAK im Beitrag #97
Zitat von Vierkrug im Beitrag #95
Meine Wochen- bzw. Monatsstunden werde ich mal lieber hier nicht offenbaren. Ein 14-Stundentag montags-freitags war Gang und Gebe. Darin noch nicht einmal enthalten, die Wochenenden, wie auch Feiertage, die man vor Ort war. Ich denke, dass alle DE ihren Anteil an der Gesamtbilanz der "Firma" hatten.

Mein Respekt galt trotzdem den Leuten der VI / PKE hinsichtlich der körperlichen Anforderungen in der Dienstdurchführung. Ich war in meiner Anfangszeit mal zeitweilig als "Unterstützungsmittel" auf der Güst Schwanheide eingesetzt und der Leistungsumfang der damals noch zwischen Schwanheide und Hagenow-Land (da waren die Transitzüge noch ab Hagenow-Land für den Binneverkehr frei gegeben) zu bewältigen war, war schon enorm.
Freiwillig hätte ich mich auch nicht um eine Versetzung zur PKE beworben !!! Danke Jungs für eure Einsatzbereitschaft und euer Engagement.

Vierkrug

Es gab eine Güst Schwanheide?Dann hättest Du mal als"Unterstützungsmittel"(war für ein herrliches Wort,stammt das aus der"guten alten Zeit"oder ist das eine Neuschöpfung?)Ostern,Pfingsten,Weihnachten,Himmelfahrt,zu irgendwelchen Kirchentagen in Drewitz dabei sein müssen,die Gefahr,dass Du mal etwas unfreundlich geworden wärst,wäre sehr groß gewesen. Entschuldigung für meinen Zynismus.
Aber es ist schon richtig,wir sollten nicht ermitteln wer der Fleißigere war,fleißig waren wir irgendwie alle.Ursächlich ging es ja eigentlich auch um etwas anderes.


Eisenbahngrenzübergang Büchen (BRD / Schleswig-Holstein) - Schwanheide (DDR / Bezirk Schwerin) für den Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin bis 1989.

Kannst Du mir dann erläutern wie dort die Fahndung realisiert wurde?War mir nie so ganz klar.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#103

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 15:59
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #101



Und nicht nur die hauptamtlichen MA des MfS hatten zu schaffen. Denke vielleicht auch mal an die IM, OibE, etc. die an verschiedensten Stellen der Welt Dienst taten. Abgesehen von speziellen Belastungen haben die nie auf die Uhr gesehen.



Ja,wäre ein Ansatz..

seaman


zuletzt bearbeitet 01.10.2013 16:00 | nach oben springen

#104

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 16:03
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #101
Karnak,

die Arbeitszeit im MfS ist ja eigentlich nicht das Thema. Vielleicht kann dies auch entsprechend verschoben werden.

Einige Anmerkungen aber noch von meiner Seite.

Wenn man sich entschied die Berufslaufbahn im MfS einzuschlagen war wohl jeden bekannt, dass dies kein Dienst von 08.00 bis 17.00 Uhr war.

Ab und zu habe ich den Eindruck Du möchtest bedauert werden. In vielen Bereichen – auch im zivilen – wurden richtig Stunden geknüppelt.

Ich bring dir jetzt mal ein anderes Beispiel.

Da hieß es um 4 .00 Uhr aufstehen, dann fuhr man in eine konspirative Wohnung, ging in den Keller und schleppte erst mal Kohlen in den 3. Stock. Dann wurde die Bude geheizt und man wartete bis der „Ofen durchgebrannt“ war. Dann ging es schnell wieder nach Hause und man zog sich wieder richtige Klamotten an, weil pünktlich um 08.00 Uhr Dienstbeginn war.

18.00 setzt man sich dann ins Auto und fuhr wieder in die KW und bereitet kleine Schnittchen vor, kochte Kaffee und machte alles etwas nett zurecht. Um 20.00 traf dann IM „XY“ ein. Der Treff dauerte dann bis rund 22.00 Uhr. Anschließend verschwand der IM und der Führungsoffizier machte noch klar Schiff. Dann ging es nach Hause. War es wichtig, musste der schriftliche Treffbericht um spätestens 08.00 am folgenden Tag beim Chef auf dem Tisch liegen. Da kann sich jeder ausrechnen, wann man in der Dienststelle aufschlagen musste, damit dies geschafft wurde.
Und meistens war es ja so, dass man nicht nur einen IM „hatte“.

Ich könnte auch das Beispiel aufführen, wo man Tage im Winter im unbeheizten Bungalow zubrachte und diesen nicht verlassen durfte oder wo Personen zur identischen Zeit einen längeren Zeitpunkt in einen Erdloch zubringen mussten und dies nicht so einfach verlassen konnten.

Und nicht nur die hauptamtlichen MA des MfS hatten zu schaffen. Denke vielleicht auch mal an die IM, OibE, etc. die an verschiedensten Stellen der Welt Dienst taten. Abgesehen von speziellen Belastungen haben die nie auf die Uhr gesehen.

Und bitte nicht vergessen. Im MfS hat man ein gutes Geld verdient. Richtig ist aber auch, dass man es nicht in einen Stundenlohn umrechnen konnte. Aber ich habe nicht des Geldes wegen im MfS gearbeitet.

Und auch andere hatten es nicht leicht. Denkt mal an die Grenzer wenn die Stunden im Winter draußen waren oder an die Leute in der Braunkohle etc..
Wenn ich einige deiner Texte lese, frage ich mich ab und zu , warum DU nicht einfach gekündigt hast ?


Nö,bedauern brauchst Du mich nicht mehr,habe die "Galeere"mittlerweile weggesteckt,hatte irgendwann sowieso einen etwas besseren Posten,konnte auch mal eine Nachtschicht auf der Liege liegen,wenn mich die Elster 427 nicht angerufen hat. Und wie schon geschrieben,es ging ja eigentlich auch nicht darum,wer der Fleißigere war,sondern nur um die Beschreibung der Situation.
Wenn wir gerade bei der Beschreibung der Situation sind,nimm es mir nicht übel,ich stelle Dich mir gerade beim Kohleschleppen,beim Schnittchen schmieren und beim nett herrichten der konspirativen Wohnung vor,irgendwie muss ich da


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#105

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 16:07
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #89
Zitat von seaman im Beitrag #87


Was ist ein so kein richtiger Staatssicherheitsmann?
Ansonsten ist mir schon aufgefallen,dass Du ziemlich viel vorgeblich besser weisst,als andere Angehörige Deiner ehemaligen Waffenfarbe.





Soltest Du ein Mitarbeiter des Mfs gewesen sein,weißt Du schon was ich meine.
Ob ich etwas BESSER weiß als andere Angehörige meiner ehemaligen Waffenfarbe(meinst Du jetzt die weinrote,oder die grüne Tarnfarbe?)kann ich nicht beurteilen,dass müssen Andere tun.


Habe nie eine weinrote Uniform getragen und auch keine grüne Grenzeruniform.
Ansonsten Karnak,denke ich,die Rote Kapelle wurde für Dich durch Königin Hatschepsut in der 18. Dynastie errichtet.

seaman


zuletzt bearbeitet 01.10.2013 16:12 | nach oben springen

#106

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 16:08
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Selbstverständlich,mich in jedem Fall.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#107

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 16:19
von elster427 | 789 Beiträge

Hallo @Alfred. Du sprichst von ungeheizten Bungalows im Winter? Die hatten wir auch. Da war die Annehmerhütte- eine Elektroheizung unter dem Fenster ,alles es Spanplatten ,undichte Fenster wo die Kälte durchzog- also warme Knie und der Rest hat gefroren. IK Hütte - Wenn du Glück hattest war ein Bahnheizkörper drin -ansonsten Pech gehabt! alles feucht vom Schnee undichte Fenster und dein Arbeitsplatz für Stunden. Wer da nicht sauer wurde und auch mal etwas am Reisenden ausließ? Und die Fahndung in den Trakten . Fensterlose Räume was im Winter hervorragend war,den ganzen Tag Kein Tageslicht - nur Neon!! Naja alles Geschichte. Soll auch kein abwägen sein -wer hatte es schwerer -sondern so sah es an der Güst aus.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
Feliks D. und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#108

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 16:48
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von KARNAK im Beitrag #102
Zitat von Vierkrug im Beitrag #98
Zitat von KARNAK im Beitrag #97
Zitat von Vierkrug im Beitrag #95
Meine Wochen- bzw. Monatsstunden werde ich mal lieber hier nicht offenbaren. Ein 14-Stundentag montags-freitags war Gang und Gebe. Darin noch nicht einmal enthalten, die Wochenenden, wie auch Feiertage, die man vor Ort war. Ich denke, dass alle DE ihren Anteil an der Gesamtbilanz der "Firma" hatten.

Mein Respekt galt trotzdem den Leuten der VI / PKE hinsichtlich der körperlichen Anforderungen in der Dienstdurchführung. Ich war in meiner Anfangszeit mal zeitweilig als "Unterstützungsmittel" auf der Güst Schwanheide eingesetzt und der Leistungsumfang der damals noch zwischen Schwanheide und Hagenow-Land (da waren die Transitzüge noch ab Hagenow-Land für den Binneverkehr frei gegeben) zu bewältigen war, war schon enorm.
Freiwillig hätte ich mich auch nicht um eine Versetzung zur PKE beworben !!! Danke Jungs für eure Einsatzbereitschaft und euer Engagement.

Vierkrug

Es gab eine Güst Schwanheide?Dann hättest Du mal als"Unterstützungsmittel"(war für ein herrliches Wort,stammt das aus der"guten alten Zeit"oder ist das eine Neuschöpfung?)Ostern,Pfingsten,Weihnachten,Himmelfahrt,zu irgendwelchen Kirchentagen in Drewitz dabei sein müssen,die Gefahr,dass Du mal etwas unfreundlich geworden wärst,wäre sehr groß gewesen. Entschuldigung für meinen Zynismus.
Aber es ist schon richtig,wir sollten nicht ermitteln wer der Fleißigere war,fleißig waren wir irgendwie alle.Ursächlich ging es ja eigentlich auch um etwas anderes.


Eisenbahngrenzübergang Büchen (BRD / Schleswig-Holstein) - Schwanheide (DDR / Bezirk Schwerin) für den Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin bis 1989.


Kannst Du mir dann erläutern wie dort die Fahndung realisiert wurde?War mir nie so ganz klar.


Wie bereits gesagt es war in meinen Anfangsjahren 1967 und 1968, da war sicherlich noch einiges anders in der Handhabung, wie ab Juni 1972. Der Zustieg erfolgte vom entsprechendem Bahnsteig in Schwanheide bei der Einreise. Der Zug war vorher schon abschnittsweise in Kontrollgruppen aufgeteilt - eine Kontrollgruppe immer zu zweit, die dann die Kontrollen in den Zugabteilen der eingeteilten Waggons durchführten. Wimre, dann kontrollierte einer und der andere führte den Fahndungsabgleich durch. Ich weiß es aber nicht mehr so ganz genau.
In Hagenow-Land, spätestens aber in Ludwigslust wurde dann der Zug von den Kontrolleinheiten verlassen und auf den nächsten aus Richtung Berlin kommenden Zug gewartet. Ludwigslust hatte immer den Nachteil, dass der Zug ab / bis Hagenow-Land für den Binnerverkehr freigegeben war. Lulu (Ludwigslust) war die berühmte Ausnahme, die nicht zur Regel wurde.
Ab 1972 war ja dann der durchgehende Zugverkehr ohne Freigabe für den Binnenverkehr in der DDR, so dass von Schwanheide bis Staaken / Spandau sicherlich genügend Zeit vorhanden war. Aber da befand ich mich schon auf einer anderen "Baustelle".

Der Begriff "Unterstützungsmittel" stammt noch aus der alten Zeit und wurde nicht von mir geprägt, sondern vom damaligem Leiter der VI in der BV.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 01.10.2013 16:53 | nach oben springen

#109

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 16:52
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Meine Meinung als damaliger Parteinick,hätte es die DDR noch 10 Jahre länger gegeben,man hätte sich sowieso was einfallen lassen müssen.Eine immer größere Menge der Mitarbeiter hatten die Schnauze voll dauerhaft die Blöden zu machen,ein Grund warum es manchmal zu gewissen Reaktionen gegenüber den Reisenden kam.Man hätte diesen Dienstbetrieb nicht dauerhaft so weiter durchziehen können.
Eigentlich wollte ich es nicht schreiben,aber nur mal zur Untermauerung der Situation.Elster 427 kennt das nicht mehr,es wurde irgendwann unterbunden.Es gab eine Zeit an der Güst,da wurde zum Dienstschluss eine Flasche Schnaps geleert,jeder nahm einen Schluck aus der Pulle.Was das bei mach einem für Auswirkungen hatte kann sich jeder selber denken.Mag für Einige bitter sein,wo wir doch alle solche"Edelmenschen "waren,die Wahrheit ist es aber allemal.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
Feliks D. und elster427 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#110

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 16:54
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #109

Es gab eine Zeit an der Güst,da wurde zum Dienstschluss eine Flasche Schnaps geleert,jeder nahm einen Schluck aus der Pulle.Was das bei mach einem für Auswirkungen hatte kann sich jeder selber denken.Mag für Einige bitter sein,wo wir doch alle solche"Edelmenschen "waren,die Wahrheit ist es aber allemal.


Ein Zeitzeuge pur...

seaman


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#111

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 16:56
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #110
Zitat von KARNAK im Beitrag #109

Es gab eine Zeit an der Güst,da wurde zum Dienstschluss eine Flasche Schnaps geleert,jeder nahm einen Schluck aus der Pulle.Was das bei mach einem für Auswirkungen hatte kann sich jeder selber denken.Mag für Einige bitter sein,wo wir doch alle solche"Edelmenschen "waren,die Wahrheit ist es aber allemal.


Ein Zeitzeuge pur...

seaman


Wenn Du das zynisch meinst kann ich es nicht ändern.Aber ich wollte das auch nicht schreiben,weil ich weiß das solche Wahrheiten einigen nicht gefallen.Wir werden damit leben müssen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#112

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 16:58
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #111
Zitat von seaman im Beitrag #110
Zitat von KARNAK im Beitrag #109

Es gab eine Zeit an der Güst,da wurde zum Dienstschluss eine Flasche Schnaps geleert,jeder nahm einen Schluck aus der Pulle.Was das bei mach einem für Auswirkungen hatte kann sich jeder selber denken.Mag für Einige bitter sein,wo wir doch alle solche"Edelmenschen "waren,die Wahrheit ist es aber allemal.


Ein Zeitzeuge pur...

seaman


Wenn Du das zynisch meinst kann ich es nicht ändern.Aber ich wollte das auch nicht schreiben,weil ich weiß das solche Wahrheiten einigen nicht gefallen.Wir werden damit leben müssen.


Du wirst damit leben müssen!!
Karnaks gab es viele,na und?

seaman


zuletzt bearbeitet 01.10.2013 16:59 | nach oben springen

#113

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 17:01
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Mach ich,ich habe ein gutes Gewissen,berichte hier als Zeitzeuge.Das ich damit vielleicht ein"Nest beschmutze"mag sein.Aber sehen wir es doch realistisch,das Nest ist lange verottet und vom Baum gefallen,also was soll es.
p.s.Damals war ich gerade etwas über 20,habe noch nicht so viel vertragen,habe also immer nur einen kleinen Schluck genommen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 01.10.2013 17:03 | nach oben springen

#114

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 17:05
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Was war jetzt falsch an seinen Ausführungen? Er bezog diese Ausfälle ja nicht auf alle und Erfahrungen mit Alkoholmissbrauch hat wohl jeder gemacht der mal in den bewaffneten Organen gedient hat, diese Problematik bestand einfach. Das Feierabendbier haben wir auch gepflegt, allerdings war es Bier und blieb bei einem.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#115

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 17:05
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #113
Mach ich,ich habe ein gutes Gewissen,berichte hier als Zeitzeuge.Das ich damit vielleicht ein"Nest beschmutze"mag sein.Aber sehen wir es doch realistisch,das Nest ist lange verottet und vom Baum gefallen,also was soll es.


Ja,die Krähen...

seaman


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#116

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 17:09
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Wenn ich die Beiträge richtig lese, dann war die Belastung aus den verschiedensten Gründen sehr hoch. Wie sah es da mit dem Krankenstand aus? Ich denke aus dem Stress resultierende Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Depressionen, Alkoholprobleme, Magengeschwüre etc. müssen doch an der Tagesordnung gewesen sein. Burn out kannte man ja damals noch nicht.

Eigentlich schade, dass man selbst in der Anonymität eines Forums über die Begeiterscheinungen und den gesundheitlichen Folgen des Dienstes nicht schreiben kann, ohne zum "Nestbeschmutzer" zu werden. Oder im anderen Fall - als Betroffener als Schwächling da zu stehen.

Ich denke da eher an die Langzeitfolgen unter denen heute nicht wenige leiden. Ich weiß - ein schwieriges Thema.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 01.10.2013 17:09 | nach oben springen

#117

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 17:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Waren sie und da gab es auch eine entsprechende Untersuchung von KuSch zu. Vielleicht findet die einer auf die Schnelle.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 01.10.2013 17:16 | nach oben springen

#118

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 17:23
von Alfred | 6.848 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #107
Hallo @Alfred. Du sprichst von ungeheizten Bungalows im Winter? Die hatten wir auch. Da war die Annehmerhütte- eine Elektroheizung unter dem Fenster ,alles es Spanplatten ,undichte Fenster wo die Kälte durchzog- also warme Knie und der Rest hat gefroren. IK Hütte - Wenn du Glück hattest war ein Bahnheizkörper drin -ansonsten Pech gehabt! alles feucht vom Schnee undichte Fenster und dein Arbeitsplatz für Stunden. Wer da nicht sauer wurde und auch mal etwas am Reisenden ausließ? Und die Fahndung in den Trakten . Fensterlose Räume was im Winter hervorragend war,den ganzen Tag Kein Tageslicht - nur Neon!! Naja alles Geschichte. Soll auch kein abwägen sein -wer hatte es schwerer -sondern so sah es an der Güst aus.
mfg Jan



Elster,

keine sagt, dass die Arbeitsbedingungen immer ideal waren.
Man sollte aber bitte auch beachten, dass man in einigen Bereichen des Militärs aber auch im zivilen Bereich mit schwierigen Bedinungen zu kämpfen hatte.
Es geht auch nicht um das abwägen der verschiedensten Bedingungen. Mir gefällt nur die einseitige Darstellung von Karnak nicht.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#119

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 17:23
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #116
Wenn ich die Beiträge richtig lese, dann war die Belastung aus den verschiedensten Gründen sehr hoch. Wie sah es da mit dem Krankenstand aus? Ich denke aus dem Stress resultierende Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Depressionen, Alkoholprobleme, Magengeschwüre etc. müssen doch an der Tagesordnung gewesen sein. Burn out kannte man ja damals noch nicht.

Eigentlich schade, dass man selbst in der Anonymität eines Forums über die Begeiterscheinungen und den gesundheitlichen Folgen des Dienstes nicht schreiben kann, ohne zum "Nestbeschmutzer" zu werden. Oder im anderen Fall - als Betroffener als Schwächling da zu stehen.

Ich denke da eher an die Langzeitfolgen unter denen heute nicht wenige leiden. Ich weiß - ein schwieriges Thema.

LG von der grenzgaengerin


Wenn ich die Beiträge lese denke ich,man versucht hier kranke Typen zu installieren...

seaman


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#120

RE: Auftreten der PKE an der Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2013 17:24
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #119
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #116
Wenn ich die Beiträge richtig lese, dann war die Belastung aus den verschiedensten Gründen sehr hoch. Wie sah es da mit dem Krankenstand aus? Ich denke aus dem Stress resultierende Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Depressionen, Alkoholprobleme, Magengeschwüre etc. müssen doch an der Tagesordnung gewesen sein. Burn out kannte man ja damals noch nicht.

Eigentlich schade, dass man selbst in der Anonymität eines Forums über die Begeiterscheinungen und den gesundheitlichen Folgen des Dienstes nicht schreiben kann, ohne zum "Nestbeschmutzer" zu werden. Oder im anderen Fall - als Betroffener als Schwächling da zu stehen.

Ich denke da eher an die Langzeitfolgen unter denen heute nicht wenige leiden. Ich weiß - ein schwieriges Thema.

LG von der grenzgaengerin


Wenn ich die Beiträge lese denke ich,man versucht hier kranke Typen zu installieren...

seaman



Nein seaman - Menschen.

LG von der grenzgaengerin


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