#41

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 10:49
von Kimble | 397 Beiträge

Rainman, ihr wart doch trotz der Rotlichtbestrahlung noch keine seelenlosen Roboter und durchaus in der Lage zu erkennen,
in welche Richtung der Zaun besonders gut sperren sollte.
Da kollidierte doch euer Verständnis und die Realität. Wie habt ihr diesen Widerspruch damals überwunden ?

Habt ihr damals -wenigstens im Kopf- schon gefühlt, daß eine Zigarette vom BGS angeboten zu bekommen,
oder nur ein paar Worte über den Zaun zu wechseln, in Wirklichkeit überhaupt keine "Provokationen" waren ?
---


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
andyman und Pit 59 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#42

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 10:50
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

mich würde auch mal interessieren, wer im Grenzdienst vom Westen provoziert wurde


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


schuri hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#43

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 10:51
von andyman | 1.879 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #39
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #34
...
http://www.wolfgangroehl.de/Goslar-Grenz...rdabschnitt.htm
So nah an der Grenze und mit der Deckung der Raupe ist die Flucht wohl sehr rasch vorbeigewesen.
Theo

Hallo Theo! Hallo Hansteiner!

Die Absicherung solcher Arbeiten hatte nicht nur die Aufgabe, die Leute an der Flucht zu hindern. Es diente nach unserem Verständnis auch dem Schutz der Leute, die diese Arbeiten durchführten. Erstens stand auf der anderen Seite der Klassenfeind und zweitens waren Übergriffe oder Provokationen jederzeit möglich. Wir haben damals unseren Auftrag durchaus etwas weiter gesehen, als nur Fluchten DDR-BRD zu verhindern. Das nur kurz als Anmerkung.

ciao Rainman

Hallo Forum.Das finde ich jetzt witzig,erklärt es doch vielleicht warum die Flucht nicht verhindert werden konnte.Die Posten haben nur auf die BGS-Streife geachtet,hatten die vielleicht Angst der rangiert auf DDR-Gebiet und stellt sich der Raupe in den Weg?Es hat sicher viele Provokationen gegeben aber das ist lächerlich.Lg andyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
nach oben springen

#44

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 11:06
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #42
mich würde auch mal interessieren, wer im Grenzdienst vom Westen provoziert wurde


Also in den einem Jahr (Hessengrenze) (ende der 70er) wurden wir von keinem "Kollegen" (BGS,Zoll,US) provoziert. Die waren immer Nett und Freundlich.


exDieter1945 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#45

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 11:08
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Tja, so ist das, wenn man mal erzählt, wie man es damals empfunden hat. Ich, Jahrgang 1960, hatte nichts, aber auch gar nichts mit der BRD zu tun. Das war ein anderes Land in dem genauso Deutsch gesprochen wurde, wie beispielsweise in Österreich. Militärisch war es ein feindliches Land, auf dem feindliche Streitkräfte stationiert waren. In meiner Ausbildung hatte ich gelernt, dass es genügend Übergriffe auf die Grenze von westlicher Seite gegeben hatte. Die Verhinderung von Grenzdurchbrüchen war, entsprechend der Konzentration von Kräften und Mitteln unsere Hauptaufgabe, soviel war klar. Aber die Aufgaben der Sicherung der Grenze umfassten ebenso Aufklärung (oder warum sonst war jede Streife, jeder Hubschrauber durch die Posten zu melden und wurde dokumentiert?) und auch der Schutz vor Übergriffen und Provokationen (die beim Betreten des Territoriums begannen, über die Beschädigung von Grenzanlagen gingen bis hin zum Bewerfen und auch Beschießen des Territoriums). Die Präsenz einer Sicherung diente dabei auch der Prävention. Ich unterzog und unterziehe das hier konkret keiner Wertung, sondern sage lediglich, dass dies damals unsere Aufgabe war und von mir als Offizier auch als Aufgabe verstanden und umgesetzt wurde.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


andyman, 4.Zug 4.Kompanie GAR-40, bendix und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#46

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 11:13
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #44
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #42
mich würde auch mal interessieren, wer im Grenzdienst vom Westen provoziert wurde


Also in den einem Jahr (Hessengrenze) (ende der 70er) wurden wir von keinem "Kollegen" (BGS,Zoll,US) provoziert. Die waren immer Nett und Freundlich.



Ist mir auch nie passiert, wobei, allzuoft war ich nicht ganz vorn. Meist eben Posten laufen im Wald oder per Krad den KS lang. Das soll nicht heißen, daß es auch bei denen drüben ein paar Leute gab, wie überall, die gern mal mit den Feuer spielen. Auf meinen Kammeraden, Gefreiter im nächt höheren Diensthalbjahr, ist mal von westberliner Seite aus geschossen worden. Mumpel schlug neben ihm in den Sand ein. Was folgte, weiß ich nicht, weil vor meiner Zeit am Kanten. Ansonsten würde ich bloßes Winken oder auch Grüßen und normales Ansprechen nicht als Provokation sehen. Man weiß es eben nur nicht sofort, wem man gegenüber hat. Aber, wie Grenzwolf schreibt, in eine Mündung zu gucken, finde ich schon als eindeutige Provokation.



nach oben springen

#47

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 11:21
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #45
Tja, so ist das, wenn man mal erzählt, wie man es damals empfunden hat. < ... cut ...>
ciao Rainman
Hallo Rainman2,

da ich Deine (tw. auch sehr selbstkritischen) Beiträge sehr schätze, war meine obige Nachfrage nicht feindlich-negativ gemeint. Meine Frage ging eher in die Richtung, ob dieser Schutz vor Provokationen und Übergriffen evidenzbasiert war, oder ob durch z.B. Ausbildung und Rotlichtbestrahlung diese Bedrohung nur vorgegaukelt wurde.
Auch die Frage nach der Art der Provokationen war ernst gemeint - ich habe zwar eine vage Vorstellung davon, mich würde aber noch genauer interessieren, das man in der DDR als Provokation betrachtete.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#48

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 11:27
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

interessiert mich auch


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


nach oben springen

#49

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 11:42
von Hansteiner | 1.415 Beiträge

Ist es nicht das wichtigste, dass es bei diesem Vorkommnis nicht zu einer Eskalation gekommen ist ? Es hätte wer weiss auch anders ausgehen können. Das ist aber nur meine Meinung !

H.



Jobnomade und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#50

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 11:42
von 94 | 10.792 Beiträge

wurde ja bereits in #42 bekundet, dieses Interesse.
Liegt vielleicht auch bissel im Auge des Betrachters, für manch Einen war ja schon eine Alouette eine 'Provokation'. Ich jedenfalls betrachtete mir die beiden Leichtfußindianer vom Stamme der Apachen recht interessiert bei ihren Standschwebeübeungen vor der Hütte am Leimbacher Hang (FÜSt am PP104), bis diese 'Provokation' durch eine Hirschkuh unter dem Zeichen des roten Pentagramms beendet wurde. Es ging einmal um den Kalimandscharo herum, zu dritt. Weiß nicht, war das vielleicht eine 'Provokation'? Hier mal bissel mehr, achso manch ein ehemaliges Gegenüber polizeilicher Art fühlt sich auch heut noch provozierend *grins*

P.S. @Hansteiner, so meine ich auch. Nur macht mich da diese Bild aus der weiter oben erwähnten Quelle etwas, nun wie will ich sagen ... 'stutzig' *überhaupt_nicht_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 27.09.2013 11:52 | nach oben springen

#51

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 11:55
von 94 | 10.792 Beiträge

Anderer Gedanke, wer mit einer Waffe droht, wird diese ja wohl auch einsetzten, sonst mach ja diese Bedroherei keinen Sinn? Also ist doch bereits die Bedrohung mit einer Waffe eine Anwendung im Sinne des Gesetzgebers, odär?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#52

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 11:58
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #49
Ist es nicht das wichtigste, dass es bei diesem Vorkommnis nicht zu einer Eskalation gekommen ist ? Es hätte wer weiss auch anders ausgehen können. Das ist aber nur meine Meinung !

H.



Es ist nicht nur Deine Meinung, Hansteiner, meine auch.
Ich denke dabei die Geschichte um den Tod von Rudi Arnstadt. So ein Zwischenfall kann ganz schnell in einen Weltkrieg münden.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Hansteiner und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#53

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 12:41
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #47
Zitat von Rainman2 im Beitrag #45
Tja, so ist das, wenn man mal erzählt, wie man es damals empfunden hat. < ... cut ...>
ciao Rainman
Hallo Rainman2,

da ich Deine (tw. auch sehr selbstkritischen) Beiträge sehr schätze, war meine obige Nachfrage nicht feindlich-negativ gemeint. Meine Frage ging eher in die Richtung, ob dieser Schutz vor Provokationen und Übergriffen evidenzbasiert war, oder ob durch z.B. Ausbildung und Rotlichtbestrahlung diese Bedrohung nur vorgegaukelt wurde.
Auch die Frage nach der Art der Provokationen war ernst gemeint - ich habe zwar eine vage Vorstellung davon, mich würde aber noch genauer interessieren, das man in der DDR als Provokation betrachtete.

cheers matloh


Hallo matloh,

prinzipiell wurde alles als Provokation bewertet, was sich gegen die "Souveränität und territoriale Integrität der DDR sowie gegen ihre legitimen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen" richtete. Da ist viel Interpretationsspielraum. Ich selbst war als Polit entweder eher auf der Führungsstelle oder auf Kontrollstreifen eingesetzt. Deshalb halten sich meine persönlichen Erfahrungen mit Provokationen in Grenzen:
- Bierfest unmittelbar am Grenzverlauf (14.08.1983 - Ruine Mauerschädel bei Filke)
- Betreten des Territoriums durch BGS und durch Zivilpersonen (eher versehentlich, aber offiziell eine Provokation - ich hab mich ja auch ungewollte einmal "revanchiert")
- Ansprechen durch Angehörige des BGS (für einen jungspundigen Leutnant mit roten Socken eine "ungeheuerliche Provokation")
Durch Meldungen aus unserem bzw. Nachbarabschnitten:
- Heranfahren an die Grenzlinie mit Panzer M1A1 (Straße Melpers-Fladungen - Nachbarabschnitt - 11. Panzeraufklärungsregiment US-Army)
- militärische Übungen mit Entfernung bis zu 1 km an die Grenze heran
- Zielübungen mit Infanterie- und Bordwaffen von Hubschraubern (US-Army)

Ich selbst hatte 1983 das Brandenburger Tor besuchen können und die dortige Ausstellung zu Provokationen gegenüber der Staatsgrenze gesehen (u.a. den berühmten Fußtritt von Reagen über die Grenzlinie - fotografiert von den Grenztruppen). Das alles, im Verein mit den Informationen und der politischen Ausbildung an der Offiziersschule führte zu einem Gesamtbild, das man vielleicht mit den Worten beschreiben kann: "Wir stehen einem Gegner gegenüber, der uns schaden will und es tun wird, sobald wir ihm die Gelegenheit dazu geben!" (das entsprach ja auch einer der fünf Grundüberzeugungen, die den Kern unserer politischen Arbeit bestimmten: Die Überzeugung vom aggressiven Charakter des Imperialismus ...). Das war der Filter für unsere Wahrnehmung, der sich auch durch die Beurteilungen der Lage zog.

Das Titelthema dieses Threads hat sich wohl 1972, also lange vor meiner Zeit ereignet. Ich kann leider dazu selbst nichts sagen, da mir auch dieser Vorfall nicht aus der späteren Bewertung bekannt ist.

ciao Rainman

PS: Übrigens, matloh, ich habe mich nicht angegriffen gefühlt. Mein Eingangsseufzer stammt noch aus Erfahrungen mit einschlägigen Fernsehdokumentationen.


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.09.2013 12:44 | nach oben springen

#54

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 13:29
von Hansteiner | 1.415 Beiträge

Das ist ja das Problem. Je nach Art und Weise der Darstellung, gibt es verschiedene Meinungen zu ein und denselben Sachverhalt.

H.



nach oben springen

#55

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 13:42
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Betreten des Territoriums durch BGS und durch Zivilpersonen (eher versehentlich, aber offiziell eine Provokation - ich hab mich ja auch ungewollte einmal "revanchiert")@rainman

An Postenpunkten,wo jede menge Puplikumsverkehr herrschte,vor allem am Wochenende,passierte das eigentlich täglich das die Besucher bis an den Zaun herankamen. Da sie da aber schon auf Gebiet der DDR waren lautete die DV " Ich fordere Sie auf unverzüglich das Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik zu Verlassen ".
Ein Postenführer hat das Nie gemacht,immer an seinen Posten gegeben,denn so zum Affen wollte man sich als EK auch nicht mehr machen
Und was hats eigentlich gebracht ? gar Nix,unsere Landsleute haben Dir dann höchstens den Daumen gezeigt und gerufen "na Los ändere es mal ab"
und spätestens da hätte man sich Verkrochen.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#56

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 13:47
von Hansteiner | 1.415 Beiträge

Pit 59,
wäre das nicht auf eine Kontaktaufnahme hingelaufen? Wir habens weiter gemeldet und gekümmert haben sich dann andere um die "Sache" !

H.



Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#57

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 13:47
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #55
... Und was hats eigentlich gebracht ? gar Nix,unsere Landsleute haben Dir dann höchstens den Daumen gezeigt und gerufen "na Los ändere es mal ab"
und spätestens da hätte man sich Verkrochen.

Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Das demonstrative Auftauchen bewaffneter Grenzposten am Kolonnenweg hat eher dazu geführt, dass man den Spruch nicht mehr brauchte. Kann natürlich auch an meiner militanten, stets schießbereit wirkenden Art gelegen haben, sozusagen "Milchbart an Kalaschnikow - ein martialisches Stimmungsgemälde" ...

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


nach oben springen

#58

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 15:17
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #3
Das war eindeutig ein Akt der Agression. Mit einer Waffe auf DDR Grenzer zu bedrohen um eine Flucht zu ermöglichen ich empfinde das einfach als einen kriminellen Akt.


das war ein guter Agressionsakt,er diente der Menschlichkeit und dem Recht auf Freizügigkeit und er war gegen den Reppressionsstaat DDR gerichtet, nicht gegen die 2 Grenzer, die ja auch nur gezwungenermassen diese Massnahmen durchsetzen mussten. Bravo
eine schöne Geschichte.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Kimble und Pit 59 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#59

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 15:27
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

wie immer, der Zweck heiligt die Mittel und der Sieger hat das Recht, die Geschichte so zu interpretieren, wie es ihm beliebt

Mielkes Mord blieb ja auch ungestraft, weil er ja einen bösen kapitalistischen Polizisten getötet hat

Unrecht mit Unrecht zu vergelten, sollte endlich auf den Scheiterhaufen der Geschichte verbannt werden, es macht mir Angst, wenn hier drin manche Leute meinen, so ein Verhalten sei gerechtfertigt


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#60

RE: Er zog die Pistole und hielt die DDR-Grenzer in Schach

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2013 15:37
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Provokationen, aber mehr aus Gaudi,"wollen mal sehen, ob die schneller sind als wir" gab es vor allem im Sommer am Havelabschnitt. Da war die Bootskompanie zuständig und die Grenze verlief Flussmitte. Unsere Mollys mit ihren lahmen Booten hatten da keine Chance, wenn von drüben mal so ein Rennbootfahrer im eleganten Bogen kurz durch unser Gewässer kreuzte. Später, als wir neue Boote mit Volvo-Motoren hatten, sah das etwas anders aus.
Ansonsten mal durch Fußgänger ein paar flapsige Bemerkungen, aber sonst, außer dem schon geschilderten Schuss auf einen Gefreiten von uns, kaum was Nennenswertes. Die Tommys waren anscheinend friedlicher als die Amis.



zuletzt bearbeitet 27.09.2013 15:37 | nach oben springen



Besucher
4 Mitglieder und 34 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Andre Lambert
Besucherzähler
Heute waren 310 Gäste und 22 Mitglieder, gestern 3660 Gäste und 197 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14371 Themen und 558175 Beiträge.

Heute waren 22 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen