#1

Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 15.09.2013 16:43
von Geschichtsforscher | 12 Beiträge

Hallo allerseits,

im Herbst 2014 jährt sich die Wende zum fünfundzwanzigsten Male. Es wird dann sicher eine Vielzahl von Publikationen geben. Auch das Forum, das sich ja schon in der Vergangenheit mit diesem Thema beschäftigt hat, wird sich gewiss dieser Sache erneut annehmen.
Wir vom Freundeskreis Braunschweiger Polizeigeschichte wollen zu diesem Jubiläum eine Studie mit Zeitzeugenberichten veröffentlichen. Ich habe das mehrfach im Forum erläutert und möchte mich nicht wiederholen. Bis zur Buchreife brauchen wir erfahrungsgemäß mindestens ein Jahr, daher greifen wir schon jetzt das Thema auf.
Um die Debatte anzuregen, stelle ich meinen eigenen Beitrag zu diesem Projekt (im Entwurf) ins Forum. Ich verbinde damit die Erwartung, dass sich eine rege Diskussion entwickelt, hoffe aber auch, dass sich ein paar User finden, die selbst ihre Erlebnisse aus der Wendezeit in Form eines Berichts zu dem Buch-Vorhaben beisteuern möchten. Fünf oder sechs Seiten mit Fotos reichen aus. Es kann aber auch mehr sein. Hauptsache, der Beitrag ist lebensecht und gut lesbar.
Um die Datenmenge nicht über Gebühr auszudehnen, gebe ich meinen Beitrag als PDF-Datei, ohne Fotos an diesen Beitrag angehängt ins Forum. Er trägt die Überschrift „Nicht ohne Skepsis“, womit die Grundrichtung meiner Aussagen bereits angedeutet ist.
Am Rande bleibt noch anzumerken, dass meine eigenen Erfahrungen mit der Wende nicht sehr ergiebig sind. Geschichtsbeflissene werden sich erinnern, dass nach der Landtagswahl vom Mai 1990 Gerhard Schröder in Niedersachsen die Regierung bildete. Ich bin damals ins Innenministerium gerückt und war mit anderen Aufgaben befasst, so dass ich zum Thema Wendezeit aus eigenem dienstlichem Erleben wenig beisteuern kann. Immerhin hat es für diesen Aufsatz gereicht.

Mit Gruß, Geschichtsforscher


Dateianlage:
turtle, thomas 48 und ABV haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 15.09.2013 18:49
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Geschichtsforscher im Beitrag #1
Hallo allerseits,

im Herbst 2014 jährt sich die Wende zum fünfundzwanzigsten Male. Es wird dann sicher eine Vielzahl von Publikationen geben. Auch das Forum, das sich ja schon in der Vergangenheit mit diesem Thema beschäftigt hat, wird sich gewiss dieser Sache erneut annehmen.
Wir vom Freundeskreis Braunschweiger Polizeigeschichte wollen zu diesem Jubiläum eine Studie mit Zeitzeugenberichten veröffentlichen. Ich habe das mehrfach im Forum erläutert und möchte mich nicht wiederholen. Bis zur Buchreife brauchen wir erfahrungsgemäß mindestens ein Jahr, daher greifen wir schon jetzt das Thema auf.
Um die Debatte anzuregen, stelle ich meinen eigenen Beitrag zu diesem Projekt (im Entwurf) ins Forum. Ich verbinde damit die Erwartung, dass sich eine rege Diskussion entwickelt, hoffe aber auch, dass sich ein paar User finden, die selbst ihre Erlebnisse aus der Wendezeit in Form eines Berichts zu dem Buch-Vorhaben beisteuern möchten. Fünf oder sechs Seiten mit Fotos reichen aus. Es kann aber auch mehr sein. Hauptsache, der Beitrag ist lebensecht und gut lesbar.
Um die Datenmenge nicht über Gebühr auszudehnen, gebe ich meinen Beitrag als PDF-Datei, ohne Fotos an diesen Beitrag angehängt ins Forum. Er trägt die Überschrift „Nicht ohne Skepsis“, womit die Grundrichtung meiner Aussagen bereits angedeutet ist.
Am Rande bleibt noch anzumerken, dass meine eigenen Erfahrungen mit der Wende nicht sehr ergiebig sind. Geschichtsbeflissene werden sich erinnern, dass nach der Landtagswahl vom Mai 1990 Gerhard Schröder in Niedersachsen die Regierung bildete. Ich bin damals ins Innenministerium gerückt und war mit anderen Aufgaben befasst, so dass ich zum Thema Wendezeit aus eigenem dienstlichem Erleben wenig beisteuern kann. Immerhin hat es für diesen Aufsatz gereicht.

Mit Gruß, Geschichtsforscher



Ich begrüsse es,wenn Zeitzeugen ihre persönlichen Wahrnehmungen zur jüngeren deutschen Geschichte für die Nachwelt erhalten.
Wünsche dem Projekt viel Erfolg.

seaman


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#3

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 15.09.2013 19:48
von DoreHolm | 7.690 Beiträge

Noch mal 25 Jahre, dann gibt es die Zeitzeugen praktisch nicht mehr. Es wird Zeit, alle Erlebnisse zu dokumentieren, bevor wir in die Senilität und Demenz verfallen.



seaman, turtle und Geschichtsforscher haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.09.2013 19:48 | nach oben springen

#4

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 16.09.2013 11:50
von andyman | 1.875 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #3
Noch mal 25 Jahre, dann gibt es die Zeitzeugen praktisch nicht mehr. Es wird Zeit, alle Erlebnisse zu dokumentieren, bevor wir in die Senilität und Demenz verfallen.

Hallo Forum.Es wird schon noch Zeitzeugen geben die in 25 Jahren berichten können,die zur Wendezeit gedient haben sind ja erst in den 40zigern aber es natürlich toll wenn man jetzt mit der Dokumentation weitermacht.Das beste Beispiel ist ja das Forum selbst,wo findet man sonst so viele Info`s über die Grenze und alle Fakten ,Bilder und Berichte.Ich wünsche dem Projekt jedenfalls viel Erfolg.LG andyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#5

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 16.09.2013 23:07
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von andyman im Beitrag #4
... wünsche dem Projekt jedenfalls viel Erfolg.

Möchte ich um den Wunsch nach viel Glück ergänzen. Wird's auch brauchen, wenn auch noch 'VoPos' zum Mitschreibendürfen gefunden werden wollen. Denn 'Nicht ohne Skepsis' las ich das angehängte Dokument, spätestens ab der ersten Fußnote auf Seite 3. Seit dem beim Studium erlernten Konspektieren fange ich in wissenschaftlich anmutenden Schriftsätzen eigentlich immer mit den Fußnoten an, oft kann man sich den Rest dann ersparen. Doch bei einem so flüssigen Stilergab sich das Weiterlesen von selbst ...
Nur warum der im Geiste noch immer verkrustete Duktus eines kalten Kriegers?
Mehr als eine Handvoll mal die Bezeichnung VoPo für AGT, naja. Da ist man ja dann fast schon dankbar, das nur von der Stasi (inzwischen als Begriff sogar salonfähig) und nicht vom SSD die Schreibe ist. Beim polizeilichen Gegenüber wiederum konnte ich mir dann ein Schmunzeln nicht verkneifen. Mir ist aus der Winter-/Frühsommerzeit 89/90 allerdings das grenzzolldienstliche Gegenüber viel symapathischer erinnerlich. Mit Hund war's wenigstens richtige Grenzer.
Doch welche Überraschung erlebt ich beim schon fast widerwilligen Weiterlesen so ab Seite 8, der 'Landnahme ?', mit Fragezeichen!
(Die Polizeioffizierin und die meuternden Grenzer waren bis dahin ..., na egal ist halt eine Geschichte und keine Geschichte *Fußnote 1). Um so schöner dann die teilweise sehr emotionale Schilderung eines manchmal von seiner Aufgabe überfordert erscheinenden, aber doch immer um Menschlichkeit bemühten Staatsdieners. Den Gedanken mit 'Bei aller Euphorie ...' (Seite 6 unten) hatte übrigens manch sich vom Zoni zum Ossi wandelten Schwesterbruder auch, wenn auch erst etwas später. In der Dresdner Neustadt konnte man, es war so um die Wahl der Märzgefallenen rum, ein sinniges Graffiti lesen ...
40 Jahre lang geschlafen, 4 Monate geträumt, Böses Erwachen!

So, nun genug gemeckert! Kann ebend aus meiner halben Ossihaut och ni raus, aber als Atonement (ohne Fußnote *grins*) möchte ich Dir lieber @Geschichtenforscher(zähler) einen Vorschlag für Dein Avatarbild in diesem Forum auch unterbreiten ...


*1) It's a story, not historie

P.S. Und achso, der russischen Sprache biste sooo nicht mächtig? Schade, dann hätteste vielleicht och verstanden was der mit dem Vaterländischen von Dir wollte. Aber die Sprache der andern Sieger kannste ja hoffentlich ...

gefunden bei ... http://demotivators.rublogs.org/slushaj-syuda-nub5101.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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zuletzt bearbeitet 16.09.2013 23:43 | nach oben springen

#6

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 03:39
von ABV | 4.202 Beiträge

Hier muss ich meinen Vorredner an einigen Stellen widersprechen: Jeder schildert eben seine Erlebnisse aus seiner eigenen Sicht. Da schleichen sich mitunter auch "eingeschliffene Bezeichnungen" ein. Da kann es schon mal passieren, dass wir Deutschen selbst nach dreiundzwanzig Jahren nicht immer die selbe Sprache sprechen. Na und? Irgendwie hat das ja auch etwas mit Authentizität zu tun, wenn jemand, um seinen damaligen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, konsequenterweise die damaligen Begriffe verwendet. Statt sich vor lauter Korrektheit den Hals zu verrenken.
Viel wichtiger ist es doch, dass Zeitzeugen, in Ost und West, in die Tasten hauen und die Erlebnisse für die Nachwelt festhalten.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#7

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 04:00
von Geschichtsforscher | 12 Beiträge

Hallo 94,
danke für die Entgegnung. Ich habe gelernt, mit Kritik umzugehen und sehe sie grundsätzlich positiv. So auch diese. Der "verkrustete Duktus des Kalten Krieges" ist Absicht. Er soll um der historischen Wahrheit willen deutlich machen, wie wir damals dachten. Alles andere wäre Schönfärberei. Und habt Ihr nicht auch so gedacht? Daher habe ich auch manche Kürzel verwandt, die damals bei uns üblich waren (Vopo etc.).
Den zitierten Satz aus Dresden kannte ich noch nicht, kann ihn aber gut nachvollziehen. Auch dafür vielen Dank.
Abschließend: Als "Meckern" empfinde ich den Beitrag überhaupt nicht. Im Gegenteil: sehr erfrischend! Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass meine Darstellung ungeteilten Beifall findet. Und dazugelernt habe ich auch noch etwas.
Das "Avatarbild" werde ich übrigens auf keinen Fall übernehmen. Zu meinem langen Marsch gegen den Militarismus in der niedersächsischen Polizei empfehle ich unsere aktuelle Veröffentlichung "www.polizeigeschichte-miterlebt.de", auch zu haben bei Amazon als eBook. Dort wird vielleicht deutlicher, um was es mir ein Berufsleben lang ging.
Mit freundlichem Gruß
Geschichtsforscher


zuletzt bearbeitet 17.09.2013 04:23 | nach oben springen

#8

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 05:45
von berlin3321 | 2.516 Beiträge

Morjen Geschichtsforscher,

ich habe Dein PDF mit Interesse gelesen, sehr interessant.

Als "Wessi" und nicht Polizist kann ich Dir, was eine erlebte Wendegeschichte angeht, nicht helfen, erlebt habe ich eine geschichtsträchtige Nacht am 24. 12 am Grenzübergang Horst/ Lauenburg. Es wurde erstmals das "Eintrittsgeld" ausgesetzt.

In der Zeit Januar ´90 bis Sommer ´90 dann die Rückgabe der Hofstelle, auf der mein Vater aufgewachsen war, mit Niedergang der LPG T, weiter ging es mit der LPG P.

Wie schon in einem anderen Fred dar gelegt, empfand ich die Dörfer und Städte ebenfalls als trist und grau, was allerdings einige User mehr oder weniger vehement versuchen zu bestreiten.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#9

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 06:54
von Schuddelkind | 3.508 Beiträge

Zitat von Geschichtsforscher im Beitrag #7
Hallo 94,
danke für die Entgegnung. Ich habe gelernt, mit Kritik umzugehen und sehe sie grundsätzlich positiv. So auch diese. Der "verkrustete Duktus des Kalten Krieges" ist Absicht. Er soll um der historischen Wahrheit willen deutlich machen, wie wir damals dachten. Alles andere wäre Schönfärberei. Und habt Ihr nicht auch so gedacht? Daher habe ich auch manche Kürzel verwandt, die damals bei uns üblich waren (Vopo etc.).
Den zitierten Satz aus Dresden kannte ich noch nicht, kann ihn aber gut nachvollziehen. Auch dafür vielen Dank.
Abschließend: Als "Meckern" empfinde ich den Beitrag überhaupt nicht. Im Gegenteil: sehr erfrischend! Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass meine Darstellung ungeteilten Beifall findet. Und dazugelernt habe ich auch noch etwas.
Das "Avatarbild" werde ich übrigens auf keinen Fall übernehmen. Zu meinem langen Marsch gegen den Militarismus in der niedersächsischen Polizei empfehle ich unsere aktuelle Veröffentlichung "www.polizeigeschichte-miterlebt.de", auch zu haben bei Amazon als eBook. Dort wird vielleicht deutlicher, um was es mir ein Berufsleben lang ging.
Mit freundlichem Gruß
Geschichtsforscher




Rot: Könntest du mir den Satz mal kurz erklären?


Intellektuelle spielen Telecaster
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#10

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 06:55
von Schuddelkind | 3.508 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #8


Wie schon in einem anderen Fred dar gelegt, empfand ich die Dörfer und Städte ebenfalls als trist und grau, was allerdings einige User mehr oder weniger vehement versuchen zu bestreiten.

Mfg Berlin


Ist wie bei einer vergangenen Liebe, irgendwann erinnerst du dich nur noch an die schönen Dinge........was beschissen war, wird ausgeblendet. Obwohl hier im Forum einige Beiträge eher was mit Ideologie als mit der Realität zu tun haben.


Intellektuelle spielen Telecaster
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zuletzt bearbeitet 17.09.2013 07:07 | nach oben springen

#11

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 09:08
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #6
Viel wichtiger ist es doch, dass Zeitzeugen, in Ost und West, in die Tasten hauen und die Erlebnisse für die Nachwelt festhalten ...
Hier muss ich meinen Vorredner an einigen Stellen widersprechen ...
Aha, na dann nehme ich die Verwarnung zur Kenntnis. Oder was sonst treibt einen Admin nachts um halber Viere an die Klaviatura?
Nur kann es sein, das Dir da noch bissel das moderate 'Werkzeug' fehlt?

Angefügte Bilder:
gelbe-karte-b.jpg

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 17.09.2013 09:12 | nach oben springen

#12

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 09:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Der Sprachgebrauch "Vopo" hält mich u.a. auch davon ab, mich zu den Ereignissen 1989/90 in der Volkspolizei der DDR zu äußern. Nach meiner MfS-Zeit war ich Angehöriger des MdI, genauer gesagt, der Volkspolizei und später der Landespolizei Brandenburg. Den Umgestaltungsprozess auch aus der Sicht der Personalvertretungen in der Polizei habe ich aktiv miterlebt und im Bezirk Cottbus / später Land Brandenburg - angefangen von der Gründung der GdVP (Gewerkschaft der Volkspolizei) - den Zusammenschluß der GdVP mit der GdP (damals war noch Hermann Lutz Vorsitzender der GdP) bis zur Herausbildung der Personalräte auch persönlich mitgestaltet. Da ich bisher keine guten Erfahrungen in der "gemeinsamen Geschichtsaufarbeitung" gesammelt habe und immer wieder die Einseitigkeit bis heute erlebe, halte ich mich auch hier zurück.

Vierkrug


seaman, Kurt, Feliks D., passport, Geschichtsforscher und Alfred haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 11:08
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

@ABV

Über Deinen Beitrag #25 im Vorstellungsthread des Geschichtsforschers habe ich nur den Kopf geschüttelt. Immer wieder gegen die Einseitigkeit anschreiben, ist ein sinnloses Unterfangen. Zumal wenn alte DDR - Schwänke, die ich übrigens auch heute noch sehr gerne sehe, als Beispiel für Ventile zum Dampfablassen über die Unzulänglichkeiten des Alltages in der DDR herangezogen werden.

Was der Admin sagt und schreibt verlangt Respekt. Dem füge ich mich gerne und halte mein Schnäuzchen und werde den Admins nicht widersprechen.

LG von der grenzgaengerin


Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 11:33
von Fritze (gelöscht)
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #11
Zitat von ABV im Beitrag #6
Viel wichtiger ist es doch, dass Zeitzeugen, in Ost und West, in die Tasten hauen und die Erlebnisse für die Nachwelt festhalten ...
Hier muss ich meinen Vorredner an einigen Stellen widersprechen ...
Aha, na dann nehme ich die Verwarnung zur Kenntnis. Oder was sonst treibt einen Admin nachts um halber Viere an die Klaviatura?
Nur kann es sein, das Dir da noch bissel das moderate 'Werkzeug' fehlt?




@94 Das selbst Du noch staunen kannst ,freut mich ! Immer wachsam die Admins


Geschichtsforscher hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 13:24
von Geschichtsforscher | 12 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #9
Zitat von Geschichtsforscher im Beitrag #7
Hallo 94,
danke für die Entgegnung. Ich habe gelernt, mit Kritik umzugehen und sehe sie grundsätzlich positiv. So auch diese. Der "verkrustete Duktus des Kalten Krieges" ist Absicht. Er soll um der historischen Wahrheit willen deutlich machen, wie wir damals dachten. Alles andere wäre Schönfärberei. Und habt Ihr nicht auch so gedacht? Daher habe ich auch manche Kürzel verwandt, die damals bei uns üblich waren (Vopo etc.).
Den zitierten Satz aus Dresden kannte ich noch nicht, kann ihn aber gut nachvollziehen. Auch dafür vielen Dank.
Abschließend: Als "Meckern" empfinde ich den Beitrag überhaupt nicht. Im Gegenteil: sehr erfrischend! Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass meine Darstellung ungeteilten Beifall findet. Und dazugelernt habe ich auch noch etwas.
Das "Avatarbild" werde ich übrigens auf keinen Fall übernehmen. Zu meinem langen Marsch gegen den Militarismus in der niedersächsischen Polizei empfehle ich unsere aktuelle Veröffentlichung "www.polizeigeschichte-miterlebt.de", auch zu haben bei Amazon als eBook. Dort wird vielleicht deutlicher, um was es mir ein Berufsleben lang ging.
Mit freundlichem Gruß
Geschichtsforscher




Rot: Könntest du mir den Satz mal kurz erklären?


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#16

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 13:26
von Geschichtsforscher | 12 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #12
Der Sprachgebrauch "Vopo" hält mich u.a. auch davon ab, mich zu den Ereignissen 1989/90 in der Volkspolizei der DDR zu äußern. Nach meiner MfS-Zeit war ich Angehöriger des MdI, genauer gesagt, der Volkspolizei und später der Landespolizei Brandenburg. Den Umgestaltungsprozess auch aus der Sicht der Personalvertretungen in der Polizei habe ich aktiv miterlebt und im Bezirk Cottbus / später Land Brandenburg - angefangen von der Gründung der GdVP (Gewerkschaft der Volkspolizei) - den Zusammenschluß der GdVP mit der GdP (damals war noch Hermann Lutz Vorsitzender der GdP) bis zur Herausbildung der Personalräte auch persönlich mitgestaltet. Da ich bisher keine guten Erfahrungen in der "gemeinsamen Geschichtsaufarbeitung" gesammelt habe und immer wieder die Einseitigkeit bis heute erlebe, halte ich mich auch hier zurück.

Vierkrug


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#17

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 15:21
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Ich versteh euch nicht.
Seit einiger Zeit denken wir nach, warum kommen so wenige Polizisten, Zöllner usw. zu uns. Als Zeitzeugen brauchen wir im Forum auch solche Personen die etwas anders denken als die meisten von uns.
Jetzt hat uns ein älterer Mann mit viel Wissen über die Polizei und der Politik gefunden. Er ist natürlich kein Kommunist und hat Vokabeln in seinen Beitrag mit denen er groß geworden ist. Wir kennen auch noch SA-Schröder, Fahnenjunker Straus und Stumm-Polizei.
Jetzt großes Geschrei über die Vokabeln die er bestimmt nicht böse meint. Er beleidigt uns,der Adm. soll einschreiten und vieles mehr.
Leute wir wollten das doch!
Wenn er sich beleidigt fühlt und denkt, die user verstehen mich doch nicht und geht wieder weg und nimmt sein Wissen wieder mit,würden wir uns wieder ärgern.
So, hakt auf mich rum aber nicht so doll. Hoffe ich bin mit meinen Gedanken nicht so alleine und manche verstehen mich


DoreHolm, GKUS64 und Geschichtsforscher haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 15:31
von GKUS64 | 1.609 Beiträge

Bei #15 und #16 fehlen die Stellungnahmen, ist was schief gegangen?


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#19

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 16:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von thomas 48 im Beitrag #17
Ich versteh euch nicht.
Seit einiger Zeit denken wir nach, warum kommen so wenige Polizisten, Zöllner usw. zu uns. Als Zeitzeugen brauchen wir im Forum auch solche Personen die etwas anders denken als die meisten von uns.
Jetzt hat uns ein älterer Mann mit viel Wissen über die Polizei und der Politik gefunden. Er ist natürlich kein Kommunist und hat Vokabeln in seinen Beitrag mit denen er groß geworden ist. Wir kennen auch noch SA-Schröder, Fahnenjunker Straus und Stumm-Polizei.
Jetzt großes Geschrei über die Vokabeln die er bestimmt nicht böse meint. Er beleidigt uns,der Adm. soll einschreiten und vieles mehr.
Leute wir wollten das doch!
Wenn er sich beleidigt fühlt und denkt, die user verstehen mich doch nicht und geht wieder weg und nimmt sein Wissen wieder mit,würden wir uns wieder ärgern.
So, hakt auf mich rum aber nicht so doll. Hoffe ich bin mit meinen Gedanken nicht so alleine und manche verstehen mich


@thomas 48 - ich fühle mich keinesfalls durch Vokabeln hier beleidigt - da gab es noch ganz andere Bezeichnungen, mit denen man leben mußte. Ich habe vorhin eine PN von Geschichtsforscher erhalten und werde diese auch höflichkeitshalber beantworten. Meine Skepsis ist nach wie vor angebracht, da ich viele Dinge persönlich erlebt habe und die Erinnerungen daran nur wieder neue Wunden aufreißen würden. Zumal ich auch auf anderem Gebiet erlebt habe, wie eine vielleicht gut gemeinte "gemeinsame Aktivität" gröblichst mißbraucht wurde - gebranntes Kind scheut bekanntlich das Feuer.
Wie bereits geschrieben, werde ich die PN von Geschichtsforscher beantworten und damit ist dann auch das Anliegen für mich erledigt.
Ich persönlich habe ohnehin für mich keine Perspektive im Polizeidienst gesehen - konnte aber vielen älteren Volkspolizisten durch meine Gewerkschafts-und Personalratsarbeit helfen, würdig und erhobenen Hauptes aus dem Polizeidienst auszuscheiden und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen.

Vierkrug


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#20

RE: Nicht ohne Skepsis

in Das Ende der DDR 17.09.2013 16:28
von ABV | 4.202 Beiträge

Ich verstehe echt nicht, wo einige hier ein Problem sehen? Das Deutschland bis 1990 geteilt war und das sich in beiden Hälften des geteilten Landes zuweilen geteilte Meinungen, Ansichten und Begriffe herauskristallisierten dürfte ja wohl bekannt sein. Der Geschichtsforscher hat seine Eindrücke aus dem Blickwinkel der Jahre 1989 / 90 geschrieben! Ist ja wohl logisch, dass jemand der im "Westen" lebte und Verantwortung trug, seine eigene Sichtweise auf den "Osten" entwickelt hatte. Wie wir eben unsere eigene Sichtweise auf den "Westen" hatten. Ohne das es uns vielleicht bewusst ist: Ost und West einte schon damals die Tatsache, dass ihre jeweiligen Blickweisen sehr oft nicht den Tatsachen entsprach! Weil sie auf irgendwelchen, im Laufe der Jahre erworbenen Klischeevorstellungen basierten. Manche dieser Klischees dauern bis heute an. Der Sinn eines Forums wie diesem und auch des Buchprojektes vom Geschichtsforscher besteht darin, diese verdammten Klischeevorstellungen endlich aus den Köpfen zu verbannen! Wie oft haben wir "Ossis" uns darüber geärgert oder aufgeregt, wenn uns jemand aus dem "Westen" die eigene Vergangenheit erklären wollte? Selbst wenn es lediglich gut gemeint war! Jetzt bekommen wir Zeitzeugen (Ost) von jemanden aus den " Alten Bundesländern" die Möglichkeit unsere ganz eigenen Sichtweisen und Erlebnisse aus der "Wendezeit" darzulegen. Wir bekommen die Chance selbst einmal mit all den Klischees über uns aufzuräumen. Und wie verhalten wir uns? Statt die Chance am Schopf zu packen, vorhandene Klischees aus eigener Kraft auszuräumen, ziehen wir uns an einzelnen Worten hoch. "Vopo" lautete nun einmal der Sammelbegriff für die Angehörigen der " bewaffneten Organe der DDR". Na und? Der Begriff stammt aus einer Zeit, wo ganz normale Bürger (West), das Wissen über die DDR und deren "Organe" fehlte. Wie uns eben auch das Wissen fehlte.
Ich musste mich nach 1990 und sogar noch weit darüber hinaus, ebenfalls von sehr vielen "liebgewordenen" Klischeevorstellungen über die Menschen im anderen Teil Deutschlands trennen. Das konnte aber nur passieren, weil ich mittlerweile einige dieser Menschen persönlich kennen lernen durfte.
Sicher, manchmal musste man echt schlucken. Bei so einigen noch vorhandenen falschen Vorstellungen. Aber woher sollten diese Menschen das auch besser wissen? In 99 % aller Fälle konnten die falschen Vorstellungen hinterher im Gespräch abgebaut werden. Aber man muss halt miteinander sprechen und sich nicht schmollend in eine Ecke verziehen!
Also haut in die Tasten und unterstützt den Geschichtsforscher! Und hört auf das Haar in der Suppe zu suchen!

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

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