#41

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 08:43
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Habe meinen Text von gestern noch einmal hervorgeholt:

"Wie war das eigentlich mit den Leistungen der Bundesrepublik bestellt, Wohnunterkünfte für ganze Truppenteile in der (noch...nicht mehr) UdSSR zu bauen? Gibt es darüber Dokumente, Ansichten mit Fotos etc? Und wurden diese Leistungen auch vertraglich voll erfüllt? Oder wurde da mancher Standortkommandeur dann zum Millionär?

Kennt sich da Einer aus?"

Lebensläufer

Einen guten Tag allen ins Forum.

PS: Also wenn mal Einer durch Leipzig-Lindenau läuft gut aufpassen,(ist man auf Besuch oder als Tourist im Viertel). Man erkennt Bürger der ehemaligen UdSSR(dem Vielvölkerstadt) zuerst an ihrem Aussehen,dann erst an der Aussprache, so komisch das klingen mag. Und bitte nicht falsch deuten......der Rainer ist Sachse, kein Nazi, war ein Freund der UdSSR(ihren Mikrokosmos- Kasernen) ist es übrigens heute noch.


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#42

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 08:47
von schnatterinchen (gelöscht)
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Na hat er doch geschrieben , aus dem Nachfolgesender des Fernsehens der DDR. (MDR)


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#43

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 09:13
von Duck | 1.741 Beiträge

Ich muss mal dazu sagen, das die russischen Truppenübungsplätze, jedenfalls war das meine Erfahrung Anfang der Achtziger, nicht so gesichert und eingezäunt waren, wie die NVA-Objekte. Durch meine damalige Wandertätigkeit, sind wir z.B. damals in der Nähe von Güstrow unbemerkt auf einen Panzerübungsplatz gelandet. Keine Zäune, noch nicht mal irgendein Warnschild, das wäre bei der NVA undenkbar gewesen.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#44

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 09:48
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Duck im Beitrag #43
damals in der Nähe von Güstrow unbemerkt auf einen Panzerübungsplatz gelandet. Keine Zäune, noch nicht mal irgendein Warnschild, das wäre bei der NVA undenkbar gewesen.


Aber ein Tor gab es doch bestimmt. Zumindest haben es Zeitzeugen, die in Güstrow stationiert waren, nach Jahren noch entdecken können.



Quelle: Forum Ehemaliger der GSSD

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 23.08.2013 09:49 | nach oben springen

#45

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 10:22
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Duck im Beitrag #43

Ich muss mal dazu sagen, das die russischen Truppenübungsplätze, jedenfalls war das meine Erfahrung Anfang der Achtziger, nicht so gesichert und eingezäunt waren, wie die NVA-Objekte. Durch meine damalige Wandertätigkeit, sind wir z.B. damals in der Nähe von Güstrow unbemerkt auf einen Panzerübungsplatz gelandet. Keine Zäune, noch nicht mal irgendein Warnschild, das wäre bei der NVA undenkbar gewesen.


So ähnlich wie bei den Russen war es bei der Bundeswehr aber auch: An den Wegen, die auf den TrÜbPl (jetzt kann ich auch mal mit Abkürzungen glänzen ) standen zwar Warnschilder mit dem Hinweis, dass es sich um militärisches Sperrgebiet handeln würde und dass das Betreten verboten sei, aber komplett umzäunt war das Areal nicht. Und so sind wir im Spätsommer/Frühherbst öfter auf Pilzsammler gestoßen, die wir dann ordnungsgemäß verscheucht haben. Komplett umzäunt war nur die Standortschießanlage, die unmittelbar an den Truppenübungsplatz grenzte.


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#46

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 11:11
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Die Betonung liegt auf "Truppenübungsplätze" Duck, nicht wie Grenzgeangerin fälschlicherweise dies mit dem Tor verwechselte, was wohl der Zugang zu einem Kasernenkomplex oder Tanklager sein könnte? Leipzig und Umgebung hatte zum Beispiel nahe Wurzen ein Riesengelände zum Austoben der dort stationierten Raketentechnik, Grimma ebenfalls obwohl dort so glaube ich Nachrichtentruppen stationiert waren, ich glaube auch Leißnig mit seinen Panzertruppen hatte eines?

Lebensläufer


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#47

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 11:58
von schulzi | 1.764 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #41
Habe meinen Text von gestern noch einmal hervorgeholt:

"Wie war das eigentlich mit den Leistungen der Bundesrepublik bestellt, Wohnunterkünfte für ganze Truppenteile in der (noch...nicht mehr) UdSSR zu bauen? Gibt es darüber Dokumente, Ansichten mit Fotos etc? Und wurden diese Leistungen auch vertraglich voll erfüllt? Oder wurde da mancher Standortkommandeur dann zum Millionär?

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Lebensläufer

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PS: Also wenn mal Einer durch Leipzig-Lindenau läuft gut aufpassen,(ist man auf Besuch oder als Tourist im Viertel). Man erkennt Bürger der ehemaligen UdSSR(dem Vielvölkerstadt) zuerst an ihrem Aussehen,dann erst an der Aussprache, so komisch das klingen mag. Und bitte nicht falsch deuten......der Rainer ist Sachse, kein Nazi, war ein Freund der UdSSR(ihren Mikrokosmos- Kasernen) ist es übrigens heute noch.



Rainer nicht nur in Lindenau ,du kannst sagen überall in Leipzig sind Leute aus der ehemaligen UdSSR heimich geworden und tragen zur kulturellen vielfalt der Stadt bei


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#48

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 12:02
von Moskwitschka (gelöscht)
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Lieber Lebensläufer,

mein Beitrag, war nur ein augenzwinkender Hinweis, dass es garnicht so einfach ist den Spuren der GSSD zu folgen.

Zum einen, weil die wenigsten die Struktur der GSSD mit all den Spezialeinheiten von Nachrichten- über Panzer- bis hin zu den Raketeneinheiten kennen. Zum anderen, weil selbst vielen "Ehemaligen" der GSSD sich vieles erst im Nachhinein erschlossen hat. Nicht zuletzt sind auch sie auf Spurensuche und setzen ein Puzzlestein neben den anderen.

LG von der grenzgaengerin


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zuletzt bearbeitet 23.08.2013 12:10 | nach oben springen

#49

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 12:05
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #44
Zitat von Duck im Beitrag #43
damals in der Nähe von Güstrow unbemerkt auf einen Panzerübungsplatz gelandet. Keine Zäune, noch nicht mal irgendein Warnschild, das wäre bei der NVA undenkbar gewesen.


Aber ein Tor gab es doch bestimmt. Zumindest haben es Zeitzeugen, die in Güstrow stationiert waren, nach Jahren noch entdecken können.



Quelle: Forum Ehemaliger der GSSD

LG von der grenzgaengerin



Ich meine nicht das Kasernenobjekt GG sondern den Truppenübungsplatz


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#50

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 12:58
von Paramite | 414 Beiträge

Zitat von Marienborn89 im Beitrag #32
Um nochmal auf die Armee zu kommen: Wie stark präsent - von Berlin mal abgesehen - waren eigentlich die sowjetischen Truppen im Alltag der 80er Jahre in der DDR? Gabs viele Manöver außerhalb der Truppenübungsplätze - etwa in Ortschaften? Konnte man in den Städten auf der Straße den Soldaten begegnen?


Also, soweit ich mich erinnere, hatten wir ca. 1x pro Woche "Kontakt". Zumindest fuhren sie sehr oft durch Gräfenhainichen. Man hat es gerochen und gehört. Zudem wurde die Hauptkreuzung gesperrt. Man wusste es schon vorher, das sie kommen, weil einige Minuten voher immer ein kleiner UAZ durch die Stadt fuhr.
Zudem stand hin und wieder mal ein URAL Truppentransporter in der Stadt. Warum?- weiß ich nicht. Ich kam damals aus der Schule, Samstag Mittag, ich wurde mal angesprochen von den Soldaten, die mich dann reichlich beschenkten mit Orden und sonstigem Metal. Da war ich richtig stolz drauf
Ich weiß auch nicht woher bzw. wohin die fuhren. Einzig die Kaserne vor Dessau kannte ich. In Richtung Bitterfeld kannte ich keine. Die nächste war ja dann die große in Halle/Saale, was heute ein Park ist. Kaserne Dessau zerfällt zunehmend.

während der Wendezeit hab ich mit Freunden eine Kaserne mitten im Wald bei Möhlau gefunden. Die war mit hohem Stacheldrahtzaun abgeriegelt. Man hat es nur erkannt, dass das eine sowjetische war, weil einige Ersatzteile ( Motorhauben, Türen vom URAL) auf einem großen Haufen lagen. Groß war diese nicht, einige kleine Gebäude und ich glaub, ein großer Funkmast standen dort.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

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#51

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 13:24
von Paramite | 414 Beiträge

Möhlau war Wechselgefechtsstand 1.Westfront des OKSSD Möhlau

hier eine Seite für solche Anlagen in Brandenburg: http://www.untergrund-brandenburg.de/index.php#

Hab ich bis heute auch nicht gewusst. Deshalb nur kleine wenige Gebäude und Stacheldraht mitten im Wald.

Edit: noch eine interessante Seite: http://www.sachsenschiene.net/bunker/sys/index2.htm
vielleicht kennt die ja schon einer.


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#52

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 18:54
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Marienborn89 im Beitrag #1
Im August/September 1994 war der Abzug der ehemals sowjetischen Streitkräfte aus dem Gebiet der ehemaligen DDR vollzogen. Die Rechtsnachfolge der UdSSR übernahm die Russische Föderation.

Kann jemand Angaben über die Praxis der Auflösung der Sowjetarmee machen? Wie wurde die Armee aufgelöst? Zogen ehemalige, aus der SU ausgetretene Republiken ihre Soldaten/Staatsbürger sofort ab oder wurde die Armee nach und nach von einer GUS-Organisation abgewickelt?

Die Zeiten der Abwicklung müssen ja recht chaotisch gewesen sein - einmal in den GUS-Staaten selbst und einmal in der ehemaligen DDR, wo ich mich noch an riesige Flohmärkte(?) erinnern kann, wo massenhaft Militaria verkauft worden sind.

Der Respekt war weg. Wenn mann gesehen hat wie sie abgezogen sind merkte mann nicht wer denn Krieg gewonnen hatte. Sie haben alles mitgenommen was nicht Niet und Nagelfest war. Sogar die Fenster haben sie mitgenommen. Dafür haben sie was sie nicht brauchen konnten hiergelassen. Vorallem Munition. Die uns noch jahrelang um die Ohren flogen. Ich bin froh das sie weg sind.



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zuletzt bearbeitet 23.08.2013 18:54 | nach oben springen

#53

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 18:58
von Harzwanderer | 2.929 Beiträge

Die haben kurz vor dem Abzug ihre letzte Rate von uns für Truppenverpflegung etc. überwiesen bekommen. Als den russischen Generälen klar wurde, dass sie alles, was sie nicht mehr verbrauchen, behalten können, sind sie quasi über Nacht abgezogen. Bei Burlakow im Büro blieb das Licht brennen, die Fische schwammen noch im Aquarium und das FAX lief mit Medienanfragen für Interviews, als die ersten Spaziergänger kamen.
Da war der schon in Moskau zurück. Das Finale lief absolut überstürzt.


zuletzt bearbeitet 23.08.2013 19:02 | nach oben springen

#54

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 19:11
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #52
Zitat von Marienborn89 im Beitrag #1
Im August/September 1994 war der Abzug der ehemals sowjetischen Streitkräfte aus dem Gebiet der ehemaligen DDR vollzogen. Die Rechtsnachfolge der UdSSR übernahm die Russische Föderation.

Kann jemand Angaben über die Praxis der Auflösung der Sowjetarmee machen? Wie wurde die Armee aufgelöst? Zogen ehemalige, aus der SU ausgetretene Republiken ihre Soldaten/Staatsbürger sofort ab oder wurde die Armee nach und nach von einer GUS-Organisation abgewickelt?

Die Zeiten der Abwicklung müssen ja recht chaotisch gewesen sein - einmal in den GUS-Staaten selbst und einmal in der ehemaligen DDR, wo ich mich noch an riesige Flohmärkte(?) erinnern kann, wo massenhaft Militaria verkauft worden sind.

Der Respekt war weg. Wenn mann gesehen hat wie sie abgezogen sind merkte mann nicht wer denn Krieg gewonnen hatte. Sie haben alles mitgenommen was nicht Niet und Nagelfest war. Sogar die Fenster haben sie mitgenommen. Dafür haben sie was sie nicht brauchen konnten hiergelassen. Vorallem Munition. Die uns noch jahrelang um die Ohren flogen. Ich bin froh das sie weg sind.


Das die alles mitgenommen haben was nur halbwegs brauchbar war, kann ich ihnen nicht verdenken. In der Heimat gab es keine Kaserne in die sie hätten einziehen können. Da war erst einmal Steppenunterkunft angesagt - wenn man dann noch bedenkt, dass die Berufskader meist mit der Familie unterwegs waren.
Die großzügig von Deutschland finanziert und erstellten Wohnungen sind wohl in den wenigsten Fällen an Armeeangehörige gegangen.
Ich kann mich erinnern von einer Luftwaffeneinheit gelesen zu haben, welche an einen Flugplatz in Russland verlegt wurde der für den Ernstfall als Ausweichflugplatz geplant war. Eine Start- und Landebahn in der Pampa - mehr war nicht. Da kann man auch ein altes Fenster gut gebrauchen.


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zuletzt bearbeitet 23.08.2013 19:12 | nach oben springen

#55

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 19:49
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Irgendwo schrieb ich das schonmal sinngemäß: " Ich wünsche manchem deutschen Menschenkind der sich heute abfällig über die Sowjets in der DDR äußert volle 24 Monate genau die selben Wochen, Monate, Jahre die diese jungen Kerlchen in der DDR verbringen mussten. Weit, unheimlich weit weg von der Familie, der Freundin, der Frau und mit einer Urlaubsregelung die eigentlich ner würdigen Beschreibung spottete, menschenunwürdig war, das kann man garnicht beschreiben"

Ich bin auch der festen Meinung, unter deutschen Menschenkindern hätte es bei genau den selben Bedingungen hundertpro mehr Suezide, Fluchten sonstwohin und mehr Durchdrehaktionen gegeben wie sie je die Sowjets in der DDR realisiert haben.

Lebensläufer


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#56

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:07
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #55
Irgendwo schrieb ich das schonmal sinngemäß: " Ich wünsche manchem deutschen Menschenkind der sich heute abfällig über die Sowjets in der DDR äußert volle 24 Monate genau die selben Wochen, Monate, Jahre die diese jungen Kerlchen in der DDR verbringen mussten. Weit, unheimlich weit weg von der Familie, der Freundin, der Frau und mit einer Urlaubsregelung die eigentlich ner würdigen Beschreibung spottete, menschenunwürdig war, das kann man garnicht beschreiben"

Ich bin auch der festen Meinung, unter deutschen Menschenkindern hätte es bei genau den selben Bedingungen hundertpro mehr Suezide, Fluchten sonstwohin und mehr Durchdrehaktionen gegeben wie sie je die Sowjets in der DDR realisiert haben.

Lebensläufer



Hast Du eine Vorstellung/Ahnung wie hoch die Rate bei Suizid, Desertation, etc. innerhalb der GSSD/GSTD/WGT war???


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#57

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:10
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Manch einer sollte die Gnade ein deutsches Menschenkind zu sein wirklich nicht hoch genug schätzen.
Ich habe mal gelesen das sowjetische Menschenkinder vor sehr langer Zeit bei Betrug u.ä. einfach an die Wand gestellt wurden und wenn nicht durften sie sich dann totarbeiten.


zuletzt bearbeitet 23.08.2013 20:13 | nach oben springen

#58

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:25
von Harzwanderer | 2.929 Beiträge

Die normalen Soldaten hatten sicher was drauf aber sie wurden karg gehalten und brutal behandelt. Wie bei uns nicht mal Gefangene. Raus durften sie nur in Gruppen. Prügelstrafe war bei denen noch das Harmloseste. Die Russen und Balten hatten die besten Posten unter den Sowjetvölkern, die Asiaten die schlechtesten.
Ich war bei verschiedenen "Tagen der Offenen Tür" in Russenkasernen. Die Panzer standen in geheizten Hallen, frisch eingefettet auf guten Fussböden. Die Soldaten schliefen in riesigen preußischen Schlafsälen. Jeder eine Mini-Pritsche, ein Mini-Hocker und ein Stückchen von der Garderobenstange an der Wand. Das waren noch Vorführkasernen. Ich kenne (von außen) aus der DDR-Provinz auch welche mit total löchrigen Dächern und zugemauertem Erdgeschoß...zu deren aktiven Zeiten. Die Offiziere hatten es erkennbar besser.


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zuletzt bearbeitet 23.08.2013 20:26 | nach oben springen

#59

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:26
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Ihr Dummschwätzer entschuldigt, vor allem unser Grenzwolf. Wenn der Rainer nicht 15 Jahre in den Kasernen der GSSD gearbeitet hätte würde er sich zu solchen Aussagen gar nicht hinreißen lassen. Und Thunderhorse du wandelnter Aktenschrank, nu komm, willst du mich verscheißern mit deiner dummen Frage du "altkluges Menschenkind"

Wir Beide sind uns bestimmt nicht gerade grün aber warst du damals dabei als der Rainer durch den Dreck in den Kasernen kroch, sich mit X Vielvölkermenschenkindern der UdSSR jeden Tag außeinanderzusetzen hatte?

Lebensläufer


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#60

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:32
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #55
Irgendwo schrieb ich das schonmal sinngemäß: " Ich wünsche manchem deutschen Menschenkind der sich heute abfällig über die Sowjets in der DDR äußert volle 24 Monate genau die selben Wochen, Monate, Jahre die diese jungen Kerlchen in der DDR verbringen mussten. Weit, unheimlich weit weg von der Familie, der Freundin, der Frau und mit einer Urlaubsregelung die eigentlich ner würdigen Beschreibung spottete, menschenunwürdig war, das kann man garnicht beschreiben"

Ich bin auch der festen Meinung, unter deutschen Menschenkindern hätte es bei genau den selben Bedingungen hundertpro mehr Suezide, Fluchten sonstwohin und mehr Durchdrehaktionen gegeben wie sie je die Sowjets in der DDR realisiert haben.

Lebensläufer


Lebensläufer, schon mal überlegt wie groß die Sowjetunion war? Da war es fast egal, ob man in der Heimat oder in der DDR seinen Wehrdienst abgeleistet hat. Der Weg in UdSSR konnte im ein Vielfaches weiter sein, um nach hause zu kommen. Und ob die Bedingungen in der Heimat besser waren, wage ich zu bezweifeln.

Aber wir sind ja hier beim Thema GSSD und deren Abzug.

LG von der grenzgaengerin


Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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