#1921

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.08.2014 21:29
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Gesamtdeutsche Rhetorik (und Stadtpläne) gab es lange auch aus dem Osten. Man hat sogar die eigene Nationalhymne nicht mehr gesungen, weil ihr Text der SED später nicht mehr passte.

Zitat
Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
Daß die Sonne schön wie nie
|: Über Deutschland scheint. :|

2. Strophe
Glück und Frieden sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland...


zuletzt bearbeitet 19.08.2014 21:30 | nach oben springen

#1922

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.08.2014 21:33
von Hans | 2.166 Beiträge

Um genau zu sein - ab 1964.
Einen von 1963 hab ich.
Äh - ja, ab wann kam das mit Hauptstadt der...... 1967 ?
Na, und dann stehr doch noch die Frage - Hotte - wars immer nur Rethorik ? Zumindest am Anfang währe es doch wohl zumindest denkbar gewesen, allerdings eben auf dem Ösi-Weg. Wollte man - konkret -die beiden Regirungen- das ? Aber - das ist jetzt wirklich OT.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
nach oben springen

#1923

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.08.2014 21:35
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Wann wurde das "D"-Schild am Auto im Osten abgeschafft? In den 70ern. WIMRE bis in die 60er gab noch es eine deutsche Olympiamannschaft. DDR-Flugzeuge hatten noch lange "DM" (Mitteldeutschland, statt DDR). Und die gute alte Reichsbahn gabs sogar bis zum Schluss, um noch die Kurve zu kriegen.


zuletzt bearbeitet 19.08.2014 21:36 | nach oben springen

#1924

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.08.2014 21:38
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Die Reichsbahn wäre die DDR wohl nie los geworden ! Das lag ja wohl an alten Forderungen !


nach oben springen

#1925

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.08.2014 21:39
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1921
Gesamtdeutsche Rhetorik (und Stadtpläne) gab es lange auch aus dem Osten. Man hat sogar die eigene Nationalhymne nicht mehr gesungen, weil ihr Text der SED später nicht mehr passte.

Zitat
Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
Daß die Sonne schön wie nie
|: Über Deutschland scheint. :|

2. Strophe
Glück und Frieden sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland...



Das Wort Deutschland kommt vor.
Art. 8 Abs. 2 DDR der Verfassung von 1968
Die Herstellung und Pflege normaler Beziehungen und die Zusammenarbeit der beiden deutschen Staaten auf der Grundlage der Gleichberechtigung sind nationales Anliegen der Deutschen Demokratischen Republik. Die Deutsche Demokratische Republik und ihre Bürger erstreben darüber hinaus die Überwindung der vom Imperialismus der deutschen Nation aufgezwungenen Spaltung Deutschlands, die schrittweise Annäherung der beiden deutschen Staaten bis zu ihrer Vereinigung auf der Grundlage der Demokratie und des Sozialismus.
In der Verfassung von 1974 ist die Einheit Deutschlands kein Verfassungsauftrag mehr, ganz im Gegenteil (3 Staaten Theorie). Deshalb wurde die Hymne nicht mehr gesungen.
Theo


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#1926

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.08.2014 22:08
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1918
Hi, Daniel , Abend , Gemeinde…..
[...]
Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist im Selbstverständnis der DDR als Staat zu finden. Beispiel –Berlin-Karte. WB war kein Bestandteil der BRD, kein Bestandteil der DDR. – Drucken wir jetzt also einen Stadtplan für etwas, was uns nicht gehört? Daher –wird dir als aufmerksamer Kartenleser bestimmt schon mal aufgefallen sein – Du konntest keinen Stadtplan von (Gesamt) Berlin, sondern eben einen Stadtplan von Berlin, Hauptstadt der DDR kaufen.
[...]
73, Hans



Stadtplan Görlitz, DDR. Stadtplan Frankfurt s/Oder ... Der polnische Teil der Städte war kein Bestandteil der DDR.

Für topographische Karten:
Die Anlage 2 zur ACD 13-16 / D13c/DDR zur Zeichenvorschrift und Instruktion des MdI, Redaktionsanweisung für die Bearbeitung Topographischer Stadtpläne 1:25 000, sieht nur für Berlin vor: «Die Bearbeitung des Topographischen Stadtplanes 1:25 000 von berlin erfolgt bis zur Bearbeitungsgrenze , die für die Herstellung der Topographischen Karte 1:10 000 (AV) festgelegt wurde...», Bl. 147

Bei den topographischen Stadtplänen gibt es keine weitere Festlegung hinsichtlich der Bearbeitungsgrenze.

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Harzwanderer und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#1927

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2014 00:12
von diefenbaker | 584 Beiträge

Mal kurz zurück zum Stettiner/Nord Bahnhof und den verschiedenen Lagebeschreibungen in vorangegangenen Beiträgen.

Ich war kürzlich in der Ausstellung zum Deutschen Widerstand im Bendler-Block. Da gibt es ein metergroßes vorkriegs Luftbild als Anschauungsmaterial an die Wand geklebt. Im Zentrum zu sehen ist der Stettiner Bahnhof etwa aus südlicher Richtung aufgenommen im schrägen Winkel. Gemeint als Anschauungsobjekt ist eigentlich das Zellengefängnis Lehrter Straße, das dann halblinks dahinter zu sehen ist. Dargestellt ist eine sehr große Fläche in guter Schärfe. Das Foto bietet eine hervorragende Orientierung, leider ist es von da schlecht zu reproduzieren. Hat jemand eine Idee, wo der Ursprung des Fotos sein könnte?

Gruss Wolfgang



nach oben springen

#1928

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2014 15:00
von Kalubke | 2.294 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #1927
Mal kurz zurück zum Stettiner/Nord Bahnhof und den verschiedenen Lagebeschreibungen in vorangegangenen Beiträgen.

....

Hat jemand eine Idee, wo der Ursprung des Fotos sein könnte?

Gruss Wolfgang


.vieleicht Bestände der Landesbildstelle Berlin im Landesarchiv Eichborndamm.

Gruß Kalubke



nach oben springen

#1929

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2014 16:21
von Barbara (gelöscht)
avatar

Danke für eure positiven Rückmeldungen :-)

Hans, von wegen kunstsensibel: ich bin ein stark assoziativer Mensch, d.h. mein Geist/Phantasie stellt, wenn ich was sehe/höre oft mehrere Bezüge (manchmal auch abwegige :-) her.

Z.B. ging es mir bei der Reportage so:
die historischen Aufnahmen zum Beispiel vom Alex habe bei mir gleich folgende Bilder von vor zwei Jahren bei meinem Berlin-Besuch hochkommen lassen:
vor dem Roten Rathaus archäologische Baustelle - der Bauzaun plakatiert mit großformatigen historischen Stadtansichten (genial gemacht vom Bauamt!) und dazu gehörigen wichtigen historischen Persönlichkeiten.

U.a.: Alfred Döblin - der hat das wiederum berühmte Buch (Weltliteratur!) "Berlin Alexanderplatz" geschrieben. Das gehört zur Kunstrichtung "Expressionismus", also der Zeit des großen Aufbruchs, der Erfindungen, des technischen Fortschritts, des rasanten Anstiegs des Tempos und der Mobilität durch die neuen modernen Verkehrsmittel und den Auswirkungen all dessen auf den Menschen.

Diese Gedanken z.B. hat diese Reportage bei mir angeregt :-)


Klar stelle ich wieder was ein, wenn ich was schönes finde!


--------------------------------------------

wer noch ein bisschen dazu lesen möchte:


Baustelle mit Durchgangsverkehr

Seine Berühmtheit verdankt der Alexanderplatz vor allem Alfred Döblins Roman

"Döblins bürgerliche Leserschaft identifizierte sich mit diesem Viertel bis zum Erscheinen des Romans sowenig wie mit dem Alexanderplatz. Die Gegend war als Armeleute-, als Kriminellen-, Prostituierten- und Judenviertel verrufen. Aus der mentalen Karte von Berlin, die man im Westen im Kopf hatte, wurde sie ausgegrenzt. Erst der Roman hat diese Lebenswelt literarisch salonfähig gemacht, hat sie dem Bewußtsein und dem Gedächtnis der Stadtgesellschaft eingebrannt.

Wer heute mit Döblins grandioser Platzbeschreibung im Kopf den Alex aufsucht, ist leicht enttäuscht. Doch vermutlich wäre ein zeitgenössischer Leser des Romans nicht weniger enttäuscht gewesen. Was Döblin schildert, ist ja bloß eine öffentliche Baustelle mit starkem Durchgangsverkehr und Straßenhandel. So stellt sich der Alex auch heute wieder dar.

Es ist Döblins Sinnlichkeit, die aus der hektischen, trostlosen Szenerie einen Genuß, seine Sprachgewalt, die daraus ein Ereignis werden läßt. Im Stimmengewirr des Platzes, im Bau- und Verkehrslärm erspürt er Rhythmen und bildet sie sprachlich nach: "Rumm rumm wuchtet vor Aschinger auf dem Alex die Dampframme...Ruller ruller fahren die Elektrischen, Gelbe mit Anhängern, über den holzbelegten Alexanderplatz..."

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%...ved=0CCAQrQMwAA


nach oben springen

#1930

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2014 17:17
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Barbara..
Erst mal Danke .
Döblins Berlin-Alexanderplatz - na von dem Film darauf zu kommen - ist mir nicht gegeben. Zumal - für mich spielt der Roman eben mehr im Scheunenviertel - sagt Dir das was? ( so etwa Hackescher Markt- Oranienburger- Rosenthaler Str.)
Allerdings - das einzige Stückchen , was faktisch noch von der "Gegend" Döblins übrig ist - ist der U-Bahnhof Alex, zumindest der Teil mit der Linie A, der "Rest" wurde ja zu Döblins Zeit (oder des Romans) gerade gebaut.
Das ist allerdings eine Erscheinung, die der gemeine Berliner liebt, er findet immer was zum Verbuddeln - vor allem am Alex. Scheint Ortstypisch zu sein.
Hab ich den Alex mal ohne Baustelle gesehen- Hm.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
nach oben springen

#1931

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2014 17:46
von Kalubke | 2.294 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #1929


...

Wer heute mit Döblins grandioser Platzbeschreibung im Kopf den Alex aufsucht, ist leicht enttäuscht.

....



Ein paar Spuren aus Döblins Zeiten gab es neben der U-Bahn noch sehr lange danach. Z.B die kleinen Kneipen im Stadtbahnviadukt unter der S-Bahnbrücke in der Rathausstraße. Von denen war m. E. im Roman auch die Rede. Zu DDR-Zeiten gab es da noch eine (Name leider vergessen). Als der S-Bahnhof Alexanderplatz saniert wurde, kamen unter den abmontierten Fassadenplatten wieder gelbe Klinker und Natursteinornamente zum Vorschein, die es zu Zeiten des Romans schon gegeben haben muss. Der Gebäuegrundriss des Centrum-Warenhauses (heute Kaufhof) ist ziemlich exakt dort, wo damals das Warenhaus Tietz stand.


Gruß Kalubke



nach oben springen

#1932

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2014 17:49
von Kurt | 933 Beiträge

Hallo Hans,

In Anbetracht der schönen Führung, die Du dem Vogtländer und mir zuteilwerden ließest, mal die Frage nach den Außengleisen der U5-Bahnsteige am Bhf. Alexanderplatz.
Am heutigen Nachmittag hatte ich etwas Zeit und habe mir die Fliesengestaltung hinter dem Prellbock in Fahrtrichtung Schillingstraße angesehen.
Ist das einfach nur zugemauert worden? Führt das Gleis dahinter noch weiter? Von der Seite her führt eine "Brandschutztür" in den Hohlraum.
Manchmal sind auf dem Gleis U-Bahnen abgestellt, die im "Schattenbahnhof" keinen Platz mehr haben. Hinter dem "Schattenbahnhof" wird die U5 ja verlängert. Wäre das auch in die Gegenrichtung möglich, wenn der Gleisverlauf nicht den scharfen Rechtsschwenk nehmen würde?
Du warst doch schon fast in allen Katakomben der Berliner Bahnen.

Gruß, Kurt


nach oben springen

#1933

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2014 19:02
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde.....
Hi, Kurt. Da ist schon noch ein wenig was. Genaugenommen-eine ganze Menge. Ohne Plan einfach nicht zu erklären. Da der bei mir vorliegende Plan leider nicht einstellbar ist - Rechte- versuch ich`s mal mit einen Plänchen, das in der Ausstellung einer BVG-Bahnhofsführung hing. Ausschnitt : Q: Im Text.
Die Kurve der Linie E - U5- ist ja wohl zu erkennen. Das , wo Fundamentblock dransteht, ist der Fundamentbolck des geplanten "Dritten" Alexhauses".(Hochhaus) -wurde nie gebaut, und so ab 1941 wurde in diesen Fundamentblock der Alexbunker eingebaut. Die U-Bahnschächte gehen durch diesen Bunker/Fundamentblock. Verbindungen gab es, - mir sind drei bekannt,ob diese noch vorhanden sind, weiß ich nicht.Den Teil kann man aber nicht oder kaum vom Bstg. aus sehen. Der ex-Bunker ist mittlerweile Privatgelände - steht ja auch was drauf- also nicht mehr begehbar.
Was Du gesehen hast, sind die "Stummel". Die beiden gestrichelten Linien am Haus des Reisens. Dort sollte - noch vor dem Gröfaz, die U-Bahn-Linie F-nach Weißensee, entstehen. Die "Ausfädelung" aus dem Tunnelsystem Alex wurde beim Bau der Linie "E" gleich mit gemacht. Beide Stummel wurden und werden zum Abstellen von U-Bahn-Zügen genutzt. Am Ende des Bstg. in diese Richtung sind auch noch ein paar Betriebsräume der U-Bahn- wie an allen U-Bahnsteig-Enden.
Ja- verlängern nach Weißensee- der Plan dafür war schon bei unseren Altvorderen fertig- es geht also. Ob es jemals realisiert wird - na ja, wenns so lange dauert wie ein gewisser Flughafen - oder wenns die gleiche, hochmoderne Methode wie beim bohren "in die andere Richtung" sein soll, werde ich wohl diese U-Bahn-Linie nicht mehr erleben.
Fliesen: Du hast ja sicher bemerkt - auf Alex sind nur noch an einigen, wenigen Stellen die "Grenanderfliesen" vorhanden. Schade- ging aber nicht anders, bei der Sanierung des Bahnhofes wurden also die meisten abgeschlagen. Ein Teil davon wurde sogar -als Andenken sozusagen, verkauft.- Allerdings- zu Schweinepreisen. 10€ pro Stück. Na ja, ich hab also keine.
Interesant ist auch noch das Viereck (leer) unter dem Bstg. der Linie A (U2) Das ist natürlich nicht leer. Es ist ein echter Vorratsbau- der Rohbau eines weiteren, geplanten Bahnsteiges , gleich mit dem "A"-Bahnsteig zusammen errichtet- allerdings - Kleinprofiel- daher nie weiter gebaut, auch nicht angedacht. Dieses Teil wird gern und oft mit dem Alexbunker verwechselt, hat damit aber nichts zu tun. Ursache - ab 1941/42 waren da BVG-Schutzräume- also noch unter "Notbunker. Natürlich gibt es auch hierfür die "Urban Legends" - Honeckers Geheimbunker. Im Inneren - Betriebsräume- was sonst.Da ich dort ein paar mal "Einweisung und so,"- seitens der BVB- hatte, kann ich also ganz ehrlich sagen - E.H. hab ich dort nie gesehen.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#1934

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2014 19:12
von Kurt | 933 Beiträge

Danke Hans! Von der Linie E hatte ich auch schon einmal gelesen. Nun wird mir Vieles klarer.
Im Wintersemester 1990/1991 hatten hatten wir in der Humboldt-Universität ein Proseminar bzgl. Berliner Bunker und waren auch in einigen drin, aber mit der Begehung unter dem Alex hat es dann leider nicht geklappt.

Gruß, Kurt


nach oben springen

#1935

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.08.2014 10:17
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

Der Alex Bunker wird "zerstört" durch die Grundmauern des Saturn.


nach oben springen

#1936

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.08.2014 22:37
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Abend,

Ich habe noch einmal meinen Papierberg betrachtet und darin einiges zur U-Bahn in Berlin gefunden:

1. Ein Plan aus den Jahren vor dem Bau der Mauer. Mit den später gemachten Markierungen der Geisterbahnhöfe (Es war dem einstigen Besitzer sehr peinlich als er mir das Stück gab)


2. Ein altes U-Bahnticket (aus den 1960er Jahren ?) von einer Nicht-Geisterbahnhof-U-Bahn:


3. Der letzte Fahrplan vor dem Bau der Mauer ist eine «Leihgabe» von einem Bekannten:

Viele Freude beim Betrachten.
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Hans, Holtenauer, diefenbaker und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.08.2014 22:45 | nach oben springen

#1937

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 24.08.2014 10:20
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,.....
Hi, Daniel- Oh fein, das letzte Fahrplanheft der BVG(Ost) - ein Stück Goldstaub. - Den hat nicht mal das U-Bahn-Museum ! (Jedenfalls haben wir im "Archivberg gewühlt" - ohne Ergebniss.)
Und gleich eine Bitte : Wenn die Fahrpläne Samstag auf Sonntag der Linien C und D (Tegel/Grenzallee/Tempelhof- und Gesundbrunnen/Leinestraße mit drin sind - könntest Du diese bitte mit einstellen ? -So es geht- Das würde ein paar strittige Fragen zum 13.08.61 eindeutig beantworten.
Schlußfolgerung für mich - ganz dringend den Papierberg in Ordnung bringen und "Katalogisieren".
73 , Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
nach oben springen

#1938

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 24.08.2014 10:57
von diefenbaker | 584 Beiträge

Der von Stringer eingestellte Verkehrstarif ist mir nicht ganz klar.

Erinnert wurde ich daran, dass bis zum Mauerbau auch die U-Bahn sektorengrenzüberschreitend gefahren ist.
Wenn ich beispielsweise von der Schönhauser zum Wittenbergplatz fahren wollte, habe ich eine Fahrkarte für 0,20 DM Ost gekauft.
Vom Wittenbergplatz zur Schönhauser brauchte ich eine Fahrkarte für 0,35 DM West.
Der Unterschied zw. Ost- und Westgeld geht aus dem Tarif nicht hervor, weil damals noch beides DM hiess, aber wahrscheinlich konnte ich am Wittenbergplatz nicht mit Ost-Geld bezahlen.
Dem Tarif nach würde ich innerhalb von West-Berlin auch eine Karte für 0,35 DM West benötigen. Wie wurde das verrechnet?. Hat die BVG noch grenzüberschreitend gemeinsam gweirtschaftet oder hat jede Seite das Geld behalten, das sie eingenommen hat?

Gruss Wolfgang

P.S, von der S-Bahn fällt mir in dem Zusammenhang der Begriff Rückfahrkarte ein, soweit ich mich erinnere, haben Ostler für eine Fahrt in den Westen eine Rückfahrkarte für Ost-Geld gekauft, um zu vermeiden, dass sie für die Rückfahrt eine neue Fahrkarte für West-Ggeld kaufen mussten



nach oben springen

#1939

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 24.08.2014 11:26
von Hans | 2.166 Beiträge

Hallo, Wolfgang
Tarife - und wie weit und mit welcher Fahrkarte wo hin - und so weiter - das Wort Tarifdschungel ist wohl richtig.
Eine genaue Darstellung darüber findest Du auf den "Berliner Verkehrsseiten" - ist übrigens recht umfassend und gründlich.
Viel Spass beim durchackern.
Wie unsere Altvorderen damit so klar gekommen sind - ein Rätsel, aber irgendwie haben sie es geschafft.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#1940

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 24.08.2014 11:39
von Sperrbrecher | 1.654 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1939
Hallo, Wolfgang
Tarife - und wie weit und mit welcher Fahrkarte wo hin - und so weiter - das Wort Tarifdschungel ist wohl richtig.

Wie unsere Altvorderen damit so klar gekommen sind - ein Rätsel, aber irgendwie haben sie es geschafft.

Dieser "Tarifdschungel" war wohl kaum weniger verwirrend, als der heutige bei der Bundesbahn.

Zumindest bei der Reichsbahn konnte man sich den Fahrpreis ganz einfach noch selbst ausrechnen. Soweit ich mich recht erinnere kostete der Kilometer in der (damaligen 3.Klasse) damals 8 Pfennige und dazu kam nur noch der Eil- oder D-Zug Zuschlag. Heute dürfte das weitaus komplizierter sein.
Eine Fahrkarte Dresden - Berlin Stadtbahn kostete seinerzeit inklusiv D-Zug Zuschlag 17,40 Mark.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 24.08.2014 11:40 | nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Eigene vorübergehende Festnahme in der S-Bahn (bei Potsdam)
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von Cambrino
11 26.07.2016 00:40goto
von StabsfeldKoenig • Zugriffe: 1524
"Salut, Roter Oktober!" oder: Wie man preiswert nach Berlin kam
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Thüringerin
33 29.12.2014 18:50goto
von Freienhagener • Zugriffe: 1889
Brandanschlage auf Bahnanlagen in Berlin
Erstellt im Forum Themen vom Tage von GZB1
50 05.11.2011 08:34goto
von Stabsfähnrich • Zugriffe: 3160
Frage zum Transitverkehr per Bahn und zum Tagesaufenthalt in Berlin (Ost)
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur Berliner Mauer von mabebi0608
25 23.10.2013 16:59goto
von West_Tourist • Zugriffe: 5690
Die S-Bahn-Fahrkarte in die Freiheit
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Angelo
3 30.08.2010 08:51goto
von Zaunkönig • Zugriffe: 3710
Berliner Geisterbahnhof S-Bahnhof Potsdamer Platz - November 1989
Erstellt im Forum Leben an der Berliner Mauer von Angelo
14 04.02.2014 20:13goto
von rei • Zugriffe: 5320
Eine Fahrt mit der Berliner U-Bahn durch die Geisterbahnhöfe von Ost berlin
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Angelo
29 22.09.2011 15:57goto
von StabsfeldKoenig • Zugriffe: 22408
Eine Fahrt mit der West-Berliner S-Bahn entlang der Mauer 1990 Teil 2
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Angelo
3 27.04.2009 08:40goto
von Grete85 • Zugriffe: 3891

Besucher
12 Mitglieder und 63 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Erinnerung
Besucherzähler
Heute waren 960 Gäste und 69 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557734 Beiträge.

Heute waren 69 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen