#121

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.08.2013 23:12
von Wolle76 (gelöscht)
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Die bahnhöfe schlafen den Dornröschen Schlaf. Allerdings @Harzwanderer wieso E-Loks ? Da fuhren bis zur Einstellung der Strecke um 1980 S-Bahnen. Start war Jungfernheide.

Allerdings kommen wir weit vom Thema ab. das hat alles nichts mehr den Geisterbahnhöfen aus dem kalten Krieg zu tun.


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#122

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.08.2013 23:18
von Harzwanderer | 2.942 Beiträge

Es ging um die, damals elektrische, Siemens-Werkbahn (für Güterzüge), nicht um die S-Bahn. Die Siemens-Werkbahn war in Betrieb und hatte damals (zu Mauerzeiten) keine Geisterbahnhöfe.

Die hier war der Star der Siemens-Güterbahn:

http://www.bahnbilder.de/name/einzelbild...eum+Berlin.html


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zuletzt bearbeitet 23.08.2013 23:20 | nach oben springen

#123

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 24.08.2013 01:01
von Vogtländer (gelöscht)
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Nun,da hab ich dazugelernt.
Wann wurde die nun eingestellt und rückgebaut?Ich meine die Ecke beim Schaltwerk Nonnendammalle.


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#124

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 24.08.2013 10:49
von Zaunkönig | 624 Beiträge

In meinen schlauen Büchern habe ich mir mal die AEG Versuchsbahn im Betriebsgelände im Wedding gesucht. Die fuhr auch im Tunnel, der heute noch vorhanden ist. Den Text dazu habe ich aus dem Buch Tunnel, Gräben, Viadukte von P. Domke und M. Hoeft aus dem Kulturbild Verlag.

Dort fuhr die Lok auf dem folgenden Bild aus dem Buch von D. und I. Arnold; Foto AEG Archiv.

Jetzt noch ein paar eigene Bilder von diesem Tunnel, den ich während eines Seminars von Arbeit & Leben besichtigen konnte.

Ich hoffe auf meinen Bildern ist wenigstens etwas zu erkennen, sind nicht so professionell ausgeleuchtet wie das im Buch der Arnolds.
Peter, der Zaunkönig

edit: Bild doppelt und beseitigt


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
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zuletzt bearbeitet 24.08.2013 10:50 | nach oben springen

#125

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 24.08.2013 13:00
von Vogtländer (gelöscht)
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Danke @ Zaunkönig.
Ein schönes Geschichtsthema hat der Icke46 da aufgemacht.Absolut von mir.


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zuletzt bearbeitet 24.08.2013 13:01 | nach oben springen

#126

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.08.2013 23:18
von Glaswand | 10 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #4
Zitat von icke46 im Beitrag #1
Angeregt durch das von mir im Thread FDJ 2013 erwähnte Kuriosum, dass der U-Bahnhof "Walter-Ulbricht-Stadion" in "Stadion der Weltjugend" umbenannt wurde, obwohl dort nur die Züge der West-Berliner U-Bahn ohne Halt durchfuhren (so dass man sich fragt, warum eine Station, die keine ist, einen neuen Namen brauchte), drängte sich mir die Frage auf, warum es diese Geisterbahnhöfe überhaupt gab?

Ich kann ja heute noch die Stationen der Nord-Süd-S-Bahn herbeten, die ich in meiner Kindheit und Jugend durchfahren habe: Einstieg Humboldthain (West), Nordbahnhof und Oranienburger Straße (Geisterbahnhöfe), Friedrichstraße (Umsteigebahnhof und Grenzübergang), Unter den Linden und Potsdamer Platz wieder Geisterbahnhöfe, Anhalter Bahnhof war man wieder im Westen.

Die Frage, die sich mir stellt: Warum hat man diese Bahnhöfe offengehalten - wäre es nicht überwachungstechnisch einfacher gewesen, auch diese Bahnhsteige zuzumauern? So, wie es war, hatte es ja etwas gruseliges an sich; Bahnsteige, die nur trübe ausgeleuchtet waren, und hier und da so man einen Schatten stehen und einen MPi-Lauf blinken, das war schon ein eigenartiges Gefühl.

Gruss

icke


Hallo Icke, diese Bahnhöfe waren ja oberhalb zugemauert,damit keiner reinkam. Man hat dann im inneren des Bahnhofs alles so gelassen,
wie es am 12.8.61 war. Alles andere wäre zu teuer und aufwendig gewesen.Ziel war es einen Fluchtweg gen Westen zu unterbinden und das hat funktioniert.
Gruß
Glaswand
Ich bin mir da garnicht so sicher ob solche Geisterbahnhöfe nicht als Schleuse für gewisse "Herren" dienten u.a.
Zitat von Duck im Beitrag #4
Zitat von icke46 im Beitrag #1
Angeregt durch das von mir im Thread FDJ 2013 erwähnte Kuriosum, dass der U-Bahnhof "Walter-Ulbricht-Stadion" in "Stadion der Weltjugend" umbenannt wurde, obwohl dort nur die Züge der West-Berliner U-Bahn ohne Halt durchfuhren (so dass man sich fragt, warum eine Station, die keine ist, einen neuen Namen brauchte), drängte sich mir die Frage auf, warum es diese Geisterbahnhöfe überhaupt gab?

Ich kann ja heute noch die Stationen der Nord-Süd-S-Bahn herbeten, die ich in meiner Kindheit und Jugend durchfahren habe: Einstieg Humboldthain (West), Nordbahnhof und Oranienburger Straße (Geisterbahnhöfe), Friedrichstraße (Umsteigebahnhof und Grenzübergang), Unter den Linden und Potsdamer Platz wieder Geisterbahnhöfe, Anhalter Bahnhof war man wieder im Westen.

Die Frage, die sich mir stellt: Warum hat man diese Bahnhöfe offengehalten - wäre es nicht überwachungstechnisch einfacher gewesen, auch diese Bahnhsteige zuzumauern? So, wie es war, hatte es ja etwas gruseliges an sich; Bahnsteige, die nur trübe ausgeleuchtet waren, und hier und da so man einen Schatten stehen und einen MPi-Lauf blinken, das war schon ein eigenartiges Gefühl.

Gruss

icke



Ich bin mir da garnicht so sicher ob solche Geisterbahnhöfe nicht als Schleuse für gewisse "Herren" dienten u.a.


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#127

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.08.2013 23:43
von Glaswand | 10 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #28
Zitat von icke46 im Beitrag #24
Es ist nur schade, dass das Bild von dem Zugang Heinrich-Heine-Straße aus der heutigen Zeit stammt.


Hallo icke,

an Einzelheiten kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Nur an eins: Dieser U - Bahneingang war eindeutig als solcher identifizierbar. Das Haus steht übrigens unter Denkmalschutz (laut wiki). Vielleicht findet man über diese Schiene Aufnahmen aus der Zeit zwischen 1961 und 1990. Und nicht zu vergessen - der Grenzübergang Heinrichh - Heine - Straße war auch nicht weit entfernt.

So wäre der Blick, wenn man die U - Bahn an der Stelle verlassen hätte können bzw. heute :


http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich-He...Fe_%28Berlin%29

Unter der Heinrich-Heine-Straße verläuft der U-Bahn-Tunnel der Linie U8. Der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße war in der DDR als „Geisterbahnhof“ nicht zugänglich. Er wurde allerdings von den Grenztruppen als Ein- und Ausgang zum Wachdienst unter der Erde benutzt.

LG von der grenzgaengerin

EDIT Zitat

Unter der GÜST-Heinrich-Heine-Str. eine der größten in Berlin ,da hier der ganze Güterverkehr auf der Straße ablief-fuhr die U-Bahnlinie 8.
Sie kam im Norden aus dem Märkischen Viertel ( Reinickendorf ) und endete im Süden in der Leinestr. nähe Hermannplatz in Neukölln.
Als Güstler mußten wir per Noteinstieg da auch ab und an mal runter. Ein typischer Berliner U-Bahntunnel schwach beleuchtet zwei Gleise und kein Blick zum nächsten Bahnhof.Auf Westberliner Seite war das im Stadtbezirk Kreuzberg der Moritzplatz.Wenn dann gerade ein Zug vorbeifuhr mußte er,wenn der Tunnel beleuchtet war seine Geschwindigkeit reduzieren. Wir standen dann zwischen den Gleisen und spürten den Fahrwind. Ungemütlich wurde es nur dann, wenn sich zwei Züge begegneten und man stand dazwischen.



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#128

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.09.2013 13:21
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Rosenthaler-Platz: Eingang zur U-Bahn Station

http://ddr-fotograf.de/wp-content/upload...chiv/01-berlin/
Theo


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#129

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 10:08
von Hans | 2.166 Beiträge

Hallo, Leute.
Geisterbahnhöfe-ein unendliches Thema -mit unendlichen Wirren, Vermutungen,Gerüchten , aber auch Wahrheiten. Ich hab von 73 bis 90 in unterschiedlichen Funktionen da gearbeitet- oder "gedient" wie man will. Der Einfachheit halber mal in der Reihenfolge in der die Fragen - Bemerkungen im Treath kamen.
ULU - seit 68 ein Häuschen auf dem Zugang- wenn man zum Brandenburger Tor blickt rechte Straßenseite.. Mal ein nicht so bekanntes Bild: -Man kann zwei Häuschen sehen, das kleine ist das vom WKM, das größere steht auf dem Eingang zum S-Bahnhof.-
Geisterbahnhöfe: S-Bahn : Nordbahnhof (GT) , Oranienburger Str.(Trapo),Friedrichstr.( FRU-unten -Güst), Unter den Linden (Trapo),Potsdamer Platz (GT)
U-Bahn Linie C ( U6) : Stadion d. Weltjugend (vorh.W.Ulbricht-Stadion -73-),(GT) - Nordbahnhof (Trapo) -Oranienburger Tor (Trapo) - Friedrichstraße (Güst) -Französische Straße (Trapo) -Stadtmitte (GT)
Linie D ((U8) :Heinrich-Heine-Str. (GT) -Jannowitzbrücke (Trapo) -Alexanderplatz (Trapo) -Weinmeisterstr. (Trapo)-Rosenthaler Platz(Trapo)-Bernauer Str. (GT) -Immer die damaligen Namen- in Berlin ändert man sowas ja ständig aus den tollsten Gründen)
Natürlich könnte man Bornholmer,Wollankstr. ,U-Bhf. Potsdamer Platz usw. dazuzählen , aber.....
Zum Alex : Natürlich-der war vermauert. Aber der oft zitierte Gang auf dem Bahnsteig D war nicht die "Grenzvermauerung" sondern ein Werkstattraum, welchen die BM (Bahnmeisterrei) der BVB ca.62 errichtet hat und nutzte.
O.k. das Bild ist nicht berauschend. Und:" An den Wänden der Vermauerung im Zwischendeck wurden Fliesen angebracht"-für Alex-Unkundige der Gang von der S-Bahn zur U-Bahn -Höhe Blumenkiosk - Lachhaft- die wand war verputzt, in Alex-grün gestrichen und ein Fliesenmuster aufgemalt. Bei Gelegenheit stell ich mal ein Foto ein, muß ich aber erst einscammen.
Der flüchtige Pole : des Gerücht kannte ich noch nicht.- Richtig ist , das ein Gdansker Bauzug auf der U-Bahn Gleisarbeiten in den frühen 80ern durchgeführt hat. Der muß mich wohl mit einem Russen verwechselt haben........ Und unter einer Gleisbaumaschine versteckt ? Der Gdansker Bauzug wurde gerade desshalb genommen, weil sie die einzigen waren, die diesen Job von Hand erledigen konnten. rest na ja.
Zum Thema Notausgänge , Trittbretter , Signalanlagen usw. läßt sich ein Roman schreiben. Kurz: In der Ausstellung im S-Bahnhof Nordbahnhof befindet sich eine Karte , die offensichtlich den richtigen Zustand der Schächte auf der S-Bahn zeigt. Einfach mal googeln. und nicht nur bestaunen-sondern lesen. Die Legende darauf sagt nämlich auch, welcher Schacht "auf" und welcher "zu" war.
so. Das reicht für heute . man hört sich und 73.
Hans


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#130

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 10:59
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

U Bahnhof Stadtmitte lag genau unter der Güst Friedrich- /Zimmerstrasse

siehe Eingang hinten im Bild
http://www.flickr.com/photos/allhails/23...157603461741786
Bild vom 31. Juli 1960.
War der Eingang für die GT von der Güst aus?
Theo


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#131

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 11:10
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Eisenringtheo.
Mic---Leicht auf dem linken Fuß erwischt. M.M. nach war der Zugang für GT in Mic der Eingang Nördlich -auf dem Bild weiter hinten. Also in Ri. Französische Straße. Auf dieser Seite war jedenfalls der Postenstand der GT. Unmittelbar im Bereich der Güst befindet sich allerdings ein Notausstieg-der 42er Schacht-im Bild nicht zu sehen- welcher durch die Sicherunskräfte der Güst benutzt werden konnte (und wurde)----Übrigens Mein Avatar zeigt den Bhf . Französische Str. - na ja -mehr die vorbeifahrende U-Bahn.
Hans


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#132

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 11:24
von Hans | 2.166 Beiträge

nochmal zuschnell gewesen.
Der U-Bahn-Eingang auf dem Bild ist der südliche Eingang. Das Bild verzerrt allerdings die tatsächlichen Längenverhältnisse-höchstwahrscheinlich wegen der Brennweite des Objektives. Der NA befindet sich etwa da, wo der Kopf des Radfahrers ist. Ist aber nicht zu sehen-Ist auch nur ein Gitterrost ca.1x2,5 m. auf Bodenhöhe.
Hans


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#133

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 18:44
von Lutze | 8.042 Beiträge

@ Hans,eine Frage hab ich,
warst du auf den Bahnhof Friedrichstraße zu DDR-Zeiten
auch mal unten zum U-Bahnhof?,
oder auf auf den Bahnsteig,wo die S-Bahn nach West-Berlin abfuhr?,
oder durfte die Trapo dort nicht hin
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#134

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 19:10
von ABV | 4.204 Beiträge

Zitat von Wolle76 im Beitrag #9
Nee Theo,

das war als "Wachhäuschen" legendiert und stand glaube ich auf der andern Straßenseite. Gut zu sehen in dem Buch "Geisterbahnhöfe".


Hoffentlich verwechselt du das jetzt nicht mit dem Wachhäuschen des "Wachkommando Missionschutzes". Der Posten in der Nähe des Brandenburger Tores, war für die Bewachung der polnischen Botschaft zuständig. Ich hatte dort, im Frühjahr 1986, selbst Dienst getan. An grüßend vorbeigehende Transportpolizisten, die plötzlich durch eine Luke in der Unterwelt verschwanden, kann ich mich noch dunkel erinnern. Leider weiß ich nicht mehr, an welcher Stelle die Jungs nach unten gelangten. Mein älterer Kollege hatte mir daraufhin erzählt, dass die Transportpolizisten, zu deren Bewaffnung übrigens eine MPI gehörte, zur Bewachung der stillgelegten U-Bahnhöfe da waren.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


zuletzt bearbeitet 17.09.2013 19:12 | nach oben springen

#135

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 19:23
von Grenzgänger (gelöscht)
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Ich hab da auch mal eine Frage.
Die "besondere" Situation des Bahnhofes Friedrichstraße soll ja auch dazu benutzt worden sein, "bestimmten Personen" eine unauffällige Ausreise bzw. Wiedereinreise zu ermöglichen.
Ich erinnere mich dunkel an einen Film (Jahre her, keine Ahnung, wann), in dem solch eine Person an einer unscheinbaren Luke oder Fensterchen in den Katakomben des Bahnhofes ein Stück eines Kartons mit dem Bild einer T 54 Fla- SFL vorzeigte, welches er vorher von einem anderen, finster und wichtig dreinblickenden Herrn bekommen hatte.
Das war sozusagen sein Ausweis.

Der Posten wusste Bescheid darüber- eine olle Stahltür öffnete sich und der Mann war im Westen...

An das Bild des Kartons erinnere ich mich deshalb so genau, weil ich genau so ein Spielmodell der SFL mit Schwungrad besaß und deshalb auch das Schächtelchen kannte.

Wurde so etwas praktiziert oder war das filmische Übertreibung ?
(Vorstellbar wäre es für mich schon- denn seinen PA der DDR wollte er sicher nicht mitnehmen und mit bundesdeutschem Pass müssten die Genossen hinter der Luke erst eine Liste durchblättern, und sehen, ob der sich nicht bloss verlaufen hat.
So könnte die Anweisung gelautet haben: "Mann mit halber Spielzeugschachtel = Tür auf, keine Fragen !"
Am nächsten Tag wäre die Kennung vielleicht eine leere Fischdose gewesen...

Geht meine Phantasie mit mir durch ?

(Er-)Kennt jemand den Film ?

Danke schonmal..

Siggi


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#136

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 19:25
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #133
@ Hans,eine Frage hab ich,
warst du auf den Bahnhof Friedrichstraße zu DDR-Zeiten
auch mal unten zum U-Bahnhof?,
oder auf auf den Bahnsteig,wo die S-Bahn nach West-Berlin abfuhr?,
oder durfte die Trapo dort nicht hin
Lutze


Ich bin zwar nur als Umsteiger auf den Westbahnsteigen im U- und S-Bahnhof Friedrichstraße gewesen, allerdings habe ich dort nie bewusst uniformierte Trapo gesehen. Lediglich die die Grenztruppen gingen dort in Dreiergruppen Streife.

Dabei hätte ich mir manches Mal Trapo dort gewünscht, besonders nach Heimspielen von Hertha BSC. Die "Fans" nutzten das Umsteigen in Friedrichstraße zum Auftanken an den Intershops, und nachdem sie die Flaschen geleert hatten, bomabrdierten sie den Bahnsteig aus der abfahrenden S-Bahn mit leeren Schnapsflaschen. In den alten S-Bahnen konnte man die Türen ja noch offenhalten bzw. nach dem Schliessen wieder öffnen.

Gruss

icke



Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#137

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 19:43
von Hans | 2.166 Beiträge

Nabend, Leute.
Zu Lutzes Frage : Vom Grundsätzlichen her wurde durch das TPR Fri der "Ostteil" bestreift. Standartmäßig 2 Streifen. Aber wus macht ein PKEer oder GTer bei einem "bahntechnischen Vorkommniss" oder bei einem einfachen Diebstahl im Shop? Er ruft nach der Trapo. Für solche und ähnlich gelagerten Fälle haten die "Güst-bestätigten" Trapojaner die berühmte grüne Karte (sie wahr eigendlich eher Senffarben) .Lag im Panzerschrank und wurde regelmäßig gezählt. Außerdem machte die Trapo jede Nacht Schachtkontrolle von Franzosen,Oranienburger Tor,Oranienburger Str. und Unter den Linden aus nach Fri, so daß die unteren Bstg. regelmäßig Besuch von der T. bekamen. Es gab noch andere-nicht regelmäßige- aber eben notwendige "Besuche" im Westteil durch die T. . Wenn Du aber Zuständikeit meinst--- T. im Ostteil , GT im Sicherungsbereich , PKE im Güstbereich .
Zu ABVs Bemerkung : Stimmt, und auf dem eingestellten Bild sieht mans auch. Appropo Bild : Hier ein etwas besseres Bild von Alex Linie D, damit man weiß, wovon ich bei der Bm-Mauer geredet habe. Und nochwas : Biesdorf Aufgang 4 Wohnung ? im 6.Stock links Tag Herr Nachbar.Zu den zwei neuen Beiträgen komm ich auch noch -Zigarettenpause.
73 Hans


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Lutze und ABV haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.04.2015 16:07 | nach oben springen

#138

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 19:45
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von Grenzgänger im Beitrag #135
Ich hab da auch mal eine Frage.
Die "besondere" Situation des Bahnhofes Friedrichstraße soll ja auch dazu benutzt worden sein, "bestimmten Personen" eine unauffällige Ausreise bzw. Wiedereinreise zu ermöglichen.
Ich erinnere mich dunkel an einen Film (Jahre her, keine Ahnung, wann), in dem solch eine Person an einer unscheinbaren Luke oder Fensterchen in den Katakomben des Bahnhofes ein Stück eines Kartons mit dem Bild einer T 54 Fla- SFL vorzeigte, welches er vorher von einem anderen, finster und wichtig dreinblickenden Herrn bekommen hatte.
Das war sozusagen sein Ausweis.
(...)

Siggi


Im Durchgang von der S-Bahn zur U-Bahn Ebene war ein "Diensteingang/-ausgang" für Mitarbeiter der Betriebe der Güst (Reichsbahn, Intershop usw.) Habe dort Eisenbahner rein- und rausgehen sehen. Ob dieser Durchgang für Schleusungen ideal war? Es hatte eigentlich immer viele Personen im Durchgang zwischen S- und U-Bahn.
Theo


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#139

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 19:53
von ABV | 4.204 Beiträge

@Hans
Stimmt, ich habe mal in Biesdorf, Kornmandelweg, gewohnt. In dem besagten Aufgang. Und zwar von 1985-1988. Mit einer sechsmonatigen Unterbrechung wegen des Dienstanfängerlehrganges an der VP-Schule. Als ich dein Avatar gesehen habe, kamst du mir sofort bekannt vor.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

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#140

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.09.2013 20:13
von Hans | 2.166 Beiträge

Hallo Grenzgänger.
Schleusen in Fridrichstraße : Auch eine lange Geschichte. Definitiv: Gab es welche. Der Ablauf mit "Kennzeichen zeigen" u.s.w. ist in 150 verschiedenen Medien, Büchern, Filmen usw. beschrieben . Ob das mit dem Kennzeichen genau so stimmt, weiß ich nicht genau. Bekannt ist mir aus eigenen Erleben, daß Leute zu dem jeweiligen PKEer sagten"Ich bin avisiert" . Mir bekannte Schleusen , außerhalb des normalen Aus/Einreiseverkehrs: (Kein Anspruch auf Vollständikeit) eine im Diensteingang für DR BVB Dienstreisende ,neben der Ausreisehalle ; eine Georgenstraße TPR- Eingang , aber innen geradeaus-Trapo rechts ; eine im ehemaligen Mitropa-Frisör - Toiletteneingang-Treppe runter und kehrt.---Da kommt wohl des tolle Gerücht mit der Geheimtür im Scheißhaus -sorry- her. --Gepäckschleuse Gepa (W) . Sonstige nicht aus eigener Kenntniss. Übrigens hab ich in Flanieren in Berlin-Webseite einfach mal googeln und Bhf. Fri eingeben -"Berlins gefühlte Mitte"- mal was darüber geschrieben. So -woher ich das mit dem" Ich bin avisiert" weiß? da klingelte eben eine bei der Trapo, ich ging an die Tür ...... Sie hat wohl die Türen von Trapo und PKE verwechselt. (Wurde anschließend vergattert usw. --ne nicht die Dame -ICH )
Filme über Fri : wenn mir nach schreien zu Mute ist , schau ich mir " Todestanz eines Killers " -im Orginal A Dandy in Aspik - an. Ein englischer Spionagefetzen, 60er Jahre. So, wie Fri.dort dargestellt wird , findet man es in etlichen Äußerungen von kundigen Bloggern - man merkt es sogar, wenn keine Bilder dabei sind.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 18.09.2013 08:50 | nach oben springen


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