#301

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.10.2013 12:33
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #299
Hi,........Das glaubst Du mir nie!
Das hat tatsächlich die BVB gemacht! Ein wenig Sicherungsdraht war auch in der Vermauerung, auflaufend auf der FüSt der GT genau darüber. Grenzer hatten Zugang, wurde aber bestenfalls bestreift. Trapo war nur bei betrieblichen Vorkommnissen geladen. Übrigend -steht auch in den angegebenen Dokument im Link-Fällt mit jetzt erst ein. Ach so, nicht sollen : Haben! näheres ev. unter Gebietsaustausch Lennedreieck.
Hans

Hier steht was..
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Do...hranlage_Pd.pdf
Theo


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#302

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.10.2013 12:54
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde ........
Wolle, ich beuge mich natürlich deiner Autorität......... Ist aber nicht weit auseinander und währe schön gewesen. Außerdem muß jetzt wieder ein Eisenbahnfachbuch umgeschrieben werden..........
Danke.
Theo - genau den Link meinte ich, war aber zu dämlich, den sauber rein zu bekommen.
Auch Danke.
73 Hans


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#303

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.10.2013 12:56
von Wolle76 (gelöscht)
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@Hans,

laß das mal mit dem beugen, es gibt Altersgruppen die würden dann nie wieder hochkommen. :-) Zu dem Buch umschreiben, in welchem Buch stand das denn ?


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#304

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.10.2013 12:59
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Muß ich nachgraben.........
Mein Papierberg ist noch nicht kleiner geworden.
Hans


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#305

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.10.2013 00:59
von diefenbaker | 585 Beiträge

Ein sehr interessanter Thread, den ich hier gefunden habe. Die Geisterbahnhöfe im Osten fand ich schon spannend, als sie noch existierten.
Mein besonderer Dank auch an Hans, dessen Insiderwissen meinen Durchblick echt aufpoliert.

Der Intershop auf dem Bahnhof Friedrichstraße wurde ja schon kurz erwähnt, aber ich möchte noch einmal darauf zurückkommen. Man muss sich die heute etwas unwirklich anmutende Situation vor Augen führen. Die Fahrgäste der U-Bahnlinie von Tegel nach Alt-Mariendorf mussten in Friedrichstraße nur einmal kurz aussteigen und konnten zollfrei ihre Einkäufe erledigen, vorrangig bei Schnaps und Zigaretten, ohne irgend eine Kontrolle passieren zu müssen. Das war nicht viel anders, als wenn sie am Leopoldplatz aussteigen und bei Karstadt einkaufen. Damit dürfte der Bahnhof Friedrichstraße für die DDR auch ein Wirtschaftsfaktor in Sachen Devisen gewesen sein. Dem (West)Zoll konnte man z.B. am Bahnhof Reinickendorfer Straße schon begegnen, aber sehr bissig sind die Jungs mir nicht erschienen. Der Einkauf ging zwar mit der S-Bahn auch, allerdings nicht so flüssig, weil man vom Zoo aus keine Durchreise hatte sonder eine Hin- und Rückfahrt.

Wolfgang



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#306

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.10.2013 09:27
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen , Gemeinde...... Hi, Wolfgang
Ja, der Bahnhof Intershop........ein damals von Westberlinern gebrauchter Name für Fri. Nach unterschiedlichen Quellen , u.a. "Bahnhof der Tränen" und "Das Geschäft mit dem SHOP" soll der Umsatz des Intershop in Friedrichstraße im Jahr 1977 bei 80 Mio. Mark gelegen haben. Über den erzielten Gewinn streiten sich die Historiker . Aber selbst bei einer flach geschätzten Gewinnmarge kommt schon Geld zusammen.Der größte Shop und damit der Umsatzstärkste war übrigens der auf der Nordsüd-S-Bahn.
Zollfahndung: Offiziell hat der West-Zoll natürlich nicht auf Friedrichstraße gearbeitet, ich bin aber davon überzeugt,das öfters mal welche von der Zollfahndung auf dem Bahnhof waren. -Als "Reisende-, ( - Man kennt seine Schweine am Gang- )und offensichtlich hat das keinen weiter interessiert.Im Beitrag "Sittenbild" bin ich mal kurz darauf eingegangen. ("Bahnhof der Tränen").Ich bastele noch an einem Beitrag zu dem Thema-mal sehen...
Freut mich übrigens, das mein "Lieblingsbahnhof" solch Interesse hervorruft.
73 Hans


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#307

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.10.2013 17:52
von diefenbaker | 585 Beiträge

Die Preisgestaltung der zollfreien Einkaufsmöglichkeiten richtet sich im Allgemeinen nach dem Preisniveau der "normalen" Mitbewerber.
Hier also billiger als im Westberliner Supermarkt = Kaufanreiz für die Westberliner und Touristen
und teurer als auf dem internationalen Markt (z.B. Schiffsversorger im Hamburger Freihafen) = Gewinnspanne für den Intershop.

Das mit der Zollfahndung sehe ich ähnlich. Wenn die uniformierten Zöllner sich einen Kunden heraussuchten, schienen sie häufig zu wissen was sie tun.

Mit der Nord-Süd S-Bahn bin ich zu DDR-Zeiten nie gefahren, auf der U6 war ich allerdngs häufiger Fahrgast.

Wolfgang



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#308

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.10.2013 23:12
von Major Tom | 854 Beiträge

Was mich interessieren wuerde nach welcher Rechtsgrundlage der Westberliner Zoll Gebuehren verlangte? Die DDR wurde doch nie als Staat anerkannt, also hat man man doch gegen keine Bestimmungen verstossen wenn man in einem deutschen Geschaeft (Intershop Friedrichstrasse) einkaufte.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#309

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.10.2013 23:22
von icke46 | 2.593 Beiträge

So ganz stimmt das nicht:

Wenn man nachweisen konnte, das man aus der DDR bzw. Berlin-Ost kam (also wirklich mit dem ganzen Prozedere - Ein-Ausreise durfte man eine Stange Zigaretten zollfrei einführen. Gekniffen war man eben, wenn man das nicht nachweisen konnte.

Und - die Anerkennung oder nicht Anerkennung eines Staates spielt vermutlich keine Rolle. Sonst hätte man ja beispielsweise auch eine Kalaschnikow oder Makarow einführen können - da sie ja nun aus einem nich existenten Staat importiert wurden, wären sie auch qua Gesetz nicht existent gewesen.

Gruss

icke



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#310

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 00:47
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Zitat von Major Tom im Beitrag #308
Was mich interessieren wuerde nach welcher Rechtsgrundlage der Westberliner Zoll Gebuehren verlangte? Die DDR wurde doch nie als Staat anerkannt, also hat man man doch gegen keine Bestimmungen verstossen wenn man in einem deutschen Geschaeft (Intershop Friedrichstrasse) einkaufte.

Die DDR war Zollinland, es wurden somit beim innerdeutschen Grenzübertritt kein Zoll erhoben. Allerdings waren für Importe die Verbrauchs- und Umsatzsteuern geschuldet, denn die DDR gehörte nicht zum westdeutschen Steuergebiet, sie war Steuerausland. Da die BRD die DDR nicht anerkannte, wäre es nur logisch gewesen, die DDR auch als Steuerinland zu betrachten. Die Folgen wären allerdings ruinös gewesen. Alles was im Westen hochversteuert war, wäre im Osten in Lizenz hergestellt worden und nach Westen geliefert worden.Minol wäre zur grössten Tankstellenkette im Westen geworden. Ein Riesenloch in der BRD Staatskasse und ein Devisengeldsegen für die DDR. Soweit ging die Liebe zum einig Vaterland im Westen dann doch nicht..
Theo


Harzwanderer und MHL-er haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#311

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 01:26
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #310
[
Die DDR war Zollinland, es wurden somit beim innerdeutschen Grenzübertritt kein Zoll erhoben. Allerdings waren für Importe die Verbrauchs- und Umsatzsteuern geschuldet, denn die DDR gehörte nicht zum westdeutschen Steuergebiet, sie war Steuerausland. Da die BRD die DDR nicht anerkannte, wäre es nur logisch gewesen, die DDR auch als Steuerinland zu betrachten.
Theo


Das ist sachlich korrekt, Theo, aber die Logik kann ich nicht nachvollziehen: Logisch - da völkerrechtlich nicht anerkannt - wäre es für mich gewesen, die DDR auch zollrechtlich und nicht nur steuerrechtlich als Ausland zu behandeln.

Aber was war in der verkrampften und verquasten Beziehung der BRD zur DDR schon logisch......
.


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#312

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 09:58
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #309
So ganz stimmt das nicht:

Wenn man nachweisen konnte, das man aus der DDR bzw. Berlin-Ost kam (also wirklich mit dem ganzen Prozedere - Ein-Ausreise durfte man eine Stange Zigaretten zollfrei einführen. Gekniffen war man eben, wenn man das nicht nachweisen konnte.

icke



DDR-Bürger unterlagen bei der Einreise den gültigen Zollvorschriften der Bundesrepublik D.
Also 1 Stange Zigaretten,1 Flasche Spirituosen zollfrei usw.
Gab auch Beschränkungen und Verbote für DDR-Bürger bei der Einfuhr zu bestimmten Zeitabschnitten.

seaman


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#313

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 10:14
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #311
Logisch - da völkerrechtlich nicht anerkannt - wäre es für mich gewesen, die DDR auch zollrechtlich und nicht nur steuerrechtlich als Ausland zu behandeln.

(...)



Da Zölle an Grenzen erhoben werden, kann man logischerweise keiner erhoben werden, wenn es aus Sicht der BRD keine völkerrechtliche Grenze gab. Mit Steuern ist es anders, die haben nichts mit Grenzen zu tun, sondern werden an besondere Tatbestände angeknüpft (Alkohol, Tabak, Lohn, Umsatz usw): Wer aus Büsingen nach Stuttgart oder von Helgoland nach Hamburg fährt, muss Einfuhrumsatzsteuer zahlen, obschon sowohl Büsingen wie Helgoland deutsches Staatsgebiet ist.
http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steuern...reich_node.html
Theo


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#314

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 10:33
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #312
Zitat von icke46 im Beitrag #309
So ganz stimmt das nicht:

Wenn man nachweisen konnte, das man aus der DDR bzw. Berlin-Ost kam (also wirklich mit dem ganzen Prozedere - Ein-Ausreise durfte man eine Stange Zigaretten zollfrei einführen. Gekniffen war man eben, wenn man das nicht nachweisen konnte.

icke



DDR-Bürger unterlagen bei der Einreise den gültigen Zollvorschriften der Bundesrepublik D.
Also 1 Stange Zigaretten,1 Flasche Spirituosen zollfrei usw.
Gab auch Beschränkungen und Verbote für DDR-Bürger bei der Einfuhr zu bestimmten Zeitabschnitten.

seaman



Ich bezog mich nun allerdings auf Bundesbürger, die zu Tagesaufenthalten in Ost-Berlin gewesen waren. Allerdings gestaltete sich ein Nachweis schwierig - Westberliner hatten ja zumindest den Mehrfachberechtigungsschein, während Bundesbürger das Tagesvisum nur als Einlage in den Pass bekamen und bei der Ausreise wieder abgeben mussten.

Übrigens kurz zu dem von Theo angeführten Unterschied Zoll-Einfuhrumsatzsteuer: Das mag formaljuristisch richtig sein, dennoch hatte ich in eigenem Erleben den Effekt, dass durch die Forderung der Westberliner Zollfahndung der Endpreis der Zigaretten 50 % über dem damaligen Ladenpreis West lag. Vielleicht wurden die Steuersätze immer nach der jeweiligen Wetterlage festgesetzt? Zum Glück hielt sich der Ärger damals in Grenzen, weil es sich nur um 2 Schachteln Zigaretten handelte, obwohl es natürlich ärgerlich war, dass man für den Endpreis der zwei Schachteln im Westberliner Laden drei bekommen hätte.

Gruss

icke



seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#315

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 11:10
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen,Gemeinde..........
Ach ja, der Zoll..... , Bitte jetzt nicht erwarten, das ich die rechtliche Seite auseinanderklamüsere. Dürfte wohl auch ein Thema für ne Doktorarbeit (jur.) sein.
In der "wilden Zeit" ,1990 bis Zoll-,Wirtschafts- und Währungsunion kam ich mal mit einen der Zollfahnder ins Gespräch.(Vom sehen "kannten" wir uns schon.) Raus kam dabei, das das Hauptinteresse der Zollfahndung (W) bei den Zigaretten- und Alkoholschmugglern a la "Zigarettenmohr" und vergleichbaren Großeinkäufern lag. -Eigentlich logisch. Er hat übrigens einige "Partisanenaktionen" , speziell in punkto Zig.-Großhandel quasi bestätigt.
Ansonsten : Rechtliche und Formaljuristische Verrenkungen im Bezug auf das Verhältniss WB-DDR war der brave Berliner auf beiden Seiten der Mauer ja gewöhnt.Außer einigen Presseschreibern regte sich da keiner sonderlich auf.
73 Hans


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#316

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 17:18
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #314


Übrigens kurz zu dem von Theo angeführten Unterschied Zoll-Einfuhrumsatzsteuer: Das mag formaljuristisch richtig sein, dennoch hatte ich in eigenem Erleben den Effekt, dass durch die Forderung der Westberliner Zollfahndung der Endpreis der Zigaretten 50 % über dem damaligen Ladenpreis West lag. Vielleicht wurden die Steuersätze immer nach der jeweiligen Wetterlage festgesetzt? Zum Glück hielt sich der Ärger damals in Grenzen, weil es sich nur um 2 Schachteln Zigaretten handelte, obwohl es natürlich ärgerlich war, dass man für den Endpreis der zwei Schachteln im Westberliner Laden drei bekommen hätte.

Gruss

icke




Hallo icke,

es mach in der Regel einen Unterschied bei der Nachversteuerung, ob die zur Einfuhr vorgesehenen Waren von Dir beim Zoll angemeldet wurden oder nicht. Wenn Du versuchst, Deine Ware ohne Anmeldung über die Grenze zu bringen und herausgepickt wirst, kommt zu der eigentlichen Versteuerung noch ein Strafzuschlag.

Wolfgang



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#317

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 17:59
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #316
Zitat von icke46 im Beitrag #314


Übrigens kurz zu dem von Theo angeführten Unterschied Zoll-Einfuhrumsatzsteuer: Das mag formaljuristisch richtig sein, dennoch hatte ich in eigenem Erleben den Effekt, dass durch die Forderung der Westberliner Zollfahndung der Endpreis der Zigaretten 50 % über dem damaligen Ladenpreis West lag. Vielleicht wurden die Steuersätze immer nach der jeweiligen Wetterlage festgesetzt? Zum Glück hielt sich der Ärger damals in Grenzen, weil es sich nur um 2 Schachteln Zigaretten handelte, obwohl es natürlich ärgerlich war, dass man für den Endpreis der zwei Schachteln im Westberliner Laden drei bekommen hätte.

Gruss

icke




Hallo icke,

es mach in der Regel einen Unterschied bei der Nachversteuerung, ob die zur Einfuhr vorgesehenen Waren von Dir beim Zoll angemeldet wurden oder nicht. Wenn Du versuchst, Deine Ware ohne Anmeldung über die Grenze zu bringen und herausgepickt wirst, kommt zu der eigentlichen Versteuerung noch ein Strafzuschlag.

Wolfgang


Das ist sicher die korrekte Definition - nur, und da passts wieder zum Bhf. Friedrichstraße, ich hatte bei dem Vorfall gar keine Möglichkeit, bei irgendwem irgendwas anzumelden. Der Gag war nämlich: Ich bin mit meiner Begleitung in Friedrichstraße in die S-Bahn Richtung Zoo eingestiegen. Im Lehrter Stadtbahnhof (erste West-Station nach Friedrichstraße, heute steht da der Hauptbahnhof) stiegen drei abgerissene Gestalten ein - vom Outfit als Typ Penner einzuordnen. Und da ich das schon kannte, zeigte ich auf die und sagte zu meiner Begleitung: Guck mal, die sind vom Zoll.

Worauf die schnurstracks quer durch den Wagen auf mich zukamen und nach im Intershop gekauften Zigaretten fragten. Wie gesagt, es waren nur 2 Schachteln - Stangen kaufte ich nur, wenn ich in die Nord-Süd-Sbahn umgestiegen bin - das hat man dann auf der Rückfahrt vom Zoo erledigt.

Gruss

icke



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#318

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 18:04
von Hans | 2.166 Beiträge

Tjaaaaa, Kurt...
Wie war das gleich? Dritte Schuldform?
(für nicht-Polizisten: erste:Vorsatz;zweite:Fahrlässig; und : dritte Schuldform:Selbst dran schuld)
Ist aber Gottseidank verjährt.
73 Hans


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#319

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 19:34
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Was hätte man als Westler eigentlich korrekt gemacht? Am ersten West-Bahnhof aussteigen und zum Finanzamt gehen und Zoll zahlen? Oder gar nicht erst über der Freimenge mitbringen? Oder vorab Zoll entrichten und dann mit Quittung einführen?
Habe nie im Shop etwas gekauft.


zuletzt bearbeitet 17.10.2013 19:36 | nach oben springen

#320

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.10.2013 19:57
von diefenbaker | 585 Beiträge

Die Möglichkeit, ohne eine Kontrollstelle passieren zu müssen ins Steuerausland reisen zu können und auch ohne Kontrolle wieder zurückkommen zu können, passt in kein Schema.

Wahrscheinlich konnte man aus irgend welchen Steuervorschriften ableiten, dass diejenigen Reisenden, die nicht die DDR Grenzabfertigung passiert hatten, gar nicht einkaufen durften.

Ich habe noch von keiner Vorschrift gehört, die spziell auf den einmaligen Sonderfall Friedrichstraße eingegangen ist.



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