#2581

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.11.2014 22:34
von der glatte | 1.356 Beiträge

Hallo in die Runde,

heute habe ich einmal zu den ehemaligen Geisterbahnhöfen im Berliner Untergrund eine eher „menschliche“ Frage. Der Mensch ist ja bekanntlich kein Huhn, also wo ging, konnte man hin, wenn sich ein großes oder auch kleines Geschäft anmeldete.
Gab es dort unten eine Möglichkeit, oder hatte man sogar ein eigenes WC auf dem Transitbahnhof?

(Satire an) Nee, nee, ich spiele damit nicht auf die in der Literatur zu den Geisterbahnhöfen immer wieder geschilderten „Gestalten, welche sich hinter den Säulen herumdrückten“, wenn ein Zug durchfuhr, an. Also, die haben wohl nicht doch? Würde aber einen ganz menschlichen Hintergrund erklären, ich meine, gibt einen ganz neuen Aspekt. Die oft zitierten Ede-Spassverderber, waren wohl dann auch nur Menschen. Wenn es solche Örtchen gab, wer hat dort die Pinkelgroschen gezählt? (Satire aus)

Also, wieder zurück zur Frage, die mir heute in den Sinn kam, als ich in der U5 war und genau ein solches Bedürfnis verspürte. In dieser Hinsicht denkt man ja heute auch nicht im Sinne der Fahrgäste, obwohl ja solche Einrichtungen beim Bau der Linien gebaut wurden, heute aber ebenfalls so eine Art Geisterbahnhof geworden sind.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2582

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.11.2014 22:41
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Das würde mich auch interessieren. In Büchern steht so vieles, zum Beispiel: "Die Grenzer hatten keine funktionsfähigen Toiletten, das hat man gerochen."
http://books.google.ch/books?id=0rTaRDRX...iletten&f=false
Toiletten waren aber da, und warum sollte man sie nicht instand halten?
Theo


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#2583

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.11.2014 22:52
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von GrafKrolock im Beitrag #2573
Uh, bei dem Text biegen sich ja die Balken.... "Am letzten Westbahnhof, dem U-Bahnhof Kochstraße, wurden die Fahrer ausgetauscht, der Westberliner Fahrer verließ das Führerhäuschen und tauschte den Platz mit seinem Ost-Berliner Kollegen, welcher selbstverständlich von den Behörden genauestens auf Westverwandtschaft und seine politische Standfestigkeit überprüft worden war."


Sehe ich auch so, aber wie könnte der Text dann im Jahre 2020 weitergehen? So etwa:

Nun wurde der Westberliner Fahrer selbst Fahrgast und stieg hinten ein. Auf dem ersten Bahnhof in Westberlin, wechselten die beiden Fahrer wieder die Plätze und der Ostberliner-Kollege saß im Abteil bei den Fahrgästen .

Oder auch so:

Nun musste sich der Westberliner Fahrer beeilen, mit Schutz der West-Alliirten wurde er durch den Osten an der Strecke entlang zum ersten Bahnhof auf Westberliner Gebiet gebracht um dort den Zug wieder zu übernehmen

Satire lieber wieder aus.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2584

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.11.2014 23:00
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2582
Das würde mich auch interessieren. In Büchern steht so vieles, zum Beispiel: "Die Grenzer hatten keine funktionsfähigen Toiletten, das hat man gerochen."
http://books.google.ch/books?id=0rTaRDRX...iletten&f=false
Toiletten waren aber da, und warum sollte man sie nicht instand halten?
Theo


Ja, viel gibt die Literatur darüber nicht an. Man müsste da eventuell klären, wo den solche Örtlichkeiten beim Bau der Bahnhöfe schon eingebaut worden sind. Wenn ich da an den Bahnhof Oranienburger Straße denke, dort wird es wohl schon ein Problem gegeben haben, wenn es am Mittag Bohneneintopf gab.

Ein Klo allerdings war zusätzlich sicher eine weitere Engstelle, die gewartet und ständig überprüft werden musste.

Gruß Reiner


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zuletzt bearbeitet 18.11.2014 23:01 | nach oben springen

#2585

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 01:46
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte, kümmern wir uns um eure menschlichen Bedürfnisse. Nicht was ihr schon wieder denkt, ihr Ferkels!
Oh nein, Leute, der Herr Arnold hat ja so recht. Dort konnten sich gar keine Toiletten befinden, weil-es wurden keine gebraucht.
Es gab ja dort nur Rambotypen, die können es sich verkneifen, Kindergartenkinder, die gehen aufs Töpfchen, 130 % ige, die schissen sich gegenseitig an, und eben ganz vorsichtige, die riefen nach dem Polit, wenn sie mal einen Pup lassen mussten. Wozu also bitte Toiletten?
Ich habe bei der DR und bei der BVB noch nie einen Bahnhof ohne Toilette –fürs Personal gesehen. Sowas gibt es einfach nicht.
Scheißthema aus. (Sorry)
Ach so- weil wir ja gerade bei dem „Buchauszug“ von Arnold, Der Potsdamer Platz von unten, eine Zeitreise…. sind. Es empfiehlt sich, die anderen eingestellten Seiten auch mal ein wenig zu lesen. Und dabei immer an Toilette denken. Es finden sich noch ähnliche, schöne Korken. Na , nur nicht ganz so offensichtlich. Das Buch hab ich übrigens an jemanden verschenkt, den ich nicht leiden kann.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#2586

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 10:18
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde.....
So ganz allgemein, - habt ihr mal auf die Anzahl der Zugriffe geschaut?
Mit Reiners Toilettenfrage ging diese Zahl auf über 100 000. Daher verdient die Frage also auch eine ernsthafte Antwort. Also ORU und Bohneneintopf- aber mehr danach.

Den Plan hat Daniel ja mal "zusammengeschmiedet" - und - selbstverständlich sind da Toiletten drauf. Zu erkennen? (Oberkante des gelben Bereiches) Und da das eine "Weiterentwicklung" eines DR - Planes von mir ist - die Toiletten waren schon 1936 an dieser Stelle. Es gibt noch weitere T. auf ORU.
Ähnliche Pläne für fast alle anderen Geisterbahnhöfe vorhanden.
Im Übrigen hab ich deinen Text zuerst für eine Fortsetzung der humoristischen Anwandlungen gehalten, Reiner. Irgendwie war das alles einfach zu lächerlich. Aber der Ernst der Sache ist ja nun erkannt. Ist es korrekt, wenn ich jetzt "Weitermachen" schreibe?
73, Hans


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#2587

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 11:12
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

am internationalen Toilettentag sollte ein Blick nach UK ein wenig Abwechslung zwischen Bahnhofs-Toiletten-Kabinen und Toilettenpapier geben:

1. London Underground verwaltet 90 öffentliche Toiletten in den Tube-Bahnhöfen. 37 sind zugänglich für Handicap-Personen und 16 geben die Möglichkeit, Babypampers zu wechseln. Die Mehrheit der Toiletten befindet sich hinter den Zahlschranken und für 16 Toiletten gibt es Gebühren von 10-50p. (p. 27)

2. Probleme in der Umsteigestation Underground/Thameslink in der Perspektive : Crossrail (Nahverkehrssystem im Aufbau) unterhält weder Toiletten oder Möglichkeiten zum Wechsel der BabyWindeln in Faringdon Station ... noch beabsichtigt es dies in die Entwicklung der Stationen einzubeziehen...
Farringdon leidet weiterhin an ernsthaften Problemen eines unsozialen Verhaltens in Zusammenhang mit dem Nachtleben in diesem Gebiet. Die Stadtverwaltung erhält regelmässig Beschwerden über das Urinieren in den Crossrail Zügen und im Umfeld der Bahnhöfe. (p. 28 - 29)

Dieses und noch andere erstaunliche Dinge sind im Report «Public toilets in London. Update report July 2011» (London Assembly, Health and Public Service Committee) zu lesen...

Let's flush de loo.

Daniel


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2588

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 12:25
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Die Zahl "82" im Plan bedeutet was?
Gruss Theo


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#2589

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 12:38
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Bau bzw. Errichtungs/Planungsjahr. Fertig war der Umbau erst etwas später. 61 auch, wobei das eine ca. Zahl ist, lässt sich nicht belegen.
73, Hans


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#2590

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 12:41
von icke46 | 2.593 Beiträge

Ich finde ja die Beschriftung "T-Stützpunkt" erheiternd.

Es ist doch wohl anzunehmen, dass das "T" nicht die Abkürzung für Toilette ist - die Toilette selber ist ja richtig künstlerisch in den Plan eingefügt und braucht von daher keinen Stützpunkt.

Gruss

icke



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#2591

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 12:58
von Hans | 2.166 Beiträge

Ne, Kurt, Aber mir war schon die Nacht klar - ein Sch...thema erheitert die Massen.
T.-Stützpunkt ist natürlich der massiven Schreibfaulheit des Erstellers des Planes/der Skizze zu verdanken und ist natürlich die Abkürzung für Trapo-Stützpunkt.
Ursprünglich waren diese Skizzen auch nur zur Orientierung gedacht, eigentlich müsste ich einige mal "auf schön " überarbeiten, aber ......
Na, ich denke mal, es reicht für den Zweck.
73, Hans


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#2592

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 13:35
von Wolle76 (gelöscht)
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Wenn Ihr auf der Seite Euch die Bildergallerie zu Gemüte führt findet Ihr auch schöne Bilder zu Geisterbahnhöfen und der alten S-Bahn.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/s-bahn...n/10999100.html


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#2593

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 16:47
von der glatte | 1.356 Beiträge

Hallo in die Runde, ich möchte einmal etwas zum Thema

Transitstrecke der U6 zwischen Reinickendorfer Straße und Kochstraße

schreiben.

Im Buch „Berliner U-Bahn-Linien – U6“ von Alexander Seefeldt aus dem Jahre 2012, werden nach meiner Meinung entweder Legenden geboren oder man lässt sie wieder Aufleben.

Grundsätzlich muss ich sagen, füllt dieses Buch eine Lücke, denn die U6 wurde bestimmt noch nie so ausführlich beschrieben. Mit historischen sowie aktuellen Fotos wurde im Buch nicht gespart. Viele Dinge waren mir bisher nicht bekannt, wie die beschriebene „Moorbrücke“ im Untergrund ganz in der Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße. Wer ein Freund der Berliner U-Bahn ist, etwas über deren Bau, Technik, Signaltechnik und Fuhrpark erfahren möchte, sollte nach diesem Buch greifen. Es lohnt sich wirklich.

Leider und ich finde das sehr bedauerlich, denn offenbar kommt hier der Autor, wie so viele andere Autoren auch, nicht ohne die kaum belegbaren „Geheimnisse“ und „Schilderungen aus der Zeit der Geisterbahnhöfe“, aus. Dabei kommt das Buch ganz gut ohne diese Geschichten zurecht, denn es ist wirklich interessant, fesselnd und informativ genug geschrieben!

Ausschließlich handelt es sich bei den von mir kritisierten Stellen im Buch um die von 1961-1989 von der BVG-West befahrene „Transitstrecke“ mit dem einzigen Halt im Bahnhof Friedrichstraße.
Schon am Anfang wird über die von Ostberlin um 1988 gebaute eingleisige Tunnelverbindung der Linie A (U2) zur Linie C (U6) berichtet. Man wollte die Strecke damit zwischen Stadion der Weltjugend und Stadtmitte „selbst“ nutzen und damit die Westverbindung kappen. Obwohl es dann doch ein Überführungstunnel ohne Anschluss zur U6 war, bleibt der Autor bei seiner Theorie. Schließlich war die Eigennutzung der damaligen Transitstrecke durch den Magistrat von Ost-Berlin gegen Mitte der 80er Jahre eine fast beschlossene Sache, berichtet der Autor.

An einer anderen Stelle wird die Problematik der Wartung in der Transit-Tunnelstrecke angesprochen. Hier mussten die auszuwechselnden Schienen von den Leuten der BVG-West an der Demarkationslinie abgelegt werden. Erst in der Nacht wurden sie dann von den Ostkollegen, unter ständiger „Aufsicht“ nach „drüben“ gezogen und eingebaut. Na ja!
Ein Stück weiter wird allerdings davon berichtet, dass die 15 Meter langen Gleise per LKW aus der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde am geschlossenen U-Bahnhof Französische Straße, per Kran in den Tunnel gebracht worden sind. Dazu soll es dort einen verschlossenen Eingang gegeben haben.

Ich sage einmal, 15 Meter lange Schienen sind wohl keine Zeitung, die man so einfach unter den Arm klemmt. Aber nun wird es interessant.

Waren die Gleise unten, dann wurden diese mit Hilfe von Handloren im Tunnel bis zum U-Bahnhof Nordbahnhof gebracht und dort auf einem Bahnsteig, der als Lager diente, abgelegt. Na ja, muss eine ganz schöne Schlepperei gewesen sein dort unten, wenn ich mir die Strecke ansehe, ein schönes Stück ist das. Weiter berichtet der Autor über den sehr schlechten Streckenzustand auf der Transitstrecke, weil seit der Überflutung des Tunnels 1945 die Gleisbettung total verhärtet war und es zwischen 1945 und 1989, gerade in den engen Gleisradien, keine Stopfung stattfand.

So richtig schön wird es an der Stelle, wo die Arbeitszugfahrten der West-BVG durch die Transitstrecke beschrieben wird, welche es ja immer einmal gab. So manches Geschenk sei da von den West-BVG-Mitarbeitern auf die Bahnsteige der Geisterbahnhöfe geworfen worden. Hier lasse ich den Autor einmal selbst zu Wort kommen, denn es ist zu schön.

„...,wobei zunächst die Transportpolizei derlei Geschenke in Beschlag nahm und den Rest an BVB-Mitarbeiter verteilte.“

Also, ist nur meine Meinung, woher hat der Autor diese Geschichten? Sein Quellenverzeichnis schweigt dazu!

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2594

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 16:59
von GrafKrolock | 75 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #2593
Schon am Anfang wird über die von Ostberlin um 1988 gebaute eingleisige Tunnelverbindung der Linie A (U2) zur Linie C (U6) berichtet. Man wollte die Strecke damit zwischen Stadion der Weltjugend und Stadtmitte „selbst“ nutzen und damit die Westverbindung kappen. Obwohl es dann doch ein Überführungstunnel ohne Anschluss zur U6 war, bleibt der Autor bei seiner Theorie. Schließlich war die Eigennutzung der damaligen Transitstrecke durch den Magistrat von Ost-Berlin gegen Mitte der 80er Jahre eine fast beschlossene Sache, berichtet der Autor.

Hm, hatten wir das Thema nicht recht ausführlich auch schon hier im Thread? Die Verbindung zwischen U2 und U6 war demnach doch eine Bauvorleistung für eben genau jene geplante "Selbstnutzung", und nicht etwa ein funktionsfähiger Überführungstunnel. Selbiges waren Kloster- und Weisentunnel, aber die liegen ja auch woanders.


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2595

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 17:10
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2585
Morgen, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte, kümmern wir uns um eure menschlichen Bedürfnisse. Nicht was ihr schon wieder denkt, ihr Ferkels!
]Oh nein, Leute, der Herr Arnold hat ja so recht. Dort konnten sich gar keine Toiletten befinden, weil-es wurden keine gebraucht.
Es gab ja dort nur Rambotypen, die können es sich verkneifen, Kindergartenkinder, die gehen aufs Töpfchen, 130 % ige, die schissen sich gegenseitig an, und eben ganz vorsichtige, die riefen nach dem Polit, wenn sie mal einen Pup lassen mussten. Wozu also bitte Toiletten?
Ich habe bei der DR und bei der BVB noch nie einen Bahnhof ohne Toilette –fürs Personal gesehen. Sowas gibt es einfach nicht.
Scheißthema aus. (Sorry)
Ach so- weil wir ja gerade bei dem „Buchauszug“ von Arnold, Der Potsdamer Platz von unten, eine Zeitreise…. sind. Es empfiehlt sich, die anderen eingestellten Seiten auch mal ein wenig zu lesen. Und dabei immer an Toilette denken. Es finden sich noch ähnliche, schöne Korken. Na , nur nicht ganz so offensichtlich. Das Buch hab ich übrigens an jemanden verschenkt, den ich nicht leiden kann.
73, Hans



Gibt es heute eigentlich eine "Rückrufaktion" für Bücher? Da gibt es viele zum Thema, die man "Nachbessern" sollte.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2596

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 17:21
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von GrafKrolock im Beitrag #2594
Zitat von der glatte im Beitrag #2593
Schon am Anfang wird über die von Ostberlin um 1988 gebaute eingleisige Tunnelverbindung der Linie A (U2) zur Linie C (U6) berichtet. Man wollte die Strecke damit zwischen Stadion der Weltjugend und Stadtmitte „selbst“ nutzen und damit die Westverbindung kappen. Obwohl es dann doch ein Überführungstunnel ohne Anschluss zur U6 war, bleibt der Autor bei seiner Theorie. Schließlich war die Eigennutzung der damaligen Transitstrecke durch den Magistrat von Ost-Berlin gegen Mitte der 80er Jahre eine fast beschlossene Sache, berichtet der Autor.

Hm, hatten wir das Thema nicht recht ausführlich auch schon hier im Thread? Die Verbindung zwischen U2 und U6 war demnach doch eine Bauvorleistung für eben genau jene geplante "Selbstnutzung", und nicht etwa ein funktionsfähiger Überführungstunnel. Selbiges waren Kloster- und Weisentunnel, aber die liegen ja auch woanders.


Gesprochen wurde hier darüber schon, doch scheinst Du Dich da zu irren. Das Ergebnis war anders. Blättere doch einmal etwas zurück, ca. ein Jahr, so glaube ich.

Dagegen spricht doch schon die Tatsache "eingleisig"!

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 19.11.2014 17:22 | nach oben springen

#2597

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2014 18:47
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,…..
Oh, fein, Fachbücher……
Also mal der Reihe nach. „Die U 6“ – von Seefeld und Schwandel - technischer Teil top – keine Beanstandungen. Da kann man nur loben, auch von der Aufmachung her, Bilder, Zeichnungen usw. – nicht der sonst oft übliche dritte Aufguss vom Teebeutel.
„sehr schlechten Streckenzustand auf der Transitstrecke, weil seit der Überflutung des Tunnels 1945 die Gleisbettung total verhärtet war und es zwischen 1945 und 1989, gerade in den engen Gleisradien, keine Stopfung stattfand“ ---Damit hat der Autor teilweise Recht – Gleisbettung verhärtet stimmt. War echt ein Problem, keine Stopfung in engen Radien war`s aber nicht, die Schwierigkeit lag in den auf zu festem Untergrund liegenden Schwellen, welche sich dann auf der Unterseite massiv abrieben. Auf „beweglichen“ –also nicht verhärtetem Schotterbett passiert das nicht. Irgendwo hab ich mal beschrieben, wie Schienen und Schwellen auf die C-Linie befördert wurden – mit Kran und einer „Rutschen-Konstruktion“. – Und getragen wurden sie vom Ort , wo sie an gerutscht kamen , bis zu einer Schienenlore. Also – ein paar Meter, Bahnsteigmitte bis Gleis. Da Schienen und Schwellen für den jeweiligen Arbeitsabschnitt mit einem Mal angeliefert wurden, haben diese logischerweise bis zum Einbau rumgelegen. Logischerweise auf dem jeweiligen Bahnsteig. –Weil – wo sonst. (Platzfrage)
Nun ja – Arbeitszugfahrten. Im selben Beitrag hab ich auch erwähnt, das keine Arbeitszugfahrten mit Materialanlieferung durch die BVG erfolgt ist. Dann hätte man ja auch die Schienen nicht durch die Eingänge…Damit dürfte die „Geschenke-Theorie“ wohl auch erledigt sein. Mit BVG-Arbeitszügen fanden natürlich Fahrten in der Betriebspause statt. Allerdings sind die durchgefahren. Ohne Beteiligung von Seiten der BVB. Ach so – Quellen : Ja, die Zeitzeugen…. Nun muss man ja fairer weise sagen, das sich nach 61 so der eine oder andere Mitarbeiter der beiden Betriebe sicher kannten , und die U-Bahnhöfe waren die ersten Monate nach dem Mauerbau noch voll mit Personal besetzt. Was da alles gelaufen ist – wer weiß. Dann sollte der Autor aber die Zeit konkret dazuschreiben. Ansonsten – auf meine Geschenke warte ich heute noch – offensichtlich erfolglos.
Der Vorratsbau – also der nicht angeschlossene Verbindungstunnel – mehr als wir schon diskutiert haben, kann ich dazu auch nicht sagen. Nur die Storys werden jedes Jahr mehr. Und definitiv – Eingleisig – also kein Anschluss an die A –Linie zum fahren im Plan. Ist auch ein anderes Profil!
Möglich wäre also nur das Verbringen von Zügen auf die und von der Linie gewesen. = Überführung- Verbindungstunnel.
Allgemein – das Buch lohnt sich für U-Bahn Freaks und Tunnelfans. Allerdings – keine Unterhaltungsliteratur ( Von den hier kritisierten Stellen mal abgesehen) , sondern Technik pur .
Ach so – die Moorlinse an der Waidendammer Brücke . Gemeinerweise –dort mündet die Panke in die Spree.(Heutzutage mittels Rohr, aber früher…) Und U 6 sowie NS-S-Bahn mussten da durch. Das soll auch der Grund für das Ende des alten Friedrichstadtpalastes sein.
73 , Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2598

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 27.11.2014 17:48
von der glatte | 1.356 Beiträge

Hallo in die Runde,

neulich habe ich gelesen, dass in den ehemaligen Geisterbahnhöfen "unten" (Nord-Süd-S-Bahn, U6 und U8), gar kein Schusswaffengebrauch erlaubt war. Man schrieb "wegen der Gefahr von Querschlägern". Gleichzeiteig wurde aber die Frage gestellt, warum man dann die Grenzer sowie die Trapo mit solchen Waffen dort untern ausrüstete? War etwa die Munition eine andere (z. B.Gummigeschosse)?

Wie war das konkret? Gab es eine besondere Bestimmung über derartigen Umgang mit Schusswaffen im Tunnel sowie Bahnsteigen? War deren Einsatz dort unten grundsätzlich verboten? Was war zu beachten?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2599

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 27.11.2014 18:16
von diefenbaker | 585 Beiträge



... und quasi der Eingang zur Geisterbahn.



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#2600

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 27.11.2014 19:10
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Die Planungen eines neuen U-Bahn-Grenzübergangs an der Friedrichstraße, ungefähr bei Quartier 206, sind jedenfalls verbürgt. Die DDR soll in Verhandlungen jedenfalls auch mal den Wunsch geäußert haben, die U-Bahn dort selbst zu nutzen. Hat der Westen wohl abgelehnt. Status quo und so.
Da sollte ein Kabarett "Wintergarten" hin, ein Centrum-Warenhaus mit Passage und eine Devisenspielbank. Man müsste mal den Genossen Schalck-Golodkowski fragen. Ist dann bekanntlich alles nichts mehr geworden.
Angeblich sind in den Fundamenten von Quartier 206 schon rohbaumässig irgendwelche Teile des dort mal geplanten Einreisebahnhofs für Westler eingebaut worden. Da ist ja auch diese sehr merkwürdige Tiefpassage von nirgendwo nach nirgendwo. Vielleicht hat die auch damit zu tun?

Baugrube und Bauarbeiten.


Baustil: Tadschikischer KoKo-Barock:
http://uinic.de/berlin-mitte/de/fried/fried13.html

Noch ein ergänzender Link mit Links:
http://forum.hidden-places.de/archive/index.php/t-8691.html


zuletzt bearbeitet 27.11.2014 19:17 | nach oben springen


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