#2441

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.11.2014 16:11
von Telamon | 129 Beiträge

Die Erstellung so einer Dokumentation ist immer eine Gratwanderung.
Es soll ja eine große Masse ansprechen. Mein gefilmtes Interview mit Herr Ast ging eine Stunde, wobei der Schwerpunkt auf meinem ersten Fluchtversuch 1969 lag und die Zeit bis zu meinem zweiten Fluchtversuch (versteckt in einer Lok) und dann die genaue Schilderung des Fluchtversuch 1988. Rausgekommen ist ein 3 Minutenbeitrag, Er musste in einer sehr kurzen Zeit ein großes Thema abdecken, was auch für alle von Interesse ist. Ich finde er hat es gut gelöst. Im übrigen, Jürgen Ast ist ein sehr netter Gesprächspartner, der sich sehr viel Mühe gibt.



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#2442

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.11.2014 16:23
von GrafKrolock | 75 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2438
Mahlzeit, Gemeinde,....
Alle, die den Film über den Bahnhof Friedrichstraße nun gestern nicht gesehen haben - er ist noch ein paar Tage lang auf der RBB-Mediathek eingestellt.
Meine Empfehlung - Ansehen.

Oh, dann werd ich mal versuchen, den per Stream-Saver runterzulutschen und abzuspeichern. Kann ja nicht schaden.

Übrigens, Hans, bin noch eine Antwort von Seite 111 schuldig: Die Hörner wachsen aktuell nicht, aber zur Zeit setzt mir auch keiner welche auf.
Den Helm gabs übrigens auf einem Flohmarkt-Stand in Zadar/Kroatien, aber so wie ich Berlin kenne, findet sich derlei dort auch irgendwo.


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#2443

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.11.2014 16:58
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Telamon im Beitrag #2441
Die Erstellung so einer Dokumentation ist immer eine Gratwanderung.
Es soll ja eine große Masse ansprechen. Mein gefilmtes Interview mit Herr Ast ging eine Stunde, wobei der Schwerpunkt auf meinem ersten Fluchtversuch 1969 lag und die Zeit bis zu meinem zweiten Fluchtversuch (versteckt in einer Lok) und dann die genaue Schilderung des Fluchtversuch 1988. Rausgekommen ist ein 3 Minutenbeitrag, Er musste in einer sehr kurzen Zeit ein großes Thema abdecken, was auch für alle von Interesse ist. Ich finde er hat es gut gelöst. Im übrigen, Jürgen Ast ist ein sehr netter Gesprächspartner, der sich sehr viel Mühe gibt.



Ja, der Journalismus ist fast eine Kunst, gerade der Bildjournalismus.

Nun, ich denke, Deine Erlebnisse sollten es Wert sein, eine eigene Dokumentation zu füllen. Dabei sollte man voll und ganz auf die Berichte der Zeitzeugen bauen. Darauf würde ich als Regiesseur achten und es auch so verfilmen. Der Zuschauer selbst muss sich sein eigenes Bild von den geschilderten Situationen machen können. Dazu braucht er genaue Informationen aus der Zeit von damals, ich meine damit, er muss in der Lage sein, sich in diese Zeit, den Menschen und den gesamten Konflikt hineinzuversetzen. Das ist keine leichte Kunst, aber durchaus machbar.

Gruß von Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2444

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.11.2014 17:32
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Es würde mich interessieren, wie warm es in einer Kühlkammer einer Lok wird, falls der Kühler (oder was auch immer) "anläuft" und die Frage, ob der dritte Kühler wirklich fast nie anläuft. Ich traue den Sowjets in der Ingenieurstechnik soviel zu, dass sie wissen, dass es sinnvoll ist, dass alle Kühler gleichmässig viele Stunden Laufzeit bekommen, weil dann alle länger halten.
Theo


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#2445

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.11.2014 17:37
von Vogtländer (gelöscht)
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Noch mal kurz was zum Geisbau!
http://www.youtube.com/watch?v=y3mcEKoC1HU


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#2446

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.11.2014 17:59
von Telamon | 129 Beiträge

Es wird nicht so warm, ich hatte mir ja auch eine kühle Jahreszeit ausgesucht (29.01.1988).
Das Problem ist nicht die Wärme, Problem ist der riesige Lüfter über der Kühlkammer. Ich hatte den Lüfter über der Kühlkammer 3 elektrisch abgeschaltet, sonst wäre es wirklich lebensgefährlich geworden. Die Lüfter haben die Aufgabe, dass durchlaufende Kühlwasser in Kühlerelementen abzukühlen.
Lüfter 1 bei ca. 72°, Lüfter 2 bei ca. 80° und Lüfter 3 bei ca. 85°, die ganz genauen Werte kenne ich auch nicht mehr. Auch bei max. Leistung sind nur Lüfter 1 und 2 angelaufen. Lüfter 3 ist nur im Hochsommer bei extremen Temperaturen angelaufen. Ich hatte mir das schon genau überlegt.
Ich hatte auch die Zugangsklappe zu den Kühlkammer blockiert. Ich wusste nicht, dass es noch unter den Kühlkammer eine Sichtklappe gibt die man öffnen kann. Mir war auch nicht die genaue Kontrolle am Bahnhof Friedrichstraße bekannt, ich konnte ja keinen Fragen.
Wie die Züge kontrolliert wurden habe ich ja jeden Tag in Rummelsburg gesehen. Die Lok wurde in Rummelsburg nicht genau .kontrolliert, sie kam ja von einem Transitzug und wurde dann in einem beleuchteten Abschnitt in der Einsatzstelle abgeschlossen und abgestellt. Der Lokführer ging dann in der Einsatzstelle schlafen. In die Lok bin ich auch nur mit einem Trick gekommen, denn nur eingeweihte Leute kannten.



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#2447

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.11.2014 18:55
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Ich bin einige Male von FRI abgefahren. Wenn der Zug eingefahren war, ging ein Hundeführer von hinten nach vorne dem Zug entlang und der Hund untendurch. Ich habe mich immer gefragt, wie gut so ein Hund riechen kann. Bei den Zügen, die von Rummelsburg kamen, wurde in FRI nicht mehr viel kontrolliert, ganz im Gegensatz zu den internationalen Zügen aus dem Osten. Diese kamen (wenn sie pünktlich waren) schon sehr an FRI an und dort sah man schon aussen, dass sehr ausgiebig kontrolliert wurden, aussen und innen mit Spiegeln. Alle Kästen wurden geöffnet usw. Das ging sicher gut 15 Minuten.
Theo


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#2448

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.11.2014 22:21
von der glatte | 1.356 Beiträge

Ich möchte hier auf die Nord-Süd-S-Bahn zurückkommen.

Bevor am 9. Januar 1984, um 03:00 Uhr, die S-Bahn in Berlin (West), in die Regie der BVG in Berlin (West) ging, mussten voher die drei Westalliierten ihre Zustimmung geben, damit es überhaupt zu Verhandlungen mit der Reichsbahn kommen konnte. Die Verhandlungen begannen am 31. Oktober 1983. Nach knapp acht Wochen hatten beide Seiten eine Vereinbarung erarbeitet, der vorerst wiederum von den Westalliierten abgesegnet werden musste. Am 30. Dezember 1983 konnte die Vereinbarung, fünf Protokollvermerke, eine mündliche Erklärung von Reichsbahn-Hauptdirektor Dr. Meißner und weitere gegenseitige Mitteilungen unterzeichnet werden.

Dabei wurde folgendes im Protokollvermerk Nr. 3, für die Nord-Süd-S-Bahn vereinbart.

Protokollvermerk Nr. 3

1. Der Tunnel der Nord-Süd-Bahn zwischen km 0,9 + 61 und km 4,0 + 24 einschließlich des Haltepunktes Friedrichstraße sowie die Strecke der Nordbahn zwischen km 2,7 und 2,9 werden für den Betreiber der S-Bahn in Berlin (West) betriebsfähig konserviert. Die S-Bahn-Fläche der Nord-Bahn zwischen km 2,9 + 0 bis km 3,2 + 4,6 und zwischen km 1,6 + 39,9 bis km 3,1 + 95 einschließlich des Haltepunktes Wollankstraße wird konserviert.

2. Auf Wunsch des Betreibers der S-Bahn in Berlin (West) können auf Absprache zwischen den Beauftragten betriebsfähig konservierte Strecken auch betrieben oder konserviert bzw. konservierte Strecken auch betrieben werden. Die Kosten für die betriebsfähige Herstellung konservierter Strecken und Anlagen trägt der Betreiber der S-Bahn in Berlin (West). Weiter kann auf Nutzung, betriebsfähige Konservierung oder Konservierung ganz oder teilweise verzichtet werden. Der Verzicht ist bis zum 30. Juni zum Ende des Kalenderjahres zu erklären.

3. Für die Nutzung aller oben genannten Strecken ist ein Betrag von 4,7 Mio DM pro Jahr, für die betriebsfähige Konservierung von 2 Mio DM pro Jahr nach dem Stand vom 1.1.1984 zu entrichten. Bei teilweiser Nutzung, betriebsfähiger Konservierung der oben genannten Strecken werden die an die Deutsche Reichsbahn zu zahlenden Kosten anteilig berechnet. Die Kosten gemäß 1. Betragen 1,8 Mio DM pro Jahr. Für die Zahlungsmodalitäten gelten III. und IV. der Vereinbarung.


Ich finde diese Tatsachen schon interessant, geben sie doch ein genaues Bild der Situation von damals. Es ging natürlich auch ums Geld, viel Geld. Doch steckte auch eine entsprechende Leistung dahinter, über die ich mir nicht erlaube zu urteilen.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2449

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 10:24
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,….
Was lief denn nun nach dieser Vereinbarung?
Ab dem 09.01.84 ,04.00Uhr wurde durch die BVG nur auf den Streckenabschnitten Friedrichstraße–Charlottenburg als Linie S3 und Anhalter Bahnhof–Lichtenrade als S2 gefahren.(Von 145 Km noch 21 Km.) Das übrige Netz in West-Berlin war damit außer Betrieb. Wenn man so will – das Rest-Netz, ein Teil war ja schon nach dem „Zweiten Reichsbahnstreik flachgefallen. Die Wannseebahn und der Abschnitt Charlottenburg–Wannsee blieben als Betriebsstrecke zur einzigen Betriebswerkstatt in Wannsee erhalten. Am 1. Mai 1984 wurden die Abschnitte zwischen Charlottenburg und Wannsee, sowie den Nord-Süd Tunnel zwischen Anhalter Bahnhof und Gesundbrunnen wieder befahren. Am 1. Oktober desselben Jahres folgte die Wiedereröffnung bis nach Frohnau. Das ganze übrigens erst nach recht massiven Forderungen des Fahrgastverbandes, von „Pro-S-Bahn“ und von Oppositionsparteien usw.
Wer die ganzen politischen und juristischen Verrenkungen beider, oder eigentlich aller drei Seiten-die Alliierten nicht zu vergessen, mal andenken möchte, der führe sich mal den folgenden juristischen Text zu Gemüte. Einfach mal so – weil- so viele Verrenkungen auf so wenig Papier –eine Leistung ! www.zaoerv.de/44_1984/44_1984_3_t_482_494.pdf
Und – nein, das ist nicht der Vertragstext, sondern eine „ leichtfassliche“ Kommentierung mit geschichtlichem (Jura-geschichtlichem) Hintergrund. Viel Spaß.
Hinterher kann man sich dann wundern, dass sich überhaupt ein Rad gedreht hat.
Eine Übersicht über das „was und wie“ ist u.a. in „Nord-Süd-Bahn, Vom Geistertunnel zur City-S-Bahn“ zu finden.
Bei Bedarf auch mehr Anmerkung von mir, also über den Ablauf im N-S-Tunnel und so.
73 , Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#2450

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 10:32
von GrafKrolock | 75 Beiträge

Da stellt sich mir doch spontan die Frage: Wie war das während des Vierteljahres Nichtbetrieb auf der Nord-Süd-Geisterbahn? Wurden die Anlagen
a) technisch weiterhin unverändert betreut (vielleicht auch für Betriebsfahrten genutzt)?
b) Trapo- und GT-seitig auch in vollem Umfang bewacht, ohne daß (regulärer) Betrieb herrschte?


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#2451

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 11:23
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,.....
War mir ja klar - hätte ich auch gleich schreiben können.
In den knapp vier Monaten wurde die Strecke "konserviert" - das heißt aber nicht, das da nur Fett drauf geschmiert wurde und fertig.
Die Strecke wurde - nach wünschen der BVG , "durchleitfähig" gemacht, d.h. die zu nutzenden Fahrwege wurden festgelegt, die Bahnhöfe waren dann nur noch "Haltepunkte". Dazu waren einige Arbeiten nötig.(Weichen, Signalanlage, Stellwerke...) Durch den 101er Bauzug wurden dann noch Gleisbauarbeiten zum Zwecke der "Grundreparatur" durchgeführt.(Schienen, Schwellen, Schotterarbeiten und so.) Da die Wiederinbetriebname der Strecke erst später geplant war, mussten die Jungs dann ganz schön ranklotzen, die BVG hatte sich dann relativ "überraschend" für eine Betriebsaufnahme zum 1.Mai entschieden.
Bewacht -die ganze Zeit - wie üblich. Und -nervenaufreibend !!!!! Na, die Trapo hatte wenigstens noch mit den Bauzügen zu tun, also etwas Beschäftigung. Die meisten Veröffentlichungen im Net über tolle Wunderanlagen, die in dieser Zeit eingebaut worden sein sollen, entbehren allerdings jeder Grundlage. Das einzige, was tatsächlich "gebaut" wurde, ist eine Vergitterung (Zaun, etwas massiver) an den nicht mehr genutzten Tunnelmund zum S-Bw auf dem Nordbahnhof. Auch die tolle Nummer mit dem geschlossenen Wehrtoren zwischen ORU und Friedrichstraße stimmt nicht.(Diese bestehen aus Balken (!) die von oben herabgelassen werden - nicht aus Toren wie auf der U-Bahn.) Ja, und dann gibt es da noch sogenannte Stemmtore, also eine Art Klapptor, auch zum "Wasserschutz" . Die waren auch auf. Übrigens - von Friedrichstraße aus reinlaufen - gern erzählt, war nicht, weil - da hatte man Lichtschranken an den Bahnsteigenden eingebaut. -Übrigens nur während der "Konservierungszeit" ohne Verkehr.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
GrafKrolock hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.11.2014 13:31 | nach oben springen

#2452

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 13:07
von GrafKrolock | 75 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2451
Übrigens - von Friedrichstraße aus reinlaufen - gern erzählt, war nicht, weil - da hatte man Lichtschranken an den Bahnsteigenden eingebaut. -Übrigens nur während der "Konservierungszeit" ohne Verkehr.


Ach ja, der Bahnsteig war ja die ganze Zeit zugänglich, weil Weg von der U-Bahn zum Grenzübergang, richtig?

Zitat von Hans im Beitrag #2451
(Diese bestehen aus Balken (!) die von oben herabgelassen werden - nicht aus Toten wie auf der U-Bahn.)


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.11.2014 13:26 | nach oben springen

#2453

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 13:29
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Grünau, man kam ja nur so zur U-Bahn -C-. Übrigens wurde das mit dem "entlanglaufen" dort auch ganz simpel gelöst. Es wurden einfach einige Drängelgitter ( die normalen Verkehrsgitter) längs der Bahnsteigkante zwischen dem Hallenzugang und dem U-Bahnzugang gestellt.
73, Hans
Und es muß natürlich "Toren" heißen. !!! Korrigiere ich natürlich. H.


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zuletzt bearbeitet 06.11.2014 13:30 | nach oben springen

#2454

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 14:25
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Wenn ich das recht in Erinnerung habe, lief das kurze Stück zwischen Friedrichstrasse und Lehrter Stadtbahnhof unter DR Regie. Man baute sogar auf Wunsch der DR eigens einen Aufenthaltsraum für DR Personal

http://www.stadtschnellbahn-berlin.de/le...text.php?dst=27
Theo


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#2455

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 18:45
von Bornholmerstraße1980 | 31 Beiträge

Mal ne andere Frage zum Thema, macht Ihr dieses Jahr eine Tour?

Würde gern mal mitkommen.

Viele Grüße


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#2456

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 18:56
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ein besonderer Streitpunkt zwischen BVG und DR waren die Funkgeräte. Die BVG hatte natürlich West-Geräte im S-Bahn-Führerstand und die DR hatte ihr System. Die Westler durften ihrs auf keinen Fall im Osten benutzen, aus irgendeinem Grund. Wie man es dann gelöst hat, weiß ich nicht mehr. Von Lehrter bis Friedrichstr. fuhr Ost-Personal. Aber nach Frohnau rauf, Wollankstr. etc., war es West-BVG-Personal und im Nord-Süd-Tunnel natürlich auch.


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#2457

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 20:00
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,....
Das mit dem Benutzen der Funkgeräte - Streitpunkt -ja sicher, aber mit einer größeren "Wirkung" als man so annehmen könnte. Und schwieriger auseinanderzuklamüsern als manch anderes, damaliges Problem. Warum ? (und das ist jetzt kein Eisenbahn-oder Trapo-wissen, stammt aus meinem "Zweithobby" - Funk) Frequenzen bzw. deren Nutzung werden durch die ITU, International Telecommunication Union (Internationale Fernmeldeunion), eine UN-Organisation, "zugewiesen" . Da sollte sich jeder Staat usw. dran halten. (jedenfalls jeder "ordentliche")
Wie sah`s also in Berlin aus? Zwei staatliche Funknetze, und die sind schon groß, vom Fernsehsender bis zum Handfunkgerät des hinterletzten Wachmanns und was sonst noch. Und fast auf dem selben Raum! Und -damit der Kohl richtig fett wird - noch die Militär- und "Hoheits"-Funknetze von vier Besatzungsmächten. Ganz schön eng im Berliner Äther ! War so. Daraus ergeben sich natürlich die tollsten Überschneidungen, Doppelnutzungen, Frequenzgerangel usw. Daher das Hüten der eigenen Frequenzen und "Senderäume".( Reichweite spielt da eine große Rolle.)
Und - es war nicht zu befürchten, das sich da jemand illegal mit dem "anderen Kutscher" -wir sind ja auf der S-Bahn- unterhielt, beide Systeme waren von der Frequenz nicht kompatibel. Darum ging’s da nicht. (Wird gern kolportiert) Soweit - wen es interessiert: ITU, Frequenzvergabe, Frequenznutzungspläne usw. googeln.
73, Hans


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#2458

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 20:42
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

hier mal aus der Bz ein Bild zum Nordbahnhof.

http://www.bz-berlin.de/thema/25-jahre-mauerfall.

Sehe grad man muß die Seite etwas runterscrollen.


zuletzt bearbeitet 06.11.2014 21:03 | nach oben springen

#2459

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 20:43
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

In Berlin hatten jedenfalls die Alliierten auch die obere Funkhoheit. Man profitierte davon, indem man AFN, BBC oder France Info auch bequem lokal auf UKW hören konnte.


zuletzt bearbeitet 06.11.2014 20:45 | nach oben springen

#2460

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.11.2014 21:01
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

Suchspiel :

Finde auf dem Linken Bild den S-Bahn Eingang. http://www.bz-berlin.de/thema/25-jahre-mauerfall Allerdings hat die Bildunterschrift nicvhts mit dem Bild zu tun.

Runterschrollen bis zu dem Bild vom Nordbahnhof kommt und dann zu Bild 18 klicken.


zuletzt bearbeitet 06.11.2014 21:04 | nach oben springen


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