#2341

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.10.2014 21:09
von Stringer49 | 700 Beiträge

(Fortsetzung)

Vielleicht hat Hans diese Wagen, genannt «Tunneleule» noch in der Friedrichstrasse erlebt... Ein solcher Wagen (oder Zug ?) soll im Museum stehen in Berlin.

Angefügte Bilder:
Tunneleule Berlin Linie C klein.jpg

Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2342

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.10.2014 22:18
von der glatte | 1.356 Beiträge

Noch ein OT von mir und ich komme da noch auf meine Frage von #2317 zurück.

Ich meinte da nicht diese Nägel sondern die ganz besonderen in den Holzschwellen drin. Der "Schwellennagel", auch Bezeichnungsnagel genannt.
Die wurden in die Holzschwelle bei der Herstellung eingeschlagen meist mit einer zweistelligen Nummer auf dem Kopf. An der Nummer kann man das Jahr der Herstellung ablesen. So steht 26 für 1926. Bei Weichenschwellen dagegen bedeutet eine zusätzliche Nummer noch die Schwellennummer in der Weiche. So kenne ich das.

Und solche Nägel sind wahre Sammlerobjekte.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2343

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.10.2014 22:29
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #2341
(Fortsetzung)

Vielleicht hat Hans diese Wagen, genannt «Tunneleule» noch in der Friedrichstrasse erlebt... Ein solcher Wagen (oder Zug ?) soll im Museum stehen in Berlin.




Toller Beleg von Dir. Danke.

Müsste noch ein B1-Zug sein! Im U-Bahn-Museum am Olympiastadion sollte solch ein Zug (Tunneleule) noch zu sehen sein.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2344

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.10.2014 23:01
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2340
Abend,....
Richtig, das Blaue Wunder ET 170,(Gelenkzug) war nie im Nord-Süd-Tunnel. Ursache allerdings wohl nicht so sehr die Kurventauglichkeit, die müßte der Zug gehabt haben , Jacobs-Drehgestelle sind wohl recht flexibel.( Bremsen währen da eher ein Problem und waren sowieso eine Schwachstelle der Konstruktion -die Rampen im Tunnel sind wohl recht gemein )
Den Testbetrieb wollte man wohl eher "zu Hause" machen. Und der - wenige-Planeinsatz war wohl erst nach 61, allerdings nur mit einem der beiden Züge. Alles nicht so belegt, nur aus Gespräch mit "unseren Alten Kutschern".
73, Hans


Optimistische Visionen:

«1960: Neuer S-Bahn-Zug Erkner—Potsdam

Der neue komfortable S-Bahnzug, den viele Berliner anläßlich der Ausstellung ,,10 Jahre DDR" Unter den Linden bewunderten, wird Anfang nächsten Jahres auf der Strecke Potsdam—Erkner eingesetzt Es ist das Ziel der Berliner SBahn-Verwaltung, alle S-Bahnwagen, die schon 35 Jahre laufen, durch neue Züge abzulösen. Außerdem ist die Einrichtung eines S-Bahn-Schnellverkehrs geplant. Er wird Orte, wie beispielsweise Fürstenwalde und Teltow mit Berlin verbinden.
Die Züge dieses Schnellverkehrs sollen mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern fahren. Auf allen Strecken der S-Bahn sollen die Züge in einem 90-Sekunden-Abstand und, außer auf der Stadtahn, mit 80 Stundenkilometern verkehren. 1962 entsteht ein neues Gleisdreieck zwischen Potsdam—Caputh—Drewitz, auf dem zwei Versuchszüge eingesetzt werden, die mit der neuen Stromspannung von 1500 Volt fahren. Es ist vorgesehen, später auch innerhalb Berlins von der augenblicklichen 800-Voltspannung zu den wirtschaftlicheren 1500 Volt überzugehen.»


In: Neues Deutschland Ausgabe B, 17. Dezember 1959, p. 8


«Verkehrswesen wird modernisiert
Neue U- und S-Bahnzüge / Obus-Netz wird erweitert 95 Doppelstocksattelschlepper / Bewachte Parkplätze und Hochgaragen
[...]
DIE S-BAHN will in den nächsten sieben Jahren 234 neue S-Bahnwagen einsetzen. Der erste Vollzug ist bereits seit längerer Zeit fertig und befindet sich in der Erprobung. Dieser neue Zug ist mit Durchgängen ähnlich wie bei D-Zugwagen ausgerüstet. Zwei Meter breite Fenster bieten einen guten Ausblick. Druckbelüftung mit Temperaturregulierung sorgt im Sommer und Winter für eine angenehme Fahrt. Stärkere Fahrmotoren ermöglichen eine höhere Anfahrgeschwindigkeit.»

[...]
In: Neues Deutschland Ausgabe B, 14. Juni 1959, p. 7


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#2345

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 08:25
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,….. funktioniert das Internet auch wieder,……
Ne-mein Kabelbetreiber hatte gestern noch ein Problemchen- daher war ich plötzlich „wech“.
Also- abarbeiten.
"Schwellennagel", auch Bezeichnungsnagel – das ist –richtig erkannt, eine Markierung für Schwellen. Besonders begehrt bei Sammlern sind die Nägel mit „Längenangaben“ , auch „codiert“, die für Weichen und Brückenschwellen und sonstige Spezialschwellen vorgesehen sind. Die Dinger sehen aus wie ein klein geratener Kronkorken ohne „Rändelrand“ , aber mit langen Pieksern dran, zum einschlagen in die Schwelle.
Tunneleule : B I Ja, da lebt noch einer. Die AG U-Bahn hat einen in Arbeit und bei Museumsfahrten/Historischen Fahrten soll er eingesetzt werden, wie einige andere schön zurechtgemachten-Bahnen auch. Besonders gut – Man strebt den Originalzustand an ! Anzusehen z.B. hier: http://www.ag-berliner-u-bahn.de/index.p...-zug-tunneleule
Im Planverkehr lief die Tunneleule nicht mehr zu „meiner Zeit“ , gesehen hab ich sie aber auf den Geisterlinien, als Überführungsfahrten, Arbeitszug u.ä.
Das Blaue Wunder – na ja, Berliner waren ja schon immer Erfinder von gaaaaanz tollen Namen für die unterschiedlichsten Sachen, hab ich im Betrieb nie gesehen. (zu spät) Und der Erfinder des Namens war ja eventuell ein Immigrant aus Dresden. Solls ja in Berlin gegeben haben.
Ja, und über die beiden ND – Artikel würde ich „ SEHR optimistische Vision“ schreiben. Übrigens – die Spannungsumstellung, angedacht war die schon öfters, taucht also mehrfach auf, wurde aber nicht mal ernsthaft geplant. Also – schöne Utopie - . Auch bei Eisenbahns hat man Träume, warum auch nicht.
73, Hans
Ach so, die Eule- nicht im Museum - da würde sie nicht die Treppe hochgehen - sondern eben bei der AG zu sehen. Nicht ständig , aber....
H.


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zuletzt bearbeitet 31.10.2014 08:28 | nach oben springen

#2346

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 08:32
von Hans | 2.166 Beiträge

Noch eine Bemerkung : Im Bild mit "Fuchswagon" , das Plakat mit der Tunneleule, steht im Text : "Gebaut für die Nord-Süd-Bahn Berlin"!
Damit ist die Linie C (U6) gemeint , die hieß damals tatsächlich so. ( Auch ein Verwirrungsgrund !)
73, Hans


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#2347

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 09:27
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

Der gute Rabbi Akiba, so meinte Karl Gutzkow, habe gesagt, dass alles schon einmal dagewesen sei. Im BF Friedrichstrasse konnte man schon 1930 fremde Währungen wechseln - Baumann Hans (editor): Deutsches Verkehrsbuch: Deutsche Verlagsgesellschaft m. b. h. (Berlin) 1930, p. 365



Typisch für eine Diktatur ist, dass sie «vergiftete» Wörter benützt. So ist es geschehen, um den «Schwindelkurs» (Deutschemark - D.D.R.-Geld) lokalisieren zu können. In den Wechselstuben wurde betrogen (ganz sicherlich ist das nicht falsch) und in der Staatsbank wurde der Umtausch gemacht...

Daniel

PS. Interessant wäre es zu sagen, wo dieser Wechselstuben-Pavillon war im BF. 1931 gab es noch keine Zwangsbewirtschaftung von Devisen wie nach 1933 und nach der Währungsreform in der DDR. Aber das ist ein anderer Konstruktionsplatz... - ... sehr wohl O.T.


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zuletzt bearbeitet 31.10.2014 09:32 | nach oben springen

#2348

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 09:42
von Stringer49 | 700 Beiträge

Eine letzte Publicity von zwei deutschen Firmen von 1941. Eine Erinnerung an Fahrzeuge auf den Strecken in den Geistertunnels:



Daniel


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#2349

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 09:59
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,..... (zu # 2347)
Gar kein Problem - immer an der gleichen Stelle !
Wenn man die Bahnhofshalle des Bahnhofes Friedrichstraße von der Friedrichstraße aus betrat, also die 8 Stufen hoch - war die Wechselstelle gleich links, zwischen dem Eingang und der Mitropa. Sah dann so aus :
Q: Filmausschnitt leider nicht das schönste Bild.
Ursache für den gleichen Ort : Die fest eingebauten Tresore und der "Sicherheitsraum" , in welchen sie sich befanden. Die Tresore waren recht groß , und die "Raumausstattung " eben "Sicherheit" , war schon zu Weimarer Zeiten gebaut worden. Beim abbruch der Räume , Reko/Totalumbau des Bahnhofes, hat man an dem S.-Raum ganz schön zu Knabbern gehabt. Eben Stahlbetooooon feinster Machart. Ach so, die Bilder sehen unterschiedlich aus - weil - nach der Zerstörung des Bf. in WK II wurde die Halle ja 1950 neu gemacht, Decke abgehängt usw., Raumaufteilung zum Teil verändert. Der Eingang - auf meinem Bild, ist also "um die Ecke" von Stringers Bild. - so ein wenig kann man die Friedrichstraße /Unterführung, aber sehen.
Man bemerke aber noch : Der kleine, aber feine Unterschied in der Namensgebung ! Siehe Stringers letzten Satz.
Ja, und dann währe noch zu bemerken : Nach Erzählungen von "alten Kollegen" soll der Bahnhof Fri unterm Gröfaz und vorher zwei Wechselstellen/Stuben gehabt haben. Eine von der DR, eine von einer Privatbank.
73, Hans


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zuletzt bearbeitet 31.10.2014 10:02 | nach oben springen

#2350

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 10:04
von Telamon | 129 Beiträge

Hallo Hans,
einmal eine andere Frage, am 04.11.2014, 20:15 Uhr RBB Fernsehen kommt ja ein Film über den Bahnhof Friedrichstraße, ich hatte Jürgen Ast
auf dieses Forum hingewiesen um sein Wissen zu vertiefen, wurdest Du von Ihm angesprochen?
Gruß Winfried



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#2351

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 10:11
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Den Film werd ich mir sicher ansehen.
Angesprochen wurde ich nicht.
73, Hans


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#2352

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 10:13
von Telamon | 129 Beiträge

Schade



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#2353

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 14:05
von anorak2 | 29 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #2335
1. Bezug auf Buch «Mauerfall» 1989 (G.V.E.), p. 62 : Was ist aus den alten Plakaten im Verbindungstunnel («Mäusetunnel») zwischen U2 und U6 geworden?


Bei der Wiedereröffnung des U6-Bahnsteigs am 1.7.1990 musste man zum Umsteigen zur U2 noch über die Straße gehen. Der "Mäusetunnel" wurde erst nach Renovierungsarbeiten im November 1990 geöffnet. Soweit ich mich erinnere, waren die Plakate da bereits verschwunden, die Fotos müssen also vor der Eröffnung entstanden sein. Wenn sie nicht bei der Renovierung einfach zerstört wurden (was ich vermute), vergammeln sie in irgendeinem BVG-Archiv. Sie wurden seitdem jedenfalls nicht wieder präsentiert.

Zitat von Stringer49 im Beitrag #2335
2. Wurde dieser Tunnel auch von den Grenzsoldaten kontrolliert oder war er von beiden Seiten verschlossen ?


Er war zumindest von einer Seite verschlossen. Der Treppenabgang auf dem U2-Bahnsteig war zubetoniert, darauf stand ein Fahrkarten-Häuschen. Er war für die Ost-Berliner Fahrgäste nicht als Treppe erkennbar. Vergleiche Alexanderplatz, wo alle Verbindungstreppen zum U8-Bahnsteig für die Ost-Berliner Öffentliichkeit unkenntlich gemacht wurden.



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#2354

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 14:19
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von anorak2 im Beitrag #2353
Zitat von Stringer49 im Beitrag #2335
1. Bezug auf Buch «Mauerfall» 1989 (G.V.E.), p. 62 : Was ist aus den alten Plakaten im Verbindungstunnel («Mäusetunnel») zwischen U2 und U6 geworden?


Bei der Wiedereröffnung des U6-Bahnsteigs am 1.7.1990 musste man zum Umsteigen zur U2 noch über die Straße gehen. Der "Mäusetunnel" wurde erst nach Renovierungsarbeiten im November 1990 geöffnet. Soweit ich mich erinnere, waren die Plakate da bereits verschwunden, die Fotos müssen also vor der Eröffnung entstanden sein. Wenn sie nicht bei der Renovierung einfach zerstört wurden (was ich vermute), vergammeln sie in irgendeinem BVG-Archiv. Sie wurden seitdem jedenfalls nicht wieder präsentiert.

Zitat von Stringer49 im Beitrag #2335
2. Wurde dieser Tunnel auch von den Grenzsoldaten kontrolliert oder war er von beiden Seiten verschlossen ?


Er war zumindest von einer Seite verschlossen. Der Treppenabgang auf dem U2-Bahnsteig war zubetoniert, darauf stand ein Fahrkarten-Häuschen. Er war für die Ost-Berliner Fahrgäste nicht als Treppe erkennbar. Vergleiche Alexanderplatz, wo alle Verbindungstreppen zum U8-Bahnsteig für die Ost-Berliner Öffentliichkeit unkenntlich gemacht wurden.



Dazu gibt es was hier schon was.
Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn (5)
Theo


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#2355

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 15:38
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde,....
Noch eine Bemerkung zum Mäusetunnel. Die Plakate daraus waren schon vor der Sanierung weg,-samt Unterlage, also den Reklametafeln. Ob sie ein Sammler ausgebaut hat,-keine Ahnung, allerdings -die Tafeln sind nicht "durchgehend" gewesen, dürfte also recht schwirig gewesen sei, da "unbeschädigt" zu demontieren.Möglich ,wahrscheinlich ist, das die Reklamewände beim Entfernen der Vermauerung usw. mit abgerissen wurden. Das war eine ganze Zeit vor der Sanierung des Tunnels. Im U-Bahn-Museum sind sie übrigens nicht.
Und - der Tunnel war auf beiden Seiten zu, vermauert/geplattet. Definitiv, selbst gesehen. Unklar ist nur, ob es noch eine "Zugangsluke der GT" gab, weiß ich nicht. Ach so- Argument : Die Plakate sind ja nun schon X-Mal im Internet zu sehen gewesen. Als Foto natürlich. Im Unterschied zu allen veröffentlichten Plakaten u.ä. , auf die die GT "Zugriff" hatte ( U-Bahnhof Potsdamer z.B.) - da ist nicht einmal eine "Tagezahl" o.ä. EK-Tradition zu sehen. Sagt doch was, oder ?
73, Hans


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zuletzt bearbeitet 31.10.2014 15:40 | nach oben springen

#2356

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 16:48
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2355
Mahlzeit, Gemeinde,....
[...]
Im Unterschied zu allen veröffentlichten Plakaten u.ä. , auf die die GT "Zugriff" hatte ( U-Bahnhof Potsdamer z.B.) - da ist nicht einmal eine "Tagezahl" o.ä. EK-Tradition zu sehen. Sagt doch was, oder ?
73, Hans


Das ist ein acceptables Argument. Was die Plakate anbetrifft: Sic transit gloria mundi.

Daniel


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#2357

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 17:40
von Turmwache | 293 Beiträge

S-Bahn Ost ==> S-Bahn West,
So,
habe eben in RN einen ehemaligen Trapoangehörigen sprechen können zu meinen Kindheitserlebnissen vor dem Mauerbau.
Es gab also in Staaken den Bahnhof des östlichen Sektors, da kamen wir aus RN an, dann die Treppe hoch, raus auf die Straße Nennhauser-Damm, auf diesem rüber über die weiße Linie der Sektorengrenze die in Straßenmitte verlief.Dort wo also wie schon beschrieben der Soldat der MP, damals ein Farbiger der US-Streitkräfte stand mit seinem Jeep dahinter. Dann also auf der anderen Straßenseite zum S-Bahnhof West und weiter gings.
Auf dem S-Bahnhof Ost wo wir also ankamen erfolgten Kontrollen bevor man also die Treppe hochgelangte und da soll es gelegentlich zur Flucht gekommen sein wenn sich jemand absetzen wollte, meistens war es dort ein Gerangel der vielen Menschen wegen am Wochenende.
Vom erzählen her weiß ich aus der Stadt RN daß Abteilungsleiter vom Einnzelhandel die Bargeld einnahmen und abzurechnen hatten diesen Weg nahmen und für immer verschwanden.


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#2358

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 18:04
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Na siehste,Jörg : Kommt Zeit, kommt Rat, (danach kommt Oberrat)- alter Eisenbahn-Spruch.
Bist also mit der "Vorort-S-Bahn" angekommen.
73, Hans


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#2359

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 18:06
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Abend,

Nun habe ich auch das (hoffentlich !) letzte Buch bekommen, so schwer wie es ist, und so eigenartig die Grammatik - ich bin froh, dass ich es zurückgeben kann: Kolodziej Ekkehard: Elektrische Triebfahrzeuge der Berliner S-Bahn. 100 Jahre Entwicklungsgeschichte der Gleichstromzüge: EK-Verlag (Freiburg i. Br.) 2007

Grundsätzlich, ich hätte nie den A Level haben können, wenn ich so gesprungen wäre zwischen Present und Past, aber vielleicht ist Deutsch toleranter als Englisch und Französisch ... ??? So ist der Text des Buches aber schwer zu verstehen, denn die grammatikalische Zeit ist wie eine Boje im Meer, der Capitain kann sich orientieren.

Auf p. 199 gibt es drei sehr gute Fotos, welche westliche Seite des Bahnhofes Friedrichstrasse im April 1990 zeigen. Da waren wohl die Befestigungen noch intakt.

Auf p. 200 gibt es einen sehr merkwürdigen Text, welcher sich widerspricht (scheint mir):

«Am 31. Oktober 1989, wenige Tage vor der Wende, kam dieses Foto auf dem Bahnhof Friedrichstrasse zustande. In der Annahme, in diesen unruhigen Tagen liegen die Nerven der Grenzorgane blank, war es umso überraschender, eine Erlaubnis zum Fotografieren zu bekommen. Fahrgäste, die mit diesem BVG-Zug auf dem Bahnsteig B ankommen, kommen unkontrolliert zum Fembahnsteig A, zum Bahnsteig 1 im Nord-Süd-S-Bahn-Tunnel (BVG-Linien S1/S2) und zur BVG-U-Bahn Linie 6. Aussteigen ist nur mit gültigen Grenzdokumenten möglich

Vielleicht von besonderem Wert für @Hans : pp. 230 - 231 farbige Bilder von den S-Bahn-Exilanten in Polen. Es gibt dazu auch textuelle Informationen in diesem Buch.

Daniel


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#2360

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.10.2014 18:30
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,.....
Das Buch kenn ich, habs allerdings nur leihweise gehabt. Fachlich ist Ekkehard Kolodziej sehr gut , besonders die historischen Recherchen von ihm sind "Berühmt". Nicht nur aus diesem Buch, ich kenn drei von ihm. Wird unter den Nietenzählern ( ist ja bekanntlich die absolute Königsklasse der Pufferküsser) sehr geschätzt. Schreibstiel - ja , schwierig oder "sehr eigener Schreibstiel" stimmt.( Ich weiß auch nicht , ob Deutsch seine Muttersprache ist, das würde es erklären- ist aber egal.) Die Bilder sind schon in der Sammlung, privater Teil.
Den fett markirten Teil halte ich für einen Setz-oder Schreibfehler. Hat der Lektor wohl nicht bemerkt. Eventuell meint er Einreisen/Ausreisen. (Übrigens - der Satz ist mir beim lesen nicht aufgefallen) Der Fotoerlaubniss-Satz -na ja, wen hat er da gefragt ? Egal.
73, Hans


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