#2121

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.10.2014 21:24
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2118
Hi, Theo,
Jetzt versteh ich, was Du meinst -
Etwas vergleichbares-nehm ich mal an, waren die Dinger, die man zu DDR-Zeiten "Feuerschutztüren" nannte. Ob die sich aber - im Alarmfall- selbstständig geschlossen haben, also quasi automatisch- hm. Keine Ahnung.Sowas gabs auf dem Bahnhof. Der "Rest der Beschreibung" stimmt überein.
und - war die Technik damals eigendlich schon so weit ? Oder wie weit ? Da müßte ein Feuerwehrmann ran an das Thema.
73, Hans


Ja. Das Prinzip ist banal. Offengehalten werden sie durch einen schwachen Elektromagneten. Das gibt es schon lange. Im Alarmfall wird der Stromkreis unterbrochen und die Türe geht zu, ebenso bei allgemeinem Stromausfall.
In der Regel sind die Türen immer offen und es ist deshalb nötig, die Schliessfunktion regelmässig z.B. monatlich zu überprüfen. Zu diesem Zweck gibt es an der Wand einen Taster, um den Strom kurz zu überbrücken (meist relativ weit oben und etwas hinter der Türe versteckt, damit Kinder nicht rankommen).
Theo


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#2122

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.10.2014 21:43
von Wolle76 (gelöscht)
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@Daniel,

Es scheint Tatsache so zu sein wie Du schriebst. Muß gestehen das mir das unbekannt war. Allerdings ist diese Ecke Berlins auch nicht die wo ich übertrieben gesagt Tagtäglich vorbeikomme.


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#2123

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.10.2014 21:48
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Wolle76 im Beitrag #2122
@Daniel,

Es scheint Tatsache so zu sein wie Du schriebst. Muß gestehen das mir das unbekannt war. Allerdings ist diese Ecke Berlins auch nicht die wo ich übertrieben gesagt Tagtäglich vorbeikomme.

Guten Abend, @Wolle,

das ist ja das Schöne in unserem Leben - es gibt immer wieder etwas, was wir entdecken. Das Problem ist, so glaube ich, es gibt so viele Farben, so viele Einflüsse und zudem ein Gehirn, was meint, dass es ausblenden muss, was wir immer sehen.

Wenn wir sagen, dass wir alles wissen, hören wir auf zu existieren. Da bleibe ich lieber etwas unwissend.

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2124

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 14:34
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

da ich nun - endlich ! - in meinem Buchtext die Geisterbahnhöfe erreicht habe, las ich noch einmal in SÄLTER Gerhard. SCHALLER Tina (éditeurs): Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin : Ch. Links Verlag (Berlin), 2014, wo ich auf p. 96
auf die Schiessscharten kam:
«Ein Bericht der Stadtkommandantur beschreibt diese neue Einrichtung, die der Verfasser untersuchen sollte, eingehend. Danach wurden Postenhäuschen am rückwärtigen Eingang des Bahnsteigs errichtet, »die in Richtung Bahnsteig mit einer Stahltür verschlossen sind. Durch zwei in Richtung Bahnsteig befindliche Fenster sowie je ein Fenster rechts und links wird die Beobachtung durchgeführt. Gleichzeitig dienen diese Fenster als Schießscharten.« (die Autoren zitieren: Stadtkommandantur, Abt. Operativ, Bericht über die durch Blatt 9 – 12 geführte Nachkontrolle, der Sicherung der Grenzbahnhöfe der U- und S-Bahn, 30. Oktober 1966, BA-MA, VA 07, 16875)

[...]

Der Bericht, der diese Neubauten beschreibt, mu niert auch einige Nachteile: Erstens sei die Beobachtungsmöglichkeit zu sehr eingeschränkt, zweitens sei en die Fenster bzw. Schießscharten so klein, dass «eine einwandfreie Feuerführung nur teilweise möglich» sei, drittens wäre, wenn sie einen Flüchtling anschössen, die Zeitdauer bis zum Eintreffen des vorgesetzten Offiziers, während derer die angeschossene Person auf dem Bahnsteig oder auf dem Gleiskörper liegen bliebe, zu lang, viertens hätten die Grenzsoldaten ausser Beobachten und Schießen keine Handlungsmöglichkeit, und fünftens schließlich sei das Ziel, die nenfluchtbegünstigenden Umstände zu beseitigen nur teilweise erreicht, weil die Schlösser der Stahltüren en nicht sicher genug seien...»

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2125

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 14:44
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #2124
Guten Tag,

... (die Autoren zitieren: Stadtkommandantur, Abt. Operativ, Bericht über die durch Blatt 9 – 12 geführte Nachkontrolle, der Sicherung der Grenzbahnhöfe der U- und S-Bahn, 30. Oktober 1966, BA-MA, VA 07, 16875)
...

Stringer49


Sehr interessant, für einen recht bedeutsamen Sachverhalt, der auch wieder auf den gerne bagatellisierten Schißbefehl verweist, eine belastbare Quelle kennen zu lernen.

Gruss Wolfgang



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#2126

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 14:55
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Zitat
..und fünftens schließlich sei das Ziel, die fahnenfluchtbegünstigenden Umstände zu beseitigen,nur teilweise erreicht, weil die Schlösser der Stahltüren nicht sicher genug seien...»


Interessant wäre die Zahl der Fahnenfluchten. Offenbar war der Grund für die Schiessscharten die zu hohe Zahl der Desertionen
http://youtu.be/7QYpfwbZcgc?t=1m50s
Wenn ich das richtig sehe, muss man schon sehr gelenkig sein, um durch die Gucklöcher zu zielen.
Theo


zuletzt bearbeitet 23.10.2014 14:57 | nach oben springen

#2127

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 15:09
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2126

Zitat
..und fünftens schließlich sei das Ziel, die fahnenfluchtbegünstigenden Umstände zu beseitigen,nur teilweise erreicht, weil die Schlösser der Stahltüren nicht sicher genug seien...»

Interessant wäre die Zahl der Fahnenfluchten. Offenbar war der Grund für die Schiessscharten die zu hohe Zahl der Desertionen
http://youtu.be/7QYpfwbZcgc?t=1m50s
Wenn ich das richtig sehe, muss man schon sehr gelenkig sein, um durch die Gucklöcher zu zielen.
Theo


In dem gleichen Werk, pp. 100 - 112 werden mehrere Desertionen sowie ein geglückter Versuch eines ehemaligen Militärs am BF Heinrich-Heine-Strasse (dort arbeitete er als Maurer) und der missglückte Versuch von zwei Zivilpersonen am gleichen Bahnhof.

Es scheint jedoch, dass es in den siebziger und 1980 Jahren keine Fahnenfluchten in den Tunnelbauten der Ubahn gegeben habe (p. 112)

Da dieses Werk die einzige eloquente Sekundärquelle ist, über welche ich hier verfüge, sehe ich diese Darstellung nicht als letzte Wahrheit.
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2128

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 16:32
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,…
Hallo, Daniel,
Grenz und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin – sicher das Standartwerk über die Geisterbahnhöfe.
Wohl auch das einzige, alle anderen befassen sich ja immer nur mit Teilaspekten. Und sicher werden die Autoren eine Menge Aktenmaterial vorrätig haben, um jeden Satz zu untermauern.
Das schützt aber nicht vor Verwechselungen. Wenn man den genannten Abschnitt liest, fällt auf, das da einiges durcheinandergelaufen ist, der S-Bahnhof Nordbahnhof und der U-Bahnhof Nordbahnhof werden verwechselt bzw. in einen Topf geworfen.(S.95 z.b. „vom Postenstand aus konnten …bedient werden. (Lautsprecheranlage des Bhf., Kurzschlußanlage bzw. Stromunterbrecher – was denn Zwei?-und die Tunnelbeleuchtung ) Na – würde ich gern mal sehen- die Kurzschlußanlage bzw. Stromunterbrecher.--- dann Nachrichtenverbindungen GMN –ok. Bahntelefonnetz – ah- auf der U-Bahn ? bestenfalls BVB-Telefon – und welche „weitere“ Nachrichtentechnik (?) Soll da gewesen sein? Rauchzeichen? Auch die oft kolportierte Direktsprechanlage zur Trapo auf dem Nachbarbahnhof-gab’s nicht. Man benutzte doch einfach das Telefon. Alles nur „Technikbeispiele“ - eben Historiker. (Kein Vorwurf-ist einfach so)Der eigentliche Korken ist aber auf der S . 96 2. Absatz „ in den vier Grenzbahnhöfen der U-Bahn Linie 6…. Ab Die Signale von Nordbahnhof wo zusätzlich zu den Eingängen und dem Bahntunnel die Notausgänge mit Lichtschranken gesichert waren (!) …liefen auf nach Wachturm… Führungsstelle… zum Posten Nordbahnhof und zum Transportpolizeiamt Oranienburger Tor. ( gekürzt unter Wahrung der Aussage) Fällt es auf? Die GT hatte auf dem S-Bahnhof NOU nur einer Schacht – den NA 1 – vermauert, verfüllt, - schon vor 13.08. - . Mag sein das da eine Alarmanlage dran war. Weiß ich nicht.
Aber auf Oranienburger Tor lief sie mit Sicherheit nicht auf – der Bahnhof ist auf der U-Bahn- ganz wo anders, na und das Trapo-Amt war auch nicht dort, -währe etwas sehr eng gewesen dafür. Wie kommen die werten Autoren also drauf? NOU (S) und Nordbahnhof (U) in einen Topf geschmissen, dann findet man auch noch einige Schächte. (NA`s) Die waren aber auf „Trapo-Gebiet“ da kam nie ein GTer hin. Und – Kein Schacht wurde mit Lichtschranken gesichert. Einfache Begründung: Wenn eine Lichtschranke auslöst – Unterbrechung- ja, dann ist Ede ja schon „drin“ . Wesentlich zweckmäßiger sind da Quecksilber- Neige-Kontakte, die lösen ja aus, wenn nur die Abdeckung des Schachtes leicht bewegt wird. Bei der S- Bahn waren es übrigens so eine Art „Bruchplatten“ – wie ne dünne Waffel mit noch dünneren Drähten vorstellen, die waren unter dem „Deckel“ des Schachtes. Die etwas weiter erwähnten Wundersicherungen waren einfache Signaldrahtanlagen, wurden so ab 85 verwand.
Allgemein- Sonst kündigt mir die Stiftung noch die Dauerkarte: Meinungen und Auslegungen bleiben von mir unkommentiert – aber was die verwandte Technik usw. angeht - huuuuh. Etliche Fehler. (ganz schön Gelb bemalt das Buch, für die , welche meinen Umgang mit Büchern kennen)Und eben das schon angesprochene Problem – Ortskenntnis – die ist eben wohl nur auf dem Papier vorhanden.
Was bleibt – das Buch immer schön aufmerksam lesen – dann fallen einige Widersprüche fast von selbst auf.
73 , Hans
Ja, und nach dieser anstrengenden Rede setz ich mich einfach in die Mitropa und trink einen Schluck.
Speisekarte Mitropa Fri 1973/74 - ach - die Karte mit dem Alkohol hab ich nicht mehr- so ein Pech. Prost Kaffe. Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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zuletzt bearbeitet 23.10.2014 16:34 | nach oben springen

#2129

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 16:37
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2128
Abend, Gemeinde,…
Hallo, Daniel,

Ja, und nach dieser anstrengenden Rede setz ich mich einfach in die Mitropa und trink einen Schluck.
Speisekarte Mitropa Fri 1973/74 - ach - die Karte mit dem Alkohol hab ich nicht mehr- so ein Pech. Prost Kaffe. Hans



The same procedure as every year ?

Danke für die ausführliche Antwort.
Daniel

PS. Wieviel kostet nun die Tasse Mokka ? Die Abstinenz wird ein wenig korrumpiert, weil die Karte nicht gut lesbar ist...


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


zuletzt bearbeitet 23.10.2014 16:39 | nach oben springen

#2130

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 16:46
von Wolle76 (gelöscht)
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Kännchen Mokka pur 1,80 mit Milch und Zucker 1,90


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#2131

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 18:06
von Hans | 2.166 Beiträge

Ha - Da mußte ich glatt überlegen.
Daniel - den Mokka gabs damals in der Mitropa tatsächlich nur als Kännchen. Warum - keine Ahnung,- war einfach so.
73, Hans.


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#2132

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 18:33
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde
Noch eine Ergänzung zu den Fahnenfluchten. Eine genaue Zahl seit 1961 kann ich da auch nicht nennen. Insbesondere nicht mit Datum und genauen Ort. Seit meinem „Aufschlagen , 1973 auf Friedrichstraße war nur einmal davon die Rede, ganz am Anfang, aber Ort und Zeit –keine Ahnung.
Was kaum erwähnt wird – oder die Historiker fanden es zu „unspektakulär“, zwei „Abgänge“ hatte die Trapo auch zu vermelden. ( eben doch nicht so „Heldenhaft“, mein Verein )
Am 26.März 1966, Nordbahnhof (U 6) stiegen zwei Transportpolizisten einfach in die U-Bahn. Es war also für meinen Verein wesentlich bequemer, man musste nicht in den Westen laufen oder so. (Ironie aus) Na, und der Nordbahnhof hatte dann, truppenintern, einen neuen Namen. Abgangsbahnhof.
73, Hans


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#2133

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 19:00
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Wolle76 im Beitrag #2130
Kännchen Mokka pur 1,80 mit Milch und Zucker 1,90

Guten Abend, Wolle,

vielleicht kennst Du auch noch den Preis für Bier - 330 ml war das Mass wohl auch in der DDR...

In jedem Falle - Danke für die Antwort.
Stringer49 (Daniel)


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#2134

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 19:00
von diefenbaker | 584 Beiträge

Der Fall Hans-Dieter Wesa dürfte hinreichend bekannt sein.
Da in seinem Fall aber drei Dinge zusammenfallen, die gerade hier Thema sind (Geisterbahnhof, Fahnenflucht und Trapo) nochmals der Hinweis auf die entsprechende Darstellung in "Chronik der Mauer"

http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph.../593928/page/12

Gruss Wolfgang



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#2135

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 19:05
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Abend an alle,

ich meine wir sollten eine Petition schreiben, so dass Hans endlich ein Buch schreibt, denn ich kann ihm leider nur einige ausführliche Fuss-Noten geben, denn ich besitze nicht das grosse Interesse an der Bahn und auch ist mein Text nur einem kleinen Teil mit Berlin verbunden.

Es ist aber sicher, dass ich dieses Buch sofort lese, von der ersten Seite bis zur letzten Seite. Und es wäre wohl auch ein Gewinn für viele Leser der anderen Werke.

Do it, old man, do it.

Daniel


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Holtenauer, diefenbaker und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2136

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 19:21
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #2133
Zitat von Wolle76 im Beitrag #2130
Kännchen Mokka pur 1,80 mit Milch und Zucker 1,90

Guten Abend, Wolle,

vielleicht kennst Du auch noch den Preis für Bier - 330 ml war das Mass wohl auch in der DDR...

In jedem Falle - Danke für die Antwort.
Stringer49 (Daniel)

Das Erstaunliche war: In der Gastronomie kosteten die Getränke nicht viel mehr als im Einzelhandel. Und die Preise für Mahlzeiten waren auch sehr moderat. Auf jeden Fall musste die Gastronomie ein grosses Verlustgeschäft für die Volkswirtschaft gewesen sein. Eine Subvention nach dem Gießkannenprinzip wie viele andere auch (Fahrkarten, Kino, Museumseintritte usw. usw.)
Zur Getränkekarte und dem "Ersatzkaffee" (auf französisch "Mocca faux"oder Muckefuck); kam der nicht erst in der Kaffeekrise Ende der 70erJahre auf die Getränkekarten der Restaurants)? Vorher und nachher hiess der "Malzkaffee"?
Theo


zuletzt bearbeitet 23.10.2014 19:26 | nach oben springen

#2137

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 19:21
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend...
Na, ob ich mich da jemals ranwage ?
Aber mit Alkoholpreisen kan ich weiterhelfen - Auch Mitropa - aber nur ein Ausschnitt -
Q- Ausschnitt Mitropa-Karte
73, Hans
Und - ja . Das ist Malzkaffe, hat mit der Kaffe-Krise und "Erichs Krönung " nichts zu tun. H.


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zuletzt bearbeitet 23.10.2014 19:23 | nach oben springen

#2138

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 20:03
von Wolle76 (gelöscht)
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@Daniel, glaube gehört zu haben das es 80pfennig waren. Zu meiner Lehrzeit gab es in Demitz-Thumitz wo die Berufsschule ist im Dorf eine alte Kneipe, der Eigentümer hieß glaube ich Kmoch, da kam das kleine Bier auch 80 Pfennig.


Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.10.2014 20:03 | nach oben springen

#2139

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 20:16
von FRITZE (gelöscht)
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In den Kneipen in der DDR ,welche ich schon mal frequentierte kostete das 0,25 Pils 50 Pfennige und das 0,25 hell 43 Pfennige ! Jedenfalls von 1975-1990 !
Und das war sogar im Clärchens Ballhaus so !
Und in der Mitropa erst recht !

0,3l , 0,4l Gläser hab ich in der Verflossenen nie gehabt ! Nur 0,25 oder 0,5 Liter !

In der Opernbar in Kalle-Malle hat mein Onkel Ende der 70er auch schon mal über 5,oo Mark für die 0,33l Flasche bezahlt !

FRITZE Mitglied bei Schluckspechte e.V.


zuletzt bearbeitet 23.10.2014 20:17 | nach oben springen

#2140

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2014 22:44
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Abend,

ich habe meine «Schulaufgaben» noch einmal gemacht. Es ist schwer, nach vielen Jahren die Zeitzeugen-Interviews richtig zu interpretieren. Denn das Resumée kann sehr schnell falsch sein. Ich möchte deshalb vorsorglich noch eine Frage stellen:

Der BF Oranienburger Strasse der Nord-Süd-S-Bahn befand sich in sogenannter «eineinhalbfacher Tiefenlage». Hans schrieb in einem frühen Posting, dass er an einer Evakuierung beteiligt gewesen ist. Gab es auf diesem Bahnhof für die Transportpolizei auch eine «Verbunkerung» und wenn es so ist, wo befand sie sich ? Oder gab es nur Streifen, welche nicht ständig dort waren?

Wie sah das Zwischengeschoss aus ?

Ein deutscher Kollege machte mich auf ein DDR-Buch aufmerksam, in welchem eine Phantom-Linie ganz offen genannt wurde (Man könnte denken, sie sei auch im Osten zugänglich, es ist im Präsens geschrieben ...):

«Das Bild 3.30 zeigt verschiedene Tiefenlagen. Bei der einfachen Tiefenlage liegt die Sohltiefe des Tunnels 6.. .7 m unter Straßenoberkante. Das Anordnen eines Fußgängertunnels ist hier nicht möglich. Die Zu- und Abgänge zu den Haltestellen liegen in der Bahnsteigachse; z.B. Berlin, U-Bahn — Linie 6 unter Friedrichstraße —Chausseestraße.»
Zschweigert Manfred :Bahnanlagen des Nahverkehrs : VEB Verlag für Verkehrswesen (Berlin – Ost) 1982, p. 100
Daniel


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zuletzt bearbeitet 23.10.2014 22:45 | nach oben springen


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