#181

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 19.08.2013 13:06
von Grenzgänger (gelöscht)
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@grstungen386,
gehst du bitte nochmal zu # 106 zurück..
Da stehen noch zwei Fragen von mir..
Danke

Siggi


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#182

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 19.08.2013 14:28
von Grstungen386 | 597 Beiträge

@Grenzgänger, deine Anfrage, bekomme es beim besten willen nicht zusammen, war N24-Reportage im letzten Jahr, da äusserte sich ein Mitarbeiter von der Stasi-Unterlagen-Behörde und benannte konkreten Fall, wo Stasi alles tat, um zu verschleiern, diesen Fall, ich weiss Namen nict mehr, brachte auch seinerzeit gerhard Löwenthal in den Achtzigern in seinem ZDF-Magazin aufs Tapet um den angebl."Antifasch." der DDR zu widerlegen. Übrigens war Löwenthal durch Zufall eine Zeitlang Optiker und reparierte skurrilerweise einst die Brille vom Reichsführer SS, Heinrich Himmler...



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#183

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 19.08.2013 15:04
von Grenzgänger (gelöscht)
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OK...klang nur in deinem Beitrag 104 so, als wäre das ziemlich aktuell gewesen (mit online- Führungszeugnis und so..)

Siggi


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#184

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 20.08.2013 10:59
von Grstungen386 | 597 Beiträge

@Grenzgänger, diese damaligen Führungszeugnisse wurden mittlerweile digitalisiert und sind online einzusehen, kenne aber nicht den Internetpfad, liebe Grüsse...



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#185

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 20.08.2013 11:35
von damals wars | 12.204 Beiträge

Also, weil es ehemalige Nazis in der DDR gab, war die DDR nicht antifaschistisch?
Und ,warum wird nicht mal die Argumentation umgedreht?
Was konnten ehemalige KZ- und Zuchthausinsassen,also Antifaschisten aus Überzeugung
und eigenem Erleben, in der DDR werden? Und nur dort.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#186

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 20.08.2013 15:11
von Grstungen386 | 597 Beiträge

@damals wars, weil dieser sogenannte "Antifaschismus" unecht war, unglaubwürdig, weil dieser den tagespolitischen Interessen untergeordnet wurde, "Nazis" wurden als IM gefördert, wenn sie nützlich waren, es wurde gegen sie prozessiert, wenn man die böse "BRD" vorführen konnte. Dass Du dies erst nach dutzenden ähnlichen Beiträgen erkennst, wundert mich wirklich...



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#187

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 20.08.2013 16:57
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Grstungen386 im Beitrag #186
@damals wars, weil dieser sogenannte "Antifaschismus" unecht war, unglaubwürdig, weil dieser den tagespolitischen Interessen untergeordnet wurde, "Nazis" wurden als IM gefördert, wenn sie nützlich waren, es wurde gegen sie prozessiert, wenn man die böse "BRD" vorführen konnte. Dass Du dies erst nach dutzenden ähnlichen Beiträgen erkennst, wundert mich wirklich...



Was soll diese unsinnige Aussage. Der ehemalige Leiter der Abt. IX/11 Dieter Skiba im MfS hat sich dazu eindeutig geäußert. Das man ehemalige Nazis abgeschöpft hat ist eine normale geheimdienstliche Tätigkeit.
Ansonsten mal Zeit nehmen und die von mir eingestellten Links lesen!


FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND (5)


passport


zuletzt bearbeitet 20.08.2013 17:00 | nach oben springen

#188

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 26.08.2013 21:24
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #187
Zitat von Grstungen386 im Beitrag #186
@damals wars, weil dieser sogenannte "Antifaschismus" unecht war, unglaubwürdig, weil dieser den tagespolitischen Interessen untergeordnet wurde, "Nazis" wurden als IM gefördert, wenn sie nützlich waren, es wurde gegen sie prozessiert, wenn man die böse "BRD" vorführen konnte. Dass Du dies erst nach dutzenden ähnlichen Beiträgen erkennst, wundert mich wirklich...



Was soll diese unsinnige Aussage. Der ehemalige Leiter der Abt. IX/11 Dieter Skiba im MfS hat sich dazu eindeutig geäußert. Das man ehemalige Nazis abgeschöpft hat ist eine normale geheimdienstliche Tätigkeit.
Ansonsten mal Zeit nehmen und die von mir eingestellten Links lesen!


FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND (5)


passport


Quellen von ehemaligen MfS-Mitarbeitern.........hmmmmmmm..............


Intellektuelle spielen Telecaster
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#189

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 27.08.2013 13:02
von passport | 2.640 Beiträge

Schuddelkind

Quellen von ehemaligen MfS-Mitarbeitern.........hmmmmmmm



Ja, wer sonst? Hinz und Kunz?

junge Welt vom 25.11.2004

Thema

Seriöse Aufklärung von Naziverbrechen

Die DDR-Staatssicherheit als Untersuchungsorgan: »Wessen ernstliche Profession die Aufklärung von Naziverbrechen ist, wer deren oft qualvoll geprüften Opfern im Verhandlungssaal oder Vernehmungszimmer begegnet, bleibt davon lebenslang geprägt«

Günther Wieland (*)

* Der Anfang des Jahres verstorbene Günther Wieland (16. April 1931 bis 13. Januar 2004) hat als Staatsanwalt beim Generalstaatsanwalt der DDR seit 1963 Nazi- und Kriegsverbrecher gesucht, identifiziert und vor Gericht gebracht, zweitens die juristische Verfolgung von Naziverbrecher innerhalb der DDR koordiniert, einschließlich der internationalen Rechtshilfe auf diesem Felde, und drittens nach seinem Ausscheiden aus dem Beruf die Geschichte dieser Verfolgung wissenschaftlich erforscht. Das betrifft auch die einschlägige Arbeit der Staatssicherheit, die in der DDR ab 1968 für die Untersuchung dieser Verbrechen zuständig war. Wir drucken einen Auszug aus seiner Studie »Die Ahndung von NS-Verbrechen in Ostdeutschland 1945-1990«, die Günther Wieland für die von Christiaan Frederik Rüter herausgegebene elfbändige Reihe »DDR-Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung ostdeutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen«, Amsterdam University Press - K.G. Saur, 2002, geschrieben hat (siehe jW vom 25.10.2002) und die auch in einem Wieland-Gedächtnisband enthalten sein wird, der im Dezember in der Edition Organon erscheint.


Den Rest musste halt mal googeln.

passport


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#190

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 17.10.2013 12:26
von turtle | 6.961 Beiträge
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#191

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 17.10.2013 12:56
von West_Tourist (gelöscht)
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[quote=Schuddelkind|p279668]Um ehrlich zu sein, für mich war bisher die DDR der deutsche Staat, in dem nach dem Krieg konsequenter und gründlicher die Entnazifizierung vorangetrieben wurde, Kriegsverbrecher verurteilt wurden und zumindest die Führungsriege frei von ehemaligen Nazis war. Deswegen ging der von der DDR proklamierte Antifaschismus für mich voll in Ordnung. Allerdings bekommt diese Betrachtungsweise nach etwas Beschäftigung mit dem Thema langsam Risse. Offentsichtlich wurde die nach dem Krieg begonnende Linie irgendwann verlassen. Oder anders gesagt, es beschleicht mich das Gefühl, das eine wirkliche Entnazifizierung in beiden deutschen Staaten nie stattgefunden hat.
http://www.antifa-nazis-ddr.de/n/10019451.011.php

"In der Sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR gab es nur eine einseitige Faschismusrezeption, die im Kern als Ursachen von Hitler, Holocaust und 2. Weltkrieg "die offene terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten chauvinistischsten, am meisten imperialistischsten Elemente des Finanzkapitals" ausmachte. Aus diesem Grund kann es nicht verwundern, daß es bis heute nie zu einer offenen Diskussion darüber kam, was in einem deutschen sozialistischem Staat nach dem deutschen faschistischen Staat, nach dem Holocaust, mit den in Deutschland lebenden deutschen Menschen passieren sollte. Hinzu kam, daß der sozialistische Staat auf deutschem Boden nicht durch eine Revolution, sondern vielmehr während der Besetzung der Roten Armee der Sowjetunion aufgebaut wurde.
Es wäre unumgänglich gewesen, eine offene, demokratische Aufarbeitung und Diskussion zu führen: über die Machtergreifung Hitlers und die Unterstützung durch den Großteil des deutschen Volkes und den Wiederaufbau nach der Befreiung Deuschlands. Aber dem stand Stalin im Weg und das Mißtrauen der Überlebenden, Antifaschisten und Juden, gegenüber einem Großteil des deutschen Volkes. Es bleibt der Eindruck einer schizophrenen SED-Führung, die einerseits dem Volk mißtraute, gleichzeitig aber auch Alt-Nazis in führende Positionen hievte - und deswegen nie eine wirklich die Gesellschaft erfassende antifaschistische Umwälzung in die Wege bringen konnte.
Bei, für den Wiederaufbau benötigtem Fachpersonal, Spezialisten, Technikern, Ärzten, wurde im Konflikt zwischen politischem Entnazifizierungsprinzip und wirtschaftlichem Interesse die Fachkompetenz zuweilen höher bewertet, als die politische Belastung, Beispiel.: Land Sachsen-Anhalt, Stand 31. Januar 1947, NSDAP-Anteil in %: Volksbildung: 0,2; Polizei: 0,8; Gesundheitswesen: 25,0; Industrie: 10,0; Postwesen: 17,1; Justiz/Gerichte/Staatsanwaltschaft: 6,0 usw.

Einfache NSDAP-Mitglieder und Mitläufer erhielten im August 1947 ihr aktives und passives Wahlrecht wieder, nachdem im September 1946 die ersten Gemeindewahlen, im Oktober 1946 die ersten Wahlen zu den Land- und Kreistagen in der Sowjetischen Besatzungszone stattgefunden hatten. "Es lebe die SED, der große Freund der kleinen Nazis" formulierte damals ein ehemaliges NSDAP-Mitglied anläßlich einer von der SED einberufenen Versammlung . 1953 zählte die SED etwa 150.000 Mitglieder, die ehemalige Wehrmachtsangehörige im Offiziers- bzw. Unteroffiziersrang waren oder der NSDAP bzw. einer ihrer Gliederungen angehört hatten, damaliger Gesamtmitgliederstand: rund 1,2 Millionen. Im Mai 1948 wurde für einen Teil ehemaliger Nazis die NDPD (National-Demokratische Partei Deutschlands) als weitere Blockpartei gegründet, die bis zum Ende der DDR in der Volkskammer mitregierte.
Im Jahre 1965 waren so noch 53 Alt-Nazis Abgeordnete der Volkskammer, 12 Mitglieder und Kandidaten des ZK der SED, 2 Mitglieder des Staatsrates der DDR und 5 besaßen Landesministerposten. Etliche Alt-Nazis halfen beim Aufbau der "Volkspolizei" und der NVA. In den Medien besaßen sie großen Einfluß. Sie bekleideten die Stellungen von Chefredakteuren und bildeten z.B. in den Redaktionen des "Neuen Deutschland" und der "Deutschen Außenpolitik" eigene Arbeitsgruppen. In all diesen "roten" Institutionen ließen sich Nazis finden, dort gab es ehemalige SS-Mitglieder, SA-Führer, Vertrauensleute der Gestapo, Angehörige von Propagandakompanien, Mitarbeiter des NS-Rundfunks, des "Völkischen Beobachters", des "Schwarzen Korps", Beamte des Propagandaministeriums, Mitglieder des "SS-Rasse und Siedlungs-Hauptamtes", Angehörige der "Legion Condor".
In all den Jahren des 40jährigen Bestehens der DDR wurden die zuständigen DDR-Einrichtungen durch verschiedene Archive und Organisationen - vom Dokumentationszentrum des Bund Jüdischer Verfolgter des Naziregimes in Wien bis zu dem Westberliner Verein
"Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen" - auf die Arbeit von Alt-Nazis in führenden Gremien der DDR hingewiesen. Es wurden regelmäßig Listen von belasteten Personen überreicht. Die Reaktion war immer gleich Null. Während Hinweise auf Nazis im eigenen Apparat ignoriert wurden, wurde zur Verfolgung und Aufklärung von Nazi- und Kriegsverbrechen in der BRD eine Extraabteilung geschaffen. "
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