#21

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 13:34
von Grstungen386 | 597 Beiträge

turtle, so sehe ich das aus, Faschisten sind jedenfalls eine SPEZIFISCH ITALIENISCHE !!! Erscheinung, die deutschen Nationalsozialisten waren keine Faschisten. Mich stört generell diese pauschale Stigmatisierung Nazis=Fremdenfeinde=Ausländerfeinde=Antisemiten und die umgekehrte Bedeutung...
Das ist dermassen Humbug, sind die britischen "Nazis" Feinde (also Ausländer) der deutschen Nationalsozialisten ?? Eher wohl nicht....Sind die Kämpfer der Hamas, nun ausgewiesene "Antisemiten" "Nazis" ??. Diese Pauschalisierung ohne Beachtung von Nuancen trägt teilweise schon pathologische züge. Es gab ja bekanntlich auch in der linken 68-er Studentenbewegung reichlich antisemitische Beiklänge....Ach so habe noch was vergessen, "nazis" sind und waren ja angeblich auich alle homophob obwohl die SA sowas von schwul war....



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#22

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 13:54
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Grstungen386 im Beitrag #21
turtle, so sehe ich das aus, Faschisten sind jedenfalls eine SPEZIFISCH ITALIENISCHE !!! Erscheinung, die deutschen Nationalsozialisten waren keine Faschisten. Mich stört generell diese pauschale Stigmatisierung Nazis=Fremdenfeinde=Ausländerfeinde=Antisemiten und die umgekehrte Bedeutung...
Das ist dermassen Humbug, sind die britischen "Nazis" Feinde (also Ausländer) der deutschen Nationalsozialisten ?? Eher wohl nicht....Sind die Kämpfer der Hamas, nun ausgewiesene "Antisemiten" "Nazis" ??. Diese Pauschalisierung ohne Beachtung von Nuancen trägt teilweise schon pathologische züge. Es gab ja bekanntlich auch in der linken 68-er Studentenbewegung reichlich antisemitische Beiklänge....Ach so habe noch was vergessen, "nazis" sind und waren ja angeblich auich alle homophob obwohl die SA sowas von schwul war....


Ich glaube, ein bissche wirfst Du hier durcheinander:

1. war für die Nazis bzw. ist für die Neo-Nazis Ausländer nicht gleich Ausländer - die "schlechten" Ausländer sind für die immer südlich der Alpen zu finden, von daher haben sie mit britischen Nazis kein Problem. Lustig würde es nur werden, wenn sich in Südafrika eine Schwarzen-Gruppe unter Berufung auf AH bilden würde, die im Sinne von "Mein Kampf" die Endlösung der Weissen-Frage anstreben würde.

2. Ich weiss nicht, ob man die Hamas als antisemitisch bezeichnen kann. Anti-israelisch sind sie mit Sicherheit, was aber für mich doch noch 2 Paar Stiefel sind. Sonst müsste man jeden, der die Politik Israels kritisiert, pauschal zum Antisemiten machen, und dass ist mir dann doch etwas sehr einfach.

3. Das mit der Homosexualität in der SA ist bekannt - allerdings ist auch bekannt, wie die Homosexualität aus der SA entfernt wurde - Stichwort Röhm-Putsch.

Zusammengefasst kann man sagen - mit Pauschalierungen kommt man nicht weiter.

Gruss

icke



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#23

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 14:01
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Die Analyse von turtle hinsichtlich der Beweggründe könnte man möglicherweise sogar umkehren, nämlich dahingehend, daß spätere Faschisten bereits als Zivilisten ohne Druck für diese gefährliche Ideologie zu gewinnen waren, sagen wir mal Wissenschaftler oder Ingenieure, die ab 1933 ungeahnte Möglichkeiten der Forschung und Entwicklung sahen, mit denen Hitlers Führungsmannschaft bereits vor dem Krieg punkten konnte.
Dagegen spricht allerdings, daß andere Eliten wie T. Mann oder A. Einstein bereits flüchteten, bevor dieser braungestiefelte Schreihals als potentieller Kriegsverbrecher auszumachen war.
Ich habe dabei auch persönliche Erfahungen im Hinterkopf, da ich am Ende meiner beruflichen Ziele freiwillig im Parteiapparat ehrenamtlich aktiv wurde.
Das was ich vor meiner Funktion als FDJ- Sekretär an Qualifikationen hatte, war bereits alles was man als Lokführer brauchte, weitergehende Ambitionen wie Ausbilder oder Interzonenzug- Personal hatte ich überhaupt nicht, es war schlichtweg Dankbarkeit für die Entfaltungsmöglichkeiten, die der Staat mit bot.
Es ist vorstellbar, daß das Naziregime auf solche Personen bereits 50 Jahre vorher zurückgreifen konnte, wenn auch mit grundsätzlich anderen Absichten.
Oder nicht ?



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#24

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 14:03
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Ich werfe hier gar nichts durcheinander: Guck Dir mal immer so die gängigen verbreiteten Studien an, diese völlig unwissenschaftliche Herangehensweise geht mir dermassen auf die Nerven: 12 !!!! -jährige Nazis, Antisemit, nur weil man meint, Israel tut unrecht, guck Dir mal diesen ganzen Dünnschiss der letzten Jahre an, die "faschistische" Wehrmacht, der "faschistische" Fussballbund der Nazizeit, was sind das alles für unqualifizierte unspezifische ungenaue Wörter....



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#25

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 14:13
von Grstungen386 | 597 Beiträge

@icke, über die SA brauchst du mir nichts zu erzählen, das Dritte Reich war seit meiner frühesten Jugend mein "Steckenpferd", mich stört bloss diese Pauschalisierungen und Dummschwätzereien, nicht von Dir !!, des alles wissenden gleichgeschalteten Gutmenschentums, das, bar jeder Kenntnis nun wirklich jede Blödheit verbreiten darf wie bspw. die Aussage: "Die Vernichtung des europ.Judentums war seit Machtü., der "Nazis" das Endziel...", verbreitet in unzähligen Pamphleten, dann hätte die Reichsregierung nicht den Grossteil der Juden nach Übersee ausreisen lassen, diese Blödheiten bleiben aus Angst vor der geballten Medientertrormacht unwidersprochen, es tut richtig weh.... Kein Wort, dass es innerhalb der Reichsbehörden erbitterte Auseinandersetzungen über den Umgang mit den Juden gab über Aussiedlung nach Madagaskar/Palästina, hier verhandelte die SS mit zionistischen Führern in Palästina..., das Teile der Geschichte einfach weggelassen werden kotzt mich einfach nur an....



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#26

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 15:16
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #20
Zitat von Gert im Beitrag #18
Ach Alfred, wurden Generale der Wehrmacht beim NKWD automatisch von ihrer braunen Lackierung befreit und waren sie somit wieder kv(kriegverwendungsfähig) in der NVA ? Auch würde mich mal interessieren, wie die Russen es mit den deutschen Raketenspezialisten aus Peenemünde, die auch teilweise Angehörige der SS waren, hielten. Die wurden ja sofort angeheuert, wie bei den Amerikanern, um die Raketenindustrie aufzubauen. Da kamen offenbar keine ideologischen Bauchschmerzen auf, auch wenn sie Jahre zuvor noch KZ Sklaven für ihren Raketenbau in Peenemünde ausbeuteten. Der Zweck heiligte eben die Mittel, pfui deibel ist das alles eine verlogene Sache........

Diese Scheinheiligkeit, mit der die DDR all die Jahre ihre Nazi-Propaganda über den westl. Teil Deutschlands gemacht hat, ist ebenso eine solches Thema, man kann gar nicht so viel fressen, wie man kot... könnte
Vielleicht sollten wir mal einsehen, dass nach dem WK II eben nur ein deutsches Volk da war, welches wieder irgendwie in den Verwaltungen und Fabriken beschäftigt werden musste, um das Leben in dem verwüsteten Land wieder in gang zu bringen. Es gab kein entnazifiziertes 2.Ersatzvolk für die Zeit nach dem Krieg




Gerd,

kennst Du die Generale ?
Die Personen die ich kenne und die nach 1945 aus sow. Gefangenschaft kamen , hatten nichts mehr mit "Hitler und Co" am Hut.
Ich kann natürlich nur für die Personen sprechen, die später in der NVA dienten. Wie dies in der Bundeswehr aussah, dies kann ich nicht einschätzen.

Was mit den Raketenleuten in der UdSSR wurde ist hier doch nicht das Thema. Ich habe nur einige Hinweise zum Beitrag eines Users gegeben und dies sollte doch erlaubt sein.


rot mark.
natürlich nicht. Dann frage ich mich aber, wie es kommt, dass z.B. die Exkollegen dieser "gewendeten" Generale, nun Bundeswehrgenerale wie General Heusinger oder General Speidel in der DDR Propagaganda stets als Generale der faschistischen Wehrmacht beschimpft wurden ?
Das Thema Raketenfachleute ist zwar fachlich nicht unbedingt das Gleiche, aber die gleiche Heuchelei, hier friedliebende, den Sozialismus aufbauendes Personal, und wenn sie nicht gebraucht wurden waren sie übelste Nazis, Faschisten und und wie das Schimpfvokabular noch aussah.
Das ist doch alles Heuchelei in höchster Form. Man hätte besser die Fre... gehalten, jedem Bürger auf der Strasse war doch klar, dass das alles Lügen waren.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#27

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 15:33
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Immerhin hat die DDR jüdischen Opfern des Naziregimes bis zuletzt sehr hohe Posten im Politbüro zuerkannt, wie z.B. Hermann Axen und Albert Norden, die Nationalhymne wurde mit der Melodie des jüdischen Kommunisten Hans Eisler in Einklang gebracht.
All diese Personen wollten oder durften mit ihren jüdischen Wurzeln offensichtlich nicht hausieren gehen, so kommt mir das heute vor.
Auch ist mir suspekt, daß die DDR- Oberen nicht mit der Simon- Wiesenthal- Stiftung bei der Verfolgung von Kriegsverbrechern kooperierten, vermutlich wegen der amerikanisch- israelischen strategischen Partnerschaft, zumindest ist das nahe liegend.
Kooperiert hat allerdings auch der BRD- Staat nicht mit den Nazijägern und selbst Frankreich behinderte die Verfolgung der Initiatoren dieser Jahrhundertverbrechen, indem man z. B. Akten zurück hielt.
Wohl hat man in der DDR jüdischen Verfolgten des Naziregimes geringere Renten gezahlt als "reinen" Kommunisten, andererseits verhängte man wiederum für die Schändung jüdischer Friedhöfe, wie z.B. 1988 in Berlin sechsjährige Freiheitsstrafen, dafür mußte man im Westen schon morden, auf jedem Fall hat man drüben Jugendliche für vergleichbare Taten nicht annähernd so hart bestraft wie in der DDR.
Zur Aufarbeitung gehört auch Honeckers Öffnung zum Staat Israel ziemlich am Ende seiner Herrschaft, die Unterstellung, er wolle sich über die Juden bei den Amis einkratzen und um Wirtschaftshilfe schnorren ist boshafte Propaganda, wobei ihm die Anerkennung durch die westliche Welt ohne Frage wichtig war.
Die Distanz zu den Juden sei wohl durch Stalin veranlaßt gewesen (siehe Link) http://www.youtube.com/watch?v=q4GdCNxSVDo, es gab aber auch kleine Episoden, wie z.B. das "Buchenwaldkind" (tatsächliches Vorkommnis im KZ Buchenwald, in Roman und Film als "Nackt unter Wölfen" aufgearbeitet), das eben nicht den sozialistischen Weg gehen wollte sondern anderweitige Interessen hatte nach der Rettung.
Diese Thematik hatten wir mal im Literaturunterricht besprochen, wobei die Lehrerin basierend auf der Briefauskunft der Witwe von Bruno Apitz (Romanautor) die Wahrheit über den Werdegang des geretteten KZ- Kindes verkündete, gepaart mit einer gewissen Enttäuschung, hier mal eine kurze Dokumentation dazu http://www.mdr.de/damals/archiv/apitz100.html.



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#28

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 15:38
von Grstungen386 | 597 Beiträge

@Hackel, Recht haste, führende Scharfmacher waren jüdischer Religion, die rote Guillotine Hilde Benjamin, Chefin des SED-Volksgerichtshofs, Mischa Wolf, Kurt Hager, Rudolf Herrnstadt (ND-Chef) , Klaus GYSI (Staatssekr Kirchenfragen)......



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#29

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 15:57
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #20
Gerd,

kennst Du die Generale ?
Die Personen die ich kenne und die nach 1945 aus sow. Gefangenschaft kamen , hatten nichts mehr mit "Hitler und Co" am Hut.
Ich kann natürlich nur für die Personen sprechen, die später in der NVA dienten. Wie dies in der Bundeswehr aussah, dies kann ich nicht einschätzen.

Was mit den Raketenleuten in der UdSSR wurde ist hier doch nicht das Thema. Ich habe nur einige Hinweise zum Beitrag eines Users gegeben und dies sollte doch erlaubt sein.

Lieber Alfred, vielleicht ist deine Frage (in rot) hiermit beantwortet:

vielen Dank für Ihre Anfrage an das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) in Potsdam.

Das MGFA betreibt vorrangig Grundlagenforschung zur deutschen Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts. Hierzu greift es auf eine eigene, umfangreiche Bibliothek bestehend aus Publikationen unterschiedlicher Epochen zurück; Originalakten stehen nicht zur Verfügung.

Die ersten Soldaten der Bundeswehr waren Unteroffiziere und Offiziere die bereits in der Wehrmacht gedient hatten. Der 1955 von der Bundesregierung einberufene Personalgutachterausschuß, der sich aus 38 Personen des öffentlichen Lebens zusammensetzte, überprüfte alle Offiziere vom Oberst aufwärts auf ihre Verstrickungen in der NS-Vergangenheit. Der 1956 zusätzlich gegründete Bundespersonalausschuß beschloß am 02.08.1956 dass ehemalige Mitglieder der Waffen-SS bis zum Obersturmbannführer (Oberstleutnant) mit ihrem alten Dienstgrad eingestellt werden konnten. Von den bis Ende 1956 eingestellten 38 Generälen der Bundeswehr hatten 31 bereits in der Wehrmacht gedient, 7 von ihnen standen auf den Kriegsverbrecherlisten der Alliierten.
Als Literatur empfehle ich Ihnen:

Molt, Matthias: Von der Wehrmacht zur Bundeswehr. Personelle Kontinuität und Diskontinuität beim Aufbau der deutschen Streitkräfte 1955-1966, unveröffentl. Dissertation Heidelberg 2005
Krüger, Dieter: Das Amt Blank. Die schwierige Gründung des Bundesministeriums für Verteidigung, Freiburg i.B. 1993

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag



Dr. Krauß
Korvettenkapitän und Leiter AIF III


MsG

PS. Wegen Zustimmung für @94: Laut Angaben der Behörde selbst, handelt es sich um eine allgemeine Information, bei der lediglich die Quelle angegeben werden muss. Ich verwende obige Aussage auch im Manuskript meines Buches, ebenfalls mit dem Hinweis auf die Quelle.


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
zuletzt bearbeitet 07.08.2013 16:13 | nach oben springen

#30

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 15:59
von 94 | 10.792 Beiträge

Und schon geht's wieder durcheinander, ach G(e)rstungen ...
Schon als Du das Eh in Deinem Nick verhastet übergessen hast, also Gründlichkeit ist nun im Gegensatz zum sogenannten dritten Reich ja nun überhaupt nicht Dein Steckenpferd, hmm.
Was bitteschön hat jetzt die ethnische Abstammung mit dem Glauben zu schaffen. Die von Dir in (wohlbekannt primitiver ?) Stammtischmanier Genannten waren alles, also fast alles gläubige Kommunisten. Bei der Diaspora, die das auserwählte Volk die letzten paar tausend Jahre erfuhr, dürfte sich in jedem Stammbaum diesseits des Urals wohl jüdische Wurzeln nachweisen lassen? Nicht für umsonst reichte selbst der große Ariernachweis maximal bis 1750 zurücke. Apropos Ural, diese Umweltschützer weit hinterm Ural dürften doch nach Deinem Geschmacke sein ...
http://www.stern.de/fotografie/fotorepor...en-2033907.html

P.S. @Bugsy ich hoffe Du verfügst über die Zustimmung des Verfassers dieser Nachricht, diese hier zu veröffentlichen?

P.P.S. geht klar, iss ja nur so die Administration hier reagierte bisher bei an- und abgemahnten Urheberrecht immer recht hektisch und trat da auch schonemal den einen oder andern kompletten Thread in die Tonne. Naja, um diesen hier wär's ja nicht schad.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Bugsy und grenzgänger81 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.08.2013 16:45 | nach oben springen

#31

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 17:31
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #27
Immerhin hat die DDR jüdischen Opfern des Naziregimes bis zuletzt sehr hohe Posten im Politbüro zuerkannt, wie z.B. Hermann Axen und Albert Norden, die Nationalhymne wurde mit der Melodie des jüdischen Kommunisten Hans Eisler in Einklang gebracht.
All diese Personen wollten oder durften mit ihren jüdischen Wurzeln offensichtlich nicht hausieren gehen, so kommt mir das heute vor.
Auch ist mir suspekt, daß die DDR- Oberen nicht mit der Simon- Wiesenthal- Stiftung bei der Verfolgung von Kriegsverbrechern kooperierten, vermutlich wegen der amerikanisch- israelischen strategischen Partnerschaft, zumindest ist das nahe liegend.
Kooperiert hat allerdings auch der BRD- Staat nicht mit den Nazijägern und selbst Frankreich behinderte die Verfolgung der Initiatoren dieser Jahrhundertverbrechen, indem man z. B. Akten zurück hielt.
Wohl hat man in der DDR jüdischen Verfolgten des Naziregimes geringere Renten gezahlt als "reinen" Kommunisten, andererseits verhängte man wiederum für die Schändung jüdischer Friedhöfe, wie z.B. 1988 in Berlin sechsjährige Freiheitsstrafen, dafür mußte man im Westen schon morden, auf jedem Fall hat man drüben Jugendliche für vergleichbare Taten nicht annähernd so hart bestraft wie in der DDR.
Zur Aufarbeitung gehört auch Honeckers Öffnung zum Staat Israel ziemlich am Ende seiner Herrschaft, die Unterstellung, er wolle sich über die Juden bei den Amis einkratzen und um Wirtschaftshilfe schnorren ist boshafte Propaganda, wobei ihm die Anerkennung durch die westliche Welt ohne Frage wichtig war.
Die Distanz zu den Juden sei wohl durch Stalin veranlaßt gewesen (siehe Link) http://www.youtube.com/watch?v=q4GdCNxSVDo, es gab aber auch kleine Episoden, wie z.B. das "Buchenwaldkind" (tatsächliches Vorkommnis im KZ Buchenwald, in Roman und Film als "Nackt unter Wölfen" aufgearbeitet), das eben nicht den sozialistischen Weg gehen wollte sondern anderweitige Interessen hatte nach der Rettung.
Diese Thematik hatten wir mal im Literaturunterricht besprochen, wobei die Lehrerin basierend auf der Briefauskunft der Witwe von Bruno Apitz (Romanautor) die Wahrheit über den Werdegang des geretteten KZ- Kindes verkündete, gepaart mit einer gewissen Enttäuschung, hier mal eine kurze Dokumentation dazu http://www.mdr.de/damals/archiv/apitz100.html.



Nur zur Info.

Auf die Liste mit den hunderten Namen wartet man noch heute. Es gibt hierzu einen Brief von Frau Herta Däubler Gmelin, dass es - auch nach Rückfrage bei Herrn Wiesenthal - keine entsprechende Liste gibt. Was es gab, war eine Liste über rund 40 Personen der DDR die u.a. der NSDAP angehörten und wieder in den Medien der DDR tätig waren.


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#32

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 18:31
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #27
Immerhin hat die DDR jüdischen Opfern des Naziregimes bis zuletzt sehr hohe Posten im Politbüro zuerkannt, wie z.B. Hermann Axen und Albert Norden, die Nationalhymne wurde mit der Melodie des jüdischen Kommunisten Hans Eisler in Einklang gebracht.
All diese Personen wollten oder durften mit ihren jüdischen Wurzeln offensichtlich nicht hausieren gehen, so kommt mir das heute vor.
Auch ist mir suspekt, daß die DDR- Oberen nicht mit der Simon- Wiesenthal- Stiftung bei der Verfolgung von Kriegsverbrechern kooperierten, vermutlich wegen der amerikanisch- israelischen strategischen Partnerschaft, zumindest ist das nahe liegend.Kooperiert hat allerdings auch der BRD- Staat nicht mit den Nazijägern und selbst Frankreich behinderte die Verfolgung der Initiatoren dieser Jahrhundertverbrechen, indem man z. B. Akten zurück hielt.
Wohl hat man in der DDR jüdischen Verfolgten des Naziregimes geringere Renten gezahlt als "reinen" Kommunisten, andererseits verhängte man wiederum für die Schändung jüdischer Friedhöfe, wie z.B. 1988 in Berlin sechsjährige Freiheitsstrafen, dafür mußte man im Westen schon morden, auf jedem Fall hat man drüben Jugendliche für vergleichbare Taten nicht annähernd so hart bestraft wie in der DDR.
Zur Aufarbeitung gehört auch Honeckers Öffnung zum Staat Israel ziemlich am Ende seiner Herrschaft, die Unterstellung, er wolle sich über die Juden bei den Amis einkratzen und um Wirtschaftshilfe schnorren ist boshafte Propaganda, wobei ihm die Anerkennung durch die westliche Welt ohne Frage wichtig war.
Die Distanz zu den Juden sei wohl durch Stalin veranlaßt gewesen (siehe Link) http://www.youtube.com/watch?v=q4GdCNxSVDo, es gab aber auch kleine Episoden, wie z.B. das "Buchenwaldkind" (tatsächliches Vorkommnis im KZ Buchenwald, in Roman und Film als "Nackt unter Wölfen" aufgearbeitet), das eben nicht den sozialistischen Weg gehen wollte sondern anderweitige Interessen hatte nach der Rettung.
Diese Thematik hatten wir mal im Literaturunterricht besprochen, wobei die Lehrerin basierend auf der Briefauskunft der Witwe von Bruno Apitz (Romanautor) die Wahrheit über den Werdegang des geretteten KZ- Kindes verkündete, gepaart mit einer gewissen Enttäuschung, hier mal eine kurze Dokumentation dazu http://www.mdr.de/damals/archiv/apitz100.html.



Auszug aus Pkt. 8 eingesetzten Link :

Haben Sie auch Serge und Beate Klarsfeld geholfen?

Skiba: Nicht direkt als MfS, sondern über den Generalstaatsanwalt und das Dok.-Zentrum der Staatlichen Archivverwaltung. Als die beiden Alois Brunner, rechte Hand von Eichmann und wohl auch Resident des BND im Nahen Osten, unter dem Namen Altmann in Damaskus aufgespürt zu haben glaubten, war unsere Idee: Wenn sie es schaffen, ihn in eine Maschine zu setzen, die nach Berlin-Schönefeld fliegt, wird er von uns am Flughafen verhaftet. Dann machen wir gegen ihn ein Verfahren.

passport


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#33

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 18:45
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #30
Und schon geht's wieder durcheinander, ach G(e)rstungen ...
Schon als Du das Eh in Deinem Nick verhastet übergessen hast, also Gründlichkeit ist nun im Gegensatz zum sogenannten dritten Reich ja nun überhaupt nicht Dein Steckenpferd, hmm.
Was bitteschön hat jetzt die ethnische Abstammung mit dem Glauben zu schaffen. Die von Dir in (wohlbekannt primitiver ?) Stammtischmanier Genannten waren alles, also fast alles gläubige Kommunisten. Bei der Diaspora, die das auserwählte Volk die letzten paar tausend Jahre erfuhr, dürfte sich in jedem Stammbaum diesseits des Urals wohl jüdische Wurzeln nachweisen lassen? Nicht für umsonst reichte selbst der große Ariernachweis maximal bis 1750 zurücke. Apropos Ural, diese Umweltschützer weit hinterm Ural dürften doch nach Deinem Geschmacke sein ...
http://www.stern.de/fotografie/fotorepor...en-2033907.html

P.S. @Bugsy ich hoffe Du verfügst über die Zustimmung des Verfassers dieser Nachricht, diese hier zu veröffentlichen?

P.P.S. geht klar, iss ja nur so die Administration hier reagierte bisher bei an- und abgemahnten Urheberrecht immer recht hektisch und trat da auch schonemal den einen oder andern kompletten Thread in die Tonne. Naja, um diesen hier wär's ja nicht schad.


Wie pflegte mein Vater zu sagen,der seine besten Jugendjahre an der Ostfront,nach 6 Jahren Gefangenschaft :
Erst dann,wenn diese Leute selber mit ihrer dummen Sch..... im Dreck liegen,fällt der Arm von ganz alleine herunter.


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#34

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 18:57
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von Grstungen386 im Beitrag #21
turtle, so sehe ich das aus, Faschisten sind jedenfalls eine SPEZIFISCH ITALIENISCHE !!! Erscheinung, die deutschen Nationalsozialisten waren keine Faschisten. Mich stört generell diese pauschale Stigmatisierung Nazis=Fremdenfeinde=Ausländerfeinde=Antisemiten und die umgekehrte Bedeutung...
Das ist dermassen Humbug, sind die britischen "Nazis" Feinde (also Ausländer) der deutschen Nationalsozialisten ?? Eher wohl nicht....Sind die Kämpfer der Hamas, nun ausgewiesene "Antisemiten" "Nazis" ??. Diese Pauschalisierung ohne Beachtung von Nuancen trägt teilweise schon pathologische züge. Es gab ja bekanntlich auch in der linken 68-er Studentenbewegung reichlich antisemitische Beiklänge....Ach so habe noch was vergessen, "nazis" sind und waren ja angeblich auich alle homophob obwohl die SA sowas von schwul war....


na was waren sie denn dann, vielleicht eine Splittergruppe der Heilsarmee?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 20:39
von 94 | 10.792 Beiträge

SA, also Salvation Army iss jetzt ma ä bissel blöd als Beispiel @exgakl, so richtig dafür war'ns nicht aber auch nicht so richtig dagegen. Beim Winterhilfswerk der NSV zum Beispiel war'ns taper mit dabei ...
http://books.google.de/books?id=FcyA6DKn9M4C&pg=PA243
Noch mehr dazu auch ISBN 3-501-00155-X


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 07.08.2013 20:40 | nach oben springen

#36

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 07.08.2013 20:45
von Fritze (gelöscht)
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Ich sag mal ,faschistoide Gedanken kann jeder Mensch in sich tragen ! Wir waren von 1933-45 nicht dabei ! Warum massen wir uns ein Urteil an ?
Und der DDR wird doch im Nachhinein alles mögliche angedichtet . Zur Zeit ist doch alles wieder Wahlkampfgetöne !
"Schau die böse DDR ,sowas kriegt ihr ,wenn ihr Linke oder SPD wählt !
Wählt doch christlich und alles wird gut ! "


Jobnomade, Hackel39, Grstungen386 und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 10:12
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #18
Ach Alfred, wurden Generale der Wehrmacht beim NKWD automatisch von ihrer braunen Lackierung befreit und waren sie somit wieder kv(kriegverwendungsfähig) in der NVA ? Auch würde mich mal interessieren, wie die Russen es mit den deutschen Raketenspezialisten aus Peenemünde, die auch teilweise Angehörige der SS waren, hielten. Die wurden ja sofort angeheuert, wie bei den Amerikanern, um die Raketenindustrie aufzubauen. Da kamen offenbar keine ideologischen Bauchschmerzen auf, auch wenn sie Jahre zuvor noch KZ Sklaven für ihren Raketenbau in Peenemünde ausbeuteten. Der Zweck heiligte eben die Mittel, pfui deibel ist das alles eine verlogene Sache........

Diese Scheinheiligkeit, mit der die DDR all die Jahre ihre Nazi-Propaganda über den westl. Teil Deutschlands gemacht hat, ist ebenso eine solches Thema, man kann gar nicht so viel fressen, wie man kot... könnte
Vielleicht sollten wir mal einsehen, dass nach dem WK II eben nur ein deutsches Volk da war, welches wieder irgendwie in den Verwaltungen und Fabriken beschäftigt werden musste, um das Leben in dem verwüsteten Land wieder in gang zu bringen. Es gab kein entnazifiziertes 2.Ersatzvolk für die Zeit nach dem Krieg




Hallo Gert,

bei den Raketenspezialisten, kamen ja die Russen ein wenig zu spät, zu diesem Zeitpunkt waren ja von Braun und sein engerer Stab bereits auf den Weg nach Amerika. Die Russen haben zwar auch noch eine A4 Rakete abgekriegt, die als Basis für Ihr späteres Raumfahrtprogramm diente aber im Gegensatz zu von Braun der noch bis in die siebziger Jahre am amerikanischen Raumfahrtprogramm mitwirkte, haben die deutschen Ingenieure die von den Russen mitgenommen wurden, nur am Basisprogramm mitgearbeitet, später hat der russische Ingenieuer Sergei Koroljow das Ruder in die Hand genommen, den sein Verdienst auch war das Gagarin als erster ins Weltall flog. Die Amerikaner haben von der Existens Koroljows erst nach seinen frühen Tod im Jahre 1966 erfahren.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#38

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 10:21
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

Zitat von Fritze im Beitrag #36
Ich sag mal ,faschistoide Gedanken kann jeder Mensch in sich tragen ! Wir waren von 1933-45 nicht dabei ! Warum massen wir uns ein Urteil an ?
Und der DDR wird doch im Nachhinein alles mögliche angedichtet . Zur Zeit ist doch alles wieder Wahlkampfgetöne !
"Schau die böse DDR ,sowas kriegt ihr ,wenn ihr Linke oder SPD wählt !
Wählt doch christlich und alles wird gut ! "


Genauso sehe ich das auch. Stasi in der Schule statt Lauschskandal, die bitter, bitter böse DDR und ihre Nachfolger, gedöns um FDJ Symbolik....

Mit Dopping sieht es ja im Moment schlecht aus, da gibts keine Punkte zu machen


Jobnomade, Grstungen386 und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 12:00
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Fritze, so sehe ich das auch, alle diejenigen, Antifa und Kosorten, die das Ansehen unserer Vorfahren in den Dreck ziehen, sollen den Nachweis erbringen, dass sie in vergleichbarer Situation anders gehandelt hätten. Alleine schon die Mutation der Grünen von der Friedenspartei zum Kosovokriegsbefürworter zeigt doch schon, wie diese bei kleinstem Aussendruck ihre Prinzipien verraten....Ich leide jedenfalls immer noch mit unseren Wehrmachtssoldaten mit, wenn ich sie im Stalingrader Winter sehe,ohne dabei unbedingt auf der Seite des Führers zu stehen....



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#40

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 12:06
von Grstungen386 | 597 Beiträge

exgakl, Deine Ironie ist unangebracht, bitte lasse Dich mal von Oma/Opa/Urgrosseltern über die Arbeit der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) informieren (NSV). Vorbildliche Betreuung von Familien, wo der Vater an der Front war, Altensorge u.s.w.. Meine Oma war nur voller Lobes. Es gab auch im Dritten Reich Menschen, die, ohne "Nazis" zu sein, mitmenschliche Hilfe leisteten....



thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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