#21

RE: Wollte dies Kohl wirklich

in Themen vom Tage 03.08.2013 07:59
von Heckenhaus | 5.141 Beiträge

Zitat von Bugsy im Beitrag #15

Das war die ganze Politik damals, und auch die Ausländerfeindlichkeit der Deutschen in der BRD. In Gegenden wie Eidelstedt, Lokstedt, Schenefeld, usw. waren schon geeignete Wohnungen vorhanden, bloß wurden sie an Türken nicht vermietet. Stattdessen wurden sie als Menschen dritter Klasse behandelt und mit ihren Landsleuten in Gettos gezwungen, weil sie keine andere Wahl hatten. Und das jahrelang. Desgleichen in West Berlin. Es waren nur die "Randgebiete" wie Kreuzberg und Neukölln wo die Türken, Portugiesen, Jugoslawen, usw. eine Bleibe finden konnten. Also dort, wo die Deutschen kein Interesse hatten. Eine Wohnung in Wilmersdorf oder Zehlendorf oder Wannsee zu mieten war für sie praktisch unmöglich. Und das wiederholte sich in sämtliche Städten in der BRD, wo solche Ausländer wohnten. So nimmt es mich nicht Wunder, dass da eine gewisse Feindseligkeit aufgekommen ist. Das haben die nachfolgenden Generationen auch übernommen und zwar deshalb, weil die Ausländerfeindlichkeit, die ihre Eltern erfuhren nach wie vor vorhanden ist.

Es wird immer wieder gesagt, dass die "Ausländer" sich nicht integrieren wollen. Aber wie sollen die das denn machen, wenn ihnen überall und allerortens Ablehnung entgegenschlägt? Ich meine, irgendwann gibt auch jeder auf, wenn von der Gegenseite nichts als Spott und Hohn kommt, oder?

MsG

Ich nehme an, du meinst jetzt wirklich die Politik damals.
Meine Erfahrungen sind, egal wo in Deutschland, wenn der/die Ausländer, egal, ob ausmuslimischen Ländern, Hindus, Budhisten, Christen alles Richtungen hier einer geregelten Arbeit nachgehen, normales Geld verdienen, sich unsererGesellschaft und unseren Regeln nicht verschließen ,
sondern letztere achten, gibt es keine Probleme. Diese Menschen sind nach einer gewissen Eingewöhnungszeit in der Lage, sich ausreichend
zu verständigen und sie leben und wohnen in ganz normalen Wohnquartieren miteinander und gemeinsam mit Deutschen, und das ohne jegliche
Probleme.
Ich sehe das hier in BW, "Ausländer" haben Wohnungen gekauft, Polen, Türken, Italiener, Albaner, Russen, Inder usw.
Gleiches auch in Berlin, als Berliner habe ich noch genügend Verbindungen dorthin, deshalb weiß ich, wovon ich schreibe.
Und das alles sind auch keine "Sozialschmarotzer", ganz im Gegenteil, sie erwirtschaften Steuern und somit unseren gemeinsamen Lebensstandard.
Was Kohl wollte, ich spekuliere mal, diesen ungebremsten Nachzug stoppen. Denn wenn, bleiben wir bei den Türken, ein junges Paar nach Deutschland
kommt zum Arbeiten, ist es im Anschluß völlig problemlos und von der Politik legitimiert, das die Familie nachkommt. Familie bedeutet in diesem Falle
Eltern, Geschwister, möglichst noch Großeltern usw. Und da liegt der Hund begraben. Wer herkommt, um zu arbeiten, wird jederzeit willkommen sein.
Wer aber in Deutschland nur den Wohltäter sieht, ist zwar gut informiert, aber ist dann auch bereit, das grenzenlos auszunutzen. So bleibt von den
zwei zugewanderten Steuerzahlern nichts übrig, weil das Geld in die Stütze des Familienclans einfließt. Der eigentlich gewollte positive Effekt kehrt sich um.
Und wenn dann all diese Sozialfälle konzentriert in gewissen Stadtteilen untergebracht werden, auch aus finanziellen Gründen, was soll die zur Integration bewegen ? Sie sind ja quasi zu Hause.
Das sich dann hier radikale und kriminelle Tendenzen entwickeln, besonders unter jüngeren Menschen, wen wunderts.

Und wenn Kohl genau dort den Riegel vorschieben wollte, gebührt ihm allein dafür die höchste Auszeichnung des Landes.

Edit: Die integrationsbereiten und -bemühten Ausländer werden mit Sicherheit weder gemobbt, beschimpft noch sonstwie benachteiligt,
im Gegenteil. Meine Erfahrung, sogar noch aus meinen Arbeitsjahren sogar in Berlin-Kreuzberg, selbst mit Iranern, Türken und anderen
"niederen" Angehörigen der zugewanderten Ausländer ist ein gutes Zusammenarbeiten ohne weiteres möglich.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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zuletzt bearbeitet 03.08.2013 08:07 | nach oben springen

#22

RE: Wollte dies Kohl wirklich

in Themen vom Tage 03.08.2013 08:33
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #21
Zitat von Bugsy im Beitrag #15




Edit: Die integrationsbereiten und -bemühten Ausländer werden mit Sicherheit weder gemobbt, beschimpft noch sonstwie benachteiligt,
im Gegenteil. Meine Erfahrung, sogar noch aus meinen Arbeitsjahren sogar in Berlin-Kreuzberg, selbst mit Iranern, Türken und anderen
"niederen" Angehörigen der zugewanderten Ausländer ist ein gutes Zusammenarbeiten ohne weiteres möglich.



Keine Nachteile ?

Ich habe einen guten Freund in Berlin. Der ist jetzt rund 40 Jahre alt, in Deutschland geboren und Inhaber einer größeren Firma.
Er hat einen deutschen Vornamen aber sein Nachname "stempelt ihn als Ausländer " ab. Seine Freundin ist eine Urberlinerin.

Eines Tage wollte beide in einer schönen und auch teuren Lage in Berlin ein Haus kaufen. Da er immer sehr beschäftigt ist, machte seine Frau die Termine mit den Maklern und nahm auch immer die Erstbesichtigung vor.

Gefiel das Haus, kam er mit hinzu und es gab eine zweite Besichtigung. Es passierte 5 oder 6 mal, dass man nach der zweiten Besichtigung sich entschied, dass Haus zu kaufen. Er informierte dann den Makler, dass er allein dieses Haus kaufen würde. Er schob dann immer seine Karte rüber wo sein Name voll ausgeschrieben war. Bis zu diesen Zeitpunkt waren die Häuser immer frei . Man informierte ihn, dass man erst mal den Reservierungsvertrag macht und dann folgen die weiteren Schritte, wie Notar.

Wie aus heiteren Himmel folgten dann Anrufe, dass die Häuser doch schon verkauft sind, der Verkäufer nicht mehr möchte etc.. Das waren aber keine Fakten sondern wie uns 3 Makler bestätigten Ausreden. Man wollte "dort" keine Ausländer.

Ähnliches habe ich mit meinen Kumpel erlebt, als er Mitglied in einen etwas besser Fitnessklub werden wollte.


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#23

RE: Wollte dies Kohl wirklich

in Themen vom Tage 03.08.2013 08:46
von Heckenhaus | 5.141 Beiträge

@ Alfred. Ich habe meine Erfahrungen geschildert, wenn du andere Erkenntnisse hast, muß ich es hinnehmen.
Sollten Benachteiligungen, wie du sie schilderst, auftreten, hat man das Recht, dagegen gerichtlich vorzugehen.
Ob es jemand tut, sei dahingestellt, aber man kann.
Noch ein Beispiel auch aus Berlin : Meine Tochter ist mit einem Iraker in einer Lebensgemeinschaft, völlig ohne jegliche Probleme,
weder am Arbeitsplatz noch im Haus, noch im Alltag.
Und noch etwas ganz Kurioses : In Biesenthal bei Bernau gab es (vielleicht existiert er noch) vor Jahren einen China-Imbiß,
von einem Vietnamesen geführt, und wer hat dort sehr oft gegessen ? Die Kameraden mit Springerstiefel und Glatze.
Mich hats bald umgehauen, als ich das damals verfolgte (hab mal dort gewohnt bis 2003). Aber ich fands gut.

Soviel zum Thema Integration und Ausländerakzeptanz, aber wir schweifen von Kohl ab.
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#24

RE: Wollte dies Kohl wirklich

in Themen vom Tage 03.08.2013 09:03
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Das Verheerende der sogenannten Analogie, dass sie das Denken vereinfacht und deshalb bei vielen sehr beliebt ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Analogismus
Beispiel Vermieter: Wir wollen keine balkantypische Verhältnisse, also nehmen wir keine Personen mit Nachnamenendung "-ic"; "Drogenhändler" sind aus Afrika, also lieber keine Neger; "Diese Verschleierten!!" - also Muslime lieber nicht.
Da solches Denken nicht als ethisch korrekt gilt, gibt man eine 08/15 Begründung an und deshalb sind Vorurteile auch sehr hartnäckig und für die Betroffenen eine richtige Plage.
Theo
"Wo ist eigentlich Afrika??" - "Na weit weg kann es nicht sein, wir haben einen Schwarzen im Betrieb, der kommt mit dem Rad zur Arbeit!"


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#25

RE: Wollte dies Kohl wirklich

in Themen vom Tage 03.08.2013 10:15
von Lutze | 8.034 Beiträge

der eine Sohn von Helmut Kohl hat eine Türkin geheiratet,
ich kenne auch ein paar Türken persönlich,
sehr gastfreundlich,kann ich nur sagen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#26

RE: Wollte dies Kohl wirklich

in Themen vom Tage 03.08.2013 10:31
von turtle | 6.961 Beiträge

Ja leider ist es so das Vorurteile beeinflussen, und einige negative Beispiele oder Erfahrungen ganze Gruppen in Misskredit bringen.
Zu einem Fest der Kulturen gehen kommt nicht in Frage aber negativ Dargestelltes übernehmen ist kein Problem. Wenn sie sich selber im Ausland negativ benehmen merken sie es nicht einmal. Habe da schon gesehen das sie den Kellner behandelten als wäre er ein Idiot und Analphabet.
Auch wen ich mich wiederhole Ausländer die bereit sind sich zu intrigieren ,unsere Gesetze achten, Steuern bezahlen unsere Sitten und Gebräuche akzeptieren sind durchaus eine Bereicherung. Sie bringen auch viel Positives mit. Was wäre die USA heute ohne Zugereiste aus allen Herren Ländern. Wir dürfen nur nicht den Fehler wie in den USA machen ganze Rassen negativ abstempeln und als Minderwertig hinzustellen.
Für diejenigen welche unsere Gesetze missachten und mit Füßen treten ,ohne großes Verfahren abschieben.


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#27

RE: Wollte dies Kohl wirklich

in Themen vom Tage 03.08.2013 13:37
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Birne steigt sehr in meinem Ansehen, ist ja auch deckungsgleich mit den Ansichten von Thilo Sarrazin über das Türkentum.....



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#28

RE: Wollte dies Kohl wirklich

in Themen vom Tage 03.08.2013 16:49
von 94 | 10.792 Beiträge

@Alfred na das wird wohl nicht am ausländlichen Namensklange gelegen haben, sondern das dieser Name in einer inzwischen öffentlich zugänglichen zip/txt/csv-Datei auch drinne stand. Und wenn dann noch das Geburtsdatum mit einer PKZ, die ungünstigerweise auch noch genau in der Zeile mit diesem Name steht, korrospondiert ... na 'Treffer - versenkt!' würde ich dannemal sagen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 03.08.2013 16:51 | nach oben springen



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