#141

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 13.11.2012 15:04
von terraformer1 | 193 Beiträge

Jetzt will ich mir auch mal den ganzen Unsinn von der Seele erzählen, den ich in meiner Dienstzeit so abgezogen habe. Mein alter KC, der hier mitliest, möge mir verzeihen. So einiges hätte wohl fürs Militärgericht gereicht. ;-)

In den 28 Monaten meiner Dienstzeit als Uffz. im GR 42 hatte ich einmal die Möglichkeit eine Stunde allein auf der Führungsstelle KGSi zu sitzen. Mein KC, der an diesem Tag Dienst hatte, musste zu einem 10 km entfernten Postenpunkt, wo ein Baum über die Grenzmauer gekippt war, welchen er abgesägt hat.
Tja, da saß ich als Uffz. nun auf wichtigsten Führungsstelle des Grenzregiments und konnte mal mit den „ganz Großen“ telefonieren, welche sich wunderten, dass da ein Uffz. ans Telefon ging.
Mein KC hatte wohl viel Vertrauen in mich und hatte seine Aktentasche mit den GVS-Unterlagen auf der Führungsstelle zurückgelassen. Neugierig wie ich bin, habe ich die natürlich erstmal intensiv studiert und penibel darauf geachtet, dass die Aktentasche hinterher wieder exakt genau so dastand wie vorher. Es war sehr interessant mal solche Infos zu sehen, zu denen ich sonst überhaupt keinen Zugang hatte. Die Postenplanung der nächsten drei Tage stand darin und die Einstufung (den Begriff Blutgruppe gab es bei uns nicht) aller Angehörigen der Kompanie inklusive der Offiziere. Über diese habe ich mich besonders gewundert, da meine Vermutungen nicht immer zutrafen. Die Abteilung 2000 hatte da wohl ihre eigenen Ansichten.
Ich habe dann leichtsinnigerweise hinterher die Fahrer informiert, mit denen ich in den kommenden Tagen in den Dienst gegangen bin und auch diversen Leuten von den Einstufungen erzählt. Die Kompanie internen IMs haben das zum Glück nicht mitbekommen.

In meiner Stasi-Akte habe ich einen Eintrag gefunden, dass gegen mich einmal die Militärstaatsanwaltschaft ermittelte wegen Verdachts auf Beschädigung von Postensprecheinrichtungen. Leider kann ich mich genau daran nicht erinnern, allerdings war ich mal ein paar Tage nur als UvD eingesetzt, was mich damals verwundert hat. Die Ermittlungen wurden dann laut meiner Akte eingestellt, weil man mir nichts nachweisen konnte. Allerdings haben wir damals oft, in der Langeweile des Grenzdienstes, mit dem Seitengewehr am BT rumgekratzt und gehebelt, bzw. an den Sprechstellen, wenn ich mit dem Trabbi dort stand. Das haben aber fast alle gemacht.

Einmal sollte ich selber mit meinem Fahrer ein Postenpaar (mit AO 13) sichern, welches auf der Grenzmauer einen umgestürzten Baum beseitigen sollte. Ich sollte auf dem Kolonnenweg bleiben. Meine Einstufung war „2“ was ich aus der Aktentasche meines KCs nun wusste. ;-) Ich habe mir aber als Vorgesetzter der Aktion einfach das Recht herausgenommen, mit meinem Fahrer auch auf die Grenzmauer zu steigen. Ich ging sogar als Erster die Leiter hoch. So saßen wir dann zu viert da oben. Auf der Westseite war ein Westberliner im Garten und fragte uns, ob wir jetzt alle Bäume absägen. Wir haben nicht geantwortet. Das Ganze war etwa 3 Meter von der Grenzlinie entfernt im August 1988, drei Wochen vor meiner Entlassung. Einen Tag vorher hatte man mich zum Unterfeldwebel befördert.

Grenzen und Grenzmauern haben mich schon immer magisch angezogen. Nicht wegen Fluchtgedanken, sondern weil ich mich seit meiner Kindheit für Geografie und Kartografie interessiere. Ich hätte gerne mal am berühmten „Weißen Strich“ gestanden, aber dafür reichte meine Einstufung nicht. Aber auf der Mauer sitzen war auch nicht schlecht. ;-)
In unserem Grenzabschnitt gab es im Bereich Teltow ein sehr schmales Stück Grenzabschnitt wo ein AO13 BT nur etwa 5 Meter vom Grenzzaun entfernt stand (Postenpunkt 56, Bucht war das, für Insider). Dort war im Grenzzaun ein Tor eingelassen, welches ich nie offen erlebt habe. Nun kam man aber über den 6 Meter Kontrollstreifen nicht so einfach rüber und außerdem hätten das meine Genossen (mein Fahrer und das Postenpaar auf dem Turm) sicher auch nicht zugelassen. Im Winter war aber der K6 steinhart gefroren. Vom Turm aus konnte man das Tor im Zaun nur mühsam erkennen wenn man sich weit vorbeugt. Also habe ich, als ich mal zur Einweisung des Postenpaares fuhr meinen Fahrer schon den Turm hoch geschickt und bin dann mal kurz über den gefrorenen K6 bis an das Tor gegangen. Von dort konnte ich einen Grenzstein, vielleicht 2 Meter entfernt sehen. Ich habe diesen Moment so einfach für mich 2-3 Sekunden genossen und bin dann meinem Fahrer hinterher geklettert. Die Genossen auf dem Turm hatten nichts davon mitbekommen. Und ich hatte mir einen Wunsch erfüllt, einmal das Tor im Grenzzaun am Postenpunkt 56 berühren. ;-) In diesem Sommer, 24 Jahre später, habe ich das Tor noch mal berührt. Es steht noch (total zugewuchert) und die Fotos findet ihr hier im Archiv.

Tja, Radio gehört haben wohl die meisten im Dienst. 1987 gingen in Westberlin die ersten Privatsender on air. 100,6 hieß einer. Nachts kamen da immer ab 1 Uhr „Die erotischen Abenteuer von Migomi und Misako“, aus heutiger Sicht zwei notgeilen japanischen Girlies in Deutschland. Das war für uns Nachtschicht-gelangweile Grenzer natürlich immer eine Abwechslung. Allenfalls besser als der RIAS mit seinem Pop-Gedudel.
Ach ja, im Frühjahr gab es im Bereich Berlin-Lichtenrade eine Flucht (einer kam rüber, der andere hat es nicht über die Mauer geschafft und wurde mit Warnschüssen gestoppt). Keine fünf Minuten später kam das im RIAS („Schüsse an der Mauer“), gerade als ich die Info übers Grenzmeldenetz bekam.

Im Innendienst habe ich auch so allerhand Dummheiten gemacht, besonders wenn ich als UvD allein in der Kompanie war, die Einheit draußen im Grenzdienst und mein Gehilfe gerade schlief. Unter dem UvD-Dienstzimmer war der Keller des Nachrichten-Uffz. Dort war ein Verteilerkasten aller Telefonanschlüsse im Objekt, was ich beim nächtlichen Verfolgen von Kabeln im Kompaniegebäude mal rausgefunden hatte. Da ich einen Schlüssel für den Keller hatte und wusste, dass der KC einen öffentlichen Telefonanschluss in seinem Dienstzimmer hatte, lag es nah diesen für private Zwecke zu nutzen. Im Kabelschacht nach oben lagen mehrere ungenutzte Kabelstränge. Also habe ich die öffentliche Fernsprechleitung einfach mal nach oben ins UvD-Zimmer geleitet und, wenn keiner in der Kompanie war, das Kabel auf den UvD-Telefonapparat umgelegt. So konnte ich ein paar Mal kostenlos nachhause anrufen und nachts vor Langweile auch sinnlos in der ganzen DDR rumtelefonieren.
Nachdem diese Manipulation so einfach funktionierte, habe ich das dann auch noch mal mit dem Anschluss des Stasi-Offiziers von der Abteilung 2000 in der Kompanie, Hptm. Born…… gemacht. Einmal konnte ich mich in ein Gespräch reinhacken, aber ich war enttäuscht, wie langweilig die Telefongespräche von diesem Kameraden waren. Nur trockenes Gelaber über Personaleinschätzungen.
Ich weiß nicht, ob meine Manipulationen jemals jemand entdeckt hat. Einem Uffz. habe ich davon erzählt. Vermutlich sind die umgeleiteten Kabel dann mit dem Abriss des Gebäudes endgültig vernichtet worden.

Zweimal im Jahr war Wartungstag der SPWs im Fuhrpark. Beim letzten den ich mitgemacht habe, im Sommer 1988, habe ich mal in Ruhe die Optik des Turmgeschützes des SPWs demontiert und ein Prisma entnommen. Ich war Hobbyastronom und schon lange auf der Suche nach optischen Teilen für meine Teleskope. Hochwertige Prismen waren in der DDR einfach nicht zu bekommen. Also habe ich mich eben mal beim Militär bedient. Zum Glück ist nach meiner Entlassung bis zum Untergang der DDR kein Krieg ausgebrochen. Viel getroffen hätte man mit dem Geschütz sicher nicht mehr. ;-)

So, mehr fällt mir im Moment nicht ein. Mehr als genug Material für den Militärstaatsanwalt sicher… ;-)


94, hardi24a, andy55 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#142

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 13.11.2012 15:16
von Fritze (gelöscht)
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Aber hallo Terraformer ! Da haste ja schon ganz schönen Bockmist gebaut,würde mein alter Zugführer sagen.
Bei mir kam auch einiges zusammen .So im Grenzdienst bei Kälte Feuer anmachen und Würste grillen.dann haben wir ,wenn wir Kontrollen vermutet haben , die Gegend mit Schnur (Ganz dünne Angelsehne )abgesperrt wo Flaschen oder Scherben klirrten ,wenn jemand gegenlief.Pilze sammeln sowieso und überflüssigerweise die Handleuchtzeichen verschossen,aus Langeweile.


terraformer1 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#143

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 18.11.2012 21:09
von jecki09 | 422 Beiträge

ich weiß, dass unsere Posten nahe Kreuzburg die Werra vor dem K 2 ausgeleuchtet haben. Also Leuchtzeichen, nicht zu schräg, auf die Wasseroberfläche. 1 Stern Rot oder 1 Stern Grün sah noch besser aus als 1 Stern weiß.

Teuer wurde es bei einer letzten Schicht für unsere Heimgänger. Alle hatten 1-3 Leuchtzeichen vom POP 501 - POP 552 verschossen. (Begründung - diensthabende Schwein/Reh) Sogar die Polizisten vom Kontrollpunkt "Roter Kopf" hatten sich aufgeregt, auch der Diensthabende in GB. Somit war der KC plötzlich nachts in der GK - nichts mit Frei. Bei Dienstschluss wurde jede Leutzeichentasche kontrolliert und im Regiment mussten alle EK´s bevor sie nach Hause durften die Leutzeichen bezahlen. Das sprach sich dann schnell rum, so dass es nicht mehr - in dieser Größenordnung - vorkam.


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#144

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 05.03.2013 10:03
von 82zwo | 123 Beiträge

Na je 2x 1Stern Gelb mußte jeder schießen.die Deckel (den Schraubverschluß) waren für das
Alltags bzw Felddienstbandmaß denn die waren bei uns alle gleich . dann gabs auch noch
Luxus Bandmaß. Urlaubs Bandmaß oder wie sie alle so genannt wurden .



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#145

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 05.03.2013 15:57
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Kennt ihr das noch mit dem Abzug gedrückt halten und dann mehrfach durchziehen das es die Mumpeln raushaut?
War auch so ein richtiger Blödsinn.


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#146

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 05.03.2013 16:01
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #145
Kennt ihr das noch mit dem Abzug gedrückt halten und dann mehrfach durchziehen das es die Mumpeln raushaut?
War auch so ein richtiger Blödsinn.


ging auch ohne mehrfaches durchziehen... vorher einfach Sicherungshebel nach unten, Abzug gedrückt halten und den ganzen Mist haute es vorn raus


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#147

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 05.03.2013 16:07
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von exgakl im Beitrag #146
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #145
Kennt ihr das noch mit dem Abzug gedrückt halten und dann mehrfach durchziehen das es die Mumpeln raushaut?
War auch so ein richtiger Blödsinn.


ging auch ohne mehrfaches durchziehen... vorher einfach Sicherungshebel nach unten, Abzug gedrückt halten und den ganzen Mist haute es vorn raus


Aber erst durchziehn und dann drücken, odär?
Hauts den Mist auch vorn raus wenn du erst drückst und dann entsichert durchziehst?
Waffenexperten


zuletzt bearbeitet 05.03.2013 16:16 | nach oben springen

#148

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 05.03.2013 16:16
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #147
Zitat von exgakl im Beitrag #146
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #145
Kennt ihr das noch mit dem Abzug gedrückt halten und dann mehrfach durchziehen das es die Mumpeln raushaut?
War auch so ein richtiger Blödsinn.


ging auch ohne mehrfaches durchziehen...

vorher

einfach Sicherungshebel nach unten, Abzug gedrückt halten und den ganzen Mist haute es vorn raus


Aber erst durchziehn und dann drücken, odär?
Hauts den Mist auch vorn raus wenn du erst drückst und dann durchziehst?
Waffenexperten



ich schrieb ja "vorher"


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#149

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 06.03.2013 13:14
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #147
....Hauts den Mist auch vorn raus wenn du erst drückst und dann entsichert durchziehst?
Waffenexperten



Bei der Kaschi wirkt der Unterbrecher nur in der Einzelfeuerstellung.
In Dauerfeuerstellung löst der Hammer aus und trifft den Schlagbolzen auch, wenn du erst drückst und dann den Verschluß durchziehst und bei gedrücktem Abzug vorschnellen läßt. Sobald du den Abzug losläßt, wird der Hammer in der Klinke gefangen.
Allerdings macht dann der Verschlußhebel aus deiner rechten Hand bei hinreichender Unvorsichtigkeit schnell Kleinholz. So schnell bekommst du die Finger einfach nicht weg. Oder doch, nur etwas "anders".


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#150

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 08.03.2013 20:33
von 82zwo | 123 Beiträge

wir haben nen BT11 zum schaukeln gebracht indem wir hin und zuück gerannt sind immer schön gleichmäßig .
Ach ja bei Sturm waren die Türme gesperrt weil sie geschaukelt haben !!!
ja wir waren jung und leichtsinnig aber fest davon überzeugt - das Ding hält - wie immer - na uns passiert doch nichts



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#151

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 08.03.2013 20:43
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Zitat von 82zwo im Beitrag #150
wir haben nen BT11 zum schaukeln gebracht indem wir hin und zuück gerannt sind immer schön gleichmäßig .
Ach ja bei Sturm waren die Türme gesperrt weil sie geschaukelt haben !!!
ja wir waren jung und leichtsinnig aber fest davon überzeugt - das Ding hält - wie immer - na uns passiert doch nichts



Ohje - das stimmt. Haben wir auch gemacht.
Bohnerwachs (FüSt) brocken angezündet und Platzer von den R 67 rein gesteckt. Aus heutiger Sicht - Absoluter Irrsinn.

Bei dem Bohnerwachs fällt mir was ein. Hattet ihr mal Schwierigkeiten, weil ihr euren BT schmutzig an die Ablösung übergeben wolltet ?


zuletzt bearbeitet 08.03.2013 20:49 | nach oben springen

#152

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 09.03.2013 11:23
von Lutze | 8.027 Beiträge

die Beobachtumstürme haben gewackelt?kann ich mir nicht so richtig vorstellen,
mal eine Frage dazu,ist so ein Turm bis zur Wendezeit umgefallen?
oder ist das nur Grenzergarn?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#153

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 09.03.2013 12:13
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #152
die Beobachtumstürme haben gewackelt?kann ich mir nicht so richtig vorstellen,
mal eine Frage dazu,ist so ein Turm bis zur Wendezeit umgefallen?
oder ist das nur Grenzergarn?
Lutze


Hallo Lutze,

mir ist kein Fall bekannt, dass einer umgefallen wäre.
Gewackelt haben die schon. Schau Dir doch mal an, wie die Dinger gebaut sind, ähnlich wie die typischen Platten-Hochhäuser:
Betonteile, die Bewehrung verschweisst und die Fugen verschmiert. Und oben, auf den Röhren ein Kopfteil, das überragt.
Etwas stärkerer Wind - und schon schwingt das Ganze. Und wenn oben jemand darin herumhüpft und durch den passsenden Rhytmus die Konstruktion in Resonanz bringt, klappt das auch.

Guss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 09.03.2013 12:14 | nach oben springen

#154

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 09.03.2013 12:40
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #153
Zitat von Lutze im Beitrag #152
die Beobachtumstürme haben gewackelt?kann ich mir nicht so richtig vorstellen,
mal eine Frage dazu,ist so ein Turm bis zur Wendezeit umgefallen?
oder ist das nur Grenzergarn?
Lutze


Hallo Lutze,

mir ist kein Fall bekannt, dass einer umgefallen wäre.
Gewackelt haben die schon. Schau Dir doch mal an, wie die Dinger gebaut sind, ähnlich wie die typischen Platten-Hochhäuser:
Betonteile, die Bewehrung verschweisst und die Fugen verschmiert. Und oben, auf den Röhren ein Kopfteil, das überragt.
Etwas stärkerer Wind - und schon schwingt das Ganze. Und wenn oben jemand darin herumhüpft und durch den passsenden Rhytmus die Konstruktion in Resonanz bringt, klappt das auch.

Guss Hartmut

ich wäre da nicht hochgekrochen,bin nicht schwindelfrei,war das mit den eckigen
Türmen auch so?denn die wurden ja schrittweise von den runden Türmen ersetzt
Lutze


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#155

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 09.03.2013 12:51
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #151
[quote=82zwo|p238164]wir haben nen BT11 zum schaukeln gebracht indem wir hin und zuück gerannt sind immer schön gleichmäßig .
Ach ja bei Sturm waren die Türme gesperrt weil sie geschaukelt haben !!!
ja wir waren jung und leichtsinnig aber fest davon überzeugt - das Ding hält - wie immer - na uns passiert doch nichts



Ohje - das stimmt. Haben wir auch gemacht.
Bohnerwachs (FüSt) brocken angezündet und Platzer von den R 67 rein gesteckt. Aus heutiger Sicht - Absoluter Irrsinn.

Bei dem Bohnerwachs fällt mir was ein. Hattet ihr mal Schwierigkeiten, weil ihr euren BT schmutzig an die Ablösung übergeben wolltet ?[/quote]

Dazu kann ich was sagen.Hatte meinen Postenplatz BT übergeben.War runter zum Kolonnenweg meldete mich von dort noch mal übers GMN um dann auf den LO zu warten der uns aufnahm.Aber was bekam ich zu hören,ich musste noch mal hoch zum BT,weil die Ablösung dort drei Zigarettenkippen fand und musste die beseitigen.Wegen drei so lausiger Kippen,hätte doch die Ablösung selber schnell erledigen können.Aber nach einige Wochen kam es anders,ich lösten den selben Postenführer ab.Und kurz bevor sein Zug raus fuhr aus dem Schutzstreifen--meldete ich zu Füst--das der Postenplatz nicht sauber übergeben würde.Ergebniss---sie mussten noch mal kehrt machen.Ja so kann es geschehen-für mich war es ein Hochgenuss,den seine Lappe gesehen zu haben.


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#156

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 09.03.2013 13:22
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #155
Zitat von Mike59 im Beitrag #151
[quote=82zwo|p238164]wir haben nen BT11 zum schaukeln gebracht indem wir hin und zuück gerannt sind immer schön gleichmäßig .
Ach ja bei Sturm waren die Türme gesperrt weil sie geschaukelt haben !!!
ja wir waren jung und leichtsinnig aber fest davon überzeugt - das Ding hält - wie immer - na uns passiert doch nichts



Ohje - das stimmt. Haben wir auch gemacht.
Bohnerwachs (FüSt) brocken angezündet und Platzer von den R 67 rein gesteckt. Aus heutiger Sicht - Absoluter Irrsinn.

Bei dem Bohnerwachs fällt mir was ein. Hattet ihr mal Schwierigkeiten, weil ihr euren BT schmutzig an die Ablösung übergeben wolltet ?[/quote]

Dazu kann ich was sagen.Hatte meinen Postenplatz BT übergeben.War runter zum Kolonnenweg meldete mich von dort noch mal übers GMN um dann auf den LO zu warten der uns aufnahm.Aber was bekam ich zu hören,ich musste noch mal hoch zum BT,weil die Ablösung dort drei Zigarettenkippen fand und musste die beseitigen.Wegen drei so lausiger Kippen,hätte doch die Ablösung selber schnell erledigen können.Aber nach einige Wochen kam es anders,ich lösten den selben Postenführer ab.Und kurz bevor sein Zug raus fuhr aus dem Schutzstreifen--meldete ich zu Füst--das der Postenplatz nicht sauber übergeben würde.Ergebniss---sie mussten noch mal kehrt machen.Ja so kann es geschehen-für mich war es ein Hochgenuss,den seine Lappe gesehen zu haben.

selber Schuld,ich hätte auch keine Lust dazu den Dreck anderer wegzuräumen,
oder war Ordnung und Sauberkeit ein Fremdwort?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#157

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 09.03.2013 13:27
von GKUS64 | 1.605 Beiträge

Hallo Rostocker,

so ein nichtiges Problem hätten wir zu unserer Zeit (1964/65) mit ein bisschen Flachserei untereinander geklärt, war denn zu deiner Zeit ??? sowenig Kameradschaft untereinander vorhanden?

MfG

GKUS64


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#158

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 09.03.2013 13:59
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #157
Hallo Rostocker,

so ein nichtiges Problem hätten wir zu unserer Zeit (1964/65) mit ein bisschen Flachserei untereinander geklärt, war denn zu deiner Zeit ??? sowenig Kameradschaft untereinander vorhanden?

MfG

GKUS64


Hier kann ich meinem Untersuhler Mitkämpfer Bernd nur Beifall klatschen, denn solche Gemeinheiten gab damals bei uns nicht !


MfG
Jawa350
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#159

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 09.03.2013 16:08
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Zitat von Jawa 350 im Beitrag #158
Zitat von GKUS64 im Beitrag #157
Hallo Rostocker,


GKUS64


Hier kann ich meinem Untersuhler Mitkämpfer Bernd nur Beifall klatschen, denn solche Gemeinheiten gab damals bei uns nicht !



Was meinst du mit

Zitat
denn solche Gemeinheiten gab damals bei uns nicht


Das ihr keine versifften BT übergeben habt oder im Keim der Vorgänger euren Dienst verrichtet habt? Irgend wo gab es auch schon mal ein Thema Notdurft im Grenzdienst und eine "Danksagung" an die Grenzer die dazu einen Splitterbunker (Eule) benutzten.


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#160

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 09.03.2013 16:17
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #157
Hallo Rostocker,

so ein nichtiges Problem hätten wir zu unserer Zeit (1964/65) mit ein bisschen Flachserei untereinander geklärt, war denn zu deiner Zeit ??? sowenig Kameradschaft untereinander vorhanden?

MfG

GKUS64


Nein GKU---Das geschah nicht innerhalb der Kompanie,sondern bei der Bat.Sicherung,wo man von einer anderen Kompanie abgelöst wurde.Und da gab es halt 1 bis 2 Leutchen die so pingelig waren.Bei uns wurde das so gehandhabt,das eine halbe Stunde vor Ablösung der Posten noch mal kontollierte ob der Postenplatz sauber war.Darunter viel.das die Kanzel vom BT gefegt war,das die Absätze in der Röhre sauber waren und das es aussen herrum sauber war.


Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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