#201

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 20:14
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #198
Zitat von Lutze im Beitrag #195
Zitat von Rainman2 im Beitrag #192
Zitat von Lutze im Beitrag #190
Zitat von 82zwo im Beitrag #187
Ja wie Urlaub. Wenn wir nur nicht immer schon mit einem Bein in Schwedt gewesen wären .

wegen so ein leckeres Knackerwürstchen und ein Bier dazu glaube ich nicht,
da hätte sich der eventuelle Anschwärzer sich gerne dazu gesellt
Lutze

Naja, für Bier im Grenzdienst hätte es in den 80er Jahren kaum Schwedt gegeben, außer vielleicht, ein Kraftfahrer hätte sich betrunken oder es wäre aufgrund des Alkohols zu Vorkommnissen mit der Schusswaffe gekommen. Selbst bei Schnaps gab es "nur" Arrest. Aber tatsächlcih hätte sich damit niemand erwischen lassen dürfen. Der Ärger wäre groß gewesen.

Im übrigen war den Vorgesetzten bei vielen Sachen bekannt, dass sie gemacht wurden. Aber es gab ja auch einen positiven Nebeneffekt: Wer Unfug anstellt, achtet auch schärfer auf die Umgebung, damit er nicht erwischt wird. Heute würde man sowas als Win-Win-Stuation bezeichnen. Aber ich gestehe, hätte ich einen Posten beim Brutzeln erwischt, hätte ich ihm eher einen Einflauf gemacht, als mich einladen lassen. Und er hätte es sogar verdient, denn der EK, der sich vom Polit im Grenzdienst hätte bei Unfug erwischen lassen, der verdiente es nicht anders.

ciao Rainman

was hättest du davon, wenn du denen einen Einlauf verpasst hättest,zählt da nicht auch das
menschliche?ich hätte ein Würstchen mit gegessen,und denen gesagt,es bleibt unter uns,
und jede Menge Plusspunkte wären dir auch sicher,menschlich gesehen
Lutze


Lutze sorry aber Du kannst das nicht verstehen....ein Grenzer durfte das nicht und keiner wußte mit wem man er zu tun hatte und ob der Kumpel von der Abteilung 2000 war.....
und die meisten waren gut 1 Jahre am Kanten und zu kurz für vertrauensduselei.
Zwischen Uffz-en und Grundwehrdienstleistenden war ein besseres Verhältnis als zu Offz-en, bedingt durch Dienstgrad und Dienstzeit sowie politischer Einstellung.
Es gab den politischen Auftrag die Grenze abzusichern und nicht eine Gartengrillparty zu machen.
Ich persönlich würde sagen , es war eine harte Zeit und mit damaligen Bw- Verhältnissen nicht zu vergleichen.


man muss selber gedient haben um das zu verstehen,schon klar,mal eine andere Frage,
wo steht noch so ein runder Wackelturm der begehbar ist?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#202

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 20:40
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #201
Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #198
Zitat von Lutze im Beitrag #195
Zitat von Rainman2 im Beitrag #192
Zitat von Lutze im Beitrag #190
Zitat von 82zwo im Beitrag #187
Ja wie Urlaub. Wenn wir nur nicht immer schon mit einem Bein in Schwedt gewesen wären .

wegen so ein leckeres Knackerwürstchen und ein Bier dazu glaube ich nicht,
da hätte sich der eventuelle Anschwärzer sich gerne dazu gesellt
Lutze

Naja, für Bier im Grenzdienst hätte es in den 80er Jahren kaum Schwedt gegeben, außer vielleicht, ein Kraftfahrer hätte sich betrunken oder es wäre aufgrund des Alkohols zu Vorkommnissen mit der Schusswaffe gekommen. Selbst bei Schnaps gab es "nur" Arrest. Aber tatsächlcih hätte sich damit niemand erwischen lassen dürfen. Der Ärger wäre groß gewesen.

Im übrigen war den Vorgesetzten bei vielen Sachen bekannt, dass sie gemacht wurden. Aber es gab ja auch einen positiven Nebeneffekt: Wer Unfug anstellt, achtet auch schärfer auf die Umgebung, damit er nicht erwischt wird. Heute würde man sowas als Win-Win-Stuation bezeichnen. Aber ich gestehe, hätte ich einen Posten beim Brutzeln erwischt, hätte ich ihm eher einen Einflauf gemacht, als mich einladen lassen. Und er hätte es sogar verdient, denn der EK, der sich vom Polit im Grenzdienst hätte bei Unfug erwischen lassen, der verdiente es nicht anders.

ciao Rainman

was hättest du davon, wenn du denen einen Einlauf verpasst hättest,zählt da nicht auch das
menschliche?ich hätte ein Würstchen mit gegessen,und denen gesagt,es bleibt unter uns,
und jede Menge Plusspunkte wären dir auch sicher,menschlich gesehen
Lutze


Lutze sorry aber Du kannst das nicht verstehen....ein Grenzer durfte das nicht und keiner wußte mit wem man er zu tun hatte und ob der Kumpel von der Abteilung 2000 war.....
und die meisten waren gut 1 Jahre am Kanten und zu kurz für vertrauensduselei.
Zwischen Uffz-en und Grundwehrdienstleistenden war ein besseres Verhältnis als zu Offz-en, bedingt durch Dienstgrad und Dienstzeit sowie politischer Einstellung.
Es gab den politischen Auftrag die Grenze abzusichern und nicht eine Gartengrillparty zu machen.
Ich persönlich würde sagen , es war eine harte Zeit und mit damaligen Bw- Verhältnissen nicht zu vergleichen.


man muss selber gedient haben um das zu verstehen,schon klar,mal eine andere Frage,
wo steht noch so ein runder Wackelturm der begehbar ist?
Lutze



da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen...hab sie nach meiner Zeit nicht mehr gesehen...vielleicht kann Dir HIER jemand weiterhelfen....


xxx
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#203

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 20:49
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Ich hatte es ja an anderer Stelle schon geschrieben, wir haben oftmals im Grenzdienst Knacker auf Spiritustabletten gegrillt, Pilze gesammelt, einmal bei der Absicherung von Forstarbeiten auch Schaschlyk am Lagerfeuer gegrillt (die Forstabeiter hatten es entfacht), bei der Rückkehr in die Kompanie auch Schnaps eingeschmuggelt.
Alkohol im Grenzdienst war im Wesentlichen tabu: einmal im Sommer 79 war ich mit einemUnteroffozier auf dem Rhönkopf nachts auf Kontrollstreife - am Küchenfenster der Kneipe in Birx geklopft und kurz darauf gab es 2 kleine Bier.
Die Vorsicht und Aufmerksamkeit für die Umgebung haben wir bei all diesen Aktionen nie ausser Acht gelassen.
Dass uns aufgrund einer solchen Sache ein Grenzverletzer durchgehuscht wäre, halte ich für eine Legende.
Wenn ein Postenpaar, so wie wir damals, einen ca. 5 km langen bewaldeten Abschnitt zu sichern hatte, konnten sie sowieso nicht alles überblicken - was geschieht, wenn wir bei unseren Kontrollgängen plötzlich ein Loch im Zaun ist, was 2 Stunden vorher noch nicht dort war, mochte sich keiner von uns ausmalen.
Und unsere Offiziere haben uns da ganz bewusst im Unklareren darüber gelassen, wer dann "schuld" ist und was diesem geschieht.
Heute, hier, im Forum bekomme ich dazu ehrliche Antworten (Rainmann2, Jaecki09 ) - aber damals ?
Klassenauftrag nicht erfüllt - ab nach Schwedt ?
Noch etwas: Zwischen Soldaten, Gefreiten und Unteroffizieren (3 Jahre) herrschte ein recht gutes Verhältnis, was den Umgang mit solchen Verstössen im Grenzdienst betraf - da hatte praktisch jeder "Dreck am Stecken" und es galt der Grundsatz:
Der Kavalier geniesst und schweigt. Die "Neuen", die frisch von der Ausbildung kamen, wurden kurze Zeit auf Vertrauenswürdigkeit "getestet" (ein paar vorschriftsmässige Schichten) und bald waren sie in so ziemlich allen Blödsinn eingeweiht.
Die Offiziere waren, was solche Dinge betrifft, einfach tabu. Sie hatten eine andere Position in dem Ganzen - aus, Schweigen drüber.
In Vacha dann gab es eine Ausnahme: mein Zugführer, ein Unterleutnant, 3 Jahre verpflichtet. Aber der hat wiederum gegenüber den Berufsoffizieren über solche Dinge wie ein Grab geschwiegen, da bin ich sicher.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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zuletzt bearbeitet 10.03.2013 21:27 | nach oben springen

#204

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 21:00
von 82zwo | 123 Beiträge

Irgendwie hat der Grenzer ein Gefühl dafür ob ne Kontrolle im Abschnitt ist .
Oder wir waren gewarnt 3xKnacken im Funk = Buckel im Abschnitt



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#205

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 21:04
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #195
Zitat von Rainman2 im Beitrag #192
... Im übrigen war den Vorgesetzten bei vielen Sachen bekannt, dass sie gemacht wurden. Aber es gab ja auch einen positiven Nebeneffekt: Wer Unfug anstellt, achtet auch schärfer auf die Umgebung, damit er nicht erwischt wird. Heute würde man sowas als Win-Win-Stuation bezeichnen. Aber ich gestehe, hätte ich einen Posten beim Brutzeln erwischt, hätte ich ihm eher einen Einflauf gemacht, als mich einladen lassen. ...

was hättest du davon, wenn du denen einen Einlauf verpasst hättest,zählt da nicht auch das
menschliche?ich hätte ein Würstchen mit gegessen,und denen gesagt,es bleibt unter uns,
und jede Menge Plusspunkte wären dir auch sicher,menschlich gesehen
Lutze

Hallo Lutze,

es kamen hier schon antworten dazu, aber nochmal aus meiner Sicht ein paar Worte dazu. Ich kann mich nicht in politischen Schulungen und Informationen vorn hinstellen, die Weltlage in den düstersten Tönen malen, die besondere Verantwortung der Grenztruppen und jedes einzelnen derselben zur Erhaltung des Friedens verkünden und gleichzeitig Verstöße im Grenzdienst tolerieren. Selbst wenn es mir menschlich weh getan hätte, jemanden zu bestrafen - ich hätte es tun müssen. Neben der Frage, dass ich damit quasi die Konsistenz meiner politischen Meinung hätte unter Beweis stellen müssen, standen auch noch andere Überlegungen im Raum. Ich mache mich erpressbar, wenn ich ein Vorkommnis decke. Ich nutze die Situation von Unterstellten aus (immerhin haben die Angst vor einer Bestrafung und ich esse ihnen dann auch noch ihr Zeug weg - solche Vorwürfe gab es durchaus, wenn es hart auf hart kam). Jobnomade hat es hier im Beitrag #203 schon richtig beschrieben. Einige Vorgesetzte, die nur auf Zeit da waren, konnten solche Sachen mitmachen. Aber bei Berufsoffizieren hätte es kein Pardon gegeben. Es wurde hier auch die Verwaltung 2000 angesprochen. Ich gestehe, dass die IM in der Kompanie immer ein Argument mit waren, Dinge nicht durchgehen zu lassen - man musste halt deren Meldeweg immer "mitdenken". Aber, einen Verstoß in der Grenzsicherung zu tolerieren, ging schon vom Grundsatz her nicht. Nach so einer Sache hätte mich erst recht keiner mehr ernst genommen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#206

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 21:08
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #203
Ich hatte es ja an anderer Stelle schon geschrieben, wir haben oftmals im Grenzdienst Knacker auf Spiritustabletten gegrillt, Pilze gesammelt, einmal bei der Absicherung von Forstarbeiten auch Schaschlyk am Lagerfeuer gegrillt (die Forstabeiter hatten es entfacht), bei der Rückkehr in die Kompanie auch Schnaps eingeschmuggelt.
Alkohol im Grenzdienst war im Wesentlichen tabu: einmal im Sommer 79 war ich mit einemUnteroffozier auf dem Rhönkopf nachts auf Kontrollstreife - am Küchenfenster der Kneipe in Birx geklopft und kurz darauf gab es 2 kleine Bier.
Die Vorsicht und Aufmerksamkeit für die Umgebung haben wir bei all diesen Aktionen nie ausser Acht gelassen.
Dass uns aufgrund einer solchen Sache ein Grenzverletzer durchgehuscht wäre, halte ich für eine Legende.
Wenn ein Postenpaar, so wie wir damals, einen ca. 5 km langen bewaldeten Abschnitt zu sichern hatte, konnten sie sowieso nicht alles überblicken - was geschieht, wenn wir bei unseren Kontrollgängen plötzlich ein Koch im Zaun ist, was 2 Stunden vorher noch nicht dort war, mochte sich keiner von uns ausmalen.
Und unsere Offiziere haben uns da ganz bewusst im Unklareren darüber gelassen, wer dann "schuld" ist und was diesem geschieht.
Heute, hier, im Forum bekomme ich dazu ehrliche Antworten (Rainmann2, Jaecki09 ) - aber damals ?
Klassenauftrag nicht erfüllt - ab nach Schwedt ?
Noch etwas: Zwischen Soldaten, Gefreiten und Unteroffizieren (3 Jahre) herrschte ein recht gutes Verhältnis, was den Umgang mit solchen Verstössen im Grenzdienst betraf - da hatte praktisch jeder "Dreck am Stecken" und es galt der Grundsatz:
Der Kavalier geniesst und schweigt. Die "Neuen", die frisch von der Ausbildung kamen, wurden kurze Zeit auf Vertrauenswürdigkeit "getestet" (ein paar vorschriftsmässige Schichten) und bald waren sie in so ziemlich allen Blödsinn eingeweiht.
Die Offiziere waren, was solche Dinge betrifft, einfach tabu. Sie hatten eine andere Position in dem Ganzen - aus, Schweigen drüber.
In Vacha dann gab es eine Ausnahme: mein Zugführer, ein Unterleutnant, 3 Jahre verpflichtet. Aber der hat wiederum gegenüber den Berufsoffizieren über solche Dinge wie ein Grab geschwiegen, da bin ich sicher.

Gruss Hartmut





Du glaubst die Berufssoldaten waren da anders drauf? Na vielleicht haben die nicht so viele Knacker gegrillt, die haben halt andere Sachen abgezogen und nicht zu knapp. Sicher wird das ein Soldat in seiner Zeit nicht so mitbekommen haben. Aber im laufe der Jahre kam da schon allerhand zusammen.


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#207

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 21:15
von 82zwo | 123 Beiträge

die alten runden B-Türme wirds wohl nicht mehr geben die waren 81/82 schon auslaufmodelle.
und in meinem alten Abschnitt wurden alle Türme abgerissen - auch die neuen !



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#208

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 21:22
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

nein Mike,
ich glaub nicht, dass die Berufsoldaten Heilige waren.
Aber Rainmann hat's ja geschrieben: sie konnten es sich nicht leisten, manche Dinge zu decken, weil es ja noch andere Meldewege "nach oben" gab, die sie auch nicht im Detail kannten.
Auf der GK Kaltenwestheim 1979 wurde ich ja mehrfach von einem Offizier der "2000" beackert, um mich zur Zusammenarbeit zu bewegen. Dank meiner Instinkte war ich recht schweigsam ihm gegenüber und die Sache verlief im Sande. Ich hatte hier in einer anderen Diskussion schon mal davon geschrieben.
Was die Berufsunteroffiziere betrifft - in der Regel Zugführer, die im Grenzdienst auf der Führungsstelle sassen oder Kontrollstreife liefen - so waren bei den Gefreiten genug Infos vorhanden, wer von ihnen in was prinzipiell eingeweiht war.
Naja, und wegen so Kleinigkeiten wie eines Luftkissens hat sich wohl keiner einen Kopf gemacht: vor dem Spiess verschwand das Ding einfach.
Und die Zugführer hatten sicher selbst alle so ein Ding, wer wollte sich schon einen kalten Ar... holen.

Gruss Hartmut


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#209

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 21:26
von Sennewald | 25 Beiträge

Wenn ein Postenpaar, so wie wir damals, einen ca. 5 km langen bewaldeten Abschnitt zu sichern hatte, konnten sie sowieso nicht alles überblicken - was geschieht, wenn wir bei unseren Kontrollgängen plötzlich ein Koch im Zaun ist, was 2 Stunden vorher noch nicht dort war, mochte sich keiner von uns ausmalen.


hallo Jobnomade, nicht boese sein , ich mach sowas sonst nicht, abweichend vom Thema, musste ich diesmal wirklich herzhaft lachen ueber den Koch im Zaun....

ich weiss, jeder vertippt sich mal und K und L liegen dicht beieinander, es ist schon toll welche freudschen fehlleistungen , im zusammenhang mit unserem Grenzthema, daraus werden..also nicht sauer sein
Dirk



Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#210

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 21:29
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

danke, ich hab's korrigiert.
(hab selber jetzt lachen müssen beim Lesen)

Gruss Hartmut


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#211

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 21:38
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

Menschenskind, was solls ? Wir waren jung, mitunter etwas übermütig, hatten Langeweile in den 8 Stunden und wo viele Männer zusammen sind, kommen auch eine Menge verrückte Ideen auf. Heute würde man sicher das Eine oder Andere nicht mehr machen, aber damals ?
Das ist die Seite des Grenzerlebens, die i.d.R. nicht in den Zeitungen seht. Außer einmal, als ein ziemlich großer Artikel von mir (mit Foto hinter dem Zaun)
in der Thür.Allgemeinen stand. Da ging es um die andere Seite des Grenzdienstes. Einige von Euch hatten ihn gelesen, aber nur mal als Hinweis für die Neuen.
Und was den Alkohol im Dienst betrifft. Klar, es wurde nichts mit rausgenommen (zumind. bei mir nicht), aber mit jede Menge Restalkohol vom Weinbrand verschnitt auf der Bude heimlich, das kommt in der Wirkung auf´s Gleiche heraus. Und das auch noch als Kradfahrer.



zuletzt bearbeitet 10.03.2013 21:40 | nach oben springen

#212

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 22:08
von utkieker | 2.929 Beiträge

Zitat von Sennewald im Beitrag #209
Wenn ein Postenpaar, so wie wir damals, einen ca. 5 km langen bewaldeten Abschnitt zu sichern hatte, konnten sie sowieso nicht alles überblicken - was geschieht, wenn wir bei unseren Kontrollgängen plötzlich ein Koch im Zaun ist, was 2 Stunden vorher noch nicht dort war, mochte sich keiner von uns ausmalen.


hallo Jobnomade, nicht boese sein , ich mach sowas sonst nicht, abweichend vom Thema, musste ich diesmal wirklich herzhaft lachen ueber den Koch im Zaun....

ich weiss, jeder vertippt sich mal und K und L liegen dicht beieinander, es ist schon toll welche freudschen fehlleistungen , im zusammenhang mit unserem Grenzthema, daraus werden..also nicht sauer sein
Dirk

Hallo Sennewald,

wie hieß das noch so schön mit Lärm und Licht halten wir die Grenze dicht. Möglicherweise haben auch Gerüche nach Gegrillten und Gebratenen mutmaßliche GV's von uns fern gehalten!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 10.03.2013 22:09 | nach oben springen

#213

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 22:15
von utkieker | 2.929 Beiträge

Zitat von 82zwo im Beitrag #207
die alten runden B-Türme wirds wohl nicht mehr geben die waren 81/82 schon auslaufmodelle.
und in meinem alten Abschnitt wurden alle Türme abgerissen - auch die neuen !

Hallo 82zwo, hallo Lutze,

Der runde B- Turm (BT11), steht u. a. noch in Börgerende und in Kühlungsborn an der schönen Ostsee sie gehörten zum Inventar der Grenzbrigade Küste.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#214

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 11.03.2013 09:14
von Grete85 | 840 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #213
Zitat von 82zwo im Beitrag #207
die alten runden B-Türme wirds wohl nicht mehr geben die waren 81/82 schon auslaufmodelle.
und in meinem alten Abschnitt wurden alle Türme abgerissen - auch die neuen !

Hallo 82zwo, hallo Lutze,

Der runde B- Turm (BT11), steht u. a. noch in Börgerende und in Kühlungsborn an der schönen Ostsee sie gehörten zum Inventar der Grenzbrigade Küste.

Gruß Hartmut!


Und der in Kühlungsborn ist sogar begebar!

der in Börgerende und der in Kühlungsborn
Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
utkieker, Jobnomade und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.03.2013 09:16 | nach oben springen

#215

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 11.03.2013 09:34
von Rostocker | 7.736 Beiträge

Zitat von 82zwo im Beitrag #199
Ihr habt doch keine Ahnung was Die Posten so alles gemacht haben !!!
Denn dann hattet ihr uns dafür bestraft


Wir wollen es mal so betrachten.Und wie es die Überschrift hier schon sagt--Unfug im Dienst an der Grenze---Wir waren Jung,8 Std Grenzdienst.Routine schlich sich ein und jeder versuchte halt seine Zeit da draußen irgendwie über die Runden zu bekommen.Wenn man vieles hier lesen tut,kommt es so rüber,als ob es Damals gang und gebe war mit den Unfug.War es sicher nicht,aber vieles wurde so gehandhabt.
Aber im Prinzip haben wir und ich will mich nicht ausschließen,ein Wachvergehen begangen.Und wer sich erwischen lassen hat,war halt selber Schuld und musste eine Bestrafung ins Auge sehen. Denn Wachvergehen wurde und wird in jeder Armee dieser Welt bestraft.Nur mal so ein Beispiel:Junge Bundeswehrsoldaten die sich ja in einen Krieg befinden,begehen ein Wachvergehen.Die werden dann genauso bestraft und das gibt es kein--Du Du mach das nie wieder.Ja heute sind wir Älter geworden,schreiben vielles hier nieder und sagen uns.Gut,das alles so Reibungslos über die Runden ging.


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#216

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 11.03.2013 09:52
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Grete85 im Beitrag #214
Zitat von utkieker im Beitrag #213
Zitat von 82zwo im Beitrag #207
die alten runden B-Türme wirds wohl nicht mehr geben die waren 81/82 schon auslaufmodelle.
und in meinem alten Abschnitt wurden alle Türme abgerissen - auch die neuen !

Hallo 82zwo, hallo Lutze,

Der runde B- Turm (BT11), steht u. a. noch in Börgerende und in Kühlungsborn an der schönen Ostsee sie gehörten zum Inventar der Grenzbrigade Küste.

Gruß Hartmut!


Und der in Kühlungsborn ist sogar begebar!

der in Börgerende und der in Kühlungsborn
Gruß Grete




@Lutze:
gaaanz vorsichtig besteigen..... und nicht schaukeln !!!
Wir wollen doch die letzten Denkmale erhalten

Gruss Hartmut


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#217

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 11.03.2013 10:07
von utkieker | 2.929 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #195
was hättest du davon, wenn du denen einen Einlauf verpasst hättest,zählt da nicht auch das
menschliche?ich hätte ein Würstchen mit gegessen,und denen gesagt,es bleibt unter uns,
und jede Menge Plusspunkte wären dir auch sicher,menschlich gesehen
Lutze

So wie Rainman reagiert hat geht das schon in Ordnung, schließlich waren wir die kleinen "Sünder". Als Vorgesetzter mußte man sich auch hier und da mal durchsetzen, sicherlich mit Augenmaß. Tut er es nicht, macht er sich vollkommen zum Klops und die Soldaten tanzen ihn auf der Nase herum. Menschlich gesehen ist es wie man bestraft wird, ein salomonisches Urteil zu fällen, welches auch dem Delinquenten gerecht wird.
Man spricht dann immer von Tat und Schuld angemessen, drei Jahre Schwedt wäre wohl überzogen und ein Augenzwinkern wäre dem Vergehen nicht angemessen. Aber eine ernsthafte Aussprache mit einer Verwarnung im Wiederholungsfall verbunden mit Arbeitsverrichtung, daß kann jeder Soldat nachvollziehen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
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#218

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 11.03.2013 10:22
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #195
was hättest du davon, wenn du denen einen Einlauf verpasst hättest,zählt da nicht auch das
menschliche?ich hätte ein Würstchen mit gegessen,und denen gesagt,es bleibt unter uns,
und jede Menge Plusspunkte wären dir auch sicher,menschlich gesehen
Lutze


Ach, Lutze.....

das Risiko, beim Unfug erwischt zu werden, das war doch die Würze im grauen Grenzeralltag.
Und wenn ich beim Grillen erwischt worden wäre und bekäm dafür mal den Ausgang gestrichen und eine Arbeitsverrichtung ausser der Reihe......
ich hätte das mit Fassung getragen.
Die anderen hätten eine Weile 'was zum Lästern gehabt und bald schiesst der Nächste einen Bock und sorgt für Gesprächsstoff.

Gruss Hartmut


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#219

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 11.03.2013 11:22
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #216
Zitat von Grete85 im Beitrag #214
Zitat von utkieker im Beitrag #213
Zitat von 82zwo im Beitrag #207
die alten runden B-Türme wirds wohl nicht mehr geben die waren 81/82 schon auslaufmodelle.
und in meinem alten Abschnitt wurden alle Türme abgerissen - auch die neuen !

Hallo 82zwo, hallo Lutze,

Der runde B- Turm (BT11), steht u. a. noch in Börgerende und in Kühlungsborn an der schönen Ostsee sie gehörten zum Inventar der Grenzbrigade Küste.

Gruß Hartmut!


Und der in Kühlungsborn ist sogar begebar!

der in Börgerende und der in Kühlungsborn
Gruß Grete




@Lutze:
gaaanz vorsichtig besteigen..... und nicht schaukeln !!!
Wir wollen doch die letzten Denkmale erhalten

Gruss Hartmut



Danke für die Info,werde mir diesen Wackelturm in Kühlungsborn mal genauer anschauen,
aber bevor ich da hoch krieche,gönne ich mir eine schöne Knackwurst mit einem Bierchen dazu
wird mein nächster Wochenendausflug
Lutze


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#220

RE: Unfug im Dienst an der Grenze :-)

in Grenztruppen der DDR 11.03.2013 11:59
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #205
Zitat von Lutze im Beitrag #195
Zitat von Rainman2 im Beitrag #192
... Im übrigen war den Vorgesetzten bei vielen Sachen bekannt, dass sie gemacht wurden. Aber es gab ja auch einen positiven Nebeneffekt: Wer Unfug anstellt, achtet auch schärfer auf die Umgebung, damit er nicht erwischt wird. Heute würde man sowas als Win-Win-Stuation bezeichnen. Aber ich gestehe, hätte ich einen Posten beim Brutzeln erwischt, hätte ich ihm eher einen Einflauf gemacht, als mich einladen lassen. ...

was hättest du davon, wenn du denen einen Einlauf verpasst hättest,zählt da nicht auch das
menschliche?ich hätte ein Würstchen mit gegessen,und denen gesagt,es bleibt unter uns,
und jede Menge Plusspunkte wären dir auch sicher,menschlich gesehen
Lutze

Hallo Lutze,

es kamen hier schon antworten dazu, aber nochmal aus meiner Sicht ein paar Worte dazu. Ich kann mich nicht in politischen Schulungen und Informationen vorn hinstellen, die Weltlage in den düstersten Tönen malen, die besondere Verantwortung der Grenztruppen und jedes einzelnen derselben zur Erhaltung des Friedens verkünden und gleichzeitig Verstöße im Grenzdienst tolerieren. Selbst wenn es mir menschlich weh getan hätte, jemanden zu bestrafen - ich hätte es tun müssen. Neben der Frage, dass ich damit quasi die Konsistenz meiner politischen Meinung hätte unter Beweis stellen müssen, standen auch noch andere Überlegungen im Raum. Ich mache mich erpressbar, wenn ich ein Vorkommnis decke. Ich nutze die Situation von Unterstellten aus (immerhin haben die Angst vor einer Bestrafung und ich esse ihnen dann auch noch ihr Zeug weg - solche Vorwürfe gab es durchaus, wenn es hart auf hart kam). Jobnomade hat es hier im Beitrag #203 schon richtig beschrieben. Einige Vorgesetzte, die nur auf Zeit da waren, konnten solche Sachen mitmachen. Aber bei Berufsoffizieren hätte es kein Pardon gegeben. Es wurde hier auch die Verwaltung 2000 angesprochen. Ich gestehe, dass die IM in der Kompanie immer ein Argument mit waren, Dinge nicht durchgehen zu lassen - man musste halt deren Meldeweg immer "mitdenken". Aber, einen Verstoß in der Grenzsicherung zu tolerieren, ging schon vom Grundsatz her nicht. Nach so einer Sache hätte mich erst recht keiner mehr ernst genommen.

ciao Rainman

warst du wirklich so ein strenger Polit-Offizier?kann ich mir nicht so richtig vorstellen,
du hast doch den selben Beruf erlernt wie ich als Kfz-Mechaniker,immer schmutzige
Hände usw.,und zum Feierabend ein Bierchen mit den Kollegen gehörte dazu,
und wenn sich ein Grenzer sich das mal gemütlich macht,ich hätte das nicht so eng
gesehen
Lutze


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