#1

Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 15:44
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Vor ein paar Monaten habe ich mir den Stadtplan "Bedrohte Stadt" vom Pharus Verlag gekauft. Als Untertitel "CIA-Plan Region Berlin". Die darin verarbeiteten Daten sollen von 1985 stammen. Nun habe ich an deren Wahrheitsgehalt sehr starke Zweifel. Im Plan sind sowjetische Raketenstellungen im Berliner Stadtbezirk Marzahn angegeben. Es ist der große rote Fleck rechts auf dem Ausschnitt. Habe den Teil mal gescannt und der folgt jetzt:

Was sagt denn die Forumgemeinde zu diesen Angaben. Direkt links unterhalb des angegebenen Gebietes liegen jetzt die Gärten der Welt.
Peter, der Zaunkönig


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
zuletzt bearbeitet 24.07.2013 15:46 | nach oben springen

#2

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 16:32
von suentaler | 1.923 Beiträge

Wenn ich das richtig sehe, ist dieses Gebiet jetzt ein Teil des Neubaugebietes Berlin-Hellersdorf.
Das wurde wohl Mitte der 80iger errichtet, wenn es da sowj. Raketenstellungen gab, sind die längst weg und überbaut.
Die Standortdatenbank der sowjetischen Streitkräfte bringt für Hellersdorf auch kein Ergebnis.


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#3

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 17:09
von werner | 1.591 Beiträge

Sagt die CIA, dass das bestehende Stellungen sind oder evtl. vorgesehene Stellungen? Manchmal ist das auch schwammig formuliert, da kann man interpretieren noch und nöcher . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#4

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 17:51
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Waren das die gleichen die sie dann später beim Saddam... ?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#5

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 17:59
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Ich habe von 1980 bis 1984 in Kaulsdorf gewohnt, nördlich der S-Bahn, Richtung Hellersdorf, meine Schwester wohnt fast auf
dem Fleck seit 1981, aber Russen waren dort nie zu sehen, geschweige denn Raketen.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#6

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 18:23
von Moskwitschka (gelöscht)
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Die Karte kann aber nicht von 1985 stammen. Denn da gab es meines Wissens schon die Verbindung zwischen der Allee der Kosmonauten und der Herzbergstarße, oder

LG von der grenzgaengerin


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#7

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 18:30
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #5
Ich habe von 1980 bis 1984 in Kaulsdorf gewohnt, nördlich der S-Bahn, Richtung Hellersdorf, meine Schwester wohnt fast auf
dem Fleck seit 1981, aber Russen waren dort nie zu sehen, geschweige denn Raketen.

Das hat mich auch ein wenig verwirrt. Ich wohnte damals 1977/78 in der Hörnower Straße und bin täglich daran vorbeigegangen. Ich habe sowas dort nie gesehen.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#8

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 22:34
von Zaunkönig | 624 Beiträge

@ Grenzgängerin
Auf der Karte ein Stempel: Oct 17 1985. Der erklärenden Text vom Verlag: Die Bedrohung des Freien Berlin durch den Warschauer Pakt wird durch eine CIA-Karte der Berlin-Region aus dem Jahr1985 verdeutlicht. Zitat Ende.

Antwort für die anderen Frager: Im Alliiertenmuseum in Dahlem ist ein riesiges Luftbild, darauf ist dieser Ort auch als Raketenstandort angegeben. Wahrscheinlich durch die Trampelpfade, die auf dem Luftbild zu sehen sind, sind die Schlaumeier vom CIA darauf gekommen. Nur, diese Schlaumeier hätten sich mal einen Stadtplan von Berlin (Falkplan 1985) besorgen sollen, in dem ist dort der Ort Hellersdorf mit einer Busendhaltestelle und ganz am nördlichen Rand des Gebietes sogar ein Straßenbahnhof eingezeichnet. Aber die trauen wohl dem bösen, bösen russischen Bären alles mögliche zu, nur keinen gesunden Menschenverstand.
Vor einem Jahr habe ich mal die Chefin vom Museum dazu angesprochen. Sie war ganz erstaunt darüber und wollte sich zu dem Fall schlau machen. Nun war ich aber seitdem noch nicht wieder dort und weiß nicht, was daraus geworden ist.
Zu werners Frage: Dort steht eindeutig in deutsch und englisch: Sowjetische Raketenstellungen.

Tja und das werden wohl dieselben Raketen sein, die die Amis bei Saddam gesucht haben.
Peter, der Zaunkönig


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
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zuletzt bearbeitet 24.07.2013 22:41 | nach oben springen

#9

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 23:08
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Zaunkönig,

ich habe in der Gegend von 1962 bis 1963 und von 1968 bis 1978 gelebt. In der Zeit habe ich keinen einzigen sowjetischen Soldaten dort gesehen. Im Gegenteil - es waren Amerikaner, Engländer und Franzosen, die dort regelmäßig ihre Patrouille gefahren sind. Ihr Augenmerk galt in erster Linie dem Objekt in der Beilsteiner Str.. Sie sind die Beilsteiner Straße hoch gefahren, rechts in den Merler Weg abgebogen und dann wieder rechts in die Marzahner Chaussee um Richtung Friedrichsfelde zu fahren.

Seit 1982 gab es eine direkte Verbindung zwischen der Herzbergstraße und der Allee der Kosmonauten, die in Deiner Karte nicht verzeichnet ist. Diese Verbindung ist zwar ausschließlich eine Straßenbahnlinie und ein befestigter Fußgängerweg, von dem ich der Meinung bin, dass dieser 1985 kartografisch erfasst worden sein musste. Vergleichskarten liegen mir nicht vor, sondern nur die Streckenführung der Straßenbahn von 1982.
http://www.berliner-verkehr.de/trbilder/netz_bvb_1982.jpg

Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 24.07.2013 23:12 | nach oben springen

#10

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 23:33
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Hallo Grenzgängerin,

in dem Falkplan von 1985 ist die Straßenbahn an Herzberge vorbei auch schon eingezeichnet. Wer weiß, wo die CIA Holzköppe die Karte herhaben? Der Pharusverlag hat ganz klein neben weiterem Text unter die Karte geschrieben: Wir danken der Universität Washington (State), die uns freundlicherweise die Kartengrundlage aus ihrer Kartensammlung zur Verfügung gestellt hat. Ende Zitat.
Aber mir ging es hauptsächlich um die angebliche Raketenstellungen, die die ganz bösen bösen Sowjets da um Westberlin rum aufgebaut haben. Weiter nördlich; 2km nördlich von Bernau; ist nämlich noch eine Raketenstellung eingezeichnet. Aber da ist auch vor 10 Jahren noch ein Sperrgebiet in eine Wanderkarte eingezeichnet.
Peter, der Zaunkönig


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
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#11

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2013 23:57
von Moskwitschka (gelöscht)
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Bernau ist für einen Berliner schon fast "Ausland" Aber da wird sich bestimmt im Forum jemand finden, der Dir weiterhelfen kann.

LG und gute Nacht von der grenzgaengerin

EDIT Hier ein link zu einem russischen Forum, wo sich ehemlige sowjetische Soldaten austauschen, die in Bernau stationiert waren
http://nazadvgsvg.ru/viewforum.php?id=26

Und hier der link http://nazadvgsvg.ru/ mit den im Forum vertretenen Standorten in der DDR

Als Gast kann man in diesem Forum auch Anfragen im Gästebuch stellen ohne registriert zu sein.


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zuletzt bearbeitet 25.07.2013 01:23 | nach oben springen

#12

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2013 01:40
von Mart | 734 Beiträge

Ich wäre ausnehmend vorsichtig mit Aussagen wie "die Doofen vom CIA".

Wenn die berichtet haben, dass dort Raketen waren - dann waren dort auch welche. Also zu dieser Aussage versteige ich mich.

Die Frage (und die hat noch niemand gestellt!) ist eher, was denn ganz genau an Raketen das gewesen sein mögen. Das ist der wichtigste Punkt - sonst kann man sich alles schenken und wie mehrere Vorredner ganz klassenkämpferisch "haha, Scud, ja?" rufen.

Da wäre für 1985 so einiges vorstellbar: Eine SA-11-Abteilung brauchte nicht so sehr viel Platz. Und die war gedeckt unterbringbar: Die freundliche Gegenseite hat die erkannt, die eigene Bevölkerung nicht - es gibt derartige Beispiele. Aber auch TLA käme in Frage. - Im Grunde benötigt man ein Luftbild von 1985 - oder zuvor. Ist im Alliiertenmuseum ein derartiges Luftbild?

Zu Bernau: Ja, in der ehemaligen Luftnachrichtenkaserne. Diese Einheit zur 6. Garde-MSD.


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#13

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2013 05:54
von werner | 1.591 Beiträge

@Mart Spätestens nach 1990 wären diese Raketenstellungen, selbst im leeren Zustand, aufgeflogen, sind sie aber nicht. Heißt das jetzt, dass sie immer noch da sind??

Selbst Rückbaumaßnahmen wären aufgefallen.

Und warum sollte die CA in ein einsehbares Gelände bauen, wenn sie keine 10km weiter schöne Wälder hat? Ist mir nicht schlüssig.

Und wenn Du diese SA-11 meinst

http://www.peters-ada.de/sa11_buk.htm

verstehe ich den Hinweis auf gedeckte Unterbringung und die Alternative TLA nicht. Wie ich das sehe, sind SA-11 Fla-Raketen, also irgendwie auch in der TLA. Glaube irgendwo mal gelesen zu haben, dass die vorrangig aber wohl in Verbindung mit der Verteidigung von UR-100 eingesetzt wurden, also anderen wichtigen mobilen Einheiten.

Und wie soll für diese eine gedeckte Unterbringung auf freiem Feld ausgesehen haben?

Da das mobile Einheiten sind greift da wohl eher die schon in #3 gestellte Frage, ob geplante/vorgesehene Raketenstellung, mit der beantwortet sich auch die Frage "was für Raketen".


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
zuletzt bearbeitet 25.07.2013 05:56 | nach oben springen

#14

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2013 13:16
von Fritze (gelöscht)
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gelöscht


zuletzt bearbeitet 26.07.2013 11:52 | nach oben springen

#15

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2013 13:25
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #14
Ich habe im Dez. 1989 eine Wohnung erhalten, die sich in einem Wohnobjekt befand ,in welchem Angehörige eines NVA-Objektes ihre Wohnungen hatten.Dieses NVA-Objekt war das Betreuungsobjekt zu einer 1.5km weit entfernt im Wald liegenden SS-20 Stellung (6Stück).
Die Stellung hatte eine eigene Stromversorgung ,Baracke zur Unterbringung der Wachkräfte und zu jeder der 6 Raketenstationen einen eigenen kleinen
Betonschutzraum.
Die Fläche des Objekts betrug in etwa 4 ha und war komplett umzäunt mittels Maschendrahtzaun . Eine neue Stellung war auch schon im Bau .Diese lag ungefähr 500m von der Alten. Dort war schon eine Umrandungsmauer und ein Wachgebäude errichtet .Dieses Objekt war in etwa 6ha gross . Verständlicherweise sind die Arbeiten an diesem Objekt Anfang Nov. 1989 eingestellt worden.
Schon im Jahre 1990 wurde die Umfassungsmauer und das Wachgebäude abgerissen und mit der Wiederaufforstung begonnen.
Die Sprengköpfe von den 6 Raketen in der alten Stellung wurden im Frühsommer 1990 abtransportiert . Nach Aussagen von Angehörigen in die damalige SU.
Die Raketen standen weiter auf Fahrzeugen unter grossen Schleppdächern ,welche mittels Seilzug aufgezogen wurden .
Im Januar 1991 wurden diese auf den Fahrzeugen und dann weiter mit der Bahn in Richtung Russland abtransportiert.
Just in dem Augenblick als der damalige Bundespräsident v. Weizäcker bei einem Besuch aus der Prenzlauer Marienkirche trat ,fuhren die sechs Fahrzeuge mit den Raketen vorbei. Aber das hatte ich ja schon mal in einem anderen Thread erwähnt.
Bei dem Rückbau der Raketenstellung war eine Firma beauftragt ,vor allem die zahlreichen Betonteile zu zerkleinern und abzutransportieren .Das zog sich bis Sommer 1994 hin .
Also was ich damit ausdrücken will ,so schnell kann man die Reste einer solchen Stellung nicht beseitigen ,selbst wenn sich in der Nähe von Hellersdorf eine mobile Stellung gegeben hat ,müssten ja die Schleppdächer noch im nachhinein entsorgt worden sein.
Und eine Abdeckung mittels solcher Dächer müsste es zumindest gegeben haben ,denn sonst wäre sie ja von oben zu sehen gewesen wären !!!

Fritze



SS 20 in der DDR ?


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#16

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2013 13:31
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Er wird die 21er meinen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#17

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2013 14:32
von Grenzgänger (gelöscht)
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Na, dann will ich mal mein "Expertenwissen" einbringen:

erstmal das aktuelle Google- Earth Bild zum besseren Verständnis:



Das rote Polygon (Farbe zufällig !) stellt ja so in etwa das Gebiet der 1985 dort "festgestellten Raketenstellungen" dar..
Das weisse Polygon umreisst das Baugebiet in Hellersdorf, welches der VEB Hauptauftraggeber Komplexer Wohnungsbau des Bezirkes Cottbus (HAG), im Rahmen der Berlin- Initiative geplant hat. Die Bauausführung erfolgte dann durch das Wohnungsbaukombinat Cottbus.

In diesem VEB HAG war ich von 1978 bis 1985 als Planungsingenieur für Anlagen der Wasserwirtschaft (also Wasser-, Abwasserleitungen und Anlagen) tätig.
Den Auftrag zur Planung des o.g. Gebietes bekamen wir etwa (genau weiss ich es nicht mehr) 1980 / 81, jeder Bezirk bekam seinen Claim zugewiesen, nördlich von uns waren die Magdeburger Kollegen dran, südlich von uns die Karl- Marx- Städter..
Als "kleines Dankeschön" für die sozialistische Hilfe wurden dann die Straßen nach Orten aus den jeweiligen Bezirken benannt. Kann man also heute noch gut erkennen, wer damals geplant und gebaut hat..

So eine Planung beginnt natürlich mit einer Ortsbegehung des Baugebietes.. ich kann mich gut erinnern, wie ich mit den anderen Fachkollegen in Alt Hellersdorf (paar Häuser, paar Scheunen), etwa dort, wo der grüne Fleck im Foto ist, stand und wir uns das künftige Wohngebiet vorzustellen versuchten.
Man brauchte viel Phantasie.. nichts als Acker rundum, paar Bäume dazwischen, in der Ferne Marzahn zu sehen..

Und vor allem.. um zum Thema zu kommen.. auch keine russischen Raketen !

Ich war dann noch ein paar mal in der Bauphase dort, immer noch keine Raketen.. (vielleicht hat man aber auch Betonfahrmischer als mobile Raketenstartanlagen "fehlinterpretiert"..)

Und 1985 war dort alles schon bebaut.. dort hat richtig der Bär getobt, die Wohnungen wurden ja zu tausenden aus dem Boden gestampft.

Um das halbwegs für Propagandazwecker glaubhaft zu machen, hätten sich die "Darsteller" vor allem schon mal eine aktuelle Karte beschaffen können.

Ich vermute ja bei der Darstellung etwas anderes, nämlich dass die "Stellungen" etwas weiter südwestlich hätten dargestellt werden sollen. Dann wäre man nämlich auf dem Kienberg- und der bietet sich ja geradezu als raketenbestückter Bedrohungspunkt an !

Seht, dort oben auf dem Berg- hoch über der Stadt, dort stehen sie !

Und man hätte wieder etwas vom Teufelsberg abgelenkt..

Siggi


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zuletzt bearbeitet 25.07.2013 16:03 | nach oben springen

#18

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2013 14:41
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #14
Die Raketen standen weiter auf Fahrzeugen unter grossen Schleppdächern ,welche mittels Seilzug aufgezogen wurden .
Im Januar 1991 wurden diese auf den Fahrzeugen und dann weiter mit der Bahn in Richtung Russland abtransportiert.
Just in dem Augenblick als der damalige Bundespräsident v. Weizäcker bei einem Besuch aus der Prenzlauer Marienkirche trat ,fuhren die sechs Fahrzeuge mit den Raketen vorbei. Aber das hatte ich ja schon mal in einem anderen Thread erwähnt.
Bei dem Rückbau der Raketenstellung war eine Firma beauftragt ,vor allem die zahlreichen Betonteile zu zerkleinern und abzutransportieren .Das zog sich bis Sommer 1994 hin .
Also was ich damit ausdrücken will ,so schnell kann man die Reste einer solchen Stellung nicht beseitigen ,selbst wenn sich in der Nähe von Hellersdorf eine mobile Stellung gegeben hat ,müssten ja die Schleppdächer noch im nachhinein entsorgt worden sein.
Und eine Abdeckung mittels solcher Dächer müsste es zumindest gegeben haben ,denn sonst wäre sie ja von oben zu sehen gewesen wären !!!

Fritze

Waren alle solche Raketen auf Fahrzeugen? Ich frage deshalb, weil ich ca. Mitte 1992 eine solche (leere) Raketenstellung in der Nähe von Cottbus besichtigt habe. Die Schleppdächer waren noch vorhanden, aber auf den Betonfundament darunter konnte man sehen, dass irgendwas fest installiert war, weil Stahlschienen noch dort lagen. Noch dazu gab es eine riesige Betonhalle mit gewaltigen Stahltüren davor. Die Halle war sicherlich 30 Meter oder mehr hoch und darin konnte man hoch oben an den Wänden noch die Galerien sehen, von wo aus, nehme ich an, die Raketen gewartet wurden.

Nun weiß ich aber nicht mehr, wo die Stellung war. Ich habe mir zwar eine Notiz im Tagebuch gemacht, aber nicht den Ort erwähnt. Ich meine, wir fuhren nach Süden, aber ich kann mich irren. Das weiß aber sicher jemand anders.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#19

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2013 14:43
von nimmnix | 196 Beiträge

genausowenig wie ich dem pfaffen in der kirche glauben schenke ,schenke ich niemandem mehr glauben ..........keiner Behörde ,keinem Politiker .
weder deutsche noch ausländischen Sicherheitsdiensten .

um kriege anzuzetteln reichen gerüchte .


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#20

RE: Wahrheitsgehalt von Entdeckungen der CIA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2013 15:01
von Grenzgänger (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #18

Waren alle solche Raketen auf Fahrzeugen? Ich frage deshalb, weil ich ca. Mitte 1992 eine solche (leere) Raketenstellung in der Nähe von Cottbus besichtigt habe. Die Schleppdächer waren noch vorhanden, aber auf den Betonfundament darunter konnte man sehen, dass irgendwas fest installiert war, weil Stahlschienen noch dort lagen. Noch dazu gab es eine riesige Betonhalle mit gewaltigen Stahltüren davor. Die Halle war sicherlich 30 Meter oder mehr hoch und darin konnte man hoch oben an den Wänden noch die Galerien sehen, von wo aus, nehme ich an, die Raketen gewartet wurden.

Nun weiß ich aber nicht mehr, wo die Stellung war. Ich habe mir zwar eine Notiz im Tagebuch gemacht, aber nicht den Ort erwähnt. Ich meine, wir fuhren nach Süden, aber ich kann mich irren. Das weiß aber sicher jemand anders.

MsG


nach Süden- Könnte die Stellung der Fla- Raketenabteilung 311 in Groß- Döbbern gewesen sein.
Dort ist aber nichts 30 m hohes..

Vielleicht hast du auch das "Legendierungsbauwerk" für den Neubau des neuen Gefechtsstandes GS 31 der 1. LVD in Kolkwitz gesehen.. die Halle ist ja, wenn auch keine 30 m so doch vielleicht 10 bis 12 m hoch...

Man ist von solchen "geheimen" Sachen oft so beeindruckt, dass die Sinne einen Streich spielen.
Zu der Zeit war ja auch alles, was mehr als einen Lichtschalter an der Wand hatte "vollgestopft mit russischer Elektronik" - grusel, grusel

Siggi


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