#341

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 11:15
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von sentry im Beitrag #337
Zitat von Hanum83 im Beitrag #336
Als ich mich im April 84 huckepack zum GSZ-Tor raustragen ließ, da war ich wirklich froh das diese Schei... endlich ein Ende hat.



War das ein traditionelles Abgangsritual bei Euch? Auf jeden Fall ein gutes, wenn's so war.



Ja war so, am Ende der letzten Schicht bist du auf dem Posten rausgeritten
Wir hatten ja das Sicherungssystem wo du immer nur zu zweit raus und rein bist, wir wurden nie zusammen auf dem LKW in den Abschnitt gekarrt, da ging so eine "Zeremonie"
War aber lustig und kein böser EK-Kram.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
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#342

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 11:25
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #338
Wie war das eigentlich bei euch Männer auf Kompanie? Gab es da auch mal einen schwulen Jungen, somit einen, wo man es nur vermutete oder wo sich gar Einer geoutet hatte? Und hatte schwuler Junge dann irgendwelche Probleme? Wenn das hier im Thema verkehrt sein sollte, verfrachtet es in einen passenden Fred.

Rainer-Maria schon wieder weg, lasst euch also Zeit mit dem Nachdenken, ob da Einer in der Truppe bissel anders war?

Und einen guten Tag allen ins Forum


Wir hatten einen mit dem bezeichnenden Spitznamen "Uschi" weil der ein wenig so rüberkam, aber mehr als der Name war da nicht, der ging keinem an die Wäsche und hat seinen Dienst gemacht wie wir alle, der wurde auch nicht gemobbt oder so was in die Richtung.
Geschminkt hat der sich aber nicht, da hätte der Spieß sicherlich auch freigedreht.


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#343

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 12:13
von sentry | 1.077 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #341
War aber lustig und kein böser EK-Kram.


Nee glaub ich, ich hätte meinen Postenführer auch aus dem Abschnitt getragen, wenn das bei uns üblich gewesen wäre.


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#344

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 13:33
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Den ich ein halbes Jahr vorher raustragen durfte war aus Leipzig, ein richtig prima Kerl und so was wie mein Mentor gewesen, mit dem war ich sehr oft zusammen draußen und er war der älteste von uns mit 27, allerdings hat er auch gerne und viel gegessen was ihn wohlgenährt gemacht hatte, ich war ein dünnes Kerlchen damals und als er aufgesessen war schlackerten mir die Knie, aber ich hab ihn rausgeschleppt, war Ehrensache


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#345

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 16:14
von Niederlausitzer | 284 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #332
Hab gerade eine draußen geraucht und es regnete so schön, da ging die Erinnerung ein wenig zurück.
Wenn du so in der Nacht an der Grenze durch den Wald getrabt bist bei Regen, da war der ja noch finsterer als sonst und das Getropfe von den Bäumen, ich war nie ein Schisshase, aber da wurde es mir schon mulmig.
Mit dem Regenumhang und der Kaputze auf hat man ja auch beim Laufen mit dem Mitgrenzer neben dir nun nicht so das ausufernde Gespräch geführt, da hingst du ruhig deinen Gedanken nach und ein Gedanke war, hoffentlich kommst du hier bald raus und ins trockene Bett, aber 3 ewige Stunden hattest du noch.
So schön wie das oft an der Grenze war wenn im Sommer die Sonne schien, aber da, nee du, war nicht meins.
Bei solchem Wetter im Finstern waren dir sogar die sonst gehassten Turmschichten lieber als die Fußstreife im "Schweinewald", da war es trocken und du konntest dir einen schönen Ufo-Kaffee aufbrühen oder mit dem Hartspiritus-Kocher ne Konserve warm machen.
Ging es euch auch manchmal so?



Mir ging es genauso. Bei Regen und Sauwetter in den Grenzdienst zu müssen, durch den Wald zu traben oder an einem festen Beobachtungspunkt 8h oder länger auszuharren, da ist man oft schon mal an seine Grenzen gestoßen. Obwohl es noch ein Unterschied war, ob die Schicht am Tag oder in der Nacht war. Die reudigsten Nachtschichten bei so einem Wetter, waren bei uns eine 0 bis 8, 1 bis 9, 2 bis 10 oder eine 3 bis 11. Und in Neuenbau gab es viele solche nasskaltenTage mit Nebel und Regen. Hatte man dann noch einen neuen Posten mit der kaum sprach, dann wurde die Schicht zur Ewigkeit.
Auf dem Turm habe ich ja auch einige Schichten verbracht und wir haben es uns immer gut gehen lassen, was das Essen betrifft. Wie Du schon geschrieben hast, haben wir uns mal eine Konserve warm gemacht oder haben uns schöne überbackene Knifften mit Käse gemacht. Einfach die Brotbüchse auf den Heizkörper bis der Käse auf dem richtigen Punkt war, Ketschup drauf und los ging es. Man konnte nur hoffen, das es während des Essens zu keiner Auslösung kommt, denn bei uns mußte dann immer ein Offizier auf den Turm gekarrt werden, der dann das Kommando übernahm. Denn manchmal sah es auf dem Turm aus wie im Saustall und es roch wie in der Küche der GK. Die A - Gruppe hatte auch oft mitgegessen, wenn sie keine Einsatzzeit hatte. Also mußte man schnell die Spuren beseitigen, bevor sich meistens der KC oben breitmachte.
Man wollte ja nicht rundgemacht werden. Da der KC Kette rauchte, war nicht nur draußen Nebel sondern auch drinne. Was Du mit Ufo-Kaffee meinst weiß ich nicht. Das habe ich so noch nicht gehört.


03.11.1987 - 21.04.1988 US VI. Perleberg Uffz. Schüler, UaZ
28.04.1988 - 18.01.1990 GR-15 Sonneberg II.GB/ 6. GK Neuenbau UaZ, Ufw. der Reserve

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#346

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 16:41
von Niederlausitzer | 284 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #341
Zitat von sentry im Beitrag #337
Zitat von Hanum83 im Beitrag #336
Als ich mich im April 84 huckepack zum GSZ-Tor raustragen ließ, da war ich wirklich froh das diese Schei... endlich ein Ende hat.



War das ein traditionelles Abgangsritual bei Euch? Auf jeden Fall ein gutes, wenn's so war.



Ja war so, am Ende der letzten Schicht bist du auf dem Posten rausgeritten
Wir hatten ja das Sicherungssystem wo du immer nur zu zweit raus und rein bist, wir wurden nie zusammen auf dem LKW in den Abschnitt gekarrt, da ging so eine "Zeremonie"
War aber lustig und kein böser EK-Kram.

Hätte mich auch auf so einen traditionellen Abgang in meiner letzten Schicht gefreut. Durch den überraschenden Mauerfall im Nov. 89 kann ich mich an meine letzte Schicht nicht mehr erinnern. 7 Monate vorzeitig entlassen, keine große Verabschiedung, kein Essen, keine Urkunde nichts.
Mein Maßband was ich mühsam gestaltet hatte und ich mich schon mit voller Vorfreude gesehen habe, das Ding endlich zu ziehen dazu kam es auch nicht mehr.


03.11.1987 - 21.04.1988 US VI. Perleberg Uffz. Schüler, UaZ
28.04.1988 - 18.01.1990 GR-15 Sonneberg II.GB/ 6. GK Neuenbau UaZ, Ufw. der Reserve

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#347

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 17:57
von Rainer-Maria Rohloff | 1.335 Beiträge

Habe einmal zu meinem Text heute früh in #338 eine Geschichte gefunden, die ich früher einmal verfasst hatte.

Hallo zusammen und hin zu einer realen Geschichte, einer Geschichte, die mich weit nach meiner Wehrdienstzeit einholte. Ich nenne sie „Irgendwie war damals alles anders“.

„Der ist doch schwul.“ Wer? „Na der da auf dem Foto, der, der mit dir hier auf dem Bett sitzt“ Ich sah meinen Schwager wohl etwas irritiert an, denn alle in der Runde schauten irgendwie zu mir und auf mich und ich wusste genau, der Schwager hasste alles was nach Homos und den ganzen Popserf….n aussah und der Kerl war irgendwie ein Nazi, der hielt mit seiner Meinung nie hinter dem Berg, mein Schwager hatte es sogar drauf seine eigene Frau manchmal im Suff als …“die Alte“ zu bezeichnen.

Der viele Alkohol machte es doch immer wieder möglich, wirklich mal so richtig aus sich herauszugehen aber das kennen wir ja fast Alle, natürlich außer Denen unter uns, die das Zeitliche segnen werden, ohne gewusst zu haben, wie frei und ungezwungen man doch reden kann, wenn der Alkohol die Benimmschwelle im Kopf aber auch so was von beseitigt, das es eine Freude ist, dem Anderen mal so richtig zuzuhören. Denn dann kommt nur noch die Wahrheit, nichts als die reine Wahrheit.

Zugegeben, meine Schwester war meine Schwester und diese unschönen Worte, das musste nun wirklich nicht sein aber das Schönste war, die Zwei waren sonst ein Herz und eine Seele und mir konnte es schließlich egal sein, wie sie ihre ansonsten sehr langlebige Ehe führten.
Das war mein Schwager, sonst ein herzensguter Kerl und sehr intelligenter gestandener Mann, ein liebevoller Vater, ein proletarischer Macher vor dem Herrn, heute schon im Vorruhestand, damals, es muss Ende des letzten Jahrhundert auf einer Familienfeier gewesen sein, da war er noch in Lohn und Brot.

Irgendwie ist es so eine Macke von mir, auf solchen Feier einmal alte Fotos auszugraben und sie die Runde herumgehen zu lassen…so nach dem Motto “Kinder, wie doch die Zeit vergeht“ und da war auch ein Schwarzweißfoto von der Fahne dabei, Eines, was wohl einmal an einem Wochenende 1978 an der Elbgrenze entstanden sein muss, denn da waren die Sackis, die Offiziere, außer natürlich dem Verantwortlichen im Meldepunkt eine Etage tiefer aber auch voll aus dem Haus und fotografiert wurde damals stets die jungmännliche strotzende Männlichkeit, die mit Bandmaß alles vermaß, was irgendwo in den Mannschaftsstuben zu finden war. Und so saßen wir da auf dem Bett, der Harald Schütze und ich und natürlich habe ich für die schöne Geschichte seinen Namen geändert aber irgendwie machte es nach des Schwagers Satz „Der ist doch schwul“ klick, die Erinnerung war mit einem Schlage wieder da so als wäre es gestern gewesen.

Als erstes fiel mir der Tag unserer Heimfahrt ein, der „Heimgang“ sozusagen und da war sein Vater und dessen Wartburg der Baureihe 353 und Harald bestand darauf, das sein Vater mich und einen Gefreiten aus dem Nebenzimmer bis Schwerin fahren sollte, so das wir ohne größere Probleme den Anschlusszug ins Sächsische, nach Leipzig bekommen sollten.

Ja, er bestand darauf so als wollte er mir damit etwas Gutes tun und ich sollte unbedingt schreiben und er drückte mich an sich an diesem Mittag da in Schwerin auf dem Bahnsteig das ich dachte, er will nie wieder loslassen aber das war normal, das war der langen Zeit geschuldet zusammen in einem Zimmer mit gut zwölf Mann Belegung, wo jeder denn Anderen kannte, volle fast anderthalb Jahre gut kennen gelernt hatte wie einen Bruder, wie einen Freund, wohl auch manchmal als Arschloch aber auch Arschlöcher wurden in der Gemeinschaft Grenztruppe sozialisiert so das nie einer wirklich des anderen Teufel wurde. Logisch, aus dem Weg gehen ging auf diesem engen Raum nicht aber man bekam das hin, je länger zusammengehockt wurde.

Andere Dinge fielen mir ein und ich prüfte sie innerlich auf das „Schwulsein“ und im Nachhinein klickte es weiter, wie der Sekundenzeiger einer Uhr der langsam seine Runden dreht nur die Zeit, die kam nicht wieder, aber die Erinnerung, ganz langsam entstand da eine Erkenntnis im Hinterkopf, die doch des Schwagers Worte mit voller Wucht bestätigten…Ja, der Harald war schwul, nur ich, ich hatte das damals einfach nicht gesehen, ich hatte doch volle anderthalb Jahre andere Sachen im Kopf, hatte wohl vor lauter gedanklichem Zuhause sein Schwulsein, seine warmherzige Art, sein „Immerdasein“ bei weiß was nicht für Situationen im Grenzdienst völlig übersehen, vielleicht mich auch manchmal über ihn lustig gemacht was wohl auch wehgetan haben musste, manchmal sehr schmerzhaft für ihn gewesen sein musste, aber er hatte es wohl überspielt, auf seine diplomatische Art und Weise einfach nicht offen gezeigt.

Unser Briefkontakt nach der Fahne…ich gebe zu, ich hatte wieder ganz andere Probleme und irgendwann schlief das ein, die Hefter mit allen Briefen, denen vielen Briefen meiner Frau, meinen und seinen und überhaupt noch anderen Kumpels, die irgendwann einmal wieder anklingelten, die ganzen Adressen, alles das wanderte Anfang der 90er Jahre, es kann auch eher gewesen sein in den Ofen um zum wirklich wohl letzten Male unsere Wohnung in Leipzig zu heizen, bis , ja bis wir anschließend ins Leipziger Umland zogen.

Ein Kapitel Grenzzeit verbrannte in der Kachelofenluftheizung, löste sich buchstäblich in Rauch auf und lagerte sich wohl wie der andere Leipziger Stadtstaub aus dem Chemiestandortumland und der vielen Kohlebuden auf dem Bürgersteig ab aber den brauchte ich ja nun nicht mehr zu kehren, es konnte mir auch schlichtweg egal sein.

Rainer-Maria und ich vergaß anzufügen, der Fred mit dem Schwulsein in den Streitkräften der Amis hier im Forum schaffte die Idee, die Inspiration für die Geschichte vom Harald, einem Menschen der wohl sein Anderssein so diskret handhabte, es auch sehr diplomatisch lebte, das es eine Freude war, fast lange anderthalb Jahre sein Freund zu sein.

Alle meine Geschichten unterm Rohloff.



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#348

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 20:09
von Rainer-Maria Rohloff | 1.335 Beiträge

Was mich einmal interessiert, um etwas sinngemäß an der Vorgeschichte anzubinden. Der Rainer zum Beispiel hal aus der damaligen Wehrdienstzeit noch einen guten Freund (unsere Stube) nur wir sahen uns vielleicht vor 5-6 Jahren das letzte Mal, tranken da paar Bier zusammen, quatschten mal in einem Urlaub in seiner Ecke miteinander. Und Weihnachtskarte ist Pflicht, wo vermerkt wird, was es halt so Neues gab.

Wie sieht das bei euch aus? Und lasst euch Zeit, denn ich gehe erstmal in die Heia.

Rainer-Maria



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#349

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 20:24
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #348
Was mich einmal interessiert, um etwas sinngemäß an der Vorgeschichte anzubinden. Der Rainer zum Beispiel hal aus der damaligen Wehrdienstzeit noch einen guten Freund (unsere Stube) nur wir sahen uns vielleicht vor 5-6 Jahren das letzte Mal, tranken da paar Bier zusammen, quatschten mal in einem Urlaub in seiner Ecke miteinander. Und Weihnachtskarte ist Pflicht, wo vermerkt wird, was es halt so Neues gab.

Wie sieht das bei euch aus? Und lasst euch Zeit, denn ich gehe erstmal in die Heia.

Rainer-Maria



Rainer , ich hatte zu deinem Vortext einiges geschrieben . Falscher Tastendruuck und alles war gelöscht . Na gut fand dein geschriebenes in Ordnung . Mußte auch alles verbrennen , weil ich bei meiner Ausreiße sowas nicht bei mir haben durfte . Habe auch nur einen , der mit mir einige Monate auf dem Zimmer lag im Internet gefunden . Wohnt in Eilenburg , eigene Homepage aber gibt mir auf mehrmalige E - Mails keine Antwort . Bin mit ihm sehr gut ausgekommen , aber wohl zu gut , er war laufent zur besprechung als Genosse beim Polit . Schade der Ralf Queisert war mir halt wie ein Kumpel .

gruß hapedi



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#350

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 20:28
von mibau83 | 819 Beiträge

hatte das schon mal geschrieben, hier im forum sind 3 andere user die mit mir zusammen auf der gk gedient haben.einer kommt mal alle paar jahre vorbei, schreibt kurz was und ist dann wieder für jahre weg!
um unseren damaligen polit ist es hier ja auch mittlerweile recht ruhig geworden!
ja und ein anderer hat hier noch nie viel geschrieben, lag mit mir auf der stube und war mein patenkind damals.mit ihn habe ich gelegentlich per telefon kontakt. ist ein sachse aus dem tdo-landkreis.


Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#351

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 20:39
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #350
hatte das schon mal geschrieben, hier im forum sind 3 andere user die mit mir zusammen auf der gk gedient haben.einer kommt mal alle paar jahre vorbei, schreibt kurz was und ist dann wieder für jahre weg!
um unseren damaligen polit ist es hier ja auch mittlerweile recht ruhig geworden!
ja und ein anderer hat hier noch nie viel geschrieben, lag mit mir auf der stube und war mein patenkind damals.mit ihn habe ich gelegentlich per telefon kontakt. ist ein sachse aus dem tdo-landkreis.



Ist echt schade daß man zu einem ehemaligen Zimmerkameraden den man ausfindig gemacht hat keinen Kontakt aufbauen kann . Was auch immer der Grund ist , aber man könnte ja auch schreiben daß man es nicht wünscht . Aber gar keine Reaktion ist komisch . Er ist ja Präsent unter Ralf Queisert und macht irgent etwas mit Gold

gruß hapedi



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#352

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 21:02
von Ehli | 290 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #351
Zitat von mibau83 im Beitrag #350
hatte das schon mal geschrieben, hier im forum sind 3 andere user die mit mir zusammen auf der gk gedient haben.einer kommt mal alle paar jahre vorbei, schreibt kurz was und ist dann wieder für jahre weg!
um unseren damaligen polit ist es hier ja auch mittlerweile recht ruhig geworden!
ja und ein anderer hat hier noch nie viel geschrieben, lag mit mir auf der stube und war mein patenkind damals.mit ihn habe ich gelegentlich per telefon kontakt. ist ein sachse aus dem tdo-landkreis.



Ist echt schade daß man zu einem ehemaligen Zimmerkameraden den man ausfindig gemacht hat keinen Kontakt aufbauen kann . Was auch immer der Grund ist , aber man könnte ja auch schreiben daß man es nicht wünscht . Aber gar keine Reaktion ist komisch . Er ist ja Präsent unter Ralf Queisert und macht irgent etwas mit Gold

gruß hapedi




Deine Erfahrung habe ich auch gemacht.
Gruß Ehli



Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#353

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 21:12
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von Ehli im Beitrag #352
Zitat von Hapedi im Beitrag #351
Zitat von mibau83 im Beitrag #350
hatte das schon mal geschrieben, hier im forum sind 3 andere user die mit mir zusammen auf der gk gedient haben.einer kommt mal alle paar jahre vorbei, schreibt kurz was und ist dann wieder für jahre weg!
um unseren damaligen polit ist es hier ja auch mittlerweile recht ruhig geworden!
ja und ein anderer hat hier noch nie viel geschrieben, lag mit mir auf der stube und war mein patenkind damals.mit ihn habe ich gelegentlich per telefon kontakt. ist ein sachse aus dem tdo-landkreis.



Ist echt schade daß man zu einem ehemaligen Zimmerkameraden den man ausfindig gemacht hat keinen Kontakt aufbauen kann . Was auch immer der Grund ist , aber man könnte ja auch schreiben daß man es nicht wünscht . Aber gar keine Reaktion ist komisch . Er ist ja Präsent unter Ralf Queisert und macht irgent etwas mit Gold

gruß hapedi




Deine Erfahrung habe ich auch gemacht.
Gruß Ehli



Ist halt auch der Einzige gesamte Name , der mir noch in Erinnerung geblieben ist . Er ist es laut Foto auf der Web - Site , da bin ich mir sicher . Es gibt Solche und Solche und das ist halt ein Solcher

gruß hapedi



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#354

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 06.09.2016 23:23
von vs1400 | 2.364 Beiträge

Zitat von sentry im Beitrag #343
Zitat von Hanum83 im Beitrag #341
War aber lustig und kein böser EK-Kram.


Nee glaub ich, ich hätte meinen Postenführer auch aus dem Abschnitt getragen, wenn das bei uns üblich gewesen wäre.



die abgangsrituale waren wohl von gk zu gk sehr unterschiedlich, sentry & Hanum.
zu meiner zeit war es das optimum, wenn man die gasse toter-weg rückwärts laufend verließ.
jeder kgsi versuchte sein möglichstes, um den ek's diesen wunsch zu erfüllen und wer sah denn schon nen e', der die spurensicherheit mal freiwillig herstellte.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


Niederlausitzer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.09.2016 23:29 | nach oben springen

#355

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 07.09.2016 07:43
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von Niederlausitzer im Beitrag #345
Was Du mit Ufo-Kaffee meinst weiß ich nicht. Das habe ich so noch nicht gehört.

Aber was ein Ufo ist weißt du?
Falls nicht, so ein selbst gebastelter Wasserschnellerhitzer.
Für den Turm hatten wir die kleine Ausführung mit 2 Rasierklingen, nicht das Kraftwerk mit den Deckeln von den Klarsichtscheiben.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
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zuletzt bearbeitet 07.09.2016 07:47 | nach oben springen

#356

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 07.09.2016 07:57
von Udo | 1.258 Beiträge

Bestehend aus einem Stecker mit zweiadrigem Kabel, einem Plasteknopf des Gummianzuges sowie der beiden Dosenhälften den Klarsichtscheiben des Schnuffis.


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#357

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 07.09.2016 14:33
von Niederlausitzer | 284 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #355
Zitat von Niederlausitzer im Beitrag #345
Was Du mit Ufo-Kaffee meinst weiß ich nicht. Das habe ich so noch nicht gehört.

Aber was ein Ufo ist weißt du?
Falls nicht, so ein selbst gebastelter Wasserschnellerhitzer.
Für den Turm hatten wir die kleine Ausführung mit 2 Rasierklingen, nicht das Kraftwerk mit den Deckeln von den Klarsichtscheiben.


Danke für deine Erklärung. Da ich nie der große Kaffeetrinker gewesen bin, auch heute noch nicht, kann ich mit so einem selbst gebastelten Wasserschnellerhitzer nicht viel anfangen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, so ein Teil mal bei jemand anderen gesehen zu haben.
Das einzige was ich in der Beziehung kenne ist der Tauchsieder, mit dem man sich auf der Bude Wasser erhitzt hat um Kaffee oder Tee zu trinken. Ich glaube Bockwurst konnte man mit dem Ding auch erhitzen.


03.11.1987 - 21.04.1988 US VI. Perleberg Uffz. Schüler, UaZ
28.04.1988 - 18.01.1990 GR-15 Sonneberg II.GB/ 6. GK Neuenbau UaZ, Ufw. der Reserve

Hapedi, DoreHolm und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#358

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 07.09.2016 14:56
von Udo | 1.258 Beiträge

Tauchsieder und Wasserkocher waren auf der Unterkunft nicht gestattet.


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#359

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 07.09.2016 15:31
von Niederlausitzer | 284 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #348
Was mich einmal interessiert, um etwas sinngemäß an der Vorgeschichte anzubinden. Der Rainer zum Beispiel hal aus der damaligen Wehrdienstzeit noch einen guten Freund (unsere Stube) nur wir sahen uns vielleicht vor 5-6 Jahren das letzte Mal, tranken da paar Bier zusammen, quatschten mal in einem Urlaub in seiner Ecke miteinander. Und Weihnachtskarte ist Pflicht, wo vermerkt wird, was es halt so Neues gab.

Wie sieht das bei euch aus? Und lasst euch Zeit, denn ich gehe erstmal in die Heia.

Rainer-Maria

Habe auch heute noch Kontakt mit einem guten Kumpel, mit dem ich damals auf der GK in Neuenbau gewesen bin. Er war Hundeführer und ist im August 1989 nach Hause gegangen. Mein Entlassungstermin wäre der August 1990 gewesen. Durch den Mauerfall konnte ich meine Heimreise schon im Januar 1990 antreten. Seitdem haben wir immer noch Kontakt. Erst haben wir uns nur geschrieben oder mal telefoniert. Dabei ist es dann über Jahre so geblieben, bis ich ihn dann 2005 mal besucht habe. Er wohnt in einem kleinen Ort in der Nähe von Plauen.
Wir hatten schon vorher geplant, das wir noch mal unseren Grenzabschnitt, die GK und die Füst sehen wollen. Also fuhren wir dann an einem Samstag nach Neuenbau und sind alles noch mal abgefahren. Dann lässt man sich nach 15 Jahren wieder mal blicken und das Wetter war genauso wie immer. Nebel, Nieselregen und Nasskalt. Wir besuchten unseren ehemaligen Spieß und hatten Glück das er zu Hause war. Er kannte uns beide noch. Seine Tochter sagte uns, das er noch öfters Besuch von anderen Grenzern bekommt. Es war trotz des schlechten Wetters ein schöner Tag und die Erinnerungen über die alte Zeit kamen wieder hoch. 2008 war ich noch mal in Neuenbau, seitdem nicht mehr.
Heute telefonieren wir in unregelmäßigen Abständen, aber auch nur wenn ich den Anfang mache.


03.11.1987 - 21.04.1988 US VI. Perleberg Uffz. Schüler, UaZ
28.04.1988 - 18.01.1990 GR-15 Sonneberg II.GB/ 6. GK Neuenbau UaZ, Ufw. der Reserve

Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#360

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 07.09.2016 16:03
von Niederlausitzer | 284 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #358
Tauchsieder und Wasserkocher waren auf der Unterkunft nicht gestattet.

Das Tauchsieder nicht gestattet waren, kann ich heute nicht mehr so genau sagen. Ich weiß nur das wir die Sachen nicht so im Zimmer haben rumstehen lassen, das man es gleich sehen konnte. Bei uns wurde immer alles vernünftig weggeräumt. Ich möchte sagen, das wir die Dinger auch selten genommen haben. Das war mehr so ein Ersatz. Wenn die Bude mit Leuten voll war und die Kaffeemaschine kam nicht hinterher, dann hat man mal so ein Ding genommen. Oder wenn man am Abend und in der Nacht noch eine Bocki auf dem Zimmer essen wollte. Einige haben sich im Winter auch mal ein Brühe damit gemacht.


03.11.1987 - 21.04.1988 US VI. Perleberg Uffz. Schüler, UaZ
28.04.1988 - 18.01.1990 GR-15 Sonneberg II.GB/ 6. GK Neuenbau UaZ, Ufw. der Reserve

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