#41

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 11.07.2013 22:34
von HP6666 | 191 Beiträge

Gute Frage , warum haben die Sowas zugeführt bekommen . Es lag dem Lieferschein eine Kurzbeschreibung bei .
Ich kannte diese Teile nur aus Berichten von Krawallen oder Bürgerkriegsgebieten . Bei den Gedanken , das man sie bei uns hätte anwenden können -
war mir nicht gerade wohl .

HP6666


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#42

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 11.07.2013 22:50
von passport | 2.640 Beiträge

Diese Waffen waren nicht für den "inneren" Einsatz gedacht. Diese Art Waffen waren vorgesehen unter bestimmten Bedingungen und Einsatzmöglichkeiten unblutig GV oder Terroristen zu stoppen. Damit konnte das Risiko vermindert werden, das MA und Reisende durch Geschosse von Waffen verletzt wurden.


Ergänzung : Es war untersagt, auf dem Gelände einer Güst die Schußwaffe einzusetzen. Nur bei einen direkten Angriff der oder die Täter (zB. durch Waffen, Messer oder waffenähnliche Gegenstände) durfte die Schußwaffe zum Schutze der MA und der Reisenden unter Beachtung der Schußwaffengebrauchbestimmung eingesetzt werden.


passport


Alfred und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.07.2013 14:21 | nach oben springen

#43

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 11.07.2013 23:01
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von HP6666 im Beitrag #41
Gute Frage , warum haben die Sowas zugeführt bekommen . Es lag dem Lieferschein eine Kurzbeschreibung bei .
Ich kannte diese Teile nur aus Berichten von Krawallen oder Bürgerkriegsgebieten . Bei den Gedanken , das man sie bei uns hätte anwenden können -
war mir nicht gerade wohl .

HP6666


Ja welch furchtbare Ausrüstung aber auch

Bist du so blauäugig oder tust du nur so?

So was gehört heute zur Standartausrüstung jedes Polizisten


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#44

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 11.07.2013 23:13
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #43
Zitat von HP6666 im Beitrag #41
Gute Frage , warum haben die Sowas zugeführt bekommen . Es lag dem Lieferschein eine Kurzbeschreibung bei .
Ich kannte diese Teile nur aus Berichten von Krawallen oder Bürgerkriegsgebieten . Bei den Gedanken , das man sie bei uns hätte anwenden können -
war mir nicht gerade wohl .

HP6666


Ja welch furchtbare Ausrüstung aber auch

Bist du so blauäugig oder tust du nur so?

So was gehört heute zur Standartausrüstung jedes Polizisten

Die Sache mit der Kurzbeschreibung gefällt mir. Tut mir leid - bei Sachen die ich nicht verstehe, meckere ich gern mal rum.


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#45

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 11.07.2013 23:24
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von HP6666 im Beitrag #41
Gute Frage , warum haben die Sowas zugeführt bekommen . Es lag dem Lieferschein eine Kurzbeschreibung bei .
Ich kannte diese Teile nur aus Berichten von Krawallen oder Bürgerkriegsgebieten . Bei den Gedanken , das man sie bei uns hätte anwenden können -
war mir nicht gerade wohl .

HP6666

Wenn die Waffen von den Briten kamen, dann entweder diese: http://de.wikipedia.org/wiki/M79_(Granatwerfer) die ab 1969 bis ca. 1976. Oder aber das Nachfolgemodell: http://de.wikipedia.org/wiki/HK69 die bis zum Ende der Unruhen in Nordirland eingesetzt wurden.

Das sind ganz üble Geräte, kann ich dir sagen. Bei der M79 haben die Soldaten ab und zu mal das Gummi (oder Plaste) Geschoss enfternt und mit einer Batterie ersetzt. Nur um "the fucking Micks" zu zeigen, wo es lang geht.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#46

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 12.07.2013 05:07
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #44
Zitat von Pitti53 im Beitrag #43
Zitat von HP6666 im Beitrag #41
Gute Frage , warum haben die Sowas zugeführt bekommen . Es lag dem Lieferschein eine Kurzbeschreibung bei .
Ich kannte diese Teile nur aus Berichten von Krawallen oder Bürgerkriegsgebieten . Bei den Gedanken , das man sie bei uns hätte anwenden können -
war mir nicht gerade wohl .

HP6666


Ja welch furchtbare Ausrüstung aber auch

Bist du so blauäugig oder tust du nur so?

So was gehört heute zur Standartausrüstung jedes Polizisten

Die Sache mit der Kurzbeschreibung gefällt mir. Tut mir leid - bei Sachen die ich nicht verstehe, meckere ich gern mal rum.


Hm, ich kenne bei der VP einen Schießbecher für die AK. Damit wurden Handgranaten (RGD 5 mit Leitwerk und Aufschlagzünder) sowie Reizwurfkörper verschossen. Treibsatz waren Platzpatronen mit blauer Markierung.
Mit diesem Schießbecher hatte ich erstmals in Neustrelitz zu tun und dann immer wieder. Zumindest in Berlin gab es in jedem Revier einige dieser Geräte aber nicht für jede MPi sondern einen pro Dienstgruppe.
40 mm Granatgewehre kenne ich nicht aus dieser Zeit. Das Kaliber der Schießbecher war größer, ich glaube 60 oder 80 mm. Er wurde statt der Mündungsmutter bzw. des Kompensators aufgeschraubt. Die Reichweite betrug je nach aufgesetztem Visier (das wurde links neben die Kimme geklemmt aber schießen ging auch ohne Visier nach Gefühl, sogar recht gut) zwischen 200 und 450 Meter.
Die Reizwurfkörper hatten keine Schaumstoffhülle, das kenne ich erst von der (West-) Berliner Polizei. Dort wurden diese Schaumstoffhüllen jedoch gerne eingeschnitten. Dann sprangen sie beim Aufschlag ab und es war hitzebedingt nicht mehr so einfach, diese Reizwurfkörper zurückzuschmeißen...
Trommelrevolver gab es tatsächlich. Ich glaube, es war ein tschechisches Modell von CZ. Das Kaliber weiß ich nicht mehr. Es wurde mit einer Art Clip geladen, könnte also 9,2 mm Mak gewesen sein. Auch Sondermunition dafür gab es, die nicht tödlich sein sollte. Das war eine Art Hartgummi statt eines Metallgeschosses. Insgesamt jedoch sehr selten und eher experimentell, keine Standartbewaffnung. Wir bekamen so etwas im Waffenkabinet der OS Aschersleben auch nur zu sehen. Schießen war damit nicht möglich. Revolver deshalb, weil die Energie dieser Patrone für sicheres repetieren in einer Pistole nicht reichte. Ich habe nur eine solche Waffe gesehen. Diese Sonderwaffen gingen dann zumeist weg. Noch vor Oktober 1989. Es hieß (ich weiß es nicht mehr so genau) nach Adlershof. Dann wohl an die AGM/S.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.07.2013 05:12 | nach oben springen

#47

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 12.07.2013 07:48
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wenn ich das richtig herauslese geht es ja eigentlich darum ob man hätte die Spezialisten übernehmen sollen.
Nun gut, Spezialisten kann man immer gut gebrauchen.
Wie sich aber damals die politische Lage darstellte, gehe ich doch als so ein PKE-Mann nicht einfach so zur Arbeit wie meinetwegen ein Zöllner zwischen der Grenze von Belgien und Holland, da ist doch mehr dahinter, ich meine auch ein besonderes Verhältnis zur übernommenen Aufgabe.
Auf die Wirtschaft bezogen eventuell so.
Jemand hat regional ein eigenes Unternehmen in das er alles einbringt, vor allem auch sein Herzblut und er kämpft darum einem mächtigerem Mitbewerber nicht das Feld überlassen zu müssen.
Dieser zieht aber alle Register um den Konkurenten in den Ruin zu treiben und als er dies endlich geschafft hat, bietet er dem ehemaligen Widerpart, der nichts mehr hat, einen schlechten Job in seiner Firma an.
Ich glaube der unterlegene Unternehmer wird wohl diese Demütigung nicht hinnehmen und sich lieber woanders neu orientieren wollen.


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#48

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 12.07.2013 08:26
von schnatterinchen (gelöscht)
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So ein Beamtenverhältniss hat schon schon auch was. Und dann ohne das ganze Geschisse mit der Rotlichtbestrahlung und Geheimnisskrämerei.


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#49

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 12.07.2013 08:45
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #47
(...)
Auf die Wirtschaft bezogen eventuell so.
Jemand hat regional ein eigenes Unternehmen in das er alles einbringt, vor allem auch sein Herzblut und er kämpft darum einem mächtigerem Mitbewerber nicht das Feld überlassen zu müssen.
(...)



Vergleiche mit der kapitalistischen Wirtschaft sind etwas holperig. Der unterlegene Unternehmer wird meist rechtzeitig einer Beteiligungsgesellschaft seine Aktien verkaufen und mit dem Erlös privatisieren. Die anschliessende Weiterentwicklung erfolgt durch die Beteiligungsgesellschaft (Abwicklung oder Geldspritze und Reorganisation). Beispiel Apax
http://de.wikipedia.org/wiki/Apax_Partners
http://www.apax.com/
Ist ein Weiterbestehen möglich, wird man die Beteiligung einem Konzern ganz oder teilweise verkaufen.
http://www.carlsberggroup.com/brands/Pages/default.aspx
Für die Angestellten ist es oft egal, für wen sie jetzt konkret arbeiten, Hauptsache sie werden nicht arbeitslos. Und die Kunden wissen schon gar nicht, dass die Firma nun jemand anders gehört. Sie wundern sich höchstens über die höheren Preise.
Bei Angestellten im öffentlichen Dienst ist das schon etwas anders, besonders wenn auch das politische System anders war. Wenn man zwanzig Jahre Dozent für Leninismus/Marxismus war, wird man nicht so gerne an der Hochschule bleiben und andere Kurse geben. Das ist entweder ein Verrat an der eigenen Überzeugung oder der nachträgliche Beweis, dass man seine Genossen zwanzig Jahre vera*rscht hat. Das gleiche gilt für alle anderen systemnahen Berufslaufbahnen beim Militär, Zoll usw.


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 12.07.2013 08:47
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #49
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #47
(...)
Auf die Wirtschaft bezogen eventuell so.
Jemand hat regional ein eigenes Unternehmen in das er alles einbringt, vor allem auch sein Herzblut und er kämpft darum einem mächtigerem Mitbewerber nicht das Feld überlassen zu müssen.
(...)



Vergleiche mit der kapitalistischen Wirtschaft sind etwas holperig. [rot][Der unterlegene Unternehmer wird meist rechtzeitig einer Beteiligungsgesellschaft seine Aktien verkaufen /[rot]und mit dem Erlös privatisieren. Die anschliessende Weiterentwicklung erfolgt durch die Beteiligungsgesellschaft (Abwicklung oder Geldspritze und Reorganisation). Beispiel Apax
http://de.wikipedia.org/wiki/Apax_Partners
http://www.apax.com/
Ist ein Weiterbestehen möglich, wird man die Beteiligung einem Konzern ganz oder teilweise verkaufen.
http://www.carlsberggroup.com/brands/Pages/default.aspx
Für die Angestellten ist es oft egal, für wen sie jetzt konkret arbeiten, Hauptsache sie werden nicht arbeitslos. Und die Kunden wissen schon gar nicht, dass die Firma nun jemand anders gehört. Sie wundern sich höchstens über die höheren Preise.
Bei Angestellten im öffentlichen Dienst ist das schon etwas anders, besonders wenn auch das politische System anders war. Wenn man zwanzig Jahre Dozent für Leninismus/Marxismus war, wird man nicht so gerne an der Hochschule bleiben und andere Kurse geben. Das ist entweder ein Verrat an der eigenen Überzeugung oder der nachträgliche Beweis, dass man seine Genossen zwanzig Jahre vera*rscht hat. Das gleiche gilt für alle anderen systemnahen Berufslaufbahnen beim Militär, Zoll usw.



Ich meinte eine Nummer kleiner, nichts mit fetten Aktienpaketen, eher wo man noch einen Bezug zu seiner Firma hat und die nicht mit Mann und Maus an so was wie die ollen Lehmann-Brüder verhökert


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.07.2013 08:52 | nach oben springen

#51

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 12.07.2013 09:49
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #50

Ich meinte eine Nummer kleiner, nichts mit fetten Aktienpaketen, eher wo man noch einen Bezug zu seiner Firma hat und die nicht mit Mann und Maus an so was wie die ollen Lehmann-Brüder verhökert

Da hast du vollkommen recht. (offtopic:). Beim Kapitalismus blicke ich nicht durch. Jetzt ist doch genug Geld da, um die Gläubiger zu 100 Prozent auszuzahlen.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...en/8318832.html
Na ja...
Theo


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#52

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 13.07.2013 02:46
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Es ist unbestritten, dass zum 03. Oktober 1990 ehemalige Angehörige der PKE - durch den Grenzschutzeinzeldienst (BGS) übernommen wurden. Diese absolvierten ihren Dienst an der damaligen Aussengrenze der BRDeutschland zu Polen und Tschechien. Aus den Grenzübergangsstellen wurden Grenzschutzstellen und es erfolgte ein Uniformwechsel. Die meisten der ehemaligen Angehörigen der PKE erhielten i.d.R. Arbeitsverträge welche zeitlich befristet waren. Die Bezahlung erfolgte nach BAT Ost. Das Hauptproblem zur damaligen Zeit war, dass die damalige Grenzschutzdirektion Koblenz nicht über genügend GSE Beamte verfügte um die Planstellen an den "Ostgrenzen" zu besetzen. Dies resultierte daraus, dass viele Beamte des GSE eine heimatnahe Verwendung nach Auflösung der Dienststellen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze suchten und fanden. Also wurden ersteinmal - unter "Aufsicht" - von Beratern aus den "gebrauchten" Bundesländern die ehemaligen Angehörigen der VI weiter beschäftigt. Dies jedoch war mit dem Einigungsvertrag nicht konform, so dass in der weiteren Folge die ehemaligen PKE Mitarbeiter entlassen bzw. die Arbeitsverträge nicht verlängert wurden. Dagegen wurde erfolgreich geklagt, so dass wieder ein grossteil eingestellt werden musste. Dies jedoch unter der Bedingung, dass keine Verbeamtung vor Ablauf (gerechnet vom Tag der Neueinstellung) von drei Jahren zu erfolgen hat.
Die Echtheitsprüfung von Dokumenten unterschied sich in den Methoden und Mitteln nicht gross im Vergleich zwischen PKE und GSE. UV-Licht, Fadenzähler und andere Hilfsmittel waren auf beiden "Seiten" bekannt und wurden genutzt. Der kleine Unterschied zwischen ex. PKE und "west" GSE war schon beim "umblättern" der vorgelegten Dokumente.zu bemerken. Auch war die Prüfung der Dokumente durch einen ex. PKE Mitarbeiter anders. Dieser prüfte nicht nur die Identität zwischen Lichtbild und Vorleger des Dokumentes - ggf. noch eine evtl. Lichtbildauswechechslung - sondern auch die Bindung und Anzahl der Dokumentenseiten u.v.a..
Sehr begehrt bei den "alten" GSE" Beamten waren auch die teilweise noch vorhandenen Schulungsunterlagen der ehemaligen PKE - so u.a. die Bücher "Personenbeschreibung" u.v.a.. Selbst die Übersetzungshilfen deutsch-polnisch, deutsch-russisch fanden viele "Abnehmer".


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
ABV und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 13.07.2013 03:03
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von HP6666 im Beitrag #35
Hab ja auch nur ein paar Sachen aufführen wollen , die mir so untergekommen sind . SSG D hatte bloß die SiK . Führungsketten und Handschellen hast Du noch vergessen ! Die Britischen Gasgewehre wurden im Oktober 89 an die Güst Sonnenallee geliefert ( im Jagdgewehrfuteral ) .HP6666


................die wurden bestimmt umgelagert, weil am 17. Februar 1990 wurden diese weder dem Innendienstleiter (GT) der GÜSt Sonnenallee noch dem waffentechnischen Dienst des GR 33 übergeben. Dessen ungeachtet gab es bei der Übergabe des Bestandes der GÜSt Sonnenallee auch Merkwürdigkeiten. So wurden u.a. sechs AK 47 (keine 72 oder 74) übergeben, welche noch das alte bajonettähnliche Seitengewehr hatten und an Stelle der Waffennummer nur eine zweistellige Zahl und einen Kennbuchstaben. Dies wäre an sich kein "Beinbruch" gewesen - jedoch fehlte die "Geburtsurkunde" der Waffe - die Waffenbestandskarte. .


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#54

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 14.07.2013 07:11
von ABV | 4.202 Beiträge

Ich habe da noch ein Beispiel der damaligen Personalpolitik. Das ganze hat zwar nichts mit den PKE, dafür aber mit einem in den BGS übernommenen Volkspolizisten zutun:
Irgendwann um die Mitte der achtziger Jahre, erwischte ein ABV aus dem Oderbruch, jemanden auf frischer Tat bei einer Straftat. Nichts wirklich schlimmes. Auch nix politisches. Einfach ein 08/ 15 -Delikt. Dieser jemand, nennen wir ihn der Einfachheit halber Michael, hatte jedoch ohnehin einen Rochus auf die DDR im Allgemeinen. Und die VP im besonderen. Und ganz besonders auf den ABV. Keine Ahnung wie diese Abneigung herrührte. Da beide im selben Ort wohnten und auch dort aufwuchsen, könnte die Abneigung bereits im Kindergarten begonnen haben.
Egal, jedenfalls wollte der ABV, wie es seinen Pflichten entsprach, den Michael zu der von ihm begangenen Straftat vernehmen. Während der Vernehmung mutierte Michael unversehens zum Lama. Soll heißen, er spuckte den arglosen ABV mitten ins Gesicht. Garniert mit den Worten: " Du Gottverdammtes blödes Bullenschwein". Der ABV reagierte so wie man vielleicht als Mensch, nicht aber als Polizist eben reagiert. Er holte aus und versetzte dem Spucker einen Fausthieb. Mitten auf die Zwölf. Knockout in der ersten Runde. Einen größeren Gefallen hätte er dem Kerl nicht tun können. Sofort nach der Vernehmung fuhr er zur Kripo, um den ABV anzuzeigen.
Wer jetzt sagt: Na und, in der DDR hat die Polizei doch bei jeder Gelegenheit Leute verprügelt, befindet sich im Irrtum.
Der ABV bekam mächtigen Ärger. Auch wenn mir das jetzt einige nicht glauben sollten: er stand kurz vor dem Rausschmiss!
Schließlich und endlich kam der Polizist mit einem " blauen Auge", sprich mit einem strengen Verweis davon. Das aber genügte den Michael nicht. " Das eine sage ich dir: ich werde noch dafür sorgen, dass du die Uniform für immer ausziehen musst", drohte er wütend dem ABV.
Die Jahre gingen ins Land. Ab dem Spätsommer 1990 wurden im Oderbruch und anderswo, keine Abschnittsbevollmächtigten mehr gebraucht. Wie viele andere auch, wechselte der besagte Polizist zum neuaufgestellten Grenzschutz der DDR. Am 03. Oktober 1990 wurde er dann in den BGS übernommen. Zunächst blickte er einer hoffnunsgvollen Karriere als Bundesbeamter entgegen. Ihm behagte die interessante abwechslungsreiche Tätigkeit an der Grenze. Ende 1992 trat der Ex-ABV seinen Dienst am gerade erst eröffneten Grenzübergang Küstrin-Kietz an. Den schon bald viele, viele Fahrzeuge täglich in beide Richtungen passierten. Eines Tages im Sommer 1993, stand der Ex-ABV erneut am Übergang. Nichts ahnend wollte er ein Auto kontrollieren. Mehr erstaunt als erschrocken, erkannte er seinen alten Widersacher Michael in dem Kraftfahrer. Von Michael hatte er seit der Wiedervereinigung nichts mehr gehört oder gesehen. Wie es hieß, hatte er die Heimat gen Westen verlassen. Nun war er aber wieder da. Frech wie eh und je, grinste er dem "Bekannten" ins Gesicht. " Ach hier bist du jetzt gelandet", stellte er vielsagen fest. Mehr passierte nicht. Zunächst nicht! Wenige Wochen darauf, wurde der Ex-ABV ins BGS-Amt bestellt. Dort wurde er mit einer Beschwerde eben dieses Michaels konfrontiert. Dieser hatte seine Stasi-Akte eingesehen und in dieser einen Bericht des Ex-ABV gefunden. Den dieser, offiziell als ABV und nicht etwa als IM, gefertigt hatte. Unter welchen Umständen dieser Bericht in die Stasi-Akte geriet, konnte nie geklärt werden. Schon allein der Umstand das sich der Bericht in der Stasi-Akte befand, genügte bereits, um den Mann zu entlassen. Da half auch anwaltlicher Beistand und der Negativ-Bescheid von der "Gauck-Behörde" nichts. Michael hatte sein " Versprechen" doch noch erfüllt.
War das gerecht????

Gruß an alle
Uwe


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http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#55

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 14.07.2013 09:43
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Ja Uwe, so war es halt.
Wie ich schon einmal schrieb, hat mir ein Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht eines Straftäters, einen Strafbefehl in Höhe von 1500.-DM
eingebracht. Natürlich bin ich in Revision gegangen. Nützte aber nichts. Ich verstand die Welt nicht mehr, denn er schlug vorher eine hochschwangere Frau zusammen. Der Richter meinte nur, dass wird später verhandelt.

Auch ich kenne solche von dir geschilderten Beispiele. Das war bestimmt kurz nach der Wende, wo viele Vorgesetzte nicht wussten, wo die Reise hin geht bzw. was aus ihnen selbst werden würde.
Da war sich jeder selbst der nächste.

Gruß Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#56

RE: Vom der PKE zum Bundesgrenzschutz

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 14.07.2013 09:59
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Andreas!
Das ist wohl leider das Los aller Polizisten. Ein Vorgesetzter hat das Problem so umschrieben: Wir sind Profis. Und von einem Profi kann man verlangen, dass er sich im Griff hat. Aber auch Profis sind Menschen.

Viele Grüße ins Sachsenland
Uwe


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