#1

Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 16:49
von Marienborn89 | 862 Beiträge

Ich habe ein paar Fragen bezüglich der Autobestellung und allgemein rund ums Auto. Ich habe bereits die Suchfunktion genutzt, im sehr langen "Autos in der DDR" Thread aber auf die Schnelle nichts gefunden.

Wo musste die Bestellung aufgegeben werden? Was beeinflusste die Wartezeit? Wie war das mit verschiedenen Marken (Trabant, Wartburg)? Wie kam man an Import-Autos aus dem RGW-Raum?

Bei Schäden: Wie war die Ersatzteilversorgung? Wie waren KFZ-Betriebe organisiert?


nach oben springen

#2

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 17:30
von eisenringtheo | 9.162 Beiträge

Kann dir leider nicht helfen, aber meine Eindrücke als Besucher der DDR schildern.
Es gab in Senftenberg eine "Autovertretung". Das war eine Tafel, auf der alle gängigen Autos aufgeführt waren plus je ein Datum (Monat/Jahr), das weit in der Vergangenheit lag. Ich fragte meine Gastgeber, was das sein soll. Das sei das Bestelldatum. Wer in jenem Monat bestellt hatte, konnte jetzt mit der Lieferung rechnen. Es wäre also ratsam, schon für Neugeborene ein Auto zu bestellen oder auch als Nichtautofahrer. Los würde man das Auto problemlos. Gebrauchtwagen waren nämlich um ein Vielfaches teurer als Neuwagen.
Ausserdem hielten meine Gastgeber überall, wo es was gab, kauften alles zusammen, was haltbar war, besonders Ersatzteile, und lagerten es ein. Im Falle, dass sie ein Ersatzteil brauchten, was es gerade nicht gab, fragten sie bei Nachbarn usw und kriegten es auch, aber nur wenn sie selber etwas zu tauschen hatten.
Das Prinzip habe ich (als Ausländer aus dem Kapitalismus) nicht so durchschaut, denke aber, dass deshalb Mangelwirtschaft war. Es gab vielleicht genug von allem, aber es wurde vieles auf Vorrat weggekauft, irgendwo privat gelagert und in den Läden hatte es Lücken im Regal. Schon simple Zündkerzen zu bekommen, wäre ein Problem gewesen. Ob ich das glauben sollte, wusste ich nicht.
Theo


Hapedi und Marienborn89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#3

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 17:37
von buschgespenst | 623 Beiträge

So weit ich mich erinnern kann gab man die Bestellung in einer Niederlassung des VEB IFA-Vertrieb ab.
Ersatzteile, wenn vorhanden, ebenfalls in einem Laden des IFA Vertriebes.

bernd


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.

(Edwin Bauersachs)

Glück Auf!
Bernd
Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#4

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 17:55
von Gohrbi | 573 Beiträge

Viele Jahre, bevor man das Geld für ein Auto hatte, mußte man, wie schon erwähnt in
einer Filiale ein Fahrzeug bestellen. Nicht wie heute mit der und der Ausstattung und Farbe,
nein Auto Marke "Trabant" und fertig. Man konnte sich was wünschen, aber ob es dann, wenn man dran war so zur Verfügung stand?
Mein damaliger Werkstattchef war für Wartburg Tourist angemeldet, bekam die Benachrichtigung, ging
hin und es war nicht so, wie er es wollte. Also nochmal Wunsch notiert und nach nur 9 Monaten war der gewünschte dabei.
Man mußte viel Geduld haben.
Ersatzteile gab es in Fachgeschäften, wenn es welche gab. Leipzig hatte einen großen Laden für "Sapo" "Moskwitsch" "Lada".
Da stand ich oft in der langen Schlange und hoffte, wenn das was man brauchte nicht da war, dann kaufte man halt was im Angebot war
und tauschte. Mit Beziehungen war das alles etwas leichter. Ich habe auch direkt in ner Werkstatt die benötigten
Teile kaufen können. Mühseelig, aber man bekam was. Eine andere Alternative war "Sausewind" in Jüterbog.....der hatte ALLES.
Von dem bin ich noch nie ohne das benötigte Ersatzteil vom Hof.
Wenn man verdienter Aktivist oder super Arbeiter beim AWE "Wartburg" war, gab es die Auszeichnung:
"Vorzeitiger Kauf eines Wartburg" Bedingung war eine laufende Bestellung für diesen. So konnte mein Schwager
schon nach 6 Jahren der Bestellzeit einen Wartburg erwerben. Er lief im Werk nebenher und schmierte dieArbeiter,
damit sie sich besonders Mühe gaben.


Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.07.2013 17:57 | nach oben springen

#5

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 18:14
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

@Gohrbi
Das war doch der Laden gegenüber dem neuen Rathaus? Ecke Otto-Schill-Straße.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
nach oben springen

#6

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 18:27
von Lutze | 8.032 Beiträge

wir hatten in unserer PGH-Kfz Werkstatt einen W 50-LKW,
einmal im Monat fuhr unser Lagerist mit Anhänger nach Wittstock,dort
befand sich ein Zentral-Lager für Kfz-Ersatzteile an
Werkstätten,wir konnten fasst alles von dort bekommen,
eine Anmeldung für einen Pkw konnte man erst mit 18 Jahren
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#7

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 18:28
von Krepp | 533 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #5

Das war doch der Laden gegenüber dem neuen Rathaus? Ecke Otto-Schill-Straße.

@RudiEK89
Nööö, Otto-Schill war Motorrad+Moped ,
Lada usw. war in der Jahnallee. Ab der Jacobstrasse waren da glaubich 3-4 verschiedene
Autoersatzteilnichthabenläden.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
RudiEK89, Lebensläufer, grenzgänger81 und Gohrbi haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#8

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 18:33
von Pit 59 | 10.129 Beiträge

Das Geld für einen Neuwagen hatte man,aber einen gebrauchten konnte man sich nicht leisten


grenzgänger81 und Marienborn89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#9

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 18:38
von Lutze | 8.032 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #8
Das Geld für einen Neuwagen hatte man,aber einen gebrauchten konnte man sich nicht leisten

da fällt mir noch der Film "der Baulöwe" ein
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#10

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 18:48
von furry | 3.563 Beiträge

Lieber @Marienborn89,
das mit dem Erwerb eines neuen Autos habe ich so erlebt:
Irgendwann 1975 habe ich mich für einen Trabant bei dem VEB IFA Vertrieb angemeldet. Im Laufe der Wartezeit kam es zu einem Wohnortwechsel, über den man den für den neuen Bezirk zuständigen IFA Vertrieb informieren sollte.
Im Herbst 1988 bekam ich dann von diesem VEB IFA... eine Einladung, um meine Wünsche bzgl. dieses Trabantes zu konkretisieren. Dafür musste ich aber ca. 25km durch die Gegend reisen. Dort habe ich mitgeteilt, dass gern ich einen Trabant aus dem Programm der "Sonderanfertigung" hätte. Normal (oder wie nannte sich das) und de luxe waren auch möglich. Nach etwa einem halben Jahr kam wieder Post vom VEB IFA..., dass ich am x.ten März 1989 in Weißenfels einen neuen Trabant käuflich erwerben kann. Von unserem Wohnort bis Weißenfels waren ca. 70 (oder mehr?) km zu bewältigen. Dort angekommen, wurde man in einen Warteraum mit einer großen Sichtscheibe verwiesen, in dem auch schon andere in freudiger Erwartung saßen. Hinter der Scheibe waren einige von diesen Automobilen aufgereiht. Einer nach dem anderen wurde dann aufgerufen. Wir wurden von einem netten Herrn in einem blauen Nylonkittel empfangen, der sich dann vor eines dieser Mobile stellte und uns sagte, das ist ihr bestelltes Auto. Sehen sie es sich bitte an, sollte das Auto nicht ihren Wünschen entsprechen, dann müssen wir die vor einem halben Jahr getätigte Voranmeldung korrigieren, aber diese Änderung wird wohl ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Aber nein, das wollten wir nicht. Die Karre war sahara-braun (oder wie diese Farbe hieß). Alle rein in die Kiste, eine Runde um den Hof und danach die abschließende Frage: Möchten sie dieses Auto? Aber jaaaaa. Danach wurde noch bar bezahlt, so richtig ein Schein neben dem anderen, Versicherung und Zulassung nebst Nummernschild gab es auch noch. Und damit hat für 11.880 Mark ein Trabant den Besitzer gewechselt. Für kurze Zeit waren wir Besitzer von zwei Trabant, mit der alten Klamotte ist meine Frau und mit dem Neuen bin ich die vielen Kilometer nach Hause gefahren.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Lebensläufer, Marienborn89 und Gohrbi haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#11

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 18:53
von Pit 59 | 10.129 Beiträge

. Alle rein in die Kiste, eine Runde um den Hof und danach die abschließende Frage: Möchten sie dieses Auto? Aber jaaaaa. Danach wurde noch bar bezahlt, @Furry

Vergessen haste aber zu Fragen wo die nächste Tankstelle ist,ich glaube da waren nur 5 Liter drinn Also so wars bei mir.
Als Ich meinen 320er in Frankfurt/Main abgeholt habe war der Vollgetankt.


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#12

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 18:59
von Grenzgänger (gelöscht)
avatar

da fällt mir noch der Film "der Baulöwe" ein
Lutze

... bei diesem Thema?

Das wäre doch ein supi supi neues Thema: "Wie hat man ein Haus gebaut - in der DDR?" - wer machts?

.. zum eigentlichen Thema:
Ich ärgere mich gerade, dass ich meine "PKW- Bestellung" nicht finde, obwohl ich sie vor kurzem noch in der Hand hatte (meine Frau würde wieder etwas von Schlamperwirtschaft sagen..)
Aber wird noch.
Jedenfalls habe ich 1980 einen Lada 2105 bestellt, den ich nach damaligem Stand schon im Jahre 1998 bekommen hätte.
Wäre also genug Zeit gewesen, die "paarndreißigtausend Emmen" zusammenzusparen..


Siggi


Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#13

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 19:13
von Lutze | 8.032 Beiträge

Zitat von Grenzgänger im Beitrag #12
da fällt mir noch der Film "der Baulöwe" ein
Lutze

... bei diesem Thema?

Das wäre doch ein supi supi neues Thema: "Wie hat man ein Haus gebaut - in der DDR?" - wer machts?

.. zum eigentlichen Thema:
Ich ärgere mich gerade, dass ich meine "PKW- Bestellung" nicht finde, obwohl ich sie vor kurzem noch in der Hand hatte (meine Frau würde wieder etwas von Schlamperwirtschaft sagen..)
Aber wird noch.
Jedenfalls habe ich 1980 einen Lada 2105 bestellt, den ich nach damaligem Stand schon im Jahre 1998 bekommen hätte.
Wäre also genug Zeit gewesen, die "paarndreißigtausend Emmen" zusammenzusparen..


Siggi


würde vorschlagen,du kannst das Bau-Thema aufmachen,
ein Kollege von mir hatte eine Pkw-Bestellung für einen 1500 Lada,
nach 15 Jahren Wartezeit wurde ihm ein Dacia vom IFA-Vertrieb angeboten,
den hat er dann genommen,wollte nicht noch länger warten
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#14

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 19:14
von eisenringtheo | 9.162 Beiträge

Zitat von Grenzgänger im Beitrag #12
(...)
Jedenfalls habe ich 1980 einen Lada 2105 bestellt, den ich nach damaligem Stand schon im Jahre 1998 bekommen hätte.
Wäre also genug Zeit gewesen, die "paarndreißigtausend Emmen" zusammenzusparen..


Siggi



Vielleicht kommt er ja noch??

Theo


Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#15

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 19:17
von Grenzgänger (gelöscht)
avatar

mmhh.. könnte sein - leichte Verzögerungen gibt es ja heutzutage auch noch!
(Wo kriege ich jetzt das Ostgeld her..?)

Siggi


nach oben springen

#16

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 19:37
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Gabs damals ne Miete von 450-1000 Märkerschen wie Heute im Monat? Teilweise ohne Nebenkosten? Nein, es gab ne Miete von 25-100 Märkerschen...inclusive aller Nebenkosten außer Energie.

Sollte nur soviel heißen: "Für den der sein Geld nicht Allabendlich in die Kneipe trug bei zwei Vollverdienern(ca. 1400-1600,00Mark der DDR/70-80er Jahre im Monat) genug Geld um Sparrücklagen zu bilden. Die reichte dann auch für nen "überteuerten" Gebrauchtwagen." Und nicht nur den....

Lebensläufer


nach oben springen

#17

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 19:42
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Um dem Begründer dieses Themas kurz zu antworten, Wartezeiten selbst in Berlin zu lang, 10 - 14 Jahre normal.
Sonder-RGW-Importe je nach Wunsch gegen Abgabe der ursprünglichen Anmeldung ohne Änderung der Wartezeit,
Werkstatttermine reines Geduldsspiel,
Ersatzteilversorgung oft eine Katastrophe.
Möglichkeit : Wenn in der Werkstatt vorn am Thresen nichts ging, weil außer der Reihe, wieder raus und hinten wieder rein.
Mit dem Mann vor Ort an der Hebebühne persönlich verhandelt.
So wurde die Lichtmaschine meines Trabbi um 1975 innerhalb von 2 Tagen wieder lebendig. Selber aus- und einbauen vor Ort.
Bei einem Kühlerriß (Wartburg 353, ca 1978) Kühler selbst ausbauen, auf der Straße, in die Tasche, mit Bus und Bahn durch
die halbe Stadt zum löten lassen. Nach 4-5 Tagen abholen, retour und wieder einbauen.
Es war schon beschwerlich, aber DDR-Fabrikate waren da klar im Vorteil. Unser Versicherungsmann damals hatte einen Lada (stehen),
seit einem halben Jahr nicht möglich, einen Thermostat zu bekommen.



PS... Ich warte noch heute auf meinen neuen Wartburg, schon seit 28 Jahren...
Anmeldungskarte liegt vor.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.07.2013 19:45 | nach oben springen

#18

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 19:51
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #16
Gabs damals ne Miete von 450-1000 Märkerschen wie Heute im Monat? Teilweise ohne Nebenkosten? Nein, es gab ne Miete von 25-100 Märkerschen...inclusive aller Nebenkosten außer Energie.

Sollte nur soviel heißen: "Für den der sein Geld nicht Allabendlich in die Kneipe trug bei zwei Vollverdienern(ca. 1400-1600,00Mark der DDR/70-80er Jahre im Monat) genug Geld um Sparrücklagen zu bilden. Die reichte dann auch für nen "überteuerten" Gebrauchtwagen." Und nicht nur den....

Lebensläufer


nabend rainer ,

mein vater konnte sich immerhin einen opel kapitän p2.5 leisten.......dieses auto befindet sich auch heute noch in unserem familienbesitz.nach über 40 jahren!!!! .trabant oder wartburg ,fuhr mein alter herr nur uff der post .

hier ein foto vom opel ,was unserem ähnelt .....

unser hat die gelben scheinwerfer am grill nicht ..... ich frage vater mal ob er mir ein foto zur verfügung stellt........der "kapitän" war auch das zugpferd mit unserem klappfix , als wir das erste mal gen "westen reisten"...........

Angefügte Bilder:
220px-Opel_kapitan_1950s.jpg

Lebensläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.07.2013 19:51 | nach oben springen

#19

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 19:58
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Du hast das Problem gleich erkannt,manche brauchten dafür eine Doktorarbeit !

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2
Kann dir leider nicht helfen, aber meine Eindrücke als Besucher der DDR schildern.
Es gab in Senftenberg eine "Autovertretung". Das war eine Tafel, auf der alle gängigen Autos aufgeführt waren plus je ein Datum (Monat/Jahr), das weit in der Vergangenheit lag. Ich fragte meine Gastgeber, was das sein soll. Das sei das Bestelldatum. Wer in jenem Monat bestellt hatte, konnte jetzt mit der Lieferung rechnen. Es wäre also ratsam, schon für Neugeborene ein Auto zu bestellen oder auch als Nichtautofahrer. Los würde man das Auto problemlos. Gebrauchtwagen waren nämlich um ein Vielfaches teurer als Neuwagen.
Ausserdem hielten meine Gastgeber überall, wo es was gab, kauften alles zusammen, was haltbar war, besonders Ersatzteile, und lagerten es ein. Im Falle, dass sie ein Ersatzteil brauchten, was es gerade nicht gab, fragten sie bei Nachbarn usw und kriegten es auch, aber nur wenn sie selber etwas zu tauschen hatten.
Das Prinzip habe ich (als Ausländer aus dem Kapitalismus) nicht so durchschaut, denke aber, dass deshalb Mangelwirtschaft war. Es gab vielleicht genug von allem, aber es wurde vieles auf Vorrat weggekauft, irgendwo privat gelagert und in den Läden hatte es Lücken im Regal. Schon simple Zündkerzen zu bekommen, wäre ein Problem gewesen. Ob ich das glauben sollte, wusste ich nicht.
Theo


nach oben springen

#20

RE: Auto-Bestellung

in Leben in der DDR 09.07.2013 20:03
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Du hast das Problem gleich erkannt,manche brauchten dafür eine Doktorarbeit !

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2
Kann dir leider nicht helfen, aber meine Eindrücke als Besucher der DDR schildern.
Es gab in Senftenberg eine "Autovertretung". Das war eine Tafel, auf der alle gängigen Autos aufgeführt waren plus je ein Datum (Monat/Jahr), das weit in der Vergangenheit lag. Ich fragte meine Gastgeber, was das sein soll. Das sei das Bestelldatum. Wer in jenem Monat bestellt hatte, konnte jetzt mit der Lieferung rechnen. Es wäre also ratsam, schon für Neugeborene ein Auto zu bestellen oder auch als Nichtautofahrer. Los würde man das Auto problemlos. Gebrauchtwagen waren nämlich um ein Vielfaches teurer als Neuwagen.
Ausserdem hielten meine Gastgeber überall, wo es was gab, kauften alles zusammen, was haltbar war, besonders Ersatzteile, und lagerten es ein. Im Falle, dass sie ein Ersatzteil brauchten, was es gerade nicht gab, fragten sie bei Nachbarn usw und kriegten es auch, aber nur wenn sie selber etwas zu tauschen hatten.
Das Prinzip habe ich (als Ausländer aus dem Kapitalismus) nicht so durchschaut, denke aber, dass deshalb Mangelwirtschaft war. Es gab vielleicht genug von allem, aber es wurde vieles auf Vorrat weggekauft, irgendwo privat gelagert und in den Läden hatte es Lücken im Regal. Schon simple Zündkerzen zu bekommen, wäre ein Problem gewesen. Ob ich das glauben sollte, wusste ich nicht.
Theo


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Wahlkampfthema Brennende Autos in Berlin
Erstellt im Forum Themen vom Tage von VNRut
27 19.09.2011 18:42goto
von GZB1 • Zugriffe: 1644
Wartburg 353 das Auto Volkspolizei
Erstellt im Forum Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz von Angelo
39 20.04.2014 11:27goto
von Stabsfähnrich • Zugriffe: 18059
Mein Auto - Statussymbol noch heute?
Erstellt im Forum Mythos DDR und Grenze von Huf
232 13.12.2012 22:43goto
von DoreHolm • Zugriffe: 18654
Mit dem Auto vorbei am Güst Marienborn
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Angelo
66 26.07.2011 21:19goto
von passport • Zugriffe: 15340

Besucher
26 Mitglieder und 82 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 1959 Gäste und 138 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14360 Themen und 557227 Beiträge.

Heute waren 138 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen