#21

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 02.08.2013 21:38
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von jobakampe im Beitrag #19
„Werner“, der Verdacht kein Unbekannter zu sein wird durch seinen Auftritt erhärtet. Eine Reaktion möge er erwarten, sie wird es nicht geben. Das entspräche weder dem Anspruch des Forums noch meinem Stil.

.
An Hand von Dokumenten wird die Übergabe des Netzes per 01.01.1984 (Überleitungsverträge von Mitarbeitern) an die Deutsche Post und die Weiternutzung von Kanälen durch die NVA gegen Gebühr belegt. Mehr ist dazu nicht mehr zu sagen.

mfG



Für mich hört sich das so an als ob Du einer fundierten Sachdiskussion aus dem Weg gehen willst? Was ich da bei Werner lese hat Hand und Fuß wie es scheint, warum gehst Du nicht darauf ein? Bockiger Trotz ist doch wohl kaum die rechte Reaktion wenn man auf offenkundig falsche Aussagen die man veröffentlicht hingewiesen wird und genau so kommt mir deine Reaktion gerade vor.

Ich bin gespannt ob Du zumindest zum letzten, doch sehr detail- und umfangreichen, Beitrag qualifiziert antworten wirst. Es liegt ja an Dir den Eindruck zu gestalten den andere hier von Dir erhalten.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
nach oben springen

#22

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 03.08.2013 10:13
von connies9 | 78 Beiträge

Wenn ich diesen Thread lese, erhalte ich den Eindruck, als ob Werner bereits ein längeres "Problem" mit Jobakampe hat. Kurz: Man kennt sich.

Als Unbedarfter auf diesem Gebiet stelle ich fest, dass die Homepage sehr gut von jobkampe gestaltet ist. Gut, auch wenn Werner alles besser wissen sollte, seine Art dem Threadersteller zu begegnen, ist daneben.

Es kann nicht im Interesse der gewünschten Forenkultur sein, dass ich jemanden sofort anmache, weil er in meinen Augen etwas Unklares oder Falsches geschrieben hat. Was soll das? Und wenn dieser auf diesen frechen Beitrag nicht ordentlich reagiert, gibts noch mehr Gegenwind, so nach dem Motto, erkläre dich gefälligst?

Auch wenn es nicht interessiert, ich denke, das musste hier gesagt werden.



Lutze, Kimble, 94 und LEGO haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#23

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 05.08.2013 13:10
von jobakampe (gelöscht)
avatar

Noch ein Zwischenruf !
„Werner“ - viel Mühe steckt in seinem Versuch zu widerlegen. Der Reihe nach:

- Indirekt stellt „Werner“ die Übergabe der Netze an die DP in Frage, da keine Dokumente der NVA vorliegen. Die Übergabe ist mit Jahresangabe sowohl auf der in meinem Themen-Eingang genannten Webseite als auch auf der Webseite
http://www.Nachrichtenbetriebsamt.de (beschreibt ausführlich das RFN der SED) mit 1984 genannt. Nachlesen kann man auch bei GL a.D.
Dr. Walter Paduch in „Aufsätze zur Geschichte der NVA – Nachrichten- und Flugsicherungstruppen 1956 – 1990“, Seite 90, auch wenn
dort die exakte Jahresangabe fehlt.
„Werner“ schreibt, ... In der Erinnerung war das wohl 1985 oder, ich habe auch keine Belege, aber ich tue auch nicht als wäre dieses
Datum fix.

Da bleibt nur zu hinterfragen, war es 1985 oder 1984 ?. Ich habe mich an Hand der Dokumente festgelegt, der auszugsweise gezeigte
Überleitungsvertrag eines Mitarbeiters von der Bezirksleitung Dresden der Partei zum Funkamt Dresden der Deutschen Post spricht für
genannten Zeitpunkt.

- Die Weiternutzung von Einzelkanälen durch die NVA ( Paduch spricht von einem Nutzungsvorrecht) nach der Übergabe der Netze an die DP gegen Gebühr, war ein Akt von Vereinbarungen. Die Höhe der Gebühren sind in vorliegenden Dokumenten ausgewiesen.
Argumentierbar waren diese während der Zeit der DDR ohnehin nicht, weil geheim, gezahlt wurde.

- mit den betriebs- und nutzungsbedingten Einschränkungen nach Aufklärung der Netze und der Inbetriebnahme des S1 verloren die Netze an Bedeutung, was sonst?.
Zur Verständigung, in der Regel waren nur noch die Operativen Diensthabenden (OpD) in den Kommandos Verbänden, '* Truppenteilen, territorialen Einrichtungen (hier nur militärische Bereiche genannt) zur Nutzung in besonderen Fällen berechtigt. Die Freischaltung zur Nutzung durch andere erfolgte ggf. nach Anweisung. Man kann eine Sache, deren Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt sind durchaus auch anderes als „an Bedeutung verloren“, einordnen.

- Auf der Webseite „Nachrichtenbetriebsamt“ ist sinngemäß zu lesen „nach Aufklärung durch den BND und das Einklinken der Abhörstation der US- Army auf dem Teufelsberg in Berlin/West, wurde das RFN ein „Schweigenetz“ und 1984 an die DP übergeben.
Beweise dafür, das der Westen mehr auf die Mittel des funkelektronischen Kampfes gesetzt hat, werden von „Werner“ nicht erbracht. Sie sind auch nicht bei Rudolf Grabau in „Anlagen der Bundeswehr zur Aufklärung von Richtfunk“, zu finden. Diese Literatur kann ich nur empfehlen. Ich habe den Autor vor längerer Zeit zu den Aufklärungsmöglichkeiten in den 1960er Jahren konsultiert. Die Aufklärung der Netze durch die Bundeswehr basierte auf einer Vereinbarung mit dem BND. Genannt wurde für Berlin nur der BND. Von der US-Army war keine Rede.
„Werner“ die Aussage „aufgeklärt“ ist sehr unscharf und dramatisiert ... und was ist an dieser Aussage belegt, was bedeutet dann hier die
Aussage auf genannter Webseite ?

- „Werner“ schreibt, zum Ausbau und Änderungen des RFN der NVA wurde zwar viel diskutiert. Im für die Planung dieser Anlagen zuständigen Fachbereich gab es die von jobakampe behauptete Planung nicht, seine Aussage ist falsch.
Nun, er hat nicht unrecht, in der Phase, in der sich die Planungen befanden, war der Fachbereich des Kommandos Luftstreitkräfte/ Luftverteidigung (LSK/LV) und auch seine Person, nicht einbezogen.
Zum neu zu errichtenden stationären und teilgeschützten Richtfunknetz der oberen Führungsebene ist einfach nur der Beschluss des Nationalen Verteidigungsrates der DDR vom 05.02.1988 und seine Begründung zu lesen. Ob meine Aussage dann immer noch falsch ist ?

- „Werner“ - der Begriff Überwachungsbereich=ÜB ist kein umgangssprachlicher Begriff, der frei wählbar war. Er war festgelegt, es gab keinen anderen für diese Funktion. Nun, es gab drei ÜB, von denen einer auch als Hauptrichtunkzentrale und zwei als Bereichsrichtfunkzentralen Nord und Süd bezeichnet wurden. Ihre Aufgaben und Funktionen blieben unverändert.

- „Werner“ – Die Planungsgruppe für das Richtfunknetz der NVA war eine reguläre Struktureinheit ....
Es waren Offiziere der Verwaltung Nachrichten im MfNV, die aus dem Bereich „Territoriale Vorbereitung“ kamen und für Jahre ihren Arbeitsplatz im ZK der SED in Berlin einnahmen.
Noch vor Monaten hat „Werner“ die Existenz eines Richtfunknetzes der NVA, neben dem der Partei, vehement bestritten,

- „Werner“ - Verschlüsselungsverfahren werden in Frage gestellt. Auf genannter Webseite wird ein ganzes Netz beschrieben. Dort zweifelt auch keiner, wie auch auf der Webseite http://scz.bplaced.net/ , irgendwelche Verfahren an.
„Werner“ – Idee war S1 als verschlüsseltes Netz zu betreiben .... Verschlüsselung war immer ein heißes Thema ...RFN war
Wählvermittlungstechnik. In solchen Systemen hätte ....Also nicht ein Einzelkanal wäre ... sondern 8, 16 oder 24 Kanäle. So etwas gab es nicht,
selbst nicht in Reichweite. Das war aber nicht RFN- spezifisch. Insofern ist die Behauptung, das es Planungen gegeben hätte gleichermaßen
falsch.
Die Gegendarstellung bei Paduch im o.a, Sachbuch, Seite 90.

- „Werner“ – warum werden nicht einfach Details nachgefragt, von denen man keine Ahnung hat ...? Welche Details können denn von welchen Planern nicht bestätigt werden und warum können die das nicht ?
Weder liegt es in meinem, noch im Interesse von Mitstreitern öffentlich zu diskutieren und zu spekulieren. Man möchte es, aber, wir teilen
geäußertes Interesse nicht !.

- „Werner“ - Dramatisierend wird aus einer systematischen Kennung eine „Deckbezeichnung“ herbeigeredet. Das ist aber Unsinn und unzutreffend. Und weiter, Deckbezeichnungen waren es keinesfalls, egal was damals auf den Gängen geflüstert wurde und heute hineingedeutet wird. ... es handelt sich schlicht um systematischen technischen Schlüssel, wie z.B. auch RVG- 924. Das weiß ganz sicher auch jobakampe, er stellt es also bewusst falsch dar.
Dazu gibt es nur ein Argument, die auszugsweise hier dem Beitrag zugeordnete Dokumentation aus dem Jahre 1961. Davon besitzen wir mehrere. Übrigens, die erwähnten passiven Rv- Türme sind bei den Deckbezeichnungen nicht zu finden, obwohl es solche im Bezirk Erfurt gab.



- „Werner“ wie kommt denn nun die HptNZ zu dem Namen „Wostok“ ?.
Wie diese Frage bewerten, vorwurfsvoll, provozierend oder täuschend und ablenkend. Nein, in keiner Weise, die Antwort richte ich an alle
Außenstehenden, denen das Verstehen der Zusammenhänge in der Tat nicht leicht fallen kann. Die HptNZ (Hauptnachrichtenzentrale) und „Wostok“ sind und bleiben immer zwei unterschiedliche Dinge.
Als Truppenteil, direkt dem MfNV unterstellt, führte die HptNZ den Tarnnamen „Erdkarte“, das MfNV und dem zufolge auch die Nachrichtenzentrale den Tarnnamen „Wostok“ (gelegentlich auch Bunker „Wostok“) .
Ausgerüstet, gewartet, sicher gestellt mit Personal und geführt wurde die Nachrichtenzentrale „Wostok“ von den Angehörigen der HptNZ, heißt u.a., der Leiter HptNZ war Kommandeur des Truppenteils „Erdkarte“ und Leiter der Nachrichtenzentrale „Wostok“ in Doppelfunktion. Eine andere Version gibt es nicht, so lautet z.B. der Titel meiner Publikation „Wostok“ die Nachrichtenzentrale im Zentrum der militärischen Macht der
DDR „ oder auf meiner Webseite http://www.hauptnachrichtenzentrale.de sind u.a. folgende Titelzeilen und Leitsätze zu lesen:

o Nachrichtentruppenteil (gemeint ist die HptNZ) und Führungsobjekt zur Sicherung der Arbeit der Nachrichtenzentrale „Wostok“ des MfNV,
o Die Hauptnachrichtenzentrale der NVA und andere militärpolitische Themen,
o „Wostok“ wurde militärisch geführt, personell besetzt, technisch und betrieblich sicher gestellt vom Nachrichtentruppenteil Hauptnachrich-tenzentrale,
o „Wostok“ die Nachrichtenzentrale des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR.

In keiner dieser Titelzeilen legt sich die HptNZ den Namen „Wostok“ zu. Eine Gleichsetzung gibt es nicht. Sollte dennoch irgendwo in meinen Dokumenten oder Webseiten eine zweideutige Bezeichnung gefunden werden, bitte ich um Information.

@Feliks D. – von bockigem Trotz kann nicht die Rede sein, nur die Umstände und gemachten Erfahrungen prägen. Sachdiskussion mit offenen Karten und ohne persönliche Unterstellungen, gern. War von jeher mein Anliegen, die Anonymität zu meiden. Unter den gegebenen Umständen zwar ein Fehler, ich kann damit leben. Aber, im Leben gibt es wichtigere Dinge als sich nur mit der Beweisführung zu beschäftigen.

@connies9 – richtig, wir kennen uns beim Namen und kennen die jeweils ausgeübte letzte Dienststellung. Begegnet sind wir uns nie, obwohl wir kaum mehr als 15 Kilometer auseinander wohnen. Wir haben widersprüchliche Auffassungen zu Fragen zwischenmenschlicher Beziehungen.

Der Beitrag ist länger geworden als beabsichtigt, man möge mir verzeihen. Weitere Antworten sind als PN nicht ausgeschlossen.

mfG


connies9 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.08.2013 13:35 | nach oben springen

#24

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 09.08.2013 10:03
von jobakampe (gelöscht)
avatar

Zitat aus Beitrag #21 von Feliks D.“
... einer fundierten Sachdiskussion aus dem Wege ... Was ich da bei „Werner“ lese hat Hand und Fuß, wie es scheint, warum gehst Du nicht darauf ein ? Bockiger Trotz ist doch wohl kaum die rechte Reaktion wenn man auf offenkundig falsche Aussagen die man veröffentlicht hingewiesen wird und genau so kommt mir deine Reaktion gerade vor.

Das Zitat liest man, analysiert und ordnet ein. Das will ich mit Abstand tun.
1. Noch bevor überhaupt eine Reaktion von mir vorliegen kann, wird unterstellt, einer solchen aus dem Wege zu gehen,
2. Das, was „Hand und Fuß“ hat, also richtig scheint, darauf gehst Du nicht ein. Eine weitere Unterstellung.
3. Bezogen auf 2., im Brustton der Überzeugung ausgesprochen, als wenn Sach- und Fachkenntnisse vorliegen. Wer ist „Feliks D.“ ?, nicht nur eine
Frage aus seinem Gästebuch. In den persönlichen Angaben fehlen Name, Wohnort, Bundesland, Zufall ? Das widerspricht den Forderungen nach
Pflichtangaben. Nach der Satzung müsste die Anmeldung gelöscht sein. Hat offensichtlich noch keiner bemerkt.
4. Die Reaktion auf offenkundig falsche Aussagen ist bockiger Trotz. Eine weitere Unterstellung, noch bevor ich überhaupt eine Antwort geben kann.
5. Die persönliche Spannung auf eine qualifizierte Antwort auf den „doch sehr detail- und umfangreichen Beitrag von „Werner“ ist so groß, das meine
seit nunmehr 5 Tagen vorliegende Antwort kein Interesse findet. (muss sie auch nicht unbedingt !)

Wollte nur darauf aufmerksam gemacht haben. Meine Antwort auf den Beitrag von "Werner" ist sehr ausführlich und belegt mit Hinweisen und Dokumenten alle Aussagen. Die Unterstellungen von "Feliks D." kann ich einordnen und weise sie mit aller Entschiedenheit zurück. Festzustellen ist, das die Umstände einer weiteren Mitarbeit im Forum durch solche Beiträge nicht begünstigt sind. Sie werden bei Fortbestand auf Dauer ihre Auswirkungen nicht verfehlen.

Gern werde ich im weiteren bei Bedarf und Möglichkeit auf PN antworten.

mfG


nach oben springen

#25

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 09.08.2013 14:55
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von jobakampe im Beitrag #24
Zitat aus Beitrag #21 von Feliks D.“
... einer fundierten Sachdiskussion aus dem Wege ... Was ich da bei „Werner“ lese hat Hand und Fuß, wie es scheint, warum gehst Du nicht darauf ein ? Bockiger Trotz ist doch wohl kaum die rechte Reaktion wenn man auf offenkundig falsche Aussagen die man veröffentlicht hingewiesen wird und genau so kommt mir deine Reaktion gerade vor.

Das Zitat liest man, analysiert und ordnet ein. Das will ich mit Abstand tun.
1. Noch bevor überhaupt eine Reaktion von mir vorliegen kann, wird unterstellt, einer solchen aus dem Wege zu gehen,
2. Das, was „Hand und Fuß“ hat, also richtig scheint, darauf gehst Du nicht ein. Eine weitere Unterstellung.
3. Bezogen auf 2., im Brustton der Überzeugung ausgesprochen, als wenn Sach- und Fachkenntnisse vorliegen. Wer ist „Feliks D.“ ?, nicht nur eine
Frage aus seinem Gästebuch. In den persönlichen Angaben fehlen Name, Wohnort, Bundesland, Zufall ? Das widerspricht den Forderungen nach
Pflichtangaben. Nach der Satzung müsste die Anmeldung gelöscht sein. Hat offensichtlich noch keiner bemerkt.
4. Die Reaktion auf offenkundig falsche Aussagen ist bockiger Trotz. Eine weitere Unterstellung, noch bevor ich überhaupt eine Antwort geben kann.
5. Die persönliche Spannung auf eine qualifizierte Antwort auf den „doch sehr detail- und umfangreichen Beitrag von „Werner“ ist so groß, das meine
seit nunmehr 5 Tagen vorliegende Antwort kein Interesse findet. (muss sie auch nicht unbedingt !)

Wollte nur darauf aufmerksam gemacht haben. Meine Antwort auf den Beitrag von "Werner" ist sehr ausführlich und belegt mit Hinweisen und Dokumenten alle Aussagen. Die Unterstellungen von "Feliks D." kann ich einordnen und weise sie mit aller Entschiedenheit zurück. Festzustellen ist, das die Umstände einer weiteren Mitarbeit im Forum durch solche Beiträge nicht begünstigt sind. Sie werden bei Fortbestand auf Dauer ihre Auswirkungen nicht verfehlen.

Gern werde ich im weiteren bei Bedarf und Möglichkeit auf PN antworten.

mfG




Wenn Du auf DEINE Beitrag keine Nachricht bekommst, wird dies wohl Gründe haben. Vielleicht ist Werner kein Rentner und hat zur Zeit kräftig zu schaffen ?


nach oben springen

#26

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 09.08.2013 15:16
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #25
Vielleicht ist Werner kein Rentner und hat zur Zeit kräftig zu schaffen ?
Kann DIR nicht passieren, hä?
Ach wie schön war da doch die erste Reaktion auf @werners Vorstellung, da hatte wohl einer den ganz großen Weitblick ... #2.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#27

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 09.08.2013 15:54
von jobakampe (gelöscht)
avatar

@Alfred
@94
wie muss ich Eure Reaktion verstehen, ist "Feliks D." etwa "Werner", weil Ihr auf den letztgenannten Bezug nehmt ?. Ich hatte nur auf den Beitrag #21 von Feliks D." geantwortet. Warum eigentlich so aggressiv und hämisch ?


nach oben springen

#28

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 09.08.2013 16:01
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von jobakampe im Beitrag #27
Warum eigentlich so aggressiv und hämisch ?

Genau das frage ich mich auch schon die ganze Zeit!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#29

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 09.08.2013 16:03
von Mart | 735 Beiträge

Guten Tag Herr Kampe,
schön von Ihnen zu lesen.

Wie ich sehe, sind so ziemlich alle üblichen Verdächtigen auch schon hier.


nach oben springen

#30

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 09.08.2013 22:54
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von jobakampe im Beitrag #24
Zitat aus Beitrag #21 von Feliks D.“
... einer fundierten Sachdiskussion aus dem Wege ... Was ich da bei „Werner“ lese hat Hand und Fuß, wie es scheint, warum gehst Du nicht darauf ein ? Bockiger Trotz ist doch wohl kaum die rechte Reaktion wenn man auf offenkundig falsche Aussagen die man veröffentlicht hingewiesen wird und genau so kommt mir deine Reaktion gerade vor.

Das Zitat liest man, analysiert und ordnet ein. Das will ich mit Abstand tun.
1. Noch bevor überhaupt eine Reaktion von mir vorliegen kann, wird unterstellt, einer solchen aus dem Wege zu gehen,
2. Das, was „Hand und Fuß“ hat, also richtig scheint, darauf gehst Du nicht ein. Eine weitere Unterstellung.
3. Bezogen auf 2., im Brustton der Überzeugung ausgesprochen, als wenn Sach- und Fachkenntnisse vorliegen. Wer ist „Feliks D.“ ?, nicht nur eine
Frage aus seinem Gästebuch. In den persönlichen Angaben fehlen Name, Wohnort, Bundesland, Zufall ? Das widerspricht den Forderungen nach
Pflichtangaben. Nach der Satzung müsste die Anmeldung gelöscht sein. Hat offensichtlich noch keiner bemerkt.
4. Die Reaktion auf offenkundig falsche Aussagen ist bockiger Trotz. Eine weitere Unterstellung, noch bevor ich überhaupt eine Antwort geben kann.
5. Die persönliche Spannung auf eine qualifizierte Antwort auf den „doch sehr detail- und umfangreichen Beitrag von „Werner“ ist so groß, das meine
seit nunmehr 5 Tagen vorliegende Antwort kein Interesse findet. (muss sie auch nicht unbedingt !)

Wollte nur darauf aufmerksam gemacht haben. Meine Antwort auf den Beitrag von "Werner" ist sehr ausführlich und belegt mit Hinweisen und Dokumenten alle Aussagen. Die Unterstellungen von "Feliks D." kann ich einordnen und weise sie mit aller Entschiedenheit zurück. Festzustellen ist, das die Umstände einer weiteren Mitarbeit im Forum durch solche Beiträge nicht begünstigt sind. Sie werden bei Fortbestand auf Dauer ihre Auswirkungen nicht verfehlen.

Gern werde ich im weiteren bei Bedarf und Möglichkeit auf PN antworten.

mfG



1. Bezog sich auf diese Aussage von Dir.
Zitat von jobakampe im Beitrag #19
An Hand von Dokumenten wird die Übergabe des Netzes per 01.01.1984 (Überleitungsverträge von Mitarbeitern) an die Deutsche Post und die Weiternutzung von Kanälen durch die NVA gegen Gebühr belegt. Mehr ist dazu nicht mehr zu sagen.



2. Gesamter Beitrag #20

3. Zur Zeit meiner Anmeldung waren dies noch keine Pflichtfelder, hab dann wohl sowas wie Bestandshutz. Wenn da nun München und Bayern stehen würde wärst Du jedoch auch nicht schlauer.

4. Wie gesagt bezog sich das auf den in 1. bereits genannten Text. Dies hörte sich sehr nach "Was ich sage stimmt, genug diskutiert und nun glaubt es einfach" an.

5. Ja danke! Leider schaffe ich es nur noch max. 30% der Themen hier zu verfolgen, wenn überhaupt, und da ist mir die Antwort leider untergegangen. Ich bin Dir für die Antwort auch tatsächlich dankbar, denn nur so entwickelt sich hier eine Diskussion zwischen euch beiden aus der man sich dann seine Meinung bilden kann und die für alle gewinnbringend ist. Unterstellt soll Dir hier, zumindest von meiner Seite, gar nichts werden, wie gesagt meine Äußerung war lediglich mein Eindruck und ich bin DIr für die hier gegebene Antwort dankbar.

Mit deinem Fernbleiben vom Forum kannst Du gerne drohen, es beeindruckt mich nicht im geringsten denn jeder Teilnehmer ist frei zu tun und zu lassen was ihm behagt. Trotzdem würde ich es bedauern denn es ist schade um jeden der hier qualifiziert beitragen kann und daher sei versichert, es ist nicht meine Absicht dich hier zu дискредитировать.

Es wäre doch schade um eure Fachsimpelei und morgen oder spätestens übermorgen kommt ja nun auch Werner zeitlich dazu DIr zu antworten. Wir dürfen also gespannt sein, die Antwort wurde mir zumindest schon mal avisiert.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
nach oben springen

#31

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 00:01
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat
„Werner“ - viel Mühe steckt in seinem Versuch zu widerlegen. Der Reihe nach:



Jeder Beitrag beginnt mit einer Provokation und Herabwürdigung meiner Person. Ein herablassender Tonfall – und dann Respekt einfordern. Liegt vielleicht an seiner Aversion gegen eine andere Person, die er ahnungslos auf mich reflektiert, provoziert so mit dem nächsten einen Zwist.

Zitat
- Indirekt stellt „Werner“ die Übergabe der Netze an die DP in Frage, da keine Dokumente der NVA vorliegen. Die Übergabe ist mit Jahresangabe sowohl auf der in meinem Themen-Eingang genannten Webseite als auch auf der Webseite
http://www.Nachrichtenbetriebsamt.de (beschreibt ausführlich das RFN der SED) mit 1984 genannt. Nachlesen kann man auch bei GL a.D.
Dr. Walter Paduch in „Aufsätze zur Geschichte der NVA – Nachrichten- und Flugsicherungstruppen 1956 – 1990“, Seite 90, auch wenn
dort die exakte Jahresangabe fehlt.
„Werner“ schreibt, ... In der Erinnerung war das wohl 1985 oder, ich habe auch keine Belege, aber ich tue auch nicht als wäre dieses
Datum fix.
Da bleibt nur zu hinterfragen, war es 1985 oder 1984 ?. Ich habe mich an Hand der Dokumente festgelegt, der auszugsweise gezeigte
Überleitungsvertrag eines Mitarbeiters von der Bezirksleitung Dresden der Partei zum Funkamt Dresden der Deutschen Post spricht für
genannten Zeitpunkt.



Sich selbst als Quelle anzuführen, dann auf eine Seite verweisen, der man selbst eine korrekte Darstellung abspricht und bei der im Abgleich mit der Radeberger Seite http://fesararob.de/HTML_RF/Histo_Rifu_zknetz.html auf den ersten Blick erkennbar ist, dass einer beim anderen abgeschrieben hat, ist bemerkenswert. So sieht nach @94 eine Primärquelle aus?

Es ist eine Lüge und Beleidigung, zu behaupten, ich hätte die Existenz des RFN der NVA angezweifelt. Einen Beleg für diese bösartige Behauptung muss er zwangsläufig schuldig bleiben.

Beim MfNV hat . . . hat viele, viele Stunden die Übergabe mit der Post ausgehandelt. In der Erinnerung der Beteiligten der NVA - damit meine ich nicht irgendwelche Techniker, sondern die Akteure im MfN,V, steht das Jahr 1985 im Raum, Nur bei @jobakampe, der selbst überhaupt nichts damit zu tun hatte, hält stur an 1984 fest und führt dafür einen Vertrag eines Mitarbeiters der SED an, lächerlicher kann man eine offenkundige Spekulation nicht kaschieren.

RFN der SED und RFN der NVA waren trotz gleichen Namens im „Betrieb“ vollkommen verschieden.
Warum, das kann ich, wenn ich Zeit und Lust habe, irgendwann vielleicht auch noch ausführen. Eine Übertragbarkeit von Gehörtem aus dem SED Netz auf das Netz der NVA ist wegen der Unterschiedlichkeit nicht zulässig.

Den aufgezeigten Widerspruch zwischen Kosten und Bedeutungslosigkeit löst @jobakampe nicht auf, kann er auch nicht.
Sicher kann sich @jobakampe an das Teilnehmerverzeichnis der Nutzer des RFN erinnern, aus gutem Grund gehe ich sogar davon aus, dass ihm selbiges sogar noch vorliegt. Er spricht von eingeschränkter Nutzung. Erinnerlich ist aber über den Zeitraum bis 1989 eine kontinuierliche Zunahme der Nutzer im RFN. Ohne Kenntnis der genauen Zahlen gehe ich mal von mehreren hundert Nutzern aus – bedeutungslos?

Dann zieht er zwei Webseiten als Beweis seiner Thesen heran, bei denen nicht erkennbar ist, ob nun „nba“ den Quark von verlorener Bedeutung und „Schweigenetz“ von der Radeberger Seite abgeschrieben oder umgekehrt und @jobakampe bei beiden abgeschrieben hat. Die Richtfunkachsen der LSK/LV hatten mit dem RFN der NVA nichts zu tun, RAFENA war Lieferant der Geräte. Beide können also nichts beurteilen.

Zitat
- Die Weiternutzung von Einzelkanälen durch die NVA ( Paduch spricht von einem Nutzungsvorrecht) . .

.

Vor einem Monat spricht @jobakampe, auf vorliegende Dokumente berufend, von Vergütungen für Nutzung von Kanälen und diversen Anlagen, jetzt auf einmal nur noch von Einzelkanälen. Weiß er und versteht er selbst, was er da schreibt?

Was sollen denn Einzelkanäle sein? Die von @jobakampe selbst erwähnten 95 für SAS-Übertragungen genutzten Kanäle allein sind ja wohl deutlich mehr als Einzel . . .

Nutzungsvorrecht? Das würde ja ein nachgeordnetes Nutzungsrecht für andere Bedarfsträger einschließen. Auf Basis von Verträgen hatte die Post die Betriebseinrichtungen/Anlagen und Frequenzen der NVA zur Verfügung zu stellen, die NVA hatte alleinige Verfügungsgewalt entsprechend dieser Verträge.

Mit der Vergütung an das MPF waren auch die Betriebskosten der Anlagen abgegolten. Die Ahnungslosigkeit @jobakampes über derlei Zusammenhänge spricht aus seinem dramatisierenden „gut bezahlen lassen“, das relativiert sich nämlich angesichts der Betriebskosten der technischen Einrichtungen ganz schnell.

Zitat
- mit den betriebs- und nutzungsbedingten Einschränkungen nach Aufklärung der Netze und der Inbetriebnahme des S1 verloren die Netze an Bedeutung, was sonst?.
Zur Verständigung, in der Regel waren nur noch die Operativen Diensthabenden (OpD) in den Kommandos Verbänden, '* Truppenteilen, territorialen Einrichtungen (hier nur militärische Bereiche genannt) zur Nutzung in besonderen Fällen berechtigt. Die Freischaltung zur Nutzung durch andere erfolgte ggf. nach Anweisung. Man kann eine Sache, deren Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt sind durchaus auch anderes als „an Bedeutung verloren“, einordnen.


Der von mir aufgezeigte Widerspruch wird nicht aufgelöst, nicht mal der Versuch einer Erklärung. Stattdessen das Pferd von hinten aufgezäumt und mit weitläufigen Wiederholungen von für Außenstehende Undurchsichtigem das Chaos nur noch verschlimmert. Oma Machulke steht mit offenem Mund da und versteht nur noch Bahnhof.

Wie viele berechtigte Nutzer gab es denn 1989, wieviele z.B. 1970 oder meinetwegen 1982, wenn man die Berechtigten in den oben genannten Einheiten, Dienststellen zusammenzählt?

Wie wurde denn betriebsbeding und nutzungsbedingt in der NVA eingeschränkt? Was bedeutete das konkret? Was ist belegt?

Auf NVA-Seite waren die Nutzerberechtigungen in den verschiedenen Netzebenen von vornherein klar geregelt, nicht „in besonderen Fällen“, es gab ein reguläres Fernsprechverzeichnis mit den berechtigten Nutzern. Im Nummerierungsschema für Fernsprechwahlvermittlung war eine eigene Kennziffer für die Querverbindung zum RFN ausgewiesen. Das RFN der NVA war ein funktionsgebundenes Netz. Somit konnte sich jeder entsprechend seiner Funktionsberechtigung ohne weitere Sondergenehmigung in die entsprechende Netzebene einwählen oder eben auch nicht, wenn seine Funktion das nicht vorsah.

Zitat
- Auf der Webseite „Nachrichtenbetriebsamt“ ist sinngemäß . . .
„Werner“ die Aussage „aufgeklärt“ ist sehr unscharf und dramatisiert ... und was ist an dieser Aussage belegt, was bedeutet dann hier die
Aussage auf genannter Webseite ?



Ich habe eine Frage gestellt, diese wurde nicht beantwortet.

Die Gegenfrage in Form der Nebelkerze ist bei mir falsch adressiert, ich habe mit der genannten Seite nichts zu tun. Wenn man einen Satz ungeprüft übernimmt, ist das Sache des Nachplapperers. Die ausbleibende Antwort auf meine Frage nach dem tatsächlichen Umfang der Aufklärung und den Ergebnissen spricht für sich.

Mein Bezug auf Mittel des funkelektronischen Kampfes (gemeint ist nur ein Teil davon: die Störung) entstammt der Einschätzung der Mitarbeiter der Fachabteilung beim MfNV zu damaliger Zeit auf Grundlage der Kenntnis des notwendigen technischen und personellen Aufwandes, dies in Diskussionen um die Notwendigkeit der Verschlüsselung. Heute verwertbare Belege gab es damals aus Gründen des Schutzes der Quellen der Verwaltung Aufklärung selbstredend nicht. Dass bis jetzt keine anderen Erkenntnisse publiziert wurden – zumindest ist in den mir zugänglichen Quellen nichts recherchierbar, bestätigt eher die damaligen Einschätzungen. Wenn tatsächlich wie behauptet, das gesamte RFN abgehört, ausgewertet und daraus nennenswerte Ergebnisse hervorgegangen wären, würde das ganz sicher bereits süffisant veröffentlicht.

Dass das RFN prinzipiell abhörbar war, ist ja unbestritten. Die Frage ist nur, was wurde tatsächlich an Auswertbarem erfasst? Nach allem, was bisher recherchierbar ist, war das Getöse um die Abhörbarkeit wohl mehr Angst vor "es könnte ja vielleicht, eventuell, unter bestimmten Umständen sein" als Realität. Muss man das aber heute immer noch nachplappern?

Grabau schreibt über die technischen Anlagen – mehr nicht. Während dem Laien der Mund offen steht, was es alles gab, und er diese Quelle als Beleg für die Abhörbarkeit rumreicht, ist der Techniker erstaunt darüber, dass der Westen nicht besser aufgestellt war, als wir selbst. Konkrete Ergebnisse, wieviele der Anlagen überhaupt verbaut und eingesetzt wurden, Reichweiten, was mit den Anlagen tatsächlich an Informationen abgeschöpft wurde, ist nicht publiziert. Grabau hat offenbar auch gegenüber @jobakampe auch nichts blicken lassen, was hier verwertbar wäre.

Grabau´s Beschreibung der technischen Anlagen macht nach Einschätzung eines der Autoren des Buches "Richtfunk" nur deutlich, dass die ELOKA Einheiten der BW ähnliche Schwierigkeiten hatten, wie unsere Einheiten des FEK:

Für Unbedarfte: Erst die bei Grabau genannten UHFII Systeme konnten mehr als einen Kanal abdecken waren und brauchten für einen vollen Suchlauf 45 Minuten (!!!) - stationäre RFN waren immer Mehrkanalsysteme. Grabau versucht dieses Dilemma zu relativieren, ich versuche die Situation unten verständlich zu machen. Welchen Frequenzbereich man damit tatsächlich aufklären konnte, schreibt er (vorsichtshalber?) nicht. UHFII Systeme deckten ein Spektrum von 30MHz bis 2,2GHz ab, also eine gewaltige Breite. Deren Durchlaufzeit für einen Scan beschreibt er ebenfalls nicht, vermutlich auch nicht viel weniger. Die Wahrscheinlichkeit, während eines solchen Scans überhaupt ein relevantes Gespräch zu erwischen, wird vermutlich bei schlechter als 1/1000 gelegen haben – könnte man unter Kenntnis der Anlagenverfügbarkeit sogar ausrechnen. Das zum Gespenst „aufgeklärt“. Immer bedenken, über den technischen Stand welcher Jahre wir sprechen!

Aufklärung hierüber kann nur die BW liefern.

Die Äußerungen über „aufgeklärt“ sind also reine Spekulation oder private Meinung.

Zitat
- „Werner“ schreibt, zum Ausbau und Änderungen des RFN der NVA wurde zwar viel diskutiert. Im für die Planung dieser Anlagen zuständigen Büro gab es die von jobakampe behauptete Planung nicht, seine Aussage ist nicht zu.
Nun, er hat nicht unrecht, in der Phase, in der sich die Planungen befanden, war der Fachbereich des Kommandos Luftstreitkräfte/ Luftverteidigung (LSK/LV) und auch seine Person, nicht einbezogen.
Zum neu zu errichtenden stationären und teilgeschützten Richtfunknetz der oberen Führungsebene ist einfach nur der Beschluss des Nationalen Verteidigungsrates der DDR vom 05.02.1988 und seine Begründung zu lesen. Ob meine Aussage dann immer noch falsch ist ?



Ist sie.

Von LSK/LV Planungen habe ich nicht gesprochen. @jobakampe merkt einfach nicht, dass er ständig auf den falschen Busch klopft, weil er nicht verstehen will oder wirklich nicht versteht, was ich schreibe. Was LSK/LV gemacht hat, weiß ich nicht, ist mir hier auch nicht wichtig. Ich habe mich auf die Verwaltung Na im MfNV bezogen. Das habe ich mehrfach betont, man muss nur richtig lesen.

Was steht denn in diesem Beschluss? Wenn Du schon darauf verweist und zum Lesen einlädst, dann gib dem Publikum auch die Möglichkeit der Prüfung und Bewertung.
Zu einer Planung gehört mehr als ein Beschluss jenseits der Realität und der technischen Möglichkeiten. Das ist das erste was ein Controller lernt, bei jedem Geschäftsführer, auch wenn er keine Vollmacht hat, gehört das zum Handwerkszeug.
Wo ist denn diese Planung konkret belegt, was für Planunterlagen der NVA gab es denn? Zu einer Planung gehörte eine detailliert geplante Bilanzsumme, und die gab es im MfNV nicht. Vorhaben, Direktiven, Beschlüsse sind keine Planung.

Zur Realität der technischen Möglichkeiten 1988 habe ich mich bereits geäußert. Das kann @jobakampe gerne ignorieren, von Ignoranten hatten wir in der DDR viele, ändert aber nichts an den Tatsachen. Während es die Planungsgruppe des RFN es schaffte, dieses in der vorgegebenen Zeit zu errichten, war das S-1, welches bis 1975(!!) fertig sein sollte, 1990 immer noch nicht fertig. Was allerdings nicht an der Fachabteilung lag, sondern an den irrwitzigen Vorstellungen.

So, jetzt bin ich müde, wenn ich dazu komme, mache ich morgen weiter.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.08.2013 20:42 | nach oben springen

#32

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 01:10
von werner | 1.591 Beiträge

bevor ich es vergesse.

@jobakampe , @connies9

Ich habe kein Problem mit der Person hinter @jobakampe, nie gehabt, wohl aber mit seinen zuweilen ungenauen, falschen oder auch anmaßenden Darstellungen.

Ich kenne ihn nicht, er mich auch nicht, auch wenn er ganz fest daran glauben möchte.

Es ist schlicht die Unwahrheit, wenn er behauptet, er würde mich kennen und ich würde 15km von ihm entfernt wohnen, es sind mehr als 400km, und das seit langer Zeit.

Daher ist auch alles weitere, was er in Bezug auf verbreitet, nicht wahr.

Mit ein wenig Nachdenken und ohne Schaum vor dem Mund hätte er allein drauf kommen können. So schlägt er auf den Falschen ein.

Wie andere auch lese ich seine Darlegungen hier und da und dort, Publikationen anderer gleichermaßen, setze mich damit auseinander und bespreche das eine oder andere mit anderen echten Primärquellen / Zeitzeugen. Diese Personen möchten im Hintergrund bleiben, das respektiere ich. Wir äußern uns auch nur zu speziellen Themen und nur soweit, wie es unter verschiedenen Aspekten sinnvoll ist.

Ich führe auch keine Webseite mit dem Sendungsanspruch der Offenbarung der Wahrheit und dem aggressiven Grundtenor der Eröffnungsseite „was ich sage, ist richtig, den anderen fehlt der Überblick oder haben nicht verstanden“. Das wird vielleicht auch sein zwischenmenschliches Problem mit dem Betreiber der nba.de sein - mal so rein spekulativ.

Wenn Darstellungen jedoch die Qualität einiger neuzeitlicher selbsternannter Historiker annehmen, sei eine Kommentierung gestattet.

Auf seinen Seiten erhebt sich @jobakampe zum Hüter der Genauigkeit, Klarheit und Wahrhaftigkeit und fordert Einsicht, Kommunikation und Kritikfähigkeit bei anderen. Dann möchte er doch bitte vorbildlich voranzugehen oder zumindest gleichen Maßstab bei sich anlegen.

Dazu gehört z.B. auch, nicht Belegtes/nicht Belegbares, nicht Prüfbares auch so zu kennzeichnen. Wissenslücken sind keine Schande.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
nach oben springen

#33

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 14:22
von jobakampe (gelöscht)
avatar

Bezug nehmend auf die hier zum Eröffnungsthema eingestellten Antworten und die Analyse aller Beiträge von „Werner“ in den Themenbereichen des Forums zu seinen widersprüchlichen Tätigkeitsmerkmalen bis 1990 und darüber hinaus, sehe ich keine Möglichkeit mehr für das Zustandekommen einer zielorientierten sach- und fachgerecht bezogenen Bearbeitung des Themas. Meinerseits wird die Diskussion geschlossen.
Ich danke meinen Mitstreitern an der Erarbeitung des derzeitig erreichten Standes der Bearbeitung und allen Freunden und Kameraden für das Interesse am Thema. Mehr nur noch per PN.

mfG


zuletzt bearbeitet 12.08.2013 14:22 | nach oben springen

#34

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 15:59
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Und genau das hat den Anschein entweder bockig oder schlicht mit den Argumenten überfordert zu sein, man wird sich seinen Teil denken.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 12.08.2013 16:00 | nach oben springen

#35

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 16:32
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von jobakampe im Beitrag #33
Bezug nehmend auf die hier zum Eröffnungsthema eingestellten Antworten und die Analyse aller Beiträge von „Werner“ in den Themenbereichen des Forums zu seinen widersprüchlichen Tätigkeitsmerkmalen bis 1990 und darüber hinaus, sehe ich keine Möglichkeit mehr für das Zustandekommen einer zielorientierten sach- und fachgerecht bezogenen Bearbeitung des Themas. Meinerseits wird die Diskussion geschlossen.
Ich danke meinen Mitstreitern an der Erarbeitung des derzeitig erreichten Standes der Bearbeitung und allen Freunden und Kameraden für das Interesse am Thema. Mehr nur noch per PN.

mfG




Erinnert mich an "Aussagen" von einigen anderen Personen, die heute über 80 sind.
Die zeigen leider auch solche Reaktionen .
Vielleicht auch so eine Art Altersstarrsinn ?


nach oben springen

#36

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 19:28
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat
- „Werner“ - der Begriff Überwachungsbereich=ÜB ist kein umgangssprachlicher Begriff, der frei wählbar war. Er war festgelegt, es gab keinen anderen für diese Funktion. Nun, es gab drei ÜB, von denen einer auch als Hauptrichtunkzentrale und zwei als Bereichsrichtfunkzentralen Nord und Süd bezeichnet wurden. Ihre Aufgaben und Funktionen blieben unverändert.


Was soll die Nebelkerze? Bezeichnung und Funktion wird wild durcheinander gewürfelt, ständig dieses verwaschene "auch als xxx bezeichnet". Es waren fest definierte einheitliche Begrifflichkeiten ohne Spielraum.
1. Die Objekte nannten sich Hauptrichtfunkzentrale und Bereichsrichtfunkzentrale. Sie waren Sitze der ÜB. Das Personal der ÜB des RFN der NVA waren Berufssoldaten: 1 Offizier als Leiter ÜB plus 5 BU(4 Dispatcher + 1 Ersatzdispatcher), im RFN der SED waren das deren Dispatcher.

Zitat:
Die Richtfunkverbindungen werden von zentralen Stellen aus überwacht (Betriebsüberwachung). Ein ständiger Schichtbetrieb ist unerlässlich.
. . . .
Es erweist sich als zweckmäßig, die Betriebsüberwachung auf der Grundlage der Einzelkanalüberwachung zu organisieren und die Überwachung der technischen Einrichtungen als zusätzliche Methode mit zu verwenden. Der Einzelkanal wird dem Nutzer zur Verfügung gestellt, und nach seiner Qualität wird das Gesamtnetz durch die Nutzer bewertet.
Zitat Ende
Quelle: Richtfunk, Herausgegeben von R. Grollmisch, Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, 1974

Dort wird weiter beschrieben, wie die Betriebsüberwachung organisiert und entsprechend der Bedeutung der Richtfunkkanäle in zwei Gruppen Überwachungsbereiche unterteilt wird, welche technische Ausrüstung an jedem Überwachungsplatz eingesetzt wurde, wie die Betriebsdokumentation auszusehen hat, wie die wie die Arbeiten organisiert werden.
Zitat:
Die Betriebsüberwachung hatte nach Kenntnisnahme über Ausfälle und Unzulänglichkeiten die organisatorischen Maßnahmen zu Wiederherstellung der Betriebsparameter des Nachrichtenkanals nach festgelegten Grundsätzen einzuleiten. Zitat Ende
Nachzulesen ebenda.
2. Es ist also nicht korrekt, zu sagen, dass sich diese „auch“ Überwachungsbereich nannten, es gab keine andere Begrifflichkeit.
3. Ein Reduzieren von ÜB auf technische Überwachung und der Widerspruch zur Prosa auf der Seite war beanstandet. Eine fragebezogene konkrete Antwort bleibt aus, aus Unkenntnis folgt statt dessen Rumeierei und Ablenkung. Ein einfaches „Danke für den Hinweis, den Widerspruch zwischen meinem Text und der Grafik habe ich nicht gesehen.“ hätte gereicht.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.08.2013 19:35 | nach oben springen

#37

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 19:53
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat
- „Werner“ – Die Planungsgruppe für das Richtfunknetz der NVA war eine reguläre Struktureinheit ....
Es waren Offiziere der Verwaltung Nachrichten im MfNV, die aus dem Bereich „Territoriale Vorbereitung“ kamen und für Jahre ihren Arbeitsplatz im ZK der SED in Berlin einnahmen.
Noch vor Monaten hat „Werner“ die Existenz eines Richtfunknetzes der NVA, neben dem der Partei, vehement bestritten,


Derlei Unterstellungen sind schon beleidigend und zeugen wiederholt von totaler Ahnungslosigkeit. Keine Ahnung, wo wer was bestritten hat. Ich äußere mich erstmals zu Thema RFN in den Weiten des Internet.

@jobakampe hat tatsächlich keine Ahnung von den Planern des RFN der NVA.
Die Aufbaugruppe für das RFN der NVA zunächst bestehend aus den drei Strausberger Offizieren H. . . ., R. . .. und E. . . fuhr zunächst täglich Dienstag bis Freitag mit der S-Bahn in Zivil zu ihrer Arbeit im Gebäude des ZK der SED. Statt E., der später zurück in die Verwaltung Nachrichten ging, kam L. ins Team, er handelte später auch die Übergabe der Einrichtungen an die Post aus. Die Fahrkarten mussten zur Kostenerstattung bei der Kasse eingereicht werden, daher kann ich sie leider nicht als Beleg bringen. Mit Befehl des Ministers wurde aus der Aufbaugruppe 1965 eine Struktureinheit.

Zitat

- „Werner“ - Verschlüsselungsverfahren werden in Frage gestellt. Auf genannter Webseite wird ein ganzes Netz beschrieben. Dort zweifelt auch keiner, wie auch auf der Webseite http://scz.bplaced.net/ , irgendwelche Verfahren an.
„Werner“ – Idee war S1 als verschlüsseltes Netz zu betreiben .... Verschlüsselung war immer ein heißes Thema ...RFN war
Wählvermittlungstechnik. In solchen Systemen hätte ....Also nicht ein Einzelkanal wäre ... sondern 8, 16 oder 24 Kanäle. So etwas gab es nicht,
selbst nicht in Reichweite. Das war aber nicht RFN- spezifisch. Insofern ist die Behauptung, das es Planungen gegeben hätte gleichermaßen
falsch. Die Gegendarstellung bei Paduch im o.a, Sachbuch, Seite 90.


Dr. Paduch hat
1.mit Sicherheit keine Gegendarstellung in seinem Buch abgegeben, dazu müsste er diesen Beitrag vor Schreiben seines Buches schon gekannt haben.
2. Hast auch Du bereits selbst feststellen müssen, dass die Darstellungen Paduchs mit der Wirklichkeit im Detail nicht immer konform gehen. Derlei Details waren doch gar nicht seine Arbeitsebene.
3. hast Du ganz offenbar nicht richtig gelesen oder auch nicht verstanden, was ich zur Verschlüsselung geschrieben habe und was auf den Seiten steht, die Du nach Gutsherrenart auf Deiner Wahrheitsseite entweder mal verreißt oder hier wieder als Quelle zitiert. SAS war nicht als Netz verschlüsselt, es war die jeweilige konkrete Verbindung verschlüsselt. Das war problemlos, da die SAS-Verbindung eine handvermittelte Verbindung war, die Verschlüsselung war nur für die Dauer der Verbindung wirksam. Machbare Verschlüsselungsverfahren und die entsprechenden Konsequenzen habe ich erläutert.

Zitat

- „Werner“ – warum werden nicht einfach Details nachgefragt, von denen man keine Ahnung hat ...? Welche Details können denn von welchen Planern nicht bestätigt werden und warum können die das nicht ?
Weder liegt es in meinem, noch im Interesse von Mitstreitern öffentlich zu diskutieren und zu spekulieren. Man möchte es, aber, wir teilen
geäußertes Interesse nicht !.


Nicht ich wollte etwas wissen, sondern Du hast Dir Informationen erhofft. Jetzt bekommst Du Details, öffentlich wie Deine Anfrage, und nun versuchst Du Dich wegzuducken.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#38

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 20:38
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat
- „Werner“ - Dramatisierend wird aus einer systematischen Kennung eine „Deckbezeichnung“ herbeigeredet. Das ist aber Unsinn und unzutreffend. Und weiter, Deckbezeichnungen waren es keinesfalls, egal was damals auf den Gängen geflüstert wurde und heute hineingedeutet wird. ... es handelt sich schlicht um systematischen technischen Schlüssel, wie z.B. auch RVG- 924. Das weiß ganz sicher auch jobakampe, er stellt es also bewusst falsch dar.
Dazu gibt es nur ein Argument, die auszugsweise hier dem Beitrag zugeordnete Dokumentation aus dem Jahre 1961. Davon besitzen wir mehrere. Übrigens, die erwähnten passiven Rv- Türme sind bei den Deckbezeichnungen nicht zu finden, obwohl es solche im Bezirk Erfurt gab.



http://files.homepagemodules.de/b150225/...56p279457n2.jpg


Das obere Blatt ist offenkundig ein Fragment einer Richtlinie des ZK der SED. Das vollständige Blatt ist aus Gründen, über die man spekulieren kann, nicht zu eingestellt. Dem Ansatz nach gehe ich davon aus, dass es sich um die Festlegung des Außenauftritts handelt, der erste Stichpunkt legt fest, dass im Außenauftritt die Projekte der Nachrichtenanlagen der SED unter der Deckbezeichnung „Fundament Gesellschaft für Grundbesitz m.b.H., Abteilung Technologie“ zu führen sind.
DAS war die DECKBEZEICHNUNG, sie diente der Verschleierung, dass es sich um Objekte der SED handelte. Wenn man den Rest des Blattes lesen könnte, wäre durchaus möglich zu erkennen, was dort sonst noch so festgelegt war.
Bei der „Fundament“ trug der für die Nachrichtenanlagen zuständige Bereich, darin eingeschlossen die Richtfunknetze, den Namen „Abteilung Technologie“ – das ist im gezeigten Fragment des „Argumentes“ zu erkennen. Die „Fundament“ war der Abteilung Fernmeldewesen des ZK der SED zugeordnet.

Der zweite Abriss ist offenbar ein Schriftfeld nach DIN(DDR) auf irgendeiner Planzeichnung, der Jahreszahl nach zu urteilen, aus dem RFN der SED, da die NVA zu dieser Zeit noch gar nicht im Boot war. Auch dort ist keine behauptete Deckbezeichnung Rk-xxx zu finden. Stattdessen steht dort „Turm Sch….“, „Sch“ ist wohl kaum als Rk-xxx zu interpretieren.

Zu der „Tarnbezeichnung“ „WOSTOK“ darf ich einen Insider der Verwaltung Nachrichten des MfNV zitieren:

Zitat:
„Eine korrekte Antwort kann nur vom Herausgeber des Tarnnamenverzeichnisses erwartet werden. Da ich das nicht war, ist meine Antwort nicht kompetent. Der Autor war Mitarbeiter der Verwaltung Nachrichten, er saß zwei Türen weiter.
Die Tarnnamen stammen aus dem Bereich Nachrichtenwesen/Fernmeldewesen. Ursprünglich wurden die Tarnnamen turnusmässig vergeben, halbjährlich, glaube ich. Bestandteil des Tarnnamenverzeichnisses waren die Tarnzahlen. Autor war M., er verließ die Verwaltung nach Ablauf der Dienstzeit. Er war auch verantwortlich für die Fernsprechwählverzeichnisse.
M. war es auch, der den Tarnnamen ihren Mythos nahm. Er war es auch, der für eine Fixierung der Tarnnamen sorgte. Der ständige Wechsel nervte nur. Im Übrigen diente der Gebrauch der Tarnnamen wohl eher dem Training auf den Feldbetrieb. Irgendwann gab es ein zweistufiges System der Vergabe, das des VOK und das der NVA. VOK gab Wostok vor und - so meine ich- auch für andere Dienststellen. Seit sicher 1985 blieb der Tarnname und die Tarnzahl unverändert.

Meines Wissens war der Tarnname ausnahmslos an die Dienststelle gebunden, die HptNZ hatte nur und ausschließlich den Tarnnamen Erdkarte.

Eine Nachrichtenzentrale Wostok ist eine Fiktion, sie widerspricht der Logik der Vergabe von Tarnnamen und Tarnzahl.

Einen Tarnnamen allein gab es ursprünglich nicht, Tarnname und Tarnzahl bildeten eine Einheit, also Wostok 850 oder für einen Mitarbeiter bei Wostok 850 also Wostok bei 850.

Dass möglicherweise eine von der HptNZ bediente und bei Wostok installierte Vermittlungseinrichtung zeitweilig oder immer eine eigene Tarnzahl bei Wostok bekam, kann ich nicht beurteilen. Ausnahmslos hatten Tarnname und Tarnzahl nur Bedeutung in der personengebundenen Kommunikation, sie dienten ausnahmslos der gegenseitigen Identifikation der Teilnehmer und der Verschleierung der Klarnamen.“
Zitat Ende


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#39

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 22:59
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #38

Zitat:

...
Dass möglicherweise eine von der HptNZ bediente und bei Wostok installierte Vermittlungseinrichtung zeitweilig oder immer eine eigene Tarnzahl bei Wostok bekam, kann ich nicht beurteilen. Ausnahmslos hatten Tarnname und Tarnzahl nur Bedeutung in der personengebundenen Kommunikation, sie dienten ausnahmslos der gegenseitigen Identifikation der Teilnehmer und der Verschleierung der Klarnamen.“
Zitat Ende

Da würde ich ein Fragezeichen dranmachen wollen.

Ich war Wechselrahmen 949, also diensthabender Funker dort. Wir waren nach Programmzeiten im 001 - einem nicht ganz unwichtigen Kurzwellenfunknetz der NVA. Im Netzplan (und daran erinnere ich mich wirklich gut) war die Hauptfunkstelle "WOSTOK" (übernehmende HFSt bin ich mir nicht mehr sicher, wohl "RUBIN"). Sämtliche Teilnehmer des Funknetzes waren im Plan mit Tarnname aufgeführt.

Wenn ich es nun recht sehe, wurde WOSTOK 945 (945 war IMHO DH-NZ; oder ggf. 940?) durch die Hauptnachrichtenzentrale bedient, sichergestellt.

Oder gibt es andere Sichten?


nach oben springen

#40

RE: Türme der Bezirksrichtfunkzentralen

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 12.08.2013 23:09
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #39
Zitat von werner im Beitrag #38

Zitat:

...
Dass möglicherweise eine von der HptNZ bediente und bei Wostok installierte Vermittlungseinrichtung zeitweilig oder immer eine eigene Tarnzahl bei Wostok bekam, kann ich nicht beurteilen. Ausnahmslos hatten Tarnname und Tarnzahl nur Bedeutung in der personengebundenen Kommunikation, sie dienten ausnahmslos der gegenseitigen Identifikation der Teilnehmer und der Verschleierung der Klarnamen.“
Zitat Ende

Da würde ich ein Fragezeichen dranmachen wollen.

Ich war Wechselrahmen 949, also diensthabender Funker dort. Wir waren nach Programmzeiten im 001 - einem nicht ganz unwichtigen Kurzwellenfunknetz der NVA. Im Netzplan (und daran erinnere ich mich wirklich gut) war die Hauptfunkstelle "WOSTOK" (übernehmende HFSt bin ich mir nicht mehr sicher, wohl "RUBIN"). Sämtliche Teilnehmer des Funknetzes waren im Plan mit Tarnname aufgeführt.

Wenn ich es nun recht sehe, wurde WOSTOK 945 (945 war IMHO DH-NZ; oder ggf. 940?) durch die Hauptnachrichtenzentrale bedient, sichergestellt.

Oder gibt es andere Sichten?



Wo genau würdest Du ein Fragezeichen dran machen?


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
nach oben springen


Besucher
5 Mitglieder und 35 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 295 Gäste und 29 Mitglieder, gestern 3617 Gäste und 188 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558749 Beiträge.

Heute waren 29 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen