#181

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 11:19
von schnatterinchen (gelöscht)
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Ein kleines Mädchen fand beim Spielen auf einer Wiese einen Luftballon mit einem kleinen Zettel.
Der Luftabllon kam von weit her und ist über die streng bewachte Grenze geflogen direkt vor das Haus in dem das Mädchen wohnte.
Der Zettel war ein kleiner Brief von einem Mädchen aus Hessen.Die beiden Mädchen schrieben sich einige Jahre und schickten sich kleine Päckchen.
Dann wurde die Grenze geöffnet und die Eltern des Mädchens meinten wir warten lieber noch etwas mit einem Besuch der Brieffreundin aus Hessen.
Nach einem Monat beschlossen sie dann nach Hessen zu fahren.Als sie dort ankamen war das Haus geschmückt und die Eltern des Mädchens meinten es gäbe sicher eine Familienfeier bei der sie nicht stören sollten und wollten wieder nach Hause fahren.
Letztlich setzte sich das Mädchen durch und ging zu dem Haus um nur einmal guten Tag zu sagen.
Es klingelte und die Tür wurde geöffnet.
Die Bewohner des Hauses freuten sich sehr über ihren Besuch aus der DDR und fragten warum denn erst jetzt und sie hätten schon viel früher mit einem Besuch gerechnet. Der Willkommensgruß am Haus war doch für sie bestimmt gewesen.


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#182

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 11:22
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #178
Zitat von Paramite im Beitrag #174
c.) gefällt mir besonders gut. Würde mich auch interessieren, wie man damals über die DDR so sprach bzw. dachte, mal ganz ohne Politik


Also ich persönlich könnte mich dazu nicht unpolitisch äussern.
Habe mit Leuten zu tun gehabt die aus geschäftlichen Gründen regelmässig in die DDR fuhren.Kannte Leute, die tagtäglich mit DDR-Bürgern beruflich in Kontakt kamen.Hatte täglich Kontakt mit Leuten,deren Job es war die DDR geheimdienstlich zu bekämpfen.Hatte im Freundeskreis u.a. Journalisten dabei, die über die DDR berichteten.Habe lange mit Bundesbürgern im Ausland zusammengearbeitet.War lange in der Bundesrepublik erfolgreich selbstständig.
Als die Grenze offen war bekam ich tagtäglich von morgens bis abends brühwarm die Erlebnisberichte derer zu hören,die es sich wagten nach "Dunkeldeutschland" zu fahren.Die DDR und ihre Bürger kamen dabei nie gut weg.
Glasperlen und Spiegel für die Eingeborenen.Nun waren es Kulis und T-Shirts...
Manche der Neuankömmlinge aus der DDR in die Bundesrepublik bestätigten durch ihr Verhalten viele der vorgefassten Meinungen.

seaman



Das kann ich hier nicht unkommentiert stehen lassen. Tut mir leid.
Ich habe das Gefühl, dass wieder mal alles über einen Kamm geschert wird.
Schau doch mal, wie viele Bürger der DDR, die das Land über die CSSR oder Ungern verlassen hatten, nach ein paar Wochen wieder zurück kamen. Sie sind einfach mit dem Leben dort nicht zurecht gekommen, nachdem die "Kulis und T-Shirts" verteilt wurden sind.
Wenn ich mich an die "Auffanglager", die im TV gezeigt wurden, kommt mir das Grausen.
Die meisten hatten bald begriffen, dass die BRD nicht die heile Welt war, von der sie träumten.

Sorry, ist meine Meinung.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#183

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 11:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Duck im Beitrag #162
Zitat von Pitti53 im Beitrag #154
Zitat von Larissa im Beitrag #153
Zitat von Pitti53 im Beitrag #152
Zitat von Bugsy im Beitrag #146
[quote=Schuddelkind|p270136][quote=Bugsy|p270123][quote=grenzgaengerin|p270101]jetzt



Na ja ,die Androhung von Rainman haste wohl nicht kapiert? Nun kommt eben die Sperre



okay Pitti53, dann gehe ich auch - jetzt schlafen.....

Kann ich ein Wort einlegen? nicht in Gottes Ohr, der ist taub, aber in Dein Ohr. Du kannst meinen ehemaligen Landsmann nicht rausschmeissen einfach, jeder hat mal einen schlechten Tag und aergert sich ueber gewisse Dinge. Merkt Ihr nicht wie andere constant die treibende Kraft sind und immer wieder sich zurueckschlangeln, wenn sie so kleine versteckte swipes, Anschlaege verueben, so besserwisserisch, die dem anderen zu der Weissglut bringen. eta bulla противно.
Gute Nacht, Larissa




Er ist nicht gelöscht! Nur eine Denknachpause...eine Woche. Nächste Woche Donnerstag Abend schalte ich ihn wieder frei.Bis dahin ist nur lesen


Lass Dir Zeit mit den freischalten Pitti, man muss ja nix überstürzen


Duck, ein Schuss und Du bist der Sonntagsbraten! Freischalten Pitti! Liebe Gruesse, Larissa


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#184

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 11:41
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #182
Zitat von seaman im Beitrag #178
Zitat von Paramite im Beitrag #174
c.) gefällt mir besonders gut. Würde mich auch interessieren, wie man damals über die DDR so sprach bzw. dachte, mal ganz ohne Politik


Also ich persönlich könnte mich dazu nicht unpolitisch äussern.
Habe mit Leuten zu tun gehabt die aus geschäftlichen Gründen regelmässig in die DDR fuhren.Kannte Leute, die tagtäglich mit DDR-Bürgern beruflich in Kontakt kamen.Hatte täglich Kontakt mit Leuten,deren Job es war die DDR geheimdienstlich zu bekämpfen.Hatte im Freundeskreis u.a. Journalisten dabei, die über die DDR berichteten.Habe lange mit Bundesbürgern im Ausland zusammengearbeitet.War lange in der Bundesrepublik erfolgreich selbstständig.
Als die Grenze offen war bekam ich tagtäglich von morgens bis abends brühwarm die Erlebnisberichte derer zu hören,die es sich wagten nach "Dunkeldeutschland" zu fahren.Die DDR und ihre Bürger kamen dabei nie gut weg.
Glasperlen und Spiegel für die Eingeborenen.Nun waren es Kulis und T-Shirts...
Manche der Neuankömmlinge aus der DDR in die Bundesrepublik bestätigten durch ihr Verhalten viele der vorgefassten Meinungen.

seaman



Das kann ich hier nicht unkommentiert stehen lassen. Tut mir leid.
Ich habe das Gefühl, dass wieder mal alles über einen Kamm geschert wird.
Schau doch mal, wie viele Bürger der DDR, die das Land über die CSSR oder Ungern verlassen hatten, nach ein paar Wochen wieder zurück kamen. Sie sind einfach mit dem Leben dort nicht zurecht gekommen, nachdem die "Kulis und T-Shirts" verteilt wurden sind.
Wenn ich mich an die "Auffanglager", die im TV gezeigt wurden, kommt mir das Grausen.
Die meisten hatten bald begriffen, dass die BRD nicht die heile Welt war, von der sie träumten.

Sorry, ist meine Meinung.



Wir reden vielleicht aneinander vorbei.
Mir ging es darum wie im Allgemeinen über die DDR und ihre Bewohner in der Bundesrepublik gedacht wurde.Da führte ich die Personengruppen an von denen ich die Meinung damals täglich hörte.
Mit Kulis und T-Shirts als Warenverkauf hat sich mancher ein neues Auto geleistet....
Zu jenen Tagen 1989 hatte ich etwas Einblick über die Verteilung des Begrüssungsgeldes...
Klar,danach war mancher schlauer.Darum geht es aber hier im Thema nicht.

seaman


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#185

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 11:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #182
Zitat von seaman im Beitrag #178
Zitat von Paramite im Beitrag #174
c.) gefällt mir besonders gut. Würde mich auch interessieren, wie man damals über die DDR so sprach bzw. dachte, mal ganz ohne Politik


Also ich persönlich könnte mich dazu nicht unpolitisch äussern.
Habe mit Leuten zu tun gehabt die aus geschäftlichen Gründen regelmässig in die DDR fuhren.Kannte Leute, die tagtäglich mit DDR-Bürgern beruflich in Kontakt kamen.Hatte täglich Kontakt mit Leuten,deren Job es war die DDR geheimdienstlich zu bekämpfen.Hatte im Freundeskreis u.a. Journalisten dabei, die über die DDR berichteten.Habe lange mit Bundesbürgern im Ausland zusammengearbeitet.War lange in der Bundesrepublik erfolgreich selbstständig.
Als die Grenze offen war bekam ich tagtäglich von morgens bis abends brühwarm die Erlebnisberichte derer zu hören,die es sich wagten nach "Dunkeldeutschland" zu fahren.Die DDR und ihre Bürger kamen dabei nie gut weg.
Glasperlen und Spiegel für die Eingeborenen.Nun waren es Kulis und T-Shirts...
Manche der Neuankömmlinge aus der DDR in die Bundesrepublik bestätigten durch ihr Verhalten viele der vorgefassten Meinungen.

seaman



Das kann ich hier nicht unkommentiert stehen lassen. Tut mir leid.
Ich habe das Gefühl, dass wieder mal alles über einen Kamm geschert wird.
Schau doch mal, wie viele Bürger der DDR, die das Land über die CSSR oder Ungern verlassen hatten, nach ein paar Wochen wieder zurück kamen. Sie sind einfach mit dem Leben dort nicht zurecht gekommen, nachdem die "Kulis und T-Shirts" verteilt wurden sind.
Wenn ich mich an die "Auffanglager", die im TV gezeigt wurden, kommt mir das Grausen.
Die meisten hatten bald begriffen, dass die BRD nicht die heile Welt war, von der sie träumten.

Sorry, ist meine Meinung.



Es war eben nicht alles was glanzte Gold. Und das zu begreifen ploetzlich war schwer und sicher fuer viele ein Schock. Die BRD Buerger lebten in ihrer Welt, die heute sich zeigt als bruechig und unvollstaendig, auch wenn das Lebensstandard eine ist der hoechsten.
Die Propaganda und die Hetze gegenueber dem 'Osten' jahrelang, hatte ihren Beitrag geleistet zur Volksverdummung auf beiden Seiten. Bei den ersten starken Wellen Ende von der 80iger Jahren wurde die Sandburg DDR, die jedoch bereits unterspuelt war vom imperalistischen Gebaren, in die Knie. Das konnte nur geschehen mit den Menschen, die Traeumen nachliefen und sich Dinge vorstellten, die sie bis heute nicht bekommen. Vielen geht es heute besser. Vielen geht es schlechter. Das Gesamtbild zu erkennen, auch das Gesamtbild des Kapitals in der Welt zu erkennen, dagegen wird weiterhin gerudert. Dieses Gesamtbild zu erkennen, und die Wirklichkeit der Jahre von 1945 bis heute wuerde bedeuten, zusammen zu kommen. Das ist noch nicht geschehen. Und wird auch nicht in Deutschland. Dafuer sind die Menschen nicht in der Lage, die nicht sehen, dass sie unter konstanter Kontrolle sich befinden, wie andere Volker auch und in eine Richtung getrieben werden wie die Schafe, zugunsten der Ausbeutung und des Mamons.


seaman, thomas 48, Küchenbulle 79 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.07.2013 11:44 | nach oben springen

#186

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 11:47
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #182
Zitat von seaman im Beitrag #178
Zitat von Paramite im Beitrag #174
c.) gefällt mir besonders gut. Würde mich auch interessieren, wie man damals über die DDR so sprach bzw. dachte, mal ganz ohne Politik


Also ich persönlich könnte mich dazu nicht unpolitisch äussern.
Habe mit Leuten zu tun gehabt die aus geschäftlichen Gründen regelmässig in die DDR fuhren.Kannte Leute, die tagtäglich mit DDR-Bürgern beruflich in Kontakt kamen.Hatte täglich Kontakt mit Leuten,deren Job es war die DDR geheimdienstlich zu bekämpfen.Hatte im Freundeskreis u.a. Journalisten dabei, die über die DDR berichteten.Habe lange mit Bundesbürgern im Ausland zusammengearbeitet.War lange in der Bundesrepublik erfolgreich selbstständig.
Als die Grenze offen war bekam ich tagtäglich von morgens bis abends brühwarm die Erlebnisberichte derer zu hören,die es sich wagten nach "Dunkeldeutschland" zu fahren.Die DDR und ihre Bürger kamen dabei nie gut weg.
Glasperlen und Spiegel für die Eingeborenen.Nun waren es Kulis und T-Shirts...
Manche der Neuankömmlinge aus der DDR in die Bundesrepublik bestätigten durch ihr Verhalten viele der vorgefassten Meinungen.

seaman



Das kann ich hier nicht unkommentiert stehen lassen. Tut mir leid.
Ich habe das Gefühl, dass wieder mal alles über einen Kamm geschert wird.
Schau doch mal, wie viele Bürger der DDR, die das Land über die CSSR oder Ungern verlassen hatten, nach ein paar Wochen wieder zurück kamen. Sie sind einfach mit dem Leben dort nicht zurecht gekommen, nachdem die "Kulis und T-Shirts" verteilt wurden sind.
Wenn ich mich an die "Auffanglager", die im TV gezeigt wurden, kommt mir das Grausen.
Die meisten hatten bald begriffen, dass die BRD nicht die heile Welt war, von der sie träumten.


Sorry, ist meine Meinung.



Das hat sicher auch an den Leuten selber gelegen.
Von denen die richtig was riskiert hatten mit ihrer Flucht sind bestimmt nicht viele zurückgegangen nur weil es am Anfang nicht gleich eine Wohnung
und Arbeit gab. Die haben sich durchgebissen.
Was sich dann später endlich vom Sofa runter Richtung Westen bewegt hat war dann schon was anderes. Plötzlich war Eigeninitiative gefragt.


zuletzt bearbeitet 05.07.2013 11:48 | nach oben springen

#187

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 11:51
von Schuddelkind | 3.511 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #185
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #182
Zitat von seaman im Beitrag #178
Zitat von Paramite im Beitrag #174
c.) gefällt mir besonders gut. Würde mich auch interessieren, wie man damals über die DDR so sprach bzw. dachte, mal ganz ohne Politik


Also ich persönlich könnte mich dazu nicht unpolitisch äussern.
Habe mit Leuten zu tun gehabt die aus geschäftlichen Gründen regelmässig in die DDR fuhren.Kannte Leute, die tagtäglich mit DDR-Bürgern beruflich in Kontakt kamen.Hatte täglich Kontakt mit Leuten,deren Job es war die DDR geheimdienstlich zu bekämpfen.Hatte im Freundeskreis u.a. Journalisten dabei, die über die DDR berichteten.Habe lange mit Bundesbürgern im Ausland zusammengearbeitet.War lange in der Bundesrepublik erfolgreich selbstständig.
Als die Grenze offen war bekam ich tagtäglich von morgens bis abends brühwarm die Erlebnisberichte derer zu hören,die es sich wagten nach "Dunkeldeutschland" zu fahren.Die DDR und ihre Bürger kamen dabei nie gut weg.
Glasperlen und Spiegel für die Eingeborenen.Nun waren es Kulis und T-Shirts...
Manche der Neuankömmlinge aus der DDR in die Bundesrepublik bestätigten durch ihr Verhalten viele der vorgefassten Meinungen.

seaman



Das kann ich hier nicht unkommentiert stehen lassen. Tut mir leid.
Ich habe das Gefühl, dass wieder mal alles über einen Kamm geschert wird.
Schau doch mal, wie viele Bürger der DDR, die das Land über die CSSR oder Ungern verlassen hatten, nach ein paar Wochen wieder zurück kamen. Sie sind einfach mit dem Leben dort nicht zurecht gekommen, nachdem die "Kulis und T-Shirts" verteilt wurden sind.
Wenn ich mich an die "Auffanglager", die im TV gezeigt wurden, kommt mir das Grausen.
Die meisten hatten bald begriffen, dass die BRD nicht die heile Welt war, von der sie träumten.

Sorry, ist meine Meinung.



Es war eben nicht alles was glanzte Gold. Und das zu begreifen ploetzlich war schwer und sicher fuer viele ein Schock. Die BRD Buerger lebten in ihrer Welt, die heute sich zeigt als bruechig und unvollstaendig, auch wenn das Lebensstandard eine ist der hoechsten.
Die Propaganda und die Hetze gegenueber dem 'Osten' jahrelang, hatte ihren Beitrag geleistet zur Volksverdummung auf beiden Seiten. Bei den ersten starken Wellen Ende von der 80iger Jahren wurde die Sandburg DDR, die jedoch bereits unterspuelt war vom imperalistischen Gebaren, in die Knie. Das konnte nur geschehen mit den Menschen, die Traeumen nachliefen und sich Dinge vorstellten, die sie bis heute nicht bekommen. Vielen geht es heute besser. Vielen geht es schlechter. Das Gesamtbild zu erkennen, auch das Gesamtbild des Kapitals in der Welt zu erkennen, dagegen wird weiterhin gerudert. Dieses Gesamtbild zu erkennen, und die Wirklichkeit der Jahre von 1945 bis heute wuerde bedeuten, zusammen zu kommen. Das ist noch nicht geschehen. Und wird auch nicht in Deutschland. Dafuer sind die Menschen nicht in der Lage, die nicht sehen, dass sie unter konstanter Kontrolle sich befinden, wie andere Volker auch und in eine Richtung getrieben werden wie die Schafe, zugunsten der Ausbeutung und des Mamons.

Hmmmm........und die Alternative wäre, Larissa?


Intellektuelle spielen Telecaster
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#188

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 11:55
von Paramite | 414 Beiträge

mich interessiert es mehr so, was die Leute in den '60, '70 und '80 über die DDR dachten. Ich denke mal, dies waren doch die besten Jahre der BRD. Man hat gutes Geld für seine Arbeit erhalten, es wurden noch gescheite Auto's gebaut, man konnte es sich leisten in den Urlaub zu fahren usw. Ich muss dann immer an die Filme mit Heinz Erhardt denken...., einer der besten deutschen Schauspieler! So stelle ich mir das Leben in der BRD vor. Vielleicht auch Wunschdenken....


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#189

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 11:59
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #177
Zitat von Paramite im Beitrag #174
c.) gefällt mir besonders gut. Würde mich auch interessieren, wie man damals über die DDR so sprach bzw. dachte, mal ganz ohne Politik

Arogannt war das richtige Wort. Mann kann nicht für alle sprechen. Aber es war so eine Stimmung aus: Wir müssen denn armen DDR helfen, weil sie 40 Jahre selber alles runtergewirtschaftet haben. ODER das. Jetzt müssen sie auch mal richtig arbeiten. Dummes Gerede von dummem Menschen. Ich weiß das. Aber ich war leider nur einer von wenigen. Schlimmer fand ich wenn Wessis versucht haben ihre eigene Verwandschaft über denn Tisch zu ziehen. Z.b bei Eigentumsfragen. Das Haus von Tante Erna gehört eigentlich auch mir. Bezahlt mich oder ich verklage euch. Es gibt bestimmt noch 100 negative Beispiele. Aber eins ist sicher. Mit der Deutschland einig Vaterland gebrülle war sehr schnell Schluß.



rot
Hallo Glasi,

das habe ich (ex-Ossi) so nicht erlebt......
Nun - ich hatte keine Westverwandschft. Zum Glück ?

Aber ... lass mich mal meine Eindrücke schildern, als ich "in den Westen " kam:
Anfang Dezember 89, 1.Besuch in Hof, Begrüssungsgeld abgeholt und dann mit Stinke-Trabbi und Freundin und deren Kinder in vorweihnachtliche Bayreuth:
Glitzernde, übervolle Schaufenster..... ein Gefühl bei mir: "da leben wir Deutschen wohl irgendwie in 2 verschiedenen Welten - wird eine schnelle Wiedervereinigung einfach so problemlos gehen ?"
Es war die Zeit, als in den Montagsdemos bereits gerufen wurde: "Wir sind ein Volk" - nicht mehr "Wir sind das Volk".
Ich bin ab diesem Zeitpunkt immer seltener zu den Demos gegangen.

Frühjahr 1990, Besuch bei Freunden (befreundete Familie meiner Freundin) in Hannover: Familienvater Manfred aus Hanover, etwa in meinem Alter begeisterte mich fürs Surven (auf dem Wasser, nicht im Internet), im Herbst bekam ich dann von ihm ein altes Anfängerbrett und mehrere Segel, recht günstig. Mit übervollem Trabbi (gebrauchter Hausrat, alles was so die Nachbarn von den Dachböden gekramt haben - meine Freundin konnte "alles gebrauchen ") kehrten wir nach ein paar schönen Tagen nach Dresden zurück.

Sommer 90: Ein paar schöne Tage in Paris bei Bekannten (Deutsche, Kontakte meiner Freundin), dann noch Campingurlaub im Berchtesgandener Land. Das war ein langgehegter Traum von mir: Ich wollte wenigstens ein mal im meinem Leben in die Alpen.

Nachdem mich meine Ost-Firma Robotron Dresden gleich zur Währungsunion Juli 90 per "Kurzarbeit Null Stunden" entsorgt hatte, begann ich im
September 90 bei einem Zeitarbeitsunternehmen in Nürnberg. Und dort bekam ich "Ossi" schon ab und zu ein paar Gehässigkeiten, wie Du oben beschrieben hast, mit.
WIe fühlte ich mich dort ?
Nun, wie soll ich's beschreiben: Ein bisschen wie ein Ausländer, ein Gastarbeiter, ein Deutscher 2.Klasse.
Bis zu meinem heutigen Selbstbewusstsein war es noch ein längerer Weg......

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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zuletzt bearbeitet 05.07.2013 12:02 | nach oben springen

#190

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 12:04
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Paramite im Beitrag #188
mich interessiert es mehr so, was die Leute in den '60, '70 und '80 über die DDR dachten. Ich denke mal, dies waren doch die besten Jahre der BRD. Man hat gutes Geld für seine Arbeit erhalten, es wurden noch gescheite Auto's gebaut, man konnte es sich leisten in den Urlaub zu fahren usw. Ich muss dann immer an die Filme mit Heinz Erhardt denken...., einer der besten deutschen Schauspieler! So stelle ich mir das Leben in der BRD vor. Vielleicht auch Wunschdenken....


Das wollte ich doch damit andeuten ,paramite.
Die 70er und 80er Jahre.waren gerade deshalb überwiegend immer noch geprägt von einer gewissen Überheblichkeit gegenüber der armen Ostzone.
Die Bundesrepublik wurde ab 1990 auch eine andere und war mit diesen Jahren nicht mehr vergleichbar.

seaman


glasi, Paramite und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.07.2013 12:11 | nach oben springen

#191

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 12:13
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Bin immer wieder erstaunt über die Unwissenheit der "Wessis" in Berlin !!!, habe Garten in Berlin-Oberspree bei Schöneweide, die Wessis immer: WOOOOO ??? sie, obwohl sie Jahrzehnte in Berlin wohnen, kennen in der Regel nicht den S-Bahn Knotenpunkt Ostkreuz, die kommen nicht aus ihrem Kiez nicht raus, sind borniert und kleinkariert, es hängt mir so zum Halse raus, denen BEKANNTESTE !!! Lokalitäten zu erklären, die Synagoge in der Oranienburger (...ist das etwa im Osten !!!???). sind auch nicht lernbereit und auch nach tausendster Info lassen sie nicht ab von den Blödheiten, die ihnen die BLÖDZEITUNG vor 30 jahren eingetrichtert hat. Am schlimmsten sind die ausländischen Mitbürger Westberlins, seit Jahrzehnten hier ansässig, obwohl die grösste Klappe, finden sie nicht ohne Blindenhund zum Potsdamer Platz und wenn, dann nur in der Gruppe, habe das echt erlebt...



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#192

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 12:19
von Gelöschtes Mitglied
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quote]
Es war eben nicht alles was glanzte Gold. Und das zu begreifen ploetzlich war schwer und sicher fuer viele ein Schock. Die BRD Buerger lebten in ihrer Welt, die heute sich zeigt als bruechig und unvollstaendig, auch wenn das Lebensstandard eine ist der hoechsten.
Die Propaganda und die Hetze gegenueber dem 'Osten' jahrelang, hatte ihren Beitrag geleistet zur Volksverdummung auf beiden Seiten. Bei den ersten starken Wellen Ende von der 80iger Jahren wurde die Sandburg DDR, die jedoch bereits unterspuelt war vom imperalistischen Gebaren, in die Knie. Das konnte nur geschehen mit den Menschen, die Traeumen nachliefen und sich Dinge vorstellten, die sie bis heute nicht bekommen. Vielen geht es heute besser. Vielen geht es schlechter. Das Gesamtbild zu erkennen, auch das Gesamtbild des Kapitals in der Welt zu erkennen, dagegen wird weiterhin gerudert. Dieses Gesamtbild zu erkennen, und die Wirklichkeit der Jahre von 1945 bis heute wuerde bedeuten, zusammen zu kommen. Das ist noch nicht geschehen. Und wird auch nicht in Deutschland. Dafuer sind die Menschen nicht in der Lage, die nicht sehen, dass sie unter konstanter Kontrolle sich befinden, wie andere Volker auch und in eine Richtung getrieben werden wie die Schafe, zugunsten der Ausbeutung und des Mamons.[/quote]

Hmmmm........und die Alternative wäre, Larissa?[/quote]

Ganz ehrlich, ich als Optimistin sehe da wenig Chancen der Engheit und der Einsicht in mehr Weitsicht zu verwandeln. Die, denen es gut geht, sind zufrieden, ganz offensichtlich, die Mehrheit nicht mehr. Diese Mehrheit allerdings ist nicht faehig sich meist zu wehren. Lethargie und Abgestumpftheit im schlimmsten Fall ueber die eigene Schicksal wird hingenommen. Weitaus schlimmer ist, dass das Schicksal der 'anderen', der in Armut lebenden, auch und gerade in den Industrielandern nicht wahrgenommen wird, weil diese nicht wahrgenommen warden will.
Wie viele sagen nicht, dass sie kaempfen jeden Monat. Es gibt so viele Zweige, gerade in Deutschland. Die, die bedauern, die DDR, ihre Heimat verloren zu haben sind massig. Diese wiederum sind in den Augen der anderen 'bloed' oder werden hingestellt als dumme Ossis, die den Fall nicht verkraftet haben. Das Problem der Deutschen besteht darin, dass sie zunaechst einmal weiterhin politisch von ganz oben gezielt gedrueckt werden. Das macht sich unter den Menschen schleichend bemerkbar. Hier wird immer ausgegangen von Einzelschicksalen, die, welche gut herueber gekommen sind, die sich wohlfuehlen in der BRD, gegenueber stehen die alten Ansichten und den Verlust einer Heimat, in der auch ueberwiegend gut gelebt wurde. Wir koennten auf alles eingehen, das fuehrt zu weit. Bleiben wir bei dem Thema der Propaganda, darauf stuerze ich mich deshalb, weil es nach dem Holocaust in Deutschland, das schlimmste Thema ist, naemlich eine Verarbeitung die grundsaetzlich nicht zugungsten einer Seite, sondern zu Gunsten aller, NIEMALS stattgefunden hat in Deutschland. Und dieses in Deutschland hat nix mit der Luege in der SU oder in den USA zu tun. Geschichte vertuschen und die Propaganda voran treiben, das wurde praktiziert. Der Teufel schiss auf einen bestimmten Haufen, deshalb nahmen die Menschen einiges hin. Die Blockaden zu weiteren Missile Aufstellung, die Umweltverschutzung, wozu wurde nicht demonstriert, das vergessen die Menschen. Es wurde nicht nur in der DDR demonstriert am Ende. Die Menschen nehmen hin. Aber, in Deutschland hat das eine andere Wertstellung. Koennte ich mich doch besser ausdruecken.
Konkret auf Deiner Frage liebes Schuddelkind: mehr wehren gegen die Dinge, die noch zu veraendern sind vielleicht, mehr Rechte einfordern, es gibt so viele Bereiche in denen die Menschen mit sich alleine gelassen sind und diese vermehren sich taeglich. Im Kleinen gesehen, was ist aus den Fehlern der BRD Vergangenheit gelernt heitsst es hier. In einem der reichsten Lander der Erde wird ein Kitaplatz zugesichert, nur gibt es diese Kitas nicht, die Muetter stehen auf dem Schlauch, die arbeiten sollen von amtwegen und nicht koennen! Die Menschen rutschen weiter ab. Verdammt noch mal ich will nicht das Forum ausreizen, gehen wir weiter in vielen solchen Dinge bis hoch zur grossen Politik der Verlogenheit. Ich verstehe nicht die Deutsche Zurueckhaltung, das Schweigen der Laemmer. Uns wird vorgefuehrt im nahen Osten und in der gesamten EU, in Suedamerika und auf dem Balkan, dass die Menschen sich vereinigen und ihre Recht fordern. Sind die Deutschen so in ihrer Vergangenheit eingesperrt, dass sie das Heute nicht sehen? Ich sehe es so. Wir haben auch Pruegel bekommen von staatlicher Seite in den 60igern. wir haben dazu gestanden zu unseren Anliegen. Und wir haben einige Freiheiten erreicht, nicht nur fuer die Frauen. Auch damals war der Staat maechtig. Und der Staat bekam auch zeitweise kalte Fuesse. Und heute. Eine Herde die geschoren ist und steht und friert im kalten Sommer 2013.


Grstungen386, seaman, GZB1, turtle, Schuddelkind, Küchenbulle 79, Damals87 und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#193

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 12:29
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Larissa, danke für Deinen ausführlichen und fundierten Beitrag, habe es selbst erlebt, wir gingen in Berlin jahrelang gegen Hartz 4 auf die Strasse, anfangs 30 000, zum Schluss 150 und das in Berlin. BILD, RTL, SAT 1 und Konsorten haben es verstanden, die Leute systematisch zu verblöden, zu vereinzeln und zu entpolitisieren. Ich weiss da echt keinen Ausweg, solange noch genug Bier im Kühlschrank und DSDS in der Glotze wird es wohl keinen Aufstand geben. Liebe Grüsse von Gerstungen 386.



seaman, Paramite, Küchenbulle 79 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#194

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 12:40
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #193
Larissa, danke für Deinen ausführlichen und fundierten Beitrag, habe es selbst erlebt, wir gingen in Berlin jahrelang gegen Hartz 4 auf die Strasse, anfangs 30 000, zum Schluss 150 und das in Berlin. BILD, RTL, SAT 1 und Konsorten haben es verstanden, die Leute systematisch zu verblöden, zu vereinzeln und zu entpolitisieren. Ich weiss da echt keinen Ausweg, solange noch genug Bier im Kühlschrank und DSDS in der Glotze wird es wohl keinen Aufstand geben. Liebe Grüsse von Gerstungen 386.



Wie haben die denn das gemacht?


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#195

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 12:41
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #193
Larissa, danke für Deinen ausführlichen und fundierten Beitrag, habe es selbst erlebt, wir gingen in Berlin jahrelang gegen Hartz 4 auf die Strasse, anfangs 30 000, zum Schluss 150 und das in Berlin. BILD, RTL, SAT 1 und Konsorten haben es verstanden, die Leute systematisch zu verblöden, zu vereinzeln und zu entpolitisieren. Ich weiss da echt keinen Ausweg, solange noch genug Bier im Kühlschrank und DSDS in der Glotze wird es wohl keinen Aufstand geben. Liebe Grüsse von Gerstungen 386.


Mein lieber Gerstungen danke. Das ist das, was nicht darf passieren, dass die Demos weniger werden. Sie muessen anwachsen und ich bin ganz zuversichtlich, dass zu einem gewissen Zeitpunkt das auch passieren wird. Ja, die Medien, die politisch einseitig gesteuert sind, mit Gewissheit, darauf sollten sich die Menschen konzentrieren und nicht auf Russland oder Amerika. Diese sind zweitrangig. Deutschland ist immer abhangig von der Entscheidung anderer Maechte gewesen und wenn wir ehrlich sind, ist es noch, siehe die 'Entscheidungen' unserer Politiker, die keine Ahnung haben was an der Basis, wie es beim kleinen Menschen brennt. Lagemaessig, weiterhin ein Puffer in die suedlichen, in den oestlichen und in den westlichen Bereich. Die EU ist eine Farce, die bereits vom grossen Bruder in Amerika laengst kontrolliert wird, dabei ist von ausserster Wichtigkeit das ruhige Vorgehen der Russischen Foerderation unter Putin ausgehend, dass es einen wirklichen Frieden in diesem Land gibt, auch wenn es 'kocht' unter den Grossmaechten wieder. Ja, wenn das Bier ausgeht und die Glotze kaput, was dann? Ganz zusammengefasst, es gibt klar viel zu tun, packen wir es doch an, der Funken muss springen. Auf die Liebe und die Revolution. Die werden wir lieber Gerstungen aber sicher nicht mehr erleben, in fuenfzig Jahren - vielleicht........ wenn das Oel versiegt, der Kampf um's Gas zunimmt und die Millionen, die heute verhungern am Kap aufstehen und Ihr Recht verlangen und die ausgebeutete Erde nicht mehr ihre Wunden verschliessen kann.

Liebe Gruesse fuer einen schoenen Freitagnachmittag. Larissa


@Schnatterinchen.... meinst Du das wirkich ernsthafte? Wie immer, durch Luegen, ueberzogene falsche und einseitige Berichterstattung, den Menschen muerbe machen, unterstuetzt von bestimmten Organen, die heute nicht mehr klingeln muessen an der Haustuer.


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.07.2013 13:11 | nach oben springen

#196

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 12:48
von Angelo | 12.394 Beiträge

Nun die Nacht ist ja vorbei, wollen wieder rein lassen


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#197

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 13:06
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #189
Zitat von glasi im Beitrag #177
Zitat von Paramite im Beitrag #174
c.) gefällt mir besonders gut. Würde mich auch interessieren, wie man damals über die DDR so sprach bzw. dachte, mal ganz ohne Politik

Arogannt war das richtige Wort. Mann kann nicht für alle sprechen. Aber es war so eine Stimmung aus: Wir müssen denn armen DDR helfen, weil sie 40 Jahre selber alles runtergewirtschaftet haben. ODER das. Jetzt müssen sie auch mal richtig arbeiten. Dummes Gerede von dummem Menschen. Ich weiß das. Aber ich war leider nur einer von wenigen. Schlimmer fand ich wenn Wessis versucht haben ihre eigene Verwandschaft über denn Tisch zu ziehen. Z.b bei Eigentumsfragen. Das Haus von Tante Erna gehört eigentlich auch mir. Bezahlt mich oder ich verklage euch. Es gibt bestimmt noch 100 negative Beispiele. Aber eins ist sicher. Mit der Deutschland einig Vaterland gebrülle war sehr schnell Schluß.



Und dort bekam ich "Ossi" schon ab und zu ein paar Gehässigkeiten, wie Du oben beschrieben hast, mit.
WIe fühlte ich mich dort ?
Nun, wie soll ich's beschreiben: Ein bisschen wie ein Ausländer, ein Gastarbeiter, ein Deutscher 2.Klasse.
Bis zu meinem heutigen Selbstbewusstsein war es noch ein längerer Weg......
Gruss Hartmut


Hello Hartmut! Noch ein ehrlicher Gedanke von mir zu diesen auch von Deiner Seite gemachten Aeusserungen. Ich war ab 90 nicht mehr in Deutschland, und wenn kurze Zeit, habe aber ein wenig mitbekommen von den 'Gefuehlen' der Westdeutschen.

"Na, ein paar von den Ossi-Maedels, da koennte Mann was mit anfangen."
"Die faulen Schweine muessen erstmal arbeiten lernen."
"Die mit ihren Scheiss Trabants vergiften die ganze BRD."
"Diese Arschkriecher wollen alles umsonst."
"Alles zahnlose und arbeitsscheues Gesindel, die uns nur abzocken wollen."
Ja, und das beruehmte Zitat, "Stellt bloss die Mauer wieder auf". Das ist etwas was mich heute noch sehr zu denken gebt.

Die Freude und die Traenen ueber die gefallene Mauer waren nur von kurzer Dauer. Auch hier wurde wieder von den Medien sehr angeheizt. Alle waren in der DDR IMs, alles was MfS hiess waren Verbrecher, nur, die wirklichen Verbrecher am System wurden hoefiert und lebten als usual in ihren Prachtvillen teilweise. Denen wurde gehalten die Hand vor den Arsch, nun hat sich das Problem biologisch erledigt. Es muss kein Staatsmann der ehemaligen BRD sich verantworten fuer gewisse Geschaefte. Nur die kleinen Leute hatten wieder einmal das Nachsehen.
Das waren riesige Fehler der BRD Regierung und da haben die Menschen nicht mehr die Macht gehabt und auch das Erkennen nicht, dagegen anzugehen. Das haette gleich geschehen muessen, sofort! indem Westler und Ostler nebeneinander gestanden haetten. Undenkbar wie stark und gut Deutschland dagestanden haette, und vor allem waere die Vereinigung der Brueder stattgefunden. Stattdessen schlugen die Brueder und Schwestern auf sich ein, wobei vielen, wie Hartmut schreibt grosse Probleme mit sich hatten ihre Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. Ein zweimal geschlagenes Volk, von den Systemvergewaltigern und vom eigenen Bruder dann.


Es steht auch nie zu der Debatte, wie unterschiedlich, wie sehr unterschiedlich die Menschen fast 30 Jahre in den verschiednen Systemen erzogen worden sind. Das wird so oft unterschatzt, von beiden Seiten.


seaman und Paramite haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.07.2013 13:11 | nach oben springen

#198

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 13:37
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Larissa im Beitrag #195


@Schnatterinchen.... meinst Du das wirkich ernsthafte? Wie immer, durch Luegen, ueberzogene falsche und einseitige Berichterstattung, den Menschen muerbe machen, unterstuetzt von bestimmten Organen, die heute nicht mehr klingeln muessen an der Haustuer.



Das Blöd, RTL und SAT1 keine Bildungsprogramme sind ist klar.
Aber was nützt es dem ALG2 er wenn im Fernsehen über die USA gewettert wird.Den interessiert das nicht.


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#199

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 13:38
von Schuddelkind | 3.511 Beiträge

Zitat von Paramite im Beitrag #188
mich interessiert es mehr so, was die Leute in den '60, '70 und '80 über die DDR dachten. Ich denke mal, dies waren doch die besten Jahre der BRD. Man hat gutes Geld für seine Arbeit erhalten, es wurden noch gescheite Auto's gebaut, man konnte es sich leisten in den Urlaub zu fahren usw. Ich muss dann immer an die Filme mit Heinz Erhardt denken...., einer der besten deutschen Schauspieler! So stelle ich mir das Leben in der BRD vor. Vielleicht auch Wunschdenken....


Ich mich zwar schon mal dazu geäußert, aber ich finds nicht mehr. Also werde ich nochmal versuchen, meinen Blick auf die DDR und ihr Bürger dazulegen.
Wie habe ich den DDR-Bürger wahrgenommen? Zunächst einmal als das, was er war: Ein Mensch, der in dem anderen Teil Deutschland lebt. Letztendlich mit ähnlichen Sorgen und Wünschen wie die Leute im Westen. Nicht dümmer, aber auch nicht schlauer. Nur die Lebensumstände waren doch sehr verschieden. Der Alltag wurde von ganz anderen Fragen bestimmt, als im Westen. Wer kann mir was besorgen, wieviel, welche Beziehungen brauch ich, um bestimmte Dinge zu bekommen. Da konnte es schon mal passieren, dass man sich Gedanken machen musste, wo bekomme ich Klopapier her, weil es keines zu kaufen gab. So etwas kannte man im Westen nicht, man ging in den Laden und kaufte sich welches. Auch die Zeitbegriffe wurden etws anders definiert. Bei Wartezeiten von bis zu 18 Jahren auf ein Auto auch nicht verwunderlich. Konsumgüter waren rattenteuer, da musste man auch erst drauf sparen. Was es nicht zu kaufen gab, wurde halt notgedrungen selber gebaut.
Dazu kam, das man nicht machen konnte was man wollte. Das ging bei der Wahl des Berufes los, setzte sich fort bei der Wohnortwahl bzw. Wohnungssuche und hörte bei der Wahl des Urlaubortes auf. Von freier Meinungsäußerung mal abgesehen. Übrigens auch eine Eigenheit, die einem auffiel, das Kritik an Staat, System und Lebensumständen immer irgendwie "verpackt" wurden und nur zwischen den Zeilen wahrgenommen werden konnte. Und während der vielen Reisen in das Staatsgebiet der DDR ist mir nie einer begegnet, der überzeugter Anhänger des Systems war( abgesehen von meinem Onkel Willy, der überzeugter Kommunist war, alllerdings nur bis zu seiner ersten Westreise, danach war die Partei und die Genossen Geschichte........). Die ersten sind mir hier im Forum über den Weg gelaufen . Ingesamt schien sich der DDR-Bürger noch mehr in das Privatleben zurückgezogen zu haben, als das im Westen der Fall war.
Oftmals waren die Sorgen und Nöte die Gleichen. Leute in meinem Alter damals hatte eigentlich nur drei Sorgen: Musik, Mädels und wo krieg ich was zu trinken her. Okay, bei der Musikbeschaffung hatte es der Kollege aus dem Osten deutlich schwerer. Ansonsten gab es da keine Schranken, noch nicht mal im Kopf. Man wollte halt eine gute Zeit zusammen haben. Das verbindet. Das Fehlen von Ideologien ist dabei stark behilflich. Auch wenn man als Westgeborender erstmal kapieren musste, warum man mit Turnschuhen in Ostberlin nicht in eine Lokalität reinkam.
Fremd war auch die ständige Präsens der Partei mittels Losungen im öffentlichen Straßenbild. Die Nummer von "Für Frieden...." hab ich ihnen aber nicht abgenommen. Während der Kollege aus dem Osten bei der GST schon mal eine Paramilitärische Ausbildung verpasst bekam, passierte bei uns rein gar nix.
Vielleicht beruht die vielbeschriebene "Arroganz" eines Westgeborenden einfach auf der Eingangs beschriebenen Lebensumständen, die den Leuten fremd war und sie so zu der Annahme verleiteten, sie wären die Überlegenen. Das dieser Prozess aber auch bei DDR-Bürgern kurz nach der Währungsunion einsetzte, davon durfte ich Zeuge in Ungarn werden. Da zogen die Sachsen Abens laut gröhlend und Fahne schwenkend durch die Strassen( nix gegen die Sachsen). Und im Restaurant wurde ein auf dicke Hose gemacht, weil man die Westmark in der Tasche hatte. Ich abends mit meiner mir Angetrauten in Lokal. Unser Tisch hatte keinen Aschenbecher. Am Nebentisch saß ein ganzer Trupp EX-DDR-Bürger, keiner von denen rauchte.An deren Tisch war ein zweiter Tisch, an dem aber keiner saß. Ich also los und hab den Aschenbecher von dem leeren Tisch geschnappt. Worauf ich von dem ganzen Tisch auf das übelste beschimpft wurde, was mir einfalle. Die Hundertmarkscheine hatte man zur besseren Sichtbarkeit in den Hemdtaschen so verstaut, das man sie auch gut sehen konnte..........
Wenn ich heute im Ausland manchmal die "Arroganz" meiner gesamtdeutschen Mitbürger mitangucken muss, beschleicht mich das Gefühl, das vom einstigen "Klassenstandpunkt" nicht viel übrig geblieben ist.


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Paramite und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.07.2013 11:50 | nach oben springen

#200

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 13:42
von Schuddelkind | 3.511 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #192
quote]
Es war eben nicht alles was glanzte Gold. Und das zu begreifen ploetzlich war schwer und sicher fuer viele ein Schock. Die BRD Buerger lebten in ihrer Welt, die heute sich zeigt als bruechig und unvollstaendig, auch wenn das Lebensstandard eine ist der hoechsten.
Die Propaganda und die Hetze gegenueber dem 'Osten' jahrelang, hatte ihren Beitrag geleistet zur Volksverdummung auf beiden Seiten. Bei den ersten starken Wellen Ende von der 80iger Jahren wurde die Sandburg DDR, die jedoch bereits unterspuelt war vom imperalistischen Gebaren, in die Knie. Das konnte nur geschehen mit den Menschen, die Traeumen nachliefen und sich Dinge vorstellten, die sie bis heute nicht bekommen. Vielen geht es heute besser. Vielen geht es schlechter. Das Gesamtbild zu erkennen, auch das Gesamtbild des Kapitals in der Welt zu erkennen, dagegen wird weiterhin gerudert. Dieses Gesamtbild zu erkennen, und die Wirklichkeit der Jahre von 1945 bis heute wuerde bedeuten, zusammen zu kommen. Das ist noch nicht geschehen. Und wird auch nicht in Deutschland. Dafuer sind die Menschen nicht in der Lage, die nicht sehen, dass sie unter konstanter Kontrolle sich befinden, wie andere Volker auch und in eine Richtung getrieben werden wie die Schafe, zugunsten der Ausbeutung und des Mamons.


Hmmmm........und die Alternative wäre, Larissa?[/quote]

Ganz ehrlich, ich als Optimistin sehe da wenig Chancen der Engheit und der Einsicht in mehr Weitsicht zu verwandeln. Die, denen es gut geht, sind zufrieden, ganz offensichtlich, die Mehrheit nicht mehr. Diese Mehrheit allerdings ist nicht faehig sich meist zu wehren. Lethargie und Abgestumpftheit im schlimmsten Fall ueber die eigene Schicksal wird hingenommen. Weitaus schlimmer ist, dass das Schicksal der 'anderen', der in Armut lebenden, auch und gerade in den Industrielandern nicht wahrgenommen wird, weil diese nicht wahrgenommen warden will.
Wie viele sagen nicht, dass sie kaempfen jeden Monat. Es gibt so viele Zweige, gerade in Deutschland. Die, die bedauern, die DDR, ihre Heimat verloren zu haben sind massig. Diese wiederum sind in den Augen der anderen 'bloed' oder werden hingestellt als dumme Ossis, die den Fall nicht verkraftet haben. Das Problem der Deutschen besteht darin, dass sie zunaechst einmal weiterhin politisch von ganz oben gezielt gedrueckt werden. Das macht sich unter den Menschen schleichend bemerkbar. Hier wird immer ausgegangen von Einzelschicksalen, die, welche gut herueber gekommen sind, die sich wohlfuehlen in der BRD, gegenueber stehen die alten Ansichten und den Verlust einer Heimat, in der auch ueberwiegend gut gelebt wurde. Wir koennten auf alles eingehen, das fuehrt zu weit. Bleiben wir bei dem Thema der Propaganda, darauf stuerze ich mich deshalb, weil es nach dem Holocaust in Deutschland, das schlimmste Thema ist, naemlich eine Verarbeitung die grundsaetzlich nicht zugungsten einer Seite, sondern zu Gunsten aller, NIEMALS stattgefunden hat in Deutschland. Und dieses in Deutschland hat nix mit der Luege in der SU oder in den USA zu tun. Geschichte vertuschen und die Propaganda voran treiben, das wurde praktiziert. Der Teufel schiss auf einen bestimmten Haufen, deshalb nahmen die Menschen einiges hin. Die Blockaden zu weiteren Missile Aufstellung, die Umweltverschutzung, wozu wurde nicht demonstriert, das vergessen die Menschen. Es wurde nicht nur in der DDR demonstriert am Ende. Die Menschen nehmen hin. Aber, in Deutschland hat das eine andere Wertstellung. Koennte ich mich doch besser ausdruecken.
Konkret auf Deiner Frage liebes Schuddelkind: mehr wehren gegen die Dinge, die noch zu veraendern sind vielleicht, mehr Rechte einfordern, es gibt so viele Bereiche in denen die Menschen mit sich alleine gelassen sind und diese vermehren sich taeglich. Im Kleinen gesehen, was ist aus den Fehlern der BRD Vergangenheit gelernt heitsst es hier. In einem der reichsten Lander der Erde wird ein Kitaplatz zugesichert, nur gibt es diese Kitas nicht, die Muetter stehen auf dem Schlauch, die arbeiten sollen von amtwegen und nicht koennen! Die Menschen rutschen weiter ab. Verdammt noch mal ich will nicht das Forum ausreizen, gehen wir weiter in vielen solchen Dinge bis hoch zur grossen Politik der Verlogenheit. Ich verstehe nicht die Deutsche Zurueckhaltung, das Schweigen der Laemmer. Uns wird vorgefuehrt im nahen Osten und in der gesamten EU, in Suedamerika und auf dem Balkan, dass die Menschen sich vereinigen und ihre Recht fordern. Sind die Deutschen so in ihrer Vergangenheit eingesperrt, dass sie das Heute nicht sehen? Ich sehe es so. Wir haben auch Pruegel bekommen von staatlicher Seite in den 60igern. wir haben dazu gestanden zu unseren Anliegen. Und wir haben einige Freiheiten erreicht, nicht nur fuer die Frauen. Auch damals war der Staat maechtig. Und der Staat bekam auch zeitweise kalte Fuesse. Und heute. Eine Herde die geschoren ist und steht und friert im kalten Sommer 2013.
[/quote]

Rot: Da geh ich mit. Allerdings is die deutsche Untertanenmentalität schon fast legendär...........


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