#201

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 13:58
von Paramite | 414 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #199
Zitat von Paramite im Beitrag #188
mich interessiert es mehr so, was die Leute in den '60, '70 und '80 über die DDR dachten. Ich denke mal, dies waren doch die besten Jahre der BRD. Man hat gutes Geld für seine Arbeit erhalten, es wurden noch gescheite Auto's gebaut, man konnte es sich leisten in den Urlaub zu fahren usw. Ich muss dann immer an die Filme mit Heinz Erhardt denken...., einer der besten deutschen Schauspieler! So stelle ich mir das Leben in der BRD vor. Vielleicht auch Wunschdenken....


Ich mich zwar schon mal dazu geäußert, aber ich finds nicht mehr. Also werde ich nochmal versuchen, meinen Blick auf die DDR und ihr Bürger dazulegen.
Wie habe ich den DDR-Bürger wahrgenommen? Zunächst einmal als das, was er war: Ein Mensch, der in dem anderen Teil Deutschland lebt. Letztendlich mit ähnlichen Sorgen und Wünschen wie die Leute im Westen. Nicht dümmer, aber auch nicht schlauer. Nur die Lebensumstände waren doch sehr verschieden. Der Alltag wurde von ganz anderen Fragen bestimmt, als im Westen. Wer kann mir was besorgen, wieviel, welche Beziehungen brauch ich, um bestimmte Dinge zu bekommen. Da konnte es schon mal passieren, dass man sich Gedanken machen musste, wo bekomme ich Klopapier her, weil es keines zu kaufen gab. So etwas kannte man im Westen nicht, man ging in den Laden und kaufte sich welches. Auch die Zeitbegriffe wurden etws anders definiert. Bei Wartezeiten von bis zu 18 Jahren auf ein Auto auch nicht verwunderlich. Konsumgüter waren rattenteuer, da musste man auch erst drauf sparen. Was es nicht zu kaufen gab, wurde halt notgedrungen selber gebaut.
Dazu kam, das man nicht machen konnte was man wollte. Das ging bei der Wahl des Berufes los, setzte sich fort bei der Wohnortwahl bzw. Wohnungssuche und hörte bei der Wahl des Urlaubortes auf. Von freier Meinungsäußerung mal abgesehen. Übrigens auch eine Eigenheit, die einem auffiel, das Kritik an Staat, System und Lebensumständen immer irgendwie "verpackt" wurden und nur zwischen den Zeilen wahrgenommen werden konnte. Und während der vielen Reisen in das Staatsgebiet der DDR ist mir nie einer begegnet, der überzeugter Anhänger des Systems war( abgesehen von meinem Onkel Willy, der überzeugter Kommunist war, alllerdings nur bis zu seiner ersten Westreise, danach war die Partei und die Genossen Geschichte........). Die ersten sind mir hier im Forum über den Weg gelaufen . Ingesamt schien sich der DDR-Bürger noch mehr in das Privatleben zurückgezogen zu haben, als das im Westen der Fall war.
Oftmals waren die Sorgen und Nöte die Gleichen. Leute in meinem Alter damals hatte eigentlich nur drei Sorgen: Musik, Mädels und wo krieg ich was zu trinken her. Okay, bei der Musikbeschaffung hatte es der Kollege aus dem Osten deutlich schwerer. Ansonsten gab es da keine Schranken, noch nicht mal im Kopf. Man wollte halt eine gute Zeit zusammen haben. Das verbindet. Das Fehlen von Ideologien ist dabei stark behilflich. Auch wenn man als Westgeborender erstmal kapieren musste, warum man mit Turnschuhen in Ostberlin nicht in eine Lokalität reinkam.
Fremd war auch die ständige Präsens der Partei mittels Losungen im öffentlichen Straßenbild. Die Nummer von "Für Frieden...." hab ich ihnen aber nicht abgenommen. Während der Kollege aus dem Osten bei der GST schon mal eine Paramilitärische Ausbildung verpasst bekam, passierte bei uns rein gar nix.
Vielleicht beruht die vielbeschriebene "Arroganz" eines Westgeborenden einfach auf der Eingangs beschriebenen Lebensumständen, die den Leuten fremd war und sie so zu der Annahme verleiteten, sie wären die Überlegenen. Das dieser Prozess aber auch bei DDR-Bürgern kurz nach der Währungsunion einsetzte, davon durfte ich Zeuge in Ungarn werden. Da zogen die Sachsen Abens laut gröhlend und Fahne schwenkend durch die Strassen( nix gegen die Sachsen). Und im Restaurant wurde ein auf dicke Hose gemacht, weil man die Westmark in der Tasche hatte. Ich abends mit meiner mir Angetrauten in Lokal. Unser Tisch hatte keinen Aschenbecher. Am Nebentisch saß ein ganzer Trupp EX-DDR-Bürger, keiner von denen rauchte.An deren Tisch war ein zweiter Tisch, an dem aber keiner saß. Ich also los und hab den Aschenbecher von dem leeren Tisch geschnappt. Worauf ich von dem ganzen Tisch auf das übelste beschimpft wurde, was mir einfalle. Die Hundertmarkscheine hatte man zur besseren Sichtbarkeit in den Hemdtaschen so verstaut, das man sie auch gut sehen konnte..........
Wenn ich heute im Ausland manchmal die "Arroganz" meiner gesamtdeutschen Mitbürger mitangucken muss, beschleicht mich das Gefühl, das vom einstigen "Klassenstandpunkt" nicht viel übrig geblieben ist.



Danke für deine Antwort. Ein Frage dazu, du bist 10 Jahre älter als ich, somit warst Du zum Zeitpunkt der "Wende" auch noch recht jung. Woher stammen deine Info's über diese Versorgungsknappheit? Hat man sich dafür im "Westen" wirklich interessiert, bzw. in deinem Alter? Wenn ich mir die alten Tagesschauen anschaue, wurde über sowas nicht berichtet.
Ich frage dich nicht, weil ich Dir nicht glaube, sondern aus Interesse. Nicht das hier gleich wieder ein Streit vom Zaun bricht!


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#202

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 14:14
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #81
Zitat von glasi im Beitrag #80
Zitat von GZB1 im Beitrag #78
Zitat von Barbara im Beitrag #76


....Können bitte auch mal die anderen was dazu sagen: Habt ihr "echte Angst" vor dem Ausbruch eines Krieges gehabt?




Nun 1981/ 82 schon, da war es echt brenzlich!


Und 1983. Fast ein Atomkrieg.

Der in letzter Sekunde vom DDR-Spion "Topaz" (Rainer Rupp) abgewendet wurde. Mal gut, dass er zur Stelle war.

MsG




.... und den durchgeknallten Russen gesagt hat das der Ami nicht angreifen wird.
Manno Mann.Genosse @Bugsy . Ist ja wie im Staatsbürgerkundeunterricht.


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#203

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 14:18
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Paramite im Beitrag #201
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #199
Zitat von Paramite im Beitrag #188
mich interessiert es mehr so, was die Leute in den '60, '70 und '80 über die DDR dachten. Ich denke mal, dies waren doch die besten Jahre der BRD. Man hat gutes Geld für seine Arbeit erhalten, es wurden noch gescheite Auto's gebaut, man konnte es sich leisten in den Urlaub zu fahren usw. Ich muss dann immer an die Filme mit Heinz Erhardt denken...., einer der besten deutschen Schauspieler! So stelle ich mir das Leben in der BRD vor. Vielleicht auch Wunschdenken....


Ich mich zwar schon mal dazu geäußert, aber ich finds nicht mehr. Also werde ich nochmal versuchen, meinen Blick auf die DDR und ihr Bürger dazulegen.
Wie habe ich den DDR-Bürger wahrgenommen? Zunächst einmal als das, was er war: Ein Mensch, der in dem anderen Teil Deutschland lebt. Letztendlich mit ähnlichen Sorgen und Wünschen wie die Leute im Westen. Nicht dümmer, aber auch nicht schlauer. Nur die Lebensumstände waren doch sehr verschieden. Der Alltag wurde von ganz anderen Fragen bestimmt, als im Westen. Wer kann mir was besorgen, wieviel, welche Beziehungen brauch ich, um bestimmte Dinge zu bekommen. Da konnte es schon mal passieren, dass man sich Gedanken machen musste, wo bekomme ich Klopapier her, weil es keines zu kaufen gab. So etwas kannte man im Westen nicht, man ging in den Laden und kaufte sich welches. Auch die Zeitbegriffe wurden etws anders definiert. Bei Wartezeiten von bis zu 18 Jahren auf ein Auto auch nicht verwunderlich. Konsumgüter waren rattenteuer, da musste man auch erst drauf sparen. Was es nicht zu kaufen gab, wurde halt notgedrungen selber gebaut.
Dazu kam, das man nicht machen konnte was man wollte. Das ging bei der Wahl des Berufes los, setzte sich fort bei der Wohnortwahl bzw. Wohnungssuche und hörte bei der Wahl des Urlaubortes auf. Von freier Meinungsäußerung mal abgesehen. Übrigens auch eine Eigenheit, die einem auffiel, das Kritik an Staat, System und Lebensumständen immer irgendwie "verpackt" wurden und nur zwischen den Zeilen wahrgenommen werden konnte. Und während der vielen Reisen in das Staatsgebiet der DDR ist mir nie einer begegnet, der überzeugter Anhänger des Systems war( abgesehen von meinem Onkel Willy, der überzeugter Kommunist war, alllerdings nur bis zu seiner ersten Westreise, danach war die Partei und die Genossen Geschichte........). Die ersten sind mir hier im Forum über den Weg gelaufen . Ingesamt schien sich der DDR-Bürger noch mehr in das Privatleben zurückgezogen zu haben, als das im Westen der Fall war.
Oftmals waren die Sorgen und Nöte die Gleichen. Leute in meinem Alter damals hatte eigentlich nur drei Sorgen: Musik, Mädels und wo krieg ich was zu trinken her. Okay, bei der Musikbeschaffung hatte es der Kollege aus dem Osten deutlich schwerer. Ansonsten gab es da keine Schranken, noch nicht mal im Kopf. Man wollte halt eine gute Zeit zusammen haben. Das verbindet. Das Fehlen von Ideologien ist dabei stark behilflich. Auch wenn man als Westgeborender erstmal kapieren musste, warum man mit Turnschuhen in Ostberlin nicht in eine Lokalität reinkam.
Fremd war auch die ständige Präsens der Partei mittels Losungen im öffentlichen Straßenbild. Die Nummer von "Für Frieden...." hab ich ihnen aber nicht abgenommen. Während der Kollege aus dem Osten bei der GST schon mal eine Paramilitärische Ausbildung verpasst bekam, passierte bei uns rein gar nix.
Vielleicht beruht die vielbeschriebene "Arroganz" eines Westgeborenden einfach auf der Eingangs beschriebenen Lebensumständen, die den Leuten fremd war und sie so zu der Annahme verleiteten, sie wären die Überlegenen. Das dieser Prozess aber auch bei DDR-Bürgern kurz nach der Währungsunion einsetzte, davon durfte ich Zeuge in Ungarn werden. Da zogen die Sachsen Abens laut gröhlend und Fahne schwenkend durch die Strassen( nix gegen die Sachsen). Und im Restaurant wurde ein auf dicke Hose gemacht, weil man die Westmark in der Tasche hatte. Ich abends mit meiner mir Angetrauten in Lokal. Unser Tisch hatte keinen Aschenbecher. Am Nebentisch saß ein ganzer Trupp EX-DDR-Bürger, keiner von denen rauchte.An deren Tisch war ein zweiter Tisch, an dem aber keiner saß. Ich also los und hab den Aschenbecher von dem leeren Tisch geschnappt. Worauf ich von dem ganzen Tisch auf das übelste beschimpft wurde, was mir einfalle. Die Hundertmarkscheine hatte man zur besseren Sichtbarkeit in den Hemdtaschen so verstaut, das man sie auch gut sehen konnte..........
Wenn ich heute im Ausland manchmal die "Arroganz" meiner gesamtdeutschen Mitbürger mitangucken muss, beschleicht mich das Gefühl, das vom einstigen "Klassenstandpunkt" nicht viel übrig geblieben ist.



Danke für deine Antwort. Ein Frage dazu, du bist 10 Jahre älter als ich, somit warst Du zum Zeitpunkt der "Wende" auch noch recht jung. Woher stammen deine Info's über diese Versorgungsknappheit? Hat man sich dafür im "Westen" wirklich interessiert, bzw. in deinem Alter? Wenn ich mir die alten Tagesschauen anschaue, wurde über sowas nicht berichtet.
Ich frage dich nicht, weil ich Dir nicht glaube, sondern aus Interesse. Nicht das hier gleich wieder ein Streit vom Zaun bricht!


Meine Informationen stammen von den zahlreichen Gesprächen mit meinen Verwandten und Kumpels, die ich drüben hatte, aber auch aus eigenem Erleben. Verwandschaftbesuche waren bei uns keine Wochenendtripps, sondern dauerten immer etwas länger. Wir haben sogar mal die kompletten Sommerferien da verbracht. Da kriegst du schon einen Einblick. Ich kann mich z.B. an die Sommerferien erinnern, es war ein heißer Sommer, da sind die Bewohner aus dem Umland nach Ostberlin gefahren, weil es im Umland an Getränken kaum noch was zu kaufen gab.


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zuletzt bearbeitet 06.07.2013 11:52 | nach oben springen

#204

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 14:29
von Paramite | 414 Beiträge

Das kann ich bestätigen. Die Ferien waren lang (eines der schönen Dinge als Kind in der DDR) und heiß. Vielleicht hatte Petrus auch ein Parteibuch.


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#205

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 15:59
von damals wars | 12.113 Beiträge

Die Teilnahme an den Ferienspielen (8 Wochen) kosteten 5 DDR- Mark.
Damit waren alle Kino, Schwimmbad, etc. Besuche bezaht. Und das bei Ganztagsbetreuung.
Heute können Kinder für einen Schwimmbadbesuch 4 Euronen bezahlen.
Wir bezahlten 20 Pfennig Eintritt.
20 Pfennig für den Bus hin, 20 Pfennig für den Bus zurück (ohne Schaffner, mit Zahlbox, da ging auch mal ein Knopf).
Dann noch 20 Pfennig für Fassbrause und wenn ich ganz reich war, 85 Pfennig für ne Bockwurst.
Ansonsten wurde Tee in der berühmten Plasteflasche mit Becher mitgenommen.
Oder Malzkaffee.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#206

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 16:28
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #202
Zitat von Bugsy im Beitrag #81
Zitat von glasi im Beitrag #80
Zitat von GZB1 im Beitrag #78
Zitat von Barbara im Beitrag #76


....Können bitte auch mal die anderen was dazu sagen: Habt ihr "echte Angst" vor dem Ausbruch eines Krieges gehabt?




Nun 1981/ 82 schon, da war es echt brenzlich!


Und 1983. Fast ein Atomkrieg.

Der in letzter Sekunde vom DDR-Spion "Topaz" (Rainer Rupp) abgewendet wurde. Mal gut, dass er zur Stelle war.

MsG




.... und den durchgeknallten Russen gesagt hat das der Ami nicht angreifen wird.
Manno Mann.Genosse @Bugsy . Ist ja wie im Staatsbürgerkundeunterricht.


Wer hier durchgeknallt ist erzaehle ich Dir dann. Das sage ich nicht einmal zu den Amis. Und, Du hast keine Ahnung was Provokation bedeutete damals. Da war Dein Fell in grosse Gefahr, sicher nicht durch die Durchgeknallten.
Das ist eine Beleidigung. Grosse Fresse kleine Ente, aber da Du Deutscher bist in diesem Forum, wird Dir nichts geschehen.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.07.2013 16:31 | nach oben springen

#207

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 16:53
von Paramite | 414 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #206
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #202
Zitat von Bugsy im Beitrag #81
Zitat von glasi im Beitrag #80
Zitat von GZB1 im Beitrag #78
Zitat von Barbara im Beitrag #76


....Können bitte auch mal die anderen was dazu sagen: Habt ihr "echte Angst" vor dem Ausbruch eines Krieges gehabt?




Nun 1981/ 82 schon, da war es echt brenzlich!


Und 1983. Fast ein Atomkrieg.

Der in letzter Sekunde vom DDR-Spion "Topaz" (Rainer Rupp) abgewendet wurde. Mal gut, dass er zur Stelle war.

MsG




.... und den durchgeknallten Russen gesagt hat das der Ami nicht angreifen wird.
Manno Mann.Genosse @Bugsy . Ist ja wie im Staatsbürgerkundeunterricht.


Wer hier durchgeknallt ist erzaehle ich Dir dann. Das sage ich nicht einmal zu den Amis. Und, Du hast keine Ahnung was Provokation bedeutete damals. Da war Dein Fell in grosse Gefahr, sicher nicht durch die Durchgeknallten.
Das ist eine Beleidigung. Grosse Fresse kleine Ente, aber da Du Deutscher bist in diesem Forum, wird Dir nichts geschehen.




es spielt doch keine Rolle welche Nation man ist. Einiges gehört sich nicht. Ich muss auch mit so etwas zu Recht kommen wie z. B. Zuchtrusse und so weiter. Was solls, ich komme klar damit, zu dem ich auch russische Verwandschaft hab.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

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#208

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 17:14
von Gelöschtes Mitglied
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[/quote]


.... und den durchgeknallten Russen gesagt hat das der Ami nicht angreifen wird.
Manno Mann.Genosse @Bugsy . Ist ja wie im Staatsbürgerkundeunterricht.[/quote]

Wer hier durchgeknallt ist erzaehle ich Dir dann. Das sage ich nicht einmal zu den Amis. Und, Du hast keine Ahnung was Provokation bedeutete damals. Da war Dein Fell in grosse Gefahr, sicher nicht durch die Durchgeknallten.
Das ist eine Beleidigung. Grosse Fresse kleine Ente, aber da Du Deutscher bist in diesem Forum, wird Dir nichts geschehen.
[/quote]


es spielt doch keine Rolle welche Nation man ist. Einiges gehört sich nicht. Ich muss auch mit so etwas zu Recht kommen wie z. B. Zuchtrusse und so weiter. Was solls, ich komme klar damit, zu dem ich auch russische Verwandschaft hab.[/quote]

Fur einige spielt das eine grosse Rolle, leider scheinbar. Alles gut, wir kommen klar!
Lieben Gruss und ich freue mich auf deutsche Freunde und russische, wir werden am Wochenende feiern gemeinsam und wir werden die deutsche und russische Vergangenheit aufarbeiten..... Das Leben ist kurz und am besten ist es wenn heftig!
Liebe Gruesse, Larissa, auch an Schnatterienchen


Paramite, silberfuchs60 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.07.2013 17:15 | nach oben springen

#209

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 17:38
von ddr-bürger (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #202
Zitat von Bugsy im Beitrag #81
Zitat von glasi im Beitrag #80
Zitat von GZB1 im Beitrag #78
Zitat von Barbara im Beitrag #76


....Können bitte auch mal die anderen was dazu sagen: Habt ihr "echte Angst" vor dem Ausbruch eines Krieges gehabt?




Nun 1981/ 82 schon, da war es echt brenzlich!


Und 1983. Fast ein Atomkrieg.

Der in letzter Sekunde vom DDR-Spion "Topaz" (Rainer Rupp) abgewendet wurde. Mal gut, dass er zur Stelle war.

MsG




.... und den durchgeknallten Russen gesagt hat das der Ami nicht angreifen wird.
Manno Mann.Genosse @Bugsy . Ist ja wie im Staatsbürgerkundeunterricht.




Grün - Prima, einen anmachen der sich dank Sperre nicht wehren kann.....


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#210

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 17:40
von RudiEK89 | 1.949 Beiträge

Ist doch wieder freigeschaltet, denke ich?


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#211

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 05.07.2013 17:44
von ddr-bürger (gelöscht)
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Auch wenn, laßt erst mal Ruhe ran....


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#212

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 06.07.2013 10:53
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Siehe Schuddelkind mit :

"Dazu kam, das man nicht machen konnte was man wollte. Das ging bei der Wahl des Berufes los, setzte sich fort bei der Wohnortwahl bzw. Wohnungssuche und hörte bei der Wahl des Urlaubortes auf."

Das ist so in der Aussage auf die DDR bezogen nicht richtig . Wahl des Berufes hing von meinen Zensuren ab. Waren die bescheiden, war mein "Traumberuf" schonmal sprichwörtlich gegessen. Waren sie gut, hatte ich auch eine gute Chance, genau den Beruf zu ergreifen, den ich auch wollte.

"Wohnortwahl"...auch so ein Ding was mehrere Seiten hatte, aber bestimmt nicht diese, das mir vom Staat vorgeschrieben wurde, wo ich denn nun wohnen sollte, wollte, sollte nicht.

"Wahl des Urlaubsortes" Also wenn ich wohin fahren wollte fuhr der kleine Mann, die Frau dahin. Voraussetzung, da war eine Adresse, ein Quartier sozusagen und dann gings los. Logisch, FDGB-Plätze bekam nicht Jeder jedes Jahr neu. Es gab aber genügend Privatquartiere, auch simple Hotels und anderes.

Man könnte das Thema ausbauen denn ich bekomm da immer nen komischen Geschmack auf der Zunge wenn das was geschrieben wird, wie der kleine Staat DDR angeblich den Bürger reglementierte. Dem war eben nicht so.

Lebensläufer


Gohrbi und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#213

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 06.07.2013 11:09
von Paramite | 414 Beiträge

Ach Rainer...

wenn man keine Ostbesuche bekam bzw. machte, hat es meiner Meinung nach keinem gejuckt, wie es den Bürgern in der DDR ging oder was dort so ablief. Vieles hat man erst durch sogenannte Dokusendungen "erfahren". Dabei hat man dann einzelne Fälle aufgegriffen und diese sicher kräftig zerpfückt. So entstanden Bilder, Filme und das heutige Wissen über die DDR, wie wir es heute leider sehr oft aus dem Mund vieler Leute hören.


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zuletzt bearbeitet 06.07.2013 11:10 | nach oben springen

#214

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 06.07.2013 11:11
von buschgespenst | 623 Beiträge

Widerspruch euer Ehren! Genug Privatquartiere, Pensionen und Hotels in der DDR? Bei den Privatquartieren (Sächsische Schweiz) hattest du ohne Beziehungen keine Chance, Lebensläufer. Und in ganz Stadt Wehlen gab es keine private Pension und von einem privat geführtem Hotel ganz zu schweigen!

bernd


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.

(Edwin Bauersachs)

Glück Auf!
Bernd
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#215

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 06.07.2013 11:19
von seaman | 3.487 Beiträge

Es muss so 1979/80 gewesen sein.
Ein versprengter Cousin aus Kiel tauchte zufällig in meinem Dunstkreis auf.Natürlich hatte er eine Menge Fragen an mich als "Wieder-Neu-Bundesbürger".
Natürlich fielen meine Antworten überwiegend in seinem Interesse aus.Irgendwann kam dann auch die Frage des Soldatseins West/Ost auf.
Wir stellten fest,beide im gleichen Zeitraum aktiven Militärdienst geleistet zu haben.Er allerdings lediglich seine Grundwehrzeit.
"Dann hätten wir ja aufeinander geschossen?"
"Hättest Du?"
Er:"Ohne Bedenken ja,Befehl ist Befehl."
Meine Antwort:"Ich auch."
War noch eine längere Diskussion.Konnte/durfte ihm allerdings an diesem Abend leider nicht erklären,dass ich persönlich nichts gegen ihn habe.
Das geteilte Deutschland.

seaman


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#216

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 06.07.2013 11:21
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Kennt Einer das Zauberwort? Buschgespenst erwähnte es gerade und zwar "Beziehungen". Ich schrieb das schon hunderte Male in Bezug auf die kleine DDR. Man musste einfach nur seinen Arsch bewegen denn von Alleine kam da auch nix geflogen. Wenn ich nur sinngemäß auf der Couch saß passierte auch nix, nicht so viel.

Und ne, ich will nicht immer nur meine Wenigkeit als Beispiel rauskramen aber wir hatten mindestens ein Privatquartier an der Ostsee, eines nahe Masserberg am Rennsteig, eines in Dresden und in Hotels haben wir auch genächtigt(einfach auf schriftl. Anmeldung hin und das klappte immer)Und das zu tiefsten DDR-Zeiten verdammt nochmal.

Lebensläufer


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#217

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 06.07.2013 11:29
von schnatterinchen (gelöscht)
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Urlaub in der DDR.
Muffiges Privatquartier in Friedrichroda mit Verpflegung im FDGB Erholungsheim Walther Ulbricht mit gammliger Wurst und grünen Tomaten.
Meine alten Herrschaften waren scheinbar zu blöd einen anständigen Ferienplatz zu ergattern.

Ging es hier nicht um BRD Vegangenheit?
Will anscheinend kein Altbundi was mit zu tun haben hier.


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#218

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 06.07.2013 11:35
von Paramite | 414 Beiträge

haste fein geschrieben...

zwei Sätze von meinem Vater habe ich noch in Erinnerung.
wer seinen Arsch bewegt
...hauptsache in meinem Garten regnet es!
ich hab das als Kind nicht immer verstanden, was er damit sagen wollte. Heute sieht es anders aus. Wer seinen Arsch bewegt, der erreicht auch etwas und dabei muss ich aber dieses "hauptsache in meinem Garten regnet es" Gefühl ablegen. Jedenfalls galt dies zu DDR Zeiten. Muss aber auch sagen, wir hatten es nicht unbedingt notwendig uns großartig anzustengen um etwas zu bekommen. Dies hatte aber familiäre Gründe. Und wenn es mal nicht an der mecklenburgische Seenplatte klappte, mein Opa hatte noch eine Datscha (дача) an der Elbe.
Heute gilt der Satz immer noch in leicht abgeänderter Form: Wenn man seinen Arsch bewegt, erreicht man auch was, dazu muss man nur schauen, dass es nur in meinem Garten regnet!


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

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#219

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 06.07.2013 11:36
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #217
Urlaub in der DDR.
Muffiges Privatquartier in Friedrichroda mit Verpflegung im FDGB Erholungsheim Walther Ulbricht mit gammliger Wurst und grünen Tomaten.
Meine alten Herrschaften waren scheinbar zu blöd einen anständigen Ferienplatz zu ergattern.

Ging es hier nicht um BRD Vegangenheit?
Will anscheinend kein Altbundi was mit zu tun haben hier
.


Wie meinste das denn?


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#220

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 06.07.2013 12:00
von schnatterinchen (gelöscht)
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Barbara hat so einen schönen Anfangsbeitrag geschrieben.
Die Resonanz bei den Altbundis fällt eher mager aus und wir sind jetzt beim schönen Urlauben in der DDR. Typisch.
Ich denke die paar Menecken aus den gebrauchten Ländern haben einfach keinen Bock ständig zu lesen wie ungebildet sie sind und wie schlecht das System ist aus dem sie kommen und das über die arme DDR hergefallen ist.
Ich kannte auch eine Hand voll Bundis damals und für die war die DDR ein exotisches und fremdes Land.
Die erzählen von ihren Reisen mit dem Auto nach Spanien und ich bewunderte damals die Aufkleber der Mittelmeerfähren auf ihren Heckscheiben.
Die schenkten mir so einen Reiseführer zum Trampen und Bahnfahren quer durch Europa, da wurden die kleinsten Kneipen auf Sizilien beschrieben.
Das habe ich x mal gelesen in der Gewissheit niemals auch nur ein Reiseziel aus diesem Buch selber zu sehen.


CASI hat sich für diesen Beitrag bedankt
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