#161

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 14:55
von Dogbert | 143 Beiträge

@ passport und alle, die das interessiert.

Ich war von 1984 bis 1991 (ab 1990 ist jetzt nicht mehr so von Belang) ist in Westberlin in einem Textilunternehmen direkt an der Spree (Oberbaumbrücke) tätig. Ab 1987/88 kooperierten wir mit einem Kombinat in Cottbus. Zudem beschäftigten wir ehem. Bürger der DDR. Privat gab es in Ostberlin naturgemäß auch Kontakte. Aus meiner Stasi-Akte geht hervor, daß ich von 1984 an beschattet wurde, da ich aufgrund meines Berufes nicht ganz uninteressant war. Weiterhin wohnte ich unmittelbar an der innerstädtischen Mauer auf westlicher Seite, konnte die Grenzveränderungen und -aktivitäten beobachten und ggf. nach weiterleiten. Die Einreisekontrollen waren derart brutal, daß man sich ausziehen mußte, das Auto buchstäblich durchleuchtet und durchsucht wurde. Jeder Fetzen Papier machte bereits verdächtig. Tank und Motorölbehälter wurden mit einer Taschenlampe ausgeleuchtet. Ein Großteil unserer DDR-Verwandtschaft war im NSW tätig. (Großonkel war ein ranghoher Diplomat der DDR bei der UNO.)

Zur Rolle der IM's:
Wie ich bereits schrieb, wußten oftmals nicht einmal DDR-Bürger Bescheid, wer hier für wem zuarbeitete. Die Hinweise bekam ich von DDR-Bürgern, die irgendwann Verdacht schöpften, der sich später bestätigte. Es wurden auch in Westberlin IM's angeworben.

Natürlich war die DDR-Führung daran interessiert, private Westkontakte weitestgehend zu unterbinden. Die Mindestumtauschsätze wurden entsprechend angehoben. Es bestand immer die Gefahr einer Fluchtvorbereitung oder unerwünschter Versorgung mit Westgütern und Informationen. Besonders, wenn schon ein relativ reger Kontakt zu beobachten war. Jeder, der schon von berufswegen in der DDR zu tun hatte, hatte mit dem MfS und seinen Zuarbeitern zu tun.

Auch nach der Grenzöffnung wurden wir noch überprüft. Überwachung fand dann nur noch stichprobenweise statt. Das hörte erst auf, als es zur Wirtschafts- und Währungsunion kam.

Die aus den Stasi-Unterlagen identifizierbaren IM's habe ich zur Rechenschaft gezogen und sie gaben zu, daß sie auf uns angesetzt wurden. Sie haben zwar nicht uns geschadet, aber anderen DDR-Bürgern, die mit uns Kontakt hatten. Im Interesse ihrer Sicherheit haben wir den Kontakt von uns aus abgebrochen.



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#162

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 16:36
von passport | 2.642 Beiträge

@Dogbert

Du bist ja im Besitz deiner Akte. Daraus muss zu erkennen sein ob du als Fahndungsobjekt an den Güsten eingelegt warst. Auch die angeordneten Kontroll - und Überwachungsmaßnahmen sollten in der Akte vorhanden sein.


passport


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#163

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 16:50
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #160
Zitat von Marder im Beitrag #158
Genau genommen war die DDR dann eines der ersten Länder mit einer Maut!!
Mit freundlichen Grüßen Marder

Ja die Pauschale umfasste nicht nur die Visagebühr, sondern auch die Strassenbenutzungsgebühr, die schon 1951 eingeführt und mehrmals erhöht wurde. Das Abkommen umfasste WIMRE beim Privatverkehr nur den Transit BRD-WB für Reisende mit Fahrzeugen, die in der BRD/WB zugelassen waren. Beim Transit BRD/WB nach anderen Ländern wurden wohl Gebühren erhoben. Für Autos mit Zulassungen in anderen Staaten (CH, A, I usw.) waren auch zwischen der BRD und WB Gebühren zu entrichten.
Wollte man für den Tagesbesuch in Ostberlin das eigene Auto mitnehmen, musste man ab 1977 10DM für die Strassenbenutzung zahlen
https://books.google.ch/books?id=c7oUYNB...n%20DDR&f=false
Theo



richtig @eisenringtheo , in der Transitpauschale waren die Visagebühren und die Strassenbenutzungsgebühren eingerechnet. Aber ob ein Reisender im "Vertragsgebundenen Transit BRD-WB" Transitgebühren bezahlen musste oder nicht das hing nicht vom Kfz-Kennzeichen ab. Bundesbürger oder Westberliner kamen natürlich in den Genuss der Pauschale. NSW-Ausländer allgemein bzw. mit BRD-Touristenvisa mit max. 3 Monate Aufenthaltsdauer mussten einmalig im Transit BRD-WB pro Person 5,-DM Transitvisagebühren entrichten.
Strassenbenutzungsgebühren mussten bei der Einreise oder Transit 3. Staaten beim Zoll entrichtet werden. Da gab es 3 Entfernungsstufen. Soweit ich mich erinnere wurde diese Gebühr ab 1980 von der Bundesrepublik auch pauschal an die DDR entrichtet.



passport


zuletzt bearbeitet 03.08.2015 20:10 | nach oben springen

#164

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 17:29
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #161
Die Einreisekontrollen waren derart brutal, daß man sich ausziehen mußte, das Auto buchstäblich durchleuchtet und durchsucht wurde. Jeder Fetzen Papier machte bereits verdächtig. Tank und Motorölbehälter wurden mit einer Taschenlampe ausgeleuchtet. Ein Großteil unserer DDR-Verwandtschaft war im NSW tätig.

Schreibt ihr eigentlich diesen Quatsch voneinander ab,oder wieso erzählt ihr alle den gleichen Unsinn?Wenn Deine DDR Verwandtschaft im NSW tätig gewesen wäre hätten die keinen Kontakt haben wollen und oder dürfen,wie immer man es sehen will.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 03.08.2015 17:33 | nach oben springen

#165

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 17:37
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #161
@ passport und alle, die das interessiert.

Ich war von 1984 bis 1991 (ab 1990 ist jetzt nicht mehr so von Belang) ist in Westberlin in einem Textilunternehmen direkt an der Spree (Oberbaumbrücke) tätig. Ab 1987/88 kooperierten wir mit einem Kombinat in Cottbus. Zudem beschäftigten wir ehem. Bürger der DDR. Privat gab es in Ostberlin naturgemäß auch Kontakte. Aus meiner Stasi-Akte geht hervor, daß ich von 1984 an beschattet wurde, da ich aufgrund meines Berufes nicht ganz uninteressant war. Weiterhin wohnte ich unmittelbar an der innerstädtischen Mauer auf westlicher Seite, konnte die Grenzveränderungen und -aktivitäten beobachten und ggf. nach weiterleiten. Die Einreisekontrollen waren derart brutal, daß man sich ausziehen mußte, das Auto buchstäblich durchleuchtet und durchsucht wurde. Jeder Fetzen Papier machte bereits verdächtig. Tank und Motorölbehälter wurden mit einer Taschenlampe ausgeleuchtet. Ein Großteil unserer DDR-Verwandtschaft war im NSW tätig. (Großonkel war ein ranghoher Diplomat der DDR bei der UNO.)

Zur Rolle der IM's:
Wie ich bereits schrieb, wußten oftmals nicht einmal DDR-Bürger Bescheid, wer hier für wem zuarbeitete. Die Hinweise bekam ich von DDR-Bürgern, die irgendwann Verdacht schöpften, der sich später bestätigte. Es wurden auch in Westberlin IM's angeworben.

Natürlich war die DDR-Führung daran interessiert, private Westkontakte weitestgehend zu unterbinden. Die Mindestumtauschsätze wurden entsprechend angehoben. Es bestand immer die Gefahr einer Fluchtvorbereitung oder unerwünschter Versorgung mit Westgütern und Informationen. Besonders, wenn schon ein relativ reger Kontakt zu beobachten war. Jeder, der schon von berufswegen in der DDR zu tun hatte, hatte mit dem MfS und seinen Zuarbeitern zu tun.

Auch nach der Grenzöffnung wurden wir noch überprüft. Überwachung fand dann nur noch stichprobenweise statt. Das hörte erst auf, als es zur Wirtschafts- und Währungsunion kam.

Die aus den Stasi-Unterlagen identifizierbaren IM's habe ich zur Rechenschaft gezogen und sie gaben zu, daß sie auf uns angesetzt wurden. Sie haben zwar nicht uns geschadet, aber anderen DDR-Bürgern, die mit uns Kontakt hatten. Im Interesse ihrer Sicherheit haben wir den Kontakt von uns aus abgebrochen.



Hallo,

zu den Einreisekontrollen kann Passport was schreiben.
Wer als IM - tätig war, dies war immer nur einen sehr begrenzten Kreis bekannt. Außenstehenden nicht, die konnten nur vermuten. Sicher gab es auch in Westberlin IM, aber ob die nun nur wegen Dir tätig waren, kann ich nicht einschätzen.
Das die DDR Führung private weitestgehend unterbinden wollte, ist mir nicht bekannt. Allein die Reisezahlen sprechen da was ganz anderes. Auch eine unerwünschte Versorgung mit Westgütern ist mir nicht bekannt, da hätte man ja als erstes die Intershops abschaffen müssen. Genau das Gegenteil war der Fall. Man konnte fast alles kaufen, von der Honda bis zum BMW.

Du wurdest nach der Öffnung der GÜSt bis zur Währungsunion weiter überprüft ? Von wem denn ?


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#166

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 18:12
von Dogbert | 143 Beiträge

Wir wissen von einigen, daß es in der DDR alles gab, nur keine Mangelwirtschaft. Es gab alles im Überfluß. Grenzkontrollen gab es genausowenig wie eine Mauer. Wer erzählt denn sowas? Warscheinlich waren die Leute so von den Segnungen des Sozialismus verwöhnt, daß sie deswegen die Mauer bauten, damit die Westler nicht vor Neid triefend rüberliefen. Leute, die die DDR verlassen wollten, wurden massiv behindert, damit sie ja keinen Schaden nehmen sollen.

Leute, wer glaubt denn so einen Unsinn noch.

Was meine NSW-DDR-Verwandtschaft betrifft, wurde sie auch vom MfS observiert. Natürlich hatte sie Kontakt mit uns. Die haben sich da hochgedient, umd in die Genüsse des Westens zu gelangen. Sie wären normalerweise geflüchtet, aber die DDR konnte es sich nicht erlauben, daß Diplomaten flüchten. So nahmen sie beide Vorteile gerne an. Problemloses Leben in der DDR und jederzeit Ausreise ins NSW.

Dazu mal eine Quelle:
http://www.mdr.de/damals/transitabkommen122.html


Auszug daraus:
"Die Staatssicherheit sah im Transitverkehr eine große Gefahr und baute die Überwachung entlang der Transitstrecken aus. So sollten Kontakte zwischen Bundesbürgern und DDR-Bürgern möglichst verhindert werden. Es ging vor allem darum, die Einfuhr "staatszersetzender" Schriften zu vermeiden. Und mehr noch darum, Fluchthilfe zu vereiteln. Daneben überwachte die Staatssicherheit auch die Angestellten in Intershops und an Raststellen längs der Transitstrecken und warb einige von ihnen als "Inoffizielle Mitarbeiter" an."

Genau das deckt sich mit meinen Erfahrungen.



zuletzt bearbeitet 03.08.2015 18:18 | nach oben springen

#167

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 18:16
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #166
Wir wissen von einigen, daß es in der DDR alles gab, nur keine Mangelwirtschaft. Es gab alles im Überfluß. Grenzkontrollen gab es genausowenig wie eine Mauer. Wer erzählt denn sowas? Warscheinlich waren die Leute so von den Segnungen des Sozialismus verwöhnt, daß sie deswegen die Mauer bauten, damit die Westler nicht vor Neid triefend rüberliefen. Leute, die die DDR verlassen wollten, wurden massiv behindert, damit sie ja keinen Schaden nehmen sollen.

Leute, wer glaubt denn so einen Unsinn noch.

Was meine NSW-DDR-Verwandtschaft betrifft, wurde sie auch vom MfS observiert.

Dazu mal eine Quelle:
http://www.mdr.de/damals/transitabkommen122.html


Auszug daraus:
"Die Staatssicherheit sah im Transitverkehr eine große Gefahr und baute die Überwachung entlang der Transitstrecken aus. So sollten Kontakte zwischen Bundesbürgern und DDR-Bürgern möglichst verhindert werden. Es ging vor allem darum, die Einfuhr "staatszersetzender" Schriften zu vermeiden. Und mehr noch darum, Fluchthilfe zu vereiteln. Daneben überwachte die Staatssicherheit auch die Angestellten in Intershops und an Raststellen längs der Transitstrecken und warb einige von ihnen als "Inoffizielle Mitarbeiter" an."

Genau das deckt sich mit meinen Erfahrungen.


Schreib einfach keinen populistischen Pauschalunsinn und wir können uns unterhalten.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#168

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 18:28
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #167
Zitat von Dogbert im Beitrag #166
Wir wissen von einigen, daß es in der DDR alles gab, nur keine Mangelwirtschaft. Es gab alles im Überfluß. Grenzkontrollen gab es genausowenig wie eine Mauer. Wer erzählt denn sowas? Warscheinlich waren die Leute so von den Segnungen des Sozialismus verwöhnt, daß sie deswegen die Mauer bauten, damit die Westler nicht vor Neid triefend rüberliefen. Leute, die die DDR verlassen wollten, wurden massiv behindert, damit sie ja keinen Schaden nehmen sollen.

Leute, wer glaubt denn so einen Unsinn noch.

Was meine NSW-DDR-Verwandtschaft betrifft, wurde sie auch vom MfS observiert.

Dazu mal eine Quelle:
http://www.mdr.de/damals/transitabkommen122.html


Auszug daraus:
"Die Staatssicherheit sah im Transitverkehr eine große Gefahr und baute die Überwachung entlang der Transitstrecken aus. So sollten Kontakte zwischen Bundesbürgern und DDR-Bürgern möglichst verhindert werden. Es ging vor allem darum, die Einfuhr "staatszersetzender" Schriften zu vermeiden. Und mehr noch darum, Fluchthilfe zu vereiteln. Daneben überwachte die Staatssicherheit auch die Angestellten in Intershops und an Raststellen längs der Transitstrecken und warb einige von ihnen als "Inoffizielle Mitarbeiter" an."

Genau das deckt sich mit meinen Erfahrungen.


Schreib einfach keinen populistischen Pauschalunsinn und wir können uns unterhalten.


also der letzte Absatz ist kein populistischer Unsinn., @Karnak. Aus eigener Erfahrung in den Raststätten Michendorf bei Berlin und Hermsdorfer Kreuz kann ich mich gut erinnern, dass die Restaurants voll waren mit " Beobachtern ", mit seltsamen Typen die durch die gespielte Unauffälligkeit schon wieder auffällig waren. Die hatten zwar kein Schild um den Hals "ich bin ein IM", aber die Kerle konntest du 10 m gegen den Wind " riechen"


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#169

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 18:40
von Alfred | 6.861 Beiträge

Gert,

und ich kann Dir als Insider garantieren, dass die Raststätten nicht entsprechend "ausgestattet" waren.

Das es Kräfte gab ist bekannt, aber nicht so wie Du dir dies vorstellst.


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#170

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 18:56
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #168
Zitat von KARNAK im Beitrag #167
Zitat von Dogbert im Beitrag #166
Wir wissen von einigen, daß es in der DDR alles gab, nur keine Mangelwirtschaft. Es gab alles im Überfluß. Grenzkontrollen gab es genausowenig wie eine Mauer. Wer erzählt denn sowas? Warscheinlich waren die Leute so von den Segnungen des Sozialismus verwöhnt, daß sie deswegen die Mauer bauten, damit die Westler nicht vor Neid triefend rüberliefen. Leute, die die DDR verlassen wollten, wurden massiv behindert, damit sie ja keinen Schaden nehmen sollen.

Leute, wer glaubt denn so einen Unsinn noch.

Was meine NSW-DDR-Verwandtschaft betrifft, wurde sie auch vom MfS observiert.

Dazu mal eine Quelle:
http://www.mdr.de/damals/transitabkommen122.html


Auszug daraus:
"Die Staatssicherheit sah im Transitverkehr eine große Gefahr und baute die Überwachung entlang der Transitstrecken aus. So sollten Kontakte zwischen Bundesbürgern und DDR-Bürgern möglichst verhindert werden. Es ging vor allem darum, die Einfuhr "staatszersetzender" Schriften zu vermeiden. Und mehr noch darum, Fluchthilfe zu vereiteln. Daneben überwachte die Staatssicherheit auch die Angestellten in Intershops und an Raststellen längs der Transitstrecken und warb einige von ihnen als "Inoffizielle Mitarbeiter" an."

Genau das deckt sich mit meinen Erfahrungen.


Schreib einfach keinen populistischen Pauschalunsinn und wir können uns unterhalten.


also der letzte Absatz ist kein populistischer Unsinn., @Karnak. Aus eigener Erfahrung in den Raststätten Michendorf bei Berlin und Hermsdorfer Kreuz kann ich mich gut erinnern, dass die Restaurants voll waren mit " Beobachtern ", mit seltsamen Typen die durch die gespielte Unauffälligkeit schon wieder auffällig waren. Die hatten zwar kein Schild um den Hals "ich bin ein IM", aber die Kerle konntest du 10 m gegen den Wind " riechen"



Na gut und sicher und naheliegend,natürlich war dort die VIII/4 vor Ort. Ob nun so wie Du das beschreibst,Dir das vorstellst oder vorgestellt hast, wen Du "verdächtigt" hast bleibt dahingestellt. Es gibt die Szenen im "Leben der Anderen" wo sich jeder sicher ist,der Mann im Fahrstuhl ist bei der Stasi.Zum Schluss kommt raus,er arbeitet bei einem Beerdigungsinstitut.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#171

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 18:56
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #169
Gert,

und ich kann Dir als Insider garantieren, dass die Raststätten nicht entsprechend "ausgestattet" waren.

Das es Kräfte gab ist bekannt, aber nicht so wie Du dir dies vorstellst.


und wer hat die Filme gemacht, die ich nach der Wende sah ? Beobachtungsfilme von und über Gäste der Raststätten . doch nicht auch die kleinen grünen Männchen?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#172

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 18:58
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #171
Zitat von Alfred im Beitrag #169
Gert,

und ich kann Dir als Insider garantieren, dass die Raststätten nicht entsprechend "ausgestattet" waren.

Das es Kräfte gab ist bekannt, aber nicht so wie Du dir dies vorstellst.


und wer hat die Filme gemacht, die ich nach der Wende sah ? Beobachtungsfilme von und über Gäste der Raststätten . doch nicht auch die kleinen grünen Männchen?



Gert,

hast Du eine Leseschwäche ?

Ich habe doch geschrieben, dass es entsprechende Kräfte gab, aber eben nicht so wie sich der kleine Gert dies vorstellt.


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#173

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 18:58
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #170
Zitat von Gert im Beitrag #168
Zitat von KARNAK im Beitrag #167
Zitat von Dogbert im Beitrag #166
Wir wissen von einigen, daß es in der DDR alles gab, nur keine Mangelwirtschaft. Es gab alles im Überfluß. Grenzkontrollen gab es genausowenig wie eine Mauer. Wer erzählt denn sowas? Warscheinlich waren die Leute so von den Segnungen des Sozialismus verwöhnt, daß sie deswegen die Mauer bauten, damit die Westler nicht vor Neid triefend rüberliefen. Leute, die die DDR verlassen wollten, wurden massiv behindert, damit sie ja keinen Schaden nehmen sollen.

Leute, wer glaubt denn so einen Unsinn noch.

Was meine NSW-DDR-Verwandtschaft betrifft, wurde sie auch vom MfS observiert.

Dazu mal eine Quelle:
http://www.mdr.de/damals/transitabkommen122.html


Auszug daraus:
"Die Staatssicherheit sah im Transitverkehr eine große Gefahr und baute die Überwachung entlang der Transitstrecken aus. So sollten Kontakte zwischen Bundesbürgern und DDR-Bürgern möglichst verhindert werden. Es ging vor allem darum, die Einfuhr "staatszersetzender" Schriften zu vermeiden. Und mehr noch darum, Fluchthilfe zu vereiteln. Daneben überwachte die Staatssicherheit auch die Angestellten in Intershops und an Raststellen längs der Transitstrecken und warb einige von ihnen als "Inoffizielle Mitarbeiter" an."

Genau das deckt sich mit meinen Erfahrungen.


Schreib einfach keinen populistischen Pauschalunsinn und wir können uns unterhalten.


also der letzte Absatz ist kein populistischer Unsinn., @Karnak. Aus eigener Erfahrung in den Raststätten Michendorf bei Berlin und Hermsdorfer Kreuz kann ich mich gut erinnern, dass die Restaurants voll waren mit " Beobachtern ", mit seltsamen Typen die durch die gespielte Unauffälligkeit schon wieder auffällig waren. Die hatten zwar kein Schild um den Hals "ich bin ein IM", aber die Kerle konntest du 10 m gegen den Wind " riechen"



Na gut und sicher und naheliegend,natürlich war dort die VIII/4 vor Ort. Ob nun so wie Du das beschreibst,Dir das vorstellst oder vorgestellt hast, wen Du "verdächtigt" hast bleibt dahingestellt. Es gibt die Szenen im "Leben der Anderen" wo sich jeder sicher ist,der Mann im Fahrstuhl ist bei der Stasi.Zum Schluss kommt raus,er arbeitet bei einem Beerdigungsinstitut.


Karnak ich kann keine handfesten Beweise dafür bringen, so etwas spürt man einfach, wenn man "unauffällig" beobachtet wird


.
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#174

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 19:03
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Karnak ich kann keine handfesten Beweise dafür bringen, so etwas spürt man einfach, wenn man "unauffällig" beobachtet wird[/quote]
Na dann, aber Du weißt doch wie das manchmal mit dem Spüren ist,kann Täuschen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#175

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 19:06
von Lutze | 8.042 Beiträge

Im Gartenschläger-Film " Der Todesautomat" sind diese unauffälligen Beobachter
in einer Autobahn-Raststätte sehr gut dargestellt,
ich glaube in der Realität war es genauso
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#176

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 19:10
von damals wars | 12.216 Beiträge

Dederon-Hemd, Präsent 20 Anzug, Aktentasche und NVA- Ausgangsschuhe.

(Aus dem Quellekatalog)


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.08.2015 19:16 | nach oben springen

#177

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 19:23
von Schakal | 271 Beiträge

Wenn man merkt, dass man von drei IM verfolgt oder beschattet wird, haben die dann nicht eigentlich schon ihren Sinn verloren, oder sollte das ne Abschreckung sein?


--- Ex oriente lux.---
eisenringtheo und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#178

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 19:37
von Lutze | 8.042 Beiträge

Das war Abschreckung,oder die Stasi-Herren waren zu blöd
unauffällig zu Beobachten
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Grenzläufer und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#179

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 19:47
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #176
Dederon-Hemd, Präsent 20 Anzug, Aktentasche und NVA- Ausgangsschuhe.

(Aus dem Quellekatalog)





was ist denn das( rot mark )????


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#180

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 19:47
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #147
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #146
Du musst selber durchs rote Tor gehen, wenn Du was zu verzollen hast - selbst wenn da auch keiner steht.

Ich gehe grundsätzlich durch das rote Tor, weil ich immer etwas anzumelden habe.
Ob da etwas zu verzollen ist, weiß ich nicht immer, aber der Zöllner sagt es mir dann.

offtopic:
Das Zolleinfuhrformular von Apollo 11 (dem ersten Mondflug)

http://www.blick.ch/news/ausland/beweis-...-id4036387.html
Theo


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