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#286 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von SET800 02.05.2014 11:12

Hallo,
auch der reale Kapiatlismus funktioniiert nirgendwo ohne Diktatur, nämlich die Diktatur des Geldes, der
mit teuren Anwälten gekauften Zivilgerichten, Lobyisteneinflüsse auf die Parlamente.

Und bei dem (Un)Freihandelsabkommen zeigt sich die Frage Primat der Politik, des Staates oder der
Wirtschaftsgruppen.

Und an der US-Politik allgemein zu sehen, de jure und proforma nicht, aber in der Realität eine Kapitaldiktatur,
eine Dollarkratur!

#287 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von Schuddelkind 02.05.2014 20:29

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Zitat von SET800 im Beitrag #286
Hallo,
auch der reale Kapiatlismus funktioniiert nirgendwo ohne Diktatur, nämlich die Diktatur des Geldes, der
mit teuren Anwälten gekauften Zivilgerichten, Lobyisteneinflüsse auf die Parlamente.

Und bei dem (Un)Freihandelsabkommen zeigt sich die Frage Primat der Politik, des Staates oder der
Wirtschaftsgruppen.

Und an der US-Politik allgemein zu sehen, de jure und proforma nicht, aber in der Realität eine Kapitaldiktatur,
eine Dollarkratur!


Lebst du gerne in dieser Diktatur?

#288 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von matloh 03.05.2014 16:41

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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #287
Zitat von SET800 im Beitrag #286
Hallo,
auch der reale Kapiatlismus funktioniiert nirgendwo ohne Diktatur, nämlich die Diktatur des Geldes, der
mit teuren Anwälten gekauften Zivilgerichten, Lobyisteneinflüsse auf die Parlamente.

Und bei dem (Un)Freihandelsabkommen zeigt sich die Frage Primat der Politik, des Staates oder der
Wirtschaftsgruppen.

Und an der US-Politik allgemein zu sehen, de jure und proforma nicht, aber in der Realität eine Kapitaldiktatur,
eine Dollarkratur!


Lebst du gerne in dieser Diktatur?

Das ist eine gute Frage! So wie ich die Posts von SET800 kenne, hätte ich eigentlich erwartet, dass er schon lange in Kuba, China, Nordkorea oder so lebt. Ich bin sicher, dass er bspw. in Nordkorea auch eine Schüssel Reis als Begrüßungsgeschenk bei der Einbürgerung bekommen würde.

cheers matloh

#289 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von Ostlandritter 03.05.2014 17:05

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Zitat von SET800 im Beitrag #286
Hallo,
auch der reale Kapiatlismus funktioniiert nirgendwo ohne Diktatur, nämlich die Diktatur des Geldes, der
mit teuren Anwälten gekauften Zivilgerichten, Lobyisteneinflüsse auf die Parlamente.

Und bei dem (Un)Freihandelsabkommen zeigt sich die Frage Primat der Politik, des Staates oder der
Wirtschaftsgruppen.

Und an der US-Politik allgemein zu sehen, de jure und proforma nicht, aber in der Realität eine Kapitaldiktatur,
eine Dollarkratur!


Du lebst in Bayern ,- und wir sind ziemlich gleichalt !

ist es wirklich sooo grausam in Bayern ?

#290 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von Ostlandritter 03.05.2014 17:12

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Zitat von 94 im Beitrag #284

..................................
..............
Und was hat das mit dem Thema zu tun, na eigentlich nüscht oder vielleicht doch? Oder wie humanistisch ist ein Staat, desen Staatsdiener sehr oft sagen ... "Ich habe die Gesetze nicht gemacht (ich verstehe er finde sie auch sinnfrei), ABER ich setze diese um!"

*) http://detstvoto.net/arhiv/gallery/457-kiselo-mljako.html


Und schon schliesst sich der Kreis wieder :

Wie oft habe ich mir diesen Satz in der Ausreisebearbeitungsstelle des Rates der Stadt Gera anhören müssen ,-
viele arme Angestellte und Genossen ,- die leider Gottes doch nur ihre Pflicht tun mussten,- obwohl sie doch auch gern.........

#291 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von SET800 03.05.2014 17:35

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #289
[quote=SET800|p351608]
ist es wirklich sooo grausam in Bayern ?



Hallo,
materiell gilt Brot und Spiele, derzeit ein nettes angnehmes Leben, das ist richtig verlockend. Aber trotz der wirklich
hervorragenden Lebensumstände in Politik und bei den kapitalistischen Medienvorbetern ständig das faseln von
Wachstum, mehr, mehr Straßen, mehr Umsatz, mehr Stress, teuerere Wohnungen, mehr Lärm, mehr Verkehr
usw.

Es gibt in Deutschalnd einige Arbeitslose, es gibt Bürger ohne richtige Perspektive, aber ständig von Wacshtum reden und
auch die Ausgaben lenken für mehr, mehr, mehr betonieren, zubauen usw.

Und meiner Meinung nach wird das getrieben von der kapitalistischen Geld- und Finanzstruktur.

Und wer mal estwas kritisch den Jugoslavienkrieg, Libyen- und Irak betrachtet, jetzt auch Ukraine......
ich sehe da eine Neuauflage des "great game" und die USA-Befürchtung bei Saddam und Gahdaffi am
Dollarmonopol im Ölgeschäft zu kratzen als Kriegsgrund der USA.

Weil ich nächsten Monat auch noch ziemlich sicher Brot kaufen kann gebe ich trotzdem das Nachfragen und genau
Hinschauen nicht auf.

#292 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von SET800 03.05.2014 17:45

Zitat von matloh im Beitrag #288
Das ist eine gute Frage! So wie ich die Posts von SET800 kenne, hätte ich eigentlich erwartet, dass er schon lange in Kuba, China, Nordkorea oder so lebt. Ich bin sicher, dass er bspw. in Nordkorea auch eine Schüssel Reis als Begrüßungsgeschenk bei der Einbürgerung bekommen würde. cheers matloh


Ob es uns hier so gut geht weil es den Leuten in bangladesh als Näherinnen so schlecht geht?

Oder betreff DDR, kein Kupfer zu bolivianischen Löhnen sondern die Mansfelder Kumpel waren auf allgemeinem DDR-Lohnniveau.

Kaffee aus Tanzania, wieviel Arbeitstunden von VEB-Polygraph ( Druckmaschinen für Schulbücher in swaheli ) für 10000t Kaffee nach Leipzig? Wieviel Arbeitstunden bei BMW für die indische Oberschicht die dann wieviel Stunden Teepflücker schuften lässt?.

Stichwort "term of trade" in Arbeitstunden gerechnet, gerne auch für einen Industriefacharbeiter die Ausbildungszeit und Arbeitszeit des Berufsschullehrers mitberechnet.

#293 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von 03.05.2014 19:33

Wieder einmal die sinnlosen Antworten, "warum bist Du dann noch hier und nicht in Kuba"....

#294 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von 94 04.05.2014 11:31

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Zitat von SET800 im Beitrag #292
Stichwort "term of trade" in Arbeitstunden gerechnet, gerne auch für einen Industriefacharbeiter die Ausbildungszeit und Arbeitszeit des Berufsschullehrers mitberechnet.
Ich glaube auch genau deswegen hatte sich zwischen 15.6. und dem 13.8.61 die Absicht dann doch herausgebildet, eine Mauer zu errichten ...
Stichwort 'brain drain'

#295 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von Barbara 12.05.2014 09:38

Zitat von 94 im Beitrag #280
Genau da beginnt für mich 'die Willkür', wenn per definitionem einer Gruppe (oder auch nur einem Einzelnem) der Status 'Mensch sein' aberkannt wird. Nur ist dann nicht jedes Rechtssystem, auf jeden Fall aber doch die mit Todesstrafe, zutiefst antihumanistisch?

P.S. Oder um mal einen Bonmot aus Brechtens Dreigroschenoper abzuwandeln ... was ist das größere Verbrechen, ein Gesetz zu erlassen oder es zu brechen?


fett: Zustimmung!

Es muss m.M.n. etwas vor (i.S.v. grundlegend) der Rechtssprechung geben, auf dessen Basis ein gesetzliches Regelwerk beschlossen wird und an der es sich messen lassen muss.


Die Geschichte von Vereinbarungen zum vernünftigen Zusammenleben in der Gruppe (Gesetze) ist nicht von Juristen oder Staatstheoretikern "erfunden" worden.
Zu weit her geholt?

#296 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von Barbara 12.05.2014 09:40

Zitat von 94 im Beitrag #282
Du meinst weil 'Verbrechen' etymologisch von 'brechen' stammt? Na das iss jetzt bissel simpel. Nehmen wir zum Beispiel mal den §213 ...
Oder mal anders, man kann Verbrechen auch 'bekämpfen' (im Sinne von garnicht erst entstehen lassen) in dem man die Gesetze, welche gewisse Handlungen erst zu einer Tat qualifizieren, abschafft.



"Regelosigkeit" ist nicht dir Lösung.

#297 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von Barbara 12.05.2014 09:45

Zitat von Mike59 im Beitrag #283
Zitat von 94 im Beitrag #282
Du meinst weil 'Verbrechen' etymologisch von 'brechen' stammt? Na das iss jetzt bissel simpel. Nehmen wir zum Beispiel mal den §213 ...
Oder mal anders, man kann Verbrechen auch 'bekämpfen' (im Sinne von garnicht erst entstehen lassen) in dem man die Gesetze, welche gewisse Handlungen erst zu einer Tat qualifizieren, abschafft.


Auch recht simpel, wenn auch revolutionär, andererseits wurden ja schon oft Gesetze geändert, damit Verstöße gegen diese entfallen.


Umkehrschluss:
Gesetze erlassen, damit dagegen verstoßen werden kann?

Ein Gesetzt muss m.E. neben seiner juristischen Ausformulierung, inhaltlich seine gesellschaftliche Akzeptanz voraussetzen..... (Nachdenken)

#298 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von Barbara 12.05.2014 09:51

Zitat von matloh im Beitrag #288
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #287
Zitat von SET800 im Beitrag #286
Hallo,
auch der reale Kapiatlismus funktioniiert nirgendwo ohne Diktatur, nämlich die Diktatur des Geldes, der
mit teuren Anwälten gekauften Zivilgerichten, Lobyisteneinflüsse auf die Parlamente.

Und bei dem (Un)Freihandelsabkommen zeigt sich die Frage Primat der Politik, des Staates oder der
Wirtschaftsgruppen.

Und an der US-Politik allgemein zu sehen, de jure und proforma nicht, aber in der Realität eine Kapitaldiktatur,
eine Dollarkratur!


Lebst du gerne in dieser Diktatur?

Das ist eine gute Frage! So wie ich die Posts von SET800 kenne, hätte ich eigentlich erwartet, dass er schon lange in Kuba, China, Nordkorea oder so lebt. Ich bin sicher, dass er bspw. in Nordkorea auch eine Schüssel Reis als Begrüßungsgeschenk bei der Einbürgerung bekommen würde.

cheers matloh




Nein, er würde, wenn er konsequent wäre, den Reis mitbringen.
.

#299 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von 94 13.05.2014 21:21

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Zitat von Barbara im Beitrag #295
Es muss m.M.n. etwas vor (i.S.v. grundlegend) der Rechtssprechung geben, auf dessen Basis ein gesetzliches Regelwerk beschlossen wird und an der es sich messen lassen muss.
Die Geschichte von Vereinbarungen zum vernünftigen Zusammenleben in der Gruppe (Gesetze) ist nicht von Juristen oder Staatstheoretikern "erfunden" worden.
Zu weit her geholt?

Achwo, noch viel zu nah. Im Astroniemieschulbuch 10. (ISBN 3-06-081006-0) war ein schöner Holzschnitt drinne, propagandistisch verballhornt 'Der Zweifler' bezeichnet. Beschrieben dann wie dumm doch so die Zweifler der vorsozialistischen Ära waren, so ala Erde = Scheibe und so und wie schön gesetzmäßig und erklärbar doch alles dank der Wissenschaftlichkeit der Weltanschauung heutzutage denn sei?
Hmm, also ich sah in diesem Menschen damals einen Grenzverletzer! Nagut, kleiner Scherz am Rande, also nicht in dem Sinne 213, aber als Jemanden der in der Lage ist (weil er sich in diese Lage versetzt), eine unnatürliche Grenze zu überschreiten. Mich beeindruckte dieses Bild zutiefst. Es erinnerte mich an Grandville-Zeichnungen und so sprach auch mit einem älteren Familienmitglied darüber. Daraufhin kam das platonisches Höhlengleichnis auf Tapet und das es (juristische) Gesetze und dazu eine Wissenschaft(liche Weltanschauung - Ergänzung von mir heute, aber ich denke so war's damals gemeint, aber nicht gesagt) nur für Jene braucht, welche in der Höhle bleiben und die Schatten an der Wand *) erklärt haben möchten.
Im Umfeld verkniff ich mir aber dahingehende Bemerkungen meist und falls nicht (also halbjung-starker plappert oft gern manch Unverstandenes der Alten nach) erwähnte ich aber sowas von politisch korrekt dann auf Nachfrage den Marx mit dem Philosophen und dem Weltverändern und so.

Also zurück zu Deiner Frage, (juristische) Gesetze sind IMMER ein Machtsicherungsinstrument der Herrschenden und als Jemand, der mal seinen Kopf aus der Kuppel steckte (siehe Bild im Anhang) taugt man mMn nur noch schlecht bis überhauptnicht als (wie sagtes Du so schön), als Jurist oder Staatstheoretiker.

P.S. *) das verstand ich damals sofort, immerhin war die gleichnamige Oldfield/Chapman-Single zu der Zeit in den Charts
http://www.songtexte.com/uebersetzung/mi...h-3bd694b4.html

#300 RE: Sozialismus ohne "Diktatur" von DoreHolm 13.05.2014 21:46

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Zitat von 94 im Beitrag #299
Zitat von Barbara im Beitrag #295
Es muss m.M.n. etwas vor (i.S.v. grundlegend) der Rechtssprechung geben, auf dessen Basis ein gesetzliches Regelwerk beschlossen wird und an der es sich messen lassen muss.
Die Geschichte von Vereinbarungen zum vernünftigen Zusammenleben in der Gruppe (Gesetze) ist nicht von Juristen oder Staatstheoretikern "erfunden" worden.
Zu weit her geholt?

Achwo, noch viel zu nah. Im Astroniemieschulbuch 10. (ISBN 3-06-081006-0) war ein schöner Holzschnitt drinne, propagandistisch verballhornt 'Der Zweifler' bezeichnet. Beschrieben dann wie dumm doch so die Zweifler der vorsozialistischen Ära waren, so ala Erde = Scheibe und so und wie schön gesetzmäßig und erklärbar doch alles dank der Wissenschaftlichkeit der Weltanschauung heutzutage denn sei?
Hmm, also ich sah in diesem Menschen damals einen Grenzverletzer! Nagut, kleiner Scherz am Rande, also nicht in dem Sinne 213, aber als Jemanden der in der Lage ist (weil er sich in diese Lage versetzt), eine unnatürliche Grenze zu überschreiten. Mich beeindruckte dieses Bild zutiefst. Es erinnerte mich an Grandville-Zeichnungen und so sprach auch mit einem älteren Familienmitglied darüber. Daraufhin kam das platonisches Höhlengleichnis auf Tapet und das es (juristische) Gesetze und dazu eine Wissenschaft(liche Weltanschauung - Ergänzung von mir heute, aber ich denke so war's damals gemeint, aber nicht gesagt) nur für Jene braucht, welche in der Höhle bleiben und die Schatten an der Wand erklärt haben möchten.
Im Umfeld verkniff ich mir aber dahingehende Bemerkungen meist und falls nicht (also halbjung-starker plappert oft gern manch Unverstandenes der Alten nach) erwähnte ich aber sowas von politisch korrekt dann auf Nachfrage den Marx mit dem Philosophen und dem Weltverändern und so.

Also zurück zu Deiner Frage, (juristische) Gesetze sind IMMER ein Machtsicherungsinstrument der Herrschenden und als Jemand, der mal seinen Kopf aus der Kuppel steckte (siehe Bild im Anhang) taugt man mMn nur noch schlecht bis überhauptnicht als (wie sagtes Du so schön), als Jurist oder Staatstheoretiker.


Ja, an diesen Holzschnitt erinnere ich mich ebenfalls. Es verdeutlicht m.E. auch schon für diese Zeit damals, daß möglicherweise nichts so ist, wie es scheint. Interessant auch die Darstellung, wie sich der Künstler die Welt hinter der Halbschale des Himmels vorstellt, denn auch der hat sie bis dahin nicht gesehen.

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