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#16 RE: Vorstellung von Blondi 20.06.2011 10:35

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Hallo Pit 59,
nach unserer heutigen Laufbahnverodnung hättest du als Maschinist keinen Anspruch auf den Brandmeister. Ich finde gut, daß du keinen Wert auf Dienstgrade legst, denn darum geht es in der FF nicht. Aber noch mal zum Offizier, da gehören schon etliche Lehrgänge mehr dazu. Du hast recht, zu DDR-Zeiten wurde in so mancher Wehr Schindluder mit den Dienstgraden getrieben, blos eines Anlasses wegen. Manchmal auch blos weil 1. Mai war.

Guß Blondi

#17 RE: Vorstellung von Theo85/2 20.06.2011 10:50

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Also, ich finde schon,das ein Dienstgrad Ausdruck einer gewissen Anerkennung ist.
Und es wurden und werden nicht überall Beförderungen nur "verschleudert",nur um einmal einen Anlass zum Feiern haben.
Hat aber jemand die bestimmten Qualifikationen, Schulungen, Dienstjahre erreicht, errungen, sollte er dann auch den entsprechenden Dienstgrad erhalten.
Und wenn`s nur nach Außen hin zeigt: "Seht her, ich hänge mich rein und qualifiziere mich für meinen "Freizeitjob".
Im übrigen schaffe ich auch lieber Einsatzkleidung als Uniformen an, aber eine solche und ein entsprechender Dienstgrad gehört mM. nach einfach dazu, man sollte nur verantwortungsvoll damit umgehen.

Theo
85/2

#18 RE: Vorstellung von Blondi 20.06.2011 10:58

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Hallo Theo85/2,

Du hast recht und als Zeichen der Anerkennung ist die Verleihung einen Dienstgrades für den Einzellnen auch sehr wichtig. Früher legte ich für mich selbst auch richtig Wert darauf. Aber je öffter ich die FF-Schulbank drückte rückte dies immer mehr in den Hintergrund. Als Wehrleiter habe ich meinen Kameraden immer das zukommen lassen, was ihnen zustand. Ich habe nie vergessen, daß ein Dienstgrad auch für mich mal ein Ansporn war.

Gruß Blondi

#19 RE: Vorstellung von Theo85/2 20.06.2011 11:11

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Zitat von Blondi
Hallo Theo85/2,

Du hast recht und als Zeichen der Anerkennung ist die Verleihung einen Dienstgrades für den Einzellnen auch sehr wichtig. Früher legte ich für mich selbst auch richtig Wert darauf. Aber je öffter ich die FF-Schulbank drückte rückte dies immer mehr in den Hintergrund. Als Wehrleiter habe ich meinen Kameraden immer das zukommen lassen, was ihnen zustand. Ich habe nie vergessen, daß ein Dienstgrad auch für mich mal ein Ansporn war.

Gruß Blondi





100% Zustimmung, genau so sehe ich das auch.

Gruß
Theo 85/2

#20 RE: Vorstellung von Pit 59 20.06.2011 11:26

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Blondi den Brandmeister habe ich mir doch nicht mit Irgendwelchen Maschinisten Lehrgängen geholt,das gehört in einer Stadtfeuerwehr mit 7 LKW dazu,und das sind nicht alle Fahrzeuge.Klar ist eine Beförderung für einen Neuen Kameraden ein weiterer Ansporn um sich rein Zuhängen,aber für die Arbeit Heute,welche mit der technischen Hilfeleistung enorm Zugenommen hat nicht von Bedeutung.Ich kann nicht am Dienstgrad erkennen ob der kamerad was drauf hat oder nicht.

#21 RE: Vorstellung von Blondi 20.06.2011 12:16

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Zitat von Pit 59
Blondi den Brandmeister habe ich mir doch nicht mit Irgendwelchen Maschinisten Lehrgängen geholt,das gehört in einer Stadtfeuerwehr mit 7 LKW dazu,und das sind nicht alle Fahrzeuge.Klar ist eine Beförderung für einen Neuen Kameraden ein weiterer Ansporn um sich rein Zuhängen,aber für die Arbeit Heute,welche mit der technischen Hilfeleistung enorm Zugenommen hat nicht von Bedeutung.Ich kann nicht am Dienstgrad erkennen ob der kamerad was drauf hat oder nicht.



Ich kann nur mit den Worten von @Theo85/2 antworten
"100% Zustimmung"

Mit kam. Gruß Blondi

#22 RE: Vorstellung von Pit 59 20.06.2011 12:35

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Ja doch,ist doch auch alles gesagt.Aber das Thema ist jetzt wieder am Kochen,weil jeder Feuerwehrmann nach 40 Dienstjahren mehr Rente bekommen soll.Das ist ein heikles Thema kannste Glauben,wo fängt man an und wo hört man auf.Die Stadtfeuerwehr mit 350-500 !!!! Einsätzen im Jahr erwirtschaftet ja auch Geld (nicht Unbeträchtlich).Der Feuerwehrmann auf dem Dorf (meist Tagsüber gar nicht Einsatzbereit) ansonsten mit sehr sehr wenigen Einsätzen,manchmal sogar gar Keine.Hier jedem gerecht zu werden ist und wird eine schwierige Sache.

#23 RE: Vorstellung von Pit 59 20.06.2011 14:57

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Hallo und vielen Dank an Euch für die Begrüßung.

@ Pit 59
Nun es gab die Profis (Berufsfeuerwehr) da ging es schon etwas ernster zu wie bei uns, denn da war ein Befehl, auch ein Befehl und der musste ausgeführt werden. Wir in der Freiwilligen Feuerwehr hatten da noch etwas Spielraum, also nicht so streng militärisch.
Man muss unterscheiden, die Freiwillige Feuerwehr hatte einen Wirkungsbereich, dieses war entweder der Standort (Dorf, kleine Stadt, Stadtteil), oder ein Betrieb gründete eine Freiwillige Feuerwehr, welche wie bei den Profis Rund um die Uhr im Dienst war. Verschiedene Firmen haben dieses heute noch, es kommt dabei darauf an, was dort hergestellt oder gelagert wird. So war das bei uns auch.
Dann gab es noch einen Unterschied bei der Betriebsfeuerwehr. Es gab dort Freiwillige, die normal ihre Arbeit im Betrieb nachgingen und nur bei Alarm, Feuerwehrmann wurden und es gab betriebsabhängig wie schon erwähnt den Rund um die Uhr-Dienst.
Nach der Grundausbildung qalifizierte ich mich zum DLA-Träger (Angriffstrupp) und war dann einige Jahre auf einem B1000 stationiert. War schon sehr eng in der Bude und wie oft hat man sich die Knochen an der TKS (Tragkraftspritze) blau geschlagen. Später habe ich dann den Gerätewart für DLA und Feuerwehrtechnik gemacht. Ich durfte also die DLA mit Druckluft befüllen, die Flaschen auch auseinandernehmen und von innen Prüfen. Am Lungenautomat oder Druckregler hatte man aber nichts zu basteln, denn alles war ja für den Kameraden lebenswichtig.
Na ja, als ich dann Löschmeister war, ging es vom Dienstgrad ohne ein Studium nicht höher. Also auch nicht mit dem Geld. Ich habe mich dann Ende 1988 entschlossen ein Offiziersstudium (Fernstudium) zu beginnen. Da habe ich dann bebüffelt wie ein Ochse und bin einmal im Monat eine Woche in die Schule gerannt. Im Mai 1990 sollte dann Prüfung sein, da war meine Firma fast schon in Abwicklung und plötzlich fragte man auch nach Geld beim Studium. Ich hätte also meine letzten Monate selbst finanzieren müssen und im Januar 1990 war auch kein Unterricht mehr. Alles eingeschlafen! Kein Ansprechpartner mehr da. Das war dann das Ende. Eines Morgens hatte man unsere Wache ausgeräumt und vieles in den Container geschmissen, nicht einmal den silbernen Schutzhelm hatte man uns gelassen. die wurden an einen Feuerwehr-Historiker verkauft. Das war schon hart. Uns blieb nur noch der treue B1000. Kurz darauf kam die Entlassung.

Und ich habe wieder neu angefangen.

Viele Grüße vom glatten

Hallo Glatter
Warst Du nun in dem Betrieb Hauptamtlich als Feuerwehrmann angestellt oder nicht? Nun ist ein B1000 ein KLF (Kleinlöschfahrzeug) gewesen,mit dem man nun auch nicht soviel anfangen konnte.Maximale Besatzung 6 Mann mit anhängender B-Schlauchhaspel pfeifte das Ding auf dem letzten Loch.Ich kann mir nicht Vorstellen wenn Dein Betrieb sich eine Hauptamtliche Feuerweh leistetet,gab es bestimmt, das Sie "nur" einen B1000 angeschaft haben.Wie will man mit 6 Mann einen effektiven Löschangriff aufbauen.Da kenne ich VEB die hatten TLF,schon allein wegen der Wasserversorgung.Ich bin zu DDR Zeiten in der FFW zum OLM Befördert.Im Übrigen irrst Du gewaltig wenn Du schreibst nur bei der BF müssen Befehle ausgeführt werden.Die Freiwilligkeit hört auf wenn Du bei Alarm auf dem Depot erscheinst,dann hast Du Entscheidungen des Einsatzleiters Auszuführen und das ZZ.

Gruß Peter

#24 RE: Vorstellung von der glatte 20.06.2011 15:23

Sorry, hat ein wenig gedauert (Telefon).

Ja, wir gehörten zur Abteilung Sicherheit/Feuerwehr und auch der Betriebsschutz gehörte zur Abteilung. Unser Betriebsteil (Versand) hatte einen B1000 (KLF selbst aufgebaut) mit der B-Schlauchhaspel. Am Tage 06:00-18:00 Uhr waren minimal sechs Kameraden im Dienst, diese konnten durch die zusätzlichen Kameraden (diese waren normale Arbeiter) zur Arbeitszeit ergänzt werden. An fahrzeugen gab es noch einen LO 3000 und einen TLF W50. Die waren aber fast nebenann im anderen Betriebsteil stationiert.

Gruß der glatte

#25 RE: Vorstellung von Pit 59 20.06.2011 15:27

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Ja Danke alles Klar.

#26 RE: Vorstellung von der glatte 20.06.2011 15:39

@ Peter
Die Entscheidungen des Einsatzleiters auf jeden Fall, doch waren das bei uns in der Betriebsfeuerwehr "Entscheidungen". Diese waren nicht mit einem militärischen Befehl zu vergleichen oder zu verwechseln. Somit schied eine Befehlsverweigerung schon einmal aus. Der Tatbestand Arbeitsverweigerung war hier eher erfüllt.

Es gab sicherlich Unterschiede zwischen einer Freiwilligen Feuerwehr und einer hauptamtlichen Betriebsfeuerwehr. Unser Wirkungsbereich war aber auch nur unser VEB. Nur in Ausnahmefällen und besonderen Situationen, bekamen wir auch Aufgaben außerhalb des Betriebsgeländes übertragen.

Gruß der glatte

#27 RE: Vorstellung von Pit 59 20.06.2011 15:47

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Da hast Du Recht wenn,Du vom Betrieb Bezahlt wirst wäre das eine Arbeitsverweigerung.Bei einem Großbrand in der Stadt muss ich als Einsatzleiter "Entscheidungen "fällen,und Sie Befehlmäßig weiter geben,hie abzuwägen ob ein Kooperativer Führungsstil vieleicht Besser wäre als ein Autoritärer ist sehr schwer.Und es gab schon viele Einsatzleiter welche Ihre Entscheidungen vor Gericht Rechtfertigen mussten.

#28 RE: Vorstellung von der glatte 20.06.2011 16:15

Entscheidungen müssen schon Befehlsmäßig weitergegeben werden, zum abwägen ist da keine Zeit. Vollkommen richtig!

Ein Kooperativer zusammen mit einem Autoritären Führungsstil wurde bei uns regelmäßig geübt. Unsere Betriebsfeuerwehr übte daher mindestens dreimal im Jahr in einer Großübung, das Miteinander. Wir sollten uns dann praktisch einordnen. War also eine FF als erstes am Brandort, kamen die Entscheidungen vom Einsatzleiter der FF, traf die Berufsfeuerwehr ein wurde die Einsatzleitung von dieser übernommen. Der bisherige Einsatzleiter der FF, gab dann die Entscheidungen der Einsatzleitung an uns weiter. Bei den Berufsfeuerwehren erfolgte die Entscheidung als Befehl direkt. Es wurden immer wieder verschiedene Modelle und Situationen (Führung/Einsatzleitung) geübt. Man wollte die Zusammenarbeit von FF und Berufsfeuerwehren im Wirkungsbereich perfekt machen. Dieses ist auch ganz gut gelungen, denn man kannte sich dann auch.

Übrigens gab es noch einen Unterschied, die Leute von der Berufsfeuerwehr (MdI/Polizei) wurden mit "Genosse" angesprochen, uns sprach man immer mit Kameraden an und unser Arbeitsvertrag war mit einem VEB abgeschlossen. Auch wenn unsere Tätigkeit "Mitarbeiter Sicherheit" im Arbeitsvertrag benannt wurde, waren wir doch Feuerwehrleute mit Dienstgraden der FF.

Warum das so war, keine Ahnung?

der glatte

#29 RE: Vorstellung von Pit 59 20.06.2011 16:30

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Warum das so war, keine Ahnung?@der glatte

Die Berufsfeuerwehr waren ja Polizeiangehörige,also eine Militärische Einheit,und wurden demzufolge mit "Genosse" Angesprochen.

#30 RE: Vorstellung von Pit 59 29.06.2011 21:29

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So Theo da sind wir.Du schreibst für eine Stadt wäre das Utopisch?da Irrst Du gewaltig.Ich muss Dir ja als Ortsbrandmeister nicht erzählen das seit der Wende die Technische Hilfeleistung enorme Zahlen erreicht hat.fast zu jedem VKU wir die FFW Alarmiert.Das Natürlich nicht mit der gesamten Wehr sondern in Bereitschaftsgruppen.

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