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#1 Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von SFGA 23.08.2010 17:41

Deutschland schafft sich ab!

Von Thilo Sarrazin

Geburtenrückgang, Bildungs-Misere, wachsende Unterschicht und mangelnde Integration – wenn nicht bald etwas passiert, schaffen sich die Deutschen selbst ab. So lautet die provokante These, die der streitbare SPD-Politiker Thilo Sarrazin (65) in seinem neuen Buch vertritt.
Dümmer, ärmer und zu wenig tüchtiger Nachwuchs: Schonungslos beschreibt Thilo Sarrazin in „Deutschland schafft sich ab”* die Bedrohung der deutschen Gesellschaft und ihres Wohlstands.



Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist. Ferdinand Lassalle (Mitbegründer der deutschen
Sozialdemokratie, †1864)

In den wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch sehr erfolgreichen Jahrzehnten seit dem Zweiten Weltkrieg wuchs in Deutschland der Stolz auf den Fleiß und die Tüchtigkeit seiner Bürger, auf den stetig steigenden Lebensstandard und den immer weiter ausgebauten Sozialstaat. Die Jahrzehnte des fast ungetrübten Erfolgs haben aber die Sehschärfe der Deutschen getrübt für die Gefährdungen und Fäulnisprozesse im Innern der Gesellschaft.

„Deutschland schafft sich ab?” – welch eine absurde Befürchtung, mögen viele denken, wenn sie dieses solide Land mit seinen 80 Millionen Einwohnern in der Mitte Europas betrachten. Ein Land aber ist das, was es ist durch seine Bewohner und deren lebendige geistige sowie kulturelle Traditionen.

Die Deutschen aber schaffen sich allmählich ab.

Eine Nettoreproduktionsrate (Töchter pro Frau, d. Red.) von 0,7 oder weniger, wie wir sie seit 40 Jahren haben, bedeutet ja nichts anderes, als dass die Generation der Enkel jeweils halb so groß ist wie die der Großväter. Die Geburtenzahl sank in Deutschland von über 1,3 Millionen jährlich in der ersten Hälfte der Sechzigerjahre auf 650 000 im Jahr 2009 ab.

Geht das so weiter – und warum sollte sich etwas ändern an diesem Trend, der schon über vier Jahrzehnte anhält –, dann wird in 90 Jahren die Zahl der Geburten in Deutschland bei rund 200 000 bis 250 000 liegen. Höchstens die Hälfte davon werden Nachfahren der 1965 in Deutschland lebenden Bevölkerung sein.

Die Deutschen hätten sich damit quasi abgeschafft. Manche mögen dieses Schicksal als gerechte Strafe empfinden für ein Volk, in dem einst SS-Männer gezeugt wurden – nur so lässt sich die zuweilen durchscheinende klammheimliche Freude über die deutsche Bevölkerungsentwicklung erklären.

Andere trösten sich damit, dass auch ein kleines Volk leben und überleben kann, und verweisen auf Dänemark mit seinen rund 5 Millionen Einwohnern. Deutschland wäre dann eben künftig ein Dänemark auf etwas größerer Fläche. Ginge das nicht auch? Was wäre daran so schlimm?
Vernünftig diskutiert haben wir über die demografische Entwicklung in Deutschland in den letzten 45 Jahren nicht. Wer nicht mit im Strom der Beschwichtiger und Verharmloser schwamm, wer sich gar besorgt zeigte, der musste bald frustriert erkennen, dass er alleine stand, und nicht selten fand er sich in die völkische Ecke gestellt.

Über die Folgen des Geburtenrückgangs durfte man Jahrzehnte überhaupt nichts sagen, wenn man nicht unter völkischen Ideologieverdacht geraten wollte. Das hat sich inzwischen geändert, da die Generation der Achtundsechziger Angst um ihre Rente bekommen hat. Aber jetzt ist es 40 Jahre zu spät.

Die sozialen Belastungen einer ungesteuerten Migration waren stets tabu, und schon gar nicht durfte man darüber reden, dass Menschen unterschiedlich sind – nämlich intellektuell mehr oder weniger begabt, fauler oder fleißiger, mehr oder weniger moralisch gefestigt – und dass noch so viel Bildung und Chancengleichheit daran nichts ändert.

Es war tabu, darüber zu reden,

• dass man zwar 90 % der Schüler einer Jahrgangsstufe zur Hochschulreife führen kann, aber dennoch nicht einmal 10 % von diesen den Anforderungen eines Mathematikstudiums gewachsen sind

• dass wir als Volk an durchschnittlicher Intelligenz verlieren, wenn die intelligenteren Frauen weniger oder gar keine Kinder zur Welt bringen

• dass der Einzelne selbst für sein Verhalten verantwortlich ist und nicht die Gesellschaft.

„Wer nicht lernt, bleibt unwissend. Wer zu viel isst, wird dick.” Solche Wahrheiten auszusprechen, gilt als politisch inkorrekt, ja als lieblos und eigentlich unmoralisch – zumindest aber ist es unklug, wenn man in politische Ämter gewählt werden möchte.

Die Tendenz des politisch korrekten Diskurses geht dahin, die Menschen von der Verantwortung für ihr Verhalten weitgehend zu entlasten, indem man auf die Umstände verweist, durch die sie zu Benachteiligten oder gar zu Versagern werden:

• Kann ein Schüler dem Unterricht nicht folgen, so liegt das an der Bildungsferne des Elternhauses.

• Leiden Kinder aus einfachen Verhältnissen auffallend häufig an Übergewicht infolge Bewegungsmangel, so liegt das nicht an der Vernachlässigung durch die Eltern, sondern an der sozialen Notlage der Familie.

• Machen die Kinder von Alleinerziehenden in pädagogischer Hinsicht Schwierigkeiten, so ist dafür die Gesellschaft verantwortlich, die den Alleinerziehenden nicht genügend Unterstützung gewährt. Dabei wäre doch zu fragen, welche gesellschaftlichen Umstände und individuellen Dispositionen dazu führen, dass es so viele Alleinerziehende gibt, und was man dagegen tun kann.

• Sprechen türkische Migranten auch in der dritten Generation noch nicht richtig deutsch, so wird eine Integrationsfeindlichkeit des Umfeldes ausgemacht. Aber warum, so fragt man sich, beobachtet man diese Schwierigkeiten bei fast allen anderen Migrantengruppen nicht?

So wurde viel zu lange übersehen, dass die Alterung und Schrumpfung der deutschen Bevölkerung einhergeht mit qualitativen Veränderungen in deren Zusammensetzung. Über die schiere Abnahme der Bevölkerung hinaus gefährdet vor allem die kontinuierliche Zunahme der weniger Stabilen, weniger Intelligenten und weniger Tüchtigen die Zukunft Deutschlands.
Das Realeinkommen des einzelnen Erwerbstätigen steigt schon seit 20 Jahren nicht mehr, spätestens in 10 Jahren wird es sinken, und das wird infolge der demografischen Verschiebungen ein nachhaltiger Trend sein.

Solche Prognosen scheinen nicht zu den aktuellen Exporterfolgen der deutschen Volkswirtschaft zu passen, nicht zur Exzellenzinitiative an den deutschen Universitäten und nicht zu den vielen guten Nachrichten, über die wir uns täglich freuen dürfen. Deutschland ist, wirtschaftlich gesehen, in der Spätphase eines Goldenen Zeitalters, das um 1950 begann und langsam zu Ende geht.

Doch das nutzt alles nichts, wenn wir die Grundlagen künftiger Wohlstandssteigerung aufzehren, und genau das tun wir, quantitativ und qualitativ:

• quantitativ, weil seit 45 Jahren jede neue Generation etwa ein Drittel kleiner ist als die vorhergehende, während gleichzeitig die Lebenserwartung steigt,

• qualitativ, weil sich die Bildungsfähigkeit und die Bildungsvoraussetzungen der Neugeborenen kontinuierlich verschlechtern und die Mentalität zu verkümmern scheint, die die Grundlage jeden produktiven Aufbruchs ist.

Wir nehmen als unvermeidlich hin, dass Deutschland kleiner und dümmer wird.

Wir wollen nicht darüber nachdenken, geschweige denn darüber sprechen. Aber wir machen uns Gedanken über das Weltklima in 100 oder 500 Jahren.

Mit Blick auf das deutsche Staatswesen ist das völlig unlogisch, denn beim gegenwärtigen demografischen Trend wird Deutschland in 100 Jahren noch 25 Millionen, in 200 Jahren noch 8 Millionen und in 300 Jahren noch 3 Millionen Einwohner haben. Warum sollte uns das Klima in 500 Jahren interessieren, wenn das deutsche Gesellschaftsprogramm auf die Abschaffung der Deutschen hinausläuft?

Sich um Deutschland als Land der Deutschen Sorgen zu machen, gilt fast schon als politisch inkorrekt.

Das erklärt die vielen Tabus und die völlig verquaste deutsche Diskussion zu Themen wie Demografie, Familienpolitik und Zuwanderung. Ich glaube, dass wir ohne einen gesunden Selbstbehauptungswillen als Nation unsere gesellschaftlichen Probleme nicht lösen werden.

@TS&BILD

#2 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von Pitti53 23.08.2010 17:45

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kannste den text nicht mal kürzen? wer soll das alles lesen?

#3 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von SFGA 23.08.2010 17:52

Originalfassung /lesen na Ihr :-)

#4 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von Zermatt 23.08.2010 18:10

Was willst du uns damit denn sagen,ausser das wir dümmer und ärmer werden ?

#5 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von SFGA 23.08.2010 18:31

Na eure Meinung erfahren.

#6 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von wosch 23.08.2010 18:45

Zitat von SFGA
Originalfassung /lesen na Ihr :-)




Kannst Du vielleicht auch mal was Eigenes bringen?
Schönen Gruß aus Kassel.

#7 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von SFGA 23.08.2010 18:51

Was denn z.B eigenes bringen das mein Kumpel BTM ins Glas geschmissen wurde und ich ihn rettete und er mir dabei auf meine Hand kotz. oder was. Schreibe Wosch also deine Meinung also zum Thema.

#8 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von Feliks D. 23.08.2010 19:02

Zitat von SFGA
Was denn z.B eigenes bringen das mein Kumpel BTM ins Glas geschmissen wurde und ich ihn rettete und er mir dabei auf meine Hand kotz. oder was. Schreibe Wosch also deine Meinung also zum Thema.



also wosch also du böser

Hör doch nicht auf @wosch! Im Sinne der phonemischen und ganz besonders der morphophonemischen Rechtschreibung wäre ich dafür, dass du auch weiterhin lieber zitierst und nicht selber schreibst. Dies hat ja auch irgendwie mit dem Thema zu tun.

#9 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von SFGA 23.08.2010 19:06

#10 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von SFGA 23.08.2010 22:14

Jedenfalls , wie ist eure Meinung dazu? Auch wenn der Text etwas lang ist.

#11 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von 94 23.08.2010 22:43

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Meine Meinung, willst Du die echt lesen? Na dann *grins*

'Ärmer' und 'Dümmer' sind grammatikalich gesehen Komparative. Logisch mach Diese für sich allein wenig bis keinen Sinn, erst im Vergleich. Ja aber Vergleich womit, es sollte ja eine Tendenz erkennbar sein. Die wird aber kategorisch durch das 'immer' ausgeschlossen.
Also haben wir nach dieser (Er-)Schlagzeile keine Chance, etwas dagegen zu unternehmen.
Nutzen wir sie, also die Chance. Nur wie *grübel*
Eins mal vorweg, arm ist wer nicht reich ist, oder? Und reich, also richtig reich ist man OHNE Schulden! Doch nun, Ahh ein wikitat, hmm oder nein, mal wieder was von der Uni, 'Wissenschaftliches Zitieren'! Und weil Wissen Glauben ist, mal was von der theologischen Fakultät, guckst Du:
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten...in/zitieren.pdf

#12 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von Wolle76 23.08.2010 22:47

Was soll man dazu sagen ?? Wo er recht hat hat er recht.
Sein Parteifreund und Bezirksbürgermeister von Neukölln Heinz Buschkowsky gibt ihm recht.
Was Sarkozy z.B. momentan in Frankreich mit den sogenannten "MEM`s" (Mobile Ethnische Minderheit[Amtsdeutsche Bezeichnung]) macht sollten wir hier in Deutschland auch machen.
Mit sowas kann man anfangen.

#13 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von MatNag 23.08.2010 22:48

Was will man erwarten, wenn in Deutschland viele Lehrstellen unbesetzt sind, weil die Bewerber so strohdoof sind, daß sie zwar die neuesten Computerspiele zocken können, aber nicht mal eine Excel-Tabellenkalkulation machen können?
Was will man erwarten wenn zwar jeder in einem sozialen Netzwerk ist, aber sonst nicht aus den 4 Wänden kommt?
Was will man erwarten, wenn es für Jugendliche praktisch keine Richtungsbegrenzung gibt, wenn MTV es vorlebt, daß man mit Gewalt, Drogen und den passenden Musik zu Sex, dicken Autos, riesen Häusern und den geilsten Weibern kommt?
Was will man erwarten, wenn es für Arbeitgeber, die sicher guten Willens sind, auf dem Arbeitsmarkt nur B-Ware gibt, wenn harte Arbeit sich nicht mehr lohnt und man leichter mit Hartz 4 lebt?
Ich will hier aber keine Hartz-4-Empfänger diskriminieren, die unverschuldet in Not geraten sind, denn wem geholfen werden muß, dem soll geholfen werden.
Leider haben sich viele damit aber arrangiert und lavieren sich durch....das ist inakzeptabel.

Meine Meinung ist:
Unsere Gesellschaft ist marode, wir können jetzt nur noch Schadensbegrenzung betreiben und das beste, die "Essence" schützen.

#14 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von sentry 24.08.2010 08:33

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Zitat von SFGA
Jedenfalls , wie ist eure Meinung dazu? Auch wenn der Text etwas lang ist.



Tja, der Mann hat, was die Gegenwart betrifft, recht, aber vieles davon ist normal und zeigt keineTendenzen in eine Katastrophe.
Die Zukunftsaussichten sind genau so ein Glaskugelkram, wie alle anderen weittragenden Zukunftsprognosen.

Kein Volk braucht (mehr als) 10 % Mathematiker.
An anderer Stelle wird Überbevölkerung als eine der größten Bedrohungen angesehen, aber die Deutschen nettoreproduzieren zu wenig.
Durchschnittliche Intelligenz? Was ist das denn für ein Parameter?
Der durchschnittliche IQ einer repräsentativen Gruppe (z.B. der Deutschen) ist übrigens immer 100, aber das muss ein oller Finanzer nicht wissen.

Wie auch immer, ich empfehle im Angesicht der Katastrophe, schon mal alles Geld abzuheben, das Grundstück zu befestigen (ggf. Grenzer befragen) und Hamsterkäufe zu machen.

#15 RE: Deutschland wird immer ärmer und dümmer! von SkinnyTrucky 24.08.2010 09:32

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Vielleicht sollte man ne Mauer drumrum bauen, das die Schlauen nich weglaufen und die Dummen nicht reinkönnen.....

Die arbeitslosen kann man ja zur Grenzsicherung rekrutrieren.....

groetjes uit het warme zuiden

Mara

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