#1 Sehr gute Reportage CIA von SFGA 04.07.2010 20:32

Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=AxjAd5aHb78

#2 RE: Sehr gute Reportage CIA von kinski112 04.07.2010 20:42

Ist ja ein gute Sache wenn Du was findest über Geschichte, aber der Film ist schon alt und kam schon etliche male auf Fernsehkanälen.
Mach mal ne schönes Video rein über deine Heimatstadt will die auch mal kennen lernen,natürlich im entsprechenden Thread.
Sören weist du wie man ein Video einbettet in das Forum ? Wenn net lass es dir bitte erklären. Sieht geiler aus wenn das Video gleich zu sehen ist ! Meine persönliche Meinung !

#3 RE: Sehr gute Reportage CIA von Seashellpeter 16.08.2010 18:50

Ich bin heute über 50 Jahre alt und bin im Kalten Krieg aufgewachsen. Wien, meine Heimatstadt, war eine der Drehscheiben zwischen CIA und KGB Mitarbeitern. Ende der 70er Jahre und Anfang der 80er Jahre suchte die CIA Österreicher, welche in die ehemalige CSSR oder in die DDR fahren, um gewisse Dokumente zu überbringen oder um Fotos zu machen. Das war die Zeit des Nato Doppelbeschlusses und der Pershing 2 bzw der SS 20 von den Sowjets. Es gab zu jener Zeit viele Truppenbewegungen und die CIA war sehr daran interessiert, diese Manöver zu observieren bzw. auf Fotos oder Film festzuhalten. Dazu brauchten sie jedoch Österreicher, welche in die ex.Tschechoslowakei einreisen und ihre "Verandten" besuchen. Es gibt viele Österreicher, welche Verwandte in Ungarn oder in der Tschechoslowakei haben. Daher nahm die CIA lieber Österreicher. Daher interessierte mich die CIA schon Ende der 70er Jahre. Der Film ist recht gut, daß meiste davon kannte ich bereits. Über die CIA laß ich auch einige Bücher. Guter Bericht.....

#4 RE: Sehr gute Reportage CIA von GilbertWolzow 17.08.2010 09:00

@ seashellpeter, und die cia hat ihre enttarnten österreichischen agenten dann anschliessend im stich gelassen. darüber gibt es auch ein interessantes buch, was ein österreicher zusammen mit seinem ehem. mfs- vernehmer schrieb.

#5 RE: Sehr gute Reportage CIA von Feliks D. 17.08.2010 09:30

Du meinst sicher Hannes Sieberer.

Sein Fall wurde in diesem Buch behandelt und auch in diesem wird er erwähnt.

#6 RE: Sehr gute Reportage CIA von Gert 17.08.2010 20:18

Zitat von GilbertWolzow
@ seashellpeter, und die cia hat ihre enttarnten österreichischen agenten dann anschliessend im stich gelassen. darüber gibt es auch ein interessantes buch, was ein österreicher zusammen mit seinem ehem. mfs- vernehmer schrieb.




Das mit "dem im Stich lassen" scheint ja nicht nur eine Charakterschwäche der CIA zu sein, wie ich heute hier im Forum lernen konnte.
Das macht auch ein anderer, vergangener Geheimdienst.

#7 RE: Sehr gute Reportage CIA von Feliks D. 17.08.2010 20:30

Zitat von Gert

Zitat von GilbertWolzow
@ seashellpeter, und die cia hat ihre enttarnten österreichischen agenten dann anschliessend im stich gelassen. darüber gibt es auch ein interessantes buch, was ein österreicher zusammen mit seinem ehem. mfs- vernehmer schrieb.




Das mit "dem im Stich lassen" scheint ja nicht nur eine Charakterschwäche der CIA zu sein, wie ich heute hier im Forum lernen konnte.
Das macht auch ein anderer, vergangener Geheimdienst.




Vergangener und darauf kommt es an! Andernfalls wäre Kid immer noch gut versorgt und das ist der entscheidende Unterschied zur CIA.
Wie Kid letztendlich durch gewisse Subjekte veraten wurde, nun zu diesen will ich nur ein Zitat anbringen: "Wir sind nicht gefeit leider, dass auch mal ein Schuft noch unter uns sein kann, wir sind nicht gefeit dagegen, leider. Wenn ich das schon jetzt wüsste, dann..."

Persönlich bedauere ich diesen Verlauf sehr.

#8 RE: Sehr gute Reportage CIA von Seashellpeter 26.09.2010 14:25

@GilbertWolzow @Gert @Feliks........obwohl die CIA nicht immer mit "ehrlichen" Mitteln arbeitet(e), so sagten sie damals sofort einem neuen Mitglied, falls er eventuell verhaftet wird, daß wir ihn wahrscheinlich aus diesem Land nicht herausholen können. Sogar hohe CIA Offiziere mußten damit rechnen, daß ihnen ihre Kollegen oder die USA nicht helfen können, wenn ihnen im Osten etwas passiert. Bei wichtigen Spionen gab es alle paar Jahre einen Austausch, denn auch KGB und andere Ost-Spione wurden in den USA (Westen) verhaftet - dann tauschte man aus. "Wir geben euch 4 von euren Spione, dafür bekommen wir unsere 4 von Euch!"
Eine wichtige Aufgabe, wie bei allen anderen Geheimdiensten ist das Abwerben - man versucht den gegnerischen Geheimagent für seine Seite zu gewinnen, meistens versuchen sie es mit Geld, geheime Informationen von der Gegenseite zu erfahren. (Das ist natürlich Verrat. Relativ viele sowjetische KGB Offiziere, welche den USA Geheimnisse über die UDSSR verrieten, wurden auch oft von einem Doppelagenten (ein CIA Offizier der für die Russen arbeitete) verpfiffen - diese KGB Offiziere wurden sofort in der Lubjanka in Moskau mit einem Schuß in den Hinterkopf hingerichtet. Nur einige wenige KGB Doppelagenten konnten sich noch rechtzeitig in die USA absetzen, bevor man sie enttarnt hätte. Als Anfang der 80er Jahre sehr viele russische Doppelagenten enttarnt und hingerichtet wurden, war das ein Skandal für den KGB und der Chef des KGB hätte es politisch fast nicht überlebt.
Von Hannes Sieberer dem Tiroler habe ich schon gehört, er schrieb Bücher, Berichte, Dokumentationen. Einen Fall von ihm kenne ich nur im Groben, er wurde in der DDR zu 15 Jahren wegen Spionage verurteilt und wurde wenig später ausgetauscht. Hannes Sieberer hatte beim US Informationsdienst eine hohe Priorität . Doch die "Laufburschen" standen nur kurz auf der Gehaltsliste der CIA. Wenn man bedenkt, daß große Drogendealer, Mafiamitglieder, Autragsmörder und andere Kriminelle für die CIA arbeiteten, so ist das unbegreiflich (doch es hatte auch seinen Sinn, wie manche CIA Bosse es eklären). Doch die meisten US Bürger hatten dafür wenig Verständnis, sie befürchteten, daß die CIA das Ansehen der USA in der Welt schädigen.
Besonders brutal trieb es die CIA in der Zeit zwischen 1950-1975. Der US Auslandsgeheimdienst ist direkt dem US Präsidenten unterstellt, daher hielt sich die CIA bis 1975 nicht unbedingt an Gesetze. Nach dem Vietnamkrieg, nach Laos, Chile, Guatemala, Angola usw. flogen die illegalen Machenschaften durch CIA Mitarbeiter und vor allem auch durch einige Journalisten/Kriegsreporter auf. Einer der ersten scharfen Kritiker war Philipp Agee, ein CIA Offizier der Ende der 60er Jahre den Geheimdienst verließ und der Presse bekanntgab, wie brutal es tatsächlich abläuft, auf diese Weise verriet er auch viele seiner Kollegen. Der erste CIA Mitarbeiter der ein kritisches Buch über die Auslandseinsätze schrieb: (Philipp Agee, Buchtitel: "Inside the Company"). Auf jeden Fall trug er und einige bekannte Reporter dazu bei, daß sich die CIA auch an Gesetzte halten solle.
Daher gab es 1975 eine sehr umfangreiche Untersuchung und einige schwere Anklagen gegen viele CIA Offiziere (Church Committee). Die schwersten Anklagen lauteten: Geplante Mordanschläge sowie das Töten von Staatsoberhäupter und ausländischer Politiker, die Mitarbeit von ausländischen Kriminellen, welche weltweit gesucht werden und für den US Geheimdienst arbeiten. Inszinierung politischer Aufstände, falls eine sozialistische Regierung, sogar durch demokratische Wahlen an die Macht kam. Aber auch innenpolitisch hielten sie sich nicht an Gesetze, die CIA laß zum Beispiel die Briefe verschiedener US Bürger, da sie glaubten, daß die Kommunisten hinter der Vietnam Friedensbewegung stehen. (Die Post der US Bürger, ohne ihres Wissens lesen, ist natürlich illegal).
Als die Bürger von all den Anschuldigungen hörten, waren sie natürlich geschockt und die Popularität der CIA im eigenen Land sank immer tiefer. Außerdem mußten sie sich nun an Gesetze halten - worauf US Präsident Ford sehr darauf achtete. Zuvor war Nixon Präsident, mit all seine Skandale, wie Watergate, Kambodscha, Vietnam usw.
Als der Kalte Krieg zu Ende war, wollte man sogar die CIA auflösen - das taten sie nicht. Seit dem 11. September 2001 erhielt die CIA wieder ihre alte Macht von W.Bush zurück. In dieser besonderen Situation, wie W.Bush es bezeichnete, braucht die CIA wieder mehr Handlungsspielraum (Macht um sich über Gesetze hinwegzusetzen) um erfolgreich gegen Terroristen vorgehen zu können, wie W.Bush es erklärte. Leider erfährt man immer viele Jahre später über ihre Machenschaften und Vorgangsweisen. Das schon wieder sehr viele unschuldige Menschen (welche verdächtigt wurden Terroristen zu sein, oder Kontakt zu ihnen gehabt hätten) inhaftiert und gefoltert. Sie bringen diese Verdächtigen mit dem Flugzeug in ein Land, wo Folter nicht unbedingt verboten ist. Natürlich gab es unter dem Druck der Folter erzwungene Geständnisse, welche keinen echten Wert haben. Um die Folter zu beenden, gaben viele der Inhaftierten Terrorpläne zu, die es gar nicht gibt - die US Militärs oder CIA wolte gerne etwas hören um dem Präsidenten, in diesem Fall W.Bush zufrieden zu stellen, damit auch er der Bevölkerung sagen kann: "Wir haben die restlichen Terroristen!" So kam es zu einer willkürlichen Jagd auf "verdächtige" Moslems. Wie zum Beispiel:
4 jungen Burschen die in England zur Welt kamen und aufwuchsen, deren Eltern aus Pakistan stammen - diese 4 Burschen waren zufällig am falschen Ort zur falschen Zeit. - Auf Wunsch ihrer Eltern flogen die 4 Burschen nach Pakistan um Verwandte zu besuchen. Als sie in einer Moschee waren, sagte ihnen der Prediger, die Gläubigen sollten nach Afghanistan fahren und ihnen helfen, da es ihnen schlecht geht. Sie waren gerade an einem Ort, wo die US Armee Gefangene machte. Die verschiedentsten Einheimische wurden verhaftet, unter anderem auch Hirten, Bauern und auch Kinder. Sowie diese 4 Burschen ebenfalls.........es dauerte 4 Jahre "Guantanamo" plus Folter, bis man ihnen glauben schenkte, daß sie tatsächlich unschuldig sind. Sie brauchten alle, damit die Militärs sagen konnten, daß sie Hunderte Terroristen gefangen hätten. Das war der Grund, weshalb sie so lange inhaftiert waren - und niemand wollte ihre Unschuld glauben. Doch diese psychische und physische Qual und die aus der Luft gegriffenen Beschuldigungen machten sie heute zu sehr scharfen Kritikern der USA. Sie waren nicht die einzigen, welche unschuldig über Jahre hinweg inhaftiert waren und gefoltert wurden. Durch diesen War on Terror und durch die Wiedererlangung ihrer unumschränkten Macht durch W.Bush, so sind sie wieder im "Geschäft". Über den KGB bin ich nur teilweise informiert, doch auch der ehemalige sowjetische Auslandsgeheimdienst hatte sich ebenfalls nicht an internationale Gesetze gehalten.
Manche Geheimdienste von kleine Länder, wie der Mossad, der kubanische G2 oder der Geheimdienst des Vatikans sollen sehr kopetent sein. LG Peter

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