Seite 1 von 20
#1 Fragen zur NVA von Fähnrich 06.01.2021 20:12

avatar

Ich gehe mal davon aus, es gab bei der NVA auch Wehrdienstleistende die Familie hatten, also Frau und Kinder, wie wurden diese versorgt während des Wehrdienstes des Ehepartners. Es ist zwar schon lange her, doch ich erinnere mich noch gut daran, dass die Ehefrauen und Kinder von Wehrdiensleistenden, bei der Bundeswehr gut finanziell versorgt waren. Es gab sogar Kanidaten die heirateten, bevor sie ihren Wehrdienst antraten.

Mir ist in vielen Beiträgen aufgefallen, Wehrdienstleistende wurden nicht in einen heimatnahen Standort eingezogen. Für mich macht es absolut keinen Sinn, da der Soldat dadurch von seinem privaten Umfeld total abgeschnitten war. Besonders schwierig stelle ich es mir für verheiratete Soldaten vor. Zudem fördert es nicht gerade die Motivation, sondern bewirkt das Gegenteil.
Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, 50 bis 60 % der Kompanie war heimatnah stationiert, sie fuhren nach Dienstschluß heim und erschienen morgens wieder zum Dienst. Ich selbst gehörte nicht zu der Klientel und am Freitag waren 2 Stunden Autofahrt angesagt, was aber von der Entfernung noch ging. Zudem war am Freitag um 13 Uhr Dienstschluß und gegen 16 Uhr war ich spätestens daheim.

Fähnrich

#2 RE: Fragen zur NVA von 1941ziger 06.01.2021 20:25

avatar

Frage doch mal Google, da steht es sicher mehrfach zu lesen.

#3 RE: Fragen zur NVA von R-363 06.01.2021 20:27

avatar

Zitat von Fähnrich im Beitrag #1
Es ist zwar schon lange her, doch ich erinnere mich noch gut daran, dass die Ehefrauen und Kinder von Wehrdiensleistenden, bei der Bundeswehr gut finanziell versorgt waren.


Grundwehrdienstleistende hatten Anspruch auf Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz (USG). Die genauen Leistungen habe ich aber nicht mehr parat und das USG wurde auch inzwischen komplett überarbeitet.
Verheiratete mit Kindern wurden (zumindest in den 90ern) nicht mehr einberufen

#4 RE: Fragen zur NVA von Hohenstücken7072 06.01.2021 20:51

avatar

Zitat von R-363 im Beitrag #3
...Die genauen Leistungen habe ich aber nicht mehr parat und das USG wurde auch inzwischen komplett überarbeitet...


Ein paar Tage vor Weihnachten 1970 ist ein jung verheirateter Berliner aus meinem Zug Vater geworden...eine Woche nach Ostern im Jahr drauf(1971 war Ostern am 11 April) bekam er genauso wie alle anderen der Kompanie den ersten Urlaub für eine Heimfahrt.

Zitat von R-363 im Beitrag #3
...Verheiratete mit Kindern wurden (zumindest in den 90ern) nicht mehr einberufen


Ging es hier nicht um die NVA?

#5 RE: Fragen zur NVA von russ.snaiper 06.01.2021 20:51

avatar

Nur die Wehrersatzdienstleistenden der BePos wurden in den Bezirken eingezogen , wo sich auch die Kasernen dazu befanden . zB, bei mi , meine Kaserne , die 7.VPB lag in Erfurt da war ich , aus Nordhausen ca.80km , schon der weiteste . Bei der NVA sah das ganz anders aus . Da waren stundenlange Fahrten nach Dienstschluß 17.00Uhr waren keine Seltenheit . Und 25% durften nur in Ausgang oder Urlaub . Ständige Gefechtsbereitschaft hieß das ! Zu den Feiertagen nur 50% !

#6 RE: Fragen zur NVA von Fähnrich 06.01.2021 20:51

avatar

Grundwehrdienstleistende hatten Anspruch auf Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz (USG). Die genauen Leistungen habe ich aber nicht mehr parat und das USG wurde auch inzwischen komplett überarbeitet.
Verheiratete mit Kindern wurden (zumindest in den 90ern) nicht mehr einberufen

StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.


@R-363,
ich schließe aus deiner Antwort, die Frage nicht richtig gelesen, das USG betrifft die Bundeswehr, doch meine Frage bezog sich auf die NVA. Die gab es seit dem 03.10.1990 nicht mehr. Ich war Soldat vom 01.01.1975 bis 31.12.1976.

Fähnrich

#7 RE: Fragen zur NVA von DoreHolm 06.01.2021 20:58

avatar

Meine Frau hatte mit ihrem Ex eine Tochter, als er zum GWD eingezogen wurde. Nicht standortnah. Wimre, hat sie dazu von ca. 250,-M Unterhalt gesprochen, die ihr Mann erhielt. Das klingt nicht allzuviel, aber es war DDR-Zeit Anfang der 80er. Ob er bzw. meine Frau das Geld zusätzlich zum Wehrsold erhielt, weiß ich nicht, nehme aber an, das war der reine Unterstützungsbetrag. Außerdem war meine Frau voll berufstätig, also nicht ganz mittellos.

#8 RE: Fragen zur NVA von R-363 06.01.2021 20:58

avatar

Zitat von Fähnrich im Beitrag #6
ich schließe aus deiner Antwort, die Frage nicht richtig gelesen, das USG betrifft die Bundeswehr,



Doch, deshalb habe ich mich auch NUR auf Deine Aussage zur Bw bezogen. Das betrifft sowohl das USG als auch die Einberufungspraxis für Verheiratete mit Kindern in den 90ern (und auch nur darauf kann ich mich beziehen, die Bw vor 1990 kenne ich aus persönlichem Erleben nämlich nicht).
Wenn ich belastbare Aussagen zur Absicherung der Familien von NVA-Wehrpflichtigen machen könnte, hätte ich sie eingestellt.

#9 RE: Fragen zur NVA von Fähnrich 06.01.2021 21:27

avatar

Meine Frau hatte mit ihrem Ex eine Tochter, als er zum GWD eingezogen wurde. Nicht standortnah. Wimre, hat sie dazu von ca. 250,-M Unterhalt gesprochen, die ihr Mann erhielt. Das klingt nicht allzuviel, aber es war DDR-Zeit Anfang der 80er. Ob er bzw. meine Frau das Geld zusätzlich zum Wehrsold erhielt, weiß ich nicht, nehme aber an, das war der reine Unterstützungsbetrag. Außerdem war meine Frau voll berufstätig, also nicht ganz mittellos.


@DoreHolm,
die Betrag 250,00 M ist natürlich aus der Zeit zu betrachten und zudem war die Frau voll berufstätig. In Westdeutschland waren die Frauen in den 70-er Jahren oft nicht im Beruf, wenn sie verheiratet waren. Man kann davon ausgehen bei deinem Beispiel, wäre die Frau nicht berufstätig gewesen, hätte sie auch einen höheren Betrag als Unterhalt bekommen. Also waren die Versorgungssysteme ähnlich bei verheirateten Wehrdienstleistenden.

Fähnrich

#10 RE: Fragen zur NVA von Fähnrich 06.01.2021 21:40

avatar

Ein paar Tage vor Weihnachten 1970 ist ein jung verheirateter Berliner aus meinem Zug Vater geworden...eine Woche nach Ostern im Jahr drauf(1971 war Ostern am 11 April) bekam er genauso wie alle anderen der Kompanie den ersten Urlaub für eine Heimfahrt.


@Hohenstücken 7072,
also vier Monate nach der Geburt sieht der Vater zum ersten Mal sein Kind, kann nach meiner Ansicht doch nicht richtig sein. Für mich verstärkt sich da wieder meine Meinung, bezogen auf das System im Ganzen, zwischen Anspruch und Wirklichkeit lagen Lichtjahre.

Fähnrich

#11 RE: Fragen zur NVA von marc 06.01.2021 21:52

avatar

Gabs da nicht eigentlich Sonderurlaub?

Urlaubsanspruch, Dienstvorschrift am Ende des Beitrages

#12 RE: Fragen zur NVA von Hohenstücken7072 06.01.2021 21:57

avatar

Zitat von Fähnrich im Beitrag #10
...@Hohenstücken 7072,
also vier Monate nach der Geburt sieht der Vater zum ersten Mal sein Kind, kann nach meiner Ansicht doch nicht richtig sein. Für mich verstärkt sich da wieder meine Meinung, bezogen auf das System im Ganzen, zwischen Anspruch und Wirklichkeit lagen Lichtjahre.

Fähnrich


Nun ich weiß ja mittlerweile oder auch schon seit 30 Jahren, dass Bundis besser wissen, wie Ostdeutsche gelebt und auch gearbeitet haben aber unterstelle mir bitte als Westdeutscher keine Lüge oder wisse prinzipell besser, was in der damaligen 1. Kompanie des MSR-3 der NVA vom Herbst 1970 bis Frühjahr1972 abging. Willst Du dazu den Namen, sein Foto und notfalls eine Zeugenaussage...kein Problem.

Schom ziemlich unverfroren deine Anmerkung.

Nachtrag: ...oder hab ich jetzt alles missverstanden?

#13 RE: Fragen zur NVA von Hanum83 06.01.2021 22:11

avatar

Als ich los musste war mein Sohn 10 Monate alt, so weit ich mich erinnere gab es keine Unterstützung.

#14 RE: Fragen zur NVA von Fähnrich 06.01.2021 22:12

avatar

Nun ich weiß ja mittlerweile oder auch schon seit 30 Jahren, dass Bundis besser wissen, wie Ostdeutsche gelebt und auch gearbeitet haben aber unterstelle mir bitte als Westdeutscher keine Lüge oder wisse prinzipell besser, was in der damaligen 1. Kompanie des MSR-3 der NVA vom Herbst 1970 bis Frühjahr1972 abging. Willst Du dazu den Namen, sein Foto und notfalls eine Zeugenaussage...kein Problem.

Schom ziemlich unverfroren deine Anmerkung.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


@Hohenstücken 7072,
meine Anmerkung ist nicht unverfroren, sondern ganz einfach meine Meinung zu deinem Beitrag. Zudem habe ich dir keine Lüge unterstellt. Für mich ist es auch weiterhin nicht normal, dass ein Vater erst 4 Monate nach der Geburt sein Kind sieht. Was Anspruch und Wirklichkeit angeht, kann man natürlich verschiedener Meinung sein und bei mir ist es so, dass der Anspruch der Wirklichkeit entsprechen sollte.

Fähnrich

#15 RE: Fragen zur NVA von Hohenstücken7072 06.01.2021 22:17

avatar

Ich glaube mittlerweile, wir beide reden irgendwie aneinander vorbei. Erkläre doch bitte mal genau, was Du "..Was Anspruch und Wirklichkeit angeht, kann man natürlich verschiedener Meinung sein und bei mir ist es so, dass der Anspruch der Wirklichkeit entsprechen sollte." damit konkret bezüglich meines Eingangkommentares eigentlich meinst?

Xobor Ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz