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#166 RE: GSG 55 von R-363 12.12.2020 12:49

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Zitat von DoreHolm im Beitrag #165
War bisher auch m.W. kein Tghema hier im Forum


Doch. Gib mal „Buran“ in die Suche ein.

#167 RE: GSG 55 von Mike59 12.12.2020 12:54

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Zitat von R-363 im Beitrag #166
Zitat von DoreHolm im Beitrag #165
War bisher auch m.W. kein Tghema hier im Forum


Doch. Gib mal „Buran“ in die Suche ein.


GK Vitzeroda hatte so was - wir waren neidisch. Aber wir waren ja auch eine "Flachland" GK. Gab es in "hohen" Rhön öfter.

#168 RE: GSG 55 von berlin3321 12.12.2020 13:22

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Doch. Buran hießen die wohl? Gab es im Harz, meine ich.

Störungsanfälliger Motor? Deshalb nur kurze Einsatzzeit?

MfG Berlin

#169 RE: GSG 55 von 12.12.2020 14:58

Ergänzend zu #167 von @Mike 59 ist bau sagen, dass die GK Vitzeroda ja die 12.GK im III.GB des GR-1 war , da hatten wir genau diese Motorschlitten Buran . In Treffurt, wir waren in der gleichen nZeit die 4.GK im I.GB des GR-1 hatten wir 4 Stück dieser Motorschlitten. Dazu gab es aber nur 1 Anhänger, das Ding sah aus wie eine Plastebadewanne mit plattem Boden auf Flachkufen.
Also Motoranfälligkeit ist mir nicht in Erinnerung, aber es gab einen jungen GAK mit Typenberechtigung dafür, der innerhalb einer Woche für 2 Ausfälle je eines anderen Buran wegen seiner Fahrweise gesorgt hatte. Soweit ich mich erinnere, war der Schwachpunkt ein Zahnriemen der die Kraftübertragung zu gewährleisten hatte. Wenn der Schlitten permanent "geheizt" (also volles Roooahr ) gefahren wurde, wurde das Teil sehr warm und der Verschleiß passierte schnell.
Vom Motor her kann ich nicht klagen. In einem sehr harten und plötzlichen Winter hat ein GAK mit Buran und Anhänger die KC der Kompanien Grußburschla, Major Eberhard T. , den KC von IFTA, Major Volker L. und mich als KC von Treffurt von der Dienstbesprechung in Hildebrandshausen (Stab I.GB) abgeholt und zu den Kompanien zurückgebracht. Da ging auf den Straßen nichts mehr.
Da gibt es auch noch eine andere lustige Episode dazu, aber gerne später.

#170 RE: GSG 55 von berlin3321 12.12.2020 15:26

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Berndk5, Motor war mit Fragezeichen. Zahnriemen? Kann ich micht dran erinnern dazu etwas gelesen zu haben.

Aber Einsatz war bei euch wie lange?

MfG Berlin

Edit: Nachgelesen...gab wohl zwiespältige Erfahrungen. Einige Kompanien die den Buran fast nicht nutzten. Dann umgebaute auf Trabimotor.

Kerzen wurden als Problem geschildert. 1 Kerze verölt. Z. T. Umbau auf kurze Kerzen.mit anderem Wärmewert. Zurück bauen bei Schichtende vergessen, Ansch**s folgte...

#171 RE: GSG 55 von 12.12.2020 16:03

Die Dauer des Einsatzes kann ich nicht mehr exakt benennen. Es war wohl mit dieser Fahrt im zweiten Jahr, dass wir die Motorschlitten hatten. Es war auch garantiert Mitte der 1980-er Jahre, denn der KC von Ifta, Mj. L. hatte ja an der Dienstbesprechung im I.GB teilgenommen. Von 1981-1983 als ich KC in Schnellemannshausen, in der damaligen 5.GK war, zählten wir, dazu Großburschla 6.GK, Ifta 7.GK und Neuenhof 8.GK noch zum II.GB/GR-1 .
Zur Schmunzelepisode: (Beweise könnte man im Zeitungsarchiv der Zeitung "Das Volk" , damalige Bezirkszeitung der SED, garantiert finden.)
Die schon geschilderte Dienstbesprechung begann vor einem erbärmlichen Schneesturm gegen 13 Uhr, gegen 14 Uhr ging der Sturm los, Ende war wohl ca. 16 Uhr , als für Autos schon Alles zu spät war. Zurück in Treffurt war ich ca. 19 Uhr, völlig durchgefroren (nur Stabsdienstuniform + Mantel) .
Mein damaliger Stellvertreter der STKC Burghard B. hatte in der Nascht einen Anruf von der Bürgermeisterin Johanna Scha.... , dass Sie für das (damalige) Alten- und Pflegeheim im Ortsteil Schierschwende dringen Hilfe benötigte, weil der in Treffurt wohnende Koch , seine Arbeitsstelle nicht mehr erreichen konnte und deshalb ab dem Frühstück die Versorgung im Pflegeheim in Gefahr ist.
Mein STKC hat dann kurz entschlossen ohne irgend jemanden erst zu fragen, also ohne Genehmigung des Stabes den Motorschlitten samt Koch zum Pflegeheim geschickt.
Wie es so damals üblich war, musste natürlich in der Bezirkszeitung der SEDS von den Heldentaten an der "Schneesturmfront" berichtet werden.
Dazu lobte die Bürgermeisterin dann natürlich mit großen Worten und ganz herzlich den Einsatz der Treffurter Grenzompanie.
Ungünstig für mich war nur, dass das der damalige Regimentskommandeur, Ost. Hartung (schon verstorben) auch in seiner morgendlichen Zeitungsschau las.
Ein Anschiss allererster Güte per Telefon war das allererste, was ich dazu erfuhr. Mein Stellvertreter Hauptmann "BuBu" hatte auch "vergessen" mich zu informieren. Nasch einem persönlichen Telefonat mit Johanna Sch. hatte sie dann das Problem der für mich vorgesehenen Bestrafung schon über ihre "Drähte" zur SED-Kreisleitung geklärt.
Als ich nach 2 Tagen und wieder halbwegs freien Straßen zum Rapport beim Regimentskommandeur erschien, sagte er mir ganz deutlich dass er nur auf Hinweis der Kreisleitung von einer Bestrafung absehen würde.
Man hatte ja so etwas (ohne Genehmigung des Regimentskommandeurs) immer als "verantwortungslose Gefährdung" betitelt, da der Versicherungsschutz nicht gewährleistet gewesen wäre. Heute weiß ich, das das nicht stimmt.
Es ging viel mehr darum, dass man Angst vor Eigenmächtigkeiten schüren wollte, und Petzer gab es ja genug.

Nachsatz: Ich denke, wir hatten die Motorschlitten Buran ca. drei Jahre lang im Winter, danach waren auch nicht mehr so große Schneehöhen zu verzeichnen. Es könnte von1983 - 1986 oder jeweils ein Jahr später gewesen sein.
Hallo @berlin 3321 , den Umbau auf Trabbi-Motor kann ich kaum glauben, wir haben jau kaum mal einen Ersatzmotor für den Trabant-Kübel auf der GK bekommen. Klar, gab es die- aber das dauerte und dauerte. Manchmal Monate!
Wer sollte so einen Umbau machen, wer hätte das genehmigen sollen? Wäre höchstens als "Neuererprojekt" in einer Regimentswerkstatt denkbar gewesen.
In der Masse von wenigstens (gefühlt) 100 Motorschlitten in einem Grenzkommando wäre so etwas aus dem Kontingent überhaupt nicht realisierbar gewesen, planbar schon gar nicht. Das ist jedoch nur eine. persönliche Meinung, auf der Grundlage der erlebten Realität. Das soll nicht heißen, dass es generell unmöglich wäre! Nur so zum Verständnis und um Legenden etwas Sachliches entgegenzusetzen.

#172 RE: GSG 55 von Thunderhorse 12.12.2020 16:22

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O.T.:

Die Schneemobile Buran kamen in Teilbereichen (nicht jede GK hatte diese Teile) bis zum Winter 1989 zum Einsatz.

#173 RE: GSG 55 von berlin3321 13.12.2020 09:11

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Berndtk5, wie, wo und was umgebaut wurde, keine Ahnung. Ich bin nur beim Querlesen drauf gestoßen.

Naja, Bastler gab's ja jede Menge im Osten...geschuldet der Mangelwirtschaft.

Ist jetzt O.T. Ich habe im Gedächtnis das der Mulicar Cunewaldmotor auch umgepfriemelt wurde und im Wolga oder Moskowitsch steckte.

MfG Berlin

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