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#1 Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Rudi66 24.11.2020 10:45

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Der Berliner Althistoriker Alexander Demandt schreibt eine Weltgeschichte der Grenze: "Gute Zäune machen gute Nachbarn"

#2 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Sperrbrecher 24.11.2020 12:16

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Lass deinen Nachbar in Frieden, so ist dir Ruhe im eigenen Haus beschieden. Liebe deinen Nachbarn,
reiß aber den Zaun nicht ein. Man kann nicht länger Frieden halten, als der Nachbar will.

so steht es schon im Talmud

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

altes deutsches Sprichwort

#3 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von BRB 24.11.2020 12:22

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Liebet Eure Nachbarn aber achtet die Zäune !
sagt man in Skandinavien.

#4 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Hanum83 24.11.2020 15:11

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Meine Nachbarn und wir haben Zäune weggelassen, ist irgendwie schöner.

#5 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von buschgespenst 24.11.2020 15:53

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Zitat von Hanum83 im Beitrag #4
Meine Nachbarn und wir haben Zäune weggelassen, ist irgendwie schöner.


Ich glaube mal hier geht es nicht unbedingt um Gartenzäune...mehr um das Große und Ganze, eben das universale....

#6 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von birx20 24.11.2020 15:57

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Hier geht es um die ganz grossen Zäune und Mauern.
Am höchsten und dicksten sind leider die Mauern und Zäune in den Köpfen vieler Menschen.

#7 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Leisterförde 24.11.2020 18:19

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Als wir 1985 unser Grundstück kauften,war keinerlei Umzäunung vorhanden.Neugierige Nachbarn latschten ungefragt auf unser Anwesen umher,als wäre es eine öffentliche Fläche.Die erste Amtshandlung meinerseits war die Errichtung eines Zaunes und eines Tores mit Schloß.Eine Hausklingel gehörte auch dazu.Die lieben Nachbarn gewöhnten sich nur mißmutig an mei Bollwerk.Heute ist der Zaun auch bei meinen Nachbarn Standard,ohne irgendwelche Probleme.

#8 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Lutze 24.11.2020 18:38

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Eine Hecke reicht auch
Lutze

#9 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Mike59 24.11.2020 18:57

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Wir haben um unserem Grundstück keinen Zaun.
Hab gedacht, 10 Jahre lang an so einem scheiß Zaun rumgehangen, da brauche ich so was daheim nicht auch noch. Dann haben ich festgestellt, dass die nervigen Nachbarskinder auf unserem Grundstück die Pflanzen u.a. zerlatschen - da habe ich an den betroffenen Stellen ein paar vogelfreundliche Hecken (Rotdorn) gepflanzt. Jetzt haben die Piepmätze im Winter was zu fressen, die Wänster bleiben uns fern und kein Stress mit dem Nachbarn.
Eine win - win Situation würde ich sagen.

#10 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von DoreHolm 24.11.2020 22:01

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Direkte Nachbarn habe ich nur einen. Es ist ein Eckgrundstück an einer Außenseite einer Linkskurve. Vom zweiten Nachbarn bin ich getrennt durch einen öffentlichen Weg, der an der gemeinsamen Grundstücksgrenze im Nichts endet und in einen Trampelpfad übergeht ("Hundeweg"). Zwei mögliche andere Nachbarn sind einmal eine Heuwiese eines Landwirtes, zum Anderen städtisches Brachland. Zum direkten Nachbarn haben wir eine Kirschlorbeerhecke gepflanzt, die wir auf etwa 1,50 m halten. Der Kontakt ist gut. Zum öffentlichen Weg ist eine Hecke aus Serbischer Fichte gepflanzt und zum städtischen Brachland dichte Brombeerhecke am Zaun und dann noch mal in einigen Metern Abstand eine von der Stadt gepflanzte ca. 4 m tiefe Hecke hauptsächlich aus Schlehen und Wildrosen entlang eines Wasserauffanggraben. Also mit Nachbarn brauche ich wohl keinen Streit zu befürchten.
Nichtsdestotrotz sollte auch bei momentan bester Nachbarschaft Wert auf eine deutliche Abgrenzung gelegt werden. Mit den Nachbarn hat man zumeist Jahrzehntelang zu tun und man weiß nie, wie sich die Beziehungen entwickeln, auch wenn andere Nachbarn dort einziehen.

#11 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Rudi66 24.11.2020 22:11

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Dem Historiker ging es eher um die Grenzen (zwischen Staaten).

#12 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Hackel39 25.11.2020 06:00

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Das was die Außengrenzen der DDR sinnvoller und sicherer machten, waren die Innengrenzen durchlässiger und somit kaum wahrnehmbar.
Unvorstellbar, daß der Bezirk Halle 1988 hätte bestimmen können, daß der Nahverkehrszug nur noch bis Wallhausen fährt, weil der Bezirk Erfurt keinen Zug nach Nordhausen haben wollte, genau das ist heute aber Alltag, eben daß Züge in Nestern wie Bonn Mehlem oder Eilsleben enden, weil das Nachbarbundesland innerhalb der BRD keinen Zug bis Koblenz bzw. Braunschweig haben wollte, obwohl Fahrgäste Anschlußbedarf haben würden, eben weil es benachbarte Großstädte sind.
Unvorstellbar auch, daß die Schule im Bezirk Dresden den Satz des Pythagoras in der 6. und die Schulen im Bezirk Rostock erst in der 7. Klasse im Lernstoff hatte, weil die zuständigen Bildungsfürsten jeweils hinter einer Mauer lebten.
Unvorstellbar auch, daß das Kind vom Postboten nicht an der Klassenfahrt nach Polen teilnehmen konnte, wohl aber das Kind vom Lehrer, weil eine nicht durch einen Leistungsbezug gedeckte und somit ungerechtfertigte Einkommensmauer deren Eltern trennte.
Unvorstellbar auch, daß in der Unstrut der DDR eine Fischart zwei unterschiedliche Mindestmaße hatten, die über Leben und Tod vom Hecht entscheiden würden.
Die Mauer zwischen Thüringen und Sachsen- Anhalt bei Memleben konnte Leben retten, die zwischen den damaligen Bezirken aber nicht, je nachdem wo der Hecht sein Revier hatte.
Momentan entscheidet auch im bettelarmen Äthiopien ob eine neue Grenze aus Blut gezogen werden soll, weil irgendwelche Neger- Separatisten ihr eigenes Revier haben wollen, die gerade erst stabilisierten Nachbarn (hier: Sudan) mit ins Elend stürzen ohne, daß mehr als vielleicht 100 Einwohner etwas von diesem sinnlosen Blutvergießen haben.
Wie man sieht, bieten Grenzen großen Interpretationsspielraum und es ist beeindruckend, womit sich Buchautoren so beschäftigen.
Aber gut- möge der Schöngeist den Alltag bestimmen, während anderswo händeringend Personal in der Wertschöpfungskette gesucht wird, möge jeder seinen Traum und sein Mitteilungsbedürfnis ausleben, sich dann aber bitte nicht wundern, wenn er acht Wochen auf den Klempner warten muß wenn der Wasserhahn tropft....da ist sie wieder, die Grenze in Hackels Kopf.

#13 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von 94 25.11.2020 18:15

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Nicht ganz sicher, aber der Phytagoras war auch auch in der DDR erst in der 8. dran?

#14 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Fall 80 25.11.2020 18:25

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Man muss ja Grenzen zwischen den Staaten nicht spurlos beseitigen, aber sie sollten eben auch verbinden und nicht nur trennen.

Gutes Beispiel ist doch die Grenze zum ehemaligen Erzfeind Frankreich, welche ja nun schon viele Jahre fast nur noch symbolischen Charakter hat.

Urlaubsreisen, Schüleraustausch, Familienbande und Berufspendler zeugen doch von gegenseitiger Verständigung zum Nutzen beider Völker.

Uli

#15 RE: Die universale Bedeutung von Abgrenzungen von Freienhagener 25.11.2020 18:30

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Die Grenzen in Europa sind ja nicht dicht.

Und die Nachbarschaft zu Frankreich ist in Sachen Kriminalität anders als die zu Polen.
Obwohl inzwischen der Islamismus auch zu Franreich Kontrollen sinnvoll macht.

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