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#1 Historische Grenzen von TOMMI 15.06.2015 17:10

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Hallo Leute, ich starte hiermit den Versuch, ein neues Thema zu eröffnen.
Wenn wir von "Innerdeutscher Grenze" reden, dann meinen wir fast ausschließlich jene, die von 1949 bis 1990
existierte. Dabei vergessen wir oft, dass es bis 1871 viele dieser innerdeutschen Grenzen gab, meistens zwischen verschiedenen
deutschen Kleinstaaten (auch besonders hier bei uns in Thürinegn sehr oft) oder wegen der Dominanz Preußens eben Grenzen
zwischen Kleinstaaten und Preußen. Wir erkennen sie noch an historischen Grenzsteinen, an Wasserläufen, Feldrändern, Wegen, etc.
Ich beginne hier mit den Zeugen einer ehemaligen Grenze, wie sie am Inselsberg im Thüringer Wald vorzufinden ist.

Hier sehen wir einen Grenzstein, welcher 1845 gesetzt wurde. Er markiert die Grenze zwischen Kur-Hessen und dem Herzogtum
Sachsen-Coburg-Gotha. Auf der Ostseite sehen wir die Jahreszahl, auf der Südseite die Markierung "KH" -> Kur-Hessen, auf der Nordseite
"SG" -> Sachsen - (Coburg)- Gotha und auf der Westseite ist eine laufende Nummer zu sehen (hier nicht abgebildet).
Das zu Kur-Hessen gehörige Gebiet war eine Exklave, die sogenannte Herrschaft Schmnalkalden, inmitten mehrerer thüringischer Kleinstaaten.
Nach dem deutschen Bruderkrieg 1866 kamen Teile Hessens zu Preußen, die vormals zu Kur-Hessen gehörige Herrschaft Schmalkalden war dann
der Kreis Schmalkalden der preußischen Provinz Hessen-Nassau.
Zu DDR-Zeiten war diese Grenze Bezirksgrenze der Bezirke Erfurt und Suhl, heute ist es eine Kreisgrenze zwischen den Kreisen Gotha und Schmalkalden/Meiningen.

Dies ist ein 1866 neu gestzter preußischer Grenzstein, unter der Bezeichnung "Grenzadler" an mehreren Stellen im Thüringer Wald zu sehen.

#2 RE: Historische Grenzen von maxhelmut 15.06.2015 17:47

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@TOMMI

hier zwei Bilder GR3,1.Bat., 3Abschnitt an der FÜST
von Ostern 2014




#3 RE: Historische Grenzen von mibau83 15.06.2015 18:41

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auf heute bayerischer seite der brandenburger adler (früher markgrafschaft brandenburg-bayreuth), auf thüringer seite das sächsische rautenwappen (früher sachsen coburg-saalfeld, danach sachsen-meiningen).






#4 RE: Historische Grenzen von schulzi 15.06.2015 19:05

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@TOMMI bitte weiter machen und @maxhelmut eine Frage ist der grosse Salzberg auf den Foto schon Philippstal oder noch Unterbreizbach.Den in U-bach hab ich das Wochenende bei einer kleinen Exkursion mit meinen Cosoin keinen gesehen und Mirko meinte der große wär schon Philippstal

#5 RE: Historische Grenzen von mibau83 15.06.2015 19:23

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dreiherrnstein im abschnitt der gk ummerstadt (gr 9 meiningen).

hsm=herzogtum sachsen-meiningen
kb= königreich bayern
hsc= herzogtum sachsen-coburg





#6 RE: Historische Grenzen von maxhelmut 15.06.2015 19:34

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Zitat von schulzi im Beitrag #4
@TOMMI bitte weiter machen und @maxhelmut eine Frage ist der grosse Salzberg auf den Foto schon Philippstal oder noch Unterbreizbach.Den in U-bach hab ich das Wochenende bei einer kleinen Exkursion mit meinen Cosoin keinen gesehen und Mirko meinte der große wär schon Philippstal


@schulzi

nö der Große Monti liegt nördlicher bei Heringen siehe Bild



#7 RE: Historische Grenzen von schulzi 15.06.2015 19:39

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Zitat von maxhelmut im Beitrag #6
Zitat von schulzi im Beitrag #4
@TOMMI bitte weiter machen und @maxhelmut eine Frage ist der grosse Salzberg auf den Foto schon Philippstal oder noch Unterbreizbach.Den in U-bach hab ich das Wochenende bei einer kleinen Exkursion mit meinen Cosoin keinen gesehen und Mirko meinte der große wär schon Philippstal


@schulzi

nö der Große Monti liegt nördlicher bei Heringen siehe Bild





Danke für die schnelle Antwort

#8 RE: Historische Grenzen von mibau83 15.06.2015 19:42

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dreiherrnstein im abschnitt der gk stedtlingen (gr 3 dermbach).

kb->königreich bayern,sm->sachsen-meiningen, nicht zu sehen gsw->großherzogtum sachsen-weimar-eisenach,später auch nur noch großherzogtum sachsen genannt.



#9 RE: Historische Grenzen von Lutze 15.06.2015 19:46

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Ob solche Grenzsteine auch mal illegal versetzt wurden?
wurde sowas überhaupt kontrolliert,das die Steine immer an der richtigen
Stelle stehen?
Lutze

#10 RE: Historische Grenzen von maxhelmut 15.06.2015 20:14

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http://www.suehnekreuz.de/thueringen/vitzeroda.htm

#11 RE: Historische Grenzen von mibau83 15.06.2015 20:33

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dreiherrnstein im abschnitt der gk großburschla (gr 1 mühlhausen) in der nähe des heldrasteins.

kp reg.b cassel-> königreich preußen regierungsbezirk kassel, vormals kurfürstentum hessen.

gs bzw. swe-> großherzogtum sachsen bzw. sachsen-weimar-eisenach.

kp n-> königreich preußen provinz sachsen, regierungsbezirk erfurt.





#12 RE: Historische Grenzen von mibau83 15.06.2015 21:01

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historischer grenzstein an der ehem. grenzübergangsstelle meiningen-mellrichstadt.



historischer grenzstein an der ehem. grenzübergangsstelle eisfeld-rottenbach.



#13 RE: Historische Grenzen von mibau83 18.06.2015 18:09

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zentstein zwischen rotheul (thüringen) und burggrub-mostholz (bayern).

ostseite ist hier bayern und westseite thüringen.





#14 RE: Historische Grenzen von mibau83 19.06.2015 19:15

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südlich von milz in südthüringen (lkr.hildburghausen) findet man einen geleitstein.mit sachsen ist hier nicht das heutige sachsen gemeint, sondern die territorien der ernestinischen wettiner in thüringen.

#15 RE: Historische Grenzen von mibau83 21.06.2015 22:39

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Zitat von TOMMI im Beitrag #1
Hallo Leute, ich starte hiermit den Versuch, ein neues Thema zu eröffnen.
Wenn wir von "Innerdeutscher Grenze" reden, dann meinen wir fast ausschließlich jene, die von 1949 bis 1990
existierte. Dabei vergessen wir oft, dass es bis 1871 viele dieser innerdeutschen Grenzen gab, meistens zwischen verschiedenen
deutschen Kleinstaaten (auch besonders hier bei uns in Thürinegn sehr oft) oder wegen der Dominanz Preußens eben Grenzen
zwischen Kleinstaaten und Preußen. Wir erkennen sie noch an historischen Grenzsteinen, an Wasserläufen, Feldrändern, Wegen, etc.



diese innerdeutschen grenzen gab es auch noch nach 1871. nach der reichsgründung wurden diese zu grenzen von bundestaaten, vergleichbar mit den heutigen bundesländern,die bis 1918 bestand hatten.
in thüringen gab es nach der letzten erbteilung der ernestinischen wettiner 1826 (aussterben der linie sachsen gotha-altenburg),

das großherzogtum sachsen weimar-eisenach,
das herzogtum sachsen-meiningen,
das herzogtum sachsen coburg-gotha,
das herzogtum sachsen-altenburg,
das fürstentum schwarzburg-rudolstadt,
das fürstentum schwarzburg-sondershausen,
das fürstentum reuß ältere linie (greiz),
das fürstentum reuß jüngere linie (gera).

außerdem gebiete des königreiches preußen,provinz sachsen,u.a.das eichsfeld,erfurt,mühlhausen,nordhausen,suhl/schleusingen und ziegenrück,
sowie gebiete des königreiches preußen, provinz hessen-nassau (schmalkalden).

es gibt aber auch noch viele grenzsteine aus der zeit vor 1826.

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