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#265 Grenzzwischenfall bei Mustin (1976) von Krelle 29.03.2015 17:42

Am 24.7.1976 wurde der Bundesbürger Willi B. (vollständiger Name wurde damals in der Presse bekannt gegeben, ich will hier trotzdem von der Nennung absehen) nordöstlich Mustin durch DDR-Grenzsoldaten angeschossen und schwer verletzt.
Gibt es hier im Forum jemanden, der seitens der Grenztruppen Zeuge dieses "Zwischenfalls" war? Siehe auch
g895p14444-Grenzzwischenfall-im-Jahr.html

#266 RE: Grenzzwischenfall bei Mustin (1976) von 20.01.2017 10:52

Jo.

Irgendwo hatte ich mit Kalupke drüber geschrieben. Mich mit Vierkrug pers. unterhalten, sein Bruder war (vermutlich) in LULU beim MfS. Der hat das bestätigt.

An weitere Info´s diesbezüglich ist im Augenblick nicht zu denken, die 2 haben ein pers. Problem miteinander.

Ich habe diese Info (da gab´s ´n Tunnel) aus meiner Verwandtschaft die in Schwanheide wohnt, war so 90. Heute wollen die davon nichts mehr wissen. Und damals hat´s mich nicht interessiert.

Larissa sollte da geschleust werden (in den Osten), schrieb sie.

MfG Berlin

#267 RE: Grenzzwischenfall bei Mustin (1976) von Rothaut 20.01.2017 21:32

Zitat von berlin3321 im Beitrag #59
@ Rothaut: War Dein Vater auch für die Ecke Schwanheide/ Piperkaten verantwortlich? Da soll´s auch ´nen Tunnel gegeben haben.

MfG Berlin


Er kann nur für das GR6 sprechen...und dort gab es nur 2 Tunnel....B208 und im Bereich Schwedenschanze.
Wenn ein Tunnel dort..dann Verantwortungsbereich GR8.

MFG

#268 RE: Grenzzwischenfall bei Mustin (1976) von 21.01.2017 07:22

Danke Rothaut.

MfG Berlin

#269 RE: Grenzzwischenfall bei Mustin (1976) von Ratze 11.12.2018 16:31

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Moin
Ich habe heute meine Unterlagen aus Görslow bekommen. Auf Bild 1 sieht man das "Vorgelagerte". Ganz links die letzten Linden vor der Grenze und damit den Grenzverlauf. Grenzsäule 132 und die Einzeichnungen vom östliches Punkt des B. über die Blutspuren bis zum Festnahmeort. Weit hätte er es bis zuer Grenze jedenfalls nicht mehr gehabt.
Bild 2, vermutlich aus dem BT 11 (FP) der 7. Kp gefertigt und das untere Bild zeigt am Pfeil (weißer Punkt) die Beschädigung des GZ I durch ein Geschoss der AGT von der Feldstellung an der Straße. Auf der Kartenskizze sieht man die Postenstellung POP 70 an der Straße, den POIP 71, den BT 11 (FP). B. lag dann ca. 19,70 m (wenn ich dies richjtig gelesen habe) ostwärts den Grenze zwischen den Grenzsäulen 132 und 133 ab.
Quelle: MfS HA I Nr. 16378 Teil 2 von 3

[[File:Bubbers_Foto.pdf]][[File:Bubbers_Foto_2.pdf]][[File:Bubbers_Karte.pdf]]

#270 RE: Grenzzwischenfall bei Mustin (1976) von Ratze 27.05.2021 16:37

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Durch den ehemaligen User B 208 wurde ich auf die Seite www.DDR--im-Blick.de aufmerksam gemacht
Dort ist unter dem Link
https://www.ddr-im-blick.de/jahrgaenge/j...-willi-bubbers/
dargestellt, was die Staatsicherheit dokumentiert hat.
Neu ist dabei, dass Bubbers drei Treffer aufwies. Ein Hinweis auf weiter Schützen fehlt, es wird nur von 2 Soldaten der Kontrollstreife gesprochen, im Buch von Frau Dr. Pingel "Ihr könnt doch nicht auf mich schießen" auf S 53 ist wie im o.a. Bericht von 66 Schuss die Rede. Da muss einer der beiden Posten das Magazin gewechselt haben oder die anderen Angaben, die u.a. im Landesarchiv Schleswig lagern, stimmen, dass auch vom Turm und/oder von dem Bergungstrupp noch Schüsse abgegeben wurden.
Leider fehlt der ganze Sachverhalt zur Bergung des Verletzten.
Es ist aber interessant, die Aussagen der Kripo RZ/Lübeck, der "Forscherin" und dieser Internetseite zu lesen

#271 RE: Grenzzwischenfall bei Mustin (1976) von 27.05.2021 19:32

Hallo Ratze, unter DDR-Im-blick findest Du i.d.R. nur die Erstmeldung aus den Dokumenten.
Ausführliche Berichte sind dort nicht zu finden.

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