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#1 Hunde an der Grenze - alle!! von gak_dirk 02.08.2009 08:01

Hallo Grenzer und GV´s,

Welche Hunderassen waren denn nun alle im Einsatz!

Ich meine jetzt nicht nur die Diensthunde der Posten,
sondern vielmehr auch die Hunde in den Laufanlagen!

Ich habe zum Beispiel Kaukasische Hirtenhunde (Owtscharkas) an den Laufleinen gesehen!

Und nachdem ich nach der Wende einen dieser Rasse bekommen habe,
bewacht diese Rasse jetzt meinen privaten Grenzabschnitt! (Haus und Grundstück)
Und ich brauche keinen K6 harken!! Den pflügen die beiden http://kaukasen.dk-lobbe.de um!

gak_dirk

#2 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von trafo 02.08.2009 10:17


Hallo,

bei uns in Ecklingerode gab es auch Hundetrassen in schwer zugänglichen Geländeabschnitten!
Da ich als Funker in der Sicherstellung gedient habe, waren auch die Leute mit auf meiner Bude, welche diese Hunde versorgen mussten.Ich habe da ab und zu auch mal das Futter mit dem Gas 69 ausgefahren.
Es gab bei uns eine sogenannte Hundeküche (Eine Baracke und zwei Dämpfer) in denen das Fleich gekocht wurde.
Ich erinnere mich noch gut, wir hatten einen Kameraden der da nicht sehr "Reinlich" war, der stank wie die Pest ! Aber eine B3 Behandlung hat Abhilfe geschaffen.
In unserer Kompanie waren vorangig Schäferhunde und deren Mischlingsrassen in den Trassen, Riesenschnautzer, Rotweiler und Foxterrier waren den Hundeführern zugeteilt, die waren neben der H.Küche in einem Zwinger.
Ich werde nie vergessen was das für arme Schweine in den Trassen waren, 3 mal Futter in der Woche, kaum Kontakt außer mit uns Grenzern und die haben sich bei jeder Gelegenheit auf ein zusätzliches Postenbrot und ne Streicheleinheit gefreut.Ich kann mir nicht vorstellen das so eine arme Sau, bestialich einen Grenzverletzer zerissen hätte im Gegenteil der kam Schwanzwedelnd und freute sich riesig.
Anders sah es bei den Hundeführern aus, da waren schon extreme Diensthunde vorhanden die nur auf ihren Hundeführer abgestimmt waren. Einmal ist ein Riesenschnautzer aus dem Zwinger abgehauen und hat vorm GVD auf seinen Hundeführer gewartet, glaub mir, es waren 2 Stunden bis zum Eintreffen des HF und in der Kompanie gabs keine Bewegung mehr.

Also alles Klar ?

Gruß Trafo

#3 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Mike59 02.08.2009 13:28

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Servus,
endlich mal wieder ein Thema wo ich meinen Senf dazu geben kann. Als GAK durfte ich ja auch Hundeführer und Militärkraftfahrer sein. Allerdings nur Krad. Das ist nicht abwertend gemeint mit dem Krad, war nur schlecht wegen dem Hund.
Also mal tacheles. Irgendwann sind unsere Oberen auf den Trichter gekommen das ein Hund doch eine tolle Sache ist und dadurch ein Posten (Eigensicherung) eingespart werden kann. Da bei uns ja auch die Jahreszeiten (sprich Sommer/Winter) befohlen wurden, wurde auch das Führen der Hunde für GAK befohlen. Egal ob du damit konntest oder nicht DV ist DV. Ich hatte jedenfalls Glück im Unglück, ich hatte einen echt feinen Hund, einen altdeutschen (natürlich von Adel) leider einen Alpha Rüden ( so wie ich ) Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung was und wie ein Hund zu halten ist. Aber Mensch und Hund sind ja lernfähig. Es war schon sehr gut wenn ich mit meinem Schutzhund auf Streife war. Alles sehr entspannt, nur schlecht wenn ich den mal in eine USM schickte und er eine Reh oder einen Hasen aufspürt. - da war er dann mal für ein paar Stunden weg.

Natürlich konnte man auch nach einem ausgeprägtem Saufgelage sich mal in der Frühschicht in den Wald legen um auszunüchtern (Naja wir waren ja alle mal jung)
Die Versorgung mit Futter war zu Beginn nicht kontinuierlich, da haben wir Hundeführer viel zugesteuert, später ist es wirklich besser gewesen. Der Chef der Hundetruppe im Batt. hat gesagt die Hunde machen Dienst also bekommen die auch jeden Tag zu fressen. So war es dann auch. Das galt auch für unsere Trassenhunde arme Hunde, aber wie schon beschrieben, die hätten keinen zerfleischt. Das knistern von Butterbrotpapier hat alle gezähmt. Wichtig war, die haben gebellt. Mit Krawall und Licht machen wir den Abschnitt dicht!

Leider musste ich sehr oft auf die FüSt oder war mit dem Krad unterwegs und mein Hund hatte schon Liegeschwielen, das hat mir wirklich weh getan. Dazu kommt, dass unsere Vorgesetzten - Nicht Alle - es nicht ab konnten, das der Hundeführer nur 7 h Grenzdienst machen sollten und 1 h für ihren Hund nutzen sollten. Ich wurde mal nach einem Nachtdienst von meinem Stabschef aus der Nachtruhe geholt weil mein Hund es nach dem Dienst nicht verhindern konnte seinem Stoffwechsel folge zu leisten. (Ich hatte es schon mal geschrieben) Ein Zwinger hat eben sauber zu sein. BEFEHL !!
Aber wie soll ich mit Fam. (2 Kindern) und Hund in einer 65 qm Wohnung leben. Das ging einfach nicht, zumal ich den Hund nicht zu jedem Dienst einsetzten konnte. Was für eine Scheiße- ich habe gerade pipi in meinen Augen. Geht mir echt en die Nieren.

Gruß

#4 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Thunderhorse 12.12.2009 23:52

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Zitat von gak_dirk
Hallo Grenzer und GV´s,
Welche Hunderassen waren denn nun alle im Einsatz!
Ich meine jetzt nicht nur die Diensthunde der Posten,
sondern vielmehr auch die Hunde in den Laufanlagen!
Ich habe zum Beispiel Kaukasische Hirtenhunde (Owtscharkas) an den Laufleinen gesehen!
Und nachdem ich nach der Wende einen dieser Rasse bekommen habe,
bewacht diese Rasse jetzt meinen privaten Grenzabschnitt! (Haus und Grundstück)
Und ich brauche keinen K6 harken!! Den pflügen die beiden http://kaukasen.dk-lobbe.de um!
gak_dirk



Folgende Hunderassen wurden als geeignet für den Einsatz bei der GT befunden.

Deutscher Schäferhund
Riesenschnauzer
Rottweiler
Airedale-Terrier

Ferner kamen zum Einsatz:
Kaukasen

#5 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Thunderhorse 13.12.2009 00:02

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System zum Abrichten der Hundemeute.

#6 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Thunderhorse 13.12.2009 11:20

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Grafische Darstellung der Laufseilanlage.

#7 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Ludwig 13.12.2009 11:40

Im Bereich des 3.GB des GR 15 Sonneberg gab es zu unserer Zeit nur Schäferhunde. Als Tierfreund
konnten die einem leid tun, die Bedingungen, unter denen sie teilweise leben mußten, waren fast
Tierquälerei. Dazu kam noch, daß fast alle so harmlos waren, daß sie kurz vor einer Entlassung immer
rot/gelb eingekleidet wurden.
Es gab eine Ausnahme: 12.GK Gasse "Heckenbruch". Dort hauste ein Ungeheuer von einem Rottweiler,
nur 2 Hundeführer konnten sich ihm nähern. Jeden anderen, ob GV oder Grenzposten hätte er in seine
Bestandteile zerlegt.

#8 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Zermatt 13.12.2009 12:46

Hat einer überhaupt mal die Hunde gefragt ob die den Job überhaupt machen wollten ?
Natürlich nicht,die konnten ja nicht sprechen.
Aber wenn-die Antwort wäre wohl deutlich ausgefallen.

#9 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Mike59 13.12.2009 13:08

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Zitat von Zermatt
Hat einer überhaupt mal die Hunde gefragt ob die den Job überhaupt machen wollten ?
Natürlich nicht,die konnten ja nicht sprechen.
Aber wenn-die Antwort wäre wohl deutlich ausgefallen.


------------------

Hallo Zermat,

hast du schon mal dein Schnitzel oder deinen Sauerbraten gefragt ob er das wollte.

Man sollte auf dem Teppich bleiben.

Mike59

#10 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Zermatt 13.12.2009 13:18

Zitat von Mike59

Zitat von Zermatt
Hat einer überhaupt mal die Hunde gefragt ob die den Job überhaupt machen wollten ?
Natürlich nicht,die konnten ja nicht sprechen.
Aber wenn-die Antwort wäre wohl deutlich ausgefallen.


------------------

Hallo Zermat,

hast du schon mal dein Schnitzel oder deinen Sauerbraten gefragt ob er das wollte.

Man sollte auf dem Teppich bleiben.

Mike59



Bleib ich Mike-und bitte Zermatt mit tt am Ende

#11 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Mike59 13.12.2009 13:25

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Zermatt

Ich arbeite an mir

Mike59

#12 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Bärchen 13.12.2009 15:05

da fällt mir eine kleine Episode ein.
Als ich das erstemal mit meinem Patenonkel im Gebiet war, wollte er mir die Hunde zeigen. Er ging auf einen der Hunde zu und der lief weg. Er wollte mir zeigen, dass die Tiere Angst bzw. Respekt vor der Uniform haben. Er drehte sich zu mir um, und meinte "Siehste, so geht das." Da sagte ich zu sinngemäß zu ihm, dass wenn er sich nicht beeilt und seinen Hintern in Sicherheit bringt, hätte er mal einen gehabt. Das Tier kam nämlich wieder zurück und sah dabei nicht gerade zutraulich aus.

#13 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von Roland 87 13.12.2009 18:02

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Bei uns im Abschnitt gab es eine Hundetrasse.Da war hinter den GEZ ein zweiter Zaun, dadrin liefen die
Hunde frei herum (seitlich ca 50m abgeteilt).Die Hunde haben immer angeschlagen wenn sie eine Uniform
gesehen haben! Würde mal wissen wollen,ob sie auch bei einen GV angeschlagen hätten?
Bei den Diensthundeführern gab es öfters mal Stress, weil die Hunde ein Schaf gerissen hatten!

#14 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von EK-Zappel-79-2 13.12.2009 18:36

Hundetrasse in einer Senke am Kraftwerk Harbke, das Tier war ein Schäferhund der schon an die Streifen gewöhnt weil verwöhnt war und im Weitwurf immer was von der Postenverpflegung abbekam.
Einmal kamen wir dort lang, kein Hund draußen und Ruhe in der Hütte, Rufen brachte auch nix, ich nahm einen kleinen Stein und warf in auf das Dach der gut 20 Meter entfernten Hütte und was kann ich grinsend sagen ... nicht nur der Grenzposten schlief beim Dienst halt mal ein .. ne wohl auch der Grenzhund.
Jedenfalls ging in der Hütte ein gepolter los, wahrscheinlich war der so hochgeschreckt das er erst mal gegen die Rückwand bumste ... klang jedenfalls so und dann kam er aus seiner Hütte geschossen und wir dachten schon das er seine Laufleine durchreißt ... es dauert dann wirklich ein paar Tage bis die Freundschaft auf Postenverpflegungswurfweite wieder hergestellt war

#15 RE: Hunde an der Grenze - alle!! von EK-Zappel-79-2 13.12.2009 18:40

Zweites Erlebnis, ungefähr dort wo heute das Flugzeug zwischen Helmstedt und Harbke steht hatten wir Grenzarbeiten zu erledigen.
Auch dort war eine Hundetrasse, aber der eine war eine wahre blutrünstige Giftthöle, während wir unsere Arbeiten machten, hatte ein Gefreiter beständig die Knarre durchgeladen und zielte auf das Vieh weil immer die Gefahr bestand das er sich losreißen könnte, zum Glück ging alles gut aber uns ging wirklich die Muffe eins zu tausend.

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